Im Folgenden gebe ich Beobachtungen der letzen 10 Tage im Raum Lünen/Werne/Bergkamen-Heil wieder:
1. Zur Situation des Weißstorches:
In diesem Jahr scheint eine regelrechte Expansion stattzufinden. Alle mir bekannten Brutplätze sind besetzt, hinzu kommen Plätze, die seit Jahren nicht mehr besetzt waren. Dies ist einmal der Storchenmast in den Lippewiesen in der Nähe des Friedhofes Bergkamen-Heil sowie der Turm des denkmalgeschützten alten Spritzenhauses auf einer Hofanlage in Bergkamen-Heil. Neu ist ein Brutplatz am Ortsrand von Lünen-Wethmar. Dort wurde im letzten Jahr in einem Privatgarten (!) auf der ehemaligen Schützenstange eine Brutplattform errichtet, die in diesem Jahr direkt besetzt wurde. Außerdem habe ich in Selm-Bork (Altenbork) in einer Baumreihe einen Naturhorst auf einer abgestorbenen Pappel entdeckt.
2. Zur Situation des Kiebitzes in Bergkamen-Heil:
In der letzten Woche war ich sehr erfreut darüber, auf einer Brachfläche direkt neben dem Friedhof Bergkamen-Heil mehrere Kiebitzpaare anzutreffen, die Männchen mit deutlichen Revierflügen. Allerdings wunderte ich mich darüber, dass keine Gelege markiert waren. Ich bin davon ausgegangen, dass es mit dem Landwirt eine Absprache über einen spätere Bewirtschaftung der Fläche gibt.
Gestern dann der Schock: Als ich die Fläche erneut aufsuchte, war der gesamte Acker gegrubbert. Doch, welch Wunder, sämtliche Kiebitze waren noch auf der Fläche und ein Weibchen führte 4 Küken! Bei den anderen war dies nicht eindeutig zu erkennen, da sie sehr weit entfernt saßen. Andere verhielten sich so, als ob neue Nistmulden für ein Nachgelege angelegt würden. Ich werde die Angelegenheit mal mit der biologischen Station besprechen.
Auf der Ackerfläche waren außerdem noch mind. 30 Bachstelzen und 5 Wiesenschafstelzen bei der Nahrungssuche zu beobachten. In den westlich des Friedhofes gelegenen Wiesenflächen war gestern ein starker Braunkehlchen-Zug zu beobachten: Wie an einer Perlenschnur saßen die Braunkehlchen auf den Wiesenpfosten, es waren mind. 10. In den Hecken außerdem 2 Fitisse, 2 Dorngrasmücken und aus dem Weidengebüsch an der Lippe ein singender Gartenrotschwanz. In und über den Wintergetreideflächen 2 singende Feldlerchen, mehrere Wiesenschafstelzen, aufliegende Wiesenpieper und ein Kibitzpaar, das offenbar dort eine Brut versucht.
3. Beobachtungen Rieselfelder Werne:
In den Rieselfeldern waren letzte Woche 5 Weißstörche gleichzeitig zu beobachten, 3 hielten sich auf Nahrungssuche an der großen Blänke auf, ein Paar dagegen für mind. eine halbe Stunde auf dem Dach eines Hochsitzes, es kam zu Kopulationen, aber nicht zu Nestbauaktivitäten. Auf dem großen Flachwasserteich hat ein Höckerschwanpaar einen Bruthügel errichtet. Dort auch ein Grünschenkel. Außerdem im Gebiet: Kuckuck, Rohrammer (1/1), Wiesenpieper (10), Singdrossel (2), Wacholderdrossel (1).
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![In Eisvogelmanier wurde diese fette Raupe immer wieder auf den Zaunpfahl geschleudert, wohl um sie in passable Häppchen zu zerteilen; vergeblich – die Raupe fiel auf den Boden und wurde nicht wieder aufgenommen. Es handelt sich vermutlich um die Raupe einer Hausmutter [Noctua pronuba].](https://www.oagkreisunna.de/wp-content/uploads/2026/04/braunkehlchen_hk_21042026_02.jpg)


























































