Am Nordrand des NSG Bahnwald hat es in diesem Jahr offenbar wieder eine Baumfalken-Brut auf einem der angestammten Freileitungsmasten gegeben: Am 22.08.2019 dort auf einem Mast ein laut bettelnder Jungfalke.
Autor: admin
Lünen: Wespenbussard, 11.08.2019 (Volker Heimel)
Am 11.08.2019 versuchte ich, das erwartete Revier des Wespenbussards zu bestätigen und traf einen kreisenden Wespenbussard im Erwartungsraum südlich und südöstlich von Schloss Cappenberg an. Das Tier überflog die Felder Richtung Westen und wandte sich dann nach Süden Richtung Wethmar (Schulze Wethmar) und Lippe. Ein Gesamt-Aktionsraum zwischen Volkspark Schwansbell/Horstmarer See und Wälder bei Langern/Cappenberg sollte mit den vorherigen Beobachtungen bestätigt sein.
Lünen: Halde Victoria I/II, 10.08.2019 (Volker Heimel)
Am 10.08.2019 überflogen 2 Bussarde das Gelände der Halde Victoria I/II. 1 Mäusebussard am Westrand und ein Wespenbussard, am Nordrand kreisend, Flug Richtung Ost. Revierverdacht Langern/Cappenberg. Am Südwestrand der Halde 1 Sperber, ansonsten 2 Mauersegler durchziehend, x Mehlschwalben jagend, 1 Buntspecht, 1 Grünspecht, 1 Grünfink, 1 Rohrammer, Blaumeisen, >30 Straßentauben Überflug, Ringeltauben, >30 Kanadagänse Richtung Ost.





Lünen: Halde Victoria I/II, 06.08.2019 (Volker Heimel)
Am 06.08.2019 überflogen mehrere Bussarde das Gelände der Halde Victoria I/II. 3 Mäusebussarde kreisten über dem Südwesten der Halde. Ein Bussard kam von Westen kreisend über das Gebiet und flog nach Ost. Beinahe hätte ich ihn mit den Mäusebussarden verwechselt, er hielt die Flügel aber nicht typisch V-förmig wie Buteo. Wie ich es mir angewöhnt habe, legte ich Fotodokumente an und richtig: Ein Wespenbussard. Nebenbei konnte ich im Gebiet auch die seltene Sumpfschrecke finden, die immerhin eine Rote-Liste Art ist.




Fröndenberg: Kranich, 10.7.2019 (Kriemhild u. Hans-Werner Lange)
Am Nachmittag ( 18.00 Uhr ) des 10.07.2019 haben wir einen Kranich
im südlichen Randbereich der Kiebitzwiese beobachten können.
Lünen: Halde Victoria, 03.07.2019 (Volker Heimel)
Die Halde Victoria zählt zu den außergewöhnlichsten, schützenswerten Lebensräumen der Stadt Lünen und des Kreises Unna. Der aus Feinsediment bestehende Boden hat in feuchten Bereichen das einzige echte Niedermoor Lünens hervorgebracht. Nicht unter 10 verschiedene Libellenarten pflanzen sich auf Victoria fort. Die trockenen Bereiche werden bewohnt von den planungsrelevanten Flussregenpfeifern, sowie von den ebenso geschützten Blauflügel-Sandschrecken. Als Charakterpflanze tritt dort der Sommerflieder auf, welcher Schmetterlingsarten wie dem Admiral und dem Tagpfauenauge Nahrung bietet. In den Bereichen des aus Birken bestehenden Primärwaldes, die mehr Deckung bieten, fliegt als weitere Falterart das Waldbrettspiel. Vorkommen des geschützten Nachtkerzen-Schwärmers können wegen des Vorhandenseins von Nachtkerzen und Weidenröschen nicht ausgeschlossen werden.
Dass das Land NRW gerade diesen Bereich für die Realisierung einer forensischen Anlage vorgesehen hat, ist aus artenschutzrechtlicher Perspektive nicht nachvollziehbar. Derzeit präsentiert sich das in Lünen frei werdende Gelände der STEAG als wesentlich geeigneter und nahezu frei von artenschutzrechtlichen Hindernissen.
Eine ausführliche Begutachtung samt Artenliste finden Sie hier.
Selm: Kiebitznachwuchs, 02./03.07.2019 (Lambert Brünemann)
Nachtrag zur Meldung vom 02.07.2019: Die jungen Kiebitze fliegen mit den Alttieren die benachbarten Grünlandflächen ab (hier einige, leider etwas unscharfe Belegfotos). Viele Faktoren mussten erfüllt werden, dass wir hier Erfolg hatten: 2017 hatten wir hier nur 1 Pärchen, das mit Erfolg 2 Junge groß zog. 2018 hatten wir 2 Pärchen, die 5 Junge groß gezogen haben, ein Pärchen hatte doch wirklich 3 Jungtiere. 2019 somit kamen hier Anfang März 9 Kiebitze zurück und fingen gleich an zu brüten. 2 Gelege mit 4 Jungtieren hatten hier überlebt. Leider sind 2 Gelege zerstört worden – diese 2 Pärchen fingen gleich mit der 2. Brut an, diese hatten Erfolg. Und das sind die 3 jungen Kiebitze, die jetzt gerade fliegen können. Des Weiteren habe ich den Teich und die Grünlandfläche mit Wasser geflutet, da freuten sich die Kiebitze, dass es bei der Hitze noch Wasser gab . . .





Selm: Kiebitz-Bruterfolg, 02.07.2019 (Lambert Brünemann)
Auf unserer Feldvogelschutzfläche in Selm-Bork haben die 4 – 5 Brutpaare insgesamt mindestens 7 Jungvögel großgezogen.
Selm: Waldohreulen, 02.07.2019 (Susanne und Andreas Fleckes-Syska)
An der Olfener Straße in Selm rufen in unserem Garten und der Umgebung seit Tagen 2 junge Waldohreulen.
Fröndenberg: Kiebitzwiese, 20.06.19 (Christian Taeger)
20.06.2019 15:30 Uhr Kiebitzwiese Fröndenberg: Zu unserer Erleichterung die beiden Jungvögel munter im Horst erspäht. Wir drücken alle verfügbaren Daumen, dass es dieses Jahr endlich bis zum Flügge werden klappt.


SH: Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein, 17.06.2019 (Quelle: Natascha Gaedecke, NWOrni-Verteiler)
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren
nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen
hundert Hektar Wiesen. Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und
ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein
Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte,
bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen
verzweifelt und haben ihre Gelege verloren. Schafstelzen, Wiesenpieper
und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren
längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.
Alles nichts Neues. Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja
schließlich gemäß der „guten fachliche Praxisâ“, streng geschützte
Vogelarten zu töten – denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen
Grund“. Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als
noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je,
mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die
Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab. Wie zum Hohn kommt nun
noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab,
scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest
dann auch noch zu erwischen. 23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter
gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel
aus der Zeitschrift dem Falken: “ bei nächtlicher Mahd bleiben die
adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“. Wo ist
unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der
neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen,
dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert. Nicht ein
junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch
zu entkommen. Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und
junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das
Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat. Hier
ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über
das „fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst
wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die
Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten –
gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr
besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche.
Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher
Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer
verfehlten Agrarpolitik. Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese
Entwicklung überhaupt zulässt? Dass die Milch und das Fleisch immer noch
billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist
das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir
Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende
Wiesen und singende Lerchen freuen. Dieser massenhafte Vogelmord auf
unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere,
Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht
bewusst. Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B.
gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern,
Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und
Mahdgeschwindigkeit usw. Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über
vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen – denn das was hier statt
findet ist letztendlich genau so zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte
zu greifen.
Viele Grüße
Natascha Gaedecke
Schwerte: Greifvogelkartierung, 09./10.06.2019 (Thomas Sauer, Hans-Joachim Göbel)
Am 09.06.2019 war ich mit Thomas Sauer Horste kontrollieren. Sieht alles ziemlich mau aus. Aber ein super Habicht-Ergebnis haben wir. Mindestens 4 junge Habichte auf einem Horst. Im gleichen Revier konnten wir auch eine neue, besetzte Schwarzspechthöhle finden. Und unseren ersten Grauschnäpper in diesem Jahr. In Nähe einer Spechtröhre. Waldlaubsänger wollten wir auch finden. Ist hier öfters gewesen. War aber leider nichts. Bei einer Begehung verschiedener Sperber-Reviere am 10.06. war auch kein neuer Horst zu finden.

Bergkamen: Mordwanze, 04.06.2019 (Ulrike Kruthoff)
Lünen: Waldschnepfe, 04.06.2019 (Volker Heimel)
Selm: Feldlerche, 28.05.2019 (Anke Bienengräber)
In Selm-Ondrup am 28.05.2019 nördlich der Südkirchener Straße eine singende Feldlerche.


