Autor: hk

Fröndenberg: Feldlerche, Heidelerche, Rohrammer, Kiebitz, Rauchschwalbe, Schwarzkehlchen u.a.m. während mehrstündiger Zugbeobachtungen am 08./09.10.2021 (H. Knüwer)

Gestern in der Strickherdicker Feldflur, zeitweilig mit B. Nikula, nur mäßiges Zuggeschehen. Eine genaue Zählung unterblieb. Erwähnenswert 29 (z.T. rastende) Kiebitze (1, 2, 26), 17 Rauchschwalben (4, 6, 7), 1 Sperber (mehrj. M.) sowie die für mich erste Kornweihe in diesem Herbst.

Die für heute geplante genauere Zählung (gemeinsam mit H. Maas u. B. Glüer) von 7.30-10.15 Uhr erwies sich als wenig ergiebig. Auf Grund der Hochdruckwetterlage und Ostwind zogen insbesondere die Finkenschwärme sowie Erlenzeisige so hoch und schnell durch, dass sie allenfalls gehört, aber kaum gesehen werden konnten. Deshalb seien nur ein paar weitere Arten zahlenmäßig aufgeführt: Feldlerche 635, darunter erneut mindestens 6 Heidelerchen, mind. 9 Rohrammern, 3 Mistel- und einzelne Wacholderdrosseln, 2 Schwarzkehlchen an einer Feldvogelschutzfläche, 0 Rauchschwalben, kaum noch rastende Ringeltauben, allerdings morgens insgesamt 400 ziehend, 192 Kiebitze (1, 2×3, 14, 28, 30, 32, 40, 41),1 Trupp Kormorane (18) und ca. 50 nach W ziehende Blässgänse. Schon während der Zählung, später aber bis zum frühen Nachmittag an Intensität zunehmend, gelangen interessante Greifvogelbeobachtungen: 4 Rotmilane schon kurz nach Sonnenaufgang, ca. 15-20 Mäusebussarde, 4 Turmfalken, 1 Merlin (diesj.), 1 Wanderfalke, 9 Sperber, 1 Habicht (diesj. W.), 1 Rohrweihe (diesj.), 1 Kornweihe (diesj.) und zum krönenden Abschluss (13 Uhr) ein nach SSW ziehender diesjähriger Fischadler. Bis zum Schluss wurden die erwarteten Kraniche leider vermisst.

Kornweihe über der Strickherdicker Feldflur am 08.10.21
Als wenn sie vom Beobachter keine Notiz nehmen würde, fliegt diese Kornweihe in der Strickherdicker Feldflur (08.10.21) unbekümmert über dessen Kopf hinweg. (Foto: H. Knüwer)
Merlin über der Strickherdicker Feldflur am 09.10.21
Auch heute mischte ein Merlin (diesj.) einen Schwarm Bluthänflinge auf, ohne Erfolg zu haben. Nach kurzer Rast auf einem Acker machte er sich vom selben… – Strickherdicker Feldflur 09.10.21 (Foto: Harald Maas)
diesj. Habicht in der Strickherdicker Feldflur am 09.110.21
Zweimal gelang heute die Beobachtung dieses jungen Habichts, der sich schon viele Wochen im Gebiet aufhält. (Foto: H. Knüwer)
Sperber (älteres Männchen) in der Strickherdicker Feldflur am 09.10.21
Heute war reichlich Sperberflugverkehr in der Strickherdicker Feldflur: hier ein älteres Sperbermännchen … (Foto: H. Knüwer)
Sperber (älteres Weibchen) in der Strickherdicker Feldflur
… oder wie hier ein älteres Sperberweibchen. Auch einige Jungvögel machten die Feldflur unsicher. (Foto: H. Knüwer)
Fischadler über der Strickherdicker Feldflur am 09.10.21
Nicht alle Fließgewässer und Auen verlaufen in Zugrichtung. Und so müssen Fischadler, wie dieser Jungvogel, gelegentlich auch für die Art eher untypische Landschaften überqueren – 09.10.21 Strickherdicker Feldflur. (Foto: H. Knüwer)

Unna / Fröndenberg: Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Rohrammer, Singdrossel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Kiebitz, Silberreiher und Kormoran am 07.10.2021 (H. Knüwer)

Über den Hemmerder Wiesen am Morgen bei starkem Hochnebel u.a. noch 4 jagende Mehlschwalben sowie 5 Rauchschwalben. Dort auch mind. 2 Rohrammern und viele Singdrosseln.

In der Strickherdicker Feldflur war ein sagenhafter Feldlerchenzug festzustellen. Zwischen 10.45 und 13.15 Uhr hielten sich dort geschätzt mehr als 1.500 Vögel rastend oder durchziehend auf. Allein ein nach einer Störung auffliegender Schwarm bestand aus mindestens 500 Lerchen. Bemerkenswert auch zunächst 7 Goldregenpfeifer, die nach ein paar Runden kurz zur Rast einfielen, dann aber doch durchstarteten. Wenig später weitere 8 ziehende Goldregenpfeifer. Ferner zwei Kiebitz-Trupps (17 u. 45 Ind.), 2 ziehende Silberreiher sowie ein Trupp Kormorane (51 Ind.).

Auch waren noch ca. 10 Admirale unterwegs, alle in Südrichtung.

Feldlerchen in der Strickherdicker Feldflur
Feldlerchen in der Strickherdicker Feldflur am 07.10.2021. (Foto: H. Knüwer)
Trupp Goldregenpfeifer über der Strickherdicker Feldflur
Goldregenpfeifer in der Strickherdicker Feldflur am 07.10.2021. (Foto: H. Knüwer)
Goldregenpfeifer über der Strickherdicker Feldflur
Nach ein paar Runden und kurzer Rast starteten sie wieder durch – Strickherdicker Feldflur am 07.10.2021. (Foto: H. Knüwer)
Goldregenpfeifer über der Strickherdicker Feldflur
Goldregenpfeifer in der Strickherdicker Feldflur am 07.10.2021. (Foto: H. Knüwer)

Unna / Fröndenberg: Habicht, Sperber, Merlin, Rauchschwalbe, Braunkehlchen, Zilpzalp u.a.m. sowie Ergebnis Zugvogelzählungen – 01.10.-05.10.2021 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen am 01.10. noch ein Braunkehlchen, ca. 50 jagende Rauchschwalben über einer frisch gemähten Wiese, ca. 10 Zilpzalp sowie 1 diesj. Habicht bei der erfolglosen Jagd auf eine Ringeltaube

Zugvogelzählungen in der Strickherdicker Feldflur am 1.10., 04.10. (hier nur einzelne Arten notiert) sowie am 05.10. ergaben folgende Zahlen:

01.10. (8.00-9.30 Uhr): Bluthänfling 294, Feldlerche 209, Buchfink 101, Wiesenpieper 53, Rauchschwalbe 15, Bachstelze 3, Schafstelze 2, Kiebitz 40, Sperber 1 (diesj. M.), stationär: ca. 500 Stare und ebenso viele Ringeltauben.

04.10.: Kormorane 19, Merlin 1 (diesj.), 83 Kiebitze (1 Trupp) + 3, Rauchschwalbe 7, stationär ca. 700 Ringeltauben.

05.10. (7.45-10.30 Uhr), zusammen mit B. Glüer: Buchfink 1497, darunter mindestens 5 Bergfinken, Feldlerche 462, Bluthänfling 272, Bachstelze 108, Wiesenpieper 80, Rauchschwalbe 18, Heidelerche 13, Misteldrossel 4, Girlitz 1, außerdem 2 Graugänse, 6 Hohltauben, ca. 400 Ringeltauben, 2 Sperber, 1 Merlin (diesj.), 1 Wanderfalke (beringt, mehrj., mehrfach Tauben anjagend), 4 Turmfalken, 2 Rotmilane und 1 Rohrweihe (diesj.). Nach Beendigung der Zählung zogen (bis 12.30 Uhr) u.a. weitere 5 Heidelerchen und etwa 70 Rauchschwalben durch.

Sperber (diesj. Männchen) in der Strickherdicker Feldflur
Diesjähriges Sperbermännchen bei aufgehender Sonne am 01.10.2021 in der Strickherdicker Feldflur. (Foto: H. Knüwer)
Merlin (Jungvogel) in der Strickherdicker Feldflur am 5.10.21
Merlin (Jungvogel) rastete am 05.10. auf einem Acker, … (Foto: Bernhard Glüer)
Merlin in der Strickherdicker Feldflur am 05.10.21
… um dann in südwestlicher Richtung zu verschwinden. (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche auf dem Zug in der Strickherdicker Feldflur
Eine von mehr als 450 über die Strickherdicker Feldflur hinwegziehende Feldlerchen am 05.10.21. (Foto: H. Knüwer)
zwei ziehende Heidelerchen in der Strickherdicker Feldflur
Im Vergleich zur Feldlerche wirken diese beiden Heidelerchen nahezu kurzschwänzig. Die markanten Rufe erleichtern eine Bestimmung. – 05.10.21 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Unna: Goldregenpfeifer, Merlin, Rohrweihe, Habicht, Sperber, Rotmilan, Turmfalke, Eisvogel, Gartenrotschwanz, Braunkehlchen, Feldlerche, Steinschmätzer, Wiesenpieper, Buchfink, Rauchschwalbe und Bluthänfling am 22.09. – 30.09.2021 (H. Knüwer)

Während das Zuggeschehen bei einzelnen Arten (z.B. Steinschmätzer oder Braunkehlchen) langsam verebbt, sind andere Arten in zunehmender Zahl zu beobachten. Feldlerchen und Bluthänflinge haben sich bereits zu kopfstarken Trupps zusammengefunden. So waren heute während zweieinhalb Stunden in der Strickherdicker Feldflur zu sehen (in Klammern max. Truppgröße):

Ca. 400 Feldlerchen (150); 300 Bluthänflinge (150); 30 Wiesenpieper (10); 50 Buchfinken (9); 12 Rauchschwalben; ferner 1 jagender Merlin, 1 rastender und später abziehender Goldregenpfeifer, 5 Rotmilane, 5 Turmfalken. Außerdem 1 diesjähriger Habicht (25.09.).

In den Hemmerder Wiesen am 22.09. 1 Gartenrotschwanz, 2 Braunkehlchen (auch am 25.09.), 1 diesjähriger Sperber (W), 1 diesjährige Rohrweihe sowie am 25.09. 1 mehrjährige Rohrweihe (W) und 1 Eisvogel.

Im Hemmerder Ostfeld am 28.09. noch 2 Steinschmätzer.

Goldregebnpfeifer im Flug
Goldregenpfeifer in der Strickherdicker Feldflur am 30.09.2021. (Foto: H. Knüwer)
großer Trupp Bluthänflinge
Mittlerweile haben sich bereits viele Bluthänflinge in z.T. großen Trupps zusammengefunden; Strickherdicker Feldflur – 30.09.2021 (Foto: H. Knüwer)
Bluthänflinge  in Hochstauden
In den Hochstauden der dortigen Selbstbegrünungsbrachen finden sie allerlei Sämereien. (Foto: H. Knüwer)
Feldlerche in der Strickherdicker Feldflur
Feldlerche in der Strickherdicker Feldflur – 30.09.2021. (Foto: H. Knüwer)
Feldlerchen auf Stoppelacker
Tarnung ist alles: Auf diesem Bildausschnitt sind 13 Feldlerchen versteckt. (Foto: H. Knüwer)
Ein kleiner Teil eines flach über den Stoppelacker hinwegfliegenden Trupps Feldlerchen – Strickherdicker Feldflur – 30.09.21. Im Ausschnitt sind 58 Feldlerchen zu sehen. (Foto: H. Knüwer)
Turmfalke attackiert Habicht
David gegen Goliath – Turmfalke attackierte mehrfach einen diesjährigen Habicht am 25.09.21 – Strickherdicker Feldflur. (Foto: H. Knüwer)
älterer Mäusebussard im Flug
Älterer Mäusebussard mit komplett abgeschlossener Mauser – 30.09.21. (Foto: H. Knüwer)
Rotmilan in der Strickherdicker Feldflur
Rotmilan im Alterskleid am 30.09.21 in der Strickherdicker Feldflur. (Foto: H. Knüwer)
Turmfalke in der Strickherdicker Feldflur
Einer von fünf Turmfalken in der Strickherdicker Feldflur. (Foto: H. Knüwer)
Rabenkrähe beim Baden
Zum Schutz hat diese Rabenkrähe beim Baden die hellblaue Nickhaut über das Auge gezogen. (Foto: H. Knüwer)

Bönen: weitere Herkunftsdaten Weißstorch – 22.09.2021 (H. Knüwer)

Der am 23.08.2021 in einer 7er-Gruppe an der Fröndenberger Straße (Bönen-Lenningsen) abgelesene Weißstorch mit Radolfzell-Ring wurde laut Mitteilung der Beringungszentrale im vergangenen Jahr als Nestling in Baden-Württemberg (Oberhausen-Rheinhausen; Kreis Karlsruhe / Nordbaden) beringt. Die Entfernung zum Ableseort beträgt 260 km. Siehe hierzu die Meldung unter: Bönen / Fröndenberg: Weißstorch, Rotmilan, Mäusebussard, Turmfalke, Steinschmätzer, Braunkehlchen und Mauersegler – 23.08. / 25.08.2021 (H. Knüwer)

Fröndenberg / Unna: Kormoran, Graureiher, Blässgans, Rohrweihe, Habicht, Sperber, Rotmilan, Wanderfalke, Eichelhäher, Rauchschwalbe, Feldlerche, Steinschmätzer, Grauschnäpper und Bluthänfling am 19.09.-21.09.2021 (H. Knüwer)

Noch immer sind erstaunlich viele Eichelhäher in westlicher Richtung unterwegs. Während mehrstündiger Beobachtungen im Bereich der Kleinen Wand in Fröndenberg waren es am 19.9. (9.00-11.30 Uhr) 36 (mit max. 12 Hähern im Trupp) und 67 (!) [8×1, 3×2, 2×4, 2×5, 1×9, 1×26] am 21.09. (8.00-12.00 Uhr). Außerdem am 19.09. 1 Habicht (diesj.), der erfolglos versuchte, eine Rabenkrähe zu erbeuten, 1 ziehende Rohrweihe (diesj.), ein Schwarm Bluthänflinge (ca. 30) und 32 ziehende Rauchschwalben. Auch heute dort 1 Habicht (mehrj. M.), 2 Sperber, 1 Rohrweihe (diesj.), 9 ziehende Kormorane, 32 ziehende Rauchschwalben (1, 2×2, 2×7, 13), nur 2 Feldlerchen und die ersten Blässgänse (nur gehört).

In der Strickherdicker Feldflur (am 19.09.) 2 diesjährige Rohrweihen über einer der Feldvogelschutzflächen jagend. Einer Weihe fehlten sämtliche Schwanzfedern, dennoch wirkte ihr Flug nicht behindert. Dort gleichzeitig 1 Wanderfalke (diesj. W.) in einem Hochspannungsmast sitzend (später Ringeltauben jagend) sowie 1 Habicht (mehrj. W.). Im Gebiet auch mehrere Hundert Ringeltauben, vergesellschaftet mit einzelnen Hohltauben und Haustauben, die für Wanderfalken und Habichte ein attraktives Beuteangebot darstellen (2 Ringeltauben-Rupfungen gefunden). Am 21.09. dort u.a. 2 Graureiher, 1 ziehender Sperber, 1 Steinschmätzer und 5-7 Rotmilane.

In den Hemmerder Wiesen u.a. 2 Grauschnäpper (20.09.).

Eichelhäher am 21.09.21
Einer von 67 gesehenen ziehenden Eichelhähern am 21.09.21. (Foto: H. Knüwer)
Habicht verfolgt Rabenkrähe
Kein Spiel, sondern Ernst: junger Habicht (vmtl. Männchen) beim Beuteflug auf Rabenkrähe – 19.09.21 (Foto: H. Knüwer)
schwanzlose Rohrweihe am 19.09.21
Schwanzlose Rohrweihe in der Strickherdicker Feldflur am 19.09.21. (Foto: H. Knüwer)
Wanderfalke im Hochspannungsmast
Diesjähriger Wanderfalke in der Strickherdicker Feldflur am 19.09.21. (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg: Schwarzmilan, Rotmilan, Rohrweihe, Sperber, Habicht, Wanderfalke, Kormoran, Eichelhäher und Ringeltaube am 16.09. / 18.09.2021 (H. Knüwer)

Im Bereich der Großen und Kleinen Wand am 16.09. noch ein ziehender Schwarzmilan (dj.), ca. 12 Rotmilane, 1 Habicht (dj.) bei der erfolglosen Jagd auf Ringeltauben. Diese sind mittlerweile in stattlicher Zahl im Gebiet vertreten (ca. 300). Außerdem 1 Wanderfalke und 15 nach W ziehende Kormorane.

Heute im selben Gebiet von 9.00 bis 12.00 Uhr 3 ziehende Rohrweihen (W. ad., dj., M. K2), 2 Sperber, 1 Habicht (dj.), 3 Rotmilane, ca. 30 ziehende Rauchschwalben und immerhin 16 Eichelhäher (4, 10, 2) mit Flugrichtung West.

diesjähriger Schwarzmilan am 16.09.21
Dieser junge Schwarzmilan legte am 16.09.21 eine kurze Rast auf einem Acker ein, um dann in Zugrichtung weiterzufliegen. (Foto: H. Knüwer)
Eichelhäher im Flug
Wie ein fliegender Fisch sieht dieser Eichelhäher aus, wenn er während des Ruderfluges die Flügel anlegt. (Foto: H. Knüwer)
diesjähriger Habicht (Flugbild)
Diesjähriger Habicht nach erfolgloser Ringeltaubenjagd am 16.09.21. (Foto: H. Knüwer)

Unna: weitere Herkunftsdaten eines Weißstorches – 15.09.2021 (H. Knüwer)

Der am 09.09.21 in einer Sechser-Gruppe östlich von Lünern abgelesene Weißstorch (s. Meldung vom 12.09. auf dieser Seite) wurde als Nestling 2015 im Kreis Minden-Lübbecke (Petershagen-Döhren) beringt. Das teilte heute die Vogelwarte mit. Der Vogel ist somit 6 Jahre alt (im 7. Kalenderjahr). Die Distanz zum Geburtsort beträgt 131 km. Vermutlich befand er sich bereits auf dem Zug.

Unna: Herkunft des beringten Weißstorches in Hemmerde – 14.09.2021 (H. Knüwer)

Bekanntlich ist in diesem Jahr ein Elternvogel des Weißstorchpaares in den Hemmerder Wiesen beringt. Die erste Ablesung gelang B. Glüer im Frühjahr. Nach Mitteilung der Vogelwarte stammt der Ringvogel (Geschlecht nicht bekannt) aus Thüringen. Er wurde dort als Nestling in Lauchröden, einem Ort an der Werra, die die Grenze zu Hessen bildet, im Juni 2017 beringt. Der Vogel befindet sich damit im fünften Kalenderjahr. Die Distanz zum Geburtsort beträgt 177 km. Noch heute war er mit dem zweiten unberingten Altvogel im NSG anwesend.

Karte mit Geburts- und Brutort des beringten Weißstorches vom Brutpaar in den Hemmerder Wiesen 2021
Herkunft des beringten Weißstorches (Brutvogel 2021) in den Hemmerder Wiesen

Unna / Fröndenberg: Weißstorch, Krickente, Rotmilan, Mäusebussard, Habicht, Rohrweihe, Wanderfalke, Turmfalke, Eichelhäher, Kolkrabe, Rohrammer, Zilpzalp, Braunkehlchen, Neuntöter, Eichelhäher und Eisvogel – 06.09.- 12.09.2021 (H. Knüwer)

Hemmerder Wiesen: 1 Rohrammer, ca. 20 Zilpzalpe und 1 Krickente (06.09.), am folgenden Tag während der Wiesenmahd 8 Rotmilane, 5 Mäusebussarde und 2 Turmfalken. Ebenda 2 Braunkehlchen (08.09.), 1 Neuntöter (ad. M. – 09.09.) und 1 Eisvogel am Teich (10.09.).

Das Weißstorch-Brutpaar hält sich noch immer im Gebiet und im weiterem Umfeld auf. Am 08.09. standen beide Altvögel mit einem unberingten Drittstorch auf einer Grünlandfläche östlich von Lünern, wenig später begaben sich alle drei zu den Hemmerder Wiesen, aber nur das Brutpaar landete dort. Insgesamt 6 Weißstörche suchten dann am 09.09. und 10.09. auf einem frisch bearbeiteten Stoppelacker – wieder östlich von Lünern – Nahrung, darunter auch erneut das ansässige Brutpaar aus den Hemmerder Wiesen und ein DEW-beringter Storch, dessen Codierung abgelesen werden konnte. Auch diese Gruppe tauchte später (10.09.) über den Hemmerder Wiesen auf; und wieder landete lediglich das Brutpaar, während die restlichen 4 Störche nach SW abzogen.

Kleine/Große Wand Fröndenberg: Auch dort heute reger Eicherhäherzug. In kurzer Zeit 10 Vögel (6, 1, 1, 2) auf SW-Kurs. An einem auf einem Acker liegenden Rehkadaver fraßen 7 von insgesamt erstaunlichen 12 (!) Kolkraben sowie 2 Rotmilane. Im selben Gebiet auch 1 Wanderfalke (dj.), 2 Habichte (dj. u. mj. W.) und 2 ziehende Rohrweihen (mj. M. u. dj.). Ähnlich wie Zugvögel machen sich gerade in den letzten Tagen zahlreiche Admirale bemerkbar, die in Richtung Süden abwandern. Zwischendurch füllen sie ihre Energiereserven auf, z.B. an Fallobst. Eine solche „Tankstelle“ frequentierten heute (unter nur drei Birnenbäumen am Straßenrand mit reichlich Fallobst) geschätzt 50-60 Exemplare (eher mehr).

Ausschnitt aus einer Ansammlung von Admiralen an Fallobst
Kleiner Ausschnitt an einer „Tankstelle“ für Admirale mit mindestens 50-60 Individuen (Foto: H. Knüwer)
Admiral im Flug
ziehender Admiral am 12.09.2021 (Foto: H. Knüwer)

Unna: Bekassine, Kiebitz, Krickente, Rebhuhn, Eisvogel, Habicht, Rotmilan, Mäusebussard, Rohrweihe, Graureiher, Weißstorch, Kolkrabe, Hohltaube, Neuntöter, Trauerschnäpper, Grauschnäpper, Baumpieper, Rauchschwalbe und Braunkehlchen – 31.08.-05.09.2021 (H. Knüwer)

Hemmerder Wiesen: Am 31.08. 2 Bekassinen überhinfliegend, 1 diesj. Habicht (W) (auch am 31.08., 01.09. u. 05.09.), 1 Rotmilan (diesj.), 5 Mäusebussarde, 11 Graureiher, 1 Neuntöter (ebenso am 01.09), 3 Trauerschnäpper, 1 Grauschnäpper, ca. 50 Rauchschwalben, mind. 3 Braunkehlchen (am 02.09. ebenso 3, am 05.09. 2) und 2 Krickenten. Beide Weißstörche aus dem NSG Hemmerder Wiesen (davon einer mit Metallring) hielten sich am 31.08 auf einem frisch gegrubberten Stoppelfeld östlich von Lünern auf. Zwischenzeitlich konnte das Paar wieder in den Hemmerder Wiesen am 02.09 beobachtet werden und am 05.09. erneut östlich Lünern auf einer Heuwiese; derweil 1 Weißstorch (ohne Ring) gleichzeitig in den Hemmerder Wiesen rastete. Das Brutpaar hat es mit dem Zug offenbar nicht so eilig. Am 01.09. ebenfalls in den Hemmerder Wiesen 2 Kolkraben und 1 Baumpieper, am 04.09. dort 2 Rohrweihen (mj. M und mj. W) sowie am 5.09. erstmalig seit langer Zeit wieder 1 Eisvogel an der Amecke, außerdem 2 Kiebitze und 13 Hohltauben.

Im Hemmerder Ostfeld noch 1 Neuntöter (01.09.) und östlich Lünern erneut 1 einzelnes Rebhuhn am 04.09., das hier bereits am 11.08. gesehen wurde (s. Meldung dort). Eigentlich sollte es um diese Zeit einen Partner haben.

Unna: Rohrweihe, Rotmilan, Sperber, Mauersegler, Schwarzkehlchen, Braunkehlchen und Baumpieper am 27.08./ 29.08.2021 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen am 27.08. 2 Rohrweihen (mj. M. und mj. W.), 1 Braunkehlchen und 4 Baumpieper; am 29.08. dort u.a. noch 6 Mauersegler und 1 Sperber (dj.). Das ortsansässige Weißstorchpaar hält sich weiterhin (29.08.) im Nahbereich des Brutplatzes auf (diesmal erneut an der Fröndenberger Straße/Am Brauck). Im Hemmerder Ostfeld am 27.08. die bereits von B. Glüer gemeldeten 2 Schwarzkehlchen (ad. W.), 1 Rotmilan (dj.) sowie 2 Rohrweihen (mj. M. und 1 dj.).

Bönen / Fröndenberg: Weißstorch, Rotmilan, Mäusebussard, Turmfalke, Stein-schmätzer, Braunkehlchen und Mauersegler – 23.08. / 25.08.2021 (H. Knüwer)

Gegen Abend (23.08.) an der Fröndenberger Straße/Am Brauck (Bönen) 7 Weißstörche auf einem Grasacker Nahrung suchend, darunter auch der beringte Brutvogel mit Hiddensee-Ring aus den Hemmerder Wiesen/Horster Mühle. In dem 7er-Trupp auch ein beringter Storch mit Radolfzell-Ring. Meldung an die Beringungszentrale ist erfolgt.

In der Strickherdicker Feldflur heute Vormittag: 2 Steinschmätzer, 3 Braunkehlchen, letztere auf Maispflanzen sitzend und nach Nahrung auf dem angrenzenden Stoppelfeld Ausschau haltend, ferner 7 Rotmilane, ca. 7 Mäusebussarde, ca. 5 Turmfalken sowie noch 20 Mauersegler, die lange Zeit im Gebiet unterwegs waren. Zwei Mäusebussarde und drei Rotmilane stritten sich am Boden um eine tote Wanderratte.

Fröndenberg / Unna: Rotmilan, Mäusebussard, Wespenbussard, Rohrweihe, Habicht, Sperber, Turmfalke, Weißstorch, Hohltaube und Neuntöter (20.08.2021 / 22.08.2021) (H. Knüwer)

Große Wand Fröndenberg (20.08. 8.45-10.50 Uhr): 1 Sp (dj), 7 Rotmilane am Schlafplatz, 6 Mäusebussarde, 1 Habicht (dj), 1 Rohrweihe (dj), 5 Turmfalken

Hemmerder Wiesen (22.08.): nachmittags 6 rastende Weißstörche, 1 (vielleicht schon ziehender) Wespenbussard (mj W / Richtung SW), 2 Rohrweihen (dj), 1 Sperber (mj W), 7 Hohltauben, 1 Neuntöter (dj).

Unna / Fröndenberg: Klappergrasmücke, Sperber, Habicht, Rohrweihe, Wiesenweihe, Rotmilan, Mäusebussard, Turmfalke, Mehlschwalbe, Mauersegler und Star – 15.08.-18.08.2021 (H. Knüwer)

Am 15.08. noch eine zaghaft singende Klappergrasmücke in den Hemmerder Wiesen.

Reges Greifvogeltreiben an der Großen Wand in Fröndenberg: Innerhalb von nur zwei Stunden (17.08. / 8.00-10.00 Uhr): 5 ziehende Sperber, 5 ziehende Rohrweihen, 1 ziehende Wiesenweihe (M) sowie mind. 8 Rotmilane, 7 Mäusebussarde und mind. 7 Turmfalken.

Am 18.08. (13.30-15.00 Uhr) waren es ebenda: 2 ziehende Rohrweihen (M + diesj.), mind. 9 Mäusebussarde, mind. 10 Rotmilane, 1 Wespenbussard (M, Flugrichtung SSW), 4 Turmfalken, ca. 250 überwiegend ziehende Mehlschwalben mit einzelnen Rauch- und Uferschwalben sowie noch 1 Mauersegler. Am frühen Abend dort auch ein Habicht (diesj. W), wahrscheinlich derselbe Vogel, der gemeinsam mit B. Glüer kurz zuvor im Hemmerder Schelk gesehen werden konnte.

Auf der Kiebitzwiese geschätzt 400 Stare (17.08.).

Sperber (diesj. Männchen)
Bei diesem Sperber handelt es sich wegen der rötlichen Tönung und der gerundeten Form des Flügelhinterrandes um einen diesjährigen Vogel. Die schmale Endbinde im Flügel, die vom helleren Flügelhinterrand deutlich abgesetzt ist, kennzeichnet diesen Vogel als Männchen. (Foto: H. Knüwer)
zwei Mäusebussarde fangen Fichtenzapfen in der Luft
Zwei Mäusebussarde beim „Fangenspielen“. Der obere der beiden Jungvögel hatte zuvor einen Fichtenzapfen abgepflückt, den der zweite Jungvogel nach Fallenlassen des Zapfens zu packen versucht (siehe hierzu auch: http://archiv.01.oagkreisunna.de/2014/08/10/44750/ ) (Foto: H. Knüwer)
diesjähriger Rotmilan am 17.08.2021
Diesjähriger Rotmilan an der Großen Wand am 17.08.. Jungvögel tragen zu dieser Zeit ihr vollständiges Jugendkleid, während Altvögel den Federwechsel gegenwärtig noch nicht abgeschlossen haben und deshalb noch Unregelmäßigkeiten im Flügel und Schwanz aufweisen. (Foto: H. Knüwer)
Flugbild Wespenbussard und Mäusebussard
Wespenbussard (Männchen / links unten) und Mäusebussard (diesjährig / oben) nahe beieinander. Deutlich zu erkennen ist der beim Wespenbussard stärker abgewinkelte Flügelvorderrand im Vergleich zum Mäusebussard; 18.08.2021. (Foto: H. Knüwer)
Wespenbussard (Männchen) am 18.08.21
Derselbe Wespenbussard: Der männliche Vogel hat große Ähnlichkeit mit dem Männchen, das mit einem Weibchen am 12.07.2021 über dem Hemmerder Schelk gesehen wurde. Sollte dort oder im näheren Umfeld doch eine Brut stattgefunden haben? (Foto: H. Knüwer)
Habicht (diesj. Weibchen) rangelt mit Mäusebussard in der Luft.
Zwischenartliches Gerangel zwischen Habicht (diesj. Weibchen, oben) und Mäusebussard (unten). Den Spieltrieb ließ der Habicht zuvor an einem Ast einer abgestorbenen Fichte aus. Dieser wurde wie wild, teils rücklings nach unten hängend, immer wieder mit den Fängen bearbeitet; 18.08.2021. (Foto: H. Knüwer)