Autor: hk

Unna: Grauschnäpper, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Waldlaubsänger, Schafstelze und Braunkehlchen am 08.05.2021 (H. Knüwer)

In und rund um Dreihausen gab es heute allerhand Kleinvögel zu sehen. Ein endlich eingetroffener Grauschnäpper (meine erste diesjährige Beobachtung der Art), ein Braunkehlchen, ein Gartenrotschwanz (Weibchen), zahlreiche Schafstelzen sowie in einem Waldstück 2(3) Trauerschnäpper. Das Männchen bot immer wieder eine alte Buntspechthöhle in einer abgestorbenen Birke dem Weibchen an. Dieses schien sehr interessiert an diesem Eigenheim zu sein. Das Verbandeln wurde hin und wieder unterstützt durch die Darbietung proteinreicher Brautgeschenke in Form von u.a. Maden, die das Männchen seiner Auserwählten überreichte. Interessant war, dass zeitweilig auch ein dritter Trauerschnäpper zugegen war. Ob es sich dabei um ein zweites Weibchen gehandelt hat, ließ sich nicht erkennen.  Nahebei ein Waldlaubsängerrevier, dessen Männchen bereits eine feste Partnerin erobert hatte.

Braunkehlchen
Braunkehlchen auf erhöhter Warte am 08.05. 2021 (Foto: H. Knüwer)
Gartenrotschwanz - Weibchen
Dieses Gartenrotschwanzweibchen hielt sich in einem „unordentlichen“ Garten auf. Das hat ihm wohl besser gefallen, als die Rast in einem „ordentlich“ gestylten Steingarten. (Foto: H. Knüwer)
Gartenrotschwanz - Weibchen
Gartenrotschwanz ganz nah am 08.05.2021 (Foto: H. Knüwer)
Schafstelze
Gelb in Gelb – Schafstelze in einem der jetzt allerorten blühenden Rapsfelder. (Foto: H. Knüwer)
Trauerschnäpper - Paar
Trauerschnäpper – Ob Sie wohl die Behausung akzeptiert? (Foto. H. Knüwer)
Trauerschnäpper - Paar vor Bruthöhle
Trauerschnäpper – Links das braune Weibchen, rechts das dunkel gefärbte Männchen. (Foto: H. Knüwer)
Trauerschnäpper
Trauerschnäpper – Das Männchen versucht, dem Weibchen einen leckeren Snack anzubieten. (Foto: H. Knüwer)
Waldlaubsänger
Waldlaubsänger am 08.05.2021. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Haussperling am 05.04.2021 (H. Knüwer)

Offenbar hat die Zeckensaison bereits begonnen. Ein männlicher Haussperling, der mit Artgenossen in Dreihausen eine Weißdornhecke bevölkerte, trug bereits eine vollgesogene Schildzecke. Ob es sich um ein Weibchen des Gemeinen Holzbockes handelt, bleibt unklar. Zecken werden bei Temperaturen ab etwa 7 Grad aktiv. Und solche Temperaturen waren in den vergangenen Wochen ja nicht ungewöhnlich.

Haussperling mit Zecke
Haussperling mit Zecke am 05.04.2021 (Foto H. Knüwer)

Unna: Weißstorch, Wanderfalke und Kiebitz am 07.03.2021 (H. Knüwer)

Die mehrfach gemeldeten Kiebitze in den Hemmerder Wiesen trotzen der eisigen Kälte. Rund 80-100 Vögel haben, eng zusammenstehend, die Nacht auf dem Eis der weitgehend zugefrorenen Blänken verbracht. Auf dem Nest vom Weißstorch stand ein gleichnamiges Exemplar. Nach einiger Zeit flog er auf eine Grünlandfläche im Umfeld und ging der Nahrungssuche nach. Ein vorjähriger Wanderfalke hielt im NSG Ausschau.

Kiebitze auf Eisfläche
Kiebitze nicht im Wasser, sondern auf Eis (Foto: H. Knüwer)
Weißstorch Hemmerder Wiesen
Weißstorch in den Hemmerder Wiesen (Foto: H. Knüwer)
Weißstorch im flug
Weißstorch in den Hemmerder Wiesen (Foto: H. Knüwer)
Wanderfalke in Pappel
Wanderfalke in den Hemmerder Wiesen (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Uhu am 25.02.2021 (H. Knüwer)

An einer Eisenbahnstrecke in Fröndenberg-Ardey fanden sich heute die Überreste eines Uhus. Die Federn des Vogels lagen zerstreut im Schotterbett der Gleise. Dem Zustand nach lagen sie wohl schon längere Zeit dort. Der Körper war nicht auffindbar. Die Umstände sprechen dafür, dass der Uhu von einem Zug erfasst und auf diese Weise zu Tode gekommen ist.

Uhufedern
Überreste eines vermutlich mit einem Zug kollidierten Uhus. (Foto: H. Knüwer)
Eisenbahnstrecke
Eisenbahnstrecke, die dem Uhu zum Verhängnis wurde. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Eisvogel, Feldlerche und Bluthänfling am 12.02.2021 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen sind alle Blänken vereist und unter Schnee vergraben. Immerhin ist der Ameckebach nicht zugefroren. Das nutzte auch ein Eisvogel, fing erfolgreich einen Stichling und verspeiste ihn auf dem neuen Wehr. Zwischen Dreihausen und Schlückingen suchten 23 aufgeplusterte Feldlerchen nach Fressbarem. Auf einem benachbarten Zwischenfruchtfeld taten sich ca. 40 Bluthänflinge an den letzten Sämereien gütlich.

Eisvogel
Eisvogel mit erbeutetem Stichling an der Amecke (Foto: H. Knüwer)
Eisvogel auf Wehranlage
Eisvogel (m) mit Klaffschnabel, den er sich durch häufigen Verzehr von Stichlingen zugezogen hat. (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche
Feldlerche am 12.02.2021 bei minus 4°C. (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche im Schnee
Feldlerche am 12.02.2021 (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche im Schnee
Feldlerche am 12.02.2021 (Foto: H. Knüwer)
Bluthänflinge
Bluthänflinge bei der Suche nach letzten Sämereien am 12.02.2021 (Foto: H. Knüwer)

Unna / Fröndenberg: Feldlerche, Wacholderdrossel, Distelfink, Goldammer und Sperber am 30./31.01.2021 (H. Knüwer)

Gestern im Hemmerder Ostfeld u.a. ca. 20 Feldlerchen und ca. 50 Wacholderdrosseln auf einem Zwischenfruchtfeld rastend; heute in der Strickherdicker Feldflur mindestens 10 Goldammern, 5 Distelfinken und 1 vorjähriges Sperbermännchen.

Goldammer
Goldammer in der Strickherdicker Feldflur am 31.01.2021 (Foto: H. Knüwer)
Sperber vorjähriges Männchen
Der rotbraune Gesamteindruck, die rotbraunen Dreiecksmuster auf der Vorderbrust, die hell gesäumten Oberschwanzdecken und vor allem die vom Flügelhinterrand abgesetzte schmale Endbinde auf der Unterseite der Flügel kennzeichnen diesen Sperber als vorjähriges Männchen. Auf dem Foto ist die geringe Größe des Vogels ohne Vergleichsmaßstab natürlich nicht zu erkennen. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Ruhne: Saatgans, Kranich und Nilgans am 25.12.2020 (H. Knüwer)

Über der Kiebitzwiese zogen vormittags 21 Saatgänse in östlicher Richtung (!). Etwas verwirrt schienen gegen Mittag 11 Kraniche, die zunächst hoch über dem Ententeich nach Westen zogen, fünf Minuten später aber über der Kiebitzwiese in entgegengesetzter Richtung zurückflogen, weit entfernt ein paar Runden drehten, und dann endlich ihren Zug östlich der Kiebitzwiese nach SW fortsetzten. Zielstrebiger waren zwei weitere Trupps mit 300 Ind. (13.20 Uhr) östlich und 120 Ind. (13.30 Uhr) westlich von Ruhne. Wenn man bedenkt, dass bei der letzten Synchronzählung in der Diepholzer Moorniederung am 13.-14.12. noch mehr als 16.000 rastende Kraniche gezählt worden sind, verwundert es nicht, wenn am 1. Weihnachtstag immer noch Kraniche nach Frankreich und Spanien unterwegs sind. Diepholz ist rund 130 km von den heutigen Beobachtungsorten entfernt. Bei einer Fluggeschwindigkeit von ca. 50-60 km/h benötigen die Vögel demnach rund zwei bis zweieinhalb Stunden Flugzeit. Es ist also anzunehmen, dass die Vögel nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Maisstoppelfeldern vormittags von dort gestartet sind.

Saatgänse
Saatgänse über der Kiebitzwiese (1 Vogel fehlt auf dem Bild) am 25.12.2020 (Foto: H. Knüwer)
Kraniche
Vier von 11 über der Kiebitzwiese nach Osten fliegende Kraniche am 25.12.2020 (Foto: H. Knüwer)
Kraniche im Flug
Na endlich passt die Richtung. (Foto: H. Knüwer)
Kraniche im Flug
Kraniche in der Nähe von Ruhne (Kreis Soest) am 25.12.2020. (Foto: H. Knüwer)
raufende Nilgänse
Die Abstandsregel kennen die Nilgänse (auf der Kiebitzwiese) nicht. Es wird gerangelt, dass die Federn fliegen. (Foto: H. Knüwer)