Autor: admin

Werne: Kiebitzkartierung, 14.03.2020 (Peter Kaiser)

Bei einer ersten Überprüfung des Kartierungsgebietes Werne Ost am 14.3.20  wurde deutlich, dass schon einiges an Kiebitzen angekommen ist. Allerdings wurden die Zahlen des vergangenen Jahres noch nicht erreicht. Nur in der Schwarte Riet war ein einziger Vogel im Balzflug zu sehen. Daraus folgere ich, dass noch einige Nachzügler kommen werden, denn einige alte Brutplätze sind noch frei.
Ich hoffe, dass die Kiebitz-Kartierung nicht dem Coronavirus zum Opfer fällt. Im Zweifelsfall sollten die Ergebnisse auch über das Internet eingegeben werden können, damit wir die Daten festhalten können. Kartierungen können im Notfall auch durch Einzelpersonen durchgeführt werden.

Werne: Rieselfelder, 12.03.2020 (A. Steinweg)

Naturschutzgebiet Rieselfelder, 12.03.20:  Auf den überschwemmten Wiesen neben den üblichen Grau- und Kanada- und Nilgänsen auch 4 Rostgänse, ein Trupp von ca. 20 Blässgänsen, 4 Löffelenten (m), ein Trupp von ca. 30 Lachmöwen, mehrere Trupps von Staren (zusammen ca. 100) und einige versprengte Wiesenpieper und Bachstelzen. Am Vortag entlang der Lippe ein Trupp von ca. 50 Rotdrosseln.

Schwerte: Röllingwiese, 07.03.2020 (Hans-Joachim Göbel, Julian Oset)

Am 07.03.2020 war in den Röllingwiesen eine hiesige Besonderheit: Gleich 2 Nonnengänse spazierten, weit draußen, am Ruhrufer entlang. Die Digiskopie, 350m, ist vom Guckerfreund Julian Oset.

Eine Nilgans versuchte sich, überm Stand, den Elsternhorst passend zu machen.

Am Stand und am Wegesrand waren einige Rotdrosseln zu sehen. Leider ließen sie Nähe nicht zu. Somit ein schwaches Belegbild in typischer Position. Auf der Südseite der Ruhr gingen einige Kiebitze runter. Aber immer nur kurz. Freilaufende Hunde lassen dort kaum Platz für andere Tierarten. Bei unserer Abendrunde liefen uns die dreisten Kanadagänse übern Weg. Das alte Haubentaucher- Revierpaar (am Schwarzen Weg) ist auch wieder zu beobachten.

Weißwangengans
Nonnengänse an der Ruhr, Röllingwiese Schwerte, 07.03.2020 Belegfoto: Julian Oset
Nilgans
Nilgans auf bzw. über Elsternnest, Röllingwiese Schwerte, 07.03.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel
Rotdrossel
Rotdrossel, Röllingwiese Schwerte, 07.03.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel
Kanadagans
Freche Kanadagänse in Schwerte, 07.03.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel

Lünen: Heidelerche, 01.03.2020 (Volker Heimel)

Am 01.03.2020 singt wie erwartet die Heidelerche wieder auf der Halde Victoria I/II, RAG-Fläche im gleichen Revier wie letztes Jahr. Am Vortag ebenfalls eine singende Heidelerche auf der ehemaligen Sinteranlage der Dortmunder Westfalenhütte. Bisher kein rufender Mittelspecht Bürgerpark Schwansbell.

Heidelerche
Singende Heidelerche in Lünen, 01.03.2020 Belegfoto: Volker Heimel
Heidelerche
Heidelerche in Lünen, 01.03.2020 Belegfoto: Volker Heimel
Heidelerche
Heidelerche in Lünen, 01.03.2020 Belegfoto: Volker Heimel

Schwerte: Meldung Röllingwiese, 28.02.2020 (Hans-Joachim Göbel)

Am 28.02.2020 konnte ich in den Röllingwiesen eine unglaubliche Beobachtung machen. In 50 Guckerjahren habe ich so etwas noch nicht gesehen. Aber von Anfang an :

Nach langer Zeit konnte ich mal wieder zum Stand. Außer dem täglichen Einerlei sah ich auch einen alten Bekannten. Einen Mäusebussard, den ich gerne als Mutanten beschreibe. Über ihn berichtete ich hier auch schon mal, dass er sich eine Bläßralle geschnappt hat und sie auf einem Zaunpfosten rupfte.

Auch eine dösende Stockente  attackierte er. Ließ gleich wieder los. Und wartete anschließend, 2m weit weg auf einem Ansitz, was passiert. Die Stockente war total verwirrt und benahm sich auch so, als wäre sie schwer verletzt.

Auch an Krickenten im Uferbereich versuchte er sich.“Wohlgemerkt …, ein Bussard!“

Aber am 28.02.2020 setzte er seinem Jagdverhalten die Krone auf.  

Er kreiste hoch über den Ruhrwiesen. Mit Beute in den Krallen. Erst beim genaueren Hinschauen sah ich, das ist keine Wühlmaus. Eine Wühlmaus kann nicht mit Flügeln schlagen. Ich tippte auf eine erschöpfte Lerche. Kurzer Schwanz usw. Die zogen gestern hier durch. Einen Star erwischt er nicht. Der Bussard segelte mit schwerfälligem Flug in Richtung eines bekannten Horstbaumes. Von dort kam ein zweiter Bussard sehr nahe zu ihm geflogen. Ohne Aggression. Vor lauter Schreck vergaß ich das Fotografieren. Daher Entschuldigung. Aber ein schwacher Beleg ist besser als keiner. Ca. 300m mit 400mm Brennweite.

Auf einem Foto kann man die Beine und den Kopf der Beute erkennen. Hier sieht der Bussard eher aus wie ein Habicht. Ist aber keiner. Das zweite eben so schwache Bild zeigt den gleichen Vogel. Da sieht man auch seinen Umriss als Bussard besser.

Im Übrigen sah ich den Vogel viel näher und deutlicher als  dargestellt. Konnte ihn eindeutig bestimmen. Die Beute war bräunlich mit kurzem Schwanz. Sorry, war als alter Gucker zu begeistert von der Beobachtung.

Mäusebussard
Mäusebussard mit Beute, Röllingwiese Schwerte, 28.02.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel
Mäusebussard
Mäusebussard mit Lerche, Röllingwiese Schwerte, 28.02.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel

Schwerte: Kranich-Rast, 26.02.2020 (Hans-Joachim Göbel, Thomas Sauer)

Bei dem schlechten Wetter, hielten sich am 26.02.2020 bis nachmittags  14 Uhr. ca. 180 Kraniche in den Ergster Ruhrwiesen auf. Thomas Sauer gab mir den Tipp. Konnte sie noch schönbeobachten.

Gegen 14 Uhr kamen dann grellrot  gekleidete Spaziergänger.  Das war dann doch zu viel für die scheuen Vögel. Sie verschwanden ganz niedrig Richtung NO.

Kraniche
Kraniche im Ergster Ruhrtal, 26.02.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel
Kraniche
Kraniche im Ergster Ruhrtal, 26.02.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel
Kraniche
Und Abflug – Kraniche im Ergster Ruhrtal, 26.02.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel

Dortmund: Dortmunder Vogelwelt – Alles über die Vögel Dortmunds in einem Buch (Erich Kretzschmar)

Nicht nur 448 Seiten stark – Art für Art eine allumfassende und wirklich lesenswerte Zusammenstellung der Avifauna unserer Nachbarstadt

Es ist geschafft: zweieinhalb Jahre nach dem Start des Buchprojektes Dortmunder Vogelwelt liegt jetzt das Ergebnis vor: 321 nachgewiesene Vogelarten – vorgestellt in Text und Bild. Wissenswertes aus 100 Jahren zu Vorkommen, Verbreitung und Lebensräumen von Vögeln im Dortmunder Stadtgebiet. Dazu Beschreibungen von 22 spannenden Vogelbeobachtungsgebieten mit Hinweisen zu Erreichbarkeit und Vorschlägen zu Wanderrouten.

Für das Buch sind alle verfügbaren Informationen über die Vogelwelt Dortmunds der letzten rund 100 Jahre ausgewertet worden, von den ersten Veröffentlichungen um 1920 und der ersten Vogelliste 1934 über die Datensammlung der OAG Emscher-Lippe-Ruhr aus den 1950er und 1960er Jahren bis hin zu den aktuellen Beobachtungen bei ornitho.de. Allein dort finden sich aktuell fast 400.000 Einträge für unser Stadtgebiet. Insgesamt wurden schätzungsweise fast eine Million Meldungen gesichtet und analysiert, darunter die Tagebücher der verstorbenen Reinhold Neugebauer und Helmut Bunkus, die beide seit den 1960er Jahren über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren ihre Beobachtungen akribisch notiert haben. Damit werden nicht nur die Angaben des 2003 erschienenen und längst vergriffenen „Dortmunder Brutvogelatlas“ aktualisiert, sondern auch Durchzügler, Wintergäste und Seltenheiten beschrieben, fast immer ergänzt mit Fotos von Dortmunder NaturfotografInnen. Die Darstellung der einzelnen Arten mit ihrem Vorkommen, der Brut- und jahreszeitlichen Verbreitung, ihrer Bestandsentwicklung, Gefährdung und ihrem Schutz werden illustriert durch zahlreiche Verbreitungskarten und Durchzugsdiagramme. Damit wird das Buch zur Fundgrube für alle VogelfreundInnen, von GelegenheitsbeobachterInnen am Futterhaus im Garten über Birder bis zu hauptamtlichen NaturschützerInnen.

Hauptautoren sind Erich Kretzschmar und Benjamin Hamann-Tauber, unter der Mitarbeit von Guido Bennen, Dagmar Uttich, Robin Kretzschmar und Reinhold Neugebauer† und mit Beiträgen von Ralf Bergmann, Heinrich Blana, Bernd Gregarek, Günter Hennemann, Jan Hohmann, Peter Klausmeier, Wolfhard Koth-Hohmann, Peter Krech, Rolf Ohde, Dorothee Scharping-Hammad und Anna Stambulachis. Mehr als 30 FotografInnen lieferten ihre besten Bilder, von denen die meisten in Dortmund aufgenommen wurden.

Eine Besonderheit ist ein Kapitel mit Gebietsbeschreibungen, in dem 22 interessante Vogelbeobachtungsgebiete in Wort, Bild und Karte vorgestellt werden. Vom Groppenbruch im Norden bis zum Ruhrlauf im Süden und vom Dellwiger Bachtal im Westen bis zum Pleckenbrinksee im Osten wird das Stadtgebiet abgedeckt. Für jedes Gebiet werden die wichtigsten Lebensräume und die interessantesten Vogelarten beschrieben. Eine auch in einer Karte dargestellte Wanderroute führt die BesucherInnen zu den besten Beobachtungspunkten im Gebiet.

Das Buch umfasst stolze 448 Seiten, kostet 24,90 € und ist beim NABU Dortmund und in vielen Dortmunder Buchhandlungen erhältlich.

Kreis Borken: Aufruf zur Mitarbeit bei der gemeinschaftlichen Kiebitzerfassung im Kreis Borken am Samstag, 28. März 2020 (NWO)


Die NWO unterstützt die Biologische Station Zwillbrock bei der Erfassung des
kreisweiten Kiebitzbestandes – in Zusammenarbeit mit der NABU-Naturschutzstation
Münsterland und dem Dachverband der Biologischen Stationen.
Wir bitten um eine rege Teilnahme bei der synchronen Zählung im Kreis
Borken am Samstag, den 28. März 2020.
Ziel ist ein Lückenschluss für die landesweite Erfassung der stark gefährdeten
Agrarvogelart.
Hierzu möchten wir Sie/Euch herzlich einladen und bitten um
Ihre/Eure Mitarbeit!
Diese Erstbesiedlungserfassung des Kiebitzes im gesamten Kreisgebiet findet
mittels der Android Smartphone-App NestFinder der NABU-Naturschutzstation
Münsterland statt. Die App bietet, neben der flächenscharfen Erfassung,
Koordinierungsmöglichkeiten mit Zuweisung von Minutenfeldern an
teilnehmende Personen sowie eine Synchronisierung während der Erfassung
und zeitnahe Darstellung der Ergebnisse. Die anschließende zeitaufwendige
Auswertung und Digitalisierung von handschriftlichen Karten entfällt somit.
Nach der Anmeldung bei der Biologischen Station Zwillbrock und der
Registrierung für die App wird jedem Kartierteam ein Kartiergebiet zugewiesen.
Anfang März erhalten alle registrierten Nutzer eine Anleitung für die Nutzung
der App NestFinder.

Registrierte Kartierteams können mit der Erfassung am Samstag direkt an ihren
zugewiesenen Minutenfeldern beginnen, eine festgelegte Startzeit oder einen
gemeinschaftlichen Treffpunkt gibt es nicht. Jedoch sollte die Erfassung um
spätestens 17 Uhr beendet sein, wir bitten entsprechend früh zu beginnen.
Am Erfassungstag werden alle potentiell geeigneten Kiebitzflächen aufgesucht
und auf Kiebitzvorkommen überprüft. Wichtig ist die Kontrolle aller Flächen des
zugewiesenen Kartiergebietes durch flächenscharfe Zählung der Individuen,
nach Möglichkeit auf Geschlecht bestimmt, pro Bewirtschaftungseinheit.
Die Kartierung sollte vom Weg aus vorgenommen werden.
Nach der Erfassung möchten wir uns ab 17 Uhr bei einem geselligen
Abschluss der Aktion mit Moorschnuckenwurst, Salat und Erfrischungen in
der Biologischen Station (Zwillbrock 10, 48691Vreden) bei Ihnen/Euch für die
Unterstützung bedanken.
Für die Teilnahme ist eine Rückmeldung per E-Mail an
„kiebitz@bszwillbrock.de“ bis zum 29. Februar 2020 erforderlich.
Notwendige Informationen zur Anmeldung:
– Wie viel Stunden kann ich ca. mitmachen (optimal wären 6 Stunden)?
Bei weniger Stunden: welches Zeitfenster wäre mir am liebsten
(vormittags/nachmittags)?
– Umfang des Kartierteams (Einzelperson oder mehrere Personen)? Sind
ggf. weitere Personen zur Bildung eines Kartierteam gesucht? Ist das
Kartierteam mobil? Bringe ich ein Handy mit NestFinder-App mit?
– Anreiserichtung/Startpunkt (für die Zuweisung der Minutenfelder: von
wo starte ich bzw. wo starte ich im Kreis Borken)
– Mobilnummer (für Absprachen)
– E-Mailadresse, die für die Registrierung bei NestFinder genutzt wurde
(für die Zuweisung der Minutenfelder notwendig)
– Voraussichtliche Teilnahme am Grillabend an der Biologischen Station
Zwillbrock
– Zustimmung, dass Ihre Kontaktdaten an andere Teilnehmer zur
Absprache weitergegeben werden dürfen
Weiterhin ist eine Registrierung der teilnehmenden Kartierteams für die App
NestFinder notwendig unter: https://nestfinder.nabu-station.de/
(App im Googel Play Store unter „Nestfinder“)
Kontakt: Bio-Station Zwillbrock e.V., Jessica Focke – Tel.: 02564 / 986017
oder Siobhan Loftus – Tel.: 02564 / 986025 – E-Mail: kiebitz@bszwillbrock.de
NWO-Geschäftsstelle, Leydelstr. 26, 47802 Krefeld, Tel. 02151/569459, huisman-fiegen@nw-ornithologen.de

Schwerte: Waschbär, 13.02.2020 (Hans-Joachim Göbel, Thomas Sauer)

In Schwerte machen sich die Waschbären breit. Dies ist meine dritte Sichtung. An unterschiedlichen Stellen. Zwei in Wandhofen und dieser am 12.02.2020 in Geiseke.

Er saß, 10m hoch (ohne Wetterschutz) in einer Astgabel . Trotz lautem Hundegebell und zwei Hagelschauern rührte er sich kaum. Eine „Gesichtsaufnahme“ ließ er nicht zu. Bis im Dunkeln stand ich mit Thomas Sauer auf dem Wanderweg vor Ort, um ein Portraitfoto zu machen. Ein erneuter Hagelschauer verscheuchte uns schließlich.

Heute Morgen am 13.02.2020 war er weg.

Waschbär
Waschbär in Schwerte-Geisecke, 12.02.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel