Autor: Andreas Steinweg

Lünen-Alstedde, 26.05.2020 Gartenrotschwanz, Mehlschwalben (A. Steinweg)

In einem alten, verwilderten Garten an der Straße „Landwehr“, schräg gegenüber der Alpaka-Zucht, war heute morgen der Gesang eines Gartenrotschwanzes zu vernehmen. In derselben Straße, noch im Siedlungsbereich, befindet sich an einem neueren Mehrfamilienhaus eine recht große Mehlschwalbenkolonie. Mindestens 10 Mehlschwalben gleichzeitig konnten beim Nestbau beobachtet werden. Dabei „klebten“ sie sich akrobatisch an die Hauswand. Mittlerweile ja leider ein eher seltener Anblick.

Feldlerchen in Cappenberg und Lünen am 08.05.20 (Andreas Steinweg)

Die Brutbiologie der Feldlerche kann man derzeit sehr schön im Grünland und Wintergetreide des Biohofes Schulze-Wethmar direkt hinter dem Tierpark des Schlosses Cappenberg beobachtet werden. Hier sind mindestens 3 Brutpaare mit teilweise schon flüggen Jungen. Auch die Balz für die Zweitbrut ist in vollem Gange. Man sieht Männchen, die nach dem Singflug ein Weibchen in schnellem Flug verfolgen.

Mindestens zwei revierhaltende Männchen konnte ich auch in zwei Wintergetreidefeldern direkt an der B 54 unterhalb der Anhöhe „Jagdhaus Langern“ beobachten. Das Getreide steht hier nicht so dicht bzw. ist an einigen Stellen schlecht aufgegangen, sodass sich gute Brutmöglichkeiten ergeben.

Werne: Rieselfelder, 28.04.2020 (A. Steinweg)

Neben dem Feldweg, der zum Hauptweg in die Rieselfelder führt, befindet sich direkt an der B 54 ein frisch bestellter Acker. Auf diesem waren zwei Fasanenhähne, ein Feldhase und ein Kiebitzpaar zu beobachten, welches eifrig versuchte eine Schar Dohlen zu vertreiben. Offensichtlich soll hier eine Brut stattfinden. In den Rieselfeldern selbst gab es zahlreiche Dorngrasmücken mit auffälligem Reviergesang und Balzverhalten, eine Klappergrasmücke und im Weidengbüsch am Weiher mindestens 4 Rohrammern (3m/1w), davon ein Männchen mit andauerndem Gesang. Dort ebenfalls ein Braunkehlchen. Synchrones Rufen zweier Kuckucksmännchen, zwischendurch Antworten eines Weibchens. Zwischen den Gänsen rastete ein einsamer Kranich, welcher leider davonflog, als ich auf dem Hauptweg weiterging. Auf einer Wiesenfläche eine Ansammlung von mind. 30 Nilgänsen. In großer Entfernung flog kurz eine Limikole auf, vermutlich der Grünschenkel, welcher schon seit einiger Zeit im Gebiet verweilt. Außerdem im Gebiet ein Kiebitz und eine Schaftstelze. Aus einer Gehölzgruppe am Rande des Gebietes war der Gesang einer Misteldrossel zu hören. Die zahlreichen Löffelenten, welche noch vor einer Woche im Gebiet waren, konnte ich nicht mehr antreffen.