Autor: ml

Fröndenberg/Wickede: Schnatterenten-Nachwuchs, Kolkrabe, Kuckuck, Gelbspötter und Weißstörche am 25.-26.06.2022 (Marvin Lebéus)

Gestern am 25.06.2022 erneut 1 rufender Kuckuck südlich von Frönenberg-Warmen, vermutlich auf dem Wasserwerks-Gelände.

Am Nachmittag an der Ruhrpromenade in Wickede 1 durchfliegender Kolkrabe, vermutlich vom Echthauser Berg kommend. Hier auch weiterhin 1-2 Neuntöter Männchen. Die Reviere liegen so dicht am Radweg dass die Vögel sich offensichtlich schon an den Verkehr gewöhnt haben. Heute hier auf den gemähten Wiesen noch 3 Weißstörche.

Östlich von Bausenhagen weiterhin der -vermutlich noch unverpaarte- Gelbspötter mit seinem imposantem Gesangsrepertoire.

Nachdem man hier lange nichts von Schnatterenten auf der Kiebitzwiese gelesen hat, heute erfreulicherweise gleich 2 Familien. Im hinteren Bereich schwimmen 3 adulte Weibchen mit 1×8 und 1×5 Pullis. Außerdem noch 1 weibliche Reiherente mit 5 Pullis.

Neuntöter am Ruhrtalradweg bei Wickede, das Foto ist tatsächlich mit meinem Handy entstanden; am 15.06.2022 Foto: Marvin Lebéus
Obacht, jetzt kann man auch wieder über Rehkitze stolpern. So wie hier im Osten Fröndenbergs, am besten einfach schnell weitergehen; am 12.06.2022 Foto: Marvin Lebéus
Schade dass man aktuell wieder solche Szenen zu Gesicht bekommt. Warum hier 4m bis zum Feldrand gemäht wurde ist mir schleierhaft. Aber Insekten sieht man hier nun keine mehr; am 25.06.2022 Foto: Marvin Lebéus
Überhaupt scheint man sich hier wirklich Mühe gegeben zu haben die Feldränder weitestgehend zu „desinfizieren“; Die Straße bildet die Grenze zwischen dem Kreis Unna und dem Kreis Soest, südlich Gut Scheda; am 25.06.2022 Foto: Marvin Lebéus

Fröndenberg/Wickede: Wachtel, Rohrweihe, Neuntöter, Steinkauz und Gelbspötter am 22.07.2022 (Marvin Lebéus & Hannah Stahl)

Nachtrag: Am Sonntag den 19.06.2022 konnte meine Lebensgefährtin gegen 23:00 mehrmals eine rufende Wachtel in unserem Wohngebiet in Wickede hören. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hierbei um ein umherfliegendes Tier, geeignete Flächen sind hier nicht in Hörweite.

Am heutigen Abend in Stentrop, sehr früh gegen 17:50 mehrmals ein rufender Steinkauz. Südlich des Hemmerder Schelks eine jagende weibchenfarbene Rohrweihe. Östlich von Bentrop noch ein Neuntöter und zwei Feldsperlinge erwähnenswert. In der Nähe der großen Wand bei Bausenhagen stolpere ich erneut über einen Gelbspötter mit „irrem Gesang“.

Gelbspötter bei Bausenhagen, mit toller akustischer Darbietung. Immer wieder verblüffend was man von dieser Art so alles zu hören bekommt; am 22.06.2022 Tonaufnahme: Marvin Lebéus

Wickede/Fröndenberg/Halingen/Geisecke/Schwerte/Westhofen: Kuckucke, Sumpfrohrsänger, Teichrohrsänger, Gelbspötter, Neuntöter, Kleinspecht, Weissstörche, Baumfalke, Schwarzmilan und Löffler am 27.05.2022 (Marvin Lebeus)

Auf einer Fahrradtour entlang des Ruhrtalradweges von Wickede bis zu den Röllingwiesen in Westhofen (36km eine Strecke) leider recht wenig „Vogelgezwitscher“. Auch wenn die Ergebnisse nicht so aussagekräftig sind wie wenn die Strecke abgelaufen wird, hatte ich mir höhere Artenzahlen gewünscht, zumindest bei den Langstreckenziehern, die eben noch nicht so lange im Brutgebiet sind. Hier die kurze Liste nach absteigender Häufigkeit: dutzende -ungezählte- Dorngrasmücken, 12 Sumpfrohrsänger, 6 Mönchsgrasmücken, 4 Neuntöter, 4 Gelbspötter, 4 Gartengrasmücken, 4 Kuckucke, 2 Teichrohrsänger und 1 Klappergrasmücke. Die genauen Orte sind bei ornitho.de einsehbar.

Kurz hinter der südlichen Kreisgrenze (MK), nähe der Ruhrbrücke bei Langschede 1 jagender Schwarzmilan, segelt schließlich nach SW weiter.

An der Ruhr, südlich des NSG Mühlenstrang singt kurzzeitig 1 Kleinspecht.

In den Röllingweisen weiterhin der von K. Matull gestern gemeldete Löffler, zur Mittagszeit allerdings überwiegend ruhend. Außerdem noch erwähnenswert >45 Mauersegler über der Ruhr jagend, 1 anwesender Baumfalke, 1 Eisvogel, 1 Rohrammer und 1 Neuntöter.

Wickede/Fröndenberg/Unna: Schwarzmilan, Rohrweihe, Gelbspötter, Wachtel, Habicht, Nachtigallen und Kuckucke am 23.-25.05.2022 (Marvin Lebéus)

Auf Fahrradtouren durch Fröndenberg, Wickede und Hemmerde konnten in den letzten Tagen immer mal wieder nette Beobachtungen gemacht werden.

Am 23.05 entlang der Ruhrpromenade in Wickede neben einem Paar Neuntöter auch eine singende Nachtigall (direkt neben Westfalenstahl). Erstaunlich für mich ist nicht nur das späte Gesangsdatum der Nachtigall, sondern auch der Ort. In Wickede waren mir keine Nachtigallen-Reviere bekannt.

Im Warmer Löhen am 23.-24.05 immerhin 2-3 Sumpfrohrsänger, 1 Feldlerche, 1 Schafstelze und 1 Gelbspötter.

Heute am 25.05 in den Hemmerder Wiesen ebenfalls noch 1 singende (vermutlich unverpaarte) Nachtigall, >7 Kiebitze (1 Jungvogel kurz sichtbar), 1 Kuckuck, 2 Sumpfrohrsänger, 1 Habicht und 1 Gelbspötter.

Kurz darauf im Hemmerder Ostfeld immerhin noch 1/2 gestern von B. Glüer gemeldeten Wachteln, 1 jagende männliche Rohrweihe, 4 Schafstelzen in 3 Revieren, 1 Kuckuck und 1 warnendes Schwarzkehlchen was vermutlich auf eine Brut schließen lässt.

Wenig später in Dreihausen 1 niedrig überhinfliegender Schwarzmilan und 2 dicht beieinander singende Gelbspötter. Ein Vogel singt sehr hoch aus einer Fichte, in seiner Strophe hat er eine Tonleiter eingebaut. Bei solch eingeflochtenen Elementen ist die Aufregung groß, Buschrohrsänger haben bekanntermaßen selbe Elemente in ihren Strophen eingebaut. Einen ähnlichen Vogel konnte ich am 10.06.2020 (https://www.ornitho.de/index.php?m_id=54&backlink=skip&mid=590049) schon in Bönen beobachten. Hier hatte mir W. Pott den artreinen Gelbspötter bestätigt und angemerkt dass vor allem ältere Vögel mitunter wilde Imitationen „drauf haben“.

Fröndenberg: Kornweihe am 01.01.2022 (Marvin Lebéus)

Nachmittags eine jagende männliche Kornweihe in den Altendorfer Ruhrwiesen. Sie flog mehrmals ruhrauf- und abwärts zwischen Kuh- und Schoofbrücke. Auf dem Friedhof in Dellwig noch ein kleiner umherstreifender Trupp aus >10 Erlenzeisigen.

Dieses Belegfoto konnte ich mit meinem Smartphone aufnehmen, 01.01.2022 Foto: Marvin Lebéus

Fröndenberg: Zugvogelzählungen mit Kornweihe, Bekassine, Heidelerchen, Girlitzen, Bergfinken, Misteldrosseln und Massenzug Ringeltauben am 16.10.2021 (H. Knüwer, B. Nikula, H. Maas, G. Zosel, A. Hünting, B. Glüer, S. Helmer u. M. Lebéus)

An zwei Standorten in Fröndenberg wurden heute synchron Zugvögel gezählt. Ein Zählort war die Strickherdicker Feldflur nahe der B233/Autobahnauffahrt. Der andere Zählort war traditionsgemäß am Wasserhochbehälter/Hemmerder Schelk im Nordosten Fröndenbergs. Bei 4° Grad, leichtem Südwind und bedecktem Himmel wurde die Zählung einmal mehr zu einer „Geduldsprobe“. Gezählt wurde an beiden Orten von 7:30-11:15. Das Zuggeschehen war insgesamt wohl eher mäßig. Vergleicht man beide Zählergebnisse wird deutlich, dass wir an beiden Standorten ähnlich niedrige Zahlen für Wiesenpieper, Feldlerchen, Berg- und Buchfinken hatten. Hingegen wir gleichermaßen hohe Zahlen für Ringeltauben notieren konnten. Sie sind vor allem am Hemmerder Schelk massig durchgezogen.

1. Standort: Strickherdicke

Ringeltaube: 2637, Buchfink: 697, Star: 178, Feldlerche: 82, Drosseln (außer Misteldrossel): 58, Bachstelze: 55, Wiesenpieper: 30, Bergfink: 9, Heidelerche: 7, Misteldrossel: 3, Hohltaube: 3, Sperber: 3, Bekassine: 1, Kornweihe: 1 wf, Erlenzeisig: 1, Feldsperling: 1

Außerdem hier erwähnenswert: Bluthänfling: 160, Nilgans: 11, Amsel: 4, Rotmilan: 3, Mäusebussard: 3, Turmfalke: 2, Graureiher: 1

2. Standort: Hemmerder Schelk

Ringeltauben: 11356, Buch- und Bergfink: 751, Star: 301, Feldlerche: 103, Bachstelze: 102, Kormoran: 67, Wiesenpieper: 43 Erlenzeisig: 33, Nilgänse: 30, Heidelerchen: 25, Rotdrossel: 13, Wacholderdrossel: 8, Rotmilan: 7, Distelfink: 6, Sperber: 5, Blaumeise: 4, Rohrammer: 3, Heckenbraunelle: 3, Misteldrossel: 2, Eichelhäher: 2, Saatkrähen: 2, Girlitz: 2, Silberreiher: 1, Goldammer: 1

Außerdem hier erwähnenswert: Bluthänfling: >120, Turmfalke: 2, Mäusebussard: 1, Elster: 1, Grünspecht: 1, Fasan: 1, Grünfink: 1, Gartenbaumläufer: 1.

Heutige Zählstandorte mit eingezeichneter Hauptzugrichtung: Im Westen der Zählstandort in der Strickherdicker Feldflur und im Osten der des Hemmerder Schelks. Hier wird deutlich dass es wohl kaum Doppelzählungen gegeben hat; am 16.10.2021 (Foto: GoogleMaps/H. Knüwer)
Ausschnitt einer größeren „Ringeltaubentraube“, mit weit über 10.000 Ex. sind Ringeltauben heute massig durchgezogen, am 16.10.2021 (Foto: B. Glüer)
Wie eine Weihe fliegt dieses Sperbermännchen langsam und mit ausholenden Flügelschlägen über eine Brachfläche in der Strickherdicker Feldflur…am 16.10.2021 (Foto: H. Knüwer)
…mit dem Fokus auf die hiesigen Kleinvögel, am 16.10.2021 (Foto: H. Knüwer)
Nicht so einfach die Girlitze im bereits gelben Blätterdach zu finden oder? Am 16.10.2021 (Foto: B. Glüer)
Farblich perfekt abgestimmt passt der Girlitz sehr gut in die Szenerie. Am 16.10.2021 (Digiskopie: M. Lebéus)
Über die beiden späten Girlitz-Sichtungen haben wir uns sehr gefreut. Am 16.10.2021 (Foto: B. Glüer)






Unna/Soest: Fortsetzung der ersten Nachtexkursion mit bettelnden Waldohreulen und Waldkäuzen, Feldschwirl, Nachtigallen, etlichen Laubfröschen, Wachtel und weiterhin Zwergohreule am 29.-30.05.2021 (Marvin Lebéus & Stefan Helmer)

Die Witterung hat sich zu heute leider etwas verschlechtert. So war die Nacht spürbar kälter (4-8 Grad) und fast durchgehend nebelverhangen. Die Fortsetzung unserer Nachtexkursion war (dementsprechend ?) leider ernüchternd. Leidglich 1 Wachtel konnte erfasst werden, sie schlug gegen 2:00 bei Bramey-Lenningsen.

Außerdem erwähnenswert: an 3 Stellen (Fröndenberg, Lünern, Hemmerde) bettelnde Waldohreulen (mind. 5 Rufer), Nähe Schoofsbrücke bei Altendorf noch mind. 2 bettelnde Waldkäuze als auch weiterhin die bereits bekannte Zwergohreule an der Kreisgrenze Unna-Soest. Erstaunlicherweise konnten wir die Zwergohreule heute sogar aus 2000m (!) Entfernung noch hören, obwohl das Waldstück „Steiner Holz“ zwischen uns und der Eule lag. Auf der gesamten Strecke sonst nur noch: lediglich 8 Nachtigallen, 5 Sumpfrohrsänger, 2 Kuckucke, 2 Teichhühner, 1 Feldschwirl, 1 Dachs, 1 Fuchs und 1 in der Nacht singender Gelbspötter.

Bettelnde Waldohreulen bei Hemmerde mit im Hintergrund rufender Zwergohreule (hier etwa 1200m entfernt), am 29.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Laubfrosch-Konzert in den Hemmerder Wiesen, außerdem zu hören: Feldschwirl und kleiner Wasserfrosch, am 30.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Hier mal ein einzelner Laubfrosch und das eigentliche Konzert leise im Hintergrund, am 30.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Überrascht hat uns dieser Gelbspötter (Nähe Schoofsbrücke) der um 3:30 seine Strophe in sehr langsamen Tempo vorträgt, am 30.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer
Rasthabitat der Zwergohreule: unscheinbares, „unaufgeräumtes“, abgeholzte Wäldchen am Straßenrand, am 30.05.2021 Foto: Marvin Lebéus

Unna/Fröndenberg/Soest: Grauschnäpper (Zugstau?), Baumpieper, Waldlaubsänger, Waldbaumläufer-Brut, Trauerschnäpper, Wespenbussard, Schwarzspecht; erste Nachtexkursion mit ZWERGOHREULE, Waldohreule, Waldkäuzen und Schleiereule am 28.-29.05.2021 (Marvin Lebéus & Stefan Helmer)

Ein größerer Spaziergang durch das Hemmerder Schelk am Freitag bestätigte nochmals den Eindruck, dass derweil viele Grauschnäpper anzutreffen sind. Offensichtlich hat sich durch die vergangen letzten, sehr windigen und regenreichen Tage ein Zugstau dieser Art gebildet. Hier im Gebiet immerhin >11 Ex. (4 Paare, 3 Einzelvögel). Stefan berichtet mir -passend dazu- dieser Tage von 6 Ex. aus dem Schwerter Elsebachtal. Außerdem hier im Schelk noch erwähnenswert: weiterhin 2 Waldlaubsänger und 1 sing. Trauerschnäpper, 1 Baumpieper, 1 Kleinspecht, 1 Schwarzspecht, 2 Misteldrosseln die einem Sperber hinterherhassen und das Ergebnis einer (eben hier!) erfolgreichen Waldbaumläufer-Brut (Altvogel füttert flüggen Jungvogel).

Im benachbarten Waldstück, trotz mehrmaliger Nachsuche, keine Pirole mehr anzutreffen. Dafür hier weitere 2 Grauschnäpper, 1 Hausrotschwanz, 1 Neuntöter (w) und 1 Gelbspötter.

In den Hemmerder Wiesen folgt dann ein weiterer, der 14., und damit letzte Grauschnäpper für diesen Tag. Außerdem hier im NSG: 16 Kiebitze (darunter 2 junge Pullis), >9 Sumpfrohrsänger, 4 Gelbspötter, 4 Nachtigallen, >2 Neuntöter (nur rufend), 1 Feldschwirl, 3 nach NW ziehende Weisswangengänse, und 1 Kuckuck der wohl nicht derselbe ist den ich zuvor im Hemmerder Ostfeld gehört habe.

Am Abend verlief die erste Nachtexkursion enttäuschend, allerdings nur was die Zielarten Wachtelkönig und Wachtel angeht. Hier konnten in der Nacht leider keine Rufer ausgemacht werden. Gleiches gilt auch für F. Prünte, der synchron dazu im Kreis Unna das Vogelschutzgebiet Hellwegbörde abgedeckt hat. Stefan und ich konzentrieren uns auf die Flächen nördlich und südlich des VSG, somit decken wir gemeinsam den wohl größtmöglichen Bereich für den Kreis Unna ab. Nebenher konnten wir südlich der A44 folgende Beobachtungen machen: 3 Waldkäuze (2 singende Männchen, 1 Weibchen), mind. 1 bettelrufende Waldohreule, 1 umherfliegende und dabei „kreischende“ Schleiereule, lediglich 2 Sumpfrohrsänger und am Hammer Wasserwerk 1 rufender Flussuferläufer.

Angekommen an unserem 10. Stopp für diese Nacht, nördlich Hemmerde Steinen (noch im Kreis Unna!), mussten wir die Kartierung unerwartet unterbrechen. Als wir entfernt (aus dem Kreis Soest) einen leisen, uns aus Ungarn bekannten Ruf wahrnehmen konnten, war klar, dass wir uns nun diesem Vogel widmen würden. Die folgenden Stunden versuchten wir den Ruf genauer zu lokalisieren. Eine nachträgliche Messung ergab, dass der Vogel 1500m entfernt zu unserem Standort rief. Um auszuschließen, dass es sich hierbei nicht um die ähnlich rufende Geburtshelferkörte handelte, ist eine sichere Bestimmung unbedingt erforderlich. Noch vor dem Morgengrauen waren wir uns beide sicher, es handelt sich definitiv um eine Zwergohreule. Ersten Recherchen zufolge ist dies wohl der 17. Nachweis für das Land NRW und der 2. für den Kreis Soest (1992 bei Bad Westerkotten). Diese aus dem Mittelmeerraum stammende Eule, tritt nur selten nördlich ihrer regelmäßigen Brutvorkommen auf. Eine Zunahme der Art in Deutschland könnte, laut der deutschen Seltenheitskomission andeuten, dass es sich um einen Gewinner des Klimawandels handelt.

Grauschnäpper-Pärchen bei Dreihausen, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Dieser Tage deutlich häufiger anzutreffen, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Nur durch Zufall entdecke ich diesen stummen Einzelvogel direkt über mir, wie viele bleiben wohl unentdeckt? Am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Unweit entfernt, ein sicherndes Reh, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Weiblicher Neuntöter in stimmungsvoller Kulisse, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Rufender Schwarzspecht, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Gleich mehrmals macht dieses Weibchen akustisch auf sich oder ein Revier (?) aufmerksam, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Etwas unerwartet landet dieses Wespenbussard-Weibchen in der Nähe und kundschaftet scheinbar die Lage aus, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Der Waldbaumläufer hat erfolgreich im Schelk gebrütet, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Überfliegende Weisswangengänse in den Hemmerder Wiesen, eine Art die wohl eher seltener bei uns im Binnenland auftritt, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Das Tageshighlight war diese Zwergohreule, hier lugt sie gerade aus einer alten Spechthöhle heraus, am 28.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Mit gerade einmal 83g wiegt dieser Winzling weniger als eine Tafel Schokolade, am 29.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Und dennoch hört man den monoton -die ganze Nacht durchgehend vorgetragenen Gesang- noch kilometerweit bei günstigen Bedingungen, am 29.05.2021 Tonaufnahme: Stefan Helmer

Unna: Pirole, Trauerschnäpper, Grauschnäpper, Gartengrasmücken, Waldlaubsänger und Habicht am 26.05.2021 (Marvin Lebéus)

Im Hemmerder Schelk vormittags u.a. : 2 Waldlaubsänger, 2 Gartengrasmücken, noch 1 singender Trauerschnäpper, >1 Grauschnäpper, 2 Kernbeisser, 1 Misteldrossel und 3 Buntspechte teilweise fütternd.

Das eigentliche Highlight folgte dann auf dem Rückweg als ich unweit des Hemmerder Schelks einen flötenden Pirol hörte. Erstaunlich wie weit der Vogel zu hören war, von meinem Standpunkt waren es Luftlinie immerhin ~300m die der Pirol von mir entfernt war. Dort angekommen stellte sich heraus dass es sich sogar um zwei Vögel handelte. Beide Pirole blieben ununterbrochen -arttypisch- verborgen im Kronendach. Hier außerdem noch erwähnenswert: 2 Grauschnäpper und 1 Paar fütternde Buntspechte.

Dieser Kernbeisser fällt -wohl der Perspektive geschuldet- mit seinem riesigen Kopf im Verhältnis zum Rest des Körpers sofort auf, am 26.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Habicht überfliegend, am 26.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Revierhaltender Grauschnäpper am 26.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Waldlaubsänger im Schelk, am 26.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Rasthabitat der beiden Pirole war dieser unterholzreiche, offene Eichenwald, am 26.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Zu Beginn hört man einmal den rauen Ruf (ähnlich Eichelhäher) und im Anschluss folgt dann der flötende Gesang des Pirol, am 26.05.2021 Tonaufnahme: Marvin Lebéus

Unna/Fröndenberg: Neuntöter, Feldschwirle, Gelbspötter, Nachtigallen, Rotmilane und Schwarzmilane (Marvin Lebéus & Stefan Helmer)

In den Hemmerder Wiesen: mind. 11 Reviere (!) der Nachtigall (auch südlich des NSG), >3 Gelbspötter, 2 Sumpfrohrsänger, 1 Feldschwirl, 1 rufender Neuntöter und 1 Kuckuck.

Auf verschiedenen gemähten Wiesen im Osten Fröndenbergs: 22 Rotmilane, 12 Mäusebussarde, 15 Graureiher, 6 Schwarzmilane, 3 Weißstörche und 2 Turmfalken. Die Stellen wurden nacheinander angefahren, dennoch sind Doppelzählungen wohl nicht auszuschließen.

Am Hammer Wasserwerk noch 1 singender Feldschwirl.

Kuckuck in den Hemmerder Wiesen, am 13.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Schwarzmilan Rückenansicht, am 13.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Rotmilan, am 13.05.2021 Foto: Marvin Lebéus

Fröndenberg/Unna/Soest: Thunbergschafstelzen, Birkenzeisige, Gelbspötter, Sumpfrohrsänger, Baumpieper, Grauschnäpper, Trauerschnäpper, Feldschwirl, Rebhühner, Steinschmätzer, Kuckucke, Schwarzmilane, Rotmilane, Rohrweihen und Wespenbussard am 12.05.2021 (Marvin Lebéus)

Während einer morgendlichen Wanderung im NSG Hevearm und Hevesee: eine „stimmfreudige“ Gemeinschaft aus >5 Birkenzeisigen, 3 Sommergoldhähnchen, 2 Baumpieper, 2 Grauschnäpper, 1 Trauerschnäpper, 1 Grauspecht, 1 Schwarzspecht, 1 Wespenbussard.

Im Hemmerder Ostfeld heute erstaunliche 9 (!) Thunbergschafstelzen verteilt im Gebiet. Darunter auch >25 Wiesenschafstelzen, 6 Steinschmätzer und 3 Bachstelzen. Nebenher noch 1 jagende wf. Rohrweihe, als auch Gesang von >3 Feldlerchen und 1 Nachtigall. Am Wegesrand erfreulicherweise noch 2 Rebhühner.

In den Hemmerder Wiesen mittlerweile mind. 3 singende Sumpfrohrsänger, 1 Gelbspötter, 1 Feldschwirl, auch hier 1 wf. Rohrweihe (möglicherweise dasselbe Individuum) und weiterhin 2 rufende Kuckucke.

Auf einer gemähten Wiese in Fröndenberg noch: >5 Rotmilane, >4 Schwarzmilane, 3 Mäusebussarde, 1 Turmfalke und 1 Weißstorch.

Baumpieper singt typischerweise von erhöhter Warte, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Während das weibliche Pendant wohl vom Boden aus zuschaut, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Nebenan ein Grauschnäpper, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Noch ein Schnäpper, aber ein Trauerschnäpper. Seinen Gesang beendete dieser Vogel gelegentlich mit einer Tonleiter. Diesen melodischen Schluss kannte ich noch nicht, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Die Birkenzeisige haben sich immer wieder gegenseitig zum singen animiert, sehr beeindruckend wenn gleich mehrere Männchen von derselben Warte aus singen, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Männchen im vollen Prachtkleid, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Thunbergschafstelze im Hemmerder Ostfeld, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Singender Sumpfrohrsänger; dadurch dass die Sträucher noch nicht so üppig belaubt sind findet man wie hier auch mal eine freie Stelle durch die man einen Blick erhaschen kann, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Auch dieser gelbe Genosse ist endlich wieder da, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Gelbspötter -sieht nicht nur niedlich aus- sondern erfreut vor allem durch seinen lebhaften Gesang, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Mit Leichtigkeit „pflückt“ sich dieser Rotmilan eine Maus von der frisch gemähten Wiese, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Dieser Mäusebussard würde es ihm gerne gleichtun, wenn die Rabenkrähe ihn lassen würde, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Der nächste Akteur versucht sein Glück, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Knapp daneben ist auch vorbei, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Der Schwarzmilan hat die Maus wohl so ungünstig erwischt dass sie im hohen Bogen nach hinten katapultiert wird, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Schnurstracks kommt er wieder, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
und holt sich seine Beute ab, am 12.05.2021 Foto: Marvin Lebéus

Fröndenberg: Zwergstrandläufer und Kuckuck am 11.05.2021 (Marvin Lebéus)

Wie bereits von G. Zosel erwähnt konnte für das NSG Kiebitzwiese heute eine neue Art entdeckt werden, ein Zwergstrandläufer. Die letzte Sichtung eines „Fröndenberger Zwergstrandläufers“ ist bereits fast 9 Jahre her (s. Meldung vom 19.08.2012), damals als Rastvogel in einem der Filterbecken des Hammer Wasserwerkes. Als Brutvogel Nordskandinaviens und der sibirischen Tundra hat er immerhin noch mindestens 3000km vor sich. Da erstaunt es wohl auch nicht dass der „kleine Zwerg“ unentwegt nach Nahrung stocherte und sich von den hiesigen Flussregenpfeifern nicht vergrämen ließ. Im Gegenteil, stur blieb er immer in deren Nähe. Nach dem Motto „selbst schlechte Gesellschaft sieht mehr als keine Gesellschaft“.

Wie auch bereits erwähnt wurde, konnte auch ich mehrfach einen Kuckuck hören. Allerdings weit entfernt, nicht auszuschließen dass dieser vom Mendener Ententeich rief.

Fast schon niedlich wie er über die mannshohen Grashalme hinwegschaut, am 11.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Selbst der kleine Flussregenpfeifer ist erkennbar größer als dieser „Zwerg“, am 11.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Nach kurzem Intermezzo mit dem Flussregenpfeifer wieder an fast selber Stelle landend, am 11.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Wunderschöner Zwergstrandläufer im Prachtkleid, die rostrote grob geschuppte Oberseite ist deutlich zu erkennen, in der Bewegung sah man auch gut das gelbliche Mantel-V, am 11.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Spätestens jetzt bekommt man wohl ein Gefühl für die Größe des Zwergstrandläufers, am 11.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Schwarzmilan pendelt im letzten Licht am Aussichtshügel vorbei, am 11.05.2021 Foto: Marvin Lebéus

Unna: Wespenbussarde, Schwarzmilan, Rohrweihe, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Feldschwirl, Kuckucke und massenhaft Mauersegler und Rauchschwalben am 07.-09.05.2021 (Marvin Lebéus)

Nachtrag zum Ortolan, der Vogel wurde von Stefan H. und mir am 30.04 das letzte Mal gesehen. Nach der kalten und stürmischen vergangenen Nacht begünstigte die kommende milde und windstille Nacht wohl den Weiterzug. Der Vogel wurde in den folgenden Tagen nicht mehr gesehen. Somit war er immerhin für volle drei Tage vor Ort.

Am Freitag den 07.05. auffällig viele Mauersegler unterwegs. Über der A445 zwischen Neheim und Wickede (entlang der Ruhr) hunderte Vögel. Ähnlich große Ansammlungen am Abend des gleichen Tages auf der Kiebitzwiese und nähe Ruhrbrücke bei Wickede, hier aber mit einem größeren Anteil an Rauchschwalben und wenigen Mehl- Uferschwalben.

In den Hemmerder Wiesen am heutigen Morgen: mind. 8 Reviere der Nachtigall (1 Vogel südlich der NSG Grenze), 6 Steinschmätzer, 3 Braunkehlchen, meine ersten 2 Gartengrasmücken, 2 Kuckucke, 1 kurz singender Feldschwirl, 1 wf. Rohrweihe, 1 Rotmilan, 1 Schwarzmilan und 3-4 Wespenbussarde die möglicherweise hier die Nacht verbracht haben. Sie starteten alle etwas zeitversetzt am späten Morgen und flogen niedrig nach Nord ab.

Ortolan in den Hemmerder Wiesen, kurzzeitig hat der Vogel sogar gesungen am 30.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Ortolan am Wegesrand der Hemmerder Wiesen, selten so frei, am 30.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Alles in allem eine sehr schwierig zu beobachtende Art, denn auf dem angrenzenden Feld war er in den Ackerfurchen nahezu unsichtbar unterwegs, am 30.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Am selben Tag hier am Wegesrand entdeckt, ein Braunkehlchen, nach wie vor im NSG, am 30.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Ebenso diese männliche Ringdrossel die hervorragend zu beobachten war, am 30.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Rotmilan segelt über dem offenen Acker, am 30.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Auch er hat von dem reich gedeckten Tisch profitiert, am 30.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Turmfalke in den Hemmerder Wiesen am 09.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Wespenbussarde in den Hemmerder Wiesen am 09.05.2021 Foto: Marvin Lebéus
Wespenbussard versucht an Höhe zu gewinnen, am 09.05.2021 Foto: Marvin Lebéus

Unna: Gartenrotschwänze, Braunkehlchen, Baumpieper, Klappergrasmücke, Dorngrasmücken und Bruchwasserläufer am 24.04.2021 (Marvin Lebéus)

In den Hemmerder Wiesen ein ähnliches Bild wie es H. Brecher bereits gestern beschrieben hat. Das kürzlich umgebrochene Feld im Osten des NSG wurde heute neu eingesät. Es ist immer wieder erstaunlich welche -wenn auch nur kurze- Anziehungskraft solch ein Ereignis mit sich führt. Neben Kiebitz, Rabenkrähen und Weissstorch lockt es eben auch viele Kleinvögel an den gedeckten Tisch: >25 Schafstelzen, >7 Gartenrotschwänze (6m, 1w), >5 Wiesenpieper, >4 Bachstelzen, 2 Baumpieper (nur durch Rufe auffallend) und je 1 männliches Braun- als auch Schwarzkehlchen. Außerdem hier im Gebiet >6 Bruchwasserläufer, 2 Bekassinen, 1 Waldwasserläufer, mittlerweile mind. 6 singende Nachtigallen (Erstgesang hier 16.04), 3 Dorngrasmücken und 1 Klappergrasmücke.

Klappergrasmücke huscht an mir vorbei und singt dabei verhalten, am 24.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Dieser männliche Gartenrotschwanz nutzt gleich mehrere hohe und oft versteckte Ansitze um seinen Gesang zum Besten zu geben, am 24.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
So voll ausgefärbt ist dieses Männchen sehr schön anzusehen, der Gesang noch dazu vervollständigt das Bild, am 24.04.2021 Foto: Marvin Lebéus
Augenscheinlich ist es wohl noch nicht so warm wie erwartet. Dieses Männchen ist erkennbar noch nicht so satt und lückenlos ausgefärbt, am 24.04.2021 Foto: Marvin Lebéus