Autor: hk

Unna: Mischsänger Haus-Gartenrotschwanz am 14.05.2022 (H. Knüwer)

Bereits gestern fiel mir in Lünern ein von einem Dachfirst singender Rotschwanz auf, der einen nicht artreinen Hausrotschwanzgesang von sich gab. Die Anfangsstrophe glich einem Hausrotschwanz, während das Ende eher dem Gesang eines Gartenrotschwanzes entsprach. Die Entfernung zum Vogel war aber zu groß, um ihn optisch ansprechen zu können. Heute Morgen, quasi vor der Haustür, saß dieser Vogel dann auf einer Fernsehantenne und ließ sich auch vom äußeren Erscheinungsbild erkennen. Danach glich dieser Vogel vom Phänotyp her einem Gartenrotschwanz, er hatte aber einen brauneren (statt grauen) Vorderrücken. Sein Gesang war erneut nicht artrein. Dass es sich um einen Hybriden handelt, darauf deutet auch hin, dass Gartenrotschwänze meist aus Gehölzen, Hausrotschwänze hingegen meist von Gebäuden aus singen.

Einen ähnlichen Mischsänger stellte B. Glüer am 29.05.2011 in Bönen fest (s. http://archiv.01.oagkreisunna.de/2011/05/29/14683/). Ebenfalls einen Gartenrotschwanz-Hausrotschwanzhybriden, der allerdings wie ein Gartenrotschwanz sang und auch äußerlich weitgehend einem Gartenrotschwanz glich, stellten W. Pott und A. Müller am 8.5.22 in der Schmehauser Mersch (Hamm) fest (http://www.oag-hamm.de/?cat=4 ). Auch im vergangenen Jahr gab es einen Hybridnachweis, seinerzeit in Unna-Uelzen am 25.05.21. Der betreffende Vogel zeigte zugleich Gefiedermerkmale beider Arten. Mischlinge scheinen demnach gar nicht so selten vorzukommen.

Mischsänger Haus- / Gartenrotschwanz am 14.05.22 in Lünern.
Mischsänger Haus- und Gartenrotschwanz am 14.05.22 in Lünern. (Foto: H. Knüwer)
Mischsänger Haus- / Gartenrotschwanz am 14.05.22 in Lünern
Mischsänger Haus- und Gartenrotschwanz am 14.05.22 in Lünern. (Foto: H. Knüwer)

Unna / Fröndenberg: Rohrweihe, Wanderfalke, Schwarzmilan, Weißstorch, Silberreiher, Dunkler Wasserläufer, Bekassine, Star und Braunkehlchen am 26.04.2022 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen u.a. weiterhin ein Dunkler Wasserläufer im vollen Prachtkleid am neuen Gewässer.

Nördlich Hemmerde machte dann ein rufender Wanderfalke auf sich aufmerksam. Er fetzte sich in der Luft mit einem balzenden Rohrweihenpaar und setzte dann wiederholt einem am Boden im Zwischenfruchtfeld fressenden Mäusebussard durch stetige Flugattacken zu (Mitbeobachter G. Herber-Busch). Schließlich landete er auf einem kleinen Haus. Nachdem der Mäusebussard verschwunden war, schnappte sich der Wanderfalke wohl den letzten Fleischbrocken und zog nach Norden ab.

Am Ortsrand von Lünern ein (m) Braunkehlchen.

In der Kiebitzwiese gegen Mittag noch zwei Richtung Osten ziehende Silberreiher und 10 Fremdstörche, die nach ein paar Runden über dem Brutplatz des ansässigen Paares ebenfalls in östlicher Richtung weiterzogen. Vor dem Aussichtshügel u.a. noch 1 Bekassine. Bemerkenswert war außerdem die Beobachtung von gleichzeitig drei Schwarzmilanen. Während einer der Vögel mit Nistmaterial zum altbekannten Brutplatz flog, schafften die beiden anderen gleichzeitig ebenfalls Nistmaterial heran und bauten es an verschiedenen Stellen in einem der Hochspannungsmasten (selten auch in Bäumen am Ruhrufer) ein. Damit gibt es jetzt erstmalig im Bereich der Kiebitzwiese zwei Schwarzmilanbrutpaare. Die Wahl des Brutplatzes ist bei dem zweiten Paar offenbar noch nicht vollends entschieden. Immerhin konnten, wie auch schon von K. & A. Matull am 24.04.dokumentiert, mehrere Kopulationen beobachtet werden. Sollte tatsächlich eine Brut im Hochspannungsmasten erfolgen, so wäre dies laut Handbuch der Vögel Mitteleuropas als seltener Ausnahmefall zu betrachten.

Braunkehlchen bei Lünern am 26.04.2022
Braunkehlchen am Ortsrand von Lünern am 26.04.2022 (Foto: H. Knüwer)
Wanderfalke nördlich Hemmerde am 26.04.2022
Dieses vorjährige Wanderfalkenweibchen flog ständig Attacken gegen zwei Rohrweihen und einen Mäusebussard. (Foto: H. Knüwer)
Wanderfalke am Boden, 26.04.2022
Unklar ist, ob das Beuteobjekt am Boden vom Mäusebussard oder vom Wanderfalken erbeutet wurde. Profitiert haben sie zumindest beide davon. Den Rest holte sich schlussendlich der Wanderfalke. (Foto: H. Knüwer)
Wanderfalkenweibchen (vorjährig) auf einem Dachfirst am 26.04.2022
Wanderfalke auf dem First eines nur ca. 5 m hohen Gebäudes; ein ungewöhnlicher Anblick. (Foto: H. Knüwer)
… und nochmals in größerer Ansicht. (Foto: H. Knüwer)
10 Fremdstörche über der Kiebitzwiese am 26.04.2022
Zehn „fremde“ Weißstörche über der Kiebitzwiese am 26.04.2022. (Foto: H. Knüwer)
Stare sammeln Mauserfedern als Nistmaterial
Die jetzt überall vorhandenen Mauserfedern (oder auch Federn des verunglückten Höckerschwanes?) bieten den Staren willkommenes Nistmaterial. (Foto: H. Knüwer)
Schwarzmilan am 26.04.2022 in der Kiebitzwiese
Dieser Schwarzmilan gehört zum altbekannten Brutplatz, denn er trug anschließend Nistmaterial zum dortigen Horst. (Foto: H. Knüwer)
Schwarzmilanbrutpaar auf Hochspannungsmast Nistmaterial einbauend
Zeitgleich bauen die beiden anderen kräftig an ihrem zukünftigen Heim. Noch ist aber unklar, welche Stelle es denn sein soll (Mast oder doch besser Baum?). (Foto: H. Knüwer)
Schwarzmilane im Hochspannungsmast sowie bei der Paarung am 26.04.2022
Die Mitte des Mastes scheint für die Horstanlage attraktiv zu sein und an der Familienplanung wird auch schon gearbeitet. (Foto: H. Knüwer)

Bönen / Unna: Feldlerche, Wiesenpieper, Schafstelze, Nachtigall, Mönchsgrasmücke, Klappergrasmücke, Steinschmätzer, Hausrotschwanz, Löffelente, Schwarzmilan, Rotmilan, Sperber und rastende Limikolen am 14.04.2022 (H. Knüwer)

Am Mühlhauser Berg morgens (zusammen mit Ute Becker) fünf Feldlerchenreviere bestätigt. Dort auf einem abgefrorenen Zwischenfruchtfeld ca. 20 Wiesenpieper zusammen mit etwa 3-5 Schafstelzen. Am Bahndamm im Bereich Bramey-Lenningsen zwei singende Nachtigallen und zahlreiche Mönchsgrasmücken (überwiegend Männchen). Auf einem angrenzenden Ackerschlag ein rastender Steinschmätzer (Männchen). In den Hemmerder Wiesen u.a. ein Schwarzmilan, ein Rotmilan, drei Sperber, ein Grünschenkel (zunächst am neuen Gewässer), 12 Kampfläufer (nachmittags), ein Waldwasserläufer, drei unbestimmte Limikolen (zu weit weg), eine Nachtigall, eine Klappergrasmücke, zwei Hausrotschwänze, zwei Wiesenpieper und mind. 10 Löffelenten. Die Laubfrösche, die bereits vor etwa zwei Wochen mit kurzen Rufen noch im Bereich der Hecken und Säume auf sich aufmerksam gemacht haben, scheinen nun in Richtung Flachgewässer zu wandern. Bei dem sonnigen Wetter waren heute mehrfach Einzelrufe aus den Wiesen im Umfeld der Gewässer zu vernehmen.

Schwarzmilan in den Hemmerder Wiesen, 14.04.2022
Schwarzmilan in den Hemmerder Wiesen am 14.04.2022. (Foto: H. Knüwer)
"fischender" Schwarzmilan am 14.04.2022
Wie ein Fischadler versuchte der Schwarzmilan mehrfach, ein vermeintliches Beuteobjekt aus dem neu angelegten Gewässer zu fischen. Der Versuch misslang. (Foto: H. Knüwer)
Schwanzmeise in den hemmerder Wiesen am 14.04.2022
Obwohl das Nest bereits weitgehend fertig gebaut worden ist, schleppen zwei („normalgefärbte“) Schwanzmeisen noch immer Nistmaterial heran; Hemmerder Wiesen am 14.04.2022. (Foto: H. Knüwer)
Faulbaumbläuling in den Hemmerder Wiesen am 14.04.2022
Ein wohl frisch geschlüpfter, makelloser Faulbaumbläuling in den Hemmerder Wiesen, mein erster in diesem Frühjahr. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Bekassine, Blaukehlchen und Heidelerche am 02.04.2022 (H. Knüwer)

Vor dem Aussichtshügel der verschneiten Kiebitzwiese gegen Mittag u.a. ein rastendes Blaukehlchen (Männchen) sowie mindestens eine Bekassine. Bei Dreihausen vier am Straßenrand Nahrung suchende Heidelerchen. Allen Vögeln war gemeinsam, dass sie unverschneite Flächen zur Nahrungssuche nutzten.

Bekassine in verschneiter Landschaft
Bekassine im Schnee am 02.04.2022. (Foto: H. Knüwer)
Blaukehlchen in verschneiter Landschaft
Ein eher ungewohnter Anblick: Blaukehlchen in winterlich verschneiter Landschaft am 02.04.2022. (Foto: H. Knüwer)
Blaukehlen in der Kiebitzwiese am 02.04.22
Dieses Blaukehlchen nutzte ausschließlich den Windschatten und die unverschneiten Stellen hinter den Binsenbulten, um nach Fressbarem zu suchen. (Foto: H. Knüwer)
Heidelerchen am Wegrand
Drei (von vier) Heidelerchen an einem südexponierten und schon weitgehend schneefreien Straßenrand Nahrung suchend am 02.04.2022. (Foto: H. Knüwer)
Zwei Heidelerchen als „Tippelbrüder“; im Hintergrund eine Goldammer. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Hermelin am 18.03./26.03.2022 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen halten/hielten sich in den letzten Wochen offensichtlich mindestens zwei verschiedene Hermeline auf. Denn das von B. Glüer am 15.03.22 fotografierte Individuum hatte die gesamte Kopfoberseite bereits in das braune Sommerfell gewechselt (https://www.oagkreisunna.de/2022/03/18/unna-froendenberg-seeadler-hausrotschwaenze-rotdrosseln-sommergoldhaehnchen-knaekenten-u-a-18-03-2022-b-glueer/), während das heute gesehene Hermelin noch Weißanteile am Kopf aufwies. Dieses Hermelin ähnelt eher dem am 18.03. ebenfalls in den Hemmerder Wiesen gesehenen Individuum. Ausgehend von dem gelegentlich vorkommenden weißen Winterfell (s. Meldung von B. Glüer am 12.01.22 – https://www.oagkreisunna.de/2022/01/12/froendenberg-unna-schwarzspecht-kernbeisser-kornweihe-silberreiher-farbberingt-blaessgaense-graugaense-schnatterenten-bachstelzen-u-a-12-01-2022-b-glueer/) ist die Abfolge des Haarwechsels in das Sommerfell interessant. Dieser Wechsel scheint von der Rückenmitte auszugehen und sich zum Kopf, zum Schwanz und zu den Seiten auszudehnen. Ob die zwei Individuen gleichen oder verschiedenen Geschlechtern zuzuordnen sind, ließ sich nicht klären.

Hermelin im Haarwechsel
Hermelin in den Hemmerder Wiesen am 18.03.2022 … (Foto: H. Knüwer)
Hermelin im haarwechsel am 26.03.22
… und gut eine Woche später am 26.03.2022, sofern es sich um dasselbe Tier handelt. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Kranich, Bekassine, Waldwasserläufer, Pfeifente, Krickente, Knäkente, Löffelente u.a.m. am 22.03.2022 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen haben wohl erneut Kraniche übernachtet. Heute am frühen Morgen waren zwei Vögel anwesend. Um 9.20 Uhr verließen sie dann das Gebiet in NO-Richtung. Einer der beiden Vögel wies in beiden Flügeln erhebliche Gefiederschäden auf. Der Limikolenzug nimmt derweil weiter an Fahrt auf: Zu sehen waren mindestens 11 Bekassinen (vermutlich waren weit mehr anwesend), 2 Flussregenpfeifer, 1 Waldwasserläufer und zunächst 3 Kampfläufer (3 : 0), die nach kurzer Rast nach NO weiterzogen. Kurz darauf meldete B. Glüer weitere 22 Kampfläufer, die hier zur Rast eingefallen waren. Insgesamt 14 stationäre Kiebitze (balzend, z.T. bereits kopulierend) hielten sich im Gebiet auf, denen sich weitere ca. 20 Kiebitze von O kommend hinzugesellten. Außerdem mind. 92 Krickenten, 6 Pfeifenten (3 : 3), 4 Knäkenten (4 : 0), 2 Löffelenten (1 : 1), ungezählte Schnatterenten und Stockenten, 3 Kanadagänse, 10 Nilgänse, 2 Rostgänse, 2 Graugänse, 1 Höckerschwan, 4 Blessrallen, 8 Lachmöwen, 2 Weißstörche, 2 Mäusebussarde, 1 Rotmilan und 1 Steinkauz (rufend).  

Kranichpaar in den hemmerder Wiesen am 23.03.2022
Kranichpaar mit zwei Knäkenten und drei Krickenten in den Hemmerder Wiesen am 22.03.2022. Der deutlich größere Kranich links ist der männliche Partner des Paares. (Foto: H. Knüwer)
Kranich mit beidseitigen Gefiederschäden in den Hemmerder Wiesen am 23.03.2022
Die Armschwingen des Kranichmannes sind stark lädiert. (Foto: H. Knüwer)
Bekassinen und Kampfläufer in den hemmerder Wiesen am 23.03.2022
Die Hemmerder Wiesen entwickeln sich immer mehr zu einem Hotspot des Vogelzuges im Kreis Unna. Auf diesem Bild sind zu sehen: 3 Bekassinen, 2 Kampfläufer, 1 Krickente, 2 Kiebitze und 2 Kraniche. (Foto: H. Knüwer)
abziehende Kampfläufer in den Hemmerder Wiesen am 23.03.2022
Diese drei Kampfläufermännchen machen sich auf zu den Brutgebieten im hohen Norden. (Foto: H. Knüwer)
rastender Kampfläufertrupp in den Hemmerder Wiesen am 23.03.2022
Ein nachfolgender Kampfläufertrupp lässt nicht lange auf sich warten. (Foto: B. Glüer)

Unna: Mäusebussarde in WEA-Konzentrationszone am 09.03. u. 10.03.2022 (H. Knüwer)

Gestern gegen 14 Uhr hielten sich mindestens 12 Mäusebussarde innerhalb der Unnaer Konzentrationszone für Windräder nördlich der A 44 auf. Alle Vögel kreisten minutenlang zwischen den Mühlen, und das ausgerechnet auf Höhe und damit im Einwirkungsbereich der sich drehenden Rotoren. Gerade um diese Jahreszeit, wenn Balzflüge an der Tagesordnung sind und die Ackerflächen für die Frühjahrsbestellung vorbereitet werden, besteht für die Vögel ein erhöhtes Risiko, erschlagen zu werden. Heute flogen zwischen den Masten beispielsweise zwei Rotmilane und zwei Mäusebussarde über einem Acker, der gerade gepflügt wurde. Unter einem Windrad fanden sich die Überreste eines schon vor längerer Zeit verendeten Mäusebussards. Der Fundort der Mäusebussardknochen und -federn unmittelbar am Fuße eines der Windräder deutet darauf hin, dass auch dieser Bussard durch Kollision mit einem Rotorblatt umgekommen ist. In diesem „Windpark“ sind bereits zahlreiche Vögel (mehrere Mäusebussarde und Rotmilane, ein Wanderfalke, ein Turmfalke …) tot gefunden worden.

Der Pfeil im linken Bild kennzeichnet den Fundort der Überreste eines wahrscheinlich mit dem Windrad vor längerer Zeit kollidierten Mäusebussards; 10.03.2022. (Fotos: H. Knüwer)
Überreste eines Mäusebussards unter einem Windrad im „Windpark“ Unna am 10.03.2022. (Foto: H. Knüwer)

Werne / Unna: Blässgans, Krickente, Kurzschnabelgans, Weißwangengans, Pfeifente, Blässhuhn, Kampfläufer u.a.m. am 24.02.2022 (H. Knüwer)

In den stark vernässten ehemaligen Rieselfeldern Werne rasteten gegen Mittag ca. 250 Blässgänse, denen sich weitere 70 von Westen einfliegende Blässgänse anschlossen. Dort auch 4 Kiebitze und ca. 100 Stare am Boden.

Die Zahl der in den Hemmerder Wiesen rastenden Krickenten ist auf erstaunliche 120 angestiegen. Dort außerdem bemerkenswert: 23 Blässgänse, 2 Kurzschnabelgänse, 1 Weißwangengans, 1 Pfeifente, etliche Schnatter- und Stockenten. Die Zahl der rastenden Kampfläufer hat sich auf 4 erhöht. Vier Blässhühner haben jetzt, neben 2 Rostgänsen, das neu angelegte Gewässer in Beschlag genommen.

Fröndenberg / Bönen: Wacholderdrossel, Star, Feldlerche, Bluthänfling, Habicht und Silberreiher am 21./23.02.2022 (H. Knüwer)

In der Strickherdicker Feldflur am 21.02.22 ca. 70 Wacholderdrosseln, gemischt mit ca. 50 Staren, und mindestens 150 rastende Feldlerchen. Auch heute waren in dieser Feldflur viele Lerchen zu sehen, von denen sich einige bereits vom Schwarm abgesondert hatten und zaghafte Singflüge unternahmen. Dort auch ca. 20 Bluthänflinge, ein Habicht (vorj.) und vier wurmlesende Mäusebussarde.

Die kopfstarke Ansammlung von Silberreihern im Bereich Steinen, Stockum, Lünern bis Lenningsen ist noch immer anwesend. Allein 12 Silberreiher hielten sich heute wieder an der Straße „Am Brauck“ auf.

Feldlerche in der Strickherdicker Feldflur am 23.02.2020
Feldlerche in der Strickherdicker Feldflur am 23.02.2022 (Foto: H. Knüwer)

Unna: Kiebitz, Bluthänfling und Wacholderdrossel am 19.02.2022 (H. Knüwer)

Nach den beiden Sturmtiefs, die auch einigen Niederschlag mit sich brachten, präsentieren sich die Hemmerder Wiesen gegenwärtig als kleine Seenlandschaft. Ein erster größerer Kiebitzschwarm mit etwa 180 Individuen hatte heute Vormittag große Mühe, gegen den heftigen Wind anzukommen. Immer wieder drifteten sie ab, drehten etliche Runden, bevor sie schlussendlich doch zur Landung ansetzten. Auch ca. 50 Wacholderdrosseln suchten im Windpark Unna den Windschatten am Rande der A44 auf. Auf einer kleinen Stilllegungsfläche ebenda kämpften auch ca. 30 Bluthänflinge im Schwarm gegen den Wind.

Seenlandschaft in den Hemmerder Wiesen am 19.02.2022
„Seenlandschaft“ in den Hemmerder Wiesen am 19.02.2022. (Foto: H. Knüwer)
Ausschnitt aus einem Kiebitzschwarm
Teil eines großen Kiebitzschwarmes über den Hemmerder Wiesen am 10.02.2022. (Foto: H. Knüwer)
Kiebitze in den Hemmerder Wiesen am 19.02.2022
Endlich haben sie es geschafft, dem Wind zu entgehen [Teilansicht]. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Weißstorch und Bekassine am 30.01.2022 (H. Knüwer)

Während eines morgendlichen Kurzbesuches der Kiebitzwiese landete ein links beringter Weißstorch auf der Nisthilfe, vertrieb eine dort anwesende Nilgans und begann, Ordnung im Nest zu schaffen. Vor dem Hügel waren weiterhin vier Bekassinen mit der Nahrungssuche beschäftigt.

Weißstorch vertreibt Nilgans von einer Nisthilfe
Mit Annäherung des Weißstorches suchte die Nilgans das Weite. – 30.01.2022 (Foto: H. Knüwer)
Weißstorch räumt Horst auf
Der Storch räumt das Nest auf, wobei selbst kleinste Zweige in die richtige Position gebracht wurden. (Foto: H. Knüwer)
Bekassine vor dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese
Bekassine vor dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese am 30.01.2022. (Foto: H. Knüwer)