Heute morgen gegen 8.00h kreiste ein Starenschwarm (ca. 300 Vögel) über Altenbögge und zeigte seine synchron-wellenförmigen Flugkunststücke. Etwas später landete ein Graureiher auf einer der höchsten Fichten in der Siedlung und spähte (vermutlich) die Gartenteiche aus.
Im Bereich der Grünen Aue ist das Schwarzkehlchenpaar noch immer im Revier. Dazu waren mehrere Dorngrasmücken, zwei Grünspechte und drei Eichelhäher zu sehen und zu hören.
In der Nähe des Industriegebietes schlug ein Turmfalke direkt vor meinen Augen eine Feldmaus, flog den nächstbesten Acker an und verspeiste sie.
Auf dem Friedhof in Altenbögge waren mehrere Hausrotschwänze, drei Stieglitze und ein Grauschnäpper zu sehen; im Garten war am Morgen wieder einmal eine Sumpfmeise zu Gast, am frühen Abend jagten etliche Mauersegler über dem NSG Lettenbruch und unserer Siedlung.
Heute erhielt ich zudem von Thomas Rautenberg die Nachricht, dass die von mir im Januar (vgl. OAG-Meldung vom 14.01.20) gemeldete weißköpfige Schwanzmeise (ssp. caudatus) „einstimmig“ von der AviKom anerkannt wurde. Der mehrmonatige Ausfall eines Kollegen hat dazu geführt, dass die Kommission erst jetzt dabei ist, den entstandenen „Meldungsstau“ abzuarbeiten und die Homepage wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.
Graureiher auf der Spitze einer Fichte – vermutlich die Gartenteiche ausspähend.Das Schwarzkehlchen-Paar im Bereich der Grünen Aue. Aufgrund der Entfernung nur ein Belegfoto.Turmfalke mit seiner Beute…… danach flog er direkt…… zur nächstgelegenen Straßemlampe – um zu verdauen.Hausrotschwanz auf einem Grabstein.Einer der vielen Mauersegler – über unserer Siedlung und dem NSG Lettenbruch jagend (alle Fotos: C. Rethschulte)
Vom Aussichtshügel der Kibitzwiese konnte ich heute lange Zeit einen Eisvogel bei der erfolgreichen Jagd beobachten. Am Rande des Geschehens zog ein Feldhase des Weges.
Eisvogel auf der Kibitzwiese Foto: Alfred HaberschussEisvogel bei der Jagd Foto: Alfred HaberschussDistelfinken finden einen reich gedeckten Tisch Foto: Alfred HaberschussFeldhase auf der Kibitzwiese Foto: Alfred Haberschuss
Heute bei Bönen-Flierich ein niedrig überhinfliegender Schwarzstorch. Er flog über die Kreisgrenze nach Hamm, schraubte sich in der Thermik erstaunlich schnell sehr hoch und gleitete schließlich als kleiner Punkt am Himmel gen Südwesten. Kurz darauf bei Hemmerde eine jagende weibliche Wiesenweihe über einem Getreidefeld.
Bei einer Tagesexkursion in den Nachbarkreis Recklinghausen gelangen gestern tolle Beobachtungen. Ziel war die Westruper Heide und der hier schon den ganzen Sommer durch mehrfach gemeldete Ziegenmelker. Früh morgens noch vor Sonnenaufgang konnten auch wir den Ziegenmelker sowohl hören als auch sehen bevor er im Morgengrauen im Tagesversteck verschwand. Im Anschluss daran reihten sich noch weitere tolle Beobachtungen: Schwarzkehlchen, Gartenrotschwänze und Heidelerchen allesamt mit flüggem Nachwuchs, nebenher noch Kleinspecht, Baumpieper, Grauschnäpper und Birkenzeisige. Eine kleine idyllische Insel am Rande des „Ruhrpotts“.
Einer von vielen Gartenrotschwänzen in der Westruper Heide, am 25.07.2020 Foto: Marvin LebéusSchwarzkehlchen in mitten der Heidelandschaft, am 25.07.2020 Foto: Marvin LebéusKleinspecht im offenen Birkenwald, am 25.07.2020 Foto: Marvin LebéusCharakter- und „Vorzeigevogel“ der Westruper Heide ist wohl die Heidelerche, am 25.07.2020 Foto: Marvin LebéusDieser und andere Jungvögel beweisen dass sich die Heidelerche hier auch erfolgreich fortpflanzt, am 25.07.2020 Foto: Marvin LebéusHier durchpflügt sie den sandigen Weg vermutlich gerade auf der Suche nach herabgefallenen Birkensamen, dabei stellt sie auch immer wieder kurzzeitig ihre Haube auf, am 25.07.2020 Foto: Marvin Lebéus
In der Vogelwelt wird es dieser Tage zwar mit dem Ende der Brutzeit immer ruhiger, doch kommt es in gewisser Weise beim anzutreffenden Artenspektrum mehr und mehr zu einer Zweiteilung: unter die heimischen Brutbestände mischen sich bereits hier und da abziehende Gäste aus anderen Regionen: vorgestern (24.07.) in den Hemmerder Wiesen ein rastender Kuckuck und insgesamt 27(!) Nahrung suchende Hohltauben. Im eigenen Garten am selben Tag ein rufender Kleinspecht. Ein anderer Kleinspecht (rufend) südlich der Seseke in Bönen (zwischen Kleystraße und Kletterpoth). Ebenfalls in den Hemmerder Wiesen am Wochenbeginn (20.07.) ein ausgiebig singender Feldschwirl, dessen Status (Gast / Brutvogel) ungeklärt bleibt. Jedoch durchaus noch mit Brutabsichten scheinen im NSG, bzw. in dessen Randbereich gleich zwei Schwarzkehlchenpaare je ein Revier zu halten. Ein weiteres Schwarzkehlchenrevier wird unverändert im nördlichen Feldvogelschutzgebiet der Strickherdicker Feldflur gehalten (heute ebenda Männchen + Weibchen).
Ein besonderes Highlight heute im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede: ein erster, sehr früher Merlin (weibchenfarbig), der in rasantem Flug Jagd auf einen gemischten Schwalbentrupp machte (Mehlschwalben, Uferschwalben und Rauchschwalben). Im Gelände unter anderem auch 3 Flussuferläufer, 4 Waldwasserläufer, >80 Bachstelzen, 5 Gebirgsstelzen, ~60 Reiherenten, >50 Stockenten, 16 Graureiher, 7 Höckerschwäne, 1 Habicht, ein 4 Küken führender Haubentaucher auf der Ruhr, 1 Eisvogel, >11 Blässhühner.
Ein erfreulicher Fund gelang vorgestern: bei UN-Dreihausen hat es in einem alten Sperberrevier eine erfolgreiche Brut gegeben. Mindestens ein bereits flügger Jungvogel war ausdauernd mit Bettelrufen zu hören. Dieser Fund ist deshalb interessant, weil im selben Revier vor einem Jahr die Brut prädiert worden ist (siehe auch: https://www.oagkreisunna.de/2019/07/02/unna-gepluenderter-sperberhorst-viele-graureiher-erstes-landkaertchen-u-a-02-07-2019-b-glueer/). Das Sperberpaar ist dem Revier trotzdem treu geblieben und war diesmal erfolgreich.
Am Mittwoch (22.07.) zeigte sich ein weiteres Mal zwischen Frdbg.-Bausenhagen und Frdbg.-Hohenheide ein männlicher Wespenbussard, der ebenfalls auch im Vorjahr schon im selben Revier gewesen war. Einen Tag darauf konnte ein frischer Horst gefunden werden, der jedoch keine Spuren einer Brut zeigte. Möglicherweise vom selben Vogel gibt es nur wenige Hundert Meter entfernt einen zweiten frischen Horst, der jedoch ebenfalls keine Spuren einer erfolgreichen Brut zeigt.
Ausgiebig singender Feldschwirl – versteckt im Blätterwald (Hemmerder Wiesen), 20.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Frisch flügger Grauschnäpper in den Bielenbüschen (Frdbg.-Frömern) – im selben Gehölz ca. 400 m entfernt ein weiteres Paar Grauschnäpper, 20.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Einer von drei jungen Neuntötern (vorn) hat gerade von der „Mama“ (hinten) eine erbeutete Wespe bekommen (Frdbg.-Ostbüren), 20.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Bettelrufender Jungsperber bei UN-Dreihausen, 24.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Zur Landung ansetzender Wespenbussard (m) bei Frdbg.-Bausenhagen …, 22.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… möglicherweise hat er ein Wespennest am Boden entdeckt – er wechselt zwischen mehreren Sitzwarten …, 22.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… dieser frisch erbaute Wespenbussardhorst fand sich nur wenige Hundert Meter vom Beobachtungsort (oben) entfernt – zeigt jedoch keine Spuren einer erfolgreichen Brut, 23.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Adulter Flussuferläufer im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede …, 26.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… in Begleitung dieses wohl diesjährigen Vogels, 26.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Familienplanung ist bei Nilgänsen ganzjährig ein Thema – außer dieser stolzen Mama führte mindestens ein weiteres Paar im Gelände noch sehr jungen Nachwuchs, 26.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Regenwetter ist Schneckenwetter (in Frdbg. fielen heute 12 Liter pro m²): diese Weinbergschnecke wagt sich auf einen Wirtschaftsweg (Frdbg.-Langschede) 20.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)
Beim Besuch der Hemmerder Wiesen am Freitagnachmittag waren nur wenige Vögel zu sehen: mehrere Goldammern und Bluthänflinge sowie ein juveniler Neuntöter.
Am Samstag besuchten Ralf Volmer und ich das südöstlich von Soest gelegene NSG Kleiberg, einem bis 2004 als Truppenübungsplatz genutzten, ca. 230 Hektar großen Schutzgebiet. Das NSG liegt an der Nordseite des Haarstrangs, hoch über der Stadt Soest, deren Kirchtürme gut zu sehen sind. Das Gebiet durchziehen drei schluchtartige Trockentäler (Schledden) von Nord nach Süd. Die dazwischen liegenden Hochflächen werden seit 2013 als Ganzjahresweide für Taurusrinder und Konikpferde genutzt. Dadurch entstehen Weidelandschaften mit Grasfluren, Dornbüschen und Laubwald.
Hauptgrund für die Ausweisung als NSG war die im Schutzgebiet vorkommende Gelbbauchunke. Dazu findet man dort Geburtshelferkröten, Feuersalamander und Blindschleichen.
Auf unserem Rundgang durch das Schutzgebiet waren zu sehen und zu hören: eine Wachtel, zwei Grünspechte, zwei Buntspechte, ein Kolkrabe, zwei Goldammern, zwei Wiesenpieper, zwei Feldlerchen, ca. 100 Stare und ca. zwanzig Neuntöter. Greifvögel begegneten uns in Form von Rotmilan, Mäusebussard und Baumfalke (2).
An Schmetterlingen fanden wir Admirale, Tagpfauenaugen, Kohlweißlinge, Schornsteinfeger und Hauhechel-Bläuling vor. In einem der durchwanderten Trockentäler stießen wir auf eine Blindschleiche.
Juveniler Neuntöter in den Hemmerder Wiesen…… dazu einer der pausenlos singenden Goldammer-Hähne.Männlicher Bluthänfling – schaut einfach weg!Admiral im „Blätterwald“ des Weißdorns.Tagpfauenauge auf Kratzdistel.Gebänderte Prachtlibelle.Typische Staude im NSG Kleiberg: die Dornige Hauhechel.Neuntöter-Männchen in typischer Position……. hier einer der vielen Jungvögel….. und ebenso exponiert: das Neuntöter-Weibchen.Feldlerche im NSG Kleiberg…… und ein Wiesenpieper.Dieser Rotmilan überflog mehrfach die Hochebene.Brauner Waldvogel (Schornsteinfeger)…… und Grünader-Weißling – neben dem Hauhechel-Bläuling – als Vertreter der Schmetterlingszunft.Etwas überraschend lag sie vor uns, diese Blindschleiche, zunächst etwas bewegungsgehemmt, da nicht durchwärmt…… nach einer leichten Berührung mit der Hand begann sie sich aber durch Hinundherschlängeln auf „Betriebstemperatur“ zu bringen und verschwand im Gebüsch. (alle Fotos: C. Rethschulte)
In den Nistkästen an unserem Haus sind wieder mindestens zwei Mauersegler-Bruten erfolgreich verlaufen. Die Segler im Brutkasten am nordwestlichen Giebel waren wieder schneller, denn die Jungvögel sind bereits um den 15. Juli ausgeflogen. Auffällig ist, dass dieses BP in den letzten drei Jahren immer ca. eine Woche eher bei uns ist, nämlich zwischen dem 30.04. und 02.05. Im Kasten am südöstlichen Giebel sind noch Jungvögel zu sehen, wie in den Jahren 2016-2018 sind sie später dran. Im letzten Jahr sind die 2 Jungvögel umgekommen, möglicherweise wegen der großen Hitze an dieser Hausseite. Deshalb habe ich das Dach des Kastens mit einer Styrodur-Platte gedämmt, was angesichts der eher niedrigen Temperaturen in diesem Jahr nicht nötig gewesen wäre. Vielleicht bekommen wir im nächsten Jahr ein weiteres Brutpaar, denn ich konnte abends Einflüge unter die Dachpfannen beobachten, sehr zum Ärgernis der Spatzen.
Mauersegler bei Jagdspielchen gestern Abend. 24.07.20 Foto: Hartmut PeitschJunger Mauersegler im Nistkasten. 25.07.20 Foto: Hartmut PeitschWartet auf die nächste Fütterung, junger Mauersegler. 25.07.20 Foto: Hartmut Peitsch
Die Haubentaucher haben zwei Pullis, die sie gut versorgen.
Eine Mitfahrt!Vor dem Futter gibt es Feder, die den Magen schützen soll.Erst mal eine LibelleAber es kommt auch eine Hauptspeise – Fisch!Der muss für die Kleinen aber erst vorverdaut werden. Dann kann gefüttert werden.
Im HRB der Seseke wird so langsam das Wasser knapp. Die zahlreichen Gänse stehen meist teilnahmslos herum, ebenso die Graureiher. Heute konnte ich folgende Arten beobachten: 11 Graugänse, 14 Kanadagänse, 12 Nilgänse, 8 Graureiher, 2 Turmfalken, 2 Mäusebussarde, 4 Blässhühner, 2 Teichhühner, 1 Waldwasserläufer, <4 Rohrammern, 4 Bachstelzen, > 5 Mauersegler trinkend, 12 Rauch- und 5 Mehlschwalben.
Am Sesekeweg waren heute keine Neuntöter mehr zu sehen, vorgestern war die Familie noch jagend zu beobachten, auch die 2 Jungvögel. Ein Grauschnäpper zeigte sich hier auch auf dem Stacheldrahtzaun.
Hohltaube auf Wachposten, 24.07.20 Foto: Hartmut PeitschHohltaube, Mergelbergwald 24.07.20 Foto: Hartmut PeitschGrauschnäpper am Sesekeweg, 23.07.20 Foto: Hartmut PeitschBachstelze mit fetter Beute, 23.07.20 Foto: Hartmut PeitschDiesjährige Goldammer, 23.07.20 Foto: Hartmut PeitschNiedriger Wasserstand im HRB, 24.07.20 Foto: Hartmut PeitschViele Gänse wenig Wasser… 24.07.20 Foto: Hartmut PeitschGraureiher im Blütenmeer, 24.07.20 Foto: Hartmut PeitschEichelhäher im Anflug… 23.07.20 Foto: Hartmut PeitschEichelhäher im Sandbachtal am 23.07.20 Foto: Hartmut PeitschMönchsgrasmücke, Sandbachtal 23.07.20 Foto: Hartmut PeitschZilpzalp, 23.07.20 Foto: Hartmut PeitschRotmilan und Mäusebussard über dem Sandbachtal, 23.07.20 Foto: Hartmut Peitsch
Heute Morgen konnte ich an der Kiebitzwiese beobachten wie der zweite Jungstorch ebenfalls das Nest verließ.
Nachdem Mama Storch zur Fütterung ankam und danach in den naheliegenden Graben abflog folgte ihm Jungstorch 1. Daraufhin gab es auch für Jungstorch 2 kein Halten mehr und er folgte um 11:15 Uhr ebenfalls.
Ob Mama Storch hier das Startsignal gibt das Nest zu verlassen? 24.07.20 (Foto:Klaus Matull)Jedenfalls folgten ihr beide Jungstörche, 24.07.20 (Foto:Klaus Matull)Der Moment an dem auch der zweite Jungstorch möglicherweise zum ersten Mal das Nest verließ, 24.07.20 (Screenshot aus einem Video:Klaus Matull)Beide Jungstörche der Kiebitzwiese folgten sich permanent gegenseitig, 24.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Hier mustern beide einen überfliegenden Silberreiher etwas genauer, 24.07.20 (Foto:Klaus Matull)
Als ich heute Morgen an der Kiebitzwiese eintraf konnte ich zumindest einen von beiden Jungstörchen außerhalb des Nests beobachten. (Stand bis 12 Uhr mittags)
Er war nicht nur fußläufig unterwegs, sondern drehte bereits seine Runden im Flug und schien sein Geschwisterchen animieren zu wollen ebenfalls das Nest zu verlassen.
Sobald jedoch einer von den Eltern im Anflug war flog er wieder zurück auf den Horst um „seinen“ Anteil nach wie vor abzubekommen.
Ein Jungstorch hat (teilweise) das Nest verlassen, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Möglicherweise hat sich das der Jungstorch bereits von seinen Eltern abgeschaut, aber das Baumaterial im Schnabel wurde kurz darauf wieder fallen gelassen. Skeptisch wird der Graureiher gemustert. Das kennt er noch nicht. Doch an Konkurrenz wird er sich in Zukunft gewöhnen müssen, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Wenn er allerdings Mama oder Papa anfliegen sieht geht es zurück nach oben, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Mama Storch im Anflug, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)„Raubtierfütterung“ wie gehabt, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Sobald die Fütterung vorbei ist verlässt der Jungstorch das Nest wieder…, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)…Und fliegt seine Kreise über der Kiebitzwiese, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Fliegender Jungstorch über der Kiebitzwiese, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Die nähere Umgebung wird im Flug erkundet, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Das Geschwisterchen beobachtet seine Aktivitäten genau, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Zwischendurch kommt der fliegende Jungstorch immer wieder mal hoch zurück…, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)…und bei der Ankunft wird lautstark geklappert, 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)Wer jetzt im falschen Moment kurz der Kiebitzwiese einen Besuch abstattet könnte den Eindruck gewinnen:“Alles beim Alten-Beide noch oben.“ 23.07.2020 (Foto:Klaus Matull)
Am 21.07.2020 an der Schlagt war das Austernfischerpärchen mit Nachwuchs zu sehen, zum ersten Mal über die letzten Jahre überhaupt habe ich heute ein Junges gesehen. Ein Elternteil hielt sich abseits auf, ich vermute das Männchen, das andere war mit dem Nachwuchs beschäftigt – Futtersuche.
Das Jungtier hat noch keine schwarzen, sondern bräunlich/schwarze matte Flügel, außerdem auch nicht einen voll rot durchgefärbten Schnabel. Er ist im vorderen Teil noch etwas schwärzlich.
Immerhin konnte ich träumen, ich sei an der Nordsee.
An der Kreisgrenze am Tibaum in Hamm am 18. und 19.07.2020 zahlreiche Insekten, darunter als willkürliche Auswahl ein Moschusbock, ein Taubenschwänzchen sowie eine Gemeine Sandwespe, die kunstvoll eine Brutröhre für die nächste Generation anlegte. Es war immer das gleiche Verhaltensmuster, denn sie krabbelte jedes Mal aus dem Loch im Boden (etwa 6mm im Durchmesser), und nach einer kleinen Orientierungszeit flog sie immer in die gleiche Richtung davon, kam kurz darauf aus der gleichen Richtung zurück und verschwand wieder in dem Loch – aus dem sie kurz darauf wieder auftauchte und das Ganze begann von vorn.
Es wurde nämlich eine neue Brutröhre gebaut, in der nach Fertigstellung die nächste Generation heranwachsen soll. Bei meinen ersten Fotos am 02.06. dieses Jahres nur ca. 50 Meter entfernt vom heutigen Platz hatte ein solches Tier eine grüne unbehaarte Raupe über den Boden geschleppt und war dann verschwunden, höchstwahrscheinlich in eine neugeschaffene Brutröhre. Sie soll bis zu 8cm tief sein und am unteren Ende geht sie in einen ovalen waagerechten Raum für die neue Larve über.
Eine Raupe, möglichst unbehaart, wird gefangen, gelähmt und zur Brutröhre der zukünftigen Larve geschleppt. Neben dieser Raupe wird dann ein Ei gelegt , aus dem wenige Tage später die Larve schlüpft – für Fressen ist ja vorgesorgt. Diese ganze Arbeit hat das Weibchen zu erledigen.
Nach Abschluss der Bauarbeiten muss nur noch eine schöne fette Raupe gefangen und betäubt und danach das Loch sorgfältig verschlossen und getarnt werden, dann kann die nächste Generation dieses Spiel erneut beginnen. Spannend, wenn man so etwas selbst erlebt!
Adulter Austernfischer an der Schlagt in Werne, 21.07.2020, Foto: Horst R. KraftDiesjähriger, flügger Austernfischer an der Schlagt in Werne, 21.07.2020, Foto: Horst R. KraftAdulter Austernfischer (höchstwahrscheinlich das Weibchen) mit Jungvogel an der Schlagt in Werne, 21.07.2020, Foto: Horst R. Kraftimmer nahe des Weibchens, denn es geht um die Technik der Futtersuche, Austernfischer an der Schlagt in Werne, 21.07.2020, Foto: Horst R. KraftAusternfischer an der Schlagt in Werne, 21.07.2020, Foto: Horst R. KraftJungvogel mit Beute im Schnabel, Austernfischer an der Schlagt in Werne, 21.07.2020, Foto: Horst R. KraftMännchen zwischen Kanadagänsen … „Was macht der denn hier?“ Schlagt in Werne, 21.07.2020, Foto: Horst R. KraftMoschusbock am Tibaum in Hamm, 18.07.2020 Foto: Horst R. KraftFühler können ganz schön im Weg sein – Moschusbock am Tibaum in Hamm, 18.07.2020 Foto: Horst R. KraftFlugtechnischer Meister – ein Taubenschwänzchen am Tibaum in Hamm, 19.07.2020 Foto: Horst R. KraftTaubenschwänzchen am Tibaum in Hamm, 19.07.2020 Foto: Horst R. KraftTaubenschwänzchen am Tibaum in Hamm, 19.07.2020 Foto: Horst R. KraftTaubenschwänzchen am Tibaum in Hamm, 19.07.2020 Foto: Horst R. KraftGemeine Sandwespe am Tibaum in Hamm, 19.07.2020 Foto: Horst R. Kraft
Im NSG Lippeaue Selm rastete heute ein Flussuferläufer und zog dann weiter entlang der Lippe in westlicher Richtung. In Selm-Bork an der Borker Str. konnte ich dann einen Baumfalken auf der Jagd nach Schwalben beobachten.
Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede heute relativ wenig Vögel. Auch die recht große Uferschwalbenkolonie mit mehreren Dutzend Brutröhren in verschiedenen Filterbecken wirkte etwas „verlassen“ – nur ca. 25 Vögel im Gelände. Höhepunkt des Tages war ein rastender Kuckuck. Außerdem bemerkenswert ca. 40 Reiherenten, ca. 50 Stockenten, 9 Rostgänse, 14 Graureiher, 5 Höckerschwäne, 1 Flussuferläufer, 1 Kernbeißer, > 2 Gebirgsstelzen, ~ 15 Bachstelzen, 1 jagender Baumfalke.
Auch in den Hemmerder Wiesen ein nach Libellen jagender Baumfalke, >4 Turmfalken, >2 Kiebitze, 5 Graureiher, 1 Neuntöter. Gestern im Gebiet ein jagender Habicht, der entlang der Amecke den Gehölzsaum als Deckung nutzte und rasend schnell dicht über dem Boden flog.
Auffällig ist in diesen Tagen auch, dass die Mauersegler sich bereits erkennbar zum Wegzug rüsten, bzw. unsere Region schon verlassen haben. Am Donnerstag, 16.07., war schon intensives Zuggeschehen zu beobachten. Bei einer Radtour durch den Osten des Kreises UN konnten im Luftraum zwischen UN-Hemmerde, Werl-Hilbeck und Bönen-Lenningsen Hunderte Mauersegler beobachtet werden. Die „hauseigene“ Mauerseglerkolonie (Frdbg.-Hohenheide) war mit bis zu 30 ums Haus sausenden Vögeln noch in den letzten Tagen Zentrum emsigen Treibens. Immerhin waren in diesem Jahr von 11 Nisthöhlen unter dem eigenen Dach 9 Brutplätze belegt.
Adulter Kuckuck an einem Gehölzsaum im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) …, 19.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… hält aufmerksam Ausschau nach Beute …, 19.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… wo noch Eichenprozessionsspinnerraupen unterwegs sind, dürfte er reichlich satt werden, denn bekanntermaßen fressen Kuckucke diese behaarten Gesellen besonders gern – die Brennhaare stören sie nicht, 19.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)An der heimischen Fütterung vorm Küchenfenster ein nicht alltäglicher Gast: männlicher Kernbeißer, 18.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Auch dieser sich sonnende Besucher unseres Gartens ist nicht oft zu sehen: Großer Fuchs. Trotz der schon leicht beschädigten Flügel handelt es sich um einen „frischen“ Falter der einzigen Generation pro Jahr – für ihn gilt, es über den kommenden Winter ins nächste Jahr zu schaffen, 18.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Mehrere Hundert Meter hoch – gemeinsam mit 4 Mäusebussarden über Frdbg.-Hohenheide kreisend: ein Wespenbussard, 18.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Deutlich niedriger über den Hemmerder Wiesen dieser nach Libellen jagende Baumfalke …, 19.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… die eher bescheidene Beute wird im Flug sofort verspeist …, 19.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… bis zu drei Turmfalken scheinen Spaß daran zu haben, den Baumfalken bei der Libellenjagd zu stören, 19.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)Bis lange nach Sonnenuntergang vollführen Mauesgeler über den Häuserdächern (Frdbg.-Hohenheide) immer wieder laut rufend ihre spektakulären Flugspiele …, 13.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… bis zu 30 Vögel kommen dabei zusammen …, 13.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… in den Einfluglöchern der Nisthöhlen erkennt man an den hellen „Gesichtern“ die fast flüggen Jungvögel, die dem Treiben zuschauen. – Die meisten Jungvögel verlassen erstmals nach Einbruch der Dunkelheit für immer ihre Bruthöhle …, 15.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)… hier ist es ein Altvogel, der an einer anderen Nisthöhle herausschaut. Die letzten Einflüge in die Nisthöhlen am Abend waren dieser Tage um 22.13 Uhr – bei einem kalendarischen Sonnenuntergang um 21.29 Uhr, 17.07.2020 (Foto: Bernhard Glüer)
Heute am Vormittag waren auf den gemähten Wiesen im Warmer Löhen u.a. 3 Weißstörche, 24 Graureiher, 2 Rotmilane, 5 Mäusebussarde und 2 Turmfalken zu beobachten. Die 2 Jungstörche auch heute noch auf dem Nest im NSG Kiebitzwiese.
Der Abstecher an die renaturierte Ruhr in Wickede zwischen den 2 Wehranlagen brachte u.a.: 2 Flussuferläufer, mind.3 Eisvögel, 3 Gebirgsstelzen (davon 2 dj.), mind. ca. 15-20 Neuntöter (3 Paare mit mehreren juv.), 2 dj.Grünspechte, 2 Silbermöwen überfliegend sowie 3 Graureiher.
Noch immer verharren die Jungstörche auf ihrem Nest im NSG Kiebitzwiese…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Weißstorch im Warmer Löhen…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Jagender Graureiher im Warmer Löhen…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Auf den frisch gemähten Wiesen finden auch die Greifvögel, wie hier ein Mäusebussard, leichte Beute…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Mein heutiges Ziel waren die Neuntöterreviere an dem renaturierten Ruhrabschnitt zwischen den zwei Wehranlagen in Wickede. Das Blütenmeer entlang des Fahrradweges lockte unzählige Schmetterlinge und andere Insekten an…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Neuntötermännchen auf Zaun direkt am Fahrradweg…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Juv. Neuntöter kann zwar schon selbstständig jagen, wartet aber zwischendurch immer wieder auf einen Leckerbissen von Papa oder Mama…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)…ohne Scheu….…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Nebenan ein Geschwisterchen…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Goldammer mit stylistischer Frisur…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Grünspecht am Wegesrand…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Hauhechelbläuling im bunten Blumenmeer am Ruhrufer…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Kleines Wiesenvögelchen…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)Großes Ochsenauge…….am 19.07.2020 (Foto: Gregor Zosel)