Nördlich von Unna-Stockum eine jagende Rohrweihe (w), zwei weitere Rohrweihen – ein balzfliegendes Paar – über den Hemmerder Wiesen. Dort auch u.a. noch ca. 35 Bruchwasserläufer und ein erster Neuntöter (m).

Gleich vier Mauersegler kehrten am heutigen Vormittag in die Nisthöhlen unter unserem Hausdach (Frdbg.-Hohenheide) zurück. Für mich gehört es immer wieder zu den besonders faszinierenden Phänomenen des Vogelzuges, wenn Mauersegler als Langstreckenzieher nach 9 Monaten Abwesenheit und zig Tausend Flugkilometern, ohne je zu landen, in die Brutheimat zurückkehren und dann zum ersten Mal wieder festen Boden unter den Füßen haben, wenn sie in die Bruthöhlen einfliegen. Um 9.05 Uhr flog ein ankommender Mauersegler mit elegantem Schwung in eine Nisthöhle, wo er und ein bereits darin befindlicher erster Vogel sich sofort mit den arttypischen Swi-Ri-Rufen als Paar verständigten. Bekanntlich duettieren Mauersegler beim Rufen als Paar, wobei ein Partner „Swi“ und der andere ergänzend „Ri“ ruft. Mauersegler sind zwar nicht monogam, finden sich jedoch zu Beginn einer Brutperiode oft in der Vorjahresbruthöhle wieder zusammen, so dass man von einer „Ortsehe“ spricht.
Im Hemmerder Schelk ließ sich heute ein vierter Waldlaubsänger hören.
Gestern bei Steinen-Moskau auf einer frisch gemähten Wiese gemeinsam mit 8 Wiesenschafstelzen auch 6 Thunbergschafstelzen.
Vorgestern, 01.05.23, in den Hemmerder Wiesen unter anderem ein erster Gelbspötter singend. Ebenda auch ein singender Teichrohrsänger. Heute, 03.05., im NSG erneut ein beachtlicher Trupp Limikolen – unter anderem mit 10 Grünschenkeln und ~50 Bruchwasserläufern.
Am „langen Wochenende“ war es offensichtlich zu einem Höhepunkt des Steinschmätzerzuges gekommen. In der Strickherdicker Feldflur bis zu Ackerflächen südlich der Ruhr am Mendener Wälkesberg zeigten sich mehr als 25 Exemplare.






Am 01.05.2023 ein -lt. Unnaer Phänologie- sehr früher Gelbspötter in den Hemmerder Wiesen (mit B. Glüer). Zuletzt in 2012 von S. Kolbe und H. Künemund ein früher Gelbspötter am selben Tag. Normalerweise trift diese Art erst am Ende des ersten Maidrittels bei uns ein. Am selben Tag auch 1 rufender Kuckuck und mehrere Nachtigallen.
Heute am 03.05.2023 ein sehr hohes Aufkommen rastender Limikolen in den Hemmerder Wiesen: >92 Bruchwasserläufer (!), 9 Grünschenkel, 7 Bekassinen, 1 weiblicher Kampfläufer, 1 dunkler Wasserläufer (weitestgehend PK) und 1 Zwergschnepfe. Weiterhin erwähnenswert sind 6 Löffelenten (3w+3m), 2 Schnatterenten (1w+1m), mind. 1 wenige Tage altes Kiebitzküken in der Kernzone, 1 singende Gartengrasmücke und 1 abfliegender Habicht.






Am 30.04.2023 Nachtigallgesang in Niederaden an der Seseke.
Als eigentliches Ziel hatte ich heute Mittag vorgesehen, in den Rapsfeldern am Telgenbusch in Altenbögge nach Braunkehlchen zu suchen. In den letzten zwei Jahren hatten sie jeweils dort auf ihrem Zug Station gemacht, eine mehrtägige Rast eingelegt und sich von den Insekten am Raps ernähert. Braunkehlchen zeigten sich heute nicht, dafür aber drei Wiesenschafstelzen, mehrere Wildbienen und Schmetterlinge, darunter zwei Tagpfauenaugen – und (vermutlich) eine Füchsin.
Meine unerwartete Begegnung mit der Füchsin dauerte genau eine Minute (12.39 – 12.40h). Ich sah die Füchsin zuerst beim Stöbern nach Nahrung im frisch aufbereiteten Acker. Dann nahm auch sie mich wahr und versetzte sich für ca. eine halbe Minute in eine scheinbar angenehme, aufrechte Sitzhaltung, schaute zu mir rüber, bevor sie letztlich im Rapsfeld verschwand.
Habe später erfolglos versucht, im Internet etwas über die mir entgegengebrachte Körpersprache der Füchsin zu erfahren. Das fand ich schade. Dennoch bleibt der Eindruck, dass es eine relaxte, unaufgeregte Begegnung zwischen uns beiden war.





In der Lippeaue in Altenbork ein ständig rufender Wendehals.
In den Rieselfeldern in Werne waren heute u.a. 2 Nonnengänse, 1 Austernfischer und 2 balzende Flussregenpfeifer zu sehen.










Am heutigen Vormittag konnten wir vom Aussichtshügel der Kiebitzwiese bei sonnigem Wetter mit zunächst etwa 5°C und Nebel folgende Beobachtungen notieren: 12 Höckerschwäne, davon 10 überfliegend, 4 Kanadagänse, 30 Graugänse, davon 13 Pulli, >20 Nilgänse, 4 überfliegende Rostgänse, >16 Schnatterenten, etwa 10 Stockenten, 2 Reiherenten (1:1), 1 Graureiher, 5 Weißstörche davon 2 Brutpaare, 1 Schwarzmilan, 3 Mäusebussarde, 2 Turmfalken, 3 Blässhühner, 1 überfliegender Kiebitz, 1 überfliegender Waldwasserläufer, mindestens 27 (!) Bruchwasserläufer, davon mindestens 25, die ihren Standort von der Sichlerbucht an die Wernher-von-Siemens-Straße verlegten, dann nach kurzer Rast Richtung NO abflogen, 1 Hohltaube, 1 Kuckuck, 1 Mauersegler, 1 Buntspecht, 4 Eichelhäher, 1 Fitis, 1 Zilpzalp, 1 Mönchsgrasmücke, 1 Dorngrasmücke, 1 Gartengrasmücke, 2 Schwarzkehlchen (1:1), >4 Bachstelzen, 2 Stieglitze, > 2 Rohrammern u.a.










Im Kohusholz sangen an zwei Stellen Trauerschnäpper. An einer der beiden Stellen lieferten sich zwei Trauerschnäpper ein Gesangsduell und somit einen Kampf um ein Revier . An dieser Stelle bestand in den letzten Jahren Brutverdacht, da hier Spechthöhlen während der Brutzeit aufgesucht wurden. Weniger erfreulich ist, dass ein mir bekanntes Kleinspechtrevier im Kohusholz scheinbar nicht mehr besetzt ist, wie schon im letzten Jahr gelang mir auch mit Einsatz einer Klangattrappe kein Nachweis mehr. Dies deckt sich leider auch mit den insgesamt mir bekannten 4 ehemaligen Kleinspechtrevieren im Lüner Raum. Auch hier gelang mir in diesem Jahr trotz intensiver Suche kein Nachweis mehr. Wie sieht es im übrigen Kreisgebiet aus? Die Art scheint zurückzugehen. Rätselhaft ist, dass in den mir bekannten Revieren keine offensichtlichen Biotopveränderungen erkennbar sind.
Heute auf dem Friedhof Altenbögge: >3 Girlitze, 2 Kernbeißer, 4 Grünfinken, >8 Stieglitze, 3 Rotkehlchen, 1 Grünspecht und andere.
Das Girlitz-Konzert war heute besonders auffällig da mindestens zwei, wahrscheinlich aber sogar 3 Sänger aktiv waren.









Rückblick: Bevor auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg ab ungefähr Mitte März diesen Jahres erneut der traditionelle weibliche Weißstorch seinen Platz auf der Nisthilfe eingenommen hatte, war der männliche Storch ab etwa Ende Februar mit einem anderen Weibchen (beringt) verpaart. (Siehe hier: https://www.oagkreisunna.de/wp-content/uploads/2023/03/weissstoerche_akm_260223.jpg) Nach Rückmeldung der zuständigen Beringungszentrale wurde dieser Vogel am 11.06.2020 in Olfen (Gut Eversum) im Kreis Coesfeld (NRW) beringt. Die Distanz zwischen Beringungs- und Ableseort beträgt 40 km. Bemerkenswert dabei ist, dass T.Prünte bereits ein Jahr zuvor genau den gleichen Weißstorch mit Ringablesung knapp jenseits der Kreisgrenze in Menden-Halingen (Kreis MK) auf einem Feld beobachten konnte. Damals wie heute ist uns der weitere Werdegang von diesen Storch nicht bekannt.
Gestern (wie bei B.Glüer im Hemmerder Schälk) und heute auch auf der Kiebitzwiese eine (persönlich erstmalig gehört und gesehene) singende Gartengrasmücke hinter dem Aussichtshügel.
Heute konnten wir morgens im Nebel und zeitweiligen Nieselregen vom Aussichtshügel der Kiebitzwiese unter anderem folgendes beobachten:
Min. 5 Höckerschwäne, 7 Kanadagänse (davon ein Pullus), 21 Graugänse (davon 11 Pulli), ca. 11 Schnatterenten, ca.10 Stockenten, 9 (sehr lange kreisende) Löffelenten, 2 Reiherenten, 2 Schwarzkehlchen (1:1), ein Fasan, ein Kormoran (jagend im Flachwasser), ein (überfliegender) Graureiher, 4 Weißstörche (2 Paare brütend), ein Schwarzmilan, 2 Blässrallen, 2 Flussregenpfeifer (Verfolgungsflüge), kurzfristig ein Rotschenkel zusammen mit einem Bruchwasserläufer landend, sowie 2 weitere Bruchwasserläufer (flogen um 8:15 Uhr Richtung Westen ab), 18 Lachmöwen kurzfristig rastend (später weiter Richtung Osten), 3 Mauersegler, min. 200 Rauchschwalben (nach und nach flach Richtung Westen), min. 2 singende Fitisse, eine Klappergrasmücke (singend), eine Dorngrasmücke (singend), 3 singende Rohrammern (Aussichtshügel, Sichlerbucht, Flößergraben) sowie einen überfliegenden Sperber.
Entlang der Kiebitzwiese u.a. jeweils eine weitere singende Klapper- und Gartengrasmücke, 2 singende Goldammern sowie ein Kuckuck. (Rufend abfliegend aus einer Baumreihe)
Auf der Ruhr u.a. 2 Zwergtaucher (trillernd) und ein Flussuferläufer.




Im Hemmerder Ostfeld gestern mind. 3 Braunkehlchen auf Raps sowie 1 Steinschmätzer (m) [28.04.]. Heute Morgen dann 2 Mauersegler über Lünern und 1 singender Waldlaubsänger im Ostbürener Wald, innerhalb eines vom NABU erworbenen Waldstückes südl. der A44. Am Nachmittag eine erstaunlich hohe Anzahl Limikolen in den Hemmerder Wiesen; es waren mindestens 50 (!). Im Einzelnen: mind. 3 Bekassinen, 10 Grünschenkel, 1 Dunkler Wasserläufer (PK), 16 Kampfläufer (einige Männchen bereits volles PK) und 20 Bruchwasserläufer; außerdem 3 (!) Feldschwirle und 2 Kuckucke.

