Gut 6 Wochen nach den frühesten Ankunftsdaten aus zurückliegenden Jahren (Phänologie / OAG: 2010, 2013 und 2014 mit Erstbeobachtungen schon im April) sind nun auch in den Hemmerder Wiesen Neuntöter aufgetaucht – gleich 3 (!) Exemplare (2,1). Die beiden Männchen versuchten sehr aggressiv, das beste Revier zu behaupten, während das Weibchen immer wieder „abtauchte“. Außerdem im Gebiet ein Schwarzstorch, der bereits tags zuvor nahe Westhemmerde auf einem Maisfeld die Regenschauer über sich ergehen ließ. Es scheint sich um einen vorjährigen – zumindest noch nicht ausgefärbten und wohl auch noch nicht geschlechtsreifen Vogel zu handeln. Neben dem Schwarzstorch unter anderem auch einer der ansässigen Weißstörche (der zweite Vogel brütend / hudernd), >1 Kiebitz, 5 Graureiher, 1 Gelbspötter in den Wiesen.
Gestern,12. 06., im Hemmerder
Ostfeld ein einzelnes – wohl männliches Rebhuhn (Weibchen brütend?).
Am Montag, 10. 06., konnte ich oberhalb von Bausenhagen, auf Wirtschaftswegen bzw. einer Brachfläche nahe den Windrädern die von Hermann Knüwer gemeldeten Rebhühner (1,1). ebenfalls beobachten. Außerdem dort mindestens 13 (!) Distelfalter, 2 (!) Kleine Füchse, entlang der Wege >14 Raupennester des Tagpfauenauges auf Brennnesseln und 1x Raupen des Kleinen Fuchses.
Einzelnes Rebhuhn auf einem grasbewachsenen Wirtschaftsweg im Hememrder Ostfeld …, 12.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … relativ insektenreicher Rebhuhnbiotop unterm Windrad bei Frdbg.-Bausenhagen …, 10.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … mit mindestens 2 Kleinen Füchsen …, 10.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … mehr als einem Dutzend Raupennestern an Brennnesseln (hier Tagpfauenaugen), 10.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Noch nicht ausgefärbter, junger Schwarzstorch nahe UN-Westhemmerde …, 12.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … lässt den Regen über sich ergehen …, 12.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … und steht einen Tag darauf bei wieder praller Sonne und Trockenheit in den Hemmerder Wiesen …, 13.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … um schließlich unschlüssig kreisend einen anderen Rastplatz anzusteuern, 13.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … so, wie diese Nachtigall nahe der Amecke, scheinen mehrere Paare in den Hemmerder Wiesen derzeit Junge zu betreuen – schon beim Vorbeigehen ist ihr ständiges Warnen zu hören, 11.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … extrem spät – aber mit zwei weiteren Artgenossen ist dieser Neuntöter wieder zurück in den Hemmerder Wiesen, 13.06.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Im eigenen Garten (Frdbg.-Hohenheide) heute ein Grauschnäpper. Auch in den Hemmerder Wiesen 1 Grauschnäpper (Gesang). Außerdem dort am Abend ein überhinfliegender Sperber, ein Habicht, 2 Gelbspötter und mindestens 3 ruhende Distelfalter auf dem Asphalt des Wirtschaftsweges an der Amecke.
Im Wassergewinnungsgelände
(Frdbg.-Langschede) unter anderem 2 – 3 Dutzend Uferschwalbenbruten in
Dreinageröhren der Filterbecken, eine erfolgreiche Flussregenpfeiferbrut mit 3
Jungvögeln, 8 Lachmöwen, 8 Rostgänse, 1 Eisvogel, >4 Wacholderdrosseln als
derzeitiger Rest der langjährigen Brutkolonie und als Highlight: mein erster (!)
Kleiner Fuchs des Jahres.
Eine Überprüfung zweier Wespenbussardhorste im Fröndenberger Westen, die im vergangenen Winter gefunden werden konnten, ergab leider keine Belegung.
Nicht oft schaffen es die Flussregenpfeifer, in den Filterbecken des Wassergwinnungsgeländes (Frdbg- Langschede) erfolgreich zubrüten …, 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … eines von drei noch sehr winzigen Küken …, 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … tarnen und täsuchen: „mich gibt ´ s gar nicht“! 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer Ein sehr makelloser Kleiner Fuchs – vermutlich F1-Generation (mein erster in 2019). Wo mag er sich entwickelt haben??? 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer Lachmöwen zur Brutzeit im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) …, 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … auch Wacholderdrosseln zur Brutzeit sind im Kr. UN inzwischen etwas Besonderes (Wassergewinnungsgelände / Frdbg.-Langschede)…, 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … die Bachstelze (unten) scheint sich für die Uferschwalbe am Dreinagerohr (oben) zu interessieren – rund 3 Dutzend Paare brüten in diesen Röhren (Wassergewinnungsgelände / Frdbg.-Langschede) , 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer Einer von mehreren ruhenden Distelfaltern auf dem Wirtschaftsweg (Hemmerder Wiesen) – die zerschlissenen Flügelenden zeigen, dass er schon einen weiten Weg hinter sich hat …, 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … auch dieser verletzte Balkenschröter hält sich abends auf dem noch warmen Asphalt auf (Hemmerder Wiesen), 09.06.2019 Foto: Bernhard Glüer
In den Hemmerder Wiesen heute
unter anderem >5 Sumpfrohrsänger, 1 Gelbspötter, 1 Kuckuck (noch ausdauernd
rufend), 1 Teichrohrsänger, 2 Weißstörche, 1 Kiebitz, 1 Baumfalke (Libellen
jagend), >5 Nachtigallen (noch singend – 1x intensiv warnend).
Im Südosten Bönens konnte eine
erste Wespenbussardbrut bestätigt werden – direkt neben einem im Winter
entdeckten Horst ist ein neuer gebaut worden. Der seit mindestens 2016 regelmäßig
besetzte zweite Wespenbussardhorst Bönens (im Nordwesten) wurde (leider!) von
Mäusebussarden „übernommen“ und ist somit für die Wespenbussarde verloren.
Falls auch hier die Wespenbussarde ihr Stammrevier wieder besetzt haben, müssen
sie einen Ausweichhorst bauen.
Bei einer zweiten Nachtexkursion –
gemeinsam mit Falko Prünte – mit intensiver Suche nach Wachteln und
Wachtelkönigen, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (04./05.06.19 – von 22.20
h – 02.45 h), konnten beide Arten auch dieses Mal an den 37 traditionell aufgesuchten
Kontrollpunkten nicht gefunden werden. Einzige „Highlights“ waren mehrere noch
relativ kleine Jungfüchse an verschiedenen Stellen (2x leider frischtot auf
einer Straße in Hemmerde). In den Hemmerder Wiesen sang wieder 1 Feldschwirl. Erfreulich
auch ein Nahrung suchender Igel am Straßenrand in UN-Siddinghausen. An zwei
beiläufig kontrollierten Traditions-Laichgewässern von Geburtshelferkröten
(UN-Siddinghausen und UN-Kessebüren) konnte die Art leider nicht mehr
nachgewiesen werden.
Am Dienstag (04.06.) wurde auch
eine erste Kontrolle der Mauersegler-Kolonie im Turm der Stiftskirche
durchgeführt (unterstützt von Hans und Noah Rauch). Wie schon in den letzten
Jahren scheint der Brutbeginn spät erfolgt zu sein. – Immerhin waren aber 23
Brutplätze besetzt – alle jedoch noch mit Eiern in den Nestern. Die Gesamtpaarzahl
ist damit erfreulich gut (im Vorjahr waren am 13.06. erst 17 Paare zur Brut
geschritten und Anfang Juni 2017 waren es 22 Paare).
Die Trauerschnäpper im Hemmerder Schelk haben erste Jungvögel flügge. Allerdings scheint eine Brut („Zweitweibchen“ des dunklen Männchens) prädiert worden zu sein (Waschbär?). Das „Erstweibchen“ desselben Männchens fütterte noch am 04.06. erkennbar voll befiederte Jungvögel am Einflugloch des Nistkastens – am Folgetag (05.06.) war auch dieser Nistkasten leer. Eine am selben Tag durchgeführte Kontrolle der Kästen bestätigte im Fall des „Zweitweibchens“ die vermutete Prädation der Brut (durchwühltes, leeres Nest) – beim „Erstweibchen“ machte das vorgefundene Nest einen „unbehelligten“ Eindruck, so dass vom normalen Ausfliegen der Jungen auszugehen ist. An der dritten (natürlichen) Bruthöhle füttern noch beide Altvögel.
Auf dem Haarstrang konnten
außerdem zwei bis dato erfolgreiche Habichtbruten (UN und Frdbg.) bestätigt
werden.
Nördlich Frdbg.-Hohenheide heute ein jagendes Sperberweibchen.
Flügger Trauerschnäpper im Hemmerder Schelk – „Soll ich, oder soll ich nicht …?“, mag der Jungvogel sich vor dem ersten Flug vielleicht fragen …, 04.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … Mutter kann ihm die Entscheidung nicht abnehmen …, 04.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … das am Folgetag leere Nest weist keinerlei Spuren einer Prädation auf – lediglich ein „taubes“ Ei ist noch drin, so dass der übrige Nachwuchs offenbar erfolgreich den ersten Sprung ins Leben geschafft hat, 05.06.2019 Foto: Bernhard Glüer Grauschnäpper im Hemmerder Schelk – bei ihnen ist die Familienplanung noch nicht so weit, 05.06.2019 Foto: Bernhard Glüer Dieser Sumpfrohrsänger im eigenen Garten (Frdbg.-Hohenheide) wirkt eher noch desorientiert und scheint ein passendes Brutrevier noch nicht gefunden zu haben …, 04.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … im Gegensatz zu diesem Fitis am selben Ort, der schon Junge hat,05.06.2019 Foto: Bernhard Glüer Nachwuchs ganz anderer Art: junge Habichte gucken skeptisch über ihren Horstrand (UN) …, 05.06.2019 Foto: Bernhard Glüer … ein Rupfplatz unweit des Habichthorstes zeigt Reste diverser Beutevögel – von links nach rechts: Waldohreule, Amsel (juv), Sperber (w. ad.), Buntspecht (juv.), Kleinvogel (unbestimmt), 06.06.2019 Foto: Bernhard Glüer Auch hier wird für Nachwuchs gesorgt: kopulierende Lindenschwärmer an einem Lindenstamm in Frdbg.-Hohenheide. Das Weibchen (oben) scheint frisch geschlüpft zu sein, während das Männchen (unten) schon älter sein dürfte und kleine Kratzer im Schuppenkleid der Flügel aufweist, 07.06.2019 Foto: Bernhard Glüer In diesem Jahr ist seit Mitte Mai wieder ein verstärkter Einflug von Distelfaltern zu beobachten – dieser Falter wurde in den Höhenzügen des Thüringer Waldes fotografiert, wo die Falter ausnahmslos aus SO heranflogen – vielleicht kommen sie über den Balkan aus der Schwarzmeerregion, 30.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Die Hoffnung, dass manch vermisster Heimkehrer unter den Langstreckenziehern doch noch – wenn auch spät – ins heimatliche Brutrevier zurückkehrt, scheint sich hier und da tatsächlich zu erfüllen: ein weiterer Neuntöter hat heute den Fröndenberger Raum erreicht (östlich Frömern). Dort auch ein Sumpfrohrsänger. Auf dem Golfplatz ist außerdem ein weiteres Grauschnäpperrevier besetzt (Gesang) – im ersten (Buschholt) ist inzwischen ein fast fertiges Nest vorhanden.
In den Hemmerder Wiesen heute
unter anderem 2 (!) Gelbspötter singend, >2 Sumpfrohrsänger, ~ 100
Mauersegler und eine jagende Rohrweihe (w).
Im Hemmerder Schelk konnte gestern
(28.05.) die Revierbelegung der Trauerschnäpper weitgehend geklärt werden: in
zwei Nistkästen wird gefüttert (zwei Weibchen mit einem gemeinsamen Männchen).
Ein Nachbarrevier wird weiterhin von einem unverpaarten Männchen „besungen“. Es
handelt sich hier wohl um den ursprünglichen Partner des ersten Weibchens aus
der Dreierkonstellation. In einer Naturhöhle wird noch eine dritte Brut
versorgt.
Außerdem vor Ort ein Grauschnäpper (Gesang) und zwei Waldlaubsängerreviere.
Neuntöter seit heute wieder in seinem Revier (Frdbg.-Frömern), 29.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Einer von zwei unmittelbar benachbarten Gelbspöttern, die sich gegenseitig scheinbar „niedersingen“ wollen (Hemmerder Wiesen), 29.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Das „Alpha-Trauerschnäpper-Männchen“ im Hemmerder Schelk bringt hier einen Happen für das Zweitweibchen …, 28.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … das inzwischen ebenfalls Futter herbeibringt und ganz offensichtlich Nachwuchs hat …, 28.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … das erste Weibchen desselben Männchens füttert meist allein …, 28.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … der „Ex“ dieses Weibchens im Nachbarrevier müht sich an einem anderen Nistkasten um eine neue Chance …, 28.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … währenddieses dritte Männchen in einer Naturhöhle sein Weibchen versorgt, das wohl noch brütet, 28.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Diese Zitronenfalterraupe versucht sich nahe der Mittelblattrippe eines Faulbaumblattes in Ruhestellung vor den hungrigen Vögeln zu tarnen (sie frisst meist nachts), 28.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Am heutigen Abend und auch schon
gestern Abend waren am nördlichen Rand des Buschholtes (Frdbg.) Rufe junger
Waldohreulen zu hören.
Im Hemmerder Schelk kam es heute zu interessanten Beobachtungen bei den Trauerschnäppern. Nachdem ich in zurückliegender Zeit bei einem registrierten Brutpaar mehrfach nicht mehr sicher war, für welche Nisthöhle sich die beiden Brutpartner eigentlich entscheiden (sie waren mehrfach scheinbar an zwei Kästen zu sehen, die ca. 150 m voneinander entfernt hängen), kam heute die Auflösung: das sehr markante, recht dunkle Männchen sorgt an beiden Nistkästen gleichzeitig mit zwei verschiedenen Weibchen für Nachwuchs! Für Trauerschnäpper wird dieses Verhalten mit „Schachtelbruten“, bei denen ein Männchen sich mit zwei Weibchen verpaart, auch in der Literatur beschrieben. Vermenschlichend betrachtet neigt man dazu, ein solches Männchen als beinahe „unmoralisch sittenwidrig“ abzuurteilen, weil es „fremdgeht“. Evolutionsbiologisch ist dieses Verhalten jedoch nicht nur ausgesprochen sinnvoll, sondern mit der vermenschlichenden „Brille“ ist unser Blick auf den Ablauf sogar faktisch falsch. Es ist nämlich (wie bei vielen Vögeln) das Weibchen, das die Partnerwahl vollzieht. Die Weibchen entscheiden sich nach Balz und körperlicher Präsenz der sich „feilbietenden“ Männchen für eines von ihnen. Im vorliegenden Fall hatte das erste Weibchen vor der Verpaarung mit dem dunklen Männchen einem sehr hellen Männchen, mit dem es zunächst verpaart war und schon an einem Nest gebaut hatte, den „Laufpass gegeben“. Es baute mit dem dunklen Männchen dann in einer anderen Nisthöhle, ca. 15 m entfernt, ein neues Nest (siehe Meldungen vom 07.05., 10.05. und 13.05.2019). Als dieses Weibchen nun auf dem fertigen Gelege brütete, interessierte sich ein weiteres Weibchen für diesen priorisierten „Super-Vererber“, während sich übrigens in direkter Nachbarschaft das erste, „abservierte“ helle Männchen vergeblich um eine neue Partnerin abmühte. Das zweite Weibchen baut mit diesem dunklen Männchen nun in geringer Entfernung ebenfalls ein Nest. Bei Trauerschnäppern, die ein sehr begrenztes Zeitfenster für die Fortpflanzung nutzen müssen und nur eine einzige Brut pro Saison machen, ist es aus evolutionsbiologischer Sicht sehr förderlich, wenn ein besonders attraktives, fittes Männchen parallel mit mehr als einem Weibchen Nachwuchs produziert. Die Weibchen müssen natürlich dann einen großen Teil der Nahrungsbeschaffung für den Nachwuchs allein stemmen, weil das Männchen seinen Beitrag auf beide verteilt. Bleibt abzuwarten, wie sich beide Bruten entwickeln.
Im Hemmerder Ostfeld heute 3
Sumpfrohrsänger im Bereich der Feldvogelschutzfläche.
In den Hemmerder Wiesen unter anderem 2 weitere Sumpfrohrsänger, ein Gelbspötter, eine Klappergrasmücke, sowie „unser“ Kuckuck.
Besonders begehrtes, sehr dunkles Trauerschnäppermännchen (Hemmerder Schelk) mit inzwischen zwei Weibchen …, 27.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … das „erste“ Weibchen versorgt bereits Junge, während das zweite in einem anderen Nistkasten noch am Nest baut, 27.05.2019 Foto: Bernhard Glüer „Paketzustellung“ (Hemmerder Wiesen) …, 27.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … auch dieses Hermelin (Gr. Wiesel) rackert sich mit scheinberer Leichtigkeit für seinen Nachwuchs ab …, 27.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … die soeben erbeutete Wühlmaus wird über mehrere Hundert Meter herangeschleppt, 27.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Südlich des Hemmerder Schelks am
Donnerstag (23.05.) ein sehr hoch kreisender – dann nach Nord abziehender
Wespenbussard (m), der vermutlich sein Heimat-Brutgebiet noch nicht erreicht
hat.
In der Nacht von Donnerstag auf
Freitag – von 22.00 h bis 2.20 h morgens bei einer gemeinsamen Nachtexkursion
mit Falko Prünte leider vergeblich den gesamten Haarstrang im Kr. UN, von der
Strickherdicker Feldflur bis zum Hemmerder Ostfeld nach Wachtelkönigen und
Wachteln abgesucht. An zuvor festgelegten 37 Kontrollpunkten wurden geeignete
Feldhabitate aufgesucht. Auch die zufälligen Beobachtungen anderer Arten waren
leider sehr ernüchternd: lediglich 2x Sumpfrohrsänger, 5x Nachtigall (alle
rings um Hemmerde), 2x Feldschwirl (Hemmerder Wiesen und Kiebitzwiese/Frdbg.)
und 3 vorüberfliegende Eulen (vermutl. 2x Waldohreule und 1x Schleiereule).
Positiv fiel die vermehrte Begegnung mit Wildkaninchen und vorüberhuschenden
Mäusen auf.
Gestern (24.05.) konnte auch am
Tag der Feldschwirl in den Hemmerder Wiesen bestätigt werden – außerdem ebenda
der schon regelmäßig dort Revier haltende Kuckuck (rufend) gemeinsam mit einem
ebenfalls rufenden Weibchen (kickerndes Gluchsen).
Im Buschholt (gestern und auch heute) meine ersten Grauschnäpper (1,1). Diese Art scheint weiterhin abzunehmen. Immerhin zeigte es Balz- und Nestbauverhalten. Nördlich des Waldes, an einem Feldsaum ein singender Sumpfrohrsänger, der heute schon wieder weg war (weitergezogen?).
Ebenda außerdem erfreulich: 2 männliche Mauerfüchse auf einem sonnenbeschienenen Weg. Insgesamt erscheint die Schmetterlingsfauna in diesem Frühling allerdings besorgniserregend arten- und individuenarm. Lediglich Aurorafalter, Grünaderweißlinge oder Zitronenfalter waren bisher in nennenswerter Zahl vertreten. Von den im April zunehmend aufgetretenen Tagpfauenaugen sind trotz intensiver Nachsuche noch keinerlei Raupennester in Brennesselsäumen zu finden. Auch die Frühjahrsgeneration der Landkärtchen ist offenbar mehr oder minder völlig ausgefallen (habe kein einziges bisher finden können!). Admirale sind ausgesprochen selten und Kleine Füchse fehlen ebenfalls. Da sind die einwandernden Großen Füchse oder hier und da mal ein durchziehender Schwalbenschwanz (gestern einer nahe dem Hemmerder Bahnhof) nur ein kleiner Trost. Offenbar hat das Verbot dreier als gefährlich für Insektenbiozönosen eingestufter Neonikotinoide im vergangenen August keine erkennbare Verbesserung gebracht. Immerhin sind ja nach dem Verbot dieser Substanzen im laufenden Frühjahr 18 (!) neue Insektizide zugelassen worden … – Vielleicht kann man bei der morgigen Europa-Wahl mit einem Kreuz an der richtigen Stelle endlich eine Kehrtwende in der auf billige Massenproduktion ausgerichteten Agrarpolitik einleiten …
In sehr großer Höhe kreisender und dann nach N abziehender Wespenbussard (die dunklen Säume am hinteren Flügelrand und am Schwanzende mit anschließend breiten, ungebänderten Feldern sind kennzeichnendfür männliche Vögel), 23.05.2019 Foto: Bernhard Glüer In diesem Jahr bisher ausgesprochen selten: Grauschnäpper (Frdbg.) – hier vor der auserkorenen Bruthöhle in einem abgebrochenen Ast, 25.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Mit Kleibern „fremdbelegter“ Trauerschnäpper-Nistkasten im Hemmerder Schelk – fast flügger Jungvogel schaut sich seine noch kleine Welt an …, 25.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Nilganspaar zeigt sich einmal mehr als „Lebenskünstler“: die gerade geschlüpfte Kükenschar ist in schwindelerregender Höhe eines Greifvogelhorstes fast prädatorensicher erbrütet worden und wird jetzt Hunderte Meter weit durch den Wald (Buschholt / Frdbg.) mit lautem Getöse zum nächsten Teich eskortiert, 25.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Sonnenhungrige Mauerfuchs (m) wartet auf die nächste Wolkenlücke, um sich aufzuwärmen (Buschholt / Frdbg.), 24.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Nach langer „Pause“ in eigens hergerichtetem Steinbiotop im eigenen Garten mal wieder eine Waldeidechse, 24.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Weiblicher Girlitz (Friedhof / Bönen) findet auf dem von Chemie verschonten Gehweg allerlei Sämereien …, 25.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … das farbenprächtige Männchen demonstriert an exponierter Stelle einem zweiten Paar in direkter Nachbarschaft, wer hier das Sagen hat, 25.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Der gestrige, halbwegs ergiebige Regentag war auch ein guter Kiebitztag – nicht nur wegen des Regens (auf dem Haarstrang gab es immerhin 12 L/m²). Besonders erfreulich – und von mir eigentlich gar nicht erwartet: auf dem Brutfeld in Bönen-Bramey (Gelegeschutz zweier Bruten durch Markierung – später Maiseinsaat) liefen putzmunter und fast flugfähig 3 Jungvögel. Das Feld war vor allem in den ersten Tagen nach dem Kükenschlupf staubtrocken mit tagelanger Dauersonnenbestrahlung, so dass ich den Küken kaum eine Überlebenschance eingeräumt hatte … –
Eine neue „Kiebitz-Dependance“ hat sich im Dreieck Westhemmerde – Bönen-Lenningsen – Hacheney gegründet. Offenbar haben alle mit Erstbruten gescheiterten Paare von UN-Lünern bis zu den Hemmerder Wiesen sich hier versammelt. Gestern hielten sich dort auf Mais- und Kartoffelfeldern insgesamt 14 Kiebitze auf – drei auf Spät-/Ersatzgelegen brütend und mehrere Männchen noch mit Balzflügen.
In den Hemmerder Wiesen unter
anderem wieder ein Revier haltender Kuckuck. Ein weiterer Kuckuck (rufend) in
Bönen – südlich des Holzplatzes und ein dritter überflog (stumm) die Feldflur
nördlich UN-Westhemmerde in östlicher Richtung (w?).
Auch sehr erfreulich: nach Hinweisen
von Hartmut Peitsch und dessen Bruder konnte im Ortsteil Altenbögge (Bönen) eine
erfolgreiche Waldohreulenbrut mit 4 bereits flüggen Jungvögeln registriert
werden.
Eine Kontrolle der Fröndenberger
Uhus aus der Ferne ergab auch dort 4 Jungvögel – allerdings noch nicht flügge.
Am Abend heute nahe Frdbg.-Frömern (Panthewiese) ein singender Gelbspötter.
Nachtrag zu einem am 22.04.19 in den Hemmerder Wiesen abgelesenen Weißstorch-Ring „5T…..632“ (siehe auch Meldung selben Datums) nach einer Rückmeldung der Vogelwarte Helgoland vom heutigen Tage: der Vogel stammt aus der Nachbarschaft und ist im vergangenen Jahr als „nestjung“ nahe dem Münsteraner Zoo am 23.06. beringt worden.
Weit weg – aber ein schöner Anblick (Lohn aller Anstrengungen!!!): fast flügger Jungkiebitz auf dem Brutfeld in Bönen-Bramey, 21.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Kiebitz-Ersatzbrut auf einem Maisfeld südlich Bönen-Lenningsen / Auf dem Hacheney …, 21.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … auch hier wird eines von zwei Nachgelegen auf einem Kartoffelfeld nahe UN-Westhemmerde bebrütet – Kartoffelfelder haben sich in der Vergangenheit leider meist als wenig geeignet erwiesen, 17.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Auch diese „halbstarken“ Waldohreulen haben zwar die Flugfähigkeit immerhin erreicht – sind aber noch nicht wirklich „aus dem Gröbsten raus“ …, 21.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … Mutter hat alles im Blick und rackert sich mit dem Gatten Nacht für Nacht ab, um den Nachwuchs in die Selbstständigkeit zu bringen …, 21.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Der Nachwuchs der großen Zwillingsart (Uhu / Frdbg) ist in der Entwicklung noch nicht so weit (der Jungvogel links hat es sich liegend behaglich gemacht), 22.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Zwei Waldeidechsen tanken auf sonnengewärmtem Holz eines Zaunpfostens am Abend noch die letzte Energie (Hemmerder Wiesen) – das Tier links scheint ein trächtiges Weibchen zu sein. Beide werden von mehreren Zecken geplagt, 22.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Südlich des Hemmerder Schelks auch heute noch 6 Thunbergschafstelzen mit 9 Wiesenschafstelzen, 1 Braunkehlchen und noch 5 Steinschmätzern. Südwestlich des Hemmerder Schelks ein kreisender, männlicher Wespenbussard, der sich in der Mittagszeit wenige Hundert Meter entfernt über Priors Heide (Frdbg.-Bausenhagen) noch einmal zeigte und sehr an ein ganz ähnliches Männchen erinnerte, das auch schon im vergangenen Jahr in diesem Raum mehrfach beobachtet werden konnte (siehe Fotomontage). Ebenda auch ein jagender Baumfalke.
An der Südwestspitze des Hemmerder Schelks ein singender Baumpieper. An fast gleicher Stelle des Bausenhagener Schelks – einige Hundert Meter weiter westlich sang ebenfalls ein Baumpieper.
Über den Hemmerder Wiesen 3
weitere Wespenbussarde (2,1) kreisend und nach SW abfliegend. Dort auch wieder
ein rufender Kuckuck und ein überfliegender Baumfalke.
Im Steiner Holz ein ausdauernd rufender vorjähriger Pirol (m).
Eine von 6 Thunbergschafstelzen „Am Neuenkamp“, südlich des Hemmerder Schelks, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Männlicher Wespenbussard zwischen H. Schelk und Frdbg.-Bausenhagen, der möglicherweise identisch mit dem im eingefügten Bild zu sehenden Männchen ist, das am 08.08.2018 an gleicher Stelle fotografiert wurde und sich im letzten Jahr insgesamt mehrfach genau hier gezeigt hatte …, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … ein anderes, sehr helles – jedoch stärker kontrastiertes Wespenbussardmännchen über den Hemmerder Wiesen …, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … neben einem weiteren, sehr braunen Männchen kreiste als dritter Wespenbussard hier sehr hoch auch dieses Weibchen …, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … ebenfalls im Gelände auf hoher Rufwarte: Kuckuck, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Als absolutes Highlight und inzwischen sehr seltener Gast bei uns zeigte sich dieser vorjährige, männliche Pirol im Steiner Holz, dem in seinem zweiten Lebensjahr noch die sattgelbe Unterseite fehlt …, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … in früheren Jahren war der Pirol im Kr. UN nicht nur Brutvogel, sondern zumindest in der zweiten Maihälfte ein regelmäßiger Durchzügler auf dem Weg in nördlich oder östlich gelegene Brutgebiete, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Ton in Ton: Laubfrosch in Lauerposition auf einem Ampferblatt nahe Hemmerde-Steinen …, 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … an fast gleicher Stelle dieses skurille, noch unbestimmte Insekt mit ca. 25 mm Körperlänge, (nach einem zwischenzeitlichen Hinweis von G. Zosel: Kamelhalsfliege, Xanthostigma xanthostigma), 18.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Die zurückliegende Woche hatte
noch einige Heimzieher und Durchzügler zu bieten: am Montag (13.05.) über
Frdbg.-Hohenheide 2 sich in einem Thermikschlauch hochschraubende und dann abziehende
Wespenbussarde (1,1).
Am Dienstag (14.05.) rings um
Frdbg.-Bausenhagen noch 9 Steinschmätzer und östlich des Hemmerder Schelks 4 (!)
rastende Gartenrotschwänze (1,3). Im Hemmerder Schelk konnten bei intensiver
Nachsuche nochmal 4 Trauerschnäpperreviere bestätigt werden (in mindestens 2
Revieren auch Weibchen). Nur noch 2 Waldlaubsängerreviere ebenda.
Im Hemmerder Ostfeld am selben Tag (14.05.) für mich der erste Sumpfrohrsänger. Heute ebenda ein singendes Schwarzkehlchen (offenbar bisher ohne Brut!).
Auf dem alten Golfplatz „Am Winkelshof“ in einem kleinen Schilfbestand am Mittwoch (15.05.) 2 singende Teichrohrsänger.
Auf einem vorjährigen, nicht abgeernteten Möhrenfeld im Süden des Hemmerder Schelks, das vorgestern gegrubbert worden war, zeigte sich heute in der Nähe eines Traktors ein später, recht großer Schwarm Schafstelzen. Annähernd 30 Ex (!) unter ihnen erwiesen sich als Thunbergschafstelzen. – Unweit dieses Feldes eine nach SO überfliegende, männliche Wiesenweihe.
Wespenbussard über Frdbg.-Hohenheide – drei gut erkennbare Merkmale kennzeichnen ihn als weiblich: sowohl die Schwanzendbinde als auch der hintere Flügelrand sind eher diffus und werden von außen nach innen übergangslos, ohne scharfe Abgrenzung heller. Danach folgt ein nur sehr schmaler ungebänderter Bereich …, 13.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
… dieses sehr dunkle Wespenbussardmännchen – an selber Stelle viel höher fliegend – zeigt trotz der schlechten Bildqualität sowohl am hinteren Flügelrand als auch am Schwanzende eine sehr scharf abgegrenzte dunkle Endbinde, der jeweils (im Flügel und im Schwanz) ein breites ungebändertes Feld folgt, 13.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Dunkles Trauerschnäppermännchen mit „Brautgeschenk“ (Hemmerder Schelk) …, 13.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … das eher unscheinbare Trauerschnäpperweibchen mal ganz nah, 13.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Eine weniger schöne Begegnung „Am Neuenkamp“ (Frdbg.-Bausenhagen): dieser nur wenige Tage alte Feldhase zeigte zwar keinerlei äußere Verletzungen, aber war wenige Minuten nach dieser Aufnahme tot, 13.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Zwei von insgesamt 5 Steinschmätzern auf „Priors Heide“ (Frdbg.-Bausenhagen), 14.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Männlicher Gartenrotschwanz im Prachtkleid östlich des Hemmerder Schelks …, 14.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … eines von drei Weibchen an selber Stelle, 14.05.2019 Foto: Bernhard Glüer In den Hemmerder Wiesen sind bereits zahlreiche diesjährige Stare unterwegs, 14.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Leider sehr weit weg: eine von fast drei Dutzend (!) Thunbergschafstelzen südlich des Hemmerder Schelks, 17.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
In der Strickherdicker Feldflur mindestens 5 Wiesenschafstelzen-Reviere und 2 singende Feldlerchen.
In den Hemmerder Wiesen unter anderem 4 Braunkehlchen, 1 Schwarzkehlchen (m), 1 Kuckuck, 2 Baumfalken, 1 Rohrweihe (m), 1 Rotmilan, 1 männlicher Sperber, 1 Teichrohrsänger (noch immer kein Neuntöter!).
Nördlich von UN-Lünern ein
weiterer Kuckuck in ca. 100 m Höhe eine offene Feldflur Richtung Ost (Hemmerder
Wiesen?) überfliegend.
Am „Baby-Wald“ (UN-Kessebüren) ein
Gelbspötter.
Gestern (11.05.), am späten Nachmittag, bei UN-Hemmerde eine männliche Wiesenweihe. Nördlich UN-Westhemmerde eine weibliche Kornweihe (!) und ebenda eine weibliche Rohrweihe. In Höhe von UN-Stockum (ebenfalls gestern) südlich der B1 11 (!) Rotmilane.
Ausgesprochen spät noch im Kr. UN unterwegs: eine weibliche Kornweihe bei Westhemmerde, 11.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Nach der Meldung von G. Zosel vom 06.05. erst der zweite festgestellte Gelbspötter – hier bei UN-Kessebüren, 12.05.2019, Foto: Bernhard Glüer Kuckuck in den Hemmerder Wiesen fliegt vorbei, 12.05.2019, Foto: Bernhard Glüer Männliche Rohrweihe über den Hemmerder Wiesen, 12.05.2019, Foto: Bernhard Glüer Ruhender Baumfalke in den Hemmerder Wiesen, 12.05.2019, Foto: Bernhard Glüer
Endlich: bei der obligatorischen „Hunde-Runde“ – leider ohne Fotoapparat – um 12.55 h über dem Haarweg (Frdbg.) erste Wespenbussarde unter tief hängenden Wolken nordwärts ziehend. Zunächst ein Männchen und wenige Hundert Meter dahinter ein Weibchen.
Bei der diesjährigen Aktion des
NABU „Stunde der Gartenvögel“ gab es trotz des eher bescheidenen Wetters
(leichter Nieselregen, 10,2 °C) im eigenen Garten mit Nachbarflächen von 9.10 h
bis 10.10 h mit 28 gezählten Arten ein doch respektables Ergebnis. In der
Reihenfolge des Auftauchens: Haussperling (9), Blaumeise (3), Singdrossel (4),
Buchfink (8), Kohlmeise (6), Fitis (1), Grünfink (4), Mönchsgrasmücke (4),
Heckenbraunelle (3), Dompfaff (2), Gartengrasmücke (2), Zilpzalp (1),
Ringeltaube (6), Kleiber (2), Eichelhäher (1), Mauersegler (3), Amsel (7),
Turmfalke (2), Zaunkönig (2), Rabenkrähe (2), Rotkehlchen (2), Goldammer (2), Buntspecht
(2), Feldsperling (3), Klappergrasmücke (1), Grünspecht (1), Stockente (2),
Rauchschwalbe (1).
Als außerdem gesichteter „Beifang“
noch ein ausgesprochener „Vogelkiller“: ein Steinmarder, der von der
Kleinvogelwelt lautstark vermeldet wurde und offenbar auf der Suche nach
Vogelnestern in einer alten Thuja-Reihe herumkletterte.
Während mancher „Spätheimkehrer“ der
Langstreckenzieher noch immer vergeblich gesucht wird (Wespenbussard, Neuntöter
…), sind heute endlich auch unsere „hauseigenen“ Mauersegler mit einer ersten –
aber späten – Vorhut zurückgekommen: zwischen 19.54 h und 19.57 h flogen gleich
4 Segler zielstrebig und ohne zu zögern in drei Nisthöhlen einer
Sechserbatterie unter der Dachtraufe ein. Interessant dabei, dass zwei nacheinander
in dieselbe Höhle einflogen – es ergab anschließend keinen (erwarteten!) Konkurrenzstreit,
sondern das für Paare typische Duettieren mit mehrfachen „Swi-Ri-Rufen“. Dabei
ruft der eine Partner das „Swi“ und der andere ergänzt sofort das „Ri“.
Immerhin wird Mauerseglern nachgesagt, dass sie eine sogenannte „Orts-Ehe“
führen – das heißt, dass sie nicht wirklich monogam sind, aber oft in der neuen Saison am selben
Brutplatz den Vorjahrespartner wiedertreffen. Möglicherweise habe ich heute genau
dieses Zusammentreffen mitbekommen.
Außerdem heute noch interessant:
am Stromberg (Frdbg.) ein Fichtenkreuzschnabel-Paar, eine überfliegende
Rohrweihe (w) und vor dem Hof „Schulze-Neuhoff“ ein weiblicher Girlitz am Boden
Sämereien pickend.
In den Hemmerder Wiesen gleichzeitig zwei Kuckucke (m) rufend. Ebenda und auf angrenzenden Maisfeldern nur 4 Kiebitze und noch 2 Steinschmätzer. Weitere 5 Kiebitze hielten sich auf Maisfeldern im Bereich „Rothes Feld“ (UN-Westhemmerde) auf und 4 Steinschmätzer an der Kleinen Wand (Frdbg.Bausenhagen).
Im Hemmerder Schelk an gewohnter Stelle 2 Revierpaare Trauerschnäpper – allerdings hatte in einem Fall das Männchen gewechselt (dunkle Morphe statt zuvor helle / siehe Foto vom 07.05.) und der zunächst bezogenen Naturhöhle ist jetzt ein Schwegler-Nistkasten vorgezogen worden. Außerdem im Südteil des Waldes ein ausdauernd singender Waldbaumläufer.
Gestern (09.05.) landete ein
Schwarzstorch am späten Vormittag in der „Sichlerbucht“ (Kiebitzwiese /
Frdbg.).
Im Hemmerder Schelk entwickelt
sich die Situation für die Trauerschnäpper doch noch positiv: eine intensive
Nachsuche gestern und heute ergab nun 4 besetzte Reviere. In zwei Revieren
waren auch Weibchen, die mit Nestbau beschäftigt waren. Interessanterweise sind
in beiden Fällen die Brutplätze relativ hoch in Naturhöhlen, während in den
letzten Jahren alle Bruten in Schwegler-Nistkästen waren. Reagieren die
Trauerschnäpper vielleicht schon auf die Gefahr durch die anwesenden Waschbären,
die vermutlich Nistkästen gezielt „kontrollieren“? Bei den Waldlaubsängern sind
unverändert ebenfalls 4 Reviere besetzt.
In den Hemmerder Wiesen gestern
noch 3 Braunkehlchen. Heute wie auch schon vorgestern mindestens 1 Schwarzkehlchen auf der
Hochstaudenfläche (Brutverdacht). Weiterhin hält auch der Kuckuck großräumig
sein Revier. Heute hatte er erkennbar einen Abstecher in das östliche Steiner
Holz gemacht und flog über die Trotzburgstraße zu seinen vertrauten Sitz- und
Rufbäumen – später wechselte er in einen Pappelwald nahe Steinen. Außerdem
>5 Nachtigallen (Gesang) und Baumfalken rufend. Nur noch 3 Kiebitze im Gelände.
Vorgestern (06.05.) auch im Süden von Frdbg.-Ostbüren noch 2 Braunkehlchen. Am Stromberg ein zunächst ausdauernd trommelnder – dann auch rufender Grauspecht (m), ebenda auch ein quäkender Mittelspecht. Ein männlicher Schwarzspecht überflog in der Mittagszeit am selben Tag eine Feldflur zwischen Bielenbüschen und Buschholt (Frdbg.).
Bei den Waldkäuzen im Buschholt (Frdbg.) scheinen nur noch 3 der ursprünglich 4 Jungvögel zu leben – zumindest konnte ich heute und gestern jeweils nur 3 finden. Außerdem deuteten einige Daunen, die sich an einer Stelle im Bereich des Tagesverstecks der Jungvögel in den Zweigen verfangen hatten daraufhin, dass ein „findiger“ Prädator (Uhu oder Habicht?) sich hier eine Mahlzeit geholt hat. Der Umstand, dass die verbleibenden Jungvögel nach wie vor Nähe zueinander suchen, statt sich großräumig zu verteilen, macht es Beutegreifern relativ leicht, sich zu „bedienen“.
Männlicher Trauerschnäpper der hellen Morphe an einer Naturhöhle im Hemmerder Schelk, 07.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Weiblicher Trauerschnäpper mit Nistmaterial an einer anderen Naturhöhle (Hemmerder Schelk) – unscharf im Hintergrund der männliche Partner (dunkle Morphe), 08.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
Eins von zwei rastenden Braunkehlchen in der Bio-Obstanlage südlich Frdbg.-Ostbüren, 06.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Mit nach wie vor nur mäßigen Flugkünsten leben die jungen Waldkäuze auch zwei Wochen nach dem Verlassen des Nistkastens gefährlich …, 08.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
… die sehr wachsamen Altvögel (hier das gut getarnte Weibchen) haben das Umfeld ständig im Blick, 08.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Bei den inzwischen im Baumhorst brütenden Weißstörchen nahe den Hemmerder Wiesen ist der Weg zum perfekten „Familienglück“ noch lang, 08.05.2019 Foto: Bernhard Glüer
In der Strickherdicker Feldflur
heute 11 (!) Steinschmätzer auf der nördlichen Feldvogelschutzfläche. Weitere 3
Steinschmätzer an der Kleinen Wand (Frdbg.-Bausenhagen) und nochmal 3 Ex im
Hemmerder Ostfeld. An der Kleinen Wand außerdem noch 2 Braunkehlchen und ein weiteres
im H. Ostfeld.
Auf den Bio-Gemüsefeldern südlich
Frdbg.-Ostbüren konnte heute das mehrfach gemeldete Rebhuhnpaar gesund und
munter bestätigt werden.
Auf dem „Kiebitzacker“ östlich der Hemmerder Wiesen wurde bis gestern noch eines der drei dort markierten Kiebitzgelege bebrütet. – Heute konnte dort (noch auf der Brutinsel) im bereits keimenden Mais mindestens 1 Küken gesehen werden. Weiterhin war der Revier haltende Kuckuck lange Zeit zunächst nahe Steinen, dann an der Trotzburgstraße und schließlich in den Hemmerder Wiesen zu hören. Die Weißstörche scheinen inzwischen auch ein Gelege zu haben – zumindest saß ein Altstorch ausdauernd flach (brütend?) im Horst. Überhinfliegend ein Trupp von ~20 Schafstelzen.
Eines von zwei Braunkehlchen an der Kleinen Wand (Frdbg.-Bausenhagen) …, 05.05.2019 Foto: Bernhard Glüer … dort auch dieser weibliche Steinschmätzer, 05.05.2019 Foto: Bernhard Glüer Immer wieder schön anzusehen: Rebhuhnpaar bei Frdbg.-Ostbüren, 05.05.2019 Foto: Bernhard Glüer