











Meine Frau Hannah hat einen neuen Autoaufkleber für die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna sowie für alle Vogelfreunde gestaltet. Der alte Aufkleber von 2012 weicht einer Version, die aufgeräumter, harmonischer und zeitgemäßer wirkt.
Der Kiebitz bleibt dabei natürlich das zentrale Motiv – allerdings nicht mehr als Foto, sondern als klare grafische Darstellung. Auch die Form hat sich geändert: Statt oval ist der Aufkleber nun rund und hat einen Durchmesser von 11 cm. Es handelt sich um einen langlebigen Qualitätsdruck, der UV-stabil und witterungsbeständig ist und damit auch langfristig am Fahrzeug hält.
Die Aufkleber können für 1€ pro Stück erworben werden, mit Versand 1€ mehr.
Bei Interesse sendet bitte eine E-Mail mit euren Kontaktdaten an aufkleber.oag@web.de. Ihr erhaltet dann eine kurze Rückmeldung mit den Zahlungsinformationen (PayPal oder Überweisung). Alternativ ist auch Barzahlung möglich, wenn man sich einmal im Gelände trifft – für diesen Fall habe ich auch immer ein paar Aufkleber im Auto dabei.

Gestern Vormittag konnte ich in Wickede (Ruhr), knapp jenseits der Kreisgrenze meine erste Rauchschwalbe des Jahres beobachten. Bei sonnigem Wetter und ruppigem Wind war sie in etwa 3 Metern Höhe über der Ruhr unterwegs. Heute sieht man, dass das Sprichwort: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“ leider stimmt. Ich hoffe auf mehr Schwalben in den kommenden Tagen und Wochen!
Beim Blick aus dem Fenster hinab ins Ruhrtal konnte ich am 10.03.2026, 17.30 Uhr, einen ersten Storch unmittelbar auf dem Horst am Beringhof, auf Fröndenberger Gebiet, feststellen. Durch sofortige Inaugenscheinnahme vor Ort bestätigte sich die Beobachtung. Es handelt sich wie im letzten Jahr wieder um einen unberingten Storch.



Heute (12.03.2026) konnte ich in Hemmerde am frühen Abend meine für dieses Jahr erste Mönchsgrasmücke hören.
Zwischen dem Steiner Holz und der ehemaligen Zechenbahntrasse, bereits auf Hammer Gebiet, noch 10 rastende Kraniche. Westlich vom Steiner Holz erneut das bereits gemeldete Schwarzkehlchenpaar. In den Hemmerder Wiesen dann ein kranker und völlig apathischer Graureiher, der wohl nicht mehr lange leben wird.



Auf einem Rundweg im NSG „Luerwald und Bieberbach“, den wir zweimal im Abstand von einer Woche abliefen, konnten wir bei traumhaften Wetter u.a. folgendes beobachten, bzw. verhören: 1 rufender Sperlingskauz, 1 Schwarzstorch, 2-3 Grauspechte, mind. 7 Mittelspechtreviere (teils balzend, teils mit Höhlenbau), 2-3 Grünspechte, ungezählte Buntspechte, leider keinen Schwarzspecht, ca. 7 Kolkraben, 8 Hohltauben, 1 Wasseramsel, 1 Gebirgsstelze, 3 Kernbeißer (1 x mit Gesang), 1 überfliegender Wiesenpieper, 1 Tannenmeise, 2 Schwanzmeisen, >3 Sumpfmeisen, 2 Bergfinken, 1 Erlenzeisig, 1 Dompfaff, ungezählte Kleiber, mehrere Sommergoldhähnchen und Wintergoldhähnchen mit Gesang, 3 Goldammern, noch wenige singende Zilpzalpe, ungezählte Singdrosseln, mind. 2 Misteldrosseln (mit Gesang und Nistmaterial), 20-30 Rotdrosseln, 2 Rostgänse, 2 Nilgänse, 1 Sperber, 2 Rotmilane mit Balz sowie mind. 3 Mäusebussarde. In der Insektenwelt waren mehrere Sandlaufkäfer, 1 Großes Jungfernkind (auch bekannt als Birken-Jungfernkind) sowie 1 Admiral bei der Eiablage unsere Highlights.

Schwarzstorch in den Wiesen am Bieberbach……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Schwarzstorch abfliegend in die Weiten des Arnsberger Waldes…….am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Grauspecht im NSG Luerwald und Bieberbach…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Der Grauspecht hat uns stets im Auge……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Insgesamt konnten wir mindestens 7 Mittelspechtreviere als besetzt notieren…….am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Mittelspecht beim Höhlenbau…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Kernbeißer mit Vollgesang……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Misteldrossel mit Nistmaterial…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Sommergoldhähnchen……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

…und gleich nochmals eins aus dem Nachbarrevier…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Balzende Rotmilane……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Mäusebussarde,die ins Revier der Rotmilane eindringen, werden sofort attackiert…….am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kreisender Sperber……am 09.03.2026 (Foto: Andre Matull)
Tonaufnahme vom rufenden Sperlingskauz….am 02.03.2026 (Aufnahme: Andre Matull)

Großes Jungfernkind auch Birken-Jungfernkind ( Archiearis parthenias) beim Sonnenbad…..am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Admiral bei der Eiablage…..am 09.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auf der jungen Brennessel fanden wir dann auch das winzige gelegte Ei des Admirals……am 09.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Sandlaufkäfer auf dem Wanderweg…..am 09.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)
Der auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg am 25.02. von Andreas Hünting gemeldete Seidenreiher hielt sich auch noch am nächsten Morgen im Gebiet auf. Im Schwerter „NSG Mühlenstrang“ gestern u. a. zwei singende Rohrammern, zwei singende Zilpzalpe und sechs singende Singdrosseln sowie am Freitag ein Weißstorch-Paar auf dem Nest. Gestern ebenda am Waldrand Dutzende rastende Wacholder- und Rotdrosseln sowie ein revieranzeigendes Mäusebussard-Paar (Balzflüge).
Das seit 2020 ansässige, rechts beringte Weißstorch-Weibchen der Kiebitzwiese in Fröndenberg ist seit mind. dem 1. März zurück. Gemeinsam mit ihrem unberingten Partner bildet sie traditionell das Brutpaar auf der Nisthilfe. Wie schon im Vorjahr ist auch der Horst auf dem Hochsitz wieder durch ein weiteres, unberingtes Paar besetzt.
Jenseits der typischen Standvögel fielen heute von der Rammbachmündung bis zum alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese im Gebiet insgesamt vier Schwarzkehlchen (3,1; darunter ein Paar), und mind. 5 Rohrammern (Sichtbeobachtungen) auf, wobei deren starke akustische Präsenz aus der ufernahen Deckung heraus auf eine deutlich höhere Individuenzahl schließen ließ. Zudem konnte ein steter Heimzug von Feldlerchen in nordöstliche Richtung registriert werden. Diese Beobachtungen dürften gut mit der derzeitigen Durchzugszeit korrespondieren. Des Weiteren fallen auch hier die schlagartig zunehmenden Reviergesänge des Zilpzalps und der Singdrossel auf. Darüber hinaus sind eine nahrungssuchende Gebirgsstelze und ein rufend überfliegender Kolkrabe zu erwähnen. Ansonsten blieb es im Gebiet eher ruhig und bei den „üblichen Verdächtigen.“ Generell scheinen auch die meisten Rotmilane zurückgekehrt zu sein.
Außerdem liegen erste Meldungen über die Rückkehr der Weißstörche in Fröndenberg und Schwerte vor.









Bedingt durch die frühlingshaften Temperaturen herrscht schon reges Treiben an unseren Insektennisthilfen. Auf den Fotos ist sehr schön die Paarung bei der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) zu sehen. Mittlerweile sind die ersten Weibchen beim Säubern und Befüllen der Brutröhren zu beobachten.


Am 5. und 6. März war in Hemmerde spätabends wieder der Balzruf der Waldohreule zu vernehmen.
Auf meiner gemeinsamen Rundfahrt zu ornithologisch relevanten Gebieten in den Kreisen Unna und Soest sowie der Stadt Hamm mit Ralf Volmer haben sich u.a. folgende Vogelarten hervorgetan:











Heute am Mittag in den Hemmerder Wiesen u.a. 1 Gänsesäger (möglicherweise Erstnachweis für dieses Gebiet), ca. 70 Blässgänse, ca. 50 Graugänse, 4 Rostgänse, 2 Nilgänse, 15 Kanadagänse, 2 Löffelenten (1:1), 1 Schnatterente, ca. 60 Krickenten, 4 Blässrallen, mind. 34 Kiebitze (davon 31 Ex. im eingezäunten Bereich und 3 auf angrenzendem Feld), 1 Weißstorch, 2 Silberreiher, 1 Graureiher, 2 singende Zilpzalpe und 1 singende Misteldrossel.

1 männlicher Gänsesäger in den Hemmerder Wiesen….am 04.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Blässgänse in den Hemmerder Wiesen….am 04.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Graugänse beim Sonnenbad….am 04.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kiebitzbalz in den Hemmerder Wiesen….am 04.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)
In den Hemmerder Wiesen heute u.a. ein erster Kampfläufer (m) und noch immer 120 Blässgänse. Ferner zwei Schwarzkehlchen (1:1) zwischen Steinen und Moskau.












Ein einzelner Kranich, der sich schon seit mehr als einer Woche in den Hemmerder Wiesen aufhält, war auch heute noch anwesend (03.03.). Er scheint weder krank noch verletzt zu sein. Siehe auch die Meldung von D. Kleiböhmer vom 02.03..
Ebenda ein Hermelin, noch komplett im weißen Winterfell, am 02.03..
Obwohl das Beobachtungsgewässer unterhalb des Hügels bis in den Spätherbst ausgetrocknet war, sich demnach im mittlerweile randvollen Gewässer kaum eine entsprechende Unterwasserfauna entwickeln konnte, hält ein seit ein paar Tagen anwesender Zwergtaucher nach wie vor die Stellung (03.03.). Was er dort an tierischer Nahrung vorfindet, bleibt rätselhaft. Im vergangenen Sommer trocknete das Gewässer bereits in der Brutphase des Zwergtaucherpaares vollständig aus. Die Brut verlief seinerzeit entsprechend erfolglos.
Im NSG heute Morgen 32 rastende und zum Großteil balzende Kiebitze (03.03.). Rund 20 Vögel scheinen das Gebiet als Brutrevier auserkoren zu haben. Die Hemmerder Wiesen beherbergen damit eines der letzten größeren Brutvorkommen der Art im Kreis Unna.
In den vergangenen Jahren zogen die Kiebitzpaare dort allerdings, trotz Gelegemarkierungen auf einer Ackerfläche, so gut wie nie Jungvögel auf. Zum Schutz dieses bedeutenden Brutvorkommens installierten deshalb ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der OAG am 27.02. einen 700 m langen Elektrozaun um die große Blänke herum im nördlichen Teil des NSG.
Der Zaun soll insbesondere vierbeinige, vorwiegend nachtaktive Bodenprädatoren (vor allem Fuchs, Waschbär, Marder) davon abhalten, die Kernzone nach Gelegen und Jungtieren abzusuchen. Davon könnten auch weitere Bodenbrüter wie Blessrallen, Enten, Gänse u.a.m. profitieren. Es bleibt abzuwarten, ob durch die Maßnahme in diesem Jahr ein besseres Ergebnis erzielt werden kann.




