Auf dem Regenrückhaltebecken Fuchsbach schwamm heute eine Reiherente mit 8 (wohl frisch geschlüpften) Jungtieren. Das ist neben den am 01.07. von Thorsten Prall gemeldeten Tieren die zweite Familie im Gebiet. Die erste Familie ist immer noch vollständig mit ebenfalls 8 Jungen. Da noch weitere Alttiere sich hier aufhalten, könnten noch weitere Familien hinzukommen.
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Fröndenberg: Seidenreiher (!) , Baumfalke, Rohrweihen, Schwarzmilane, Sperber, Silberreiher, Zwergtaucher u.a. 10.07.2021 (A.Matull)
Ein Besuch auf der Kiebitzwiese, zu unterschiedlichen Zeiten auch jeweils kurz mit G.Zosel, A.Hünting und H.Knüwer zusammen , heute ab 6 Uhr bis in den Vormittag hat sich trotz des Nebels gelohnt.
Das Highlight des vormittags, ein Seidenreiher, konnte allerdings nur die ersten 30 Minuten beobachtet werden, da dieser von einem Silberreiher verjagt wurde und hoch nach Osten abflog.
Dabei handelt es sich um die erste (zumindest hier auf dieser Seite veröffentlichte) Sichtung eines Seidenreihers auf der Kiebitzwiese seit über 6 Jahren. (Letzte veröffentlichte Beobachtung ebenda von G.Zosel vom 01.03.2015: http://archiv.01.oagkreisunna.de/2015/03/01/48401/ Mit Fotos vom 22.02.2015: http://archiv.01.oagkreisunna.de/2015/02/22/48175/ )
Intensive Nachsuchungen heute, auch von G.Zosel, welcher sowieso in der gesamten Umgebung, inklusive Hammer Wasserwerk, aufgrund der NWO Sommergänsezählung unterwegs gewesen ist, ergaben keine weitere Sichtung des Seidenreihers, so dass davon ausgegangen werden kann, dass dieser der Kiebitzwiese lediglich einen Kurzbesuch abgestattet hat.
An Limikolen, trotz idealer Bedingungen, landete heute nur ein Waldwasserläufer auf dem Notizblock.
Die beiden Altstörche animierten offensichtlich im Flachwasser durch ständiges Klappern den Nachwuchs nun doch endlich das Nest zu verlassen, was bis 11:00 Uhr jedoch nicht geschehen war.
Darüber hinaus unter anderem noch erwähnenswert: (alles ohne Gänse, Enten und Schwänen)
2 überfliegende Sperber, zwischenzeitlich 2 weibliche Rohrweihen gleichzeitig jagend (!) (hier Mitbeobachter: H.Knüwer), ein in südlicher Richtung überfliegender Baumfalke mit einer geschlagenen Schwalbe in den Fängen, ein Silberreiher, ein Zwergtaucher sowie die gesamte Schwarzmilan-Familie (4 Ex.).











Kreis Unna: Habicht, Rotmilan, Schmetterlinge etc. am 08.-09.07.21 (C. Rethschulte)
Nunmehr ist auch der Habicht-Nachwuchs im zweiten der vier diesjährigen Bruten im Raum Unna/Bönen flügge und hat den Horst verlassen. Offenbar scheint dies beiden Junghabichten (vgl. meine Meldung vom 16.06.21) gelungen zu sein, denn nach Einschätzung von Hermann Knüwer handelt es sich bei den Fotos unten um zwei verschieden geschlechtliche Jungvögel. Die beiden anderen mir bekannten Bruten (in Bönen) verliefen erfolglos.
Die Rotmilane im Kreis Unna scheinen erfolgreicher in ihren Brutgeschäften. Im dritten mir bekannten Rotmilanhorst zeigen sich sogar zwei Nestlinge.









Lünen: Weißstörche am 09.07.2021 (A. Pflaume)
Auch in Lünen-Alstedde sind inzwischen die jungen Weißstörche ausgeflogen. Heute stand die Familie im Grünland neben dem Horst.
Bergkamen: Weißstörche über Heil am 08.07.2021 (K. Conrad)
Die Jungtiere sind ausgeflogen. Westlich des Dorfes Heil fünf Weißstörche kreisend. Dazu drei Schafstelzen, die westl. des ev. Friedhofes Heil einen Falken anflogen.
Fröndenberg / Unna / Bönen: Zwergtaucherbrut, Wespenbussard, Schwarzmilan, Habichte, Rohrweihe, Weißstörche, Graureiher, Kiebitze, Bruchwasserläufer, Waldwasserläufer, Flussregenpfeifer, Uferschwalben, Grauschnäpper, Gelbspötter, Girlitze, Feldlerchen, Wiesenschafstelzen u.a., 07.07.2021 (B.Glüer)
Auf dem Fröndenberger Golfplatz „Am Winkelshof“ trotz eines Fehlversuchs auf demselben Teich im Vorjahr (https://www.oagkreisunna.de/2020/08/25/froendenberg-zwergtaucherbrut-rohrweihe-braunkehlchen-schwarzkehlchen-distelfinken-bluthaenflinge-u-a-25-08-2020-b-glueer/) eine erneute Zwergtaucherbrut mit erstaunlichen 7 (!) Jungvögeln. Nach „Kompendium der Vögel Mitteleuropas“ gilt eine Gelegestärke von 4 Eiern pro Brut als durchschnittlich. Ebenda abends, am 06.07., warnende Grauschnäpper. Über Frdbg.-Hohenheide mittags ein männlicher Wespenbussard, der von einem Schwarzmilan „gemobbt“ wird. Nahe Frdbg.-Ostbüren eine wiederholt dort gesichtete Rohrweihe (w) jagend.
In den Hemmerder Wiesen nach „dem großen Regen“ und annähernder Maximalflutung der Flächen am 05.07. unter anderem 5 Bruchwasserläufer, 2 Waldwasserläufer, 2 Kiebitze, (vermutl.) 1 Rotschenkel, 2 ad. Weißstörche, 11 Graureiher (am Folgetag sogar 18! Graureiher), 1 Grauschnäpperpaar (mit Nest), mindestens noch ein Nachtigallenrevier (Warnrufe), 1 durchfliegender Habicht (w, ad). – Noch mit Vollgesang ebenda: 3 Gartengrasmücken, 4 Mönchsgrasmücken, 1 Dorngrasmücke, 3 Zilpzalpe, 1 Zaunkönig, 3 Buchfinken. – Im Hemmerder Ostfeld mindestens 4 Gesangsreviere von Feldlerchen und 2 von Wiesenschafstelzen (keine Schwarzkehlchen auffindbar).
Im Wassergewinnungsgelände, am 04.07. (noch vor „dem großen Regen“), unter anderem 6 Bruchwasserläufer, 3 Waldwasserläufer, 6 Flussregenpfeifer (4x ad., >2x juv.), 10 Rostgänse, 1 Gelbspötter (Vollgesang), 1 Weißstorch (überfliegend), >200 Uferschwalben, Rufe flügger Junghabichte. Als interessanter Schmetterling bei insgesamt weiter sehr ernüchternder Individuenzahl ein schnell durchfliegender Postillon (Wandergelbling), der gemeinsam mit einwandernden Distelfaltern und sich möglicherweise aufbauenden Folgegenerationen die Schmetterlingsfauna des Spätsommers bereichern könnte.
Auf dem Altenbögger Friedhof (Bönen) konnte am 01.07. erneut das dortige Girlitzvorkommen (Vollgesang) bestätigt werden.
Vor dem Hintergrund der Bestandsrückgänge von einst auch bei uns häufigen Vogelarten sei hier ein interessanter Artikel im jüngsten „Der Falke“ erwähnt: „Städtische Vogelgemeinschaften im Wandel“. Ein Untersuchungsgebiet von 103 ha Größe in Bonn-Dottendorf wurde nach 50 Jahren akribisch kartiert und mit einer ähnlichen Kartierung aus dem Jahr 1969 verglichen. Von einst 57 Arten waren nur noch 37 vorhanden. Als ausgestorben wurden unter anderem der Girlitz – aber auch Arten wie Bachstelze, Feldsperling, Bluthänfling, Grauschnäpper, Gelbspötter u.a. gelistet. Man spricht von „biotischer Homogenisierung“ (großflächige Vereinheitlichung zugunsten weniger trivialer Arten). Aber auch wir „Ornis“ werden mit einem nachdenkenswerten Neubegriff belegt: „Shifting-Baseline-Syndrom“. Damit ist gemeint, dass neue Beobachter-Generationen immer den anfangs von ihnen selbst vorgefunden Zustand als „normal“ empfinden und danach Zunahme- oder Rückgangstrends definieren. So wird von Neueinsteigern zum Beispiel im Kr. UN nicht mehr nach Haubenlerchen etc. gefragt – und bald auch nicht mehr nach Kiebitz, Feldlerche & Co … ???













Unna: Kolkrabe, Graureiher, Rotmilan, Schwarzmilan, Habicht, Hohltaube, Gelbspötter und Weißstorch am 08.07.2021 (H. Knüwer)
In den Hemmerder Wiesen waren heute Vormittag u.a. zu sehen: 3 Kolkraben, mind. 13 Graureiher (mehrfach erfolgreich Mäuse jagend), 2 Rotmilane (ad.), 1 Schwarzmilan, 1 von Rabenkrähen gehasster Habicht (M mj), 2 Hohltauben und 1 noch zaghaft singender Gelbspötter. Die drei jungen Weißstörche sind flugfähig. Sie vollführten unter Begleitung eines Altvogels ausgiebige Trainingsflüge (in beachtliche Höhen), landeten dann aber gekonnt wieder auf dem Nest.
Bönen/NSG Lettenbruch: Rotmilan, Baumfalke, Wespenbussard, Mäusebussard, Neuntöter, Kernbeißer, Stieglitz, Mauersegler etc.; dazu Schmetterlinge und Vierbeiner am 07.07.21 (C. Rethschulte)
Heute Vormittag konnte im NSG Lettenbruch das bekannte Neuntöter-Revier bestätigt und im Grenzbereich zum Böingholz ein weiteres Revier erstmalig beobachtet werden. Interessant: Der Nachwuchs (mindestens drei Jungvögel) ist bereits flügge. Weiterhin zeigte sich – wie fast täglich – ein Rotmilan, der den Lettenbruch und Teile von Altenbögge immer wieder kreisend inspizierte; am Telgenbusch auch ein jagender Baumfalke und ein rufender Mäusebussard. Am frühen Nachmittag konnten im Garten ein kreisender Wespenbussard und nochmals der/ein Rotmilan beobachtet werden.
Weiterhin im NSG Lettenbruch zu sehen waren ein männlicher Kernbeißer, zwei Stieglitze, mehrere Grünfinken, zwei Singdrosseln, etliche Mauersegler und Rauchschwalben sowie zwei bis drei Mehlschwalben, eine Dorn- und eine Mönchsgrasmücke; dort auch mehrere Schmetterlinge: zwei Grünaderweißlinge, zwei Kleine Kohlweißlinge (m+w), zwei Admirale, ein Schornsteinfeger, ein unbestimmter Bläuling und ein Brennesselspanner.
Zu meiner Überraschung traf ich auch auf ein junges Rehkitz und – nicht so überraschend – im Garten auf ein Eichhörnchen, das schon seit Tagen unsere Gartenwiese „umgräbt“.















Fröndenberg: „TAM“ beringter Graureiher wieder auf der Kiebitzwiese (07.07.2021) K.&A.Matull
Ergänzend zu der heutigen Meldung von G.Zosel konnten wir heute am späten Nachmittag erneut den bereits aus den letzten Jahren bekannten beringten Graureiher „TAM“ auf der Kiebitzwiese entdecken.
H.Knüwer hatte vor über einem Jahr bereits detaillierte Informationen über diesen Graureiher hier veröffentlicht: https://www.oagkreisunna.de/2020/06/10/froendenberg-tam-ist-wieder-da-beringter-graureiher-am-10-06-2020-h-knuewer/

Fröndenberg: Schwarzmilannachwuchs, Rohrweihe, Weißstörche, Silberreiher, Neuntöter und Hohltauben am 07.07.2021 (Gregor Zosel)
Heute am späten Nachmaittag konnte im Ostteil der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten, wobei A.u.K. Matull teilweise Mitbeobachter waren: 4 Weißstörche (2 ad. + 2 Jungvögel), 4 Schwarzmilane (2 ad.+ 2 dj.) 1 Rohrweihe (W), 1 Silberreiher, 1 Tafelente, 11 Rostgänse, 2 Neuntöter (1:1), sowie 2 Hohltauben. Gänsezählung im hohen Gras nicht möglich. Die NWO-Gänseszählung wird am Wochenende auf der Kiebitzwiese ein Problem werden.












Selm: Teichhuhn , Rohrammer, Girlitz etc. am 06.07.2021 (Uwe Norra)
Der neue Selmer Auenpark wurde von der Vogelwelt recht gut angenommen. Das Teichhuhn, das lange nicht mehr so verbreitet ist wie früher, hat hier einen Bestand von mehreren Brutpaaren aufgebaut. Die heute mit ihren Küken teils zu hören, aber auch zu sehen waren. Neben Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke und Zilpzalp war heute sogar Gesang von Rohrammer und Girlitz zu hören. Bei dem allgemeinen Abwärtstrend mit Insekten und Vögeln erfreulich. Bleibt zu hoffen, dass die Hunde, die ihre Menschen hierhin ausführen, wenig Störungen verursachen.
Dortmund: Kolbenente, Seidenreiher, 04.07.2021 (Volker Heimel)
Aktuell halten sich im NSG Hallerey in Dortmund eine Kolbenente und ein Seidenreiher auf. Beides Arten, die allmählich regelmäßiger nachzuweisen sind.
Bergkamen: Wasserstadt Aden, 03.07.2021 (Karl-Heinz Kühnapfel)
Bergkamen Wasserstadt: Auf den Brachflächen 4 Flussregenpfeifer balzend und streitend. Ein weitere Ex. laut warnend. Könnten Junge haben, ferner noch eine Bachstelze mit Jungen und 2 singende Dorngrasmücken. Unerwartet sang auf der anderen Seite am Kanalband intensiv eine Heidelerche in den trockenen Kronen von Robinien.


Fröndenberg: Postmortale Nesträuber, 01.07.2021 (Brigitte und Burkhard Koll)
Nachdem nur einer von fünf angebotenen Nistkästen in diesem Frühjahr bezogen worden war (Kohlmeise), sah das Endergebnis recht betrüblich aus. Und am Ende fielen dann noch die üblichen Verdächtigen über den Friedhof her.



Fröndenberg: Weißstorch, Krickente, Rotschenkel, Silberreiher und Blauflügel-Prachtlibelle am 05.07.2021 (H. Knüwer)
Das Männchen des Weißstorchpaares von der Kiebitzwiese legte nach Fütterung der beiden Jungstörche eine kurze Rast auf dem Leitungsmast an der Werner-von-Siemens-Straße ein. Am Beobachtungsgewässer auch heute die von Gregor Zosel gestern gemeldeten zwei Krickenten (1:1) sowie der einzelne Rotschenkel. Außerdem ein Silberreiher, den K. & A. Matull bereits am 02.07. beobachten konnten. Mittlerweile scheinen einzelne Silberreiher auch in der hiesigen Region zu übersommern. Noch vor Jahren waren Silberreiher nur als Wintergast hier anzutreffen.
Das außergewöhnliche Unwetter am 04.07. in Fröndenberg haben zumindest auch drei Blauflügel-Prachtlibellen (2 M, 1 W) schadlos überstanden. Sie hielten sich am Neimener Bach auf, der auch heute noch Hochwasser mit starker Strömung und hoher Schwebstofffracht aufwies.




