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Werne: Brachfläche Zeche Werne I/II – Weltgrößte Surfanlage, 02.06.2021 (Klaus Nowack)

Auf der Brachfläche Zeche Werne I/II ist geplant, die „Weltgrößte Surfanlage“ entstehen zu lassen.

Dazu Gedanken aus dem Naturschutz vor Ort:

Wir beklagen mit der Vernichtung tropischer Regenwälder und Urwälder in der kaltgemäßigten Klimazone den apokalyptischen Verlust biologischer Vielfalt – weit weg vor unserer Haustür. Das Insektensterben hat weltweit dramatische Ausmaße angenommen.

Falls die beabsichtigte Anlage eines „Surf-Paradieses“ auf der Brache der Zeche Werne realisiert wird, nimmt man damit die Vernichtung einer Fläche mit überregionaler Bedeutung für den Artenschutz vor der eigenen Haustür billigend in Kauf.

Nach jahrzehntelanger Nutzungsaufgabe entwickeln sich die meisten Industriebrachen zu wertvollen Ersatzlebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten, die heute aufgrund der intensiven Landnutzung verbunden mit gleichzeitigen, großtechnischen Veränderungen der Landschaft selten geworden oder vom Aussterben bedroht sind.

Ein herausragendes Beispiel ist die Zechenbrache Schacht 7 in Langern. Hier kann man heute zahlreiche Insekten- und Pflanzenarten finden, die nach der Roten Liste bereits gefährdet oder stark gefährdet sind (z. B. Blauflügelige Sand- und Ödlandschrecke, Kratzdistel-Rüsselkäfer, Trauer-Rosenkäfer, Gallische Feldwespe). Der Feldthymian, der im Kreis Unna bereits als verschollen galt, wurde auf dieser Fläche wiedergefunden.

Kennzeichnend für solche Brachflächen sind:

  • Nährstoffarmut
  • offene, vegetationsarme Flächen,
  • Stickstoffarmut und ein
  • trocken-warmes Mikroklima

Vielen konkurrenzschwachen Arten, welche die vorstehend genannten Bedingungen für ihre Existenz benötigen, finden hier eine geeignete Zufluchtsstätte und diese gewährleistet das Überleben in ausreichenden Populationsgrößen.

Häufig sind Industriebrachen bedeutsame „Hot Spots“ der Artenvielfalt.

Blauflügelige Sand- und Ödlandschrecken sind bei uns ein Sinnbild für äußerst wertvolle Industriebrachen mit extrem hoher Artendichte.

Die Lokalpolitik im Kreis Unna und in der Stadt Werne würde mit dem Verzicht auf diese Planungen ein beispielhaftes Zeichen im verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, Arten- und auch dem Klimaschutz setzen. Mit dem Bau und dem Betrieb der Anlage (aber auch mit rückkoppelnden Wirkungen – hier z. B. erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Tages- und Wochenendtouristen) werden zusätzlich erhebliche CO2-Emissionen freigesetzt, die in ihrer Menge langfristig gar nicht absehbar sind. Daher kann und darf man sich in der heutigen Zeit mit einem galoppierendem Klimawandel den Bau eines solchen Mega-Projektes gar nicht mehr leisten.

Fröndenberg/Menden: Neuntöter, Gelbspötter, Uferschwalben, Eisvögel, Nachwuchs bei Höckerschwänen und Blässrallen am 31.5. und 01.06.2021 (Gregor Zosel)

Zwischen dem Münzenfund (NSG Kiebitzwiese) und der Hönnemündung konnte ich an beiden Tagen entlang der Ruhr u.a. folgendes beobachten: 2 Blässrallenfamilien im Bereich des Himmelmann Parks mit je 5 Pulli, 1 Blässrallenfamile mit 3 Pulli im Bereich Hindenburg Hain/Übergang ins NSG Kiebitzwiese sowie 1 Blässrallennest etwa in Höhe Münzenfund, Das Blässrallennest direkt auf der Hönne (an der Brücke; siehe Meldung vom 14.05.) ist letzte Woche nach dem Starkregen beim Hochwasser wegsgeschwemmt worden, 1 Höckerschwanfamilie mit 3 Pulli am Himmelmann Park, ca. 25 Reiherenten, 3 Schnatterenten (2:1), keine Zwergtaucher !, 2 Eisvögel in Höhe Himmelmann Park (1 Ex. mit Futter; leider keine Flugrichtung zum möglichen Nest festgestellt), ca. 30 Uferschwalben an Spundwänden am Kraftwerk, 1 Gelbspötter (singt seit gut einer Woche in Hecke am Fahrradweg Höhe Kläranlage Bösperde), 1 Dompfaff an Hönnemündung, in beiden Parkanlagen einige Wacholderdrosselfamilien mit flüggen Jungvögeln, die gefüttert werden sowie der täglich kreisende Rotmilan.

Höckerschwan
Höckerschwanfamilie auf Ruhr am Himmelmann Park….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Blässralle
Blässralle mit Pulli am Nest am Dachwehr/Himmelmann Park….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Blässralle
Westlich des Münzenfundes ist dieses Blässrallenpaar noch mit der Brut beschäftigt. Zwischendurch wird das Nest ausgebaut….am 01.06.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Schnatterente
Die Schnatterenten am Himmelmann Park wechseln immer wieder zwischen Ruhr und Obergraben….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Reiherente
Reihererpel im Prachtkleid….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Graureiher
Graureiher im Himmelmann Park….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Wacholderdrossel
Wacholderdrossel mit Futter für den Nachwuchs im Hindenburg Hain….am 01,06.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Wacholderdrossel
Wacholderdrossel mit Jungvogel (im Hintergrund) ….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Dompfaff
Dompfaff an der Hönnemündung….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Prachtlibelle
Entlang der Ruhr fliegen die ersten Gebänderten Prachtlibellen (hier das Männchen)….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Gebänderte Prachtlibelle
Ein Stückchen weiter sitzt ein Weibchen….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Maikäfer
„Maikäfer flieg….“….….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Hornisse
Erfreulich viele Hornissen sind mir diese zwei Tage begegnet….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Fröndenberg
Blick über das Neuntöterrevier nahe der Hönnemündung auf die typische Silhouette Fröndenbergs….am 31.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)

Bönen: Rotmilan, Nachtigall, Schwarzkehlchen, Sumpfrohrsänger, Dorngrasmücke, Grauschnäpper etc. am 31.05.21 (C. Rethschulte)

In Bönen, nördlich des Industriegebietes (Grenzweg/ Am Eckey) zeigten sich u.a. ein Rotmilan-Paar (später ein dritter, wobei es sich auch um einen der beiden vorher beobachteten Partner handeln könnte), ein von einer Rabenkrähe gemobbter Mäusebussard, eine Nachtigall, eine Singdrossel, ein Sumpfrohrsänger, eine Goldammer, mehrere Dorngrasmücken (z. T. fütternd), eine Mönchsgrasmücke, eine Amsel und ein Schwarzkehlchen; auf dem Altenbögger Friedhof am Abend u.a. eine diesjährige Rabenkrähe; im Garten weiterhin das Grauschnäpper-Paar, ein Kleiber, zwei Türkentauben, ein überfliegender Graureiher, eine Mönchsgrasmücke, eine Singdrossel, ein Kl. Heufalter, ein Grünader-Weißling, ein Plattbauch-Paar und ein Laufkäfer an der Hauswand – vermutlich ein Schluchtwald-Laufkäfer (Dank an Gregor Zosel).

Rotmilan nördlich des Bönener Industriegebietes (Am Eckey) am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Futtertragende Dorngrasmücke nördlich des Bönener Industriegebietes (Am Eckey) am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Dorngrasmücke – in anderem Licht gesehen – nördlich des Bönener Industriegebietes (Am Eckey) am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Futtertragendes Amselmännchen nördlich des Bönener Industriegebietes (Am Eckey) am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Mäusebussard und Rabenkrähe nördlich des Bönener Industriegebietes (Am Eckey) am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Schwarzkehlchen (m) nördlich des Bönener Industriegebietes (Am Eckey) am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Diesjährige Rabenkrähe in Altenbögge am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Kl. Heufalter im Garten am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Grünader-Weißling im Garten am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Vierfleck-Libelle und Plattbauch im Garten am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte, Dank an H. Knüwer für die Bestimmungshilfe).
Plattbauch (m) im Garten am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Laufkäfer an der Hauswand am 31.05.21 (Foto: C. Rethschulte).

Fröndenberg: Wespenbussard, Sommergoldhähnchen, Wintergoldhähnchen, 31.05.2021 (B.Glüer)

Über dem Buschholt (Frdbg.-Frömern) ein kreisender Wespenbussard (w), der dann nach Osten entschwand. Ebenda in einem Fichtenbestand Gesang eines Sommergoldhähnchens. Im südlichen Bausenhagener Schelk Gesang eines Wintergoldhähnchens und eines Sommergoldhähnchens (Mitbeobachter hier – Hermann Knüwer).

Weiblicher Wespenbussard über dem Buschholt zwischen Frdbg.-Hohenheide und Frömern kreisend, 31.05.2021 (Foto: Bernhard Glüer)

Lünen: Pirol, 30.05.2021 (Volker Heimel)

Wenn sich herausstellen sollte, dass der am 30.05.21 im Schlosspark Schwansbell in Lünen singende Pirol dort ein echtes Revier aufbaut und bleibt (neben dem  Gesang gab er auch Warnlaute von sich), gäbe es wieder einen echten Bruthinweis der Art im Kreis. Sonagramme anbei.

Pirol
Sonagramm Pirol, Lünen, 30.05.2021 Volker Heimel
Pirol
Sonagramm Pirol, Lünen, 30.05.2021 Volker Heimel

Iserlohn/Fröndenberg: Weißstorch-Brut, 30.05.2021 (Martin Michaelis)

Seit April habe ich in den Altendorfer Ruhrwiesen ein Storchenpaar beobachtet, welches zwischen Drüpplingsen und Altendorf pendelt.

Der Morgen des 30.05.2021 hat dann all meine Erwartungen übertroffen. Eigentlich wollte ich ja Belegfotos der Störche in Altendorf machen, aber dann….

Sie sitzen! Auf der anderen Seite der Ruhr im Märkischen Kreis hinter dem Campingplatz Abbabach. Das ist die dritte aktive Weißstorch-Brut im Ruhrtal in unserem Raum neben der Kiebitzwiese und der Röllingwiese in Schwerte. Leider ist die vierte Brut bei Wickede sturmbedingt ja gescheitert.

Weißstorch
Weißstorch-Brut im Ruhrtal bei Iserlohn-Drüpplingsen südlich von Fröndenberg-Dellwig und Altendorf, 30.05.2021, Foto: Martin Michaelis
Weißstorch
Weißstorch-Brut im Ruhrtal bei Iserlohn-Drüpplingsen südlich von Fröndenberg-Dellwig und Altendorf, 30.05.2021, Foto: Martin Michaelis

Lünen: Weißstorch am 31.05.2021 (A. Pflaume)

Seit dem Jahr 2019 brütet in Lünen Alstedde ein Paar Weißstörche. In diesem Jahr achteten wir erstmalig darauf, ob die Vögel beringt sind: Ein Vogel ist beringt, der andere nicht. Allerdings wissen wir nicht, ob es das Männchen oder Weibchen ist. Auf einem Foto ließ sich die Ringnummer ablesen: 5T 778. Falko Prünte meldete das an die Vogelwarte Helgoland. Heute kam die Antwort: Der Vogel wurde am 21.06.2016 als nicht voll flugfähiger Jungvogel in Datteln beringt. Er stammt also aus der unmittelbaren Umgebung.

Bönen: Weißstorch, Kuckuck, Mäusebussard, Rohrammer, Grauschnäpper etc. am 27. + 30.05.21 (C. Rethschulte)

Rohrammer (m) im Bereich des HRB Seseke am 30.05.21 (Foto: C. Rethschulte). Dort auch ein ausdauernd rufender Kuckuck (vgl. die heutige Meldung von H. Peitsch).
Dorngrasmücke am HRB Seseke (30.05.21, Foto: C. Rethschulte).
Weißstorch hoch über dem NSG Lettenbruch am 30.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Dort auch immer wieder ein Mäusebussard (27.05.21, Foto: C. Rethschulte).
Aufmerksamer Grauschnäpper im Garten, den Blick auf den Nistkasten gerichtet (27.05.21, Foto: C. Rethschulte).
Amsel-Männchen im Garten (30.05.21, Foto: C. Rethschulte) – ein ausdauernder Sänger (März bis August) mit einem gewaltigen Repertoire und einem unerschöpflichem Motivreichtum, wie der Komponist und Dirigent Heinz Tiessen in seinem kleinen Buch ‚Musik der Natur‘ (Zürich 1989) herausstellt. Der Amselgesang – im Vergleich zur Nachtigall häufig unterschätzt – sei „die musikalische Höchstleistung der Natur außerhalb des Menschenwerks“, so Tiessen (zitiert nach Arnulf Conradi, Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung, München 2019, S. 175).
Plattbauch-Libelle (w) im Garten am 30.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Weinbergschnecke auf der Terrasse am 27.05.21 (Foto: C. Rethschulte).
Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata) auf einer Margeritenblüte am 30.05.21 (Foto: C. Rethschulte, Dank an Gregor Zosel für die Bestimmungshilfe).
Blühende Apothekerrose am Gartenschuppen (30.05.21, Foto: C. Rethschulte).

Fröndenberg: Neuntöter & Co. in den Altendorfer Ruhrwiesen am 30.5.2021 (T. Prünte)

Während eines Aufenthalt am Abend in den Ruhrwiesen Altendorf konnte ich ein Neuntöter Pärchen beobachten. Auf einer in diesem Neuntöterrevier frisch gemähten Wiese suchten zwei Wacholderdrosseln nach Nahrung. Ruhraufwärts überfliegend vier Weißstörche. Einer mit geringer Distanz voran, dann zwei Tiere, dann ein Tier in geringer Distanz folgend. Die von Martin Michaelis gemeldeten Weißstörche?

Nicht unerwähnt: Als erster auf dem Kamerachip landete ein Rotfuchs, der aus einem Rapsfeld hervortrat:

Bönen: Neuntöter, Baumfalke u.a. am 30.05.2021 (H. Peitsch)

Im HRB der Seseke scheint die Brut der Höckerschwäne negativ verlaufen zu sein, heute war kein Schwan mehr zu sehen. Ein plötzlich einfliegender Baumfalke mischte die Schwalben und Mauersegler auf, schlug aber wohl nur Großinsekten. Der Kuckuck rief ununterbrochen und überquerte zweimal das Becken.

Am Holzplatz zeigte sich heute ein Neuntöter.

Im RRB-Bramey war auf der Wasserfläche bis auf eine Nilgansfamilie nichts zu sehen, aber in den Gehölzen an der Seseke in dem Gebiet reichlich Gesang von Sumpfrohrsängern, Fitissen und Grasmücken.

Baumfalke
Baumfalke über dem HRB, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Neuntöter am Holzplatz, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Neuntöter am Holzplatz, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Kuckuck am 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Kuckuck am 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Nilgans-Familie im RRB-Bramey, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Nilgans-Familie im RRB-Bramey, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Fitis, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Fitis, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Dorngrasmücke singend, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch
Dorngrasmücke singend, 30.05.21 Foto: Hartmut Peitsch

Menden: Insektenexkursion mit Feldsandlaufkäfer, Schwalbenschwanz, Waldlaubsänger, Teichrohrsänger, Hohltaube, Kolkrabe und Habicht am 30.05.2021 (Gregor Zosel)

Heute habe ich meine erste „Insektenexkursion“ in diesem Jahr gemacht. Startpunkt waren bei frischen Morgentemperaturen um die 6°C die ehemaligen Schlammteiche am Wälkesberg. Durch das Waldgebiet am Wälkesberg ging es dann in Richtung Waldgebiet Saurenkamp, welches ich teilweise ablief. Vorbei am Mendener Modellflugplatz ging es dann über den Wälkesberg zurück zum Ausgangspunkt. Aus dem Schilf am großen Schlammteich direkt an der Straße sangen 2 Teichrohrsänger. Aus dem Wald am Wälkesberg hier 1 rufender Habicht, 1 Kernbeißer sowie 1 Waldlaubsänger nennenswert. Im Waldgebiet Saurenkamp 1 Kolkrabe und 1 Hohltaube. Auf meinen Weg durch teilweise urwüchsigen Wald heute weder Kleinspecht, Mittelspecht noch irgendein Schnäpper. Bei den Insekten 1 Schwalbenschwanz und 1 Feldsandlaufkäfer als Highlights. Außerdem nur 1 Waldbrettspiel, aber viele Pantherspanner und Zitronenfalter. Auf einem trockenen Abschnitt des Südhangs des Wälkesberg entdeckte ich ein Exemplar der Plattbauchspinnenart (trachyzelotes pedestris).

Schwalbenschwanz
Schwalbenschwanz am Wegesrand….am 30.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Feldsandlaufkäfer
Nur dieses eine Bild konnte ich von einem über den Weg laufenden Feldsandlaufkäfer machen….am 30.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Eigentlich nachtaktiv ist die Plattbauchspinnenart (trachyzelotes pedestris). Einen offiziellen deutschen Namen gibt es leider nicht. Diese Art ist ein Bewohner der trockenen Habitate wie. Z.B. Magerasen, Weinberge oder Steinbrüche.….am 30.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)
Hermelin
Im Waldgebiet Sutenkamp hat dieses Hermelin Beute gemacht….am 30.05.2021 (Foto: Gregor Zosel)

Unna/Soest: Fortsetzung der ersten Nachtexkursion mit bettelnden Waldohreulen und Waldkäuzen, Feldschwirl, Nachtigallen, etlichen Laubfröschen, Wachtel und weiterhin Zwergohreule am 29.-30.05.2021 (Marvin Lebéus & Stefan Helmer)

Die Witterung hat sich zu heute leider etwas verschlechtert. So war die Nacht spürbar kälter (4-8 Grad) und fast durchgehend nebelverhangen. Die Fortsetzung unserer Nachtexkursion war (dementsprechend ?) leider ernüchternd. Leidglich 1 Wachtel konnte erfasst werden, sie schlug gegen 2:00 bei Bramey-Lenningsen.

Außerdem erwähnenswert: an 3 Stellen (Fröndenberg, Lünern, Hemmerde) bettelnde Waldohreulen (mind. 5 Rufer), Nähe Schoofsbrücke bei Altendorf noch mind. 2 bettelnde Waldkäuze als auch weiterhin die bereits bekannte Zwergohreule an der Kreisgrenze Unna-Soest. Erstaunlicherweise konnten wir die Zwergohreule heute sogar aus 2000m (!) Entfernung noch hören, obwohl das Waldstück „Steiner Holz“ zwischen uns und der Eule lag. Auf der gesamten Strecke sonst nur noch: lediglich 8 Nachtigallen, 5 Sumpfrohrsänger, 2 Kuckucke, 2 Teichhühner, 1 Feldschwirl, 1 Dachs, 1 Fuchs und 1 in der Nacht singender Gelbspötter.

Bettelnde Waldohreulen bei Hemmerde mit im Hintergrund rufender Zwergohreule (hier etwa 1200m entfernt), am 29.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Laubfrosch-Konzert in den Hemmerder Wiesen, außerdem zu hören: Feldschwirl und kleiner Wasserfrosch, am 30.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Hier mal ein einzelner Laubfrosch und das eigentliche Konzert leise im Hintergrund, am 30.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Überrascht hat uns dieser Gelbspötter (Nähe Schoofsbrücke) der um 3:30 seine Strophe in sehr langsamen Tempo vorträgt, am 30.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Rasthabitat der Zwergohreule: unscheinbares, „unaufgeräumtes“, abgeholzte Wäldchen am Straßenrand, am 30.05.2021 Foto: Marvin Lebéus

Lünen: Pirol (!?), Teichrohrsänger, Rohrammer etc. am 29.05.21 (A. Steinweg)

In einem kleinen Eichenwäldchen zwischen dem Park des Schlosses Schwansbell und den Kleingartenanlagen sorgten der Gesang und die Rufe eines Pirols am frühen Samstagmorgen zunächst für Begeisterung, später für eine gewisse Ratlosigkeit. Der Grund: In dem Eichenwäldchen hielt sich zu dem Zeitpunkt ein riesiger Starenschwarn auf, durch dessen Lärm ich den Pirol fast überhört hätte. Nun ist der Star aber auch als ausgezeichneter Stimmenimitator bekannt und es bleibt ein Restzweifel bzgl. der Urheberschaft des Gesanges. Den Pirol konnte ich bei dem Umhergefliege der Stare leider optisch nicht ausmachen. Ich glaube aber eher an einen Pirol, da der Gesang fortlaufend und nicht als Imitationsbaustein eines Starengeschwätzes vorgetragen wurde. Auch die typischen häherartigen Rufe waren zu hören. Ansonsten im Schilfgürtel des Horstmarer Sees mindestens 4 gleichzeitig singende Teichrohrsänger, die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher sein, da im Schilf ständig nicht singende, sich verfolgende Exemplare zu sehen waren. Am Schilfrand eine brütender Haubentaucher. Außerdem noch eine singende Rohrammer und mindestens ein Fitis. Am Wasserwanderplatz eine Höckerschwanfamilie mit 6 Pulli, wobei eines huckepack auf dem Rücken der Mutter mitschwamm. Auf der Gräfte von Schloss Schwansbell ein brütendes Teichhuhn sowie eine Kanadagansfamilie mit 5 Pulli.

Unna:Girlitz am 30.05.21 ( Alfred Haberschuss)

Heute Vormittag wurden wieder 2 Girlitze im Ortskern von Unna-Lünern beobachtet. Sie waren längere Zeit auf einem Rasen mit der Futtersuche beschäftigt. ( Leider nur unscharfe Belegfotos)

Girlitz in Unna – Lünern
Girlitz Paar auf der Futtersuche in einem Garten in Unna – Lünern

Unna, Wiehagen (Kr. SO): Wespenbussard, Waldohreulen, Kuckuck, 29.05.2021 (B.Glüer)

Über dem Hemmerder Schelk ein mit 2 Mäusebussarden kreisender Wespenbussard (m). Östlich Frdbg.-Bausenhagen, nahe Grünenbaum (knapp jenseits der Kreisgrenze), bei Tageslicht Rufe junger Waldohreulen.

Bei UN-Dreihausen ein rufender Kuckuck.

Wespenbussard über dem Hemmerder Schelk kreisend. Ähnlich, wie der von Marvin Lebéus fotografierte Vogel, ein sehr helles, jedoch männliches Exemplar, 29.05.2021 (Foto: Bernhard Glüer)