Autor: Andreas Steinweg

Lünen: Gartenrotschwanz (A. Steinweg)

Das Gute liegt oft so nah! Als ich gestern Nachmittag aus dem Küchenfenster schaute, traute ich meinen Augen nicht – nur 5 Meter von mir entfernt saß ein Gartenrotschwanzmännchen auf dem Zaun des benachbarten Spielplatzes. Vermutlich hatte es der Sturm hierher verschlagen. Als ich eine Kamera für eine Belegfoto holen wollte, war es schon wieder verschwunden.
In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass ich in den letzten Jahren immer mal wieder Gartenrotschwänze in den parkähnlichen Anlagen hinter unserem Haus gehört habe – jeweils für maximal 2 Tage, dann waren sie auch schon wieder weitergezogen.

Lünen: Rotkehlchennachwuchs, Gartengrasmücke, Klappergrasmücke, Fitis, Nachtigall am 30.04./01.05.21 (A. Steinweg)

Am eigenen Haus sind die jungen Rotkehlchen am Freitag ausgeflogen. Die Brut hatte auf einer von mir errichteten Brutplattform auf der überdachten Terasse stattgefunden. Interessant: Hier hatte drei Jahre in Folge der Zaunkönig erfolgreich gebrütet. In diesem Jahr ist ihm das Rotkehlchen zuvorgekommen. Die Fütterung der Jungvögel im Garten wurde interessanterweise nur noch von einem Altvogel vorgenommen, während der zweite (vermutlich das Männchen) das ganze kritisch von erhöhter Warte aus beobachtete. Erfreulich der für mich erste Gesang einer Gartengrasmücke aus dichtem Gebüsch im eigenen Garten.
Auf einem kurzen Spaziergang in Lünen-Alstedde in dem kleinen „Auwäldchen“ am Krempelbach am 1. Mai konnte ich 2x Fitis, eine Klappergrasmücke, eine Gartengrasmücke und eine ausgiebig singende Nachtigall notieren. Hier ebenfalls neben zahlreichen Aurorafaltern zwei Waldbrettspiele.

Lünen/Lippeaue: Uferschwalben, Schafstelzen, Gebirgsstelze, Nachtigallen, Waldkauz, Kuckuck, Gartenrotschwanz etc. am 27.04.21 (A. Steinweg)

Auf einem kleinen Spaziergang durch die Lippeaue Lünen gab es einige interessante Beobachtungen. Auf der großen Blänke halten sich nach wie vor ein Schnatterentenpaar sowie ein einzelnes Männchen auf. Daneben zwei Reiherentenpaare. Über der Wasserfläche jagen die ersten Uferschwalben. Auf den Wiesenflächen in Wassernähe halten sich kleinere Trupps von Wiesenschaf- und Bachstelzen auf. Eine einzelne Gebirgsstelze fliegt von der Blänke zum Einlaufrohr und sucht dort nach Nahrung. Ich vermute in der Steinverbauung ein Nest. Ansonsten zwischen den Grau- und Nilgänsen eine einzelne Rostgang (w). In dem kleinen Wäldchen am STEAG-Gelände ist das Gartenrotschwanzmännchen wieder im Brutrevier eingetroffen und lässt schon zaghaften Reviergesang hören. In einer alten Trauerweide dort sitzt versteckt ein Waldkauz, offensichtlich am Brutplatz, denn durch abgebrochene Äste sind große natürliche Höhlen entstanden. Unter dem Baum liegen auch einige Gewölle. Während der gesamten Zeit ist ein ausdauernd rufender Kuckuck zu hören, außerdem mindestens 4 singende Nachtigallen. Leider sind noch keine Dorngrasmücken zu hören!

Lünen: Nachtigallen, Wiesenschafstelzen, Klappergrasmücke

In dem kleinen Wälchen hinter dem Hundeplatz in Lünen-Alstedde zwei Nachtigallen im Vollgesang im Traditionsrevier. Dort auch mehrere Buntspechte und eine Singdrossel beim Nestbau.
In der Feldflur beim Hof Schulte-Witten in Alstedde zwei rufende Wiesenschafstelzen im Traditionsrevier. Dort auch eine erste Klappergrasmücke in einer Wallhecke.

Werne: Blässgänse und Kiebitze am 23.03.2021 (A. Steinweg)

Die Rieselfelder in Werne sind nun endlich wenigstens teilweise überschwemmt. Dort war heute die beachtliche Zahl von ca. 100 Blässgänsen zu beobachten. Auf der Feldvogelschutzfläche nördlich des Gewerbegebietes „Im Wahrbrink“ (Amazon) sind die Kiebitze wieder anwesend. Mindestens 8 Exemplare zeigten Balz- bzw. revieranzeigendes Verhalten. Ebenfalls ein brutverdächtiges Kiebitzpaar auf einer Ackerfläche im Grenzgebiet Cappenberg/ Werne-Langern östlich der Straße „Am Sunderbach“.

Schmetterlinge in der „Pferdekämpe“ (A. Steinweg), 05.07.20

Bei einem Spaziergang durch das Waldgebiet „Pferdekämpe“ zwischen Cappenberg und Südkirchen konnte ich erfreulich viele Tagfalter beobachten, die sich am sonnenbeschienenen Hauptweg tummelten. Am häufigsten vertreten waren kleiner und großer Kohlweißling, Admiral und C-Falter. Außerdem gab es vereinzelte Exemplare des Tagpfauenauges, Landkärtchens, Waldbrettspiels, Aurorafalters und Bläulinge. Als Höhepunkt konnte ich am Schluss der Wanderung noch einen kleinen Eisvogel vom Boden aufliegend entdecken.

Werne: Kleiner Eisvogel (A. Steinweg)

Als ich heute morgen mein Fahrrad vor der Marga-Spiegel-Sekundarschule abstellen wollte, um meinen Dienst anzutreten, traute ich meinen Augen kaum. An der Außenwand des Schulgebäudes saß dieser wunderschöne Edelfalter, bei dem es sich, wenn ich mich nicht täusche, um einen kleinen Eisvogel handelt. Diesen Falter hätte ich nicht mitten in einer Stadt an einer Hauswand erwartet. Meine ersten Exemplare habe ich letztes Jahr in ihrem typischen Lebensraum, den Wäldern des Siegerlandes gesehen.

Ein seltener Anblick: Kleiner Eisvogel an Hauswand
Auch die Unterseite ist nicht zu verachten!

Sandforter Forst, 07.06.20 (A. Steinweg)

Auf einer kleinen Wanderung durch den Sandforter Forst konnten folgende Beobachtungen gemacht werden: Mindestens 3 Baumpieperreviere in den Wiederaufforstungsflächen, je 1 Waldlaubsängerrevier nördlich und südlich des Borker Landwegs und rufende Hohltauben.

Lünen-Alstedde, 26.05.2020 Gartenrotschwanz, Mehlschwalben (A. Steinweg)

In einem alten, verwilderten Garten an der Straße „Landwehr“, schräg gegenüber der Alpaka-Zucht, war heute morgen der Gesang eines Gartenrotschwanzes zu vernehmen. In derselben Straße, noch im Siedlungsbereich, befindet sich an einem neueren Mehrfamilienhaus eine recht große Mehlschwalbenkolonie. Mindestens 10 Mehlschwalben gleichzeitig konnten beim Nestbau beobachtet werden. Dabei „klebten“ sie sich akrobatisch an die Hauswand. Mittlerweile ja leider ein eher seltener Anblick.

Feldlerchen in Cappenberg und Lünen am 08.05.20 (Andreas Steinweg)

Die Brutbiologie der Feldlerche kann man derzeit sehr schön im Grünland und Wintergetreide des Biohofes Schulze-Wethmar direkt hinter dem Tierpark des Schlosses Cappenberg beobachtet werden. Hier sind mindestens 3 Brutpaare mit teilweise schon flüggen Jungen. Auch die Balz für die Zweitbrut ist in vollem Gange. Man sieht Männchen, die nach dem Singflug ein Weibchen in schnellem Flug verfolgen.

Mindestens zwei revierhaltende Männchen konnte ich auch in zwei Wintergetreidefeldern direkt an der B 54 unterhalb der Anhöhe „Jagdhaus Langern“ beobachten. Das Getreide steht hier nicht so dicht bzw. ist an einigen Stellen schlecht aufgegangen, sodass sich gute Brutmöglichkeiten ergeben.

Werne: Rieselfelder, 28.04.2020 (A. Steinweg)

Neben dem Feldweg, der zum Hauptweg in die Rieselfelder führt, befindet sich direkt an der B 54 ein frisch bestellter Acker. Auf diesem waren zwei Fasanenhähne, ein Feldhase und ein Kiebitzpaar zu beobachten, welches eifrig versuchte eine Schar Dohlen zu vertreiben. Offensichtlich soll hier eine Brut stattfinden. In den Rieselfeldern selbst gab es zahlreiche Dorngrasmücken mit auffälligem Reviergesang und Balzverhalten, eine Klappergrasmücke und im Weidengbüsch am Weiher mindestens 4 Rohrammern (3m/1w), davon ein Männchen mit andauerndem Gesang. Dort ebenfalls ein Braunkehlchen. Synchrones Rufen zweier Kuckucksmännchen, zwischendurch Antworten eines Weibchens. Zwischen den Gänsen rastete ein einsamer Kranich, welcher leider davonflog, als ich auf dem Hauptweg weiterging. Auf einer Wiesenfläche eine Ansammlung von mind. 30 Nilgänsen. In großer Entfernung flog kurz eine Limikole auf, vermutlich der Grünschenkel, welcher schon seit einiger Zeit im Gebiet verweilt. Außerdem im Gebiet ein Kiebitz und eine Schaftstelze. Aus einer Gehölzgruppe am Rande des Gebietes war der Gesang einer Misteldrossel zu hören. Die zahlreichen Löffelenten, welche noch vor einer Woche im Gebiet waren, konnte ich nicht mehr antreffen.