Ich habe heute in Lünen-Niederaden diesen Wiedehopf gesichtet.


Ich habe heute in Lünen-Niederaden diesen Wiedehopf gesichtet.


Der Vogelzug verläuft bis dato weitgehend unspektakulär, doch unter den Kleinvögeln treten einige Arten jetzt vermehrt in Erscheinung. Beim Trauerschnäpper könnte es in Nord- und Osteuropa vielleicht sogar eine besonders erfolgreiche Brutsaison gegeben haben, denn derzeit sind rastende Vögel beim Insektenfang an geeigneten Stellen (Obstwiesen, sonnige Gehölzsäume, windgeschützte Lichtungen / Gärten etc.) fast zuverlässig anzutreffen. Nach eigenen Zufallsbeobachtungen an regelmäßig aufgesuchten Stellen kam es ab dem 09.08. zu 33 Sichtungen mit bis zu 4 Individuen gleichzeitig an einem Ort. Auch Grauschnäpper fielen an denselben Orten verstärkt auf. – Innerhalb von 4 Wochen (28.07. – 28.08.) kam es zu 96 Sichtungen mit bis zu 8 Individuen gleichzeitig. Daneben tauchen auch Gartenrotschwänze derzeit als Durchzügler bei uns auf. Eher verhalten ist das Erscheinen von Braunkehlchen oder Steinschmätzern (heute >13 Braunkehlchen und 11 Steinschmätzer um UN-Kessebüren /Strickherdicker Feldflur). Wiesenschafstelzen fehlen weitgehend (heute lediglich 3 Individuen in der Strickherdicker Feldflur).



















Zwischen 11 und 13 Uhr konnten in der Strickherdicker Feldflur in Richtung Unna die folgenden Arten beobachtet werden.
Ein Fischadler in Zugrichtung, 2 Rohrweihen, 1 Wespenbussard, 2 Sperber, 44 Kiebitze, > 4 Rotmilane, > 5 Mäusebussarde. Auf einem abgeernteten Maisacker min. 3 Steinschmätzer, min. 5 Braunkehlchen, 2 Hohltauben und > 20 Ringeltauben.
Außerdem > 20 Rauchschwalben und zahlreiche Krähen.
Fischadler und Rohrweihe über der Strickherdicker Feldflur am 26.08.2026 (Fotos: Harald Maas)
Rauchschwalbe und Steinschmätzer in der Strickherdicker Feldflur am 26.08.2026 (Fotos: Harald Maas)






Heute auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg (teilweise zusammen mit B. Nikula u. A. Hünting) u. a. ein rastender Schilfrohrsänger sowie ein rastender Trauerschnäpper, ungezählte Schafstelzen, eine Rohrweihe, ein Sperber, 3 überfliegende Grünschenkel, 4 Weißstörche (beide Brutpaare), mind. 3 Wasserrallen mit Konterrufen, 4 Bekassinen, eine Teichrallenfamilie (>4), 2 Silberreiher, 6 Graureiher, 2 Mäusebussarde, 18 Kanadagänse, >80 Graugänse und >80 Stockenten.
Morgens in der Sichlerbucht ein artreiner Trupp von >500 Rauchschwalben sowie vereinzelnt Mehl- und Uferschwalben. Nachdem sich letzte Woche ein weiblicher Wespenbussard in der Sichlerbucht aufhielt, verweilte heute ein männlicher am Neimener Bach, der von einem Mäusebussard vertrieben wurde. Vormittags noch ein überfliegender Mauersegler.
Eine Rückmeldung der Vogelwarte Helgoland zu den Mai-Beobachtungen im Wassergewinnungsgebiet Hengsen (Holzwickede) – wo über Wochen Dutzende Weißstörche anwesend waren – bestätigt durch 2 abgelesene ELSA-Ringe vorjährige Weißstörche (Nichtbrüter im 2. Kalenderjahr), die aus der Region Darmstadt in Hessen stammen. Die Vögel legten auf ihrem Weg vom Geburts- bis zum Ableseort Distanzen von 187 km bzw. 169 km zurück.






Sandbochum, Bergkamen, Werne, Neuntöter, Schwanzmeise, Graureiher. Turmfalke, Weißstorch, 21.08. – 22.08.26, 22.08. 2026, ( Karl Heinz Lindemann )













Laut rufend überquerte am frühen Nachmittag ein Brachvogel von Osten kommend in westlicher Richtung Lünern.







Nur eine kleine Story, jedoch vielleicht trotzdem von Interesse:
An unserem „Schwalbenfreundlichen Haus“ gab es leider durch Verfall des Nestes, einen Absturz von zweien der drei kleinen Bewohner.
Nach einigen Überlegungen wie man die Kleinen retten könnte, haben wir uns für die Variante Neubau entschieden. Eine Doppeleinheit von künstlichen Nestern wurde kurzerhand zersägt, diese direkt neben dem defekten Altbau montiert und das letzte Küken vorsichtig aus dem verfallenen Nest entnommen.
Auf dem Boden wurden die Kleinen wieder vereint und dann zusammen mit dem Neubau wieder unter der Dachkante montiert.
Nach kurzer Zeit und nach eifrigem Betteln, wurde das neue Nest auch wieder von den Altvögeln angeflogen und die Kleinen wieder gefüttert.
Somit Happy End ….
Die Tatsache, dass sich der Neubau unter der Dachkante eines zweistöckigen Hauses befand, machte die Mission nicht ganz so leicht.





Der erst gestern begründete Verdacht auf eine zweite Wespenbussardbrut im Unnaer Osten konnte heute bestätigt werden: an selber Stelle in der Mühlhauser Mark zeigte sich nicht nur erneut der wieder äußerst nervöse Wespenbussard-Mann, sondern auch ein frisch flügger Jungvogel, der schon recht sicher über den Baumkronen kleine Runden drehte. Außerdem ebenda unter ca. 25 Rauschschwalben ein leuzistischer Jungvogel sowie zwei Gartenrotschwänze. Auch auf dem Bausenhagener Sportplatz heute unter anderem zwei Gartenrotschwänze.




Heute starteten wir unsere morgendliche Exkursion in unserer Nachbargemeinde am Mendener Hexenteich. Auf unserem 8 km Rundweg in Richtung Oesbern konnten wir u.a. folgendes beobachten: 1 Baumpieper, 2 Gartenrotschwänze, 2 Hausrotschwänze, 3 Grauschnäpper, 2 Tannenmeisen, mind. 5 Haubenmeisen, 7 Schwanzmeisen in 2 Trupps, >6 Wintergoldhähnchen, 5 Dompfaffe, 1 Goldammern, einzelne Baumläufer, 1 Grünspecht, einzelne Buntspechte, 1 Rotmilan, 2 Mäusebussarde sowie 2 Habichte (1:1). Anschließend stärkten sich die 10 Teilnehmer des Ornithologischen Stammtisches Fröndenbergs bei einem gemeinsamen Grillnachmittag von dieser Exkursion in gemütlicher Runde.

Eine der Haubenmeise aus einem 5er Trupp…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Grauschnäpper in einer Baumkrone…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Insgesamt mindestens 3 Grauschnäpper zusammen über uns am Wegesrand…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Gartenrotschwanz an einem Gehöft am Waldesrand…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Ebenfalls hier hat der Hausrotschwanz erfolgreich gebrütet…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Gemeine Keilfleckschwebfliegen, auch unter Wald-Mistbiene bekannt, beim Frühstück…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Eine Echte Blattwespe zusammen mit einer Kleinen Erzschwebfliege. Insgesamt aber heute sehr wenig Insekten und kaum Schmetterlinge…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)
Jetzt in der zweiten Augustwoche lässt sich – wie im Falle des Baumfalkenbrutnachweises von Clemens Rethschulte (s.u.) – noch der eine oder andere heimliche Spätbrüter nachweisen. So konnte von H. Knüwer und H. Maas bei den Routinezählungen südlich des Hemmerder Schelks offenbar auch das Weibchen zum dortigen Wespenbussard-Brutpaar am heutigen Vormittag dokumentiert werden. Rückblickend klärt sich möglicherweise eine irritierende Beobachtung eines Wespenbussardpaares bei Bausenhagen vom 02.07.26. Das damals fotografierte Weibchen, wurde fälschlicherweise als Indiz für eine fehlgeschlagene Brut des angetroffenen Paares gewertet, da in den ersten Julitagen die Weibchen eigentlich immer fest auf dem Horst sitzen. Mit dem Kenntnisstand von heute kann man annehmen, dass das damalige Weibchen gar nicht der Partner „unseres“ Männchens gewesen ist. Nach Fotoabgleich mit den Bildern von Andre Matull könnte es sich allerdings bei dem heute von ihm auf der Kiebitzwiese fotografierten Weibchen um das Tier vom 02.07. über dem Bausenhagenr Schelk handeln. Neben Übereinstimmungen im Farbmuster des Gefieders fällt auch ein übereinstimmender Handschwingenschaden bei H6 linksseitig auf. Die Bildbeispiele zeigen einmal mehr, dass Fotos in beinahe dedetivischer Spurenarbeit erhellende Details zur individuellen Einordnung und Brutpaarsuche ermöglichen.
Eine weitere unerwartete Wespenbussardbeobachtungen (♂) in der Mühlhauser Mark vom heutigen Vormittag gibt Anlass zur Hoffnung auf ein zweites Brutpaar im Unnaer Osten. Ebenda auch ein männlicher Gartenrotschwanz und eine Klappergrasmücke rastend. Ebenso zeigte sich ein Durchzügler-Gartenrotschwanz auf dem Bausenhagener Sportplatz sowie unter anderem auch ein Trauerschnäpper.







Heute Nachmittag fand ich in den Hemmerder Wiesen – kurz vor der Horster Mühle – die traurigen Überreste einer Schleiereule. Wenige Wochen zuvor wurde in diesem Bereich eine Schleiereule von Björn Nikula auf ornitho.de gemeldet. Der Verdacht liegt nahe, dass es dieselbe Schleiereule war.

Überreste einer am 16.08.2026 aufgefundenen Schleiereule (Foto: Hartmut Brecher)
Heute konnte ich neben dem traurigen Totfund noch 2 Grauschnäpper, 1 Mönchsgrasmücke (W), 1 Goldammer sowie wiederum zahlreiche Bluthänflinge beobachten. Im Hemmerder Ostfeld mindestens 4 Braunkehlchen auf Rapsstoppeln, 1 Schwarzkehlchen und eine Rohrweihe (M).
Bereits am 07.08.2026 konnte ich in der Westhemmerder Feldflur meinen für mich ersten Steinschmätzer des Herbstzuges entdecken. 4 Tage später dann einen Steinschmätzer südlich des Steiner Holzes. Am 13.8.2026 konnte ich wiederum im Bereich der Horster Mühle die folgenden Vogelarten beobachten: 1 Gartenrotschwanz, 1 Trauerschnäpper, mindestens 2 Grauschnäpper, 1 Gelbspötter, 1 Mönchsgrasmücke und mindesten 20 Bluthänflinge (darunter zahlreiche Jungvögel).

Grauschnäpper am 16.08.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)