Autor: hk

Fröndenberg: Uhu am 25.02.2021 (H. Knüwer)

An einer Eisenbahnstrecke in Fröndenberg-Ardey fanden sich heute die Überreste eines Uhus. Die Federn des Vogels lagen zerstreut im Schotterbett der Gleise. Dem Zustand nach lagen sie wohl schon längere Zeit dort. Der Körper war nicht auffindbar. Die Umstände sprechen dafür, dass der Uhu von einem Zug erfasst und auf diese Weise zu Tode gekommen ist.

Uhufedern
Überreste eines vermutlich mit einem Zug kollidierten Uhus. (Foto: H. Knüwer)
Eisenbahnstrecke
Eisenbahnstrecke, die dem Uhu zum Verhängnis wurde. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Eisvogel, Feldlerche und Bluthänfling am 12.02.2021 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen sind alle Blänken vereist und unter Schnee vergraben. Immerhin ist der Ameckebach nicht zugefroren. Das nutzte auch ein Eisvogel, fing erfolgreich einen Stichling und verspeiste ihn auf dem neuen Wehr. Zwischen Dreihausen und Schlückingen suchten 23 aufgeplusterte Feldlerchen nach Fressbarem. Auf einem benachbarten Zwischenfruchtfeld taten sich ca. 40 Bluthänflinge an den letzten Sämereien gütlich.

Eisvogel
Eisvogel mit erbeutetem Stichling an der Amecke (Foto: H. Knüwer)
Eisvogel auf Wehranlage
Eisvogel (m) mit Klaffschnabel, den er sich durch häufigen Verzehr von Stichlingen zugezogen hat. (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche
Feldlerche am 12.02.2021 bei minus 4°C. (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche im Schnee
Feldlerche am 12.02.2021 (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche im Schnee
Feldlerche am 12.02.2021 (Foto: H. Knüwer)
Bluthänflinge
Bluthänflinge bei der Suche nach letzten Sämereien am 12.02.2021 (Foto: H. Knüwer)

Unna / Fröndenberg: Feldlerche, Wacholderdrossel, Distelfink, Goldammer und Sperber am 30./31.01.2021 (H. Knüwer)

Gestern im Hemmerder Ostfeld u.a. ca. 20 Feldlerchen und ca. 50 Wacholderdrosseln auf einem Zwischenfruchtfeld rastend; heute in der Strickherdicker Feldflur mindestens 10 Goldammern, 5 Distelfinken und 1 vorjähriges Sperbermännchen.

Goldammer
Goldammer in der Strickherdicker Feldflur am 31.01.2021 (Foto: H. Knüwer)
Sperber vorjähriges Männchen
Der rotbraune Gesamteindruck, die rotbraunen Dreiecksmuster auf der Vorderbrust, die hell gesäumten Oberschwanzdecken und vor allem die vom Flügelhinterrand abgesetzte schmale Endbinde auf der Unterseite der Flügel kennzeichnen diesen Sperber als vorjähriges Männchen. Auf dem Foto ist die geringe Größe des Vogels ohne Vergleichsmaßstab natürlich nicht zu erkennen. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Ruhne: Saatgans, Kranich und Nilgans am 25.12.2020 (H. Knüwer)

Über der Kiebitzwiese zogen vormittags 21 Saatgänse in östlicher Richtung (!). Etwas verwirrt schienen gegen Mittag 11 Kraniche, die zunächst hoch über dem Ententeich nach Westen zogen, fünf Minuten später aber über der Kiebitzwiese in entgegengesetzter Richtung zurückflogen, weit entfernt ein paar Runden drehten, und dann endlich ihren Zug östlich der Kiebitzwiese nach SW fortsetzten. Zielstrebiger waren zwei weitere Trupps mit 300 Ind. (13.20 Uhr) östlich und 120 Ind. (13.30 Uhr) westlich von Ruhne. Wenn man bedenkt, dass bei der letzten Synchronzählung in der Diepholzer Moorniederung am 13.-14.12. noch mehr als 16.000 rastende Kraniche gezählt worden sind, verwundert es nicht, wenn am 1. Weihnachtstag immer noch Kraniche nach Frankreich und Spanien unterwegs sind. Diepholz ist rund 130 km von den heutigen Beobachtungsorten entfernt. Bei einer Fluggeschwindigkeit von ca. 50-60 km/h benötigen die Vögel demnach rund zwei bis zweieinhalb Stunden Flugzeit. Es ist also anzunehmen, dass die Vögel nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Maisstoppelfeldern vormittags von dort gestartet sind.

Saatgänse
Saatgänse über der Kiebitzwiese (1 Vogel fehlt auf dem Bild) am 25.12.2020 (Foto: H. Knüwer)
Kraniche
Vier von 11 über der Kiebitzwiese nach Osten fliegende Kraniche am 25.12.2020 (Foto: H. Knüwer)
Kraniche im Flug
Na endlich passt die Richtung. (Foto: H. Knüwer)
Kraniche im Flug
Kraniche in der Nähe von Ruhne (Kreis Soest) am 25.12.2020. (Foto: H. Knüwer)
raufende Nilgänse
Die Abstandsregel kennen die Nilgänse (auf der Kiebitzwiese) nicht. Es wird gerangelt, dass die Federn fliegen. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Mäusebussard am 27.10.2020 (H. Knüwer)

Am Morgen saß unversehens ein Mäusebussard in einem Baum; neben sich auf einem Ast abgelegt ein Beutetier (wohl eine größere Maus). Nach einigen Minuten Umherschauen fraß er in aller Seelenruhe seine Beute. Bis hier handelt es sich um eine banale Beobachtung. Das Besondere war jedoch, dass sich dies 10 m vor meinem Bürofenster in einer Platane der gleichnamigen Allee abspielte, also im dichtbesiedelten Stadtgebiet von Unna. Die Fußgänger, Radfahrer und Autos der stark frequentierten Platanenallee störten ihn nicht. Dieser Vogel, den ich schon seit Monaten immer wieder mal im Kurpark Königsborn gesehen habe, scheint sehr abgebrüht zu sein. Vermutlich sind es solche störungstoleranten Individuen, die die Ansiedlung im innerstädtischen Bereich begründen. Auch in diesem Frühjahr gab es regelmäßig Beobachtungen von balzenden oder beutetragenden Mäusebussarden im Kurpark. Dies lässt darauf schließen, dass auch 2020 Mäusebussarde dort oder im nahen Umfeld erneut zur Brut geschritten sind.

Mäusebussard
Handy-Belegfoto: Mäusebussard in Unna am 27.10.2020 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Ruhne: Schwarzkehlchen, Zwergtaucher, Eisvogel, Silberreiher, Krickente, Sperber, Wanderfalke und Merlin am 02.10.2020 (H. Knüwer)

Unmittelbar am Aussichtshügel der Kiebitzwiese 1 Schwarzkehlchen (m), ferner u.a. 2 Zwergtaucher, 1 Eisvogel, 1 Silberreiher, 7 Krickenten sowie je 1 überhin fliegender Sperber (dj.) und Wanderfalke (dj.). Unter den anwesenden Stockenten (ca. 70) befanden sich auffallend wenige Weibchen (ca. 15). Letztere hatten Mühe, sich der liebestoll balzenden Männchen zu erwehren. Bei Ruhne (Kreis SO) ein Feldlerchen jagender Merlin (dj.).

Schwarzkehlchen
Schwarzkehlchen ganz nah – Aussichtshügel Kiebitzwiese am 02.10.2020 (Foto: H. Knüwer)
Stockenten bei der Paarung
Anfang Oktober sind bereits Paarungen der Stockente zu beobachten. (Foto: H. Knüwer)
Merlin im Flug
Diesjähriger Merlin am 02.10.2020 (H. Knüwer)

Unna: Star, Hohltaube, Nilgans, Kiebitz, Wanderfalke und Rotmilan am 23.09.2020 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen versuchte ein Wanderfalke (ad.), einen Starenschwarm (ca. 500 Ind.) aufzumischen. Eine Starenmahlzeit war ihm jedoch nicht vergönnt. Dort auch ein Nilganspaar mit vier, erst halbwüchsigen Jungen und auf einem angrenzenden, eingesäten Acker 27 Hohltauben. Im Bereich „Am Brauck“ vier Rotmilane auf staubtrockenem Acker wurm-(?)lesend. Nördlich Westhemmerde 21 rastende Kiebitze zwischen ca. 250 Staren auf einem Rapsstoppelfeld.

Wanderfalke im Flug
Wanderfalke über den Hemmerder Wiesen am 23.09.2020 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Eisvogel, Silberreiher, Zwergtaucher, Steinschmätzer, Braunkehlchen, Kuckuck, Rotmilan am 06.09.2020 (H. Knüwer)

Bei Sonnenaufgang auf der Kiebitzwiese u.a. 1 Eisvogel und 1 Silberreiher sowie auf der Ruhr 1 Zwergtaucher mit zwei halbwüchsigen Jungvögeln. Dort auch reger Mehlschwalbenzug. In der Strickherdicker Feldflur 3 Rotmilane, 1 Steinschmätzer und auf einer der Feldvogelschutzflächen mindestens 7 Braunkehlchen sowie ein später diesjähriger Kuckuck. Während diese Art vor allem im Mai durch Rufe auf sich aufmerksam macht, vollzieht sich der Wegzug eher heimlich, zumal die Art zu den Nachtziehern zählt. Die wenigen bei uns noch Reviere haltenden Kuckucke sind wohl weitestgehend schon vor Wochen gen Süden geflogen. Beobachtungen im September dürften daher eher nördlich beheimatete Individuen betreffen. Septemberbeobachtungen sind eher selten. Die späteste gemeldete Herbstbeobachtung aus dem Kreis Unna stammt vom 21.09. (s. Phänologie).

Eisvogel
Eisvogel auf der Kiebitzwiese am 06.09.20. (Foto: H. Knüwer)
Steinschmätzer
Der Zug des Steinschmätzers neigt sich allmählich dem Ende. (Foto: H. Knüwer)
Braunkehlchen in der Strickherdicker Feldflur am 06.09.20. (Foto: H. Knüwer)
Gegenwärtig finden Körnerfresser in den mit Sonnenblumen bestückten Blühstreifen reichlich Nahrung. (H. Knüwer)

Fröndenberg: Braunkehlchen, Bluthänfling, Dorngrasmücke, Steinschmätzer, Sperber, Habicht und Turmfalke am 16.08.2020 (H. Knüwer)

Auf einer der beiden Feldvogelschutzflächen in der Strickherdicker Feldflur waren heute mindestens 3 Braunkehlchen, mehrere Dorngrasmücken und eine Familie Bluthänflinge zu sehen. Auf einem Stoppelacker nahebei ein erster Steinschmätzer, 3 Turmfalken, ein rastendes Habichtmännchen sowie ein überhinfliegender Sperber.

Habicht diesjährig
Habicht (diesj. Männchen) legt eine kurze Rast ein … (Foto: H. Knüwer)
Habicht diesjährig
… und startet dann durch. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Waschbär am 01.08.2020 (H. Knüwer)

Heute gelang die Beobachtung eines Waschbären in den Hemmerder Wiesen. Er lag bei annähernd 30 Grad offen im Licht, obwohl in dem betreffenden Baum eine große Höhle vorhanden ist. Das Tier wirkte apathisch und zeigte keinerlei Scheu. Selbst beim wankenden Herumklettern waren die Augen geschlossen. Es ist gut möglich, dass das offensichtlich kranke Tier an der Staupe litt. Diese Viruserkrankung wurde im Kreis Unna bereits bei mehreren Füchsen und zwei Waschbären nachgewiesen und endet bei Waschbären meist tödlich.

Waschbär
Waschbär in den Hemmerder Wiesen am 01.08.2020 (Foto: H. Knüwer)
Waschbär
Unbeeindruckt vom Beobachter kletterte dieser Waschbär unbeholfen umher, wobei er die Augen weitgehend geschlossen hatte. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Beringungsdaten Weißstorch Kiebitzwiese (H. Knüwer)

Laut Mitteilung der für unseren Bereich zuständigen Beringungszentrale (Vogelwarte Helgoland) wurde das beringte Weibchen des im NSG Kiebitzwiese brütenden Weißstorchpaares am 11.06.2018 in Wesel-Bislich nestjung beringt. Es handelt sich demzufolge um einen noch recht jungen Brutvogel. Die Distanz zwischen Beringungs- und Ableseort beträgt 103 km. Siehe hierzu auch die Meldung vom 03.07.2020.

Fröndenberg: Schwarzkehlchen am 04.07.2020 (H. Knüwer)

Offenbar hält das Schwarzkehlchenpaar in der Strickherdicker Feldflur an seinem Brutplatz fest. Während gestern das Männchen zu sehen war, saß heute das Weibchen an exponierter Stelle. Vermutlich ist das Paar mit der Versorgung der Zweitbrut beschäftigt.

Schwarzkehlchen
Das Schwarzkehlchen hat wohl den Schriftzug wörtlich genommen. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Weißstorch abgelesen am 03.07.2020 (H. Knüwer)

Der Helgoländer ELSA-Ring des beringten weiblichen Brutvogels vom Weißstorchpaar auf der Kiebitzwiese konnte heute endlich abgelesen werden. Die Beringungsdaten sind bei der Vogelwarte angefragt und werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle nachgereicht.

beringter Weißstorch
Der nach seinem Verhalten weibliche Weißstorch vor dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese am 03.07.2020 (Foto: H. Knüwer)