17.10.2026, 12:20 : Ca. 300 Kraniche Richtung Süden ziehend machen sich mit ihrem unverkennbaren Rufen über Ardey bemerkbar.
Neueste Artikel
Unna: Kraniche, 17.10.2026 (Matthias Baumgart)
Mittags, bis 12.20 Uhr mehrere Trupps Kraniche (ca. 400) über Mühlhausen nach Südwest.
Lünen:Blässgänse, Graugänse,Kanadagänse (A. Pflaume)
Die Zahl der Blässgänse im Lippetal in Alstedde hat deutlich zugenommen. Folgende Gänse habe ich heute gezählt: 8 Kanadagänse, etwa 70 Graugänse und eine große Gruppe mit etwa 380 Exemplaren,überwiegend Blässgänse mit einigen Nilgänsen dazwischen.
Schwerte: Seeadler, 13.10.2026 (Volker Siebener)
Am 13.10.2026 konnte ich einen Seeadler von ca. 11:30 bis 12:30 Uhr auf dem Storchennest an der Röllingwiese in Schwerte beobachten.
Er wurde von zwei Elstern etwas geärgert. Später ist er ruhrabwärts geflogen.



Selm: Nachtfalter, 2026 (Uwe Norra)
Zeichnungen und Formen der Nachtfalter sind faszinierend und möglicherweise auch ein Teil der Kommunikation des Verbundsystems Natur.
Ein gelegentlicher Blick an der Außenlampe auf der Terasse kann sich deshalb lohnen: An der UV-Party-Lampe auf meiner Terrasse hatte ich in diesem Jahr allein bis Mitte Juni 94 verschiedene Nachtfalter-Arten. Bis Ende September 2026 immerhin 171 Nachtfalter-Arten. Dieses Jahr war allerdings mager – durch die Trockenheit wohl auch insgesamt in der Insektenwelt. Zum Vergleich: 180 Nachtfalter-Arten in 2024 und 228 in 2025.
Obwohl ich seit August 2023 zähle, sind auch in 2026 etwas über 10 % der festgestellten Arten erstmals auf der Liste. Das hält die Sache interessant. Außerdem gibt es viel „Beifang“, wie etwa das Weibchen des Nashornkäfers und um 15 Arten Köcherfliegen, wo mir vorher nicht bekannt war, dass es mehr als eine Art gibt…..



Lünen: Blässgänse am 14.10.2026 (A. Pflaume)
Im Lippetal in Alstedde hielten sich heute im Bereich des Fuchsbaches 150 Blässgänse auf. Das ist der erste größere Trupp, den ich in dieser Saison gesehen habe. In der letzten Woche waren nur einzelne Familien zu sehen.
Hamm/Werne: Bekassine, Wasserralle, 29.09.-11.10.2026 (Horst R. Kraft)
Nach etwas Regen von Freitag auf Samstag am etwas mehr gefüllten Scheringteich drei Bekassinen. In der Nacht auf den Folgetag (11.10.2026) wiederum Regen, gegen 10 Uhr war die vorherige wasserlose „Ödnis“ meines wasserlosen Fotos vom 05.08.2026 fast gänzlich verschwunden, Bekassinen waren nicht mehr zu sehen.
Konstant zu beobachten ist allerdings die Wasserralle am Tibaum.







Bönen/NSG Lettenbruch: Waschbär im Garten am 11.10.2026 (C. Rethschulte)





Unna: toter Siebenschläfer am 09.10.2016 (U.Becker)
Heute im Bimbergtal zwischen A44 und B1 am Wegrand ein toter Siebenschläfer. Bereits am 25.02.2026 fanden M. und K. Setzer in einem Nistkasten in Unna-Mühlhausen ein weiteres Exemplar. Vielleicht kommen diese nachtaktiven Langschläfer im Raum Unna häufiger vor als angenommen.


Hemer: Tannenhäher, Schwarzspecht, Fichtenkreuzschnäbel, Erlenzeisige, Haubenmeisen, Tannenmeisen, Dompfaffe, Kolkrabe, Wanderfalke, Sperber sowie leichter Vogelzug am 03.10.2026 (Andre Matull, Björn Nikula und Gregor Zosel)
Nach den Meldungen des Tannenhähereinfluges in Norddeutschland hat es uns gereizt, mal wieder das Gebiet bei Hemer Deilinghofen aufzusuchen, um hier nach dem heimischen Tannenhäher Ausschau zu halten. Gleichzeit wollten wir wissen, wie sehr der Vogelzug schon in die Gänge kommt. Insgesamt konnten wir auf unserer Exkursion ab Sonnenaufgang bis zum Mittag u.a. folgendes notieren: 1 Tannenhäher, 6 Eichelhäher, 1 Kolkrabe, 1 Schwarzspecht, 4 Grünspechte, 2 Buntspechte, 14 Fichtenkreuzschnäbel (5, 8,1) überfliegend, 15 Dompfaffe, 1 Kernbeißer, 21 Erlenzeisige in 5 Trupps, 6 Haubenmeisen, 11 Tannenmeisen, 1 Sommergoldhähnchen, mindestens 9 Wintergoldhähnchen, 3 Rotkehlchen, 3 Hausrotschwänze, 10 Zilpzalpe, ca. 12 Feldlerchen ziehend, ca. 180 Stare ziehend, ca. 25 Misteldrosseln, 15 Amseln, 9 Singdrosseln, 4 Wiesenpieper ziehend, ca. 370 ziehende Buchfinken (ohne die stationären), darunter mindestens 8 Bergfinken, 13 ziehende Kormorane, 1 Wanderfalke, 2 Sperber sowie 3 Mäusebussarde.

Highlight des Tages: ein überfliegender Tannenhäher. Leider blieb die Nachsuche erfolglos……am 03.10.2026 (Foto: Andre Matull)

Sperber im Tiefflug über unseren Köpfen……am 03.10.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Grünspecht im Sturzflug zur Landung an diese tote Fichte……am 03.10.2026 (Foto: Andre Matull)

Haubenmeise in einem Nadelgehölz……am 03.10.2026 (Foto: Andre Matull)

Erstaunlich viele Tannenmeisen mit ihrem Herbstgesang……am 03.10.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Wintergoldhähnchen im Dunkel des Nadelwaldes von der Sonne ins richtige Licht gebracht……am 03.10.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Aber auch im Hellen konnten wir sie beobachten……am 03.10.2026 (Foto: Andre Matull)

Bergfink auf dem Höhenweg……am 03.10.2026 (Foto: Andre Matull)

Hausrotschwanz in einem aufgeforsteten Fichtenkahlschlag……am 03.10.2026 (Foto: Andre Matull)

Ziehende Feldlerche……am 03.10.2026 (Foto: Andre Matull)

Kleiner Feuerfalter auf unserem Wanderweg……am 03.10.2026 (Foto: Gregor Zosel)
Hemmerder Wiesen 3.10.26: Großer Schneckenspinner (Daniela Kleiböhmer)
Die Vogelfrequenz war ziemlich unterdruchschnittlich am Samstagmorgen, lediglich 100+ Ringeltauben stoppelten auf dem hinteren Feld ein Frühstück zusammen. Da ihr aber gelegentlich auch Schmetterlinge zeigt, hab ich eine ziemlich spezielle Raupe mitgebracht:


Der Große Schneckenspinner heißt wissenschafltich Apoda limacodes – also ungefähr „nacktschneckenartiger Ohnefuß“. Seine Raupe hat tatsächlich eine Kriechsohle statt Füße. Den zugehörigen Falter hatte ich im Juni im Garten:


Zum Schluss noch eine hübsche Goldammer vom Samstag, um das Thema der Seite nicht komplett zu verfehlen:

Werne: Rieselfelder, 23.09.2026 (Horst R. Kraft)
Ich war heute nach längerer Zeit (auch wegen der Trockenheit) in den Rieselfeldern Werne, sah dann in einiger Entfernung (Gegenlicht) einen Greifvogel auf einem Weidepfahl, einen Turmfalken. Auf dem Rückweg tauchte noch ein Braunkehlchen auf.




Möhnesee: Seeadler über der Möhnetalsperre, 30.09.2026 (Brigitte und Burkhard Koll)
Auch wenn die Möhnetalsperre nicht zum Einzugsgebiet des Kreises Unna gehört, möchten wir es nicht versäumen, unsere gestrige Beobachtung mitzuteilen.
Gegen 15:05 Uhr kreiste über der Möhnetalsperre in beeindruckender Höhe unverkennbar ein “ fliegendes Brett“. Bei herrlichem Wetter nutzte der Seeadler Wind und Thermik, um sich immer höher zu schrauben. Trotz intensiver Suche konnten wir an diesem Nachmittag kein weiteres Exemplar ausmachen.
NRW/Schwerte: Jahrestagung der AG Greifvögel der NWO, 08.11.2026 (Jens Brune)
Programm der AG Greifvögel der NWO für Sonntag, den 08.11.2026
Beginn 10.00 Uhr im Naturfreundehaus in Schwerte Westhofen
- Vorstellung der Ergebnisse 2026
- Nachricht vom Evolutionsausschuss des Sperbers:
Die Teilnehmer[-innen] haben sich letztendlich einverstanden erklärt, dass sie nicht grösser und er nicht kleiner werden soll. Sperberweibchen haben Zeit,
Sperbermännchen haben es eilig.- Jan van Diermen - Greifvogel-Monitoring über die App NaturaList: Darstellungs- und
Auswertungsmöglichkeiten digital erfasster Daten. Malte Busch (DDA) - ADEBAR 2 – wie können Greifvogelkartierer zum Atlas Deutscher Brutvogelarten beitragen?- Ralf Joest (NWO)
- See- und Fischadler in NRW – ein Überblick , Michael Jöbges
- Wie lange dauert die Brutbestandserfassung des Rotmilans
Milvus milvus auf großer Fläche? – Ergebnisse einer mehrjährigen
Kartierung im Kreis Coesfeld, Matthias Olthoff (Naturschutzzentrum Kreis
Coesfeld) und Jens Brune - Kurzbeitrag (wenn noch Zeit) ; Dritte Erfassung des Rotmilans im Rhein-Sieg-Kreis – ein Erfahrungsbericht, Jens Brune
- Die aufgeführte Reihenfolge muss nicht der tatsächlichen entsprechen. Das Ende der Veranstaltung liegt gegen 16.30 Uhr.
NRW: Kiebitz – und Goldregenpfeiferzählung am 17. und 18. Oktober 2026 (Ralf Joest NWO)
Alle sechs Jahre organisiert die International Wader Study Group eine Synchronzählung rastender Goldregenpfeifer. Ziel ist die Bewertung der Gesamtpopulation in Europa und abgeleiteter Parameter wie das 1 % Kriterium der Ramsar-Konvention. In Deutschland werden bei diesem Termin auch Kiebitze und Brachvögel erfasst, die in ähnlichen Habitaten vorkommen. In NRW geht es dabei vor allem um den Kiebitz, der auch abseits der Zählkulissen der Wasservogelzählung vorkommt. Gerade die Rastbestände in den Agrargebieten wie der Hellwegbörde zu erfassen ist für den Schutz dieser Flächen sehr wichtig. Die Ergebnisse dienen auch dazu, die Bedeutung der offenen Feldfluren für Rastvögel zu dokumentieren. Dieser Aspekt bleibt mit weiter zunehmendem Druck auf die Fläche für (Energie-) Infrastruktur weiter relevant.
Bei den letzten Vogelschutzberichten waren die Ergebnisse der Zählung im Herbst 2020 die einzige gute Datenbasis für NRW. Dabei wurden in NRW 10 Goldregenpfeifer, 7.987 Kiebitze und 281 Brachvögel gezählt. Goldregenpfeifer kommen also in NRW selten vor, bzw. ziehen bei uns etwas später, im November, durch. Bei Kiebitz und Brachvogel liegen die Bestände für das Binnenland im mittleren Bereich. Es ist auch zu vermuten, dass die Zählung 2020 beim Kiebitz noch erhebliche Lücken hatte.
Wie kann ich mitmachen?
Der Termin der Limikolen-Zählung ist der 17./18. Oktober, am regulären Zähltermin für die Wasservögel. Dabei reicht die eigentliche Zählperiode von Freitag bis Montag, d.h. von 16. – 19. Oktober. Bei der Wasservogelzählung werden Goldregenpfeifer, Kiebitz und Brachvogel miterfasst. Außerhalb der Zählgebietskulisse, vor allem in der Hellwegbörde, sollten rastende Trupps gezielt gesucht werden. Beobachtungen können hier einfach per NaturaList oder über ornitho.de eingegeben werden. Für solche Meldungen wird ein spezieller Projektkode zugeschaltet: GRP/KI2026. (in NaturaList unter „Erf.projekt“, im gleichen Fenster, indem man auch Details zu Altersangabe oder Zugverhalten eingibt).
Falls in einem kontrollierten Gebiet keine Limikolen vorgefunden wurde, genügt eine Null- Meldung. Abgesehen von Art und Anzahl ist es sinnvoll, auch Angaben zur Habitatwahl zu bekommen. Hierzu kann man sowohl bei NaturaList als auch in ornitho.de unter „Weitere Details“ bei „(Rast)Habitat“ Angaben zum Habitat oder Feldfrucht und Bearbeitungsstand eintragen (in NaturaList im gleichen Fenster wie oben bei dem Projektkode).
Die Limikolenzählung wird in NRW von der NWO organisiert. Ansprechpartner für die Hellwegbörde ist Ralf Joest. Wenn sie sich daran beteiligen können, melden sie sich bitte, um Hinweise auf lohnende Gebiete zu erhalten und doppelte Arbeit zu vermeiden.

