Meine „große Gassirunde“, die ich mindestens 1x die Woche je nach Wetterlage mache, beginnt mit einem Rundweg „hinter Haus“ durch den Hindenburg Hain. Danach geht es über die Graf-Adolfstraße zum Himmelmann Park. Von hier ist es über die Ruhrbrücke nicht mehr weit bis zur Hönnemündung am Abtissenkamp. Der Hönne entlang und dann ab Menden/Bösperde an den Bahnschienen zurück führt mein Weg dann zurück durch den Himmelmann Park nach hause. Zwei Karten meiner Gassirunde sind für Ortsunkundige angehängt. So konnte ich heute bei frühlingshaften Wetter auf besagtem Weg neben vielen singenden Heckenbraunellen, Rotkehlchen und Buchfinken auch 2 singende Goldammern (nahe des Bahndamms) vernehmen. Außerdem konnte ich u.a. 2 mal Schwanzmeisen (2 +3 Ex.), 1 Gebirgsstelze sowie 1 Gänsesäger (auf der Hönne) beobachten. Das Wasseramselpaar an der Hönne hat mit dem Nestbau begonnen.
Wasseramsel an der Hönne…..am 22.02.2023 (Gregor Zosel)im Uferbereich suchen die beiden Wasseramseln Nistmaterial für das Nest. Neben trockenen Grashalmen und kleinen Ästchen wurde auch Moos zum Nest gebracht…..am 22.02.2023 (Gregor Zosel)Singende Goldammern am Bahndamm zwischen Fröndenberg und Bösperde…..am 22.02.2023 (Gregor Zosel)Rotkehlchen und auch Heckenbraunelle waren heute die aktivsten Sänger…..am 22.02.2023 (Gregor Zosel)Eichelhäher zwischen Ruhrbrücke und Hönnemündung…..am 22.02.2023 (Gregor Zosel)Teil 1 meines Rundweges: Beginn im Hindenburg Hain (rechts im Bild); über die Graf-Adolfstraße zum Himmelmann Park. Von hier über die Ruhrbücke (links im Bild)…..am 22.02.2023 (Gregor Zosel)Fortsetzung des Weges mit Karte 2: Hinter der Ruhrbrücke kommt man dann über den Radweg direkt bis zur Hönnemündung. Von hier entlang der Hönne bis zum Parkplatz der Firma OBO-Bettermann. Über einen Trampelpfad kommt man dann entlang der Bahnschienen zurück zum Abtisssenkamp…..am 22.02.2023 (Gregor Zosel)
An diesem Tag konnte ich in den Hemmerder Wiesen ein nicht sehr großes Artenspektrum beobachten, dafür waren ein paar Arten dabei die man nicht alltäglich hat. Besonders war der jagende Wanderfalke, erwähnenswert kamen dazu: 16 Kanadagänse, 14 Blässgänse, 8 Graugänse, 5 Rostgänse, 1 Silberreiher, 9 Graureiher, 4 Schwanzmeisen und ein durch sein Verhalten auffälliger Mäusebussard, welcher über einem anliegenden Feld rüttelte.
Im Hemmerder Ostfeld konnte ich einen Sperber sowie die Schwarzkehlchen beobachten die dort überwintern.
Zudem konnte ich in den letzten Nächten wieder Tonaufnahmen machen doch auf diesen ist noch nicht viel vom Vogelzug zu erkennen. Lediglich ein paar Rotkehlchen und 2 Graureiher waren über geflogen.
Sperber in Hemmerde am 20.02.2023 (Foto: Roben Hirschberg)Jagender Wanderfalke über den Hemmerder Wiesen am 22.02.2023 (Foto: Roben Hirschberg)
Gestern Abend zogen 170 Kraniche über Lünern hinweg. Heute Morgen standen dann 36 rastende Kraniche in den Hemmerder Wiesen, die dort wohl genächtigt haben. Später starteten sie nach Norden, um auf einem Wintergetreidefeld nördlich der Hemmerder Wiesen eine weitere Rast einzulegen. Weitere 12 Kraniche hielten sich zeitgleich auf einem Getreideacker am Rande der Horster Mühle auf. In beiden Trupps befand sich nur jeweils ein Jungvogel. Auch der farbberingte Kranich in der Kiebitzwiese, der samt Altvögeln erstmalig von B. Glüer Ende Nov. letzten Jahres gemeldet worden ist, hält sich noch immer vor Ort auf, diesmal aber ohne weiteren Artgenossen (vgl. Meldung von A. Hünting am 19.02.). Zwar kann er fliegen, hat aber offensichtlich im linken Flügel eine Verletzung. Beim Fliegen wird der Flügel nicht vollständig gestreckt und hängt ein wenig runter, so dass das Fliegen „unrund“ wirkt. Das ist wohl auch der Grund, weshalb der Jungvogel nicht den Eltern gefolgt ist. Gegen Mittag zogen weitere 20 Kraniche über die Strickherdicker Feldflur hinweg nach NO.
Nicht nur der Kranichzug läutet das Frühjahr ein, sondern auch viele Feldlerchen kehren bereits aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. Neben heute zahlreich ziehenden Exemplaren (über den Hemmerder Wiesen, der Kiebitzwiese und der Strickherdicker Feldflur) sind bereits etliche Feldlerchen mit der Revierbesetzung befasst (mind. 5 singende Feldlerchen in der Strickherdicker Feldflur). In den Hemmerder Wiesen trafen heute auch immer wieder Kiebitztrupps ein. Maximal waren es 130 gleichzeitig rastende Kiebitze. Neben weiteren Arten hielten sich dort auch noch 19 Blässgänse, eine Spießente (m), zahlreiche Krickenten, vier Rostgänse, fünf Silberreiher und fünf unbestimmte Großmöwen auf; dort außerdem ein durchziehender Rotmilan sowie ein jagender Habicht (vorj. W.), der die gesamte Vogelschar in Aufruhr versetzte.
Teil des rastenden Kranichtrupps in den Hemmerder Wiesen (davor eine Spießente) am 22.02.2023 (Foto: H. Knüwer)Nach einem Ortswechsel stand der Trupp (36 Individuen) später, … (Foto: H. Knüwer)… nicht weit entfernt, auf einem Acker. (Foto: H. Knüwer)vorjähriger Kranich vor dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese am 22.02.2023 (Foto: H. Knüwer)
Die Verletzung im linken Flügel macht sich auch durch die abstehenden Federn bemerkbar. (Foto: H. Knüwer)Teilansicht des rastenden Kiebitzschwarmes in den Hemmerder Wiesen am 22.02.2023 (Foto: H. Knüwer)Auseinandersetzung zwischen Graugänsen auf der Kiebitzwiese. (Foto: H. Knüwer)Feldlerche in der Strickherdicker Feldflur am 22.02.2023 (Foto: H. Knüwer)
Unterdessen ist in den Schwerter Röllingwiesen ein männlicher Weißstorch für das überwinternde Weibchen angekommen. Er ist rechts beringt und dadurch besteht die Möglichkeit, dass es sich auch bei dem männlichen Storch hier um den gleichen wie letztes Jahr handelt. Den ganzen Vormittag beobachteten wir Kopulationen und Ausbesserungen am Nest.
Darüber hinaus heute noch unter anderem 3 Spießenten und 30 Blässgänse.
Weißstorch Kopula in den Röllingwiesen noch vor Sonnenaufgang am 21.02.2023. Die Konstellation ist wie letztes Jahr: Er rechts-sie links beringt. (Foto: Klaus Matull)Weißstörche mit Nistmaterial in den Röllingwiesen am 21.02.2023 (Foto: Peter Krüger)Einfliegende Spießenten in den Röllingwiesen am 21.02.2023 (Foto: Peter Krüger)Blässgänse in den Röllingwiesen am 21.02.2023 (Foto: Klaus Matull)
Die Bürgerstiftung Förderturm Bönen betreibt auf dem Förderturm in Bönen eine Webcam, die neben dem Blick in die Umgebung auch Blicke auf die Vogelwelt des Turmes ermöglicht. Dazu ist die per Internet steuerbare Kamera so auszurichten, dass der Sims des Daches am rechten Rand sichtbar wird. Neben Tauben sind so zumindest gelegentlich z. B. auch Falken und Dohlen aus nächster Nähe zu beobachten.
Die Zeit berichtet in ihrer Online-Ausgabe am 19.02.2023 unter dem Titel „Eine Autobahn gegen den Artenreichtum“ über den geplanten Lückenschluss der A46 in unserem Raum. Als Kronzeuge des Naturschutz hat sich Stefan Ketzscher im Artikel für uns engagiert gegen den verheerenden Eingriff ausgesprochen.
Etwa 40 Kraniche queren auf Höhe der Abfahrt Kamen Richtung Nordosten ziehend die A1 und wirken ein wenig wie begossene Pudel. Aber die können ja nicht fliegen.
Bei meinem heutigen Besuch auf dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese konnte ich bei echtem Schmuddelwetter mit Nieselregen folgende Beobachtungen notieren: 2 Kraniche, einer davon der bekannte im 2. KJ, dazu ein adulter, unberingter Kranich, 1 Rostgans, 4 Nilgänse, ca. 70 Stockenten, 4 Schnatterenten, 2 Silberreiher, 1 Graureiher, 2 Bekassinen, 1 Grünspecht, 1 Zaunkönig, ca. 30 Stare, >5 Wacholderdrosseln, 1 Bachstelze, 2 Stieglitze, x Blau- und Kohlmeisen.
Der zweite Kranich war die größte, eigentlich auch einzige Überraschung des Nachmittags. Einträchtig gingen die beiden im Bereich der Sichlerbucht und dahinter auf Nahrungssuche. Bei schlechtem Licht war leider nicht mehr als ein Belegfoto drin. Einen Ring konnte ich beim adulten Kranich nicht entdecken. …. am 19.02.2023 (Foto: A. Hünting)Ebenfalls auf Nahrungssuche, diese beiden Bekassinen, fotografiert von der Werner-von-Siemens-Straße aus. …. am 19.02.2023 (Foto: A. Hünting)
Heute waren am Mühlhauser Berg zunächst 3-4 umherfliegende Feldlerchen zu sehen. Eine stieg dann auf und ließ – für mich erstmalig in diesem Jahr – ihren Gesang erklingen.
Am Mittwoch im HRB: 1 Bekassine, 1 Gebirgsstelze, 2 Silberreiher u.a.
Ebenfalls am Mittwoch waren 4 Kiebitze auf dem „Kiebitzacker“ im Industriegebiet zu sehen.
Heute kam wieder mal ein Sperber zu uns in den Garten um nach Sperlingen Ausschau zu halten. Dabei ruhte das wohl vorjährige Weibchen ruhig und gelassen auf dem Gartenzaun bis die Bilder „im Kasten“ waren.
Perfekt getarnte Bekassine im HRB. 15.02.23 Foto: Hartmut PeitschKiebitz auf dem letztjährigen Brutacker im Industriegebiet. 15.02.23 Foto: Hartmut Peitsch
Sperberweibchen auf dem Gartenzaun. 17.02.23 Foto: Hartmut Peitsch
Diesen Augen entgeht nichts. Sperber am 17.02.23 Foto: Hartmut PeitschDie verdrehte Haltung der Krallen an den Außenzehen scheint mir nicht normal zu sein. 17.02.23 Foto: Hartmut PeitschDer Besuch des Sperbers galt wohl dieser Art, dem Haussperling. 17.02.23 Foto: Hartmut Peitsch
Heute Vormittag (09.30. -09.45h) erneut ein weiblicher Eisvogel im Gartenbereich, changierend zwischen unserem Gartenteich und dem des Nachbarn; dazu neben den regulären Besuchern (Meisen, Haussperling, Buntspechte, Rotkehlchen) ein Kleiberpaar, eine singende Heckenbraunelle, ein Zaunkönig und eine Sumpfmeise.
Weiblicher Eisvogel in der Linde, hier den Teich des Nachbarn inspizierend (17.02.23, Foto: C. Rethschulte).Ebenfalls in der Linde: diese Sumpfmeise (17.02.23, Foto: C. Rethschulte).Einer der beiden Kleiber an der Fütterung (17.02.23, Foto: C. Rethschulte)
Mit den höheren Temperaturen und Niederschlägen setzt die alljährliche Wanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern wieder ein. Nachdem bereits am 02.02.23 die ersten Erdkröten bei ähnlich milden Temperaturen gesichtet wurden, machen sich an den nächsten feuchtmilden Abenden sicherlich zahlreiche Tiere auf den Weg.
Im Bereich Neimen/Stentrop/Warmen werden seit Jahrzehnten insbesondere am Stentroper Weg und an der Palzstraße Amphibienschutzaktionen durchgeführt. Um zu beurteilen, ob beispielsweise die fest installierten Schranken am Stentroper Weg noch einen sinnvollen Beitrag zum Schutz anwandernder Amphibien leisten können, fehlt es aber an aktuellen Zahlen zur Stärke der Wanderung.
Die NABU-Gruppe Fröndenberg um Ina Zimmermann ist daher für jede Beobachtung wandernder Amphibien in diesem Bereich dankbar. Wer – günstigstenfalls ohne Auto – in diesem Bereich an den nächsten feuchtmilden Abenden unterwegs ist und Amphibien registriert, melde diese doch bitte, um ein vollständiges Bild zu erhalten.