Gleich 23 Waldwasserläufer tummelten sich heute in den Röllingwiesen. Leider passten nur 10 auf den Digiskopie-Ausschnitt.
3 Bekassinen standen auch versteckt am Ufersaum. 7 Graugänse sitzen auf ihren Bruten.

Gleich 23 Waldwasserläufer tummelten sich heute in den Röllingwiesen. Leider passten nur 10 auf den Digiskopie-Ausschnitt.
3 Bekassinen standen auch versteckt am Ufersaum. 7 Graugänse sitzen auf ihren Bruten.

Martin Schultz und ich konnten endlich mal Limikolen in den Röllingwiesen sichten.
Eine Bekassine, 1 Rotschenkel und gleich 11 Waldwasserläufer. Ein überfliegender Weißstorch, Richtung NW.
Nicht zu vergessen, 2 Rauchschwalben. Seit ein paar Tagen schon drehen sie ihre Runden.
Ein Löffelenten-Paar, Knäkenten, Krickenten, Reiherenten usw. Die Graugansnester nehmen zu. 5 bis 7 sind es im Moment.
Leider war es ein bisschen zu windig. Daher nur eine verwackelte Beleg-Digiskopie aus ca. 160m.


Bereits am 16.03.2020 ist Wolfgang Pitzer nach langer, geduldigst ertragener Erkrankung verstorben, wie seine Familie jetzt mitteilt.
Mit Wolfgang verlieren wir einen unentwegten Mitstreiter, einen liebenswürdigen und bescheidenen Menschen, ohne den der Naturschutz im Südkreis nicht zu denken war. Für uns war er immer ein großes Vorbild – nicht nur was den Schutz „seiner“ Eulen und Greifvögel, die Wasservogelzählungen, den praktischen Naturschutz, die Arbeit für die AGON und im Landschaftsbeirat angeht. Auch, wie er gewirkt hat, seine immer der Sache dienliche Art und zuletzt, wie er seine Krankheit annahm und uns allen gegenüber Offenheit bewahrte – er hat es uns leicht gemacht!
Du wirst uns sehr fehlen Wolfgang!
Ursula und Dieter Ackermann haben stellvertretend für die AGON im Naturreport 2020 Wolfgang ausführlich gewürdigt:
Am Montagabend, 16.03.2020 verstarb der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz – AGON Schwerte viel zu früh im Alter von nur 65 Jahren. Drei Jahre hat er gegen die tückische Krankheit gekämpft, drei Jahre in denen er weder den Mut noch seinen sprichwörtlichen Optimismus verloren hatte.
Als die AGON, damals noch Arbeitsgemeinschaft Ornithologie, 1979 als Kurs der Volkshochschule Schwerte gegründet wurde, war er als einer der Ersten dabei und erklärte gleich zum Erstaunen der Teilnehmer, dass er sich um die Schleiereulen und Steinkäuze kümmern werde. Als wir dann gemeinsam beschlossen, in die Greifvogelkartierung einzusteigen, war er sofort einverstanden und machte auch dabei mit, obwohl seine Zeit als Berufstätiger knapp bemessen war. Wie oft sind wir in den damals noch schneereichen Winterwochenenden gemeinsam unterwegs gewesen und haben Greifvogelhorste gesucht. Viel Spaß hat es uns immer gemacht.
Das Greifvogelprojekt hinderte Wolfgang aber nicht daran, sich in erster Linie um seine erklärten Schützlinge, die Eulen und Käuze zu kümmern. Unter seiner Anleitung wurden große Schleiereulenkisten und Steinkauzröhren selbst hergestellt und an Wochenenden in Scheunen und an Obstbäumen montiert. Der Montageort konnte noch so hoch sein, Wolfgang war schon oben und leitete von dort die Arbeiten. Seine nette, bescheidene und offene Art öffnete ihm die Türen zu vielen Bauernhöfen. Später arbeitete er besonders gern zusammen mit Reinhard Wohlgemuth, der auch dankbar war für die Hilfe beim Beringen von Turmfalken.
Als Vogelkundler bekam er auch vom Wasserwerk Westfalen die Erlaubnis, die bestgehütete Schutzzone 1 im Schwerter Ruhrtal zu betreten. Seitdem hat er, später auch mit Gerhard Kochs, die Wasservögel – und nicht nur die – auf und rund um den Stausee Hengsen gezählt. Als der damalige Koordinator Reinald Badalewski starb, übernahm Wolfgang auch diese Aufgabe noch.
Seine Heimatstadt hatte ihm da schon lange den Preis zum Schutz der Umwelt der Stadt Schwerte (1994) verliehen.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst der Deutschen Bahn gab es enttäuschte und dankbare Stimmen. Enttäuscht waren die Reisenden, die den „freundlichsten Bahnmitarbeiter“ und seine kenntnisreichen Auskünfte vermissten. Dankbar waren aber die AGON-Mitarbeiter, dass Wolfgang Pitzer nun auch noch die Leitung der AGON übernahm und unsere Belange weiterhin im Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde vertrat. Leider waren ihm zu diesen Aufgaben nur wenige Jahre vergönnt.
Mit Wolfgang verlieren wir nicht nur einen sehr engagierten Vogelkundler und -schützer mit vielseitigen Naturinteressen. Viel schwerer wiegt der Verlust eines Mannes, der nie aus der Ruhe zu bringen war, der stets freundlich und hilfsbereit auf alles reagierte, was an ihn herangetragen wurde und der uns im Laufe der Jahre immer mehr ein Freund geworden war.
In der Nähe des Gymnasiums Altlünen fand ich diesen ungewöhnlichen Neststandort der Elster.



Heute waren am Alten Ruhrgraben in Ergste/Westhofen reichlich Rotdrosseln unterwegs. Ca. 200 Ex. waren auf den Wiesen. Mit Thomas Sauer konnte ich sie ausgiebig beobachten. Zuvor hatten wir bei der Horstkontrolle am Ebberg einen Schwarzspecht gesehen.
Thomas Sauer meldete mir starken Rotdrosselzug und einen Storch auf dem Masten in den Röllingwiesen. Da wollte ich mal nach schauen. Leider war alles schon weg.
Aber am Stand huschte nachmittags ein Hermelin über den Weg. Hab ich ewig nicht gesehen.
Bei „3 Sekunden und er war weg“ konnte ich leider nur meine Bridge aus der Tasche reißen und abdrücken.
Da war nix mehr mit optimal Einstellen. Oder gar Zoomen. Aber die verwackelten Suchbilder reichen als Beleg.



Der Fund stammt vom 25.03.2020. Fundstelle am östlichen Lippeufer. Die hier vorhandenen Kopfweiden wurden offenbar kürzlich geschneitelt. Diese Äste waren wohl teilweise Nahrung des Bibers. Fraßspuren deutlich erkennbar. Etliche geschälte Zweige schwammen in Ufernähe (Viehtränke).



Auch heute flog wieder ein Weißstorch über unseren Garten Richtung Röllingwiese.
Auch er ging nicht, wie erhofft, runter. Bei der Kontrolle am Nachmittag fiel mir das verlassene Graugansnest auf.
Gestern saß die Gans noch drauf. Heute war das Nest zerrupft und die Eier zerstört.
Die Gans saß erst ca. 10 Tage. Auf dem Nest also keine Junge. Dachte eigentlich bei dem hohen Wasserstand kommen alle Bruten durch. Dem ist wohl nicht so.
Eine vorjährige, männliche Rohrweihe flog über die Wiesen. Es gingen ein paar Enten und Bekassinen hoch.
Am Abend scheuchte auch ein junger Jäger, der durchs Gebiet lief, ein paar Bekassinen hoch.


Heute konnte ich beim Kaffeetrinken auf dem Balkon gerade noch die beiden vorbeifliegenden Störche ablichten. Sie flogen Richtung Röllingwiese, unter ihnen sieht man die Bäume am Rand der Röllingwiese, ca. 470m. Bin schnell zum Stand, nachsehen. Waren aber nicht zu sehen. Sind Nähe Autobahn runter. Erzählte mir Fabian Vater. Allerdings konnten wir einen zerzausten Kranich sichten. Der wohl den Anschluss verloren hat.
Vielleicht ist es der aus den Kiebitzwiesen. Leider flog er schnell davon. Anbei ein schlechter Beleg-Bildausschnitt.
Martin Schultz meldete mir noch 4 Störche über der Ruhr, als er zum Stand kam. Er hatte auch das Glück, eine Wasserralle zu sehen. Nur Sekunden zeigte sie sich.
Ansonsten das Übliche.


Kamen-Methler Vogelbestände im eigenen Ökogarten: 1 Zilpzalp singt, 1,2 Goldammern, >6 Buchfinken, > 4 Heckenbraunellen, 1 Zaunkönig, 2 Rotkehlchen, 2,2 Amseln, 1 Singdrossel singt, 4 Stieglitze, 2 Grünfinken, 2 Gartenbaumläufer, 4 Ringeltauben, 1,2 Buntspechte, 4 Rabenkrähen, 2 Elstern, 2 Eichelhäher, 2 Schwanzmeisen, >4 Blaumeisen, > 6 Kohlmeisen, > 6 Haussperlinge, Am benachbarten Feldweg singt ein Bluthänfling, insgesamt 21 Arten. Es fehlen seit längerer Zeit Türkentaube, Feldsperling und Grünspecht.








Ein Spaziergang am 27.03.2020 am Alten Ruhrgraben wärmte das Thema Gülle wieder auf. Der Geruch ist ja noch das Geringste.
Die Abstände werden da wohl auch eingehalten. Aber die Auswirkungen sind seit Jahren, am Ruhrgraben Westl. A45 nicht zu übersehen. Ist aber wohl alles im erlaubten Rahmen.
Anbei zwei Bilder, vom gleichen Standort. Einmal nach links. Wo das Wasser noch klar ist. Die Düngung beginnt erst rechts vom Fotostandpunkt. Und einmal nach Rechts. Wo der Gülleeintrag auf dem Feld nebenan beginnt. Völlig überdüngtes totes Gewässer. Da ist kein Leben mehr möglich.


Heute konnten Martin Schultz und ich gleich 3 Rohrweihen beobachten. Auf dem schwachen Foto sieht man zwei. Sie drehten ein paar Runden, wobei sie ca. 13 Bekassinen und einige Pieper hoch scheuchten. Nach 15 Minuten flogen sie weiter, Richtung NW .
Zwei Jäger gingen während der Beobachtung am südlichen Ruhrufer entlang und schossen Richtung Ruhr und Röllingwiese.
Interessant dabei war. Die hiesigen Stockenten haben dazu gelernt. Die gingen nicht hoch. Nur die ortsfremden Krickenten, Reiherenten, Schnatterenten und Knäkenten, gingen schwarmweise hoch. Ein Jagdhund schwamm anschließend durch die Ruhr zur Röllingwiese. Suchte das nördliche Ufer und die Röllingwiesen nach Schussopfern ab. Fand aber wohl nichts. Irgendwann suchten die Jäger das Weite.

15.-20.03.2020: Kamen-Methler eigener Garten. Maximal folgende Arten: 4 Stieglitze, 1 Paar baut in Kiefer Nest und am 17.03. in Nachbarbäumen ein Schwarm von über 20 Ex. 4 Grünfinken, 4,2 Buchfinken, 4,2 Haussperlinge, 1.2 Goldammern, 2 Stare kontrollieren den neuen Nistkasten, 6 Kohlmeisen , 4 Blaumeisen. 3 Gartenbaumläufer. 1 Zaunkönig, 2 Rotkehlchen, 4 Heckenbraunellen, 2,2 Amseln, 1 Singdrossel singend, 1 Zilpzalp singend, 1 Graureiher überfliegend, 1 Sperber, 1 Turmfalke, 4 Rabenkrähen, 6 Elstern, 3 Eichelhäher, 6 Ringeltauben. Insgesamt 22 Arten besuchten den Ökogarten.









In den Röllingwiesen gibt es mal wieder 5 Knäkenten zu sehen. Auch 2 Tafelenten, 2 Löffelenten einige Pfeifenten, Reiherenten und Krickenten. Ein Höckerschwanenpaar verteidigt sein Gewässer. Mehrere Graugänse sitzen zupfend auf Riethaufen. Und vertreiben alle anderen aus dem Nahbereich. Manche schon länger an einer Stelle. Zwei Paare Schwarzkehlchen sind auch wieder im Revier. Zwergtaucher streiten sich. Komischerweise sind kaum Blässrallen-Streitereien zu beobachten. Wo sie doch die ersten Jahre hier die lautesten Platzhirsche waren.
Für Kiebitze sind die Röllingwiesen wohl nicht mehr geeignet. Alles mittlerweile zu hoch und zu verwachsen. Sie haben hier keine nötige Weitsicht mehr. Ein Paar kommt schon mal kurz zum Würmer suchen. Und ist schnell wieder weg. Es ist das Ergster Noveda-Paar. Nach dem Wurmverzehr fliegt es Richtung Noveda und balzt kräftig über dem Gebäude.
Es brütete ja bekanntlich schon öfters auf dem Flachdach.