Anlässlich eines abendlichen Besuchs der Kiebitzwiese konnte ich 2 Bruchwasserläufer und einen Flußuferläufer beobachten.



Anlässlich eines abendlichen Besuchs der Kiebitzwiese konnte ich 2 Bruchwasserläufer und einen Flußuferläufer beobachten.



Meine heutige „Schmetterlingsexkursion“ zum ehemaligen Truppenübungsplatz bei Apricke war sehr ernüchternd. Meine Erwartungen wurden definitiv nicht erfüllt. Lediglich wohl einige Hundert Distelfalter schraubten die Statistik hoch. Ansonsten auf den ausgedörrten Wiesen nur wenige Bläulinge, einzelne Weißlinge, einige Große Ochsenaugen, wenige Kleine Waldvögelchen, 1 Feuerfalter, 2 Dickkopffalter und 1 Kleiner Fuchs sowie 1 Kaisermantel standen ansonsten noch auf meiner Artenliste. Auch in der Vogelwelt wird es langsam ruhiger. Hier seien nur 13 Neuntöter (6 Männchen und 7 weibchenfarbige (hier mind. 2 Juv.)), etwa 100 – 150 Distelfinken in einem großen Trupp sowie noch 3 singende Feldlerchen erwähnenswert.








Heute waren wir eher auf Schmetterlingsexkursion und haben es im Bereich der Biostation Unna in Bergkamen versucht. Sie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht.










Im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) heute unter anderem 122 Lachmöwen, 37 Kanadagänse, 6 Nilgänse, 5 Graureiher, 7 Reiherenten, 1 Eisvogel, 1 Waldwasserläufer. Ein besonderes Highlight im Gelände war allerdings ein Schmetterling – für mich persönlicher Erstnachweis im Kr. UN: ein Resedafalter. Nach H.-J. Weigt („Schmetterlinge im Kreis Unna“) kam diese wärmeliebende Art im Kreis Unna nie vor und wurde erstmals 2008 als neue Art auf der Halde in Bergkamen beobachtet. In NRW gilt er generell als selten. Auf der blütenreichen Wiese im Gelände außerdem inzwischen recht viele frische Distelfalter – offenbar Nachkommen der Invasionsfalter aus dem Juni.
Ein weiteres „Schmetterlingshighlight“ tauchte gestern südlich Frdbg.-Ostbüren auf: ein weiblicher Postillon (oder Wandergelbling). Möglicherweise bahnt sich hier nach dem Distelfaltereinflug eine weitere (kleine?) Invasion an. Postillone tauchen immer wieder mal als wanderfreudige Falter bei uns auf. Gestern Abend außerdem nahe Hemmerde die 3 diesj. Wiesenweihen aus der UN-Brut in bester Laune bei ausdauernden Flugspielen.







Gestern und heute in unserem Garten: u.a. mehrere Distelfalter, ein Taubenschwänzchen, ein Grünader-Weißling und eine (von vielen) Kohlmeise.
Dazu vom Aussichtshügel Kiebitzwiese: Jagdfasanhenne mit drei Küken, ein Graureiher und der (untergetauchte) Kranich.

Distelfalter an Sommerflieder (Foto: C. Rethschulte)






Am Tibaum ein Weibchen der Großen Heidelibelle (Sympetrum striolatum). Die Beine sind gelblich gestreift und der schwarze Augenstrich verläuft nur über den Augen und nicht seitlich an den Augen entlang (det. E. u. W. Postler).
Am gleichen Ort noch ein Admiral.



Gestern am Sesekeweg: 1 Neuntöter, 1 Grauschnäpperfamilie mit 3 Jungvögeln, 1 Familie Jagdfasanen mit >5 Jungvögeln, 2 Sumpfrohrsänger und 1 junges Reh.
Im HRB der Seseke waren heute 5 Kiebitze, davon drei Jungvögel zu sehen. Die Höckerschwan-Familie konnte ich im Wehr entdecken, möglicherweise weil dort noch genug Wasser ist. Das Staubecken im nördlichen Teil des Gebietes ist bereits ausgetrocknet, der südliche Teil steht kurz davor. Dann müssen die Schwäne in die Seseke, die aber auch schon sehr knapp Wasser führt. Von den ursprünglich vier geschlüpften Küken sind nur noch zwei bei den Alttieren. Meiner Meinung nach ist der Entwicklungszustand der Jungen nicht gut.








Fast zeitgleich mit dem Erscheinen des Artikels „Auf der Durchreise“ im NABU-Naturschutzheft Sommer 2019 tauchen in unserem Garten in Kamen (Sa.,27.07.2019, ca.14.00 Uhr) zwei Distelfalter (Vanessa cardui) auf (hier auf einer Phlox-Pflanze).
Im Übrigen habe ich am 27.07.2019 auch Distefalter auf einer Buddleja an der Ökostation in Bergkamen-Heil gesehen.




Am Pleckenbrinksee lediglich: 1 Bruchwasserläufer und 1 Waldwasserläufer.
Am Geiseckesee im Anschluss: 3 Bruchwasserläufer, 1 Flussuferläufer, 1-2 Rotmilane, 1 hier mehrfach jagender Wanderfalke, 2 Wespenbussarde, 1 Eisvogel, 1 Gebirgsstelze und 3 Kiebitze.
An den Filterbecken bei Altendorf noch erwähnenswert: >16 Bachstelzen, 1 Eisvogel, eine vierköpfige Familie Distelfinken und 1 Grauschnäpper.
Als Nachtrag vom 21.07.2019 noch eine beringte (nicht ablesbar) männliche Wiesenweihe bei Hemmerde. Hier auch ein nah am Weg jagender Turmfalke.





Nach Anrufen aus einem Wohngebiet nahe dem Cappenberger See wurden dort zwei junge Mauersegler abgeholt, die als Nestgeschwister wegen der übergroßen sommerlichen Hitze vorzeitig die Flucht aus ihrem Brutraum unter einem Dach angetreten hatten. Die beiden wurden einer auf die Aufzucht solcher Mauersegler spezialisierten Person überbracht. Seltsamerweise höre ich in solchen Fällen immer wieder, dass die Anrufer einfach mal gegoogelt und mich so gleich gefunden haben. Wo mich entsprechende Anrufe aus fast ganz Deutschland erreichen kommt es mir manchmal so vor, als gäbe es nur wenige „Ornis“, die sich entsprechend als hilfsbereit erweisen. Für mich ist es immer wieder eine willkommene Gelegenheit, Leute an die Hand zu nehmen und ihnen über die Hemmschwelle hinwegzuhelfen, sich intensiver um die heimische Vogelwelt zu kümmern.

Eine freudige Überraschung waren abends zwei Pärchen Rebhühner im Abstand von nur knapp 50 Metern auf einer Heuwiese am Stadtrand von Selm nahe der Funne, wo neulich bereits ein rufendes Männchen festgestellt werden konnte. Auch wenn beide Paare keine Jungen führten so ist zumindest der Nachweis erbracht, dass diese Art auf Selmer Gebiet noch vorkommt (auch wenn durch fehlende Beobachtungen zwei Jahre lang vermutet werden mußte, es gäbe hier keine Rebhühner mehr). Die weitere Entdeckung des Abends war ein ansitzender Steinkauz. Außerdem gab eine Bäuerin den Hinweis darauf, dass die Schleiereule dieses Jahr auf ihrem Hof ebenfalls erfolgreich gebrütet hätte.

Heute Vormittag konnte ich ca. 10 Minuten lang eine weibliche, beringte Wiesenweihe über den Hemmerder Wiesen beobachten.



Während der Klimawandel inzwischen nicht mehr nur als „einmaliges, extremes Wetterphänomen“ abzutun ist, fragt man sich bei Flora und Fauna immer wieder, wer die „Verlierer“ und welche Arten möglicherweise sogar „Gewinner“ sind. In der Vogelwelt ist es bei der extremen Hitze sehr still geworden. Viele Arten haben sichtbare Probleme mit den Temperaturen und sind mit offenen Schnäbeln –intensiv hechelnd – unterwegs. Sogar die Insekten verschwinden in der Mittagshitze und sind eher in den Morgenstunden anzutreffen. Südlich Frdbg.-Ostbüren bietet sich dieser Tage ein besonderes Schauspiel aus der Schmetterlingswelt: bis zu 17 (heute Morgen) Schwalbenschwänze treffen sich auf der Haarhöhe über einem Möhrenfeld. Vermutlich sind es sowohl die Möhren als Futterpflanze für die Raupen als auch der erhöhte Punkt in der Landschaft („Hilltopping“ zum Zwecke der Partnerfindung), der die Falter von weither anlockt. Auf einer sonnenexponierten Südhang-Obstwiese unter anderem auch mehrere „Goldene Achten“, zahlreiche Hauhechelbläuling, Große Ochsenaugen, einzelne Distelfalter, Tagpfauenaugen, Admirale, viele Heuschrecken. Ebenda auch eine Neuntöterfamilie mit mindestens 3 flüggen Jungvögeln.
In den Hemmerder Wiesen ebenfalls ein Schwalbenschwanz an Kleeblüten (gestern), 1 Landkärtchen (gestern), 42 rastende Kiebitze, 1 Silberreiher, 8-13 Graureiher, 3 Weißstörche (2x juv.), 2 Neuntöter, sowie gestern und vorgestern je eine adulte, weibliche Rohrweihe.
Gestern und vorgestern scheinen uns die meisten Mauersegler verlassen zu haben (Brutvögel mit flüggen Jungvögeln), nachdem die „Nichtbrüter“, die gewöhnlich 40-60 % ausmachen, schon am Ende der zweiten Juliwoche abgezogen sind.














Erste Brut von Weißstörchen im Ruhrtal erfolgreich! Zumindest zum Teil! Denn, wie von mir bereits befürchtet, hat es leider der jüngere der beiden Jungstörche es nicht geschafft. Schon heute bei Sonnenaufgang konnte ich nur den kräftigeren, älteren Jungstorch auf dem Horst entdecken. Vom Jüngeren keine Spur im Nest. Wahrscheinlich lag er da schon tot auf dem Boden des Nestes. Am Mittag dann die traurige Gewissheit. Während die beiden Elternstörche und der flügge Jungstorch an einer Wasserfläche die Nahrungsaufnahme „trainierten“, war der Horst sichtbar nicht mehr „belebt“. Möglicherweise ist der jüngere und schwächere Storch gestern bei der Rekordhitze dem Hitzetod erlegen. Am heutigen Nachmittag konnte ich dann nur noch den flüggen Jungstorch beobachten. Außerdem am Aussichtshügel 2 Bruchwasserläufer, 2 Waldwasserläufer, 2 Flussuferläufer, 1 Kranich und 7 Rostgänse.
Im Hammer Wasserwerk 1 Flussuferläufer, mind. 6 Kiebitze sowie 6 Rostgänse.






Heute, am bisher heißigstem Tag des Jahres um die 40°C, konnte ich in den frühen Morgenstunden am Aussichtshügel der Kiebitzwiese ua. 1 Bruchwasserläufer, 2 Waldwasserläufer, 1 Kiebitz, 2 junge Weißstörche auf ihrem Horst, 1 Kranich, 8 Graureiher sowie 7 Rostgänse beobachten.
Anschließend konnte ich bei meinem Kurzbesuch des Hammer Wasserwerkes 3 Flussuferläufer, 8 Kiebitze, 1 Silberreiher, 6 Graureiher, 1 Eisvogel sowie 2 Gebirgsstelzen notieren.

