















Heute beginne ich meinen Bericht mit meiner letzten Beobachtung. Ich war quasi schon auf dem Heimweg und hatte sowohl das Fernglas als auch die Kamera ins Auto gelegt, als ein Weißstorch niedrig über die Wernher-von-Siemens-Straße flog. Ein Blick zum Storchenmast zeigte, dass nur noch zwei Jungstörche auf dem Nest standen. Schnell griff ich die Kamera und konnte einige Fotos des vielleicht ersten Fluges der Jungstörche dokumentieren. Das Nesthäkchen traute sich noch nicht, trainierte aber eifrig!
Darüber hinaus notierte ich folgende Beobachtungen: 2 Kanadagänse, 4 überfliegende Graugänse, 1 überfliegende Nilgans, ca. 25 Stockenten, davon 2 Pulli, 1 Silberreiher, >1 Graureiher, insgesamt 8 Weißstörche (1 ad., 3 1.Kj auf dem Mast) und (2 ad. 2 Pulli auf dem Ansitz), 4 z.T. miteinander kreisende Schwarzmilane, 1 Mäusebussard, 1 anhalten rufende Wasserralle unterhalb des Aussichtshügels, 2 Waldwasserläufer, 1 Eisvogel, 1 Grün- und ein Buntspecht, >3 Neuntöter, 1 Zilpzalp, 1 Gartengrasmücke, >3 Dorngrasmücken, 1 Zaunkönig, >50 Stare, >3 Amseln, 1 juv. Schwarzkehlchen (Dank an G. Zosel für die Bestimmungshilfe) 1 Heckenbraunelle, >5 Bachstelzen, davon >2 juv., >2 Goldammern und bei den Rohrammern habe ich den Überblick verloren, sicher mindestens 3, wahrscheinlich mehr!











von Janine Teuppenhayn
Informationen zu der von H. Peitsch im Hochrückhaltebecken in Bönen gesichteten Rostgans-Großfamilie mit 12 Jungen (vergl. seine Meldung vom 17.7.)
Durch Zufall weiß ich, wo dieses Rostganspaar vermutlich gebrütet hat. Sie brüten jedes Jahr auf dem Gräftenteich des Hauses Gut Böing in Kamen-Heeren gegenüber vom Segelflugplatz, Luftlinie nicht weit vom HRB entfernt.
Am 17. März diesen Jahres hatten mein Mann und ich ein Rostganspaar im HRB fotografiert und noch am selben Tag meldete mir Frau Kammer-Herbert aus Heeren, dass „ihre“ Rostgänse erstmals in dem Jahr wieder das „Entenhaus“ im Gräftenteich inspiziert und okkupiert hätten.
Am 4./5. Mai diesen Jahres sind dann 13 Küken geschlüpft, die nach ca. 7 Wochen den Gräftenteich verlassen haben. In der ersten Zeit nach dem Flüggewerden haben die Jungen immer noch einmal einen Ausflug zur Gräfte gemacht, sind nun aber ganz verschwunden.
Weiterhin wurde mir berichtet, dass sich die Rostgänse dort sehr dominant verhalten und andere Wasservögel kaum neben sich dulden. Die Stockente hat seitdem nicht mehr in der Gräfte gebrütet, nur Bläss- und Teichralle, die jedoch stets in der Deckung bleiben. Selbst gegen die Eignerfamilie werden beim Gehen durch ihren Garten harte Attacken geflogen. Immerhin haben die Rostganseltern es auf diese Weise geschafft , 12 von den ursprünglich 13 Jungen erfolgreich großzuziehen.
Am Vormittag hielten sich vor dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese u.a. zwei (übersommernde) Silberreiher, zwei Flussuferläufer und ein Waldwasserläufer auf. Die beiden Altstörche des Mastpaares standen auf der oberen Traverse eines der dortigen Strommasten und klapperten wiederholt, als wollten sie ihre drei fast flüggen Jungstörche zum Fliegen animieren. Erfreulich war die Beobachtung eines Grauschnäppers auf einem Gartenzaun am NW-Rand des Hemmerder Schelk‘s. Sollte es sich um einen Brutvogel handeln, wäre dies ein schöner weiterer Nachweis des in diesem Jahr offenbar eher geringen Grauschnäpper-Brutvorkommens.

















Heute (18.7.23) Mittag, ca. 13:30 Uhr ein minutenlang kreisender Wespenbussard über Holzwickede-Ost (Natorp). Schraubte sich langsam höher und strich dann Richtung Billmerich ab. Da beim „Pöhlen“ mit dem Enkel beobachtet, war keine Kamera zur Hand. Für eine Geschlechtsbestimmung flog der Vogel zu hoch.
Am 12.07.2023 auf der Bergehalde Großes Holz auf dem Weg nach oben, von der Heiler Westseite aus, eine Weiße Achatschnecke.
Hatte sich vielleicht ein Mensch eine „achatina-fulica-White-Jade“ im Zoogeschäft gekauft, die dann zu groß geworden war? Afrikanische Achatschnecken kosten im Handel ca. 25 €. Ich vermute, daher stammt auch (nach seinem Leben in einem Terrarium) das fotografierte Tier. Es kann sein, dass das Tier aufgeschreckt worden war, da zu der Zeit dort (praktisch in der unmittelbaren Nachbarschaft des Tieres am westlichen direkten Aufgang nach oben) drei Gärtner mit Mähen beschäftigt waren.










Heute bemerkte ich im HRB der Seseke, dass eine der beiden dort befindlichen Steinkauzröhren wohl vom „Winde verweht“ worden ist. Leider ist es die belegte Röhre die nicht mehr zu sehen ist, sie liegt wahrscheinlich im hohen Gras versteckt.
Ansonsten alles recht ruhig im Becken, vielleicht erwähnenswert ist eine einfliegende Rostgansfamilie mit 12 fast erwachsenen Jungtieren.
An der Kleystr. 2 Rotmilane und 3 Mäusebussarde an einem frisch beackerten Feld.
Im Kleykamp eine Neuntöterfamilie mit >3 Jungvögeln in den Büschen verteilt und eine Goldammer.





Heute Vormittag hörte ich an einem Feldweg südlich des Hofmarktes Kuckhoff eine rufende Wachtel. Kurze Zeit später passierte ein Traktor diesen Feldweg und ich beobachtete, wie 2 Wachteln direkt vor mir vom Feldweg in das Weizenfeld flogen.
Am späten Nachmittag bemerkte ich auf einem Feldweg ca. 50 Meter südlich der B1 zunächst 2 Rebhühner. Indem ich mich ihnen näherte, flogen zudem mehr als 10 weitere Rebhühner in Richtung Dreihausen.

Rebhühner auf einem Feldweg ca. 50 Meter südlich der B1 am 17.07.2023 (Foto: Hartmut Brecher)

Ein Teil der Rebhuhnkette in Richtung Dreihausen fliegend (Foto: Hartmut Brecher)

Rebhuhn am Ortsrand von Unna-Hemmerde am 17.07.2023 (Foto: Hartmut Brecher)
Heute zeigte sich ein Wanderfalke über unserem Garten begleitet von einigen Mauerseglern. In mindestens zwei von vier Bruthöhlen am eigenen Haus werden noch Mauersegler-Junge versorgt.


Bei der vom DDA initiierten Sommer-Wasservogelzählung (heute bundesweit) gab es für mich in meinem Zählgebiet (Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede) vor allem ein Highlight: die meist vom Pech mangelnden Bruterfolges verfolgten Flussregenpfeifer hatten in einem weiteren Anlauf drei halb erwachsene Küken hervorgebracht. Das hier am 25.06. gemeldete Paar mit 4 noch sehr kleinen Küken (vgl. Meldung vom 25./26.06.2023) konnte zwischenzeitlich bei keiner weiteren Kontrolle wiedergefunden werden und hat vermutlich seinen Nachwuchs verloren. Das heute entdeckte Paar ist vom ersten Brutpaar ca. 700 m entfernt und außerdem diesseits der Ruhr, die das Gelände durchschneidet. Außerdem noch 3 weitere adulte Flussregenpfeifer vor Ort. Die vollständige Auflistung der Wasservogelzählung kann bei ornitho.de eingesehen werden.
Abends ein weiteres kleines Highlight: im schon mehrfach gemeldeten Grauschnäpperrevier auf dem Fröndenberger Golfplatz konnte ein fütternder Altvogel mit flüggem Jungvogel beobachtet werden. Ein weiteres Grauschnäpperrevier fand sich im Südwesten des Bausenhagener Schelks (ausdauernd warnender Altvogel).



Kamen Methler – Beobachtungen aus dem eigenen Garten: Wir haben im Garten einen gut tragenden Kirschbaum stehen, leider konnte nicht geerntet werden, da fast alle Kirschen wurmstichig waren. Das freute vor allem die Stare. Bis zu 30 Ex. ernteten die Kirschen, ebenso versuchten sich Kohl- und Blaumeisen, Amseln und Buchfinken. Es wurden folgende Arten notiert.: ca. 30 Stare mit Jungen, ca. 5 Amseln mit Jungen, 1 Buntspecht W mit 2 jungen, manchmal bis zu 15 Blaumeisen im Familienverband, ebenso alte und junge Kohlmeisen, 1 Klappergrasmücke, 1 Mönchsgrasmücke singend, ebenso 1 Singdrossel, 2 Grünfinken mit Jungen, Stieglitze singend im Birkenbaum, ebenso ein Zaunkönig und Rotkehlchen mit mindestens 2 Jungen. Ferner wurden notiert: 1 Heckenbraunelle, 5 Haussperlinge, 2 Hausrotschwänze, 2 Zilpzalpe, 1 Buchfink singend mit Jungvogel, nach langer Zeit mal wieder ein Gartenbaumläufer. 3 Arten Rabenvögel – 4 Rabenkrähen, 2 Elstern, Dohlen rufend auf und über Kartoffelfeld hinter Garten, 1 Fasanenhahn ruft dort, 4 Ringeltauben, Bruten erfolglos. 2 Hausrotschwänze an Heidestr. singend und 1 Bachstelze fütternd. Das Artenspektrum beinhaltete 23 Arten.















Heute kam es vormittags über dem Bausenhagener Schelk zu einer vielversprechenden Beobachtung eines Beute tragenden Wespenbussardmännchens. Da derzeit bei den grundsätzlich spät im Jahr brütenden Wespenbussarden noch relativ kleine Junge versorgt werden, kann ein Männchen, das Beute nicht selbst verzehrt, sondern sie weiträumig wegtransportiert, als nahezu 100 %iger Brutnachweis gewertet werden. In Verbindung mit der unweit vom heutigen Beobachtungsort gemachten Sichtung eines scheinbar wegziehenden Weibchens vor drei Tagen (vgl. Meldung vom 12.07.) werden beide Beobachtungen in Kombination miteinander besonders interessant – falls nämlich die beiden als Paar zusammengehören. Die Flugrouten beider Vögel ergeben übereinandergelegt in einer Art Kreuzpeilung ein relativ klar umrissenes Areal für einen möglichen Horstplatz.
Gestern über dem eigenen Garten zwei nach NW überhinfliegende Fichtenkreuzschnäbel.
Im NSG Kiebitzwiese gestern die bemerkenswerte Sommerbeobachtung eines Silberreihers.







In Lüdinghausen ein Austernfischerpaar mit Nachwuchs – gesichtet habe ich die Familie am Mageritenring in Lüdinghausen.