Am Kapellenweg in der Nähe von Hof Busemann konnte ich heute in einer Hecke ein Neuntötermännchen entdecken. Dies ist meine erste Beobachtung eines Neuntöters in diesem Gebiet, seit dem ich hier wohne (13 Jahre). Entsprechend groß war meine Freude.
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Selm: Kiebitz-Bruterfolg, 02.07.2019 (Lambert Brünemann)
Auf unserer Feldvogelschutzfläche in Selm-Bork haben die 4 – 5 Brutpaare insgesamt mindestens 7 Jungvögel großgezogen.
Selm: Waldohreulen, 02.07.2019 (Susanne und Andreas Fleckes-Syska)
An der Olfener Straße in Selm rufen in unserem Garten und der Umgebung seit Tagen 2 junge Waldohreulen.
Unna: Geplünderter Sperberhorst, viele Graureiher, (erstes!?) Landkärtchen u.a., 02.07.2019 (B.Glüer)
Besonderes Highlight des Tages war heute kein Vogel, sondern ein Schmetterling, der seit Monaten für mich auf der „Vermisstenliste“ stand: 1 Landkärtchen (Araschnia levana) der Sommergeneration (Hemmerder Wiesen). Landkärtchen waren noch im vergangenen Jahr ausgesprochen häufig und sind im laufenden Jahr vielerorts völlig verschwunden.
Außerdem in den Hemmerder Wiesen derzeit ungewöhnliche Ansammlungen von Graureihern. Am gestrigen Abend: 27 Ex!
Südlich von Hemmerde gelang heute der Fund eines seit längerem vermuteten Sperberbrutvorkommens – leider verbunden mit dem ernüchternden Befund, dass der Brutplatz möglicherweise innerhalb der letzten 24 Stunden geplündert worden ist. Unter dem gut versteckten Horst lag noch eine frisch geschlagene Singdrossel als Beute, die offensichtlich nicht mehr abgenommen worden ist. In der Liste der „üblichen Verdächtigen“, die als Prädator in Frage kommen, stehen wohl die in Hemmerde jüngst vielfach nachgewiesen Waschbären ganz oben. Dafür spricht auch, dass der Horst in völliger Schieflage nach unten gedrückt war. Gegenüber dem eigentlichen Hauptfressfeind des Sperbers, dem Habicht, war der Horst zu gut versteckt und in einem sehr dichten Fichtengehölz, in das der viel größere Habicht normalerweise nicht hineinfliegt. Die ohnehin bei uns stark rückläufigen Sperber dürften mit den zunehmenden Waschbärbeständen neben dem Rückgang an insektenfressenden Kleinvögeln als Hauptbeute und dem Verschwinden geeigneter Fichtenbestände als Bruthabitate ein weiteres, sehr ernstes Problem haben.





Fröndenberg: Baumfalken am 02.07.2019 (Gregor Zosel)
Heute am frühen Vormittag konnte ich im NSG Kiebitzwiese vom Münzenfund bis zur Rammbachmündung u.a. folgendes beobachten: 1 Kranich, 1 Weißstorch + 2 Jungvögel, 1 Haubentaucher mir 3 Jungvögel, 5 Zwergtaucher mit mind. 3 Jungvögel, 19 Reiherenten, 1 Teichralle juv., nur 7 Blässrallen, 1 Rostgans mit 2 juv., 19 Nilgänse, 11 (!) Graureiher, 1 Schwarzmilan sowie 1 Neuntöter (M).
Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 9 Kiebitze + 1 Jungvogel, 15 Reiherenten, 45 Nilgänse + 4 +4+1 Jungvögel, 91 (!) Graugänse, 53 Kanadagänse, 17 (!) Graureiher, ca. 30 – 50 Uferschwalben, 4 Rotmilane sowie 2 Baumfalken (jagend über der Ruhr).
Im NSG Obergraben westlich Wickede 1 Neuntöter (M).







Menden: Wespenbussard, Kolkrabe, Waldlaubsänger, Neuntöter, Hohltaube, Großer Schillerfalter, Kaisermäntel, Raupe vom Großen Gabelschwanz und Blauflügel-Prachtlibellen am 01.07.2019 (Bernhard Glüer, Fabian und Gregor Zosel)
Eigentlich galt unser heutiger Abstecher in die Nachbargemeinde Menden, speziell ins NSG „Lüerwald und Bieberbach“ der Suche nach bestimmen Schmetterlingsarten. Aber auch ornithologisch waren wieder schöne Beobachtungen dabei. So konnten wir heute insgesamt auf unserem Rundgang folgendes notieren: 1 Wespenbussard (M), 1 Neuntöter (M), 2 singende Waldlaubsänger, 1 rufender Kolkrabe, 1 rufende Hohltaube sowie 2 Rotmilane. Aus der Insektenwelt waren 1 Großer Schillerfalter, einige Kaisermäntel und 1 Raupe des Großen Gabelschwanzes unsere Highlights.




















Fröndenberg / Unna: Kampfläufer, Waldwasserläufer, Flussregenpfeifer, Kiebitze (mit Nachwuchs), Kuckuck, Nachtigallen, Sperber u.a., 30.06.2019 (B.Glüer)
Im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) heute unter anderem 1 männlicher Kampfläufer (noch weitgehend im Prachtkleid), 5 Waldwasserläufer, 4 Flussregenpfeifer, 10 Kiebitze, 8 Lachmöwen, 23 Nilgänse, >14 Graureiher, 1 Sperber.
Am Abend in den Hemmerder Wiesen noch immer ein rufender Kuckuck. Entgegen ursprünglichen Annahmen sind auch noch Nachtigallen im Gebiet: 1x >3 Ex. (vermutl. ein Familienverband) und an anderer Stelle nochmals 1 Ex. Ebenda auch ein vorüberfliegender weiblicher Sperber.
Östlich UN-Lünern ließen sich heute Abend erfreuliche 10 (!) Kiebitzküken aus mindestens 4 Bruten ausmachen.









Lünen: Weißstorch,Flussregenpfeifer am 30.06.19 (Th.Prall)
In der Lippeaue bei Alstedde entwickeln sich die beiden Jungstörche im Horst, zur Mittagszeit tat sich allerdings wenig, ein Altvogel spendete Schatten für die beiden Jungvögel, es gab aber keine Futterübergabe während der Beobachtungszeit von ca. 1,5 Stunden. An der großen Blänke zeigten sich gleich 10 Flussregenpfeifer. Der Einsatz eines Spektivs erlaubte eine genaue Geschlechts-u. Altersbestimmung. So waren 4 adulte Männchen,3 adulte Weibchen und 3 flügge Jungvögel anwesend. Ob hier auch eine Brut stattfand, bleibt weiterhin offen, zumindest war während der gesamten Brutperiode immer mindestens 1 Altvogel anwesend. Weitere Beobachtungen: 115 Graugänse, 5 Nilgänse(1 Paar +3 juv.), 1Graureiher, 1 diesjährige Gebirgsstelze, 3 Bachstelzen(2 diesjährig), leider nur 4 Mehlschwalben, hier war früher auf einem benachbarten Bauernhof immer eine größere Kolonie zu finden.
Hemer: Baumpieper, Schwarzkehlchen, Neuntöter, Girlitz und Grauschnäpper am 27./28.06.2019 (Gregor Zosel)
Bei meiner zweitägigen Kontrolle der Neuntöterreviere auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Apricke habe ich am ersten Tag die Reviere erfasst und am zweiten Tag bei einer Nachkontrolle nochmals genau abgegrenzt. Dabei kam ich auf 9-10 Reviere. Insgesamt konnte ich bei meinen zwei Runden über das ehemalige Militärgelände insgesamt u.a. folgendes notieren: 11-12 Neuntöter (9-10Männchen, 2 Weibchen), 2 Grauschnäpper (1 Ex. mit Futter auf der Streuobstwiese, 1 Ex. am Waldrand), 1 singender Baumpieper, 4 singende Feldlerchen, 1 singender Girlitz, 2 Schwarzkehlchen (1 Männchen+ 1 juv.), 3 singende Klappergrasmücken, 1 Bluthänflingfamilie mit 3-4 flüggen Jungen, 3 Grünspechte, 6 Hausrötschwänze + 3 flügge Jungvögel sowie 1 Rotmilan.


















Fröndenberg / Unna: Wespenbussard, Mauersegler, Schwarzkehlchen, Wiesenschafstelzen, Kiebitzbruterfolg, Kuckuck, Gelbspötter u.a., 27.06.2019 (B.Glüer)
Bei einer zweiten Bruterfolgskontrolle der Mauerseglerkolonie im Turm der Stiftskirche gab es heute einen unerwarteten Rückschlag: nach zunächst 23 festgestellten Brutpaaren am 04.06. fanden sich heute lediglich 16 erfolgreich besetzte Bruthöhlen. Eine Erklärung für die Differenz scheint darin zu liegen, dass bei der Erstkontrolle einige Vögel zwar mit Partnern in den Brutnischen und auch auf den Nestern gesessen hatten – jedoch (nicht erkennbar) auf leeren Nestern. Es war zum damaligen Zeitpunkt damit zu rechnen, dass alle anwesenden Paare auch zur Brut schreiten würden, was offensichtlich nicht geschehen ist. Auch zu Hause unter dem eigenen Dach (Frdbg.-Hohenheide) scheinen sich ähnliche Abläufe ereignet zu haben: von anfangs 8 Paaren, die regelmäßig 8 verschiedene Bruthöhlen angeflogen haben, füttern derzeit wohl nur 6 Paare auch Nachwuchs (die Nestern sind nicht ohne weiteres einsehbar).
Gegen Mittag über Frdbg.-Hohenheide ein hoch kreisender, männlicher Wespenbussard, der nach mehreren „Applaudierflügen“ im Sturzflug in einem Waldstück des Löhnbachtals verschwand.
Bei Frdbg.-Bausenhagen, nahe den Windrädern, Futter tragende Wiesenschafstelzen und mindestens 2 Paare Feldlerchen. Bei Frdbg.-Frömern (Panthewiese) 1 singender Gelbspötter.
Am Abend gab es noch erfreuliche Überraschungen bei den Kiebitzen des Unnaer Ostens: in den Hemmerder Wiesen konnte ein später Brutverdacht (seit Tagen immer wieder warnende Altvögel) heute bestätigt werden. Es lief relativ nah an der Amecke auf der von Mutterkühen beweideten Fläche mindestens 1 Küken. – Noch größer war das Staunen allerdings nahe UN-Lünern: dort liefen mindestens 8 (!) Kiebitzküken aus mindestens 3 verschiedenen Bruten auf einer jetzt kurzgeschorenen Mähwiese. Ebenda auch 11 Altvögel. Ganz offensichtlich hat es auf einem nahen Maisacker trotz Dürre und Hitze erfolgreiche Nachbruten gegeben (vgl. auch Meldung vom 21.05.). Allen „Unkenrufen zum Trotz“ haben die Kiebitze zwischen UN-Lünern und UN-Hemmerde also trotz widriger Umstände erfreuliche Bruterfolge zuwege gebracht.
In den Hemmerder Wiesen außerdem noch immer ein rufender Kuckuck, 17 (!) Graureiher, 7 Graugänse, ~15 Nilgänse. Die Nachtigallen scheinen das Gebiet verlassen zu haben.
Nahe UN-Westhemmerde konnte das von H. Knüwer am 26.05. gemeldete Schwarzkehlchenpaar fast auf den Tag genau einen Monat später erneut mit Bruterfolg bestätigt werden: in einem Weizenfeld wurde mindestens 1 flügger – aber noch recht kurzschwänziger – Jungvogel gefüttert.













Fröndenberg: Gelbspötter am 26.06.2019 (Gregor Zosel)
Heute am frühen Morgen, (schon 23°C) konnte ich bei meinem Rundgang durch das Ölmühlental lediglich 1 Gelbspötter sowie 1 Sumpfrohrsänger verhören. Ansonsten keine Besonderheiten, lediglich die Zahl der Stechmücken und Bremsen „beachtlich“.
Fröndenberg: Baumfalke und Feldschwirl am 25.06.2019 (Gregor Zosel)
Heute ab Sonnenaufgang, bevor die große Hitze einsetzte, konte ich im NSG Kiebitzwiese vom Münzenfund bis zur Rammbachmündung u.a. folgendes beobachten: 1 Weißstorch mit den 2 pulli, 1 Kranich, 1 Haubentaucher mit 3 Jungvögel, 2 Zwergtaucher mit 4 Jungvögel, 2 Rostgänse mit 2 juv., nur 1 brütende Blässralle (sehr wenig Blässrallen noch im Gebiet!), 4 Höckerschwäne + 6 Jungvögel, 20 Reiherenten (alles Paare), 2 Graureiher, 1 Feldschwirl, 1 Neuntöter (M), 1 Eisvogel, 2 Schwarzmilane , 1 Rotmilan sowie als Highlight 1 baumfalke (jagt am Flößergraben, fliegt dann in östliche Richtung ab). Die Kiebitze von der Alten Eiche wohl abgezogen.
Anschließend im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 8 Kiebitze + 1 Jungvogel (möglicherweise von der Alten Eiche, d.h. dass nur 1 Jungvogel von 4 überlebt hat), 17 Reiherenten, 2 neue Nilgansfamilien mit 1 + 4 kleinen Pulli), ca. 30 Graugänse, ca. 70 Kanadagänse, 2 Höckerschwäne, 1 Zwergtaucher auf der Ruhr, 18 Graureiher sowie 4 Gebirgsstelzen (3:1).










Lünen: Distelfalter am 24. und 25.06.2019 (A. Pflaume)
Auf dem Grundstück des AK für Umwelt und Heimat im Lippetal in Alstedde flogen am 24.06. zahlreiche Distelfalter. An einer Stelle hatten sich viele Exemplare auf einer kleinen Pflanzengruppe versammelt. Als ich mich der Stelle näherte, flogen mindestens hundert Falter auf. Da sie nicht auf den Blüten sondern auf den Blättern saßen, ging es hier nicht um Nahrungsaufnahme. Alle Tiere waren stark abgeflogen und hatten sicherlich schon eine lange Reise hinter sich. Erst später kam die Vermutung auf, dass es sich hier um einen Eiablegeplatz handeln könnte. Ein erneuter Besuch dieser Stelle am 25.06. brachte dafür aber keine Anhaltspunkte. Für mich ist deshalb weiter unklar, welchem Zweck diese Ansammlung so vieler Tiere auf engstem Raum diente.

Unna: Wespenbussarde, Kiebitze u.a. am 24.06.2019 (B. Nikula)
Heute Vormittag hielten sich auf den Hemmerder Wiesen 13 Graureiher und 25 Kiebitze auf. Entlang des Weges warnten zwei Nachtigallen und noch ein rufender Kuckuck war zu hören. Zwei Wespenbussarde überflogen das Gebiet in östlicher Richtung und schienen zum Steiner Holz zu fliegen. Möglicherweise findet dort doch noch eine Brut statt.
Lünen: Steinkauz, Schleiereule und Turmfalke am 24.06.2019 (A. Pflaume)
Ende Mai bis Anfang Juni haben Manfred Scholz und Peter Wurm die Steinkauzröhren, Schleiereulen- und Turmfalkenkästen kontrolliert, die vom Arbeitskreis für Heimat und Umwelt betreut werden.Die Ergebnisse sind recht spektakulär. Offenbar gibt es Mäuse ohne Ende.
Beim Steinkauz wurden 6 erfolgreiche Bruten festgestellt: 1x4Junge ,1×3, 1×2, 1x2Junge +2Eier, 1×1, 1x2Eier.
Beim Turmfalken waren es 9 erfolgreiche Bruten: 2x5Junge, 2×4, 3×3, 1×2, 1x ausgeflogen.
Die Schleiereule hat 19 erfolgreiche Bruten: 5x8Junge, 5×7, 1×7 +1Ei, 1×6 +2Eier, 2×5, 3×4, 1×2, 1x ausgeflogen,
