Ein einzelner Kranich, der sich schon seit mehr als einer Woche in den Hemmerder Wiesen aufhält, war auch heute noch anwesend (03.03.). Er scheint weder krank noch verletzt zu sein. Siehe auch die Meldung von D. Kleiböhmer vom 02.03..
Ebenda ein Hermelin, noch komplett im weißen Winterfell, am 02.03..
Obwohl das Beobachtungsgewässer unterhalb des Hügels bis in den Spätherbst ausgetrocknet war, sich demnach im mittlerweile randvollen Gewässer kaum eine entsprechende Unterwasserfauna entwickeln konnte, hält ein seit ein paar Tagen anwesender Zwergtaucher nach wie vor die Stellung (03.03.). Was er dort an tierischer Nahrung vorfindet, bleibt rätselhaft. Im vergangenen Sommer trocknete das Gewässer bereits in der Brutphase des Zwergtaucherpaares vollständig aus. Die Brut verlief seinerzeit entsprechend erfolglos.
Im NSG heute Morgen 32 rastende und zum Großteil balzende Kiebitze (03.03.). Rund 20 Vögel scheinen das Gebiet als Brutrevier auserkoren zu haben. Die Hemmerder Wiesen beherbergen damit eines der letzten größeren Brutvorkommen der Art im Kreis Unna.
In den vergangenen Jahren zogen die Kiebitzpaare dort allerdings, trotz Gelegemarkierungen auf einer Ackerfläche, so gut wie nie Jungvögel auf. Zum Schutz dieses bedeutenden Brutvorkommens installierten deshalb ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der OAG am 27.02. einen 700 m langen Elektrozaun um die große Blänke herum im nördlichen Teil des NSG.
Der Zaun soll insbesondere vierbeinige, vorwiegend nachtaktive Bodenprädatoren (vor allem Fuchs, Waschbär, Marder) davon abhalten, die Kernzone nach Gelegen und Jungtieren abzusuchen. Davon könnten auch weitere Bodenbrüter wie Blessrallen, Enten, Gänse u.a.m. profitieren. Es bleibt abzuwarten, ob durch die Maßnahme in diesem Jahr ein besseres Ergebnis erzielt werden kann.





