Am 12.04.2026 nahe der Hellweg-Bahn bei Nordlünern für mich in diesem Jahr die erste singende Nachtigall.
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Werne: Stelzenläufer, 10.04.2026 (Hermann-Josef Backhove)
Am 10.04.2026 konnte ich morgens einen seltenen Durchzügler beobachten: ein einzelner Stelzenläufer.


Bönen: Beobachtungen im eigenen Garten am 11.04.2026 (H. Peitsch)







Unna / Fröndenberg / Sönnern (SO): Schwarzstorch, Rohrweihe, Kampfläufer, Grünschenkel, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper, Fasan, Rehe mit Farbanomalien – 08./09. und 11.04.2026 (H. Knüwer)
Am frühen Morgen (11.04.) hielt sich in den Hemmerder Wiesen ein Schwarzstorch an der Amecke auf. Von da startete er und landete westlich des Kirchbaches. Im Gebiet u.a. auch ein Grünschenkel sowie fünf Kampfläufer. Am 08.04. vollführte ein Rohrweihenpaar sehr hoch über den Hemmerder Wiesen die Flugbalz. Siehe dazu auch die Meldung von Hartmut Brecher vom selben Tag. Viele Rohrweihen befinden sich noch auf dem Zug; so ein Männchen in der Strickherdicker Feldflur (09.04.). Ebenda auch ein Schwarzkehlchen (m) sowie einige Wiesenpieper auf blankem Acker.
In dieser Feldflur gibt es vergleichsweise viele Fasanen, die sich oft in den Feldvogelschutzflächen aufhalten, wenn ringsum keine höherwüchsigen Strukturen vorhanden sind. Seit einigen Jahren gibt es dort unter den normal gefärbten „Jagdfasanen“ (das sind fast immer Mischformen aus den Unterarten colchicus, mongolicus, torquatus) auch ein paar auffallend dunkel gefärbte Hennen und Hähne, die deutliche Merkmale des auf Mutation zurückzuführenden Tenebrosus-Typs aufweisen.
Jetzt im Frühjahr laufen alle Hähne zur Hochform auf und stellen ihr aufgeblähtes rotes Gesicht, die „Rosen“, zur Schau. Auf dem Foto unten sieht man, dass auch Fasanen von Zecken heimgesucht werden. Damit ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass Borrellien, wie bei zwei- und vierbeinigen Säugetieren, in die Blutbahn der Vögel gelangen. Normalerweise erkranken Vögel aber oft nicht oder zeigen nur schwache Symptome.
In den letzten Monaten war in den Hemmerder Wiesen immer mal wieder ein weibliches Reh mit einer weißen Gesichtshälfte zu sehen. Die Ursache dieser Weißfleckigkeit ist nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass es gelegentlich, wenn auch selten, zu Genmutationen kommt, die gänzlich schwarze und noch viel seltener weiße Rehe hervorbringen. Am 09.04. gelang dann auch die Sichtung eines fast weißen Rehes in einer Feldflur bei Sönnern. Dieses Reh ist kein Albino, da ihm die roten Augen fehlen. Auf der Meldeplattform der ABU ist interessanterweise die Beobachtung eines halb weißen, halb braunen Rehes bei Lippstadt unter dem 10.04. (mit Fotos) zu finden [https://abu-naturschutz.beobachtungsplattform.de/sichtungen]. In allen drei Fällen dürfte es sich um vollkommen oder teilweise leuzistische Rehe handeln. Bei Vögeln, etwa Rabenkrähen, Amseln oder Staren, sieht man häufiger teilweise oder ganz weiße leuzistische Exemplare.







Fröndenberg / Bönen / MK: Trauerschnäpper, Birkenzeisig, Steinschmätzer, Kiebitze, Graureiheransiedlung, (erneuter?) Seuchenzug bei Waschbären u.a., 09.04.2026 (B.Glüer)
Unter den teils hier schon gemeldeten Heimziehern haben weitere Arten den Kr. UN, bzw. Nachbarregionen erreicht: gestern in der Strickherdicker Feldflur mindestens 3 Steinschmätzer, südlich der Ruhr (Waldemey/Menden) ein erster Trauerschnäpper, vereinzelt durchziehende Gartenrotschwänze. Im eigenen Garten (völlig unerwartet) heute ein männlicher Birkenzeisig.
Bei den Kiebitzen werden in den Hemmerder Wiesen inzwischen mindestens 7 Gelege innerhalb des E-Zaunes bebrütet und auf der Ausgleichsfläche des Bönener Industriegebietes sind es weiterhin 4 erfolgreiche Gelege, obwohl zwischenzeitlich zwei prädiert worden waren. Es sind jedoch zwei neue durch weitere Paare hinzugekommen. Die eher dramatische Entwicklung bei den Kiebitzen um Bönen-Bramey hält leider weiter an. Ein Feld, das nach Gelegeverlusten von >7 Kiebitzen ersatzweise mit Balzaktivitäten aufgesucht worden war, wurde vor zwei Tagen bearbeitet, so dass auch hier die Kiebitze den Rückzug antraten.
In Bönen-Flierich gab es überraschenderweise eine Ansiedlung von mindestens 2 Graureiherpaaren.









Unna/Fröndenberg: Schwarz- und Rotmilane, Rohrweihen, Sperber, Kampfläufer, Rotschenkel, Flussregenpfeifer, Löffelenten, Gartenrotschwanz, Schafstelzen, Steinschmätzer, Mönchsgrasmücken, Fitis, Bluthänflinge u.a. am 08. und 09.04,2026 (Hartmut Brecher)
Im Bereich der Hemmerder Wiesen konnte ich zusätzlich zu den teilweise brütenden Kiebitzen noch die folgenden Vogelarten beobachten: jeweils 2 Kampfläufer, Rotschenkel und Flussregenpfeifer, 5 Löffelenten (3/2), heute noch 24 Krickenten. Die bis zum 08.04.2026 anwesende Brandgans scheint heute das Gebiet verlassen zu haben. Im abgezäunten Bereich zudem noch mindestens 2 Schafstelzen, Wiesenpieper, Bachstelzen und zahlreiche Stare – und am 08.04. wurden auf ornitho.de noch zahlreiche Bekassinen gemeldet.
Entlang der Amecke konnte ich an beiden Tagen 2 Gartenrotschwänze beobachten und nach etlichen vergeblichen Versuchen auch fotografieren. In diesem Bereich sind nun zahlreiche Kleinvögel insbesondere zu hören: Mönchsgrasmücken, Zilpzalp, Bluthänflinge, Zaunkönig, Heckenbraunellen, Rotkehlchen, Rohr- und Goldammern, Fitis und zudem etliche Meisen und Finken.
Am späten Nachmittag kreisten gestern 3 Rohrweihen (1/2) längere Zeit über die Hemmerder Wiesen. Zuvor waren dort noch etliche Mäusebussarde, 2 Rotmilane und ein Sperber (W) aktiv.
In der Westhemmerder Feldflur kreisten gestern 1 Schwarzmilan und 2 Rotmilane.
Auf den Feldern im Bereich des „Neuenkamp“ (Fröndenberg) sichtete ich gestern den für mich ersten Steinschmätzer (M) in 2026.

Gartenrotschwanz (M) am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Mönchsgrasmücke (M) am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Rohrweihe (W) kreist am 08.04.2026 über den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Rohrweihe (M) kreist ebenfalls über den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Waldbrettspiel sonnt sich am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)
ADEBAR 2 (Kreis Unna): Mittelspecht, Buntspecht, Kleiber, Türkentaube, Hausrotschwanz, Stieglitz, Sumpfmeise, Schwanzmeise, Heckenbraunelle, Zilpzalp; dazu Waldbrettspiel, Großer Wollschweber und Wald-Mistbiene (Weitere Beobachtungen auf Ornitho am 07. – 08.04.2026, C. Rethschulte)














Wickede: Fischadler, Schwarzmilan, Schwarzspecht, Mittelspechte, Kolkraben, Hohltauben, Gebirgsstelze, Fitisse, Kernbeißer, Haubenmeise, und Tannenmeisen am 07.04.2026 (Andre Matull u. Gregor Zosel)
Es trieb uns mal wieder zum Echthauser Berg bei Wickede, wo wir stets schöne Beobachtungen in der Vergangenheit hatten. Ab heute heißt es definitiv: “Nichts ist unmöglich, deshalb genau hinschauen!“. Denn damit haben wir mitten im Wald sicher nicht gerechnet. Der erste Blick ohne Fernglas ließ einen Greifvogel als hellen Mäusebussard vermuten, entpuppte sich aber beim Blick durch die Optik als ein Fischadler mit Beute. Dieser Adler hat entweder an dem Waldweiher am Schwarzen Weg oder an der Ruhr erfolgreich gejagt. Danach hat er sich zum Frühstück in den Hochwald zurückgezogen. Neben diesem Highlight konnten wir außerdem an diesem Vormittag u.a. folgendes notieren: 1 überfliegender Schwarzmilan, 1 Sperber, 1 Mäusebussard, mind. 1 Schwarzspecht, mind. 3 Mittelspechte, mind. 2 Grünspechte, 7 Buntspechte, 3 Hohltauben, 2 Kolkraben, 5 Eichelhäher, 1 Gebirgsstelze, 2 Bachstelzen, 6 Kleiber, 8 Kernbeißer (7+1 Ex.), 1 Haubenmeise, 2 Tannenmeisen, 7 singende Sommergoldhähnchen, 1 singendes Wintergoldhähnchen, 5 singende Fitisse, 20 singende Zilpzalpe, 8 singende Singdrosseln, 2 singende Misteldrosseln, mind. 5 Rotdrosseln, 3 Dompfaffe (1:2), 2 Mönchsgrasmücken, 1 Goldammer, 2 Graureiher sowie auf dem Waldweiher 3 Zwergtaucher, 7 Kanadagänse und 4 Graugänse.

Fischadler mitten im Wald am Echthauser Berg…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kurz vor dem Abflug mit Beute……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Mittelspecht im Waldgebiet „Mühlenbuchen“……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Mittelspecht ohne Beschwerden im Halswirbelbereich…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Eines der vielen Sommergoldhähnchen…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Der Fitis ist nun fast überall eingetroffen…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Heute auf unserem Weg konnten wir 5 singende Fitisse notieren…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kernbeißer nahe dem Waldrastplatz „Zu den fünf Buchen“……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Heckenbraunelle singt am Wegesrand…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Waldeidechse im Unterholz……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Nun fliegen die ersten Aurorafalter…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)
Fröndenberg/Schwerte: Schwarzmilan, Girlitze, Flussregenpfeifer, Schwarzkehlchen, Rohrweihen, Kleinspecht, Waldwasserläufer, Bekassinen, Löffelente, Rohrammern und keine Goldammern vom 30.03.-06.04.2026 (K.&A.Matull)
In Schwerte und Fröndenberg brüten derzeit alle bekannten Weißstorch-Brutpaare. Die regelmäßige Anwesenheit von 3–5 Fremdstörchen auf der Kiebitzwiese erweckt zudem den Eindruck, dass in der Region weiterhin nach geeigneten Brutplätzen gesucht wird. In Schwerte („In der Lake“/“Röllingwiese“) lassen sich zudem regelmäßig bis zu zwei Rohrweihen (1,1) beobachten.
Die aktuelle Situation für das NSG Kiebitzwiese in Fröndenberg ergibt neben 3 sicheren Revieren der Rohrammer das bereits von M.Stahl am 27./28.03.26 genannte Schwarzkehlchen-Revier (Transport von Nistmaterial am 13.03.26). Die Vermutung eines weiteren Schwarzkehlchen-Reviers (singendes Männchen am Flößergraben vom 08.03.26) konnte nach mehrfachen Nachkontrollen hingegen nicht bestätigt werden. Für Besorgnis sorgt indes der Bestand der Goldammer, die es offensichtlich überhaupt nicht mehr im Gebiet gibt?!
Dem entgegen stehen zwei überraschende Girlitz-Sichtungen vom heutigen Tage: Zum einen im Siedlungsbereich nördlich der Kiebitzwiese sowie am alten Aussichtshügel (jeweils singend) und ein weiterer Überflieger am Aussichtshügel. Ob es sich dabei um ein temporäres Ereignis handelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden. Im regionalen Kontext der Nachbarstadt Iserlohn (Kreis MK) werden Girlitze persönlichen Beobachtungen zufolge fast ausschließlich nur noch auf Friedhöfen angetroffen.
Bezüglich möglicher Bruten der Schnatterente bleibt festzuhalten, dass die Art im vergangenen Winter deutlich seltener anzutreffen war. Ein plausibler Grund hierfür dürften die häufig zugefrorenen Vernässungsflächen sein. Heute (am 06.04.26) war zumindest mit 10 Individuen (5 Paare) dieser Art eine entsprechende Ausgangslage vorhanden.
Außerdem konnten wir heute zwei Flussregenpfeifer bei Verfolgungsflügen beobachten sowie am Rande der Kiebitzwiese einen Schwarzmilan und einen Kleinspecht. Morgens strich eine männliche Rohrweihe flach über den Flößergraben. Des Weiteren rasteten heute 5 Waldwasserläufer in der Nähe des neuen sowie 4 Bekassinen am alten Aussichtshügel. Erwähnenswert ist zudem eine rastende männliche Löffelente, die am Freitag (03.04.26) zwischen den üblichen Enten zu sehen war.








Unna / Bönen: Kiebitzschutz und „Eiersuchen“, Ostern `26 (Melder: B.Glüer)
Nach der ersten Zwischenbilanz bei der kreisweiten Synchronzählung unserer Kiebitze, am 28.03.26, geht es inzwischen in den unterschiedlichen Bruthabitaten darum, den Kiebitzen überall auch zum dringend nötigen Bruterfolg zu verhelfen. In den 10 Kommunen des Kreises hatten mehr als 30 Helfer insgesamt 70 Kiebitzpaare erfasst. Wenn man bedenkt, dass zu Beginn der fast alljährlich wiederholten Zählung im Jahre 1999 noch 380 Kiebitzpaare gefunden worden waren, so haben wir inzwischen fast nur noch 2 Kiebitzpaare pro Zähler.
Die meisten Kiebitze haben bereits ein Gelege, das bebrütet wird – bzw. die ersten Gelegeverluste sind ebenfalls schon zu beklagen. Je nach Standort gibt es unterschiedliche Anstrengungen, die Kiebitzgelege zu schützen, bzw. möglichst am Ende der Brutsaison auch flüggen Nachwuchs hervorzubringen. Unterstützt und koordiniert werden alle Bemühungen von der Biologischen Station und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises UN – sowohl durch Beschaffung von Material oder Finanzhilfen für Ernteentschädigungen oder andere Aufwendungen von Landwirten, als auch durch tatkräftige Hilfe beim Auffinden und Markieren von Kiebitzgelegen auf Ackerflächen oder Kontaktherstellung und Gesprächen zu/mit Grundeigentümern und Flächennutzern. Inzwischen wird im Gelände auch eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt, die nicht nur das Auffinden erleichtert, sondern gleichzeitig auch jedes Nest metergenau durch GPS-Daten registriert. Wenn dann die Gelege zu ihrem Schutz bei anstehenden Feldarbeiten markiert werden müssen, sind sie dank der digitalen Hilfsmittel auf den oft riesigen Feldern schnell zu finden.














ADEBAR 2 (Bönen/Hamm): Steinkauz, Sperber, Grünspecht, Gimpel, Mönchsgrasmücke, Straßentaube, Gartenbaumläufer etc. am 01. – 04.04.2026 (Weitere Beobachtungen auf Ornitho, C. Rethschulte)










Amselschwund
Ähnliches lese ich gerade von der OAG Schleswig-Holstein.
Bönen: Beobachtungen am 01.04.2026 (H. Peitsch)
Im HRB der Seseke jagte heute ein Habicht – vermutlich ein Weibchen – einen Fasanenhahn, erwischte ihn aber nicht richtig und nach kurzem Kampf zog der Habicht ab.
Heute wieder 3 Kiebitze im HRB, bei der Kartierung zeigte sich leider keiner, möglicherweise kommt es hier aber doch noch zu einer Brut?
An der Seseke ein Gebirgsstelzen-Paar und im RRB-Bramey eine Rohrweihe.










Bönen/Hamm: Rostgans, Bachstelze, Goldammer, Bluthänfling, Schwanzmeise, Weißstorch, Wanderfalke etc. (24. – 31.03.2026, C. Rethschulte)









Kreis Unna: Der Tag für den Kiebitz, 28.03.2026
Dem Kiebitzwetter trotzend haben die Kartiererinnen und Kartierer es tatsächlich zum 14. Mal in Folge wieder geschafft, (mehr oder weniger) synchron die Zahl der brutverdächtigen Kiebitze im Kreis zu ermitteln. Die seit 1999 vorliegenden Ergebnisse finden sich hier. Die ermittelten aktuellen Daten bilden die Grundlage für jetzt einzuleitende Schutzmaßnahmen.
Herzlichen Dank allen Beteiligten!
