Werne / Bergkamen, Weißstörche, Schwarzkelchen, Rohrammer, Reh, Singdrossel, 16.05. 2026 – 17.05.2026 ( Karl Heinz Lindemann )






Werne / Bergkamen, Weißstörche, Schwarzkelchen, Rohrammer, Reh, Singdrossel, 16.05. 2026 – 17.05.2026 ( Karl Heinz Lindemann )






Der Vogelzug mit den späten Heimkehrern und Rastvögeln geht inzwischen dem Ende entgegen. So hatte auch ich heute (meine ersten) Sumpfrohrsänger mit je einem Sänger in der Strickherdicker Feldflur und einer SO von UN-Hemmerde. Außerdem ein (für mich erster) Gelbspötter in den Hemmerder Wiesen, ein (für mich) erster (und einziger!) Grauschnäpper gestern u. heute in Frdbg.-Warmen. In der Strickherdicker Feldflur heute noch 4 rastende Steinschmätzer (der erste ebenda am 06.04. von B. Nikula). In den Hemmerder Wiesen heute noch >2 Grünschenkel und 1 Rotschenkel. Vorgestern (15.05.) ebenda sogar ein rastender Regenbrachvogel.
Alles Suchen nach Wespenbussarden auf dem Haarstrang und im Ruhrtal war bisher leider vergebens. Hingegen heute erfreulich – das Erscheinen von 2 Baumfalken in der Strickherdicker Feldflur mit Revier- und Balzverhalten (Beuteübergabe).
Das Brutgeschehen zeigt hier und da bereits erfreuliche Ergebnisse: in den Hemmerder Wiesen konnten innerhalb des E-Zaunes gestern aus der Ferne 14 (!) Kiebitzküken gezählt werden. Da einige schon recht groß und gleichzeitig vorsichtig – andere ohnehin versteckt gar nicht zu sehen sind, kann man insgesamt von noch mehr Küken ausgehen (am 03.05. waren einmal 18 Küken gleichzeitig zu sehen!). Schwarzkehlchen haben teils ihre erste Brut flügge – im Hemmerder Ostfeld füttern >2 Paare flüggen Nachwuchs. An 3 Stellen gibt es im Südkreis Brutverdacht für Gartenrotschwänze (Frdbg.-Bentrop, Hemmerder Schelk, Westhemmerde).











Am Donnerstag (14.05.) in den Schwerter Röllingwiesen bei sehr hohem Wasserstand und Wetterbedingungen mit allen Facetten u.a.: 1 Teichrohrsänger, 1 Schwarzkehlchen (1,0), 1 Neuntöter (1,0), 1 rastender Flussuferläufer, 1 Silberreiher, 2 brütende Haubentaucher, > 3 Rohrammern, > 4 Zwergtaucher und 36 Reiherenten (21,15). Zudem > 200 stationäre Rauchschwalben (artrein) sowie später > 50 Mauersegler, die von einer heranziehenden Schlechtwetterfront vor sich hergeschoben wurden. Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. 2 balzende Flussregenpfeifer, 2 Flussuferläufer und ein Rotschenkel.
Am Freitag (15.05.) bei einem Rundgang entlang „NSG Mühlenstrang“ in Schwerte u.a.: 8 Dorngrasmücken, 7 Gartengrasmücken, 5 Sumpfrohrsänger, 4 Rohrammern (inkl. ein Paar), > 2 Neuntöter (2,0), 1 Teichrohrsänger, 1 Kuckuck sowie 1 Rotmilan. Bei den Weißstörchen bestätigten sich (wie von Familie Schulte bereits hier am 09.05. gemeldet) 2 Pulli im Nest – der erste Nachwuchs in dieser seit April 2024 bestehenden Nisthilfe.
Der an dieser Stelle bereits gemeldete Seidensänger konnte bei einer Nachkontrolle fast drei Wochen später erneut am südlichen Ruhrufer des Gebiets registriert werden. Der wiederholte Gesang spricht mittlerweile für ein fest etabliertes Revier. Da Seidensänger oft polygam leben, stiegen dadurch theoretisch die Chancen, mehr als ein Individuum zu erfassen. Angesichts der noch nicht vorhandenen Dichte dieser Art im Verbreitungsgrad und einer möglichen beginnenden Erstbesiedlung des Ruhrtals im südlichen Kreis Unna ist vorerst jedoch bestenfalls von einer Einzelrevier-Besiedlung oder einer monogamen Zweckverpaarung auszugehen. Ein exakter Nachweis ist wegen der dichten, unzugänglichen und allgemeinen Gegebenheiten vor Ort methodisch wahrscheinlich kaum zu erbringen.
Auf gleicher Höhe ein überfliegender Schwarzstorch, der nach kurzem Kreisen in westliche Richtung abzog. Im Wassergewinnungsgebiet Geisecke hielten sich 18 nahrungssuchende Weißstörche auf überschwemmtem Grünland auf. Es ist davon auszugehen, dass sich im gesamten Gebiet des Wassergewinnungsgeländes seit Tagen mindestens 30 Individuen aufhalten. Bereits im Vorjahr war das Gebiet zeitweise ein Hotspot für vagabundierende Trupps, bei denen es sich vermutlich um Nichtbrüter handelt. Im Gelände nördlich der Schoofs-Brücke ein ruhender und später nach Osten abziehender Baumfalke sowie 7 Graureiher in einem trockenen Filterbecken. Allgemein ist zu beobachten, dass praktisch überall derzeit flügge Bachstelzen der diesjährigen Erstbrut gefüttert werden.







Im Abendlicht bieten die Heckensäume der Hemmerder Wiesen ein vielstimmiges Vogelkonzert, aus dem neben mindestens zwei Nachtigallen mehrere Mönchsgrasmücken hervorstachen. Außerdem: Singdrosseln, Schwarzdrosseln, Goldammern und viele Meisen bei der Futtersuche, letztere auch verschiedene Nishilfen bewohnend. Eine suchende weibliche Rohrweihe sorgte kurz für Unruhe unter den Kibitzen. Besonders schön heute südlich des NSG „auf dem Siepen“ abwechselnd fütternde Buntspechteltern.




In den Hemmerder Wiesen balzte heute ein Paar Flussregenpfeifer intensiv. Und noch immer halten sich dort neben den ortsansässigen Kiebitzen etliche andere Limikolen auf. Im Gebiet außerdem heute sogar drei Kuckucke, die sich verfolgten. Ein Rostganspaar führt mindestens 10 Jungvögel und auch die Nilgänse haben Nachwuchs.
Auf den Feldvogelschutzflächen in der Strickherdicker Feldflur rasteten heute fünf relativ späte Steinschmätzer. Außerdem dort ein Paar Schwarzkehlchen, ein Paar Feldlerchen, mind. zwei Paare Schafstelzen, dazu viele Fasanen und einzelne Feldhasen.


Vom Kleykamp aus konnte ich heute einen Wespenbussard beobachten, der aus Nordwesten (Zechenturm) kommend kreisend aufstieg und in Richtung Mergelbergwald abzog.
Im Kleykamp außerdem: >2 Sumpfrohrsänger, 1 singender Feldschwirl, >3 Dorngrasmücken, 1 Paar Neuntöter, 1 rufender Kuckuck u.a.
Im HRB hat ein Blässhuhn die Brut begonnen, die Kiebitzbruten scheinen fehlgeschlagen zu sein, keine Küken feststellbar. Heute auch wieder eine Rohrweihe am HRB kreisend sowie ein Rotmilan.















Am 11.05.2026 habe ich im Weißstorch-Nest am Beringhof ein Küken dokumentieren können. Ob noch ein weiteres Küken folgt, muss abgewartet werden.
Ansonsten besucht dieses Gebiet seit einigen Wochen auch immer mal der Schwarzstorch, den ich auch auf NaturaList dokumentiert habe.




Die jungen Störche auf dem Nest im NSG Mühlenstrang sind geschlüpft. Bisher kann man 2 Köpfe zeitweise sehen.
Drei junge Waldorheulen sitzen in der Nähe des katholischen Friedhofes in Hemmerde im Gebüsch – hoffentlich warten sie nicht auf die gestern gemeldete verunfallte Waldohreule auf der B1… (Das dritte Küken konnte ich nicht sehen, nur hören). (Daniela Kleiböhmer)


Am 08.05.2026 konnte ich in den Hemmerder Wiesen den für mich ersten Neuntöter (Weibchen) beobachten. Heute entdeckte ich dann auch das Männchen im gewohnten Revier.
Gestern (09.05.2026) entdeckte ich auf einer Brachfläche des Hemmerder Ostfeldes 7 Thunbergschafstelzen. Zudem noch erwähnenswert: eine überfliegende Wiesenweihe (M)

Neuntöterweibchen am 10.05.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Neuntötermännchen am 10.05.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)






Am Freitag (08.05.) konnte Andreas Hünting auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg 3 Pulli im Nest der Weißstörche auf der Nisthilfe entdecken, was sich heute bestätigen ließ. Auch im Nest auf dem Hochsitz im südlichen Teil des Gebiets befinden sich nach heutiger genauerer Betrachtung ebenfalls 3 Pulli.
Im östlichen Teil des Gebiets zeigten sich am Samstag (09.05.) neben diversen Gänsefamilien u. a. 3 singende Dorngrasmücken, zwei Gartengrasmücken, ein Rohrammer-Paar, 2-3 Kuckucke, ein erster singender Sumpfrohrsänger, 3 Neuntöter (2,1), ein Schwarzmilan und ein Rotschenkel. Je ein Gebirgsstelzen-Paar befand sich am Schwittener Wehr sowie am Einlass der Umgehungsrinne bei der Ruhr im Osten. Am Hindenburg-Hain sang ein Girlitz, an der Kuhbrücke ein Gelbspötter. Zudem wurden hier mehrere futtertragende Wacholderdrosseln sowie ein Haubentaucher-Paar mit drei Pulli gesichtet. Auf einem Acker südlich der Schoofs Brücke suchten sieben Weißstörche gemeinsam nach Nahrung.
Heute (10.05.) konnten wir vom alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese zusammen mit Andreas Hünting neben dem üblichen „Inventar“ am Morgen u. a. einen adulten Schwarzstorch und einen Silberreiher im Vorbeiflug beobachten. Darüber hinaus suchten ein Flussregenpfeifer und ein Bruchwasserläufer in der Vernässungsfläche nach Nahrung. Am alten Aussichtshügel heute ebenfalls ein erster singender Sumpfrohrsänger. Der Nachwuchs bei den Gänsen war mit drei Graugans-Familien (5, 5 und 4 Pulli) sowie zwei Kanadagans-Familien mit 4 und stolzen 11 (!) Pulli vertreten.













Wenn Waldohreulen nachts unterwegs sind, um Mäuse zu fangen, fliegen sie meist relativ niedrig. Da kommt es gar nicht so selten vor, dass sie beim Queren einer stark frequentierten Straße von einem PKW erfasst und getötet werden. So erging es wohl auch einer Waldohreule, die am Rande der B1 östlich von Hemmerde auf dem Seitenstreifen lag. Sollte der Vogel verpaart gewesen sein, so dürfte es auch um die Brut schlecht bestellt sein.
In den Hemmerder Wiesen sang heute der für mich erste Gelbspötter in diesem Jahr. Außerdem hielt sich dort erneut ein Rohrweihenmännchen auf.

