Fast zeitgleich mit dem Erscheinen des Artikels „Auf der Durchreise“ im NABU-Naturschutzheft Sommer 2019 tauchen in unserem Garten in Kamen (Sa.,27.07.2019, ca.14.00 Uhr) zwei Distelfalter (Vanessa cardui) auf (hier auf einer Phlox-Pflanze).
Im Übrigen habe ich am 27.07.2019 auch Distefalter auf einer Buddleja an der Ökostation in Bergkamen-Heil gesehen.
Distelfalter an Phlox, Kamen, 27.07.2019 Foto: Heinrich BehrensDistelfalter an Phlox, Kamen, 27.07.2019 Foto: Heinrich BehrensDistelfalter an Phlox, Kamen, 27.07.2019 Foto: Heinrich BehrensDistelfalter an Phlox, Kamen, 27.07.2019 Foto: Heinrich Behrens
Filmaufnahme Distelfalter, Kamen, 27.07.2019 Aufnahme: Heinrich Behrens
Am Pleckenbrinksee lediglich: 1 Bruchwasserläufer und 1 Waldwasserläufer.
Am Geiseckesee im Anschluss: 3 Bruchwasserläufer, 1 Flussuferläufer, 1-2 Rotmilane, 1 hier mehrfach jagender Wanderfalke, 2 Wespenbussarde, 1 Eisvogel, 1 Gebirgsstelze und 3 Kiebitze.
An den Filterbecken bei Altendorf noch erwähnenswert: >16 Bachstelzen, 1 Eisvogel, eine vierköpfige Familie Distelfinken und 1 Grauschnäpper.
Als Nachtrag vom 21.07.2019 noch eine beringte (nicht ablesbar) männliche Wiesenweihe bei Hemmerde. Hier auch ein nah am Weg jagender Turmfalke.
Männliche Wiesenweihe bei Hemmerde am 21.07.2019 Foto: Marvin LebéusEben hier auch dieser… am 21.07.2019 Foto: Marvin Lebéus Turmfalke… am 21.07.2019 Foto: Marvin Lebéus beim Rüttelflug, am 21.07.2019 Foto: Marvin Lebéus Gebänderte Prachtlibelle am Ufer des Geiseckesees am 28.07.2019 Foto: Marvin Lebéus
Nach Anrufen aus einem Wohngebiet nahe dem Cappenberger See wurden dort zwei junge Mauersegler abgeholt, die als Nestgeschwister wegen der übergroßen sommerlichen Hitze vorzeitig die Flucht aus ihrem Brutraum unter einem Dach angetreten hatten. Die beiden wurden einer auf die Aufzucht solcher Mauersegler spezialisierten Person überbracht. Seltsamerweise höre ich in solchen Fällen immer wieder, dass die Anrufer einfach mal gegoogelt und mich so gleich gefunden haben. Wo mich entsprechende Anrufe aus fast ganz Deutschland erreichen kommt es mir manchmal so vor, als gäbe es nur wenige „Ornis“, die sich entsprechend als hilfsbereit erweisen. Für mich ist es immer wieder eine willkommene Gelegenheit, Leute an die Hand zu nehmen und ihnen über die Hemmschwelle hinwegzuhelfen, sich intensiver um die heimische Vogelwelt zu kümmern.
einer der beiden wegen Hitze aus dem Nest gesprungenen jungen Mauersegler am 27.07.2019 Foto: Uwe Norra
Eine freudige Überraschung waren abends zwei Pärchen Rebhühner im Abstand von nur knapp 50 Metern auf einer Heuwiese am Stadtrand von Selm nahe der Funne, wo neulich bereits ein rufendes Männchen festgestellt werden konnte. Auch wenn beide Paare keine Jungen führten so ist zumindest der Nachweis erbracht, dass diese Art auf Selmer Gebiet noch vorkommt (auch wenn durch fehlende Beobachtungen zwei Jahre lang vermutet werden mußte, es gäbe hier keine Rebhühner mehr). Die weitere Entdeckung des Abends war ein ansitzender Steinkauz. Außerdem gab eine Bäuerin den Hinweis darauf, dass die Schleiereule dieses Jahr auf ihrem Hof ebenfalls erfolgreich gebrütet hätte.
kein Starfoto, aber ein wichtiger Rebhuhn-Nachweis am 27.07.2019 Foto: Uwe Norra
Während der Klimawandel inzwischen nicht mehr nur als „einmaliges, extremes Wetterphänomen“ abzutun ist, fragt man sich bei Flora und Fauna immer wieder, wer die „Verlierer“ und welche Arten möglicherweise sogar „Gewinner“ sind. In der Vogelwelt ist es bei der extremen Hitze sehr still geworden. Viele Arten haben sichtbare Probleme mit den Temperaturen und sind mit offenen Schnäbeln –intensiv hechelnd – unterwegs. Sogar die Insekten verschwinden in der Mittagshitze und sind eher in den Morgenstunden anzutreffen. Südlich Frdbg.-Ostbüren bietet sich dieser Tage ein besonderes Schauspiel aus der Schmetterlingswelt: bis zu 17 (heute Morgen) Schwalbenschwänze treffen sich auf der Haarhöhe über einem Möhrenfeld. Vermutlich sind es sowohl die Möhren als Futterpflanze für die Raupen als auch der erhöhte Punkt in der Landschaft („Hilltopping“ zum Zwecke der Partnerfindung), der die Falter von weither anlockt. Auf einer sonnenexponierten Südhang-Obstwiese unter anderem auch mehrere „Goldene Achten“, zahlreiche Hauhechelbläuling, Große Ochsenaugen, einzelne Distelfalter, Tagpfauenaugen, Admirale, viele Heuschrecken. Ebenda auch eine Neuntöterfamilie mit mindestens 3 flüggen Jungvögeln.
In den Hemmerder Wiesen ebenfalls
ein Schwalbenschwanz an Kleeblüten (gestern), 1 Landkärtchen (gestern), 42 rastende
Kiebitze, 1 Silberreiher, 8-13 Graureiher, 3 Weißstörche (2x juv.), 2
Neuntöter, sowie gestern und vorgestern je eine adulte, weibliche Rohrweihe.
Gestern und vorgestern scheinen uns die meisten Mauersegler verlassen zu haben (Brutvögel mit flüggen Jungvögeln), nachdem die „Nichtbrüter“, die gewöhnlich 40-60 % ausmachen, schon am Ende der zweiten Juliwoche abgezogen sind.
Selbst für den Rotmilan als Segelspezialisten ist die Hitze am bisher heißesten Tag deutscher Wettergeschichte nur unter ständigem Hecheln zu ertragen (Frdbg-Ostbüren) …, 25.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … was die fast flüggen Jungstörche auf diesem absolut schattenfreien „Grillteller“ ertragen müssen (Hemmerder Wiesen), mag man sich gar nicht ausmalen – immerhin teilen viele südeuropäischen Störche dieses Schicksal schon seit langem …, 25.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … diese jungen Schleiereulen saßen heute Morgen auf unserer Terrasse – sie hatten den lebensgefährlichen Sprung aus der Backofenhitze ihres Nistkastens unterm Dach in die Tiefe gewagt …, 26.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … immerhin war vom „Mäusebuffet“ der letzten Nacht auch diese Gelbhalsmaus heruntergefallen, mit der sich der kleinere Jungvogel dankbar abmühte …, 26.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … mit dem falschen Körperende leider zwecklos …, 26.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… so herum klappt es …, 26.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … nach typischer Eulenmanier verschwindet sogar dieser große Happen an einem Stück, 26.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Diesjähriger Neuntöter bei Frdbg.-Ostbüren scheint mit den Temperturen gut zurechtzukommen …, 25.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… in direkter Nachbarschaft – leider im Kr. UN nur noch an wenigen Stellen zu finden – eine weibliche Goldene Acht (Colias hyale) 25.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … trotz des massenhaften Distelfalter-Einflugs – vor allem im Juni – derzeit nur wenige Falter der Nachfolgegeneration …, 25.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … mein bisher zweites Landkärtchen der Saison (Hemmerder Wiesen), dessen Puppenentwicklung zur Frühjahrs- bzw. zur Sommergeneration besonders sensibel auf Außenreize reagiert (Sonnenscheindauer und Temperaturen). Es dürfte bei Wetterextremen besonders empfindlich auf „falsche“ Entwicklungsreize reagieren – vermutlich hat diese Art wegen bereits früher Fröste im September und anschließend starker Temperaturschwankungen des letzten Winterhalbjahres so stark abgenommen …, 25.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … die Schwalbenschwänze hingegen (Frdbg.-Ostbüren) scheinen als wanderfreudige Opportunisten gut zurechtzukommen …, 23.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … einer von annähernd 20 Schwalbenschwänzen im unruhigen Flug über einem Möhrenfeld auf der Haarhöhe (Frdbg.-Ostbüren), 25.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Negativbeispiel für einen kontraproduktiven „Blühstreifen“ (Hemmerder Schelk): gerade in der Dürre der blütenarmen Zeit wurden hier nicht nur die Blühpflanzen vernichtet, sondern mit dem Mulchmäher gleich auch millionenfach alle Insekten „geschreddert“ …26.07.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Erste Brut von Weißstörchen im Ruhrtal erfolgreich! Zumindest zum Teil! Denn, wie von mir bereits befürchtet, hat es leider der jüngere der beiden Jungstörche es nicht geschafft. Schon heute bei Sonnenaufgang konnte ich nur den kräftigeren, älteren Jungstorch auf dem Horst entdecken. Vom Jüngeren keine Spur im Nest. Wahrscheinlich lag er da schon tot auf dem Boden des Nestes. Am Mittag dann die traurige Gewissheit. Während die beiden Elternstörche und der flügge Jungstorch an einer Wasserfläche die Nahrungsaufnahme „trainierten“, war der Horst sichtbar nicht mehr „belebt“. Möglicherweise ist der jüngere und schwächere Storch gestern bei der Rekordhitze dem Hitzetod erlegen. Am heutigen Nachmittag konnte ich dann nur noch den flüggen Jungstorch beobachten. Außerdem am Aussichtshügel 2 Bruchwasserläufer, 2 Waldwasserläufer, 2 Flussuferläufer, 1 Kranich und 7 Rostgänse.
Im Hammer Wasserwerk 1 Flussuferläufer, mind. 6 Kiebitze sowie 6 Rostgänse.
Ein Elternteil watet durchs flache Wasser und zeigt dem Nachwuchs, wie „gejagt“ wird…..am 26.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)Der flügge Jungstorch folgt brav seinen Eltern …..am 26.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Auch er pickt sich ab und zu etwas Leckeres aus dem Flachwasser …..am 26.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Er ist der erste Weißstorch, der je im Ruhrtal erfolgreich erbrütet wurde …..am 26.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Waldwasserläufer auf der Kiebitzwiese …..am 26.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Auch zwei Bruchwasserläufer waren heute am Aussichtshügel zu beobachten …..am 26.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)
Heute, am bisher heißigstem Tag des Jahres um die 40°C, konnte ich in den frühen Morgenstunden am Aussichtshügel der Kiebitzwiese ua. 1 Bruchwasserläufer, 2 Waldwasserläufer, 1 Kiebitz, 2 junge Weißstörche auf ihrem Horst, 1 Kranich, 8 Graureiher sowie 7 Rostgänse beobachten.
Anschließend konnte ich bei meinem Kurzbesuch des Hammer Wasserwerkes 3 Flussuferläufer, 8 Kiebitze, 1 Silberreiher, 6 Graureiher, 1 Eisvogel sowie 2 Gebirgsstelzen notieren.
Eisvogel im Hammer Wasserwerk……am 25.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)Leider nur im Gegenlicht erwischt. Bruchwasserläufer mit 2 Waldwasserläufer auf der Kiebitzwiese ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)
An zwei Vormittagen habe ich gezielt nach Schmetterlingen im Hammer Wasserwerk Ausschau gehalten. In verschiedenen Habitaten konnte ich hier doch erfreulich einige Arten entdecken, teilweise mit unerwartet „hohen“ Zahlen. So zählte ich allein auf einem Wiesenstück mit Hornklee etwa 30 Hauhechelbläulinge. Auch das Große Ochsenauge und Weißlinge waren gut vertreten.
Gelb blüht diese Wiese mit Hornklee. Hier flatterten etwa 30 Hauhechelbläulinge umher………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)Auch an den Wirtschaftsgebäuden zwischen all den „Arbeitsutensilien“ dürfen die Wildblumen noch blühen ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Entlang der Wirtschaftswege teilweise bunte Blühstreifen mit „einheimischen“ Gewächsen ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) „Wildwuchs“ im Wasserwerk ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Hauhechelbläuling im Hornklee ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Faulbaumbläuling am Wegesrand ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Gleich nebenan ein Kleiner Feuerfalter ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Sommergeneration des Landkärtchens ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Farbenprächtiger Admiral ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Tagpfauenauge in der Morgensonne ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Großes Ochsenauge auf der Gemeinen Schafgarbe ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Der Braune Waldvogel ist auch als Schornsteinfeger bekannt ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Kleiner Kohlweißling am Blutweiderich ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Neben den Schmetterlingen entdeckte ich auch allerlei anderer Insekten, wie hier die Schlupfwespenart Vulgichneumon saturatorius ………am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)
Nachsuchen der letzten Tage ergaben drei Paare Steinkäuze mit bereits flüggen Jungen in der Umgebung von Selm. Es scheint also ein erfolgreiches Jahr für diese Art zu sein.
Heute Abend konnten drei Steinkäuze gleichzeitig in der Nähe vom Röhrweg beobachtet werden; ein Jungvogel und zwei Altvögel. Zuvor hatte sich ein Buntspecht zwei Zaunpfähle weiter neben einen adulten Steinkauz gesetzt, um ihn eine zeitlang kritisch zu beäugen. Um dann wieder abzufliegen, nachdem der Steinkauz sich abgewendet hatte. Da praktisch nebenan ebenfalls Steinkäuze zu sehen waren ist ev. zu vermuten, dass hier zwei Paare in unmittelbarer Nachbarschaft gebrütet haben.
Außerdem konnten während der Beobachtungen in der Stunde vor Sonnenuntergang zwei Grünspechte sowie Rufe eines Rebhuhnes festgestellt werden. Die Aussage von Spaziergängern, kürzlich eine Kette von sieben Rebhühnern gesehen zu haben, deuten auf eine mögliche Brut hin.
der „Anstarr-Wettbewerb“ zwischen Buntspecht und Steinkauz dauerte eine ganze Weile am 24.07.2019 Foto: Uwe Norra
Heute konnte ich bei meinem Besuch des Hammer Wasserwerkes meinen ersten Bruchwasserläufer auf dem „Herbstzug“ beobachten. Außerdem hier im Werksgelände u.a.: 3 Flussuferläufer, 8 Kiebitze, 1 Silberreiher, 14 Graureiher, 1 Gebirgsstelze, 2 Hohltauben sowie 1 Baumfalke.
Im östlichen Teil der Kiebitzwiese u.a.: 2 Flussuferläufer, 1 Kiebitz, 1 Kranich, 1 Weißstorch mit 2 Jungvögel, 3 Graureiher sowie 2 Neuntöter (1:1) .
Bruchwasserläufer im Hammer Wasserwerk……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)„Juck hinterm Ohr“ ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Flussuferläufer im farbenfrohen Trockenrasenhabitat am Filterbecken ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Silbereiher mit Mitstreiter beim „Fische fangen“ in einem Filterbecken ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) In den Filterbecken ist doch ein ordentlicher Fischbestand, obwohl die Becken regelmäßig abgelassen werden und der Filtersand ausgetauscht wird ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Schon am frühen Vormittag waren die 25°C schnell geknackt und das Thermometer stieg beim zuschauen auf die 30° Marke. Dieser Graureiher hat sichtlich sehr mit der Hitze zu kämpfen. ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Fütterung bei den Weißstörchen. Der Altvogel würgt das „Mitgebrachte“ in die Mitte des Horstes aus ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Während die Jungstörche um die Leckereien streiten, hat der Altvogel eine kurze Verschnaufpause ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Nun aber los zur nächsten Nahrungssuche! ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Hoffentlich bringen die Eltern auch genügend Wasser zum Nest. Schon am Vormittag macht den Jungstörchen die Hitze in der prallen Sonne zu schaffen ……am 24.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)
Am Di., 23.07.2019, 9.30 Uhr, in Kamen-Mitte, Trichius fasciatus (Pinselkäfer) auf einer Echinacea-Blüte, ein Fund, den man so ohne Weiteres hier nicht erwartet hätte.
Pinselkäfer (Trichius fasciatus), Kamen, 23.07.2019 Foto: Heinrich BehrensPinselkäfer (Trichius fasciatus), Kamen, 23.07.2019 Foto: Heinrich Behrens
Obwohl in den frühen Abendstunden noch eine enorme Hitze zu vermerken war, konnte ich zahlreiche Vogelarten in den Hemmerder Wiesen beobachten. Highlight für mich war wieder ein in großer Höhe durchziehender Wespenbussard. Zudem waren folgende Arten zu sehen: 1 Schwarzmilan, 1 Rotmilan, 3 Mäusebussarde, 2 Turmfalken, 2 Neuntöter (M/W) 7 Kiebitze, Bluthänflinge, Goldammern, Dorngrasmücken, mindestens 50 diesjährige Stare und etliche Stieglitze. Zudem bemerkte ich in den Wiesen noch einen Schwalbenschwanz.
Sehr hoch fliegender Wespenbussard in den Hemmerder Wiesen am… 23.07.2019 (Foto: Hartmut Brecher)Neuntöter (Männchen) in den Hemmerder Wiesen am….23.07.2019 (Foto: Hartmut Brecher)Diesjähriger Rotmilan in den Hemmerder Wiesen am…. 23.07.2019 (Foto: Hartmut Brecher) Bluthänfling in den Hemmerder Wiesen am… 23..07.2019 (Foto: Hartmut Brecher)
Heute in den noch angenehmen Morgentemperturen habe ich einen gut einstündigen Spaziergang durch die Strickherdicker Feldflur gemacht. Dabei konnte ich u.a. folgendes beobachten: 2 Baumfalken, 1 Rotmilan, 1 Neuntöter (M) aus einem Rapsfeld auffliegend, 3 Schafstelzen, 3 Feldlerchen, 3 Fasanenfamilien mit Jungvögel sowie unter den Rabenvögeln auch ca. 20 Saatkrähen.
Anschließend habe mich ins Hammer Wasserwerk begeben, um die Baumfalken als Brutvögel im Gebiet dingfest zu machen, sowie die Schmetterlinge im Wasserwerksgelände zu erfassen. Zum letzteren gibt es die Tage eine Extrameldung! Bei meiner gut zwei stündigen Anwesenheit im Wasserwerk gelang es mir schließlich, den möglichen und wahrscheinlichen Baumfalkenbrutplatz in der Pappelreihe ausfindig zu machen, wo sie auch schon im letzten Jahr erfolgreich gebrütet haben. Außerdem hier im Gelände u.a.. 1 Flussuferläufer, 9 Kiebitze, ca. 20-30 Lachmöwen, 1 Weißstorch, 1 Silberreiher, 4 Graureiher sowie ca. 100 Uferschwalben.
Der kurze Abstecher auf die östliche Kiebitzwiese brachte u.a.: 2 Reiherentenfamilien mit 6 + ca. 10 Pulli. Während 1 männlicher Neuntöter mit Futter den Brutplatz anflog, konnte ich ein weiteres Männchen mit 1 weibchenfarbiges Ex. (möglicherweise Jungvogel?) in der Hecke nahe des Eingangtores zum Wasserwerk beobachten. Doch möglicherweise 2 Bruten im östlichen Teil der Kiebitzwiese?
Strickherdicker Feldflur, Teil des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde…..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)Baumfalke in der Strickherdicker Feldflur …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) ….und noch einmal im Flug …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Baumfalkenrevier im Hammer Wasserwerk. Rechts die Pappelreihe, wo der Horst vermutet wird. Hier, ungestört von Besucherverkehr, haben die Falken optimale Bedingungen, ihre Jungen groß zu ziehen. Hunderte Schwalben und Libellen im Werksgelände und auch die angrenzende Kiebitzwiese bieten genügend Nahrung für die flinken Jäger …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Ein Baumfalke im Wasserwerk …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Auf den Wiesen im und am Wasserwerk sucht der „Kiebitzwiesen-Storch“ nach Insekten und Mäusen …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Flussuferläufer beim Sonnenbad am Filterbecken …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Danach heißt es erstmal „Gefiederpflege“. Auch die Augenpartie wird geputzt …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) …und der Hals juckt auch …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Kiebitz auf dem Trockenrasen am Filterbecken …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Ein kühles Bad in der Mittagshitze …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Bei einigen Bachstelzen wird noch gefüttert, während doch die meisten Brutpaare ihre Jungen flügge haben …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) Erster Reiherentennachwuchs im NSG Kiebitzwiese in diesem Jahr …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel) …und noch eine Reiherentenfamilie auf der Ruhr …..am 23.07.2019 (Foto: Gregor Zosel)
….. heute auch dabei: ein Kaisermantel (vgl. Meldung vom 19.07.2019)
Kaisermantel am Sommerflieder, vermutlich ein männliches Tier. Auf den Adern der Vorderflügel befinden sich dunkle Streifen, die aus Duftschuppen bestehen. Diese fehlen beim weiblichen Tier.
Dazu ein Neuntöter (m), aufgenommen auf einer Hecke in der Nähe der Bielenbüsche (Frdbg-Frömern).
Neuntöter (m), vermutlich unweit des Nestes, da er sehr darauf bedacht, mich von diesem Ort wegzulocken.