Autor: admin

Schwerte: Röllingwiese, 29.04.2019 (Beob.: Stefan Helmer, Thomas Sauer, Hans-Joachim Göbel, Meld.: Hans-Joachim Göbel)

In den Röllingwiesen ist  nicht viel los.  Der Wasserstand ist wieder normal. Der Limikolenzug fast abgeschlossen. 5 Flussregenpfeifer und eine Bekassine waren die letzten zwei Tage zu sehen. Dank Thomas Sauer und Stefan Helmer, mit ihren guten Ohren, konnten wir allerdings einen  rufenden Feldschwirl am gegenüberliegenden Ufer nachweisen. Meine Ohren machen da leider nicht mehr mit, circa 180 m Hördistanz. Wahnsinn!

Schwarzkehlchen und Rohrammern sind schon Alltag. Bei  den Insekten ist es aus meiner Sicht im Moment etwas widersprüchlich. Während wir auf 750 km Hollandtrip wieder nur 5 Fliegen am Auto hatten ist  in unserem Garten doch was los. Schmetterlinge. Und sogar ein Wildbienenvolk (Art ??) in einem Vogelkasten, der sonst von Meisen genutzt wurde.

Ein Meisenpärchen füttert seine Jungen ausschließlich von einem  Meisenknödel, der bei uns im Garten hängt.  10m hin und her fliegen sie. Keine Insekten oder Faulheit ?

Erfreulicherweise oder nur dem negativem Klimawandel zu verdanken, haben wir dieses Jahr, nach Jahren mal wieder, kleine Haussperling-Vorkommen in der näheren Umgebung. Sogar im Garten. Da waren noch nie welche.

Zum wechselndem Ruhrwasserstand: Nach 3 verlorenen Nestern durch das Aufstauen der Ruhr sitzen Haubentaucher und Co. an anderer Stelle erneut auf Eiern. Auch in den Röllingwiesen sind einige Gänse, Bläßrallen und Zwergtaucher erneut am Brüten.

Wilde Bienen
Wilde Bienen im Meisenkasten, Schwerte 22.04.2019 Foto: Hans-Joachim Göbel

Schwerte: Röllingwiese, 21.04.2019 (Hans-Joachim Göbel)

Am 21.04.2019 nachmittags konnten wir über unserem Garten mit Ilona und Benedikt Warnke 9 Weißstörche Richtung Süden fliegen sehen.

Ein anschließender Besuch am Stand der Röllingwiese bescherte uns einen idealen Limikolen-Wasserstand. So konnten wir 1 Flussregenpfeifer, 1 Wasserralle, 4 Grünschenkel, 3 Bruchwasserläufer ausmachen.  Schwarzkehlchen, Rohrammer. Einige Graugänse sitzen auch wieder auf Eiern.

Mal sehen was die nahe Zukunft bringt.

Wiederholt lagern mal wieder Jugendliche am Röllingwiesen–Waldrand. So ist kaum was in Ufernähe. Dank an die Waldarbeiter für ihre Rückegassen, die das Betreten erleichtern. Hatte hier früher schon mal meine Befürchtungen dazu geäußert.

Fröndenberg: Kraniche, 21.04.2019 (Brigitte und Burkhard Koll)

12:45 Uhr zieht ein kleiner Trupp von 20 Kranichen in großer Höhe über Fröndenberg-Ardey Richtung Nord-Ost. Über dem NSG Strickherdicker Bachtal kreist ein Roter Milan. Aurorafalter, Tagpfauenauge, Zitronenfalter und Kohlweissling taumeln durch den Garten, Spechtgehämmer und -rufe vermischen sich mit den Stimmen von Mönchsgrasmücke, Zilp Zalp, Buchfink, Kohlmeise, Heckenbraunelle, Amsel, Singdrossel, Heckenbraunelle, Ringeltaube, Elster, Dohle und Rabenkrähe. Diverse Fluginsekten summen zu ihren Blüten. (Um all dies zu bewahren, sollten wir mehr als nur freitags auf die Strassen gehen).

Schwerte: Nagelfleck, 14.04.2019 (Nicole Sieg)

Ein Bekannter hat mich auf die Beobachtung von Stefan Helmer und Brinja Kosel vom 14.04.2019 aufmerksam gemacht. Ich hatte am Sonntag gegen 14.30 Uhr das gleiche Glück – am gleichen Pferdeapfel.
Ich musste allerdings zu Hause erst einmal nachsehen, was ich da Hübsches beim Biken entdeckt habe und zum Glück ausweichen konnte.

Nagelfleck
Nagelfleck im Elsebachtal, Schwerte, 14.04.2019 Foto: Nicole Sieg
Nagelfleck
Nagelfleck im Elsebachtal, Schwerte, 14.04.2019 Foto: Nicole Sieg

Europa: Vogelzug durch Europa tagesaktuell im Euro Bird Portal verfolgen (NWOrni, Eckhard Möller)

Eckhard Möller weist über NWOrni auf die Veröffentlichung des DDA unter www.dda-web.de zum Europäischen Zugvogelportal hin:

EuroBirdPortal: Den Vogelzug durch Europa jetzt tagesaktuell verfolgen!

Wo bleiben unsere Mehlschwalben? Wurden schon Trauerschnäpper
beobachtet? Wann kann ich mit den ersten Mauerseglern rechnen? Antworten
auf diese Fragen sind ab sofort nur noch wenige Klicks entfernt. Über
das EuroBirdPortal (EBP) kann der Vogelzug quer durch Europa künftig
über einen LIVE-Viewer verfolgt werden, der heute im Rahmen der
Internationalen Fachtagung „BirdNumbers 2019“ der Öffentlichkeit
vorgestellt wurde.

Das EBP zeigt auf animierten Karten die Verbreitung von insgesamt 105
ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr. Bislang
ließen sich lediglich zurückliegende Jahre betrachten, nun wurde das
Portal technisch so weiterentwickelt, dass die Daten sogar tagesaktuell
aus den beteiligten Online-Portalen eingespeist werden – der Vogelzug
quer durch Europa lässt sich damit nahezu in Echtzeit verfolgen.
Aktuelle Phänomene und Einflüge können so direkt in einem größeren
Zusammenhang betrachtet werden – bereits einen Tag nach der Beobachtung.
Durch die Beteiligung von derzeit insgesamt 82 Organisationen aus 29
Ländern Europas werden täglich etwa 120.000 Vogelbeobachtungen vom
Nordkap bis zu den Kanarischen Inseln und von den Azoren bis zur
Osttürkei eingespeist (rund 45 Millionen Beobachtungen pro Jahr). In
Deutschland ist ornitho.de der Partner des EBP.

Der neue Live-Viewer ist jedoch nicht die einzige Neuigkeit des Portals.
Die animierten Karten sind mittlerweile in der BirdLife Data Zone
integriert, einer der größten kostenfrei zugänglichen Quellen für
Informationen zu Vögeln. Die BirdLife Data Zone bietet eine Vielzahl von
Informationen zu mehr als 10.000 Vogelarten, wobei der Schwerpunkt
insbesondere auf Schutz- und Verbreitungsaspekten liegt (Weitere
Informationen <https://life.eurobirdportal.org/news/The-animated-EBP-maps-available-in-the-BirdLife-Data-Zone-1552482548>).

Darüber hinaus werden die EBP-Daten immer häufiger auch gemeinsam mit
anderen Datenquellen ausgewertet. So wurden die Daten mit Ringfunden
verschnitten, um das ganzjährige Bewegungsmuster verschiedener
Vogelpopulationen darzustellen (Weitere Informationen
<https://life.eurobirdportal.org/news/Examining-spatiotemporal-patterns-of-bird-movements-using-EBP-observations-and-ringing-recoveries-1542030292>),
und durch die Kombination von EBP- und Radardaten europäischer
Wetterstationen lässt sich der Vogelzug künftig vielleicht sogar
artweise grob quantifizieren (Weitere Informationen
<https://life.eurobirdportal.org/news/How-many-birds-are-on-the-move–Towards-quantitative-species-specific-migration-models-1550138239>).

Werfen Sie am besten direkt mal einen Blick auf den neuen LIVE-Viewer
des EuroBirdPortals <https://www.eurobirdportal.org/ger/de/> und
verfolgen Sie z.B. die Ankunft der Mauersegler „live“. Sie werden
beeindruckt sein! „

Dortmund: Jahresbericht 2018, 12.04.2019 (NWOrni, Eckhard Möller)

Auf NWOrni informiert Eckhard Möller über den gerade erschienenen vorbildlichen Jahresbericht unserer Dortmunder Nachbarn:

In den letzten Tagen ist der brandneue vom NABU Dortmund herausgegebene
„Ornithologische Jahresbericht für Dortmund 2018“ veröffentlicht worden,
zusammengestellt von Erich Kretzschmar, Robin Kretzschmar & Dagmar
Uttich. Auf 33 Seiten haben die Autoren 61.500 Datensätze ausgewertet,
das waren 20 Prozent mehr als im Vorjahr. 2018 wurden 182 Arten in
Dortmund beobachtet (2017 waren es 195).

Zahlreiche gute Fotos und Dekadensummen-Grafiken illustrieren den Text.

Besonders bemerkenswert an guten Nachrichten sind der erste
Iberienzilpzalp für Dortmund, der auch das Titelblatt ziert (Foto von
Guido Bennen), der erste Löffler und der erste Brutnachweis von Kolkraben..

Weitere seltenere Durchzügler und Gäste waren Brandgans, Moorente,
Eiderente, Mittelsäger, Schwarzhalstaucher, Schwarzstorch,
Stelzenläufer, Goldregenpfeifer, Mornellregenpfeifer, Uferschnepfe,
Regenbrachvogel, Flussseeschwalbe, Nebelkrähe, Pirol, Bartmeise und
Rotkehlpieper.

Negative Nachrichten: Keine Rebhühner mehr in Dortmund, erstmals seit
Ornithologengedenken kein sicheres Revier der Nachtigall. Dramatisch ist
die Lage u.a. bei Kiebitz, Feldlerche und Wiesenpieper.

Das genaue Studium des Berichts auf www.nabu-dortmund.de ist nicht nur
für Ruhrpott-Gucker sehr zu empfehlen.

Eine verdienstvolle Arbeit, die hohes Lob verdient!

Eckhard Möller

Schwerte: Wasserstand Ruhr, 10.04.2019 (Hans-Joachim Göbel)

Wie befürchtet, sind die beiden Zwergtaucher-Nester und ein Haubentaucher-Nest, am Ruhrufer beim Aufstauen der Ruhr abgesoffen. Alle drei Nester waren aber noch ohne Eier. Man konnte sie vom Weg einsehen, wenn die Vögel gerade Nistmaterial anschleppten. Nun sind erfreulicherweise zwei  Haubentaucher-Paare am Balzen. Es wird sicher noch mal ein Versuch unternommen. Der  späteste Versuch war hier mal im Juli. Da fing ein Haubentaucher an, ein Nest zu bauen. Auch nach einer gleichen Situation. 4 Eier konnte man von der Brücke bei Garenfeld sehen. Dann wurde der umgefallene Baum samt Nest entsorgt. Er lag nach einem Blitzschlag im Wasser.

Bis das Wasser wieder in den Röllingwiesen ankommt, dauert es noch eine Weile. Das geht nicht so schnell wie das Abfließen.

Mal sehen wann wieder Leben einkehrt. Im Moment gähnende Leere. Kaum was zu melden.  Eine Knäkente, 2 Krickenten, 3 Waldis, Rohrammern und Schwarzkehlchen weit draußen.

Schwerte: Wasserstandsmeldung Röllingwiese, 09.-10.04.2019 (Hans-Joachim Göbel)

Heute Morgen ist die Ruhr endlich wieder aufgestaut worden (wie lange?). Am Ruhrufer waren gerade 2 Zwergtaucher und ein Haubentaucher mit dem Nestbau fertig. Eier waren noch keine zu sehen. Die Nester werden wohl wegge- oder überschwemmt, zumindest die an kurzem Geäst.

In den Röllingwiesen haben so zumindest die Spät- oder Zweitbruten von wassergebundenen Arten noch eine Chance. Zumindest die Vegetarier.

Es gab kaum was zu sehen in den letzten Tagen. Bei der Gartenarbeit war ich besser mit Arten versorgt. Schneeweißköpfige Schwanzmeisen in Arm-Reichweite. Ein Gimpelpärchen gehört praktisch zur Familie. Täglich kommt es auf unseren Balkon zum Fressen. Verbringt den Tag in unserem Garten und baut gerade sein Nest im Nachbargrundstück, was zur Familie gehört.

Im Garten zu sehen waren 3 tieffliegende Störche gestern Mittag. Sie flogen über unsere Köpfe Richtung Westhofen-Mitte. Kamera lag brav zu Hause.

Erfreulich im Ruhrtal, die Schwarzkehlchen und Rohrammern balzen, was das Zeug hält. Die fehlende Wasserfläche hielt wohl auch die Fischadler fern. Sonst immer eine Sehgarantie im Frühjahr oder Herbst. Tagelang blieben schon mal welche. Selbst die Rohrweihen ziehen nach einer Ehrenrunde schnell weiter.  

Auch die Art blieb häufig Tage vor Ort. Einzelgänger sogar schon mal Monate.

Auf das es doch noch ein paar Bruten gibt.

Schwerte: Röllingwiese, 03.04.2019 (Hans-Joachim Göbel)

Heute Mittag Höchstzahl von 8 Flussregenpfeifer und 4 Waldis in den Wiesen.

Einige Bachstelzen, Schafstelzen, Rohrammern und Bergpieper im Prachtkleid.

Eine Schafstelze konnte ich gerade noch digiskopieren. Viel zu schnell und zu weit für ein gutes Bild. Dann war auch schon alles wieder weg.  Meine Bridge–Bilder, belegen den Grund. Musste sie etwas nachbearbeiten. Wieder voll im Gegenlicht. 2 Runden drehte sie oder besser er. Dann war auch der Störenfried weg. Richtung Nord.

Schafstelze
Schafstelze, Röllingwiese Schwerte, 03.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Rohrweihe
Rohrweihe, Röllingwiese Schwerte, 03.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Rohrweihe
Rohrweihe, Röllingwiese Schwerte, 03.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Rohrweihe
Rohrweihe, Röllingwiese Schwerte, 03.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel

Schwerte: Wasserstandsmeldung, 03.04.2019 (Hans-Joachim Göbel)

Wasserstandsmeldung  Röllingwiese:

Hier ein aktuelles Foto, von der Baustelle, die meiner Vermutung nach für den niedrigen Ruhr-Wasserspiegel und die trockene Röllingwiese verantwortlich ist.

Bei den Arbeiten kann man kein Stauwasser gebrauchen. Hier entsteht ein Becken, dicht an der Ruhr, die hinter den Birken von links nach rechts an der Baustelle lang fließt. Und somit an das Becken angrenzt.

Der bisherige Fortschritt der Arbeiten sagt mir, dass es noch mindestens 1-2 Wochen dauert, bis die Ruhr wieder aufgestaut wird.

Lass mich da gerne überraschen.

Es wird in der Röllingwiese wohl wieder so kommen, dass einige Bodenbrüter die Gelegenheit nutzen und die nun trockenen Flächen als Brutplatz wählen. Und nach Wochen auf den Eiern dann durch den Aufstau der Ruhr auf Normalstand absaufen. Das haben wir schon mal erlebt.

Baustelle Ruhrufer
Baustelle am Ruhrufer Westhofen, 03.04.2019 Foto: Hans-Joachim Göbel
Panorama Baustelle Ruhrufer
Panorama Baustelle am Ruhrufer Westhofen, 03.04.2019 Foto: Hans-Joachim Göbel

Schwerte: Röllingwiese, 02.04.2019 (Hans-Joachim Göbel)

Wohin ??? scheinen sich die auf der Schlammfläche umherirrenden Bläßrallen zu fragen. Den ersten 3 Flußregenpfeifern hier ist das erst mal Recht so. Auch den Bachstelzen und Schafstelzen. Die Bekassinen und Waldwasserläufer werden aber schon weniger. Die letzte Pfütze reicht nicht mehr für alle. Auch die Enten prügeln sich schon. Ein Sperber schreckte kurz alles auf, während sich ein letztes Revierpaar auf dem kleinen Teich links vom Stand noch wohl fühlt. Die Reiheransammlung ist übrigens vom Herbst  2017. Wie sich die Bilder zur aktuellen Situation doch gleichen.

Bei dem Ärgernis mit dem Wasserschwund vergisst man die Normalos. Wie die Rauchschwalben, Ufer- und Mehlschwalben usw., die wie in der  Kiebitzwiese auch schon da sind.

Einiges wird von hier aus auch ruhraufwärts oder zum Geiseker See flüchten. Da ist auch die Kolbenente zu sehen, die letztens am Wehr in Villigst war.

Einiges geht mir  durch den Frust über den Wassermangel auch durch.

Blässrallen
Wohin ist das Wasser? Blässrallen, Röllingwiese Schwerte, 02.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Flussregenpfeifer
Flussregenpfeifer, Röllingwiese Schwerte, 02.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Röllingwiese
Nutznießer der Pfützen, Röllingwiese Schwerte, 02.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Waldwasserläufer
Wo ist der Sperber? Röllingwiese Schwerte, 02.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Zwergtaucher
Zwergtaucher mit Stichling, Röllingwiese Schwerte, 02.04.2019 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Röllingwiese
Schlammfläche im Herbst 2017, Röllingwiese Schwerte, 19.10.2017 Foto: Hans-Joachim Göbel