Neueste Artikel

Fröndenberg/Schwerte: Turteltaube, Schwarzspechte, Grauschnäpper, Waldlaubsänger, Haubenmeisen, Silberreiher, Kiebitze, Girlitze, Wasserrallen, Kolkraben, Neuntöter, Hohltaube, Flussuferläufer u.a. vom 18.-20.07.2026 (K.&A.Matull)

Am Samstag (18.07.) gelang im Schwerter Elsebachtal eine völlig unverhoffte Beobachtung: Eine gurrende Turteltaube konnte zuerst akustisch vernommen und nach langem Ausharren auch fotografisch belegt werden. Das Gebiet ist durch ein abwechslungsreiches Mosaik aus offener Kulturlandschaft, lichten Bachauen und altholzreichen Laubmischwaldstrukturen geprägt. Zudem gelangen in der näheren Umgebung weitere Beobachtungen: Neben zwei Schwarzspechten fielen etwa vier Haubenmeisen auf. In einem im Frühjahr erfassten Revier konnte zudem Nachwuchs bei den Grauschnäppern bestätigt werden. Des Weiteren wurden mindestens drei Waldlaubsänger bei lebhaften Verfolgungsflügen in einem bekannten Revier beobachtet, wobei sie ihren typischen Gesang kurz erklingen ließen, sodass eine Artverwechslung ausgeschlossen und eine erfolgreiche Brut naheliegend ist. Auf einer Kalamitätsfläche hielten sich zwei diesjährige Neuntöter auf.

Bei einer heutigen Nachkontrolle (20.07.) konnte die Turteltaube nicht mehr nachgewiesen werden. Ergänzende Arten zu Samstag waren heute im Gebiet unter anderem zwei Kernbeißer, ein Gimpel (1,0), eine Gebirgsstelze, zwei bettelnde Mäusebussarde, eine Hohltaube sowie mehrere Bunt- und Grünspechte.

Gestern (19.07.) konnte zudem eine erfolgreiche Brut für die Girlitze im Industriegebiet nördlich der Kiebitzwiese in Fröndenberg nachgewiesen werden, wo sich mindestens zwei nahrungssuchende Individuen zwischen Zypressen und einer Hängebirke bewegten, während ein Vogel ausgiebig exponiert sang. Mindestens ein anwesender, diesjähriger Jungvogel konnte anhand seines stark gestreiften, braungrauen Jugendkleids ohne gelbe Federpartien bestimmt werden, während er den nahrungssuchenden Altvögeln folgte. Zudem ließen sich in der Sichlerbucht auf der Kiebitzwiese mindestens zwei Wasserrallen mit ihren charakteristischen Lautäußerungen tief aus den Binsen vernehmen. Am Rande der Kiebitzwiese am Neimener Bach Richtung Sichlerbucht hielt sich eine Neuntöter-Familie mit drei diesjährigen Jungvögeln auf.

Im Wassergewinnungsgebiet in Holzwickede u. a. drei Silberreiher und drei Kiebitze, davon mindestens ein diesjähriger. Als ergänzende Information sei hier erwähnt, dass ein Kiebitzpaar im Frühjahr dort erfolgreich gebrütet hatte und Ende April vier Pulli führte. (Beob.: M. Michaelis)

Heute auf der Röllingwiese in Schwerte u.a. ein rastender Flussuferläufer.


Das typische sommerliche Gurren der Turteltaube, das vielen Menschen aus früheren Sommern noch als allgegenwärtig in Erinnerung ist, stellt heute eine extreme Seltenheit dar. Auch wenn eine einmalige akustische Feststellung Mitte Juli einen erfreulichen temporären Nachweis liefert, aber noch kein sicheres (Brut-)Revier bedeutet, zeigt sie doch, dass die Art die Region nutzt. Laut aktuellen Daten (vgl. Brüggeshemke et al. 2025) bieten großflächige Waldschäden durch Dürre und Borkenkäfer mancherorts neue, lichte Strukturen, die theoretisch als potenzielle Habitate fungieren können- Bedingungen, wie sie durch diese Dynamiken in den letzten Jahren auch im Elsebachtal vermehrt vorzufinden sind. 18.07.2026 (Tonaufnahme: Andre Matull)
Wenn man sich vor Augen führt, welche drastischen Bestandseinbrüche mit ca. 75 % seit den späten 1990ern diese Art in den letzten Jahrzehnten verzeichnen musste (Brüggeshemke et al. 2025), wird das ganze Ausmaß der Krise deutlich. Als Vogel des Jahres 2020 in Deutschland stand sie als erste Art global gefährdet auf der weltweiten Roten Liste der IUCN (Weltnaturschutzunion). Es ist ein Paradoxon: Während fast jeder die liebevolle Bezeichnung „Ihr Turteltäubchen“ aus dem Alltag kennt, wissen die allermeisten Menschen heute gar nicht, wie dieser Vogel überhaupt aussieht. Neben der starken Bejagung während des Zugs wird diese dramatische Entwicklung vor allem auf die Intensivierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust ihrer Nahrungsgrundlage – insbesondere von Ackerbeikräutern – zurückgeführt (Brüggeshemke et al. 2025). Aus naturschutzfachlicher Sicht hochgradig kontraproduktiv stellt sich dazu die Situation auf den Zugwegen dar: Nach einer spürbaren Erholung, weil die Jagd auf dem westeuropäischen Zugweg in Portugal, Spanien und Frankreich vorübergehend für die Jahre 2021 bis 2024 einstellte, wurde dieses Jagdmoratorium in 2025 leider nicht aufrechterhalten (Brüggeshemke et al. 2025). Die weiterhin legale Bejagung dieses hochgradig bedrohten Vogels in Südeuropa bleibt angesichts des Gefährdungsstatus ein eklatantes Defizit im internationalen Artenschutz. Aus all diesen Gründen macht dieser fotografische Blick aus dem Schwerter Elsebachtal auf die Kostbarkeit dieses Augenblicks überaus spürbar und stimmt gleichzeitig zutiefst demütig. 18.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Quelle für die Fachdaten: Brüggeshemke, J., K. Berlin, R. Dröschmeister et al. (2025): Vögel in Deutschland – ADEBAR 2. DDA, BfN, LAG VSW; Münster.


Grauschnäpper mit Beute für den Nachwuchs am 18.07.2026. (Foto: Andre Matull)
Grauschnäpper-Altvogel (links) und frisch ausgeflogener, diesjähriger Jungvogel (rechts) mit markant geflecktem Jugendgefieder am 18.07.2026. (Foto: Andre Matull)
Einer der beiden Schwarzspechte auf Nahrungssuche im Totholzbestand am 20.07.2026. (Foto: Andre Matull)
Singender Girlitz am Rande der Kiebitzwiese am 19.07.2026. (Foto: Andre Matull)
Rehbock auf „Kneippkur“ im Vernässungsbereich der Kiebitzwiese am 19.07.2026 – mangels gefiederter Besucher der einzige Gast zu Wasser. (Foto: Klaus Matull)
Die Brutsaison 2026 neigt sich dem Ende zu und alle sieben flugfähigen Jungstörche werden sich bald auf den Weg machen. Ein besonderer Anblick war in dieser Saison der Hochsitz (unten, vier Jungvögel) als eher seltener Brutplatz, der den erfolgreichsten Brutplatz mit der höchsten Anzahl an Jungvögeln im westlichen Ruhrtal des Kreises Unna für Fröndenberg und Schwerte aufwies. 19.07.2026 (Foto: Klaus Matull)
Analog zum Nachwuchs auf der Kiebitzwiese präsentieren sich an der Röllingwiese in Schwerte drei flugfähige Jungstörche von der dortigen Nisthilfe aktiv und eigenständig beim Nahrungserwerb im Wasser. 20.07.2026 (Foto: Klaus Matull)
Ein rastender Flussuferläufer auf der Röllingwiese in Schwerte als typischer Gast des beginnenden Limikolen-Wegzugs. 20.07.2026 (Foto: Klaus Matull)

Bönen/Hamm: Rotmilan, Wachtel, Mäusebussard, Turmfalke, Steppenmöwe, Mittelspecht, Buntspecht, Kleiber, Ringeltaube am 17./18.07.2026 (C. Rethschulte)

Bei meinem ersten Besuch im Hammer NSG Donauer Bach gleich zwei für mich imposante Beobachtungen: zunächst dieser Rotmilan – und im Bereich der Friedrich-Lange-Straße eine vor mir vom Rand eines Runkelrüben-Ackers auffliegende Wachtel; sie flog zunächst nur ca. 20m weiter, meine weitere Annäherung quittierte sie allerdings mit einem Abflug auf die andere Seite der genannten Straße (17.07.26, Foto: C. Rethschulte).
Gestern auf einem abgeernteten Acker bei Nordbögge dieser Turmfalke auf Mäusejagd ….
…. ähnliche Ambitionen sind wohl auch diesem Mäusebussard der helleren Morphe zu unterstellen (18.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Etwas anders gelagert scheint das Interesse dieses Artgenossen zu sein, hat er sich doch auf eine der kleinen Schutzhütten einer Hühnerwiese in Weetfeld niedergelassen (17.07.26, Foto: C. Rethschulte).
Am gestrigen Vormittag über unseren Garten in westliche Richtung fliegend zwei (vermutlich) Steppenmöwen ….
…. auf der Anfluglinde erneut ein Mittelspecht ….
…. ein diesjähriger Buntspecht – noch mit rotem Scheitel ….
…. ein Kleiber ….
…. und eine wohl diesjährige Ringeltaube, erkennbar u.a. an dem noch fehlenden weißen Halsfleck und einer noch gräulichen Iris (18.07.26, Fotos: C. Rethschulte). Auf meiner anschließenden Radtour in die Sandbochumer Heide erneut Fehlanzeige in Sachen Wespenbussard. Die Liste der von mir dort beobachteten Vögel kann auf Ornitho eingesehen werden.

ADEBAR 2: Wo sind eigentlich die Feldsperlinge geblieben? (Ralf Joest, NWO)

Feldsperling Foto: Hermann Knüwer

Das Schöne an der ADEBAR 2 Kartierung ist, dass man praktisch gezwungen ist, auch mal in der „Normallandschaft“ zu kartieren und nicht einfach wie alle anderen zur Beobachtungshütte ins nächste Feuchtgebiet zu fahren. Das schärft den Blick für die kleinen Besonderheiten in der unmittelbaren Umgebung. Anstatt darauf zu hoffen, dass gefühlt 73te Foto von derselben Knäk- oder Moorente zu machen hat man Gelegenheit, sich mit den unscheinbaren Arten der Kulturlandschaft zu beschäftigen, die man oft einfach „abhakt“. 

Bei meinen ADEBAR 2 – Rundgängen in den Dörfern der Hellwegbörde war in diesem Jahr das ganze Spektrum der Avifauna der Dörfer erfreulich gut vertreten. Dies reichte von Türkentaube über Grauschnäpper und beiden Schwalbenarten bis zu Hausrotschwanz und Bluthänfling. Besonders auffällig waren noch viele Stare, und auf fast jedem Kamin eine Dohle. Auch Haussperlinge waren recht häufig anzutreffen. Dagegen scheint der Feldsperling nahezu vollständig aus der Landschaft verschwunden zu sein: jedenfalls hatte ich Mühe, die Art auf den drei von mir bearbeiteten Quadranten nachzuweisen. Erst gegen Ende der Saison ist es mir schließlich doch noch gelungen, an einer der für diese Region typischen Obstbaumalleen entlang der grünen Feldwege kurz vor meiner Haustür einige Bruten zu finden.

Der Feldsperling war noch vor wenigen Jahren in der Hellwegbörde regelmäßig und weitverbreitet anzutreffen. Bei der letzten ADEBAR Kartierung für den Zeitraum 2005 bis 2009 wurden für die drei Quadranten mit typischer Bördelandschaft noch mehr als 50 bzw. zweimal mehr als 150 Reviere angegeben. Für die Rheinische Börde wies Michael Kuhn schon vor einigen Jahren in einem bemerkenswerten Charadrius – Artikel auf den dramatischen Rückgang der Art hin. Auch bundesweit ist der Feldsperling nach den Daten des Monitorings häufiger Brutvögel erheblich zurückgegangen. Die Ursachen für diese drastische Entwicklung werden zurzeit erforscht. Vermutet werden u.a. Pestizide, Krankheiten oder Nahrungsmangel zur Brutzeit oder im Winterhalbjahr. Ein einzelner, entscheidender Faktor ließ sich aber bislang nicht identifizieren. Die Rückgänge gerade bei den Feldvögeln sind sicher nur durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren zu verstehen. Klar ist aber, dass diese Arten von Maßnahmen zur Aufwertung der Agrarlandschaft profitieren.

Dieses kleine Beispiel zeigt, dass die für ADEBAR 2 erhobenen Daten eine unverzichtbare Grundlage für die Argumentation im Vogelschutz sein werden. Nur durch die wiederholte Erfassung aller, auch der sogenannten Allerweltsarten, können wir bemerken, wie deren Bestände sich verändern. Die Auswertung der kartierten Daten gibt Einblicke in die Dynamik der Brutvogelbestände in der eigenen Umgebung, aber auch landes- und bundesweit. Es wird sicher spannend, das Kommen und Gehen der Arten auch auf dem eigenen Quadranten verfolgen zu können: Helfen sie mit!

Obstbäume in der Hellwegbörde Foto: Ralf Joest

Kreis Unna/Bönen: Wiesenweihe, Turmfalke, Kolkrabe, Kernbeißer, Grünspecht etc. am 13.07.2026 (C. Rethschulte)

Im Bönener Industriegebiet dieser Turmfalke (13.07.26, Foto: C. Rethschulte).
Überfliegend im Bereich der Hemmerder Wiesen diese weibliche Wiesenweihe ….
…. etwas später auch ihr männliches Pendant (13.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Kommt nicht so häufig vor: ein unseren Garten überfliegender Kolkrabe ….
…. etwas häufiger kommt schon einmal der männliche Kernbeißer zu Besuch und findet Fressbares ….
…. ebenso wie dieser wohl männliche Grünspecht, erkennbar an der roten Wangenstreifmitte – bei Weibchen ist der Wangenstreif durchgehend schwarz (13.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Inzwischen regelmäßig im Garten präsent sind Rabenkrähen (11.07.26, Foto: C. Rethschulte).

Bönen/Coesfeld: Steinkauz, Rohrweihe, Wespenbussard, Weißstorch, Gartenrotschwanz, Rotkehlchen, Taubenschwanz, Waldbrettspiel etc. am 10./11./12.07.2026 (C. Rethschulte)

Im Bereich Hemmerde eine Rohrweihe (10.07.26, Foto: C. Rethschulte).
Im Bönener Süden auf einem Bauernhof diesjährige Steinkauz-Geschwister ….
…. ein Elternteil immer in der Nähe und zur abendlichen Nahrungsversorgung bereit (10.07.26, Foto: C. Rethschulte).
Da Wespenbussard-Meldungen innerhalb des Kreises Unna derzeit rar geworden sind, bin ich gestern in den nördlich angrenzenden Kreis Coesfeld (NSG Venner Moor bei Senden, NSG Davert) gefahren, um dort Ausschau zu halten. Im Verlaufe meiner Wanderung zeigte sich dieser weibliche (?) Wespenbussard im NSG Davert (11.07.26, Foto: C. Rethschulte).
Zu meiner großen Überraschung sehe ich dann heute Vormittag gegen 08.40h – im Garten sitzend – diesen männlichen Wespenbussard bereits weit entfernt in östlicher Richtung aufsteigen. Die Richtung der Sichtung passt zu meiner früheren Beobachtung eines weiblichen Wespenbussards (07.05.26). Wo aber könnte der Horst sein, wenn es denn eine Brut gibt? (12.07.26, Foto: C. Rethschulte).
In der NABU-Weidelandschaft Davert/NSG Emmerbachaue u.a. auch dieser Storchenhorst mit wohl vier Jungstörchen (11.07.26, Foto: C. Rethschulte).
Im Venner Moor bei Senden ist dieser etwas kopfvermausert anmutende Gartenrotschwanz zu hören und zu sehen ….
…. dort auch ein diesjähriges Rotkehlchen, eine unbestimmte (Wald -?)Eidechse und eine unbestimmte Schlange (evt. junge Kreuzotter?) ….
…. als auch dieses Waldbrettspiel (11.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Im Garten vorgestern erneut ein Taubenschwänzchen mit eindeutiger Vorliebe für den weißen Phlox (10.07.26, Foto: C. Rethschulte).

Menden/Arnsberg: Wespenbussard, Grauschnäpper, Mittelspecht, Grünspechte, Hohltaube, Kolkraben, Neuntöter, Haubenmeise, Tannenmeise, Kernbeißer, Sommergoldhähnchen, Wintergoldhähnchen, Goldammern und wenig Schmetterlinge…..am 11.07.2026 (Andre Matull und Gregor Zosel)

 
Unsere heutige 6 stündige Exkursion ins „NSG Bieberbach und Luerwald“ starteten wir in der Nachbargemeinde des Kreises Unna am Wanderparkplatz an der Bieberstraße. Auf unserem Weg konnten wir u.a. folgendes beobachten: 1 Wespenbussard, 3 Rotmilane, 2 Mäusebussarde, 1 Mittelspecht, mind. 5 Buntspechte (1 dj.), 4 Grünspechte, mind. 11 Neuntöter (darunter mehrere flügge Jungvögel, die noch gefüttert wurden), 2 Kolkraben, mind. 3 Eichelhäher, 1 Hohltaube, 1 Grauschnäpper, mind. 6 Dompfaffe, 3 Kernbeißer, 3 Tannenmeisen, 1 Haubenmeise, 10 Goldammern, 2 Sommergoldhähnchen, 1 Wintergoldhähnchen, 1 singender Fitis, 3 singende Gartengrasmücken, 3 Feldlerchen, 2 Bluthänflinge, mind. 14 Grünfinken, ca. 30 Stare sowie mind. 2 Misteldrosseln. Schmetterlinge am Wegesrand waren heute rar. Zwar einzelne Landkärtchen aber z.B.  kein einziger Kaisermantel.

Männlicher Wespenbussard im NSG „Bieberbach und Luerwald“…..am 11.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Rotmilan im Landeanflug…..am 11.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Neuntöter auf einem Zaunpfahl als Ansitz. Von hier hält er Ausschau nach Nahrung…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Insekt entdeckt und im Sturzflug auf die leckere Beute…..am 11.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Neuntöter juv. auf einen der vielen Kahlflächen im Wald…..am 11.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Diese sonnende Blindschleiche konnten wir vom Weg vorsichtig vertreiben und so vor den vielen Mountain-Bikern retten…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Landkärtchen mit Scheinbockkäfer (chrysanthia geniculata) links und Gemeinen Smaragdschwebfliegen beim Nektarsammeln…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kleines Wiesenvögelchen…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Grünader-Weißling…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Zitronenfalter…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Rothalsbock mit Stachelkäfer…..am 11.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Fröndenberg / Unna: Flussregenpfeifer (Bruterfolg), Weißstörche, Grauschnäpper (Bestandszusammenbruch?!), Kiebitz (Spätbrut), Schmetterlinge u.a., 10.07.2026 (B.Glüer)

In den Hemmerder Wiesen noch immer (flugunfähiger) Kiebitznachwuchs. Drei > 3 Wochen alte Küken, die vermutlich aus einem Nachgelege stammen, das auf einem benachbarten Maisfeld am 20.05. markiert und anschließend vom Landwirt bei der Feldarbeit umfahren worden war. Derzeit werden sie noch auf der südlichen NSG-Fläche nahe dem Aussichtshügel von den Elternvögeln betreut. Dass sogar dieses Gelege erfolgreich war und nach dem Schlupf und Umzug ins Kerngebiet wohl noch vom Schutz des E-Zaunes profitiert haben dürfte, ist ein schöner Erfolg.

Nur bedingt erfreulich ein für mich erster (sicherer!) Brutnachweis von Grauschnäppern (Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede). Diese Art hat offensichtlich in zurückliegenden Jahren dramatisch abgenommen. Vor ca. zwei Jahrzehnten wurden zum Beispiel von W. Prünte allein in Frdbg.-Bausenhagen bis zu 6 (!) Brutreviere per Klangattrappe nachgewiesen. Auch im eigenen Garten war der Grauschnäpper einst fast regelmäßig Brutvogel mit teils kuriosen Neststandorten (z. B. in einer für Winterfütterung ausgehöhlten Kokosnuss oder 2x in einer zersplitterten Schweglerbruthöhle). Bei erfolgreichen Bruten der letzten Jahre kam es meist auch nur zum Ausfliegen von lediglich 2-3 Jungvögeln.

In der Schmetterlingswelt erfreuen hier und da die Sommergenerationen einzelner Arten: teils zahlreiche Distelfalter als Nachkommen des Einflugs im Frühsommer, nahe Frdbg.-Ostbüren bis zu fünf Kl. Füchse an Feldwegen. Im eigenen Garten bis zu 3 Taubenschwänzchen an größeren Beständen blühenden Seifenkrauts, wo nach Sonnenuntergang auch größere Schwärmer auftauchen (Kiefernschwärmer, Ligusterschwärmer, Windenschwärmer, Mittlerer Weinschwärmer). In den Hemmerder Wiesen heute unter anderem ein Kl. Perlmuttfalter.

Grauschnäpper mit erbeuteter Schwebfliege auf einem Dreinagerohr/Filterbecken (Wassergewinnungsgelände / Frdbg.-Langschede) ansitzend. Als hochspezialiserte Fluginsekten-Jäger scheinen diese geschickten Flieger unter dem globalen Insektenschwund ganz besonders zu leiden. Nur noch sehr verstreut mit wenigen Einzelpaaren sind Grauschnäpper zu finden …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… der Ansitz vor blütenreicher Kulisse im Wassergewinnungsgelände, wo auch keinerlei Agro-Chemie zum Einsatz kommt, scheint noch ein gewisses Potenzial an Insekten-Beute zu bieten …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… diesmal ist es ein Tagpfauenauge, das im Flug ergriffen und zur nahen Brut gebracht wird, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… in einem benachbarten Filterbecken hatten auch Flussregenpfeifer Bruterfolg. Einer von drei Jungvögeln zeigt sich hier schon relativ selbstständig …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… trotzdem behalten die Elternvögel von erhöhten „Wachposten“ alles aufmerksam im Blick…, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch ein relativ spätes Rehkitz erblickte hier das Licht der Welt …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… sehr erfreulich ist auch dieses späte Elternglück in den Hemmerder Wiesen: zwei von drei Kiebitzküken (rechts im Bild mit der wachsamen „Mama“ links außen) können zwar noch nicht fliegen – sind aber „aus dem Gröbsten `raus“ …, 09.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda werden auch diese fünf „Halbstarken“ noch regelmäßig mit Futter durch die Altvögel versorgt, auch wenn sie längst fliegen können…, 08.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier hat die neunjährige „Mama“ (kenntlich an dem Alu-Ring / links) einen ungewöhnlichen Fang gemacht. Ein Maulwurf wurde mit Schnabelhieben minutenlang bearbeitet, bevor er dann im Schlund verschwand, 03.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Einige Schmetterlinge aus der ersten Juli-Dekade (Fröndenberg/Unna), 10.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Im eigenen Garten ein bemerkenswerter Spezialist aus der unüberschaubaren Artenfülle heimischer Wildbienen, von denen vielleicht einige Arten bald verschwunden sind, bevor man sie überhaupt kennengelernt hat: Glänzende Natternkopf-Mauerbiene (Hoplitis adunca). Diese solitär lebende Wildbiene besucht tatsächlich ausschließlich die Blüten des Natternkopfes, um sich und ihre Brut zu ernähren, 06.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Bönen/Hamm: Mäusebussard, Sperber, Neuntöter, Rauchschwalbe, Baumpieper, Rohrammer, Heil-Ziest etc. am 07./08.07.2026 (C. Rethschulte)

Am vergangenen Dienstag zeigte sich dieser Mäusebussard über dem HRB Seseke-Bönen. Bei näherem Hinsehen fällt eine Verdickung an seinem Hals auf – ein Geschwür? ….
…. dort auch dieser wohl weibliche Sperber ….
…. im Kleykamp nebenan ist dieser männliche Neuntöter in seinem Revier zu sehen; dort ebenfalls ein mehrfach rufender Feldschwirl und eine Goldammer (07.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Auf meiner gestrigen Radtour durch die Sandbochumer Heide kam es im LSG Kerstheide zu einer schönen und klangvollen Begegnung mit einem männlichen Baumpieper (Anthus triviales), den ich eine ganze Zeit lang (15-20 Minuten) aus einer sich in unmittelbarer Nähe befindenden Eiche lauthals singend hören konnte ….
…. nicht nur hören konnte ich ihn, sondern auch erstmalig mehrere einer Singflüge beobachten. Singflüge dienen vornehmlich der Reviermarkierung.
In einem vom Zigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld 1936 herausgegebenen Sammelband mit dem Titel Aus Deutschlands Vogelwelt beschreibt der Verfasser den Gesang des Baumpiepers folgendermaßen: “ … Mit Vorliebe sitzt der Vogel auf Baum- und Buschspitzen, um hier seinen lauten, kanarienvogelartigen, pfeifenden und trillernden Gesang vorzutragen. Dabei schwingt er sich gewöhnlich in schräger Richtung in die Luft, verweilt hier eine Zeitlang und schwebt schließlich (…. mit hängenden Beinen und starren Flügeln, meine Anmerkung) in schönem Bogen wieder auf seinen Sitzplatz zurück ….“ (S. 95) – manchmal ist es auch eine neue Singwarte.

Baumpieper sind Weitstreckenzieher, die sich zwischen April und August/September in ihren europäischen Brutgebieten aufhalten. Das Weibchen bebrütet in der Regel ihre fünf Eier allein. Das vom Weibchen allein gebaute Nest befindet sich am Boden unter Grasbüscheln, Farnen oder niedrigem Gebüsch. Die Fütterung der Jungen übernehmen beide Elternteile. Etwa am 25. Lebenstag des Nachwuchses stellen die Eltern die Nahrungsversorgung ein, beginnen evt. mit einer zweiten Brut oder bereiten sich auf den Rückflug in die Überwinterungsgebiete vor. Baumpieper überwintern in den Hochgras-Savannen West- und Ostafrikas.

Etwa haussperlinggroß, jedoch schlanker und graziler als dieser, wiegt ein Baumpieper während der Fortpflanzungszeit um die 23g. Dieses Gewicht kann sich zu Beginn des Herbstzuges auf um die 30g steigern, aber während des Rückfluges nach Afrika bis auf bislang gemessene 16g schmelzen. Laut Wikipedia steht der Baumpieper in Deutschland und in der Schweiz auf der Liste der bedrohten Tierarten und gilt heute als vom Aussterben bedroht (08.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Im nahegelegenen HRB Pelkumer Bach II mehrere Rohrammer, ca. zehn Mehlschwalben, etliche Haussperlinge, Stieglitze ….
…. und ein nahrungssuchender Mäusebussard (08.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Im Bereich eines neu angelegten Hochwasserrückhaltebeckens in der Nähe der Halde Sundern ein weiteres Neuntöter-Revier mit zwei Jungvögeln ….
…hier wurde gerade einer der beiden vom männlichen Elternteil mit einer Libelle versorgt…
….. vor Ort auch ca. zehn Rauchschwalben, eine Nachtigall, eine Goldammer, mehrere Stieglitze, eine Mönchs- und eine Gartengrasmücke (08.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Bereits am vergangenen Dienstag entstand dieses Foto mit Heilziest-Stauden (Betonica officinalis) im NSG Lettenbruch – früher eine bedeutsame Heilpflanze, heute noch immer wichtig für Hummeln und Schmetterlinge, leider im Kreis Unna bzw. in Hamm bereits seltener zu finden – (06.07.26, Foto: C. Rethschulte).

Fröndenberg/Schwerte/Holzwickede: Weißstorch-Rekord mit 18 flüggen Jungvögeln im westlichen Ruhrtal, Waldohreulen, Wanderfalke, Grauschnäpper und Brutnachweise bei Schnatterente, Rohrammer und Neuntöter u.a. am 05.07.2026 (K. & A. Matull)

Im westlichen Ruhrtal des Kreises Unna gibt es mit 18 (teilweise) flüggen Jungstörchen, die aus insgesamt 8 Brutpaaren stammen, einen neuen Rekord. Alleine zwei Drittel davon – nämlich 12 Jungvögel – sind auf die Kiebitzwiese in Fröndenberg (7 Jungvögel aus 2 Brutpaaren) und die Röllingwiese in Schwerte (5 Jungvögel aus 2 Brutpaaren) zurückzuführen. Die verbleibenden Jungvögel verteilen sich auf den Mühlenstrang Schwerte (2), das Wellenbad Schwerte (2) sowie die Wasserwerke Westfalen „Geiseckesee“ (2), wo jeweils ein weiteres Paar erfolgreich war. Einzig die angefangene Baumbrut im Ortsteil Schwerte-Geisecke blieb erfolglos. Der Zusatz „teilweise flügge“ beschreibt die Situation passend, da die Mehrheit der Jungvögel nach wie vor an die Nester gebunden ist, regelmäßig dorthin zurückkehrt, dort verweilt und noch sporadisch gefüttert wird.

Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg konnte ein weiterer Brutnachweis der Schnatterente erbracht werden: Hier führte ein Weibchen 7 Pulli. Da bei Gregor Zosel am 02.07. ein Weibchen auf der Ruhr 6 Pulli führte, handelt es sich hierbei um eine andere Familie. Unterhalb des neuen Aussichtshügels zeigte sich zudem ein Nachwuchs fütterndes Rohrammer-Paar.

Im Schwerter Ruhrtal konnten recht unverhofft die Waldohreulen vom 15.06.2026 wiedergefunden werden – allerdings gut 500 Meter vom ursprünglichen Brutplatz entfernt. Möglicherweise jagten die Eltern sogar vormittags bei vollem Tageslicht. In der Nähe hielten sich ein Neuntöter-Paar mit zwei frisch flüggen, bettelnden Jungvögeln sowie ein bis jetzt völlig unbemerkt gebliebener, jagender Grauschnäpper auf.

Als erstes flog dieser diesjährige Weißstorch von der Nisthilfe und drehte, unter den staunenden Blicken seiner Geschwister, seine ersten Runden über der Kiebitzwiese in Fröndenberg am 05.07.2026. Alle weiteren Jungvögel, auch die vom Hochsitz, folgten kurz darauf. (Foto: Andre Matull)
Ebenso sind bereits alle Jungstörche auf der Röllingwiese in Schwerte flügge geworden. 05.07.2026 (Foto: Klaus Matull)
…hier wird das Geschehen von den noch zurückhaltenden Jungstörchen auf dem Wasserwerksgelände an der Röllingwiese intensiv beobachtet. 05.07.2026 (Foto: Klaus Matull)
Ein Wanderfalke kreist am Vormittag über dem neuen Aussichtshügel der Kiebitzwiese am 05.07.2026. (Foto: Andre Matull)
Eine eher zufällige, aber freudige Beobachtung zeigte sich im Schwerter Ruhrtal: Die Waldohreulen-Familie ist mittlerweile gut 500 Meter vom Brutplatz entfernt. Das Bild zeigt eine von insgesamt vier Jungeulen, die derzeit etwa 6 Wochen alt sind. Der bereits flugfähige Jungvogel bettelte leise in einer Weide (Abb. 1). Aktuell ist der Nachwuchs noch auf die Eltern angewiesen, wird aber voraussichtlich ab Ende August selbstständig jagen können. Ein Altvogel (Abb. 2) landete kurz darauf am Rand der Weide mit Blickrichtung zur gemähten Wiese. Zeitgleich flog ca. 200 Meter entfernt ein weiterer Altvogel (Abb. 3) schlagartig in einen noch nicht gemähten Teil. Für den Betrachter erweckte sich der Eindruck, dass die Eltern hier gerade auch am Tag auf der Jagd gewesen sind. 05.07.2026 (Fotos: Andre Matull)
Fast in der nächsten Hecke wurde eine Neuntöter-Familie mit 2 flüggen Jungvögeln beobachtet. Die perfekt getarnte Beute, ein auf den Dornen aufgespießtes Heupferd (siehe Pfeil), dient hier als Vorratskammer. 05.07.2026 (Foto: Andre Matull)
Ein bisher unbemerkt gebliebener Grauschnäpper jagte am Rande eines Parkplatzes. 05.07.2026 (Foto: Klaus Matull)
Die junge Amsel präsentiert hier mit einem kleinen Frosch eine sicherlich nicht alltägliche Beute am 05.07.2026. (Foto: Andre Matull)

Bergkamen, Werne, Grünspecht, Schwarzkelchen, Schafstelzen, Graureiher, Weißstorch, 03.07.2026, ( Karl Heinz Lindemann )

Grünspecht bei der erfolgreichen Suche nach Ameisen in unserem Garten in Bergkamen, 03.07.2026,( Foto Karl Heinz Lindemann )
Immer wieder zu sehen, Schwarzkelchen, Rieselfelder Werne. 03.07.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Insgesamt 8 Schafstelzen konnte ich in den Rieselfeldern Werne beobachten, 03.07.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Graureiher auf der Suche nach Nahrung vor schönen Hintergrund, Rieselfelder Werne, 03.07.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Ebenfalls auf ab gemähter Wiese insgesamt 3 Weißstörche, 03.07.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Balve-Eisborn: Baumfalke, Grauschnäpper, Neuntöter, Kernbeißer, Haubenmeise, Tannenmeise, Kolkraben, Hohltauben und bunte Insektenwelt am 04.07.2026 (Björn Nikula, Andre Matull und Gregor Zosel)

Heute starteten wir unsere Exkursion kurz nach Sonnenaufgang in Eisborn. Unser Weg war identisch mit der Route, die wir schon mit dem ornithologischen Stammtisch Fröndenbergs vor ein paar Jahren gegangen waren (rund um den Ebberg). Heute konnten wir u.a. folgendes beobachten: 1 Grauschnäpper, 2 Neuntöter (1m+1 juv), >8 Kernbeißer (1x mit flüggen Jungvögeln, die gefüttert wurden), < 8 Dompfaffe 8 (1 x mit 2 flüggen Jungvögeln), mind. 7 Bluthänflinge (1 x mit Futter für Jungvögel), 3 Distelfinken, mind. 11 Goldammern (1 x mit 4 flüggen Jungvögeln, die gefüttert wurden), 3 singende Feldlerchen, 4 Hausrotschwänze, 1 Haubenmeise, 1 Tannenmeise, > 5 Schwanzmeisen in 2 Gruppen, 2 Kleiber, 1 Klappergrasmücke, 4 Dorngrasmücken, 4 Gartengrasmücken, 2 Wintergoldhähnchen, 1 Sommergoldhähnchen, 2 Hohltauben rufend, 2 Türkentauben, 3 Grünspechte, 2 Buntspechte, >4 Eichelhäher, 4 Kolkraben (1 + 3 Ex.), mind. ca. 20 Rauchschwalben, mind. ca. 25 Mehlschwalben, 2 Rotmilane, 3 Mäusebussard (davon 1 bettelnder flügger Jungvogel) sowie als Highlight 1 jagender Baumfalle. Unter den Schmetterlingen waren ein Brombeer-Perlmuttfalter, einige Kaisermäntel sowie mind.4 Landkärtchen die Kostbarkeiten an diesem Tag. Die mindestens 3 Großen Schillerfalter entzogen sich durch Herumfliegen in den Baumkronen der Alten Eichen leider unseren drei schussbereiten Kameras. Die gesuchte Blaue Ödlandschrecke konte trotz intensiver Suche nicht von uns gefunden werden. Möglicherweise noch zu früh für die Hauptflugzeit.

Kernbeißer füttert seinen Jungvogel………am 04.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Dompfaffmännchem mit 2 Jungvögeln………am 04.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Grauschnäpper auf seinem Ansitz, wovon er auf Insektenjagd ging………am 04.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Haubenmeise im Kronendach………am 04.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Meist heimlich im Gebüsch, eine Gartengrasmücke………am 04.07.2026 (Foto: Andre Matull)

Junger Neuntöter am Fuße des Ebbergs……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Junger Mäusebussard machte uns mit seinen Bettelrufen auf sich aufmerksam……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ein Highlight am Wegesrand: Brombeer-Perlmuttfalter beim Sonnenbad……..am 04.07.2026 (Foto: Björn Nikula)

Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Perlmuttfalter: der Kaisermantel (Weibchen)……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Der dritte Orange-gelbe Falter heute war der C-Falter……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Sommergeneration des Landkärtchens……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Taubenschwänzchen in einer Gartenhecke in Eisborn……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Schornsteinfeger beim Nektartanken……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auch beim Frühstück: ein Großes Ochsenauge. Im Hintergrund eine fliegende Hainschwebfliege……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Waldbrettspiel in der Mittagssonne……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysozoxum bicinctum) am Steinbruch „Blaue Lagune“……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auf der Nachbarblüte eine Totenkopfschwebfliege……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Rothalsbock (Männchen) mit Wanzenfliege (Cistogaster globosa)……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Eine Gefleckte Keulenschrecke auf den Trockenrasenbeständen am Steinbruch……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Nachtigall-Grashüpfer, die häufigste Heuschreckenart heute……….am 04.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Bönen/Sandbochumer Heide: Schmetterlinge mit Kleiber und Mittelspecht etc. (02./04./2026, C. Rethschulte)

Unsere mehr oder weniger abgestorbene Linde erfüllt ihre Aufgabe als Sitzwarte und Anflugplatz für Gartenbesucher uneingeschränkt: hier sind es zwei diesjährige Kleiber, die sie zur Rast bzw. Gefiederpflege nutzen ….
….hier dient sie dem Mittelspecht als Anflugplatz, um die Situation der Fütterung zu inspizieren ….
…. hier nochmals gemeinsam mit einem Buntspecht (02./04.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Neben etlichen Weißlingen heute ein Landkärtchen am Echten Dost (Oregano) im Garten ….
… dort auch ein Zitronenfalter ….
…. und ein Faulbaum-Bläuling (04.07.26, Fotos: C. Rethschulte).
Nicht täglich, aber ab und zu auch ein bis zwei Taubenschwänzchen im Garten; sie bevorzugen unseren Phlox bzw. die Spornblumen (28.06.26, Foto: C. Rethschulte).
Auf meiner Vormittagsradtour in die Sandbochumer Heide zum letztjährigen Revier, erneut Fehlanzeige in Sachen Wespenbussard; als „Beifang“ dafür mehrere Große Ochsenaugen ….
…. ebenfalls mehrere Schornsteinfeger ….
…. und ein Großer Sonnenröschen-Bläuling (04.07.26, Fotos: C. Rethschulte).

Unna: Silberreiher, Kiebitz, Rohrweihe, Waldohreule, unbestimmter Wasserläufer, Weißstorch, Rostgans, Knäkente, Schwarzmilan u.a. mehr – 19.06. – 04.07.2026 (H. Knüwer)

Nach dem Nachweis eines Silberreihers in der Kiebitzwiese am 02.07. durch G. Zosel gab es heute einen weiteren Nachweis der Art in den Hemmerder Wiesen. Die Zahl der übersommernden Silberreiher scheint auch im Kreis Unna in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen zu haben. Der heute gesehene Silberreiher musste allerdings die Nähe eines Kiebitzjungvogels eiligst verlassen, weil er von den Kiebitzeltern vehement attackiert wurde. Im Gebiet waren insgesamt vier Kiebitze sowie eine kleinere Limikole (Bruch- oder Waldwasserläufer) anwesend.

Vor dem Aussichtshügel rasteten heute vier Knäkenten. Während die Art auf dem Frühjahrszug öfter mal zu sehen ist, sind Beobachtungen zu dieser Jahreszeit eher selten.

Erwähnenswert sind vielleicht noch u.a. 1 Schwarzmilan, 12 Rostgänse und insgesamt 12 Weißstörche, darunter auch schon ausgeflogene Jungvögel aus der Nachbarschaft.

Der Fund einer gemauserten Handschwinge lässt vermuten, dass in den Hemmerder Wiesen mindestens eine Waldohreule auf Jagd geht oder sich dort mal aufgehalten hat.

Silberreiher in den Hemmerder Wiesen setzt zur Landung an ,,,,
Silberreiher in den Hemmerder Wiesen setzt zur Landung an ,,,, (Foto: H. Knüwer)
… nachdem er von einem Kiebitzpaar, das noch einen flüggen Jungvogel betreut, vertrieben worden war. (Foto: H. Knüwer)
… nachdem er von einem Kiebitzpaar, das noch einen nicht ganz flüggen Jungvogel betreut, vertrieben worden war. (Foto: H. Knüwer)
Knäkenten auf dem Beobachtungsgewässer in den Hemmerder Wiesen am 04.07.26
Knäkenten auf dem Beobachtungsgewässer in den Hemmerder Wiesen am 04.07.26 (Foto: H. Knüwer)
Gelegentlich lassen sich Vogelarten über Funde gemauserter Federn nachweisen. Diese Feder (Handschwinge) stammt von einer Waldohreule, die sich in den Hemmerder Wiesen aufgehalten hat oder noch aufhält. – 03.07.26
Gelegentlich lassen sich Vogelarten über Funde gemauserter Federn nachweisen. Diese Feder (Handschwinge) stammt von einer Waldohreule, die sich in den Hemmerder Wiesen aufgehalten hat oder noch aufhält. – 03.07.26 (Foto: H. Knüwer)
Dieses Rohrweihenweibchen hat die drei inneren Handschwingen erneuert. Da die nächst folgende vierte Handschwinge nicht geworfen worden ist, hat der Vogel offenbar die Mauser unterbrochen. Das Weibchen, das leicht an seinem spärlich ausgeprägten Fleck im Nacken wiederzuerkennen ist, tauchte schon mehrfach in den Hemmerder Wiesen auf, denn es hat Jungvögel zu versorgen. – 19.06.26
Dieses Rohrweihenweibchen hat die drei inneren Handschwingen erneuert. Da die nächst folgende vierte Handschwinge nicht geworfen worden ist, hat der Vogel offenbar die Mauser unterbrochen. Das Weibchen, das leicht an seinem spärlich ausgeprägten Fleck im Nacken wiederzuerkennen ist, tauchte schon mehrfach in den Hemmerder Wiesen jagend auf, denn es hat Jungvögel zu versorgen. – 19.06.26 (Foto: H. Knüwer)
Das sieht man nicht so oft: ein in einer Salweide in 2 m Höhe herumkletterndes Hermelin. Nur durch die aufgeregt rufenden und um den Nachwuchs besorgten Nachtigallen ließ sich das Hermelin überhaupt entdecken. – Hemmerder Wiesen. – 19.06.26
Das sieht man nicht so oft: ein in einer Salweide in 2 m Höhe herumkletterndes Hermelin. Nur durch die aufgeregt rufenden und um den Nachwuchs besorgten Nachtigallen ließ sich das Hermelin überhaupt entdecken. – Hemmerder Wiesen, 19.06.26 (Foto: H. Knüwer)
Ein junger Laubfrosch der neuen Generation, den B. Glüer gestern entdeckt hatte, saß heute an selbiger Stelle wie gestern. – Hemmerder Wiesen, 04.07.26 (Foto: H. Knüwer)
Ein junger Laubfrosch der neuen Generation, den B. Glüer gestern entdeckt hatte, saß heute an derselben Stelle wie gestern. – Hemmerder Wiesen, 04.07.26 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Baumfalke, Schwarzmilan, Waldwasserläufer, Schnatterentennachwuchs, Haubentaucher, Zwergtaucher, Neuntöter, Kuckuck, Schafstelzen, Gebirgsstelzen, Uferschwalben und Rohrammern am 02.07.2026 (Gregor Zosel)

Heute am Vormittag (ab 5:45 Uhr) konnte ich im/am NSG Kiebitzwiese vom Hindenburg Hain bis hin zum Hammer Wasserwerk u.a. folgendes beobachten: 1 Waldwasserläufer, 1 Schnatterente mit 6 Pulli auf der Ruhr, 20 Reiherenten, 3 oder 5 Haubentaucher (möglicherweise nur 1 Paar an verschiedenen Orten auf der Ruhr), 1 Zwergtaucher unterhalb des Wehres, 1 Teichralle, 18 Blässrallen (ad) mit insgesamt 8 Pulli (3 Familien), 1 Höckergans, 23 Graugänse mit 3 Jungvögel, 2 Nilgänse, 1 Silberreiher, 2 Graureiher, 3 besetze Weißstorchhorste mit mind. 2 Jungvögel am Hindenburg Hain auf Mendener Seite, 4 Jungvögel auf Hochsitz der Kiebitzwiese sowie 3 Jungvögel auf Storchenmast), 4 überfliegende Kormorane, 4 Sumpfrohrsänger noch singend, 4 Rohrammern (Männchen), 1 Kuckuck, 2 Eisvögel (1 am Münzenfund mit Nahrung für Jungvögel sowie 1 am Flößergraben), ca. 20 Uferschwalben an der Spundwand am Wehr jagend, 1 Gebirgsstelze, 2 Schafstelzen warnend am Maisfeld zwischen Wehr und Ponyhofweiden, 3 männliche Neuntöter+ mind. 1 Jungvogel, 5 Distelfinken, 1 Kernbeißer, 1 singende Gartengrasmücke, mind. 7 jagende Mauersegler mit Mehl-und Rauchschwalben, 1 jagender Baumfalke am Flößergraben und übern Mendener Ententeich, 1 überfliegender Schwarzmilan, 2 Rotmilane sowie 1 Turmfalke.

Neuntöter mit Beute für bettelnden Jungvogel….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Singender Sumpfrohrsänger auf der Kiebitzwiese….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Singende Rohrammer am Alten Aussichtshügel….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Jagender Baumfalke über dem Flößergraben….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Weißstorch mit seinen 3 Jungvögeln auf dem Storchenmast. Auf allen 3 Nestern waren im Gebiet waren die Jungvögel fleißig damit beschäftigt, ihre Flugmuskulatur mit Flügelschlagen zu trainieren….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Storchennest auf dem Hochsitz mit 4 Jungvögel ….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Graureiher hat wahrscheinlich eine fette Schermaus erbeutet….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ein Silberreiher hält sich im Moment im NSG auf….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Männliche Gebänderte Prachtlibelle am Ruhrufer….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Dazu das passende Weibchen. Insgesamt weit mehr als 100 Prachtlibellen, vielleicht auch wenige Hunderte auf meinem Weg heute durch das Gebiet an der Ruhr….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gemeine Becherjungfer auch Becher-Azurjunger (Enallagma cyathigerum) genießt das Sonnenbad….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Die seltenere Pokaljungfer gleich nebenan….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Männchen des Großen Blaupfeils auf meinem Weg….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Hauptsächlich am Wehr flogen einige Exemplare des Schwarzkolbigen Braundickkopffalter….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Grünader-Weißling kommt vor dem dunklen Hintergrund besonders schön zur Geltung….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ein lustiger Gesell. Ein Kratzdistelrüssler (Larinus turbinatus) auf „seiner“ Kratzdistel….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ein besonderes schönes Exemplar des Vierbindigen Schmalbocks….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Es ist schon fantastisch, was die Natur für Formen und Farben auch in der Insektenwelt hervorbringt. Hier eine Nymphe des „Verkannten Enaks“, besser bekannt unter der Purpur-Fruchtwanze (Carpocoris purpureipennis)….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Breite Fliegengrabwespe (Ectemnius lituratus) beim Frühstück….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Wespenspinne im Morgentau….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Eine Ovalspinne aus der Familie der Kugelspinnen mit Beute. Hierbei handelt es sich entweder um eine Enoplognatha ovata oder um eine Enoplognatha latimana. Beide Arten lassen sich nur durch die mikroskopische Untersuchung der Geschlechtsteile sicher bestimmen….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Oberhalb des Wehres in der Ruhr wächst ein kleiner Bestand der Schlangenwurz auch bekannt als Drachenwurz oder Sumpfcalla….am 02.07.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Bönen: Mauersegler, Weißstörche und Grauschnäpper. 30.06.-03.07.2026 (H. Peitsch)

Bereits am Dienstag fand ich morgens einen jungen Mauersegler auf dem Pflasterweg unter den Mauerseglerkästen. Er sah gut entwickelt und flugfähig aus, sodass ich mich dazu endschloss, ihn nicht mehr in den Kasten zurück zu setzen, sondern ihn vom Dachboden aus in die Luft zu werfen. Scheinbar war es die richtige Entscheidung denn er flog auf und davon…

Ebenfalls am Dienstag kreisten 3 Weißstörche über Altenbögge um Höhe zu gewinnen und dann in Richtung Westen abzuziehen.

Heute zeigten sich am Seskeweg 2 Grauschnäpper.

Junger Mauersegler. 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Junger Mauersegler. 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Mauersegler am Boden. 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Mauersegler am Boden. 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Weißstörche über Altenbögge kreisend. 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Weißstörche über Altenbögge kreisend. 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Weißstorch, 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Weißstorch, 30.06.26 Foto: Hartmut Peitsch
Grauschnäpper, 03.07.26 Foto: Hartmut Peitsch
Grauschnäpper, 03.07.26 Foto: Hartmut Peitsch
Möglicherweise ist das ein Grauschnäpper-Jungvogel? 03.07.26 Foto: Hartmut Peitsch
Möglicherweise ein Grauschnäpper-Jungvogel, leider blieb er in Deckung. 03.07.26 Foto: Hartmut Peitsch