Autor: hk

Unna: Mäusebussard am 27.10.2020 (H. Knüwer)

Am Morgen saß unversehens ein Mäusebussard in einem Baum; neben sich auf einem Ast abgelegt ein Beutetier (wohl eine größere Maus). Nach einigen Minuten Umherschauen fraß er in aller Seelenruhe seine Beute. Bis hier handelt es sich um eine banale Beobachtung. Das Besondere war jedoch, dass sich dies 10 m vor meinem Bürofenster in einer Platane der gleichnamigen Allee abspielte, also im dichtbesiedelten Stadtgebiet von Unna. Die Fußgänger, Radfahrer und Autos der stark frequentierten Platanenallee störten ihn nicht. Dieser Vogel, den ich schon seit Monaten immer wieder mal im Kurpark Königsborn gesehen habe, scheint sehr abgebrüht zu sein. Vermutlich sind es solche störungstoleranten Individuen, die die Ansiedlung im innerstädtischen Bereich begründen. Auch in diesem Frühjahr gab es regelmäßig Beobachtungen von balzenden oder beutetragenden Mäusebussarden im Kurpark. Dies lässt darauf schließen, dass auch 2020 Mäusebussarde dort oder im nahen Umfeld erneut zur Brut geschritten sind.

Mäusebussard
Handy-Belegfoto: Mäusebussard in Unna am 27.10.2020 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Ruhne: Schwarzkehlchen, Zwergtaucher, Eisvogel, Silberreiher, Krickente, Sperber, Wanderfalke und Merlin am 02.10.2020 (H. Knüwer)

Unmittelbar am Aussichtshügel der Kiebitzwiese 1 Schwarzkehlchen (m), ferner u.a. 2 Zwergtaucher, 1 Eisvogel, 1 Silberreiher, 7 Krickenten sowie je 1 überhin fliegender Sperber (dj.) und Wanderfalke (dj.). Unter den anwesenden Stockenten (ca. 70) befanden sich auffallend wenige Weibchen (ca. 15). Letztere hatten Mühe, sich der liebestoll balzenden Männchen zu erwehren. Bei Ruhne (Kreis SO) ein Feldlerchen jagender Merlin (dj.).

Schwarzkehlchen
Schwarzkehlchen ganz nah – Aussichtshügel Kiebitzwiese am 02.10.2020 (Foto: H. Knüwer)
Stockenten bei der Paarung
Anfang Oktober sind bereits Paarungen der Stockente zu beobachten. (Foto: H. Knüwer)
Merlin im Flug
Diesjähriger Merlin am 02.10.2020 (H. Knüwer)

Unna: Star, Hohltaube, Nilgans, Kiebitz, Wanderfalke und Rotmilan am 23.09.2020 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen versuchte ein Wanderfalke (ad.), einen Starenschwarm (ca. 500 Ind.) aufzumischen. Eine Starenmahlzeit war ihm jedoch nicht vergönnt. Dort auch ein Nilganspaar mit vier, erst halbwüchsigen Jungen und auf einem angrenzenden, eingesäten Acker 27 Hohltauben. Im Bereich „Am Brauck“ vier Rotmilane auf staubtrockenem Acker wurm-(?)lesend. Nördlich Westhemmerde 21 rastende Kiebitze zwischen ca. 250 Staren auf einem Rapsstoppelfeld.

Wanderfalke im Flug
Wanderfalke über den Hemmerder Wiesen am 23.09.2020 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Eisvogel, Silberreiher, Zwergtaucher, Steinschmätzer, Braunkehlchen, Kuckuck, Rotmilan am 06.09.2020 (H. Knüwer)

Bei Sonnenaufgang auf der Kiebitzwiese u.a. 1 Eisvogel und 1 Silberreiher sowie auf der Ruhr 1 Zwergtaucher mit zwei halbwüchsigen Jungvögeln. Dort auch reger Mehlschwalbenzug. In der Strickherdicker Feldflur 3 Rotmilane, 1 Steinschmätzer und auf einer der Feldvogelschutzflächen mindestens 7 Braunkehlchen sowie ein später diesjähriger Kuckuck. Während diese Art vor allem im Mai durch Rufe auf sich aufmerksam macht, vollzieht sich der Wegzug eher heimlich, zumal die Art zu den Nachtziehern zählt. Die wenigen bei uns noch Reviere haltenden Kuckucke sind wohl weitestgehend schon vor Wochen gen Süden geflogen. Beobachtungen im September dürften daher eher nördlich beheimatete Individuen betreffen. Septemberbeobachtungen sind eher selten. Die späteste gemeldete Herbstbeobachtung aus dem Kreis Unna stammt vom 21.09. (s. Phänologie).

Eisvogel
Eisvogel auf der Kiebitzwiese am 06.09.20. (Foto: H. Knüwer)
Steinschmätzer
Der Zug des Steinschmätzers neigt sich allmählich dem Ende. (Foto: H. Knüwer)
Braunkehlchen in der Strickherdicker Feldflur am 06.09.20. (Foto: H. Knüwer)
Gegenwärtig finden Körnerfresser in den mit Sonnenblumen bestückten Blühstreifen reichlich Nahrung. (H. Knüwer)

Fröndenberg: Braunkehlchen, Bluthänfling, Dorngrasmücke, Steinschmätzer, Sperber, Habicht und Turmfalke am 16.08.2020 (H. Knüwer)

Auf einer der beiden Feldvogelschutzflächen in der Strickherdicker Feldflur waren heute mindestens 3 Braunkehlchen, mehrere Dorngrasmücken und eine Familie Bluthänflinge zu sehen. Auf einem Stoppelacker nahebei ein erster Steinschmätzer, 3 Turmfalken, ein rastendes Habichtmännchen sowie ein überhinfliegender Sperber.

Habicht diesjährig
Habicht (diesj. Männchen) legt eine kurze Rast ein … (Foto: H. Knüwer)
Habicht diesjährig
… und startet dann durch. (Foto: H. Knüwer)

Unna: Waschbär am 01.08.2020 (H. Knüwer)

Heute gelang die Beobachtung eines Waschbären in den Hemmerder Wiesen. Er lag bei annähernd 30 Grad offen im Licht, obwohl in dem betreffenden Baum eine große Höhle vorhanden ist. Das Tier wirkte apathisch und zeigte keinerlei Scheu. Selbst beim wankenden Herumklettern waren die Augen geschlossen. Es ist gut möglich, dass das offensichtlich kranke Tier an der Staupe litt. Diese Viruserkrankung wurde im Kreis Unna bereits bei mehreren Füchsen und zwei Waschbären nachgewiesen und endet bei Waschbären meist tödlich.

Waschbär
Waschbär in den Hemmerder Wiesen am 01.08.2020 (Foto: H. Knüwer)
Waschbär
Unbeeindruckt vom Beobachter kletterte dieser Waschbär unbeholfen umher, wobei er die Augen weitgehend geschlossen hatte. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Beringungsdaten Weißstorch Kiebitzwiese (H. Knüwer)

Laut Mitteilung der für unseren Bereich zuständigen Beringungszentrale (Vogelwarte Helgoland) wurde das beringte Weibchen des im NSG Kiebitzwiese brütenden Weißstorchpaares am 11.06.2018 in Wesel-Bislich nestjung beringt. Es handelt sich demzufolge um einen noch recht jungen Brutvogel. Die Distanz zwischen Beringungs- und Ableseort beträgt 103 km. Siehe hierzu auch die Meldung vom 03.07.2020.

Fröndenberg: Schwarzkehlchen am 04.07.2020 (H. Knüwer)

Offenbar hält das Schwarzkehlchenpaar in der Strickherdicker Feldflur an seinem Brutplatz fest. Während gestern das Männchen zu sehen war, saß heute das Weibchen an exponierter Stelle. Vermutlich ist das Paar mit der Versorgung der Zweitbrut beschäftigt.

Schwarzkehlchen
Das Schwarzkehlchen hat wohl den Schriftzug wörtlich genommen. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Weißstorch abgelesen am 03.07.2020 (H. Knüwer)

Der Helgoländer ELSA-Ring des beringten weiblichen Brutvogels vom Weißstorchpaar auf der Kiebitzwiese konnte heute endlich abgelesen werden. Die Beringungsdaten sind bei der Vogelwarte angefragt und werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle nachgereicht.

beringter Weißstorch
Der nach seinem Verhalten weibliche Weißstorch vor dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese am 03.07.2020 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: TAM ist wieder da; beringter Graureiher am 10.06.2020 (H. Knüwer)

Im NSG Kiebitzwiese gelang heute die Ablesung eines markierten Graureihers. Vermutlich handelt es sich um denselben Vogel, der erstmalig 2013 und dann fortlaufend in diesem Gebiet beobachtet werden konnte, wenn auch die Codierung des weißen Farbringes nicht immer vollständig abzulesen war. Hier die Ablesedaten im Einzelnen: 05.10.2013 (M.&G. Zosel), 09.08.2015 (G. Zosel); 11.10.2015 (H.K.); 17.09.2017 (G. Zosel); 12.02.2018 (B. Wübbeke ); 08.10.2018 (G. Zosel) sowie die Ablesung von heute. TAM wurde nach Information des Koordinators des Beringungsprogramms Graureiher nestjung am 12.05.2009 am Ümminger Stausee in Bochum beringt und dort noch einmal am 26.06.2009 beobachtet. Der Vogel befindet sich also bereits im 12. Kalenderjahr. Sonstige Ablesungen andernorts liegen nicht vor.

farbberingter Graureiher
Graureiher „TAM“ wuchs 2009 am Ümminger See auf und war heute erneut in der Kiebitzwiese am 10.06.2020 zu sehen. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Unna: Weißstorch, Rotmilan, Schwarzmilan, Rohrweihe, Mäusebussard, Turmfalke, Feldlerche und Waldlaubsänger am 06.06.2020 (H. Knüwer)

In der Strickherdicker Feldflur hielten sich heute auf oder über einer gemähten Grünlandfläche 5 Weißstörche, 6 Rotmilane, 2 Schwarzmilane, mind. 10 Mäusebussarde und 1 Turmfalke auf. Über den Ackerflächen jagte eine Rohrweihe (Weibchen). Dort auch 3 singende Feldlerchen. An verschiedenen Stellen waren in diesem Gebiet mehr als 6 Feldhasen zu sehen. Überhaupt scheint es in diesem Jahr mehr Hasen zu geben als in vorausgegangenen Jahren. Etwas überraschend war die Beobachtung eines singenden Waldlaubsängers auf einem Unnaer Friedhof.

Unna: Braunkehlchen, Gelbspötter, Turmfalke, Rotmilan und Steinkauz am 16.05.2020 (H. Knüwer)

Nordöstlich von Lünern 2 singende Gelbspötter, 1 Braunkehlchen (0 : 1; auf Grünland) und 1 Steinkauz. Über einer gemähten Grünlandfläche 3 Turmfalken und 1 Rotmilan.

Steinkauz
Dieser Steinkauz saß zunächst in einer Esche und flog dann … (Foto: H. Knüwer)
Steinkauz
… auf einen Leitungsmast bzw. eine Telefonleitung an der Straße im Bereich einer gemähten Grünlandfläche. (Foto: H. Knüwer)
Turmfalke (Weibchen)
Die jetzt bereits gemähten Grünlandflächen verschaffen den Mäusefressern einen gedeckten Tisch. Neben dem Rotmilan und den Turmfalken nutzten auch zwei Rabenkrähen, ein Graureiher und ein Fuchs das Angebot. (Foto: H. Knüwer)
Turmfalke
Turmfalke kurz vor dem Ergreifen eines Mäusehappens. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Unna: Schwarzkehlchen, Steinschmätzer, Habicht, Schwarzmilan, Rotmilan, Weißstorch und Feldschwirl am 10.05.2020 (H. Knüwer)

In der Strickherdicker Feldflur sind die Jungen des dortigen Schwarzkehlchenpaares ausgeflogen und werden von den Altvögeln eifrig gefüttert. Dort hielten sich auch noch mind. 3 Steinschmätzer auf. In den Hemmerder Wiesen wurde ein Altvogel des dort brütenden Weißstorchpaares intensiv von den anwesenden Kiebitzen attackiert. Ihnen ist wohl klar, dass Weißstörche auch Kiebitznachwuchs mögen. Ein Habicht (m ad.) sowie ein nur kurz singender Feldschwirl waren ebenfalls zu sehen. Nordöstlich von Lünern gingen zwei Schwarzmilane und ein Rotmilan über einer abgeernteten Feldgrasfläche der Mäusejagd nach.

Weißstorch
Weißstorch startet und landet unglücklicherweise … (Foto: H. Knüwer)
Weißstorch
… in Nähe des Kiebitzbrutplatzes. Die permanenten Attacken eines Kiebitzes veranlassten den Storch schließlich, an einer anderen Stelle im NSG Nahrung zu suchen. (Foto: H. Knüwer)
Feldschwirl
Feldschwirl am 10.05.2020 (Foto: H. Knüwer)

Unna: Rebhuhn am 23.04.2020 (H. Knüwer)

Auf einem von Rapsfeldern umgebenen, eingesäten Acker im Windpark Ostbüren hielt sich am Rande ein Rebhuhnpaar auf. Kurz darauf erschien am gegenüberliegenden Rand, etwa 200 m entfernt, ein zweites Rebhuhnpaar. Als beide Paare sich nach kurzem Rufen entdeckten, wetzten beide Hähne wie die Wiesel aufeinander zu und es entstand ein heftiges Gerangel. So schnell wie sie aufeinander zugerannt waren, so schnell kehrten sie auch zu ihren unbeaufsichtigten Weibchen zurück.

Rebhuhnpaar in der Staubwüste. Foto: H. Knüwer
Gerangel der Giganten. Foto: H. Knüwer
Das Weibchen des einen Paares scheint nach dem Gefieder im letzten Jahr geboren zu sein. Foto: H. Knüwer
Das Männchen in Beobachtungsposition. Foto: H. Knüwer