

















Inzwischen gibt es erste „Teilerfolge“ beim Einsatz um die Kiebitze – jedoch auch erneute Rückschläge und im „Hotspot Hemmerder Wiesen“ musste am Freitag, 17.04., ein zweites Mal der E-Zaun freigemäht werden. Derzeit werden innerhalb der Einzäunung 6 Gelege bebrütet. Auf der Bönener Ausgleichsfläche im Industriegebiet sind aus 3 Gelegen inzwischen Küken geschlüpft, während 2 weitere noch bebrütet werden. Das Brutfeld bei Bönen-Bramey wurde zwischenzeitlich bestellt – die Kiebitze sind verschwunden.
Gleichzeitig bringt der Heimzug vieler Zugvögel beinahe täglich interessante Rastvögel und Heimkehrer. Erste Nachtigall 10.04. (Hemmerder Ostfeld), erster Kuckuck 16.04. (Hemmerder Wiesen), erste Dorngrasmücke 17.04. (Bönen/Am Mersch) – weiter bemerkenswert: 1 Dunkelwasserläufer 14.04. (Hemmerder Wiesen), 12 (!) Löffelenten, 2 Temminckstrandläufer, 10 (!) Grünschenkel, 2 Flussuferläufer, 2 Waldwasserläufer, 1 Bruchwasserläufer jeweils am 19.04. und 12 Kampfläufer am 16.04. ebenda. Nahe Schlückingen 2 Rebhühner und 1 Ringdrossel am 18.04., mindestens eine weitere Ringdrossel in der Strickherdicker Feldflur am 14.04. und im Wassergewinnungsgelände Frdbg-Langschede heute u. a. >25 Uferschwalben.









Heute hieß es wieder für uns, „über den Zaun in Nachbars Garten zu schauen“. Nahe des Kreises Unna besuchten wir ab Sonnenaufgang die Oeseteiche mit den Wäldern des angrenzenden Haunsbergs und anschließend die Wälder der Waldemei. Insgesamt konnten wir für dieses große Gebiet auf unserer 6 stündigen Exkursion u.a. folgendes notieren: 2 Flussregenpfeifer, 1 Waldwasserläufer, 1 Feldschwirl, 2 Waldlaubsänger, beachtliche 10 singende Baumpieper, 3 Trauerschnäpperreviere mit 5 Ex. (3:2; 1 sing. Ex. am Haunsberg, 2 Reviere in der Waldemei), 1 Kleinspecht, 3 Schwarzspechte in 2 Revieren, 1 Mittelspecht in seiner Bruthöhle, 2 Grünspechte, 1 Kolkrabe, 1 Hohltaube, 2 Gebirgsstelzen, 7 singende Fitisse, 27 singende Zilpzalpe, 14 singende Sommergoldhähnchen, 2 singende Wintergoldhähnchen, mind. 11 Mönchsgrasmücken, 1 Haubenmeise, 5 Tannenmeisen, 2 Sumpfmeisen, 2 Schwanzmeisen, 3 Kleiber, 4 Gimpel, 5 Goldammern, 1 Distelfink, 1 Rauchschwalbe, 7 singende Misteldrosseln, 5 Eichelhäher, 2 Rotmilane, 2 Mäusebussarde, 6 Graureiher, 2 Kormorane, 1 Krickente, mind. 24 Schnatterenten, mind. 35 Reiherenten, 4 Graugänse, 3 Kanadagänse, 3 Nilgänse, 4 Höckerschwäne (1 Ex. brütend), mind. 21 Blässrallen, 1 Haubentaucher, 10 Zwergtaucher (davon 1 Paar mit 2 Pulli auf dem Waldweiher in der Waldemei).

Eine sehr frühe Brut des Zwergtauchers entdeckten wir auf dem Weiher im Wald der Waldemei….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Oberhalb der Oeseteiche dieser Kleinspecht….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Aus seiner Bruthöhle schaut dieser Mittelspecht heraus….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Trauerschnäpper an seiner Bruthöhle…..am 17.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Trauerschnäpperweibchen in der Waldemei….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Trauerschnäppermännchen….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Haubenmeise im Fichtengrün…..am 17.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Sommergoldhähnchen im Abflug….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Wintergoldhähnchen….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Flussregenpfeifer an den Oeseteichen…..am 17.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Die Flussregenpfeifer, die an den Oeseteichen nach Nahrung suchen, brüten laut heimischer Ornithologen sehr wahrscheinlich auf den Flachdächern des angrenzenden Industriegebietes….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)
Am Kleykamp heute: ein rufender Kuckuck und ein singender Feldschwirl.
Im HRB der Seseke 6 Kiebitze.
Im näheren Umfeld unseres Wohnhauses scheinen dieses Jahr >3 Hausrotschwanz-Reviere zu sein.







Bei einer kurzen Wanderung mit Start- und Zielpunkt SGV-Heim in Cappenberg konnte an einem Gehöft ein Turmfalkenmännchen beobachtet werden, welches die Giebelöffnung einer Scheune anflog und bei Annäherung mit lautem Kickern wieder abflog, offensichtlich ein Brutplatz. Etwas weiter am Waldrand ein besetzter Mäusebussardhorst (Altvogel auf dem Horst). Am SGV-Heim selbst ist das langjährige Traditionsrevier des Gartenrotschwanzes offensichtlich bereits wieder besetzt: ein Männchen konnte beobachtet und mit erstem zaghaften Gesang gehört werden. Der Gartenrotschwanz teilt sich dort den Lebensraum mit dem Hausrotschwanz: von dieser Art waren Weibchen und Männchen anwesend, letzteres mit Reviergesang.
Heute bei unserer 14 km langen Exkursion im Gebiet rund um das Kloster Oelinghausen konnten wir u.a. folgendes beobachten: 1 singender Baumpieper, insgesamt 12 Wiesenpieper (teils ziehend, teils auffliegend aus Rapsfeldern), 1 rufender Kolkrabe, mind. 27 Hohltauben (davon ein großer Trupp von 23 Ex. auf einem unbestellten Acker), 2 singende Fitisse, 24 singende Zilpzalpe, 20 Goldammer (davon >15 singend), 17 singende Mönchsgrasmücken, 7 singende Heckenbraunellen, 7 singende Singdrosseln, 1 singende Misteldrossel, 4 Rotdrosseln, 5 singende Feldlerchen, 1 Tannenmeise, 1 Sumpfmeise, 2 Schwanzmeisen, 1 singender Kernbeißer, 4 rufende Kleiber, 1 unbestimmter Baumläufer, 3 singende Sommergoldhähnchen, 4 Hausrotschwänze (1:2 am Kloster, singend und 1 M am Gut Stiepel singend), 1 Dompfaff, 2 Distelfinken, 7 Bachstelzen, ungezählte Haussperlinge, 7 Stare, 1 Buntspecht, mind. 2 Grünspechte, einzelne Rauchschwalben, einzelne Mehlschwalben (fliegen die Nester an den Klostergebäuden und am Gut Stiepel an), 6 Dohlen, 1 Saatkrähe, 5 Eichelhäher, 1 Sperber, 3 Turmfalken, 2 Mäusebussarde sowie 1 Rotmilan. Für eine Entdeckung entlang unseres Weges hatten wir zunächst keine Erklärung. In regelmäßigen Abständen entdeckten wir etwa in Augenhöhe mehrere rechteckige Gehäuse. Diese waren etwa 30-40 cm lang und an beiden Seiten offen. Dank der Recherche im Internet fanden wir schnell eine Erklärung für diese „Röhren“. Mit ihrer Hilfe kann man unsere 4 heimischen Bilcharten; wie Siebenschläfer, Gartenschläfer, Baumschläfer und Haselmaus nachweisen. Diese neugierigen „Schlafmäuse“ krabbeln durch die offenen Tunnel. Dabei hinterlassen sie ihre Fußspuren (Trittsiegel) auf einem „Tintenkissen“, der in der Mitte des Tunnels platziert ist. In diesem Gemisch aus Öl und Aktivkohle, welches auf einem Stück Papier aufgebracht wird, kann man dann erkennen, ob ein Bilch oder Maus den Tunnel durchquert hat. Jeder dieser 4 Bilcharten hat einen charakteristischen Abdruck der Pfoten. So lassen sich die unterschiedlichen Arten fast sicher bestimmen. Da diese Tunnel mit Nummern versehen waren, sind mindestens über 60 Röhren hier an den Waldrändern, meist an Haselnusssträuchern, angebracht worden.

Spurentunnel am Waldrand nahe des Klosters Oelinghausen. Dieses Gehäuse dient dem Nachweis von Bilchen…….am 11.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Die wenigen Mehlschwalben, die bereits aus ihren Winterquartieren zurück gekommen sind, suchen ihre alten Nester an den Gebäuden auf. Hier an einem Haus am Kloster…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gut vertreten rund ums Kloster Oelinghausen ist weiterhin die Goldammer. Hier ein Männchen in seinem Revier…..am 11.04.2026 (Foto: Björn Nikula)

Das Goldammerweibchen lauscht dem gesang des Männchens…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Distelfink inmitten der Obstbaumblüte…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auch die Zahl der singenden Mönchsgrasmücken war beachtlich…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Insgesamt 5 singende Feldlerchen konnten wir entlang unseres Weges beobachten…….am 11.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Grünspecht sucht in der Gänsesblümchenwiese nach Ameisen…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Wohl eine Maus entdeckt hat dieser Turmfalke. Blitzschnell stösst er auf die vermeintliche Beute…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Die Turmfalken gehören zum Charaktervogel des Klosters. Hier brüten sie schon seit Jahrzehnten …….am 11.04.2026 (Foto: Andre Matull)
Hamm/Bergkamen, Kormoran, Kanada Gänse, Haussperling, Mäusebussard, Schafstelze, Kleiber, 02.04. – 11.04.2026, ( Karl Heinz Lindemann )

Kormoran in den Lippewiesen Hamm – Bergkamen am 03.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Haussperling im Garten, leider nur noch selten zu Gast am 11.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Kanada Gänse nahe der Aussichtsplattform Ökostation Bergkamen, 11.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Mäusebussard nahe der Ökostation Bergkamen, 11.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Schafstelze in den Rieselfeldern Werne, 11.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Kleiber im Wald Bumannsburg, Bergkamen Rünthe, 11.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Am 12.04.2026 nahe der Hellweg-Bahn bei Nordlünern für mich in diesem Jahr die erste singende Nachtigall.
Am 10.04.2026 konnte ich morgens einen seltenen Durchzügler beobachten: ein einzelner Stelzenläufer.









Am frühen Morgen (11.04.) hielt sich in den Hemmerder Wiesen ein Schwarzstorch an der Amecke auf. Von da startete er und landete westlich des Kirchbaches. Im Gebiet u.a. auch ein Grünschenkel sowie fünf Kampfläufer. Am 08.04. vollführte ein Rohrweihenpaar sehr hoch über den Hemmerder Wiesen die Flugbalz. Siehe dazu auch die Meldung von Hartmut Brecher vom selben Tag. Viele Rohrweihen befinden sich noch auf dem Zug; so ein Männchen in der Strickherdicker Feldflur (09.04.). Ebenda auch ein Schwarzkehlchen (m) sowie einige Wiesenpieper auf blankem Acker.
In dieser Feldflur gibt es vergleichsweise viele Fasanen, die sich oft in den Feldvogelschutzflächen aufhalten, wenn ringsum keine höherwüchsigen Strukturen vorhanden sind. Seit einigen Jahren gibt es dort unter den normal gefärbten „Jagdfasanen“ (das sind fast immer Mischformen aus den Unterarten colchicus, mongolicus, torquatus) auch ein paar auffallend dunkel gefärbte Hennen und Hähne, die deutliche Merkmale des auf Mutation zurückzuführenden Tenebrosus-Typs aufweisen.
Jetzt im Frühjahr laufen alle Hähne zur Hochform auf und stellen ihr aufgeblähtes rotes Gesicht, die „Rosen“, zur Schau. Auf dem Foto unten sieht man, dass auch Fasanen von Zecken heimgesucht werden. Damit ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass Borrellien, wie bei zwei- und vierbeinigen Säugetieren, in die Blutbahn der Vögel gelangen. Normalerweise erkranken Vögel aber oft nicht oder zeigen nur schwache Symptome.
In den letzten Monaten war in den Hemmerder Wiesen immer mal wieder ein weibliches Reh mit einer weißen Gesichtshälfte zu sehen. Die Ursache dieser Weißfleckigkeit ist nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass es gelegentlich, wenn auch selten, zu Genmutationen kommt, die gänzlich schwarze und noch viel seltener weiße Rehe hervorbringen. Am 09.04. gelang dann auch die Sichtung eines fast weißen Rehes in einer Feldflur bei Sönnern. Dieses Reh ist kein Albino, da ihm die roten Augen fehlen. Auf der Meldeplattform der ABU ist interessanterweise die Beobachtung eines halb weißen, halb braunen Rehes bei Lippstadt unter dem 10.04. (mit Fotos) zu finden [https://abu-naturschutz.beobachtungsplattform.de/sichtungen]. In allen drei Fällen dürfte es sich um vollkommen oder teilweise leuzistische Rehe handeln. Bei Vögeln, etwa Rabenkrähen, Amseln oder Staren, sieht man häufiger teilweise oder ganz weiße leuzistische Exemplare.







Unter den teils hier schon gemeldeten Heimziehern haben weitere Arten den Kr. UN, bzw. Nachbarregionen erreicht: gestern in der Strickherdicker Feldflur mindestens 3 Steinschmätzer, südlich der Ruhr (Waldemey/Menden) ein erster Trauerschnäpper, vereinzelt durchziehende Gartenrotschwänze. Im eigenen Garten (völlig unerwartet) heute ein männlicher Birkenzeisig.
Bei den Kiebitzen werden in den Hemmerder Wiesen inzwischen mindestens 7 Gelege innerhalb des E-Zaunes bebrütet und auf der Ausgleichsfläche des Bönener Industriegebietes sind es weiterhin 4 erfolgreiche Gelege, obwohl zwischenzeitlich zwei prädiert worden waren. Es sind jedoch zwei neue durch weitere Paare hinzugekommen. Die eher dramatische Entwicklung bei den Kiebitzen um Bönen-Bramey hält leider weiter an. Ein Feld, das nach Gelegeverlusten von >7 Kiebitzen ersatzweise mit Balzaktivitäten aufgesucht worden war, wurde vor zwei Tagen bearbeitet, so dass auch hier die Kiebitze den Rückzug antraten.
In Bönen-Flierich gab es überraschenderweise eine Ansiedlung von mindestens 2 Graureiherpaaren.









Im Bereich der Hemmerder Wiesen konnte ich zusätzlich zu den teilweise brütenden Kiebitzen noch die folgenden Vogelarten beobachten: jeweils 2 Kampfläufer, Rotschenkel und Flussregenpfeifer, 5 Löffelenten (3/2), heute noch 24 Krickenten. Die bis zum 08.04.2026 anwesende Brandgans scheint heute das Gebiet verlassen zu haben. Im abgezäunten Bereich zudem noch mindestens 2 Schafstelzen, Wiesenpieper, Bachstelzen und zahlreiche Stare – und am 08.04. wurden auf ornitho.de noch zahlreiche Bekassinen gemeldet.
Entlang der Amecke konnte ich an beiden Tagen 2 Gartenrotschwänze beobachten und nach etlichen vergeblichen Versuchen auch fotografieren. In diesem Bereich sind nun zahlreiche Kleinvögel insbesondere zu hören: Mönchsgrasmücken, Zilpzalp, Bluthänflinge, Zaunkönig, Heckenbraunellen, Rotkehlchen, Rohr- und Goldammern, Fitis und zudem etliche Meisen und Finken.
Am späten Nachmittag kreisten gestern 3 Rohrweihen (1/2) längere Zeit über die Hemmerder Wiesen. Zuvor waren dort noch etliche Mäusebussarde, 2 Rotmilane und ein Sperber (W) aktiv.
In der Westhemmerder Feldflur kreisten gestern 1 Schwarzmilan und 2 Rotmilane.
Auf den Feldern im Bereich des „Neuenkamp“ (Fröndenberg) sichtete ich gestern den für mich ersten Steinschmätzer (M) in 2026.

Gartenrotschwanz (M) am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Mönchsgrasmücke (M) am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Rohrweihe (W) kreist am 08.04.2026 über den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Rohrweihe (M) kreist ebenfalls über den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Waldbrettspiel sonnt sich am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)













