Eine zweite Zugvogelzählung am Hemmerder Schelk verlief interessanter als erwartet. Während Arten wie Buchfink und Star nun spürbar durchziehen, lassen Feldlerchen und Wiesenpieper noch immer auf sich warten. Zumindest hofft man „dass da noch mehr kommt“. Die Bedingungen waren besser als angekündigt. Bei anfänglichen 11°C war es überwiegend sonnig, der Himmel war nur locker bewölkt. Es wehte ein auffrischender Wind aus NW mit einzelnen Böen dazwischen. Gezählt wurde wie bereits letzte Woche zwischen 07:15-11:15.
Nachfolgend die gezählten Vogelarten (28) in absteigender Reihenfolge:
Eine erste Zugvogelzählung am Hemmerder Schelk verlief sehr ruhig. Die Bedingungen waren mäßig, bedeckter Himmel mit anfänglichen 14°C, sowie lebhaftem Wind aus SW mit spürbaren Böen. Gezählt wurde von 7:15 – 11:15.
Nachfolgend die gezählten Vogelarten (23) in absteigender Reihenfolge:
Aus dem Hemmerder Schelk ruft noch 1 Schwarzspecht. Stationär hier 1 Sperber, 1 Habicht, 2 Turmfalken und 3 Mäusebussarde.
Rotmilan mit leichten Schwierigkeiten entgegen der Windrichtung zu fliegen; am 07.10.2023 Foto: Marvin LebéusDie Habicht-Silhouette ist auf dem Weg zurück in das Hemmerder Schelk; am 07.10.2023 Foto: Marvin Lebéus
In Feldfluren nördlich Ruhne bis westlich Gerlingen folgende Beobachtungen am frühen Morgen: 3 Rohrweihen (1x dj., 1x 2Kj. wf, 1x wf.) und 1 ad. weibliche Wiesenweihe westwärts durchfliegend, 1 dj. Wanderfalke erfolglos eine Taube jagend, 2 Turmfalken und 1 dj. Rotfußfalke. Nachdem der Rotfußfalke länger am Boden döste, flog er schließlich auf und zog immer wieder tief über den Acker. Er rüttelte kurz und stieß dann gezielt zu Boden. Erbeutete Insekten wurden sofort zerteilt und gefressen, danach flog er prompt wieder auf. Im Spektiv konnten wir sehen dass er beidseitig beringt ist, leider konnte die vollständige Kennzeichnung nicht eindeutig abgelesen werden. Wir vermuten aktuell folgende Kombination: rechts weiß unbeschriftet, links hellgrün „PA..“, wobei „A“ unsicher. Metallring möglicherweise rechts über Weiß.
Außerdem hier noch u.a.: >22 Schafstelzen, 16 Rauchschwalben durchziehend, >8 Braunkehlchen, 8 Bluthänflinge, 3 Schwarzkehlchen, 2 Baumpieper, 1 Dorngrasmücke und vor Sonnenaufgang noch 1 schlagende Wachtel.
Dösender diesjähriger Rotfußfalke westliche von Gerlingen…, 27.08.2023 Foto: Marvin Lebéus…neben der kompakten Gestalt, ist das weißliche Halsband ein gutes Bestimmungsmerkmal im Gelände. Sowohl im Flug als auch am Boden kontrastiert es auffällig zum Rest des Körpers…, 27.08.2023 Foto: Marvin Lebéus…die Unterseite ist der des Turmfalken ähnlicher, jedoch schließt sie bei dem Rotfußfalken mit einem dunklen Hinterrand ab…, 27.08.2023 Foto: Marvin Lebéus…auf kurze Flugphasen folgen kurze Rüttelphasen die meist auch erfolgreich enden, einfach zu fangende Insekten werden bevorzugt…, 27.08.2023 Foto: Marvin Lebéus …entschlossener Richtungswechsel führt schließlich zum Erfolg, 27.08.2023 Foto: Marvin Lebéus
Auf einer Nachtexkursion im Kreis Unna (Strecke 73,4km) konnten in der Nacht zu Samstag einige erfreuliche Beobachtungen gemacht werden. Zwischen 22:15 – 04:15 waren die Temperaturen relativ mild, zwischen 15-20°C Grad, es wehte nur ein leichter Wind. Auf der gesamten Strecke keinerlei Wachtelkönige, auch nicht an den zwei bereits bekannten Stellen zwischen Hemmerde und Westhemmerde sowie nördlich der Wilhelmshöhe.
Dafür an selber Stelle zwischen Hemmerde und Westhemmerde 1 Wachtel und östlich des Hemmerder Ostfeldes an der Grenze zum Kreis Soest 1 weitere Wachtel, hier auch 1 rufender Steinkauz.
Nordöstlich der Hemmerder Wiesen 2-3 bettelrufende Waldohreulen und 1 Schleiereule rufend. Südöstlich des Hemmerder Schelks weitere 2 bettelrufende Waldohreulen. Am Backenberg/Fröndenberg Ostbüren noch eine einzelne überfliegende Waldohreule, hier auch 1 ansitzende Schleiereule.
Im Fröndenberger Osten 1 ad. Waldkauzweibchen rufend und überfliegend. Kurz darauf ein zaghaft rufender Jungvogel, vermutlich ein Männchen.
Erfreulich waren neben dem Wasserfrosch-Konzert im NSG Kiebitzwiese und im NSG Hemmerder Wiesen, auch einige wenige Laubfrösche .Auf der gesamten Untersuchungsstrecke nur noch 4 Sumpfrohrsänger zu hören.
Bettelrufende Waldohreulen bei Hemmerde, am 24.06.2023 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Gestern am 08.05.23 in den Hemmerder Wiesen neben dem bekannten rufenden Kuckuckmännchen, nun auch mal das zugehörige Weibchen kurz zu sehen. Außerdem hier -nach längerer Abwesenheit- mal wieder ein Paar Schwarzkehlchen.
Heute am 09.05.23 ebenfalls in den Hemmerder Wiesen dann zwei Sichler in der Kernzone. Die beiden Sichler hielten sich erst gut versteckt hinter hohem Gras auf. Dadurch waren sie immer wieder nahezu unsichtbar unterwegs. Im Laufe des Vormittags erweitertern sie ihren Radius, wodurch man sie auch schön frei beobachten konnte. Eine kurze Abfrage bei ornitho.de ergab dass es sich wohl aktuell/2023 um die einzigen Individuen innerhalb NRW handelt. Im Kreis Unna wurde ein Sichler zuletzt vor neun Jahren, am 02.01.2014 im NSG Kiebitzwiese gemeldet.
Außerdem im NSG noch erwähnenswert: 8 Grünschenkel, 2 Bruchwasserläufer, 2 Feldschwirle, 1 Gelbspötter, 1 Neuntöter, 1 Schwarzkehlchen, 1 Kuckuck, 2 Rohrweihen (m+w) und 2 Wespenbussarde nach Nord überfliegend.
Im Südwesten des Kreises Soest eine männliche Wiesenweihe -vermutlich einem Weibchen Beute übergebend-, leider war eine längere Beobachtung verkehrstechnisch nicht möglich. Ebenfalls hier zwei Rebhühner eine Schnellstraße querend.
Männlicher Kuckuck ansitzend in den Hemmerder Wiesen; 08.05.2023 Foto: Marvin LebéusAbflug zur nächsten Singwarte; 08.05.2023 Foto: Marvin LebéusDas weibliche Pendant etwas entfernter stumm ansitzend und beobachtend; 08.05.2023 Foto: Marvin LebéusDas breite klar abgegrenzte Hinterflügelband kennzeichnet diesen Wespenbussard als Männchen; 09.05.2023 Foto: Marvin LebéusKurz darauf folgt dieser Vogel, welcher sich in der Nachbearbeitung als -wohl weiblicher- Wespenbussard entpuppt, das Hinterflügelband ist diffus und nicht so klar abgegrenzt wie bei dem ersten Vogel; 09.05.2023 Foto: Marvin LebéusEin aufmerksames Eichhörnchen folgt dem Weg entlang des NSG; 09.05.2023 Foto: Marvin LebéusSichler im NSG Hemmerder Wiesen; 09.05.2023 Foto: Marvin LebéusFür das Gebiet sehr wahrscheinlich ein Erstnachweis dieser Art, was wohl nochmal deutlich die Qualität dieses NSG hervorhebt; 09.05.2023 Foto: Marvin LebéusAuf dieser -wenn auch schlechten Digiskopie- erkennt man dennoch sehr schön das rotbraune teils schimmernde Prachtkleid des Vogel; 09.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusDer Vormittag wurde ausgiebig genutzt um die Wiesen nach fressbarem abzulesen; 09.05.2023 Digiskopie: Marvin Lebéus
Nach dem für „Unnaer Verhältnisse“ schon massenhaften Auftreten von >110 Limikolen am Mittwoch (s. Meldung) und auch bereits schon nennenswerten Zahlen Tage davor, ist die Lage in den Hemmerder Wiesen weiterhin sehr spannend. Es ist spürbar Bewegung im Gebiet, so zeichnet sich fast schon im Stundentakt ein neues Bild mit anderen Zahlen und Sichtungen. Nach den gestrigen, teils kräftigen Regenfällen, war es also denkbar, dass sich einige Durchzügler eine notgedrungene Pause gönnen.
Limikolen: >37 Bruchwasserläufer, 10 Kampfläufer (3 Männchen davon 2 weit im PK, 7 Weibchen), 8 Grünschenkel, 7 Temminckstrandläufer (!), 1 Sichelstrandläufer und 1 Flussregenpfeifer.
In der Luft: 2 Wespenbussarde (1m), 1 Schwarzstorch und 1 m Wiesenweihe hoch nach Nord durchfliegend/oder ziehend; außerdem hier mind. 2 wf. Rohrweihen, 1 Weißstorch und 1 Habicht.
Feldschwirl in den Hemmerder Wiesen; 06.05.2023 Foto: Marvin LebéusKurz nach dem Buchfink stimmt der Feldschwirl ein; 06.05.2023 Tonaufnahme: Marvin LebéusZwei konkurrierende Nachtigallen schmettern sich ihre Strophen um die Ohren, dabei sind die beiden nur wenige Meter auseinander. Die besten Plätze werden hart umkämpft; 06.05.2023 Tonaufnahme: Marvin LebéusAuch die Gartengrasmücke ist mittlerweile mit mind. 3 Ex. vertreten; 06.05.2023 Tonaufnahme: Marvin LebéusKiebitzküken in der Schutzzone des NSG, in ständiger Begleitung ihrer Eltern die etwas abseits stehen. In diesem Alter sind sie leichte Beute; 06.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusSichelstrandläufer als besonderer Überraschungsgast an diesem Tag. Mit seinem fast vollständig gemauserten ziegelroten Prachtkleid lässt er den Bruchwasserläufer ziemlich alt aussehen; 06.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusIm Profil erkennt man auch den leicht abwärts gebogenen Schnabel noch ganz gut; Sichelstrandläufer sind mittelhäufige Durchzügler, wenn überhaupt sieht man sie an den Küsten, aber eher selten im Binnenland. Ihr Brutplatz liegt im arktischen Sibirien; 06.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusSolche „Tankstellen“ an denen diese Limikolen ihre Reserven auffüllen können, wie eben hier im NSG, sind sehr wichtige Trittsteine. Der Sichelstrandläufer hat nämlich noch einige tausend Kilometer vor sich. Im Hintergrund bahnt sich bereits die nächste Sensation an; 06.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusEiner von insgesamt sieben stolzen Temminckstrandläufern, die ebenfalls Rast machen. Noch kleiner als der Zwergstrandläufer ist der Temminckstrandläufer. Im Gelände vor allem an seiner eher buglastigen Körperhaltung, seiner gräulichen und zu den Flanken hin weiß abgesetzten Brust und seines eher niedlichen Erscheinungsbildes gut erkennbar; 06.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusIm Vergleich zum Bruchwasserläufer dahinter ist diese Limikole ein echter Zwerg. Temminckstrandläufer sind nicht immer einfach zu entdecken, nicht zuletzt weil sie sich viel unscheinbarer verhalten, die kriechenden Bewegungen erinnern auch nicht sofort an einen Watvogel; 06.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusUnd im Vergleich zum Grünschenkel ist er ein echter Winzling. Der Temminckstrandläufer gehört zu den seltenen Durchzüglern, sein Brutgebiet fängt aber, anders als beim Sichelstrandläufer, bereits in Norwegen an. Sehr wahrscheinlich bleiben viele Beobachtungen aufgrund seiner Größe und seines Verhaltens einfach unentdeckt; 06.05.2023 Digiskopie: Marvin LebéusSchwarzstorch überfliegt das Gebiet hoch Richtung Nord, daneben ein Mäusebussard; 06.05.2023 Foto: Hartmut BrecherDer erste Wespenbussard des Jahres überfliegt den Kreis Unna bei Hemmerde. Dieses Männchen scheint den Heimzug immerhin ohne Einschüsse überstanden zu haben; 06.05.2023 Foto: Hartmut BrecherGegen Abend bahnt sich dann die nächste Regenfront an, möglicherweise mit weiteren Gästen im Schlepptau?! 06.05.2023 Foto: Marvin Lebéus
Am 01.05.2023 ein -lt. Unnaer Phänologie- sehr früher Gelbspötter in den Hemmerder Wiesen (mit B. Glüer). Zuletzt in 2012 von S. Kolbe und H. Künemund ein früher Gelbspötter am selben Tag. Normalerweise trift diese Art erst am Ende des ersten Maidrittels bei uns ein. Am selben Tag auch 1 rufender Kuckuck und mehrere Nachtigallen.
Heute am 03.05.2023 ein sehr hohes Aufkommen rastender Limikolen in den Hemmerder Wiesen: >92 Bruchwasserläufer (!), 9 Grünschenkel, 7 Bekassinen, 1 weiblicher Kampfläufer, 1 dunkler Wasserläufer (weitestgehend PK) und 1 Zwergschnepfe. Weiterhin erwähnenswert sind 6 Löffelenten (3w+3m), 2 Schnatterenten (1w+1m), mind. 1 wenige Tage altes Kiebitzküken in der Kernzone, 1 singende Gartengrasmücke und 1 abfliegender Habicht.
Erst schlägt die Nachtigall einmal, dann grätscht in der Mitte der Gelbspötter dazwischen; 01.05.23 Tonaufnahme: Marvin Lebéus
Am 24.08 noch 2 Wespenbussarde in der Nähe des Hemmerder Schelks. Ein Vogel nach Ost ab- oder überfliegend und ein anderer Vogel in den Wald (vermutlich mit Beute) einkehrend. Hier auch heute der für mich erste ziehende Baumpieper.
Am 25.08 in Feldfluren nördlich Ruhne neben 1 Baumfalke auch 2 Brachpieper. Nördlich Waltringen für mehrere Tage eine Ansammlung von >60 Schafstelzen.
Am 27.08 in Feldfluren nördlich Ruhne 3 Rohrweihen (1xm ad., 1xm immatur., 1xdj.), 1 Wanderfalke (dj.), 1 Goldregenpfeifer und auf Rapsstoppeln dann noch >220 Bluthänflinge, >30 Schafstelzen, >11 Braunkehlchen, 1 Schwarzkehlchen, weiterhin 2 Brachpieper und mind. 1 Ortolan (Erstentdeckung W. Pott). Nachmittags an der kleinen Wand bei Fröndenberg-Bausenhagen nach Regenschauern ein Massenauftreten von >600 Rauch- und Mehlschwalben.
Am 28.08 in Feldfluren nördlich Ruhne bis Gerlingen dann ein Maximum von >23 (!) Braunkehlchen, außerdem an 2 Stellen -vermutlich derselbe- wf. Merlin. (Mitbeobachter Stefan Helmer)
Am 30.08 am Abend weiterhin der von B. Glüer am Morgen bereits gemeldete 1 Mornellregenpfeifer westlich Gerlingen auf Rapsstoppeln. Möglicherweise begünstigt durch das durchgehend sonnige und wenig abwechslungsreiche Wetter, zogen viele Mornellregenpfeifer einfach direkt weiter ohne eine längere Rast bei uns einzulegen. An insgesamt 12 Terminen gezielter Nachsuche war dieser einzelne Vogel der einzige den ich in der Hellwegbörde zwischen Schlückingen, Vierhausen, Ruhne und Gerlingen ausmachen konnte.
Am 01.09 erneut 1 wf. Merlin bei Gerlingen, auf dem Rückweg von hier bis Waltringen (<5km) ein Maximum von 27 (!) Steinschmätzern.
Am 02.09 während der Rotmilanschlafplatzzählung im Bereich Westhemmerde leider nur 6 gezählte Vögel. Nebenher hier stationär an einem Ort immerhin >9 Braunkehlchen.
Am 03.09 abends über der eigenen Wohnung in Wickede 1 rufender Waldwasserläufer.
Am 04.09 in Feldfluren bei Schlückingen >3 Braunkehlchen, 1 Steinschmätzer, 1 Schafstelze, >1 Feldlerche und 1 Brachpieper. Obwohl hier dieses Jahr gleich mehrere verschiedene Gemüsefelder gedeihen, sind klassische hier zu erwartende Zugvögel wie Schafstelze, Steinschmätzer und Braunkehlchen extrem rar.
Am 08.09 am Abend >13 Rotmilane entlang der kleinen Wand bei Fröndenberg-Bausenhagen offensichtlich Schlafplätze suchend. Hier auch ein großer Trupp von >30 Baumpiepern am Boden.
Am 12.09 ebenfalls im Bereich kleine und große Wand bei Fröndenberg-Bausenhagen 2 Rohrweihen (1xm ad, 1x dj.), 1 Sperber, 1 Merlin, >80 Schafstelzen und >10 Baumpieper.
Am 13.09 eine westwärts überfliegende Rohrweihe (1x m ad.), beobachtet aus der eigenen Wohnung in Wickede.
Heute am 14.09 abends im NSG Kiebitzwiese in Fröndenberg 1 dj. Steppenweihe mehrmals erfolglos durch das NSG jagend. Möglicherweise handelt es sich um denselben Vogel den C. Rethschulte und H. Brecher am 11.09.2022 in der Uelzener Heide und im Hemmerde Ostfeld gesehen haben. Außerdem hier noch 1 Fischadler, >3 Braunkehlchen, 2 Bekassinen, 1 Eisvogel und eine Ansammlung von >1000 Staren. Entlang der Wickeder Straße noch beachtliche 18 Graureiher und 5 Silberreiher.
Ein Sommer der in Erinnerung bleiben wird, sehr sonnig und entsprechend auch sehr trocken. Hier am Haarstrang bei Fröndenberg-Bausenhagen aufgenommen; am 23.08.2022 Foto: Marvin LebéusRufend abfliegender Brachpieper nördlich Ruhne; am 25.08.2022 Tonaufnahme: Marvin LebéusDer wohl einzige seiner Art in dieser Saison bei uns rastend, ad. Mornellregenpfeifer bei Gerlingen. Abgesucht wurden Flächen am Haarstrang zwischen Schlückingen, Vierhausen, Ruhne und Gerlingen; am 30.08.2022 Digiskopie: Marvin LebéusMassenansammlung von >1000 Staren im NSG Kiebitzwiese, verteilen sich in der Abenddämmerung auf dem Strommast und der Oberleitung; am 14.09.2022 Foto: Marvin LebéusDiesjährige Steppenweihe im NSG Kiebitzwiese, für eine Dokumentation sollten diese Handyaufnahmen ausreichen: fehlende schwarze Hinterkante unterseits der Hand sowie hellere Finger im Vergleich zu einer dj. Wiesenweihe. am 14.09.2022 Foto: Marvin LebéusWohl weniger aussagekräftig, die dunkle Oberseite der Weihe mit deutlich weißer Schwanzwurzel und hell abgesetzten Flügelspiegeln. Die charakteristische dunkle Boa konnte ich fotografisch mit dem Handy leider nicht einwandfrei festhalten; am 14.09.2022 Foto: Marvin Lebéus
Am 24.07 über dem NSG Obergraben/Fröndenberg bereits >21 Weißstörche kreisend an Höhe gewinnend und dann nach Süd abziehend.
Am 25.07 an der Großen Wand/Fröndenberg >5 Rotmilane und auch noch 1 Schwarzmilan. Bei Wiehagen/Wickede am Nachmittag 1 rufender Steinkauz. Am östlichen Ortsrand von Wickede machen mich erneut Rufe von Graureihern aufmerksam. Möglicherweise besteht hier in einem kleinen Kiefernwäldchen eine Kolonie. Leider (oder vielleicht sogar besser so) ist das Waldstück nur schlecht einsehbar.
Am 27.07 zwischen Bausenhagen und Bentrop/Fröndenberg an insgesamt 3 Stellen immerhin >6 Grauschnäpper. Hier aus einem Getreidefeld am späten Nachmittag auch noch 1 Wachtel schlagend.
Am 31.07 fliegt 1 Baumfalke entlang des Bausenhagener Schelks/Fröndenberg tief nach Westen. Von hier aus auch 1 Wespenbussard tief nach Süden Richtung Eichholz wechselnd. Kurz zuvor an der Kleinen Wand/Fröndenberg 1 immature männliche Rohrweihe und 1 Sperberweibchen jagend.
Am 01.08 erneut 1 Baumfalke im Fröndenberger Osten, diesmal nach Nordost überfliegend.
Am 07.08 in der Strickherdicker Feldflur/Fröndenberg noch 1 wf. Rohrweihe, 1 Rotmilan und >2 singende Feldlerchen erwähnenswert. In den hiesigen Naturschutzflächen noch 4 Distelfinken, rufende Bluthänflinge, mind. 1 wf. Neuntöter, 1 warnende Dorngrasmücke und 1 Rohrsänger der seinen flüggen Nachwuchs füttert (vermutlich Sumpfrohrsänger). Bei Fröndenberg-Bausenhagen erneut 1 Sperberweibchen jagend.
Am 10.08 im NSG Kiebitzwiese/Fröndenberg die für mich ersten 3 Bekassinen, die nebst anderen Arten (wie z.B. Silberreiher, Weißstorch) wohl langsam aber sicher auch auf abgeschlossene Brutgeschäfte und beginnende Zugzeit hinweisen. An der Großen Wand/Fröndenberg neben 3 Rotmilanen erneut auch 1 Schwarzmilan.
Am 16.08 über dem Ruhrtal in Wickede 1 Sperberweibchen langsam kreisend. In der Strickherdicker Feldflur >3 Turmfalken (2 dj. Vögel bettelnd), auf der nördlichen Naturschutzfläche 1 Schafstelze und >3wf. Neuntöter. Letztere waren nicht so leicht zu finden. Gerne wechselten diese zwischen den Flächen, dem Acker und der Wegbepflanzung ihre Ansitze. Möglicherweise hat auch hier dieses Jahr -im Verborgenen?- eine Brut stattgefunden.
Heute am 18.08 im Westen Wiehagens/Wickede auch die für mich ersten 3 Braunkehlchen auf einem Stoppelfeld rastend, hier auch >6 Misteldrosseln, >4 Bluthänflinge, 3 Schafstelzen und aus einem nahe gelegenen Waldstück noch 1 Hohltaube singend. An der östlichen Fröndenberger Kreisgrenze 1 Baumfalke nach West überfliegend. Das ist die für mich vierte Beobachtung im östlichen Kreisgebiet. Gut möglich dass auch hier -im Verborgenen- eine Brut stattgefunden hat. Idealerweise stolpert man, wie zuletzt erst westlich Fröndenbergs, in Bönen oder in Kamen-Rottum über bettelrufende Jungvögel die eine Brut abschließend bestätigen.
Am 07.07. am Grünenbaum/östliche Kreisgrenze zu Soest ein erster beachtlicher Starenschwarm von >700 Vögeln. In den folgenden Tagen nicht mehr anwesend.
Am 09.07. zwischen Bentrop und Gut Scheda ein männlicher Wespenbussard mit einem -vermutlichen- Mäusebussard merkwürdigerweise synchron, nach Osten über die Kreisgrenze nach Wickede fliegend. Hier bei Bentrop auch 3 Rotmilane und 1 Schwarzmilan. Über Fröndenberg-Hohenheide schon beachtliche >50 Mauersegler kreisend, wohl bereits in Zugstimmung wie B. Glüer bereits erwähnte.
Am 16.07. im Hemmerder Ostfeld eine hoch überhinfliegende wf. Rohrweihe. Hier im Getreide auch 1 m Schwarzkehlchen. Am Steiner Holz ebenfalls 2 Schwarzkehlchen (m+w) im Getreide.
Am 18.07. zwischen Bentrop und Bausenhagen ein Familienverband von >3 Grauschnäppern. Hier auch einnmal kurz 1 Steinkauz rufend.
Heute am 19.07. entlang der Ruhrpromenade bei Wickede >10 Weißstörche jagend. Nun hat die „Hitzeblase“ auch Deutschland erreicht. Bei frühabendlichen 38 Grad und keinerlei merklicher Luftzirkulation lässt es sich nur schwer aushalten. Man leidet mit den Geschöpfen die diese Strapazen einfach aushalten müssen förmlich mit. Am NSG Kiebitzwiese noch 2 Silberreiher, 1 Rot- und 1 Schwarzmilan. Bei Fröndenberg-Warmen weitere 3 Rotmilane, die im Moment vor allem durch ihre Rufe auffallen.
Ein Abfrage auf ornitho bezüglich Beobachtungen von Silberreihern im Kreis Unna hat interessante Daten zu Tage gefördert. Das Fenster in der keine Silberreiher anwesend sind, ist dieses Jahr sehr klein. Die letzte Beobachtung in der ersten Jahreshälfte war am 26.05. für Schwerte und am 24.05. für Fröndenberg. Die erste Beobachtung für die zweite Jahreshälfte war der 09.07. für Fröndenberg, ergibt eine „Sommerpause“ von lediglich 43 Tagen, also knapp über 6 Wochen. Noch undurchsichtiger wird es wenn man 2021 betrachtet, hier gab es keine ersichtliche Sommerpause, in jedem Monat gab es Beobachtungen. Dass das keine Seltenheit darstellt sieht man wenn man sich das jahreszeitliche Auftreten im gesamten Bundesgebiet anschaut. Der Anteil reduziert sich in den Sommermonaten merklich, verschwindet aber nie.
Gestern am 25.06.2022 erneut 1 rufender Kuckuck südlich von Frönenberg-Warmen, vermutlich auf dem Wasserwerks-Gelände.
Am Nachmittag an der Ruhrpromenade in Wickede 1 durchfliegender Kolkrabe, vermutlich vom Echthauser Berg kommend. Hier auch weiterhin 1-2 Neuntöter Männchen. Die Reviere liegen so dicht am Radweg dass die Vögel sich offensichtlich schon an den Verkehr gewöhnt haben. Heute hier auf den gemähten Wiesen noch 3 Weißstörche.
Östlich von Bausenhagen weiterhin der -vermutlich noch unverpaarte- Gelbspötter mit seinem imposantem Gesangsrepertoire.
Nachdem man hier lange nichts von Schnatterenten auf der Kiebitzwiese gelesen hat, heute erfreulicherweise gleich 2 Familien. Im hinteren Bereich schwimmen 3 adulte Weibchen mit 1×8 und 1×5 Pullis. Außerdem noch 1 weibliche Reiherente mit 5 Pullis.
Neuntöter am Ruhrtalradweg bei Wickede, das Foto ist tatsächlich mit meinem Handy entstanden; am 15.06.2022 Foto: Marvin LebéusObacht, jetzt kann man auch wieder über Rehkitze stolpern. So wie hier im Osten Fröndenbergs, am besten einfach schnell weitergehen; am 12.06.2022 Foto: Marvin LebéusSchade dass man aktuell wieder solche Szenen zu Gesicht bekommt. Warum hier 4m bis zum Feldrand gemäht wurde ist mir schleierhaft. Aber Insekten sieht man hier nun keine mehr; am 25.06.2022 Foto: Marvin LebéusÜberhaupt scheint man sich hier wirklich Mühe gegeben zu haben die Feldränder weitestgehend zu „desinfizieren“; Die Straße bildet die Grenze zwischen dem Kreis Unna und dem Kreis Soest, südlich Gut Scheda; am 25.06.2022 Foto: Marvin Lebéus
Nachtrag: Am Sonntag den 19.06.2022 konnte meine Lebensgefährtin gegen 23:00 mehrmals eine rufende Wachtel in unserem Wohngebiet in Wickede hören. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hierbei um ein umherfliegendes Tier, geeignete Flächen sind hier nicht in Hörweite.
Am heutigen Abend in Stentrop, sehr früh gegen 17:50 mehrmals ein rufender Steinkauz. Südlich des Hemmerder Schelks eine jagende weibchenfarbene Rohrweihe. Östlich von Bentrop noch ein Neuntöter und zwei Feldsperlinge erwähnenswert. In der Nähe der großen Wand bei Bausenhagen stolpere ich erneut über einen Gelbspötter mit „irrem Gesang“.
Gelbspötter bei Bausenhagen, mit toller akustischer Darbietung. Immer wieder verblüffend was man von dieser Art so alles zu hören bekommt; am 22.06.2022 Tonaufnahme: Marvin Lebéus
Auf einer Fahrradtour entlang des Ruhrtalradweges von Wickede bis zu den Röllingwiesen in Westhofen (36km eine Strecke) leider recht wenig „Vogelgezwitscher“. Auch wenn die Ergebnisse nicht so aussagekräftig sind wie wenn die Strecke abgelaufen wird, hatte ich mir höhere Artenzahlen gewünscht, zumindest bei den Langstreckenziehern, die eben noch nicht so lange im Brutgebiet sind. Hier die kurze Liste nach absteigender Häufigkeit: dutzende -ungezählte- Dorngrasmücken, 12 Sumpfrohrsänger, 6 Mönchsgrasmücken, 4 Neuntöter, 4 Gelbspötter, 4 Gartengrasmücken, 4 Kuckucke, 2 Teichrohrsänger und 1 Klappergrasmücke. Die genauen Orte sind bei ornitho.de einsehbar.
Kurz hinter der südlichen Kreisgrenze (MK), nähe der Ruhrbrücke bei Langschede 1 jagender Schwarzmilan, segelt schließlich nach SW weiter.
An der Ruhr, südlich des NSG Mühlenstrang singt kurzzeitig 1 Kleinspecht.
In den Röllingweisen weiterhin der von K. Matull gestern gemeldete Löffler, zur Mittagszeit allerdings überwiegend ruhend. Außerdem noch erwähnenswert >45 Mauersegler über der Ruhr jagend, 1 anwesender Baumfalke, 1 Eisvogel, 1 Rohrammer und 1 Neuntöter.
Auf Fahrradtouren durch Fröndenberg, Wickede und Hemmerde konnten in den letzten Tagen immer mal wieder nette Beobachtungen gemacht werden.
Am 23.05 entlang der Ruhrpromenade in Wickede neben einem Paar Neuntöter auch eine singende Nachtigall (direkt neben Westfalenstahl). Erstaunlich für mich ist nicht nur das späte Gesangsdatum der Nachtigall, sondern auch der Ort. In Wickede waren mir keine Nachtigallen-Reviere bekannt.
Im Warmer Löhen am 23.-24.05 immerhin 2-3 Sumpfrohrsänger, 1 Feldlerche, 1 Schafstelze und 1 Gelbspötter.
Heute am 25.05 in den Hemmerder Wiesen ebenfalls noch 1 singende (vermutlich unverpaarte) Nachtigall, >7 Kiebitze (1 Jungvogel kurz sichtbar), 1 Kuckuck, 2 Sumpfrohrsänger, 1 Habicht und 1 Gelbspötter.
Kurz darauf im Hemmerder Ostfeld immerhin noch 1/2 gestern von B. Glüer gemeldeten Wachteln, 1 jagende männliche Rohrweihe, 4 Schafstelzen in 3 Revieren, 1 Kuckuck und 1 warnendes Schwarzkehlchen was vermutlich auf eine Brut schließen lässt.
Wenig später in Dreihausen 1 niedrig überhinfliegender Schwarzmilan und 2 dicht beieinander singende Gelbspötter. Ein Vogel singt sehr hoch aus einer Fichte, in seiner Strophe hat er eine Tonleiter eingebaut. Bei solch eingeflochtenen Elementen ist die Aufregung groß, Buschrohrsänger haben bekanntermaßen selbe Elemente in ihren Strophen eingebaut. Einen ähnlichen Vogel konnte ich am 10.06.2020 (https://www.ornitho.de/index.php?m_id=54&backlink=skip&mid=590049) schon in Bönen beobachten. Hier hatte mir W. Pott den artreinen Gelbspötter bestätigt und angemerkt dass vor allem ältere Vögel mitunter wilde Imitationen „drauf haben“.