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Unna / Fröndenberg: Silberreiher, Rotmilan und Baumfalke am 13.04.2020 (H. Knüwer)

Nordöstlich von Lünern noch 2 Silberreiher auf einer Kleefläche; in der Strickherdicker Feldflur 2 Rotmilane über einem Acker mit ausgebrachtem Festmist patrouillierend. Anstatt selbständig Nahrung zu suchen, versuchten sie, den dortigen Rabenkrähen Nahrungsbrocken abzujagen; über dem NSG Strickherdicker Bachtal ein erster, nach Norden ziehender Baumfalke.

Rotmilan Strickherdicker Feldflur
Rotmilan stürzt sich in der Strickherdicker Feldflur auf eine Rabenkrähe, um ihr Futterbrocken abzujagen; im Hintergrund ein Kühlturm vom Gersteinwerk in der Lippeaue. (Foto: H. Knüwer)
Rotmilan über Acker fliegend
Warten auf die nächste erfolgreiche Rabenkrähe, der man hinterherjagen kann. (Foto: H. Knüwer)
Rotmilan Flugbild
Dieser adulte Rotmilan hat noch nicht mit der Mauser begonnen. Einzelnen der heute insgesamt gesehenen Vögel fehlen bereits die erste bzw. zweite Handschwinge. (Foto: H. Knüwer
Silberreiher auf Kleefeld
Silberreiher auf Kleeacker am 13.04.2020. (Foto: H. Knüwer)

Bönen: Mehlschwalben, Kampfläufer u.a., 10.-13.04.2020 (H. Peitsch)

Im HRB heute: >3 Limikolen – wohl Kampfläufer, >18 Nilgänse, >14 Kanadagänse, 2 Nonnengänse, 13 Graugänse, 2 Mäusebussarde, >18 Rauch- und >10 Mehlschwalben, >25 Bluthänflinge, 15 Stieglitze und andere. Am Freitag hier noch ein Silberreiher.

Silberreiher, 10.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Silberreiher, 10.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Drei nicht eindeutig zu erkennende Limikolen, wahrscheinlich sind es Kampfläufer. 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Nicht eindeutig zu erkennende Limikolen, wahrscheinlich sind es Kampfläufer. 13.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Bluthänflinge,  12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Bluthänflinge, 13.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Mehlschwalbe
Mehlschwalbe, 13.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Stieglitz
Stieglitz, 13.04.20 Foto: Hartmut Peitsch

Im eigenen Garten haben sich die Kohlmeisen einen neuen Nistkasten ausgesucht, der eigentlich für Blaumeisen gedacht ist. Trotzdem quetschen sich die Vögel irgendwie durch das enge Einflugloch. Die Amseln suchen seit Tagen, teilweise wegen der Trockenheit sehr mühsam, nach Regenwürmern für die Jungen. Ein Rasensprenger ist da sehr hilfreich und sie können viele Würmer sammeln.

Kohlmeise bringt Nistmaterial in den Kasten. 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Kohlmeise bringt Nistmaterial in den Kasten. 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Haussperling, 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Haussperling, 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Futtertragendes Amselmännchen,  12.04.20 Foto:
Futtertragendes Amselmännchen, 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Das Amselweibchen mit Regenwürmern am Rasensprenger.   12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Das Amselweibchen mit Regenwürmern am Rasensprenger. 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Türkentaube, 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Türkentaube, 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Ringeltaube, 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch
Ringeltaube, 12.04.20 Foto: Hartmut Peitsch

Unna: Steppenweihe (!), erstes Braunkehlchen, Gartenrotschwanz, Ringdrossel, Nachtigall, Schwarzkehlchen, Baumpieper, Wiesenpieper, Bekassinen, Silberreiher und Kornweihe am 12.04.2020 (Marvin Lebéus & Stefan Helmer)

Noch ein Nachtrag zu gestern: An der B1 zwischen Hemmerde und Büderich am Abend stolze 91 (!) wurmlesende Mäusebussarde.

In den Hemmerde Wiesen konnten wir gemeinsam folgendes beobachten: >50 Wiesenpieper durch einen Sperber aufgescheucht, >31 Wacholderdrosseln, >9 Singdrosseln, >5 Bekassinen, 4 Flussregenpfeifer, 4 Lachmöwen, 1 südwärts überfliegender Silberreiher, 2 Schafstelzen, 3 Schwarzkehlchen (das bekannte Paar und 1 weiteres Männchen), 1 m Ringdrossel kurz ansitzend dann abziehend, 1 erstes Braunkehlchen, 1 überfliegend rufender Baumpieper, 2 Rauchschwalben, als auch weiterhin 1 Dorngrasmücke, 1 Nachtigall und 1 männlicher Gartenrotschwanz.

Nachdem sich unsere Wege getrennt hatten blieb ich noch eine weitere Stunde im Gebiet. Um 9:35 zieht eine weibliche Kornweihe hoch und streng nach Nord durch. Kurz darauf, um 9:55 dann die Sensation meines Tages, eine männliche Steppenweihe. Die Weihe tauchte urplötzlich in meinem Augenwinkel als sehr heller bis greller Fleck auf. Sehr entschlossen flog sie dann tief und tiefer über eine Wiese hinweg, bis sie abrupt stoppte und zu Boden schoss. Der erfolglose Jagdversuch war so schnell beendet wie er begonnen hat, die Weihe zog zielstrebig nach NO weiter und entfernte sich immer mehr. Einen weiteren Jagdversuch konnte ich noch durch das Spektiv sehen bis die Steppenweihe schließlich hinter einem Rapsfeld verschwand. In der Literatur liest man davon dass männliche Steppenweihen hervorragende Vogeljäger sind, mit ähnlicher Technik wie der des Baumfalken überraschen und überrumpeln sie ihre Beute, äußerst imposant. Das Brutgebiet liegt vor allem in Russland. Sporadisch tritt die Art auf dem Heimzug auch in Mitteleuropa auf, wodurch es ausnahmsweise auch zu einzelnen Bruten kommen kann. Auch gibt es Belege über brutreife, unverpaarte Männchen die sich über die gesamte Brutzeit in Deutschland aufhalten.

Vorausgesetzt die AviKom bestätigt die Bestimmung, wäre es der dritte Nachweis für den Kreis Unna. Die letzte Sichtung war von B. Glüer im August 2017 und die erste Sichtung gelang A. Langer im September 2012.

Überfliegende Bekassinen, 12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Ziehende weibliche Kornweihe, 12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Wiesenschafstelze, 12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Plötzlich taucht diese sehr helle, durch das Gegenlicht fast schon grelle Erscheinung auf…12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…und steuert zielstrebig über das Grünland…12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…auch die Unterseite erscheint in reinweiß mit nur diffusem Übergang zum Kragen…12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…spätestens hier fallen die typischen schwarzen, schmalen und keilförmigen Flügelspitzen auf…12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…ebenso die fehlende dunkle Flügelhinterkante, die für eine männliche Kornweihe sprechen würde… 12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…ein letztes Foto was nochmal eben beschriebene Merkmale vereint; die Steppenweihe zieht zielstrebig weiter und hinterlässt der OAG den wahrscheinlich (nach Prüfung) dritten Nachweis für den Kreis Unna, 12.04.2020 Foto: Marvin Lebéus

Fröndenberg/Unna: Ringdrossel und Steinschmätzer am 12.04.2020 (Gregor Zosel)

Heute konnte ich eine Ringdrossel auf einem Feld zwischen Unna -Dreihausen und Unna-Speckgabel entdecken. Leider sehr weit entfernt mitten auf dem Acker.

Am Neuenkamp 2 Steinschmätzer. Ein weiterer Steinschmätzer auf einem Feld im Warmer Löhen nördlich der Bahnlinie. Ebenfalls nördlich der Bahnlinie, allerdings schon auf Wickeder Gebiet, 1 Kiebitz (W).

Steinschmätzer
Steinschmätzer am Neuenkamp…..am 12.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Steinschmätzer
Ebenfalls am Neuenkammp dieses Steinschmätzermännchen im Prachtkleid …..am 12.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Ringdrossel
Ringdrossel auf einem Feld nahe Dreihausen …..am 12.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Fasan
Prachtvoller Fasan am Neuenkamp …..am 12.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)

Bönen: Mittelspecht, Buntspecht, Kleiber etc. und die dritte tote Blaumeise am 12.04.20 (C. Rethschulte)

Heute haben wir die dritte tote Blaumeise im Garten gefunden. Dazu ein bis zwei erkrankte Kohlmeisen.

Am Karfreitag auch ein ein toter Buntspecht (m) direkt vor der Haustür auf der Hechtrose liegend.

Toter Buntspecht (m) – am Körper waren keine Verletzungen zu sehen.

Wohltuend dagegen ist der erneute Besuch des Mittelspechts, der zwei weiteren Buntspechte, des Grünspechts und der Kleiber sowie der Schwanzmeisen, Amseln, Singdrosseln, Mönche, Zilpzalpe, Zaunkönige, Rotkehlchen, Buchfinken, Haussperlinge, Türkentaube und Heckenbraunellen.

In der Nähe des Förderturms ist ein Bachstelzenpaar zu sehen.

Mittelspecht an der Futterstelle.
Kleiber auf dem First des Nachbarhauses.
Buntspecht (m) in der Linde.
Heckenbraunelle im Holunderstrauch.
Bachstelzen in der Nähe des Förderturms…
… vermutlich ein Brutpaar.

Schwerte: Meldung Röllingwiese, 11.04.2020 (Hans-Joachim Göbel)

Der Sommer schickt seine Vorboten in die Röllingwiese. Positiv und Negativ.

Positiv: Einen  Grünschenkel (Tipp von Thomas Sauer) und den ersten Flussregenpfeifer konnte ich  digiskopieren. Knäkenten und Löffelenten sind noch zu sehen. Auch Schwarzkehlchen. Und Rohrammern jagen sich.

Negativ: Anlehnend an den Bericht von Janine Teuppenhayn sind mir auch Meldungen von Guckern rein gekommen, die ein Meisensterben beobachtet haben. Julian Oset hat gleich mehrere am Stand beobachtet und auch Verendete am Wegesrand  gesehen.

Auch negativ: Der Nudist vom letzten Jahr ist wieder da. Auch die ersten Bootsfahrer  nutzen die Wiesen zum Nacktbaden. Kein schöner Anblick mit Spektiv. So alte Hintern. Sie verscheuchen natürlich die Gänse mit ihrer Anwesenheit. Und treten alles platt für die Decken. Anlanden ist dort eigentlich nicht erlaubt.

Heute jagte auch noch eine Rohrweihe in den Röllingwiesen und scheuchte alle Limikolen und die kleineren Enten hoch. Eigentlich war ihr Kropf wohl gefüllt. Sie zog nach 15 Minuten weiter Richtung NW.

Auch ein Fuchs sorgte für Unruhe. Man sah ihn zwar immer nur kurz. Zu kurz für eine Digiskopie. Aber wo er war, konnte man ahnen. Die Rohrammern und Schwarzkehlchen folgten ihm in sicherer Halmhöhe.

Grünschenkel
Grünschenkel und Bekassine, Röllingwiese, 11.04.2020 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Flussregenpfeifer
Flussregenpfeifer, Röllingwiese, 11.04.2020 Digiskopie: Hans-Joachim Göbel
Rohrweihe
Hoch einfliegende Rohrweihe, Röllingwiese, 11.04.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel
Rohrweihe
Jagende Rohrweihe, Röllingwiese, 11.04.2020 Foto: Hans-Joachim Göbel

Fröndenberg / Unna: Ringdrossel, Schwarzkehlchen, Wiesenschafstelzen, Wiesenpieper, Dunkler Wasserläufer, Waldwasserläufer, Steinschmätzer, Flussregenpfeifer, Schwarzmilan, Uferschwalben, Gartenrotschwanz u.a., 11.04.2020 (B.Glüer)

Allmählich zunehmender Steinschmätzer-Heimzug: 3 Exmpl. im Hemmerder Ostfeld, 1 Exmpl. westlich Frdbg.-Frömern. Im Hemmerder Ostfeld außerdem 1 männliches Schwarzkehlchen am Dörgänger (Weibchen evtl. brütend?), 13 Wiesenschafstelzen, 8 Bachstelzen und ca. 20 Wiesenpieper. In den Hemmerder Wiesen unter anderem neben den von Marvin Lebéus gemeldeten Arten 1 Schwarzkehlchen (m).

In der Strickherdicker Feldflur neben den hier von Hermann Knüwer beobachteten Arten auch eine männliche Ringdrossel, die sich lange in einem isoliert sehenden Gehölz aufhielt und sogar leise sang.

Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede unter anderem 1 Dunkler Wasserläufer, 3 Flussregenpfeifer, 10 Waldwasserläufer, >11 Uferschwalben., 1 Schwarzmilan überfliegend.

Am Abend auf dem alten Golfplatz „Am Winkelshof“ (Frdbg.) ein männlicher Gartenrotschwanz und ca. 35 rastende Wiesenpieper.

Steinschmätzer westlich Frdbg.-Frömern, 11.04.2020 (Foto: Bernhard Glüer)
Männliche Ringdrossel in der Strickherdicker Feldflur am Rand der Feldvogelschutzfläche …, 11.04.2020 (Foto: Bernhard Glüer)
… sie erwies sich als relativ entspannt und „gestattete“ einige Fotos an verschiedenen Positionen und ließ sogar leisen Gesang hören, 11.04.2020 (Foto: Bernhard Glüer)
Links neben einem Waldwasserläufer ein Dunkler Wasserläufer …, 11.04.2020 (Foto: Bernhard Glüer)
… der relativ lange Schnabel unterscheidet ihn auch im hellen Schlichtkleid vom ähnlichen Rotschenkel, 11.04.2020 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda ein überfliegender Schwarzmilan, 11.04.2020 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg/Schlückingen/Unna: Gartenrotschwänze, Ringdrossel, Schwarzkehlchen, Baumpieper, Schafstelzen, Dorngrasmücke, Bekassinen, Schwarzmilan und erneut Eichelhäher am 11.04.2020 (Marvin Lebéus)

Bei Schlückingen in zwei verschiedenen Rapsfeldern noch jeweils 1 rastendes Paar Schwarzkehlchen. Offensichtlich ist auch diese Art stellenweise noch immer unterwegs.

Rund um Bausenhagen und teilweise auch Frömern fallen derzeit viele singende Hausrotschwänze auf, hier auch an zwei Stellen immerhin jeweils 2 Bluthänflinge.

In den Hemmerde Wiesen schrumpfen die Wasserflächen weiterhin, den Kiebitzen scheint gerade das jetzt sehr zu passen. Vehement streiten sie sich um die besten Stellen. Ein Weibchen sitzt sehr wahrscheinlich schon -seit ein paar Tagen- auf dem Gelege. Auch heute wieder 3 Eichelhäher hoch nach NO überfliegend. Auch aus anderen Teilen NRW´s hört man nun von verstärktem Eichelhäherzug.

Hier außerdem noch erwähnenswert: 10 Krickenten, 2 Schnatterenten, 8 Bekassinen, 1 Flussregenpfeifer, >10 Wiesenpieper, 1 überfliegender Baumpieper, 2 Schafstelzen, 2 männliche Gartenrotschwänze, 1 einzelne Ringdrossel, weiterhin 1 Dorngrasmücke an selber Stelle, 1 Schwarzmilan und 3 durchziehende Rauchschwalben.

Schwarzkehlchen im Raps…11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…Rückansicht…11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…posiert in dieser gelben… 11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
…traumhaften Kulisse, 11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Einer von derzeit vielen ziehenden Eichelhähern, 11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Zwei Kostbarkeiten in einem Bild, unten im Fokus eine Ringdrossel und darüber ein Gartenrotschwanz ansitzend, 11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Sehr unauffällig und hier als Einzelgänger unterwegs ist diese Ringdrossel, 11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Sehr gefreut hat mich die Sichtung gleich zweier Gartenrotschwänze, hier ein prächtiges Männchen, 11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus
Kurzzeitig hat dieser Vogel sogar gesungen; ach was wäre das schön…11.04.2020 Foto: Marvin Lebéus

Fröndenberg: Steinschmätzer, Schwarzkehlchen, Feldlerche, Wiesenpieper, Wacholderdrossel, Kiebitz, Mäusebussard u. Saatkrähe am 11.04.2020 (H. Knüwer)

Auf einer der Feldvogelschutzflächen in der Strickherdicker Feldflur hielten sich heute 3 Steinschmätzer (2:1) auf, während auf umliegenden vegetationsfreien Ackerschlägen kein Steinschmätzer auszumachen war. In den Randstreifen der Schutzfläche war auch das von B. Glüer bereits gemeldete Paar Schwarzkehlchen anwesend. Nebenan suchten ca. 200 Wacholderdrosseln Nahrung. Aus einem Rapsfeld stiegen 18 Wiesenpieper (noch im Schwarm) auf. Unter die Rabenkrähen und Dohlen hatten sich auch 2 vorjährige Saatkrähen gemischt. Insgesamt hielten sich 3 Mäusebussarde im Gebiet auf, außerdem 2 singende Feldlerchen und – kaum zu glauben – ein rastender Kiebitz.  

Sonstige Gartenvögel in Bönen

von Janine Teuppenhayn

Abgesehen von der traurigen Nachricht über die gestern erwähnten kranken/toten Blaumeisen können wir bis jetzt glücklicherweise keinen Rückgang bei anderen Vögeln feststellen. Sie kommen nach wie vor in üblicher Frequenz zu den diversen Futterstellen und zum Trinken und Baden an den Teich.

In unserem Garten im Birnenweg und auf den Bäumen der Nachbargärten können wir derzeit regelmäßig folgende Arten beobachten:
An Paaren (z.T. mit Nistmaterial und/oder lautstark singend):
Amsel, Grünfink, Buchfink, Distelfink (2), Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Türkentaube, Ringeltaube (2), Rabenkrähe, Elster, Mönchsgrasmücke, Blaumeise, Kohlmeise

Zudem wurden einzeln gesichtet:
Sumpfmeise, Buntspecht (w), Kleiber, Dompfaff (m), Gartenbaumläufer, Zilpzalp, Zaunkönig, Bachstelze und ein Star. Die hohe Frequenz an Kleinvögeln lockt auch den Sperber an, der jetzt schon dreimal gesichtet wurde. Taubenfedern auf dem Rasen lassen vermuten, dass er auch ab und zu Jagderfolg hat.
Aus dem nahen Mergelwald hören wir regelmäßig die Singdrossel und den Grünspecht.

Da von einigen Beobachtern auch ab und an Schmetterlingssichtungen gemeldet werden, hier eine Aufzählung unserer diesjährigen Falter in zeitlicher Reihenfolge:
27.3. Zitronenfalter und Großer Fuchs, 28.3. Taubenschwänzchen (erstmalige Sichtung bei uns), 5.4. kleiner Kohlweißling, 6.4. Aurorafalter, 9.4. Faulbaumbläuling und C-Falter, 10.4. vermutlich ein Zwergbläuling (da extrem klein), der sich leider nicht setzen wollte.

Kurze Vogelbegegnung auf dem Dach des Futterhauses (Distelfink, Rotkehlchen und eine der besagten apathischen Blaumeisen)

Blaumeisensterben in Bönen

von Janine und Herbert Teuppenhayn aus dem Birnenweg

Schon am 28.3.2020 fiel mir erstmals am Futterspender eine auffällig zutrauliche, aufgeplusterte Blaumeise auf. Ich konnte mich bis auf Armlänge nähern, ohne dass sie wegflog. Sie erschien fast schläfrig. Auf einem Foto sieht man, dass am Schnabel irgendwelche Verklebungen und Verformungen sind. Sie konnte fliegen, aber hatte bei der Futteraufnahme deutlich Schwierigkeiten.

Am 6.4.2020 fand ich dann zwei tote Blaumeisen ohne jede äußerlich erkennbare Veränderungen (eine im Beet, eine am Teichufer).

Desweiteren haben wir zur Zeit mindestens drei weitere Blaumeisen, die ebenfalls auffällig lethargisch sind. Sie sitzen lange bewegungslos am Teich oder im Futterhaus. Häufig sind dann ihre Augen geschlossen.

Ich meine, dass es sich bei allen um einjährige Blaumeisen der Vorjahresbrut handelt.

Unser Nistkasten ist hingegen wie jedes Jahr wieder mit einem Blaumeisenpaar belegt. Heute am 10.4.2020 haben sie noch immer Moos eingetragen. Sie verhalten sich bisher normal, doch ist bei einem Partner der Kopf auffällig flach. Auf dem Foto erkennt man, dass ihm der blaue „Haarschopf“ fehlt.

Wie Bernhard Glüer schreibt, werden wir auch beim NABU darüber Meldung machen.

Apathische Blaumeise am Knödel

Deutlich sichtbare Veränderungen am Schnabel
Blaumeise fehlt der blaue „Haarschopf“
Deutlich sichtbare „Glatze“

Unna-Hemmerde/Fröndenberg: Fitislaubsänger, Mönchsgrasmücke, Weißstörche, Höckerschwäne, Flußregenpfeifer u.a. am 10.04.2020 (Hartmut Brecher)

Heute Vormittag konnten wir bei einem Besuch des Hemmerder Schelks einen Fitislaubsänger, mehrere Mönchsgrasmücken, eine singende Misteldrossel, einen sehr hellen Mäusebussard sowie viele Buchfinken, Heckenbraunellen, Zaunkönige, Rotkehlchen und einige Amseln beobachten.

Mönchsgrasmücke im Hemmerder Schelk am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)
Heller Mäusebussard im Hemmerder Schelk am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)

Bei einem späteren Besuch der Kiebitzwiese konnte ich mindestens 44 Höckerschwäne, 8 Weißstörche – davon 2 stationär, sowie 6 kreisende Störche, 8 Bekassinen, 2 überfliegende Kormorane, mindestens 17 Rostgänse, 3 Flußregenpfeifer, eine Streifengans sowie zwischen den weidenden Heckrindern mindestens 6 Schafstelzen, etliche Bachstelzen und Stare beobachten. Weiter noch erwähnenswert: 1 Rotmilan, 1 Schwarzmilan sowie 2 Mäusebussarde.

5 von mindestens 8 Bekassinen auf der Kiebitzwiese am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)
Bekassine auf der Kiebitzwiese am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)
Zwei der 6 insgesamt über der Kiebitzwiese kreisenden Weißstörcheam 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)
Ein Teil der mindestens 44 Höckerschwäne auf den Kiebitzwiesen am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)
Streifengans auf der Kiebitzwiese am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)
Das war haarscharf…Höckerschwäne auf der Kiebitzwiese am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)
Lebensfrohes junges Heckrind auf der Kiebitzwiese am 10.04.2020 (Foto: Hartmut Brecher)

Menden: Flussregenpfeifer, Waldwasserläufer, Wasseramsel, Gebirgsstelzen, Eisvogel und Silberreiher am 10.04.2020 (Gregor Zosel)

Heute bei Sonenaufgang zog es mich wieder in meine Nachbargemeinde. Hier konnte ich an den Oeseteichen u.a. folgendes beobachten: 3-4 balzende Flussregenpfeifer, 2 Waldwasserläufer, 1 Schnatterente, 14 Reiherenten, 14 Blässrallen, 6 Zwergtaucher, 5 Rostgänse, 1 Nilgans, 8 Kanadagänse, 1 Silberreiher, 2 Graureiher, 1 Kormoran, 1 Wasseramsel (an der Oese), 3 Gebirgsstelzen (2:1 mit Gesang), 1 Eisvogel, 1 Rohrammer, 2 Fitisse sowie 1 Rotmilan. Der Abstecher in den angrenzenden Wald am Haunsberg brachte nicht einen Specht!

Oese
Die Oese: Revier für Wasseramsel und Gebirgsstelze…..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Oeseteiche
Die Flutmulde ist gut mit Wasser gefüllt …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Oeseteiche
Blick auf einen der Oeseteiche …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Zwergtaucher
Zwergtaucherbalz im Frühnebel …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Flussregenpfeifer
Flussregenpfeifer haben hier auf den Kiesinseln optimale Brutbedingungen …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Flussregenpfeifer
Hoffentlich bleiben sie uns hier erhalten, wenn die Oeseteiche für die Naherholung „eröffnet“ sind. Abgrenzung zum entstehenden Rundwanderweg sind dann dringend erforderlich, sodass die seltenen Vogelarten genügend Rückzugsgebiete an den Teichen finden. Kontrollen sind besonders an den Wochenenden und Abendstunden dann wohl unerlässlich, um dieses Kleinod zu bewahren …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Waldwasserläufer
Waldwasserläufer im Landeanflug …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Wasseramsel
Wasseramsel sammelt Futter für die hungrigen Jungvögel …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Gebirgsstelze
Gebirgsstelze an der Oese. Mindestens 2 Gebirgsstelzenreviere konnte ich im Bereich der Oeseteiche klar abgrenzen …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Bachstelze
Bachstelze im Uferbereich auf Nahrungssuche …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Rotmilan
Bestimmt ne tolle Sicht von dort oben! …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Hexe am Haunsberg
Wie verhext heute! Nicht einen einzigen Specht konnte ich in den Wäldern am Haunsberg entdecken. Erschreckend hier besonders das Sterben der Fichtenwälder. …..am 10.04.2020 (Foto: Gregor Zosel)

Kreis Unna: Besorgniserregendes Sterben bei Blaumeisen, 10.04.2020 (B.Glüer)

Als ob die Corona-Pandemie nicht schon schlimm genug wäre … – Offenbar bahnt sich in der Vogelwelt – vor allem bei Blaumeisen – derzeit eine ähnliche Epidemie an: nach für mich ersten Hinweisen aus Bönen, von Clemens Rethschulte, der aufgeplustert und apathisch wirkende Blaumeisen im Garten beobachtet hat, gibt es inzwischen beim NABU und anderswo Meldungen über teils dramatische Sterberaten bei Blaumeisen – aber auch bei anderen Meisen und weiteren Kleinvogelarten. Zwar habe ich selbst noch keine kranken oder toten Vögel gesehen, doch an meiner eigenen Ganzjahresfütterung im Garten ist mir dieser Tage aufgefallen, dass deutlich weniger Vögel kommen und auch wesentlich weniger Futter verbraucht wird. Meine Vermutung, dass der Frühling die Vögel vom „Fastfood“ an der Futterstelle abhält und eher zu „Naturkostaufnahme“ animiert, ist vielleicht nur Teil der Lösung …? – Über die Art der offenbar sehr ansteckenden Krankheit ist bisher nichts bekannt. Es wird daher um Meldungen auffälliger Beobachtungen, bzw. um Zusendungen toter Vögel gebeten, damit Erreger und Krankheit identifiziert werden können: https://www.presseportal.de/pm/6347/4568903

Männliche Blaumeise im eigenen Garten, die mit Partnerin ein Revier hält – offenbar nicht mehr überall als „Normalfall“ anzusehen??? 10.04.2020 (Foto: Bernhard Glüer)