Gestern Vormittag konnte ich in Wickede (Ruhr), knapp jenseits der Kreisgrenze meine erste Rauchschwalbe des Jahres beobachten. Bei sonnigem Wetter und ruppigem Wind war sie in etwa 3 Metern Höhe über der Ruhr unterwegs. Heute sieht man, dass das Sprichwort: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“ leider stimmt. Ich hoffe auf mehr Schwalben in den kommenden Tagen und Wochen!
Autor: Andreas Hünting
Fröndenberg/Kiebitzwiese: Seiden-, Silber- und Graureiher, Weißstörche u.a. am 25.02.2026 (A. Hünting)
Aus meinen heutigen Beobachtungen an der Kiebitzwiese ragt als Höhepunkt des Tages sicher der Seidenreiher heraus. Vielleicht ist es das von B. Koch und später von H. König u.a. am 21.02.26 in Wickede beobachtete und auf ornitho.de gemeldete Individuum. Der Seidenreiher hielt sich überwiegend an/in der Wasserfläche entlang der Werner-von Siemens-Straße auf, teils mit Gefiederpflege, teils mit Nahrungssuche beschäftigt. Neben dem Seidenreiher ließen sich 2 Silber- und 2 Graureiher beobachten. Darüber hinaus hielten sich 22 Kanadagänse, 8 Nilgänse, 2 Rostgänse (1,1 davon das Männchen rechts mit Aluring), 58 Graugänse, 1 Hausgans und eine Höcker- oder Schwanengans im Gelände auf. Dazu kamen etwa 30 Schnatterenten, 30 Stockenten, darunter 1 Hybrid und 2 Krickenten (1,1). Immer wieder überflogen Kormorane das NSG (sicher >30), entweder zum Ententeich, oder von dort kommend.
Auch Weißstörche sind wieder anwesend. Heute konnte ich insgesamt drei Individuen beobachten, davon zwei auf der Nisthilfe und einen auf dem Hochsitz. Von den beiden Weißstörchen auf der Nisthilfe war einer links beringt, die Ringnummer konnte ich leider nicht ablesen. Um das letztjährige Weibchen kann es sich dabei definitiv nicht handeln, denn dieses war rechts beringt. Vielleicht gelingt es im Laufe der nächsten Tage jemandem, die Buchstaben- und Zahlenkombination zu entziffern und darüber mehr über diesen Storch zu erfahren. Vermutlich wird es aber auch noch einige Wechsel bei den anwesenden Störchen geben, eventuell taucht ja noch das Weibchen aus den Vorjahren auf.
Ansonsten notierte ich 1 Mäusebussard (überfliegend), 1 Grünspecht, 1 Buntspecht, 2 Elstern, mindestens 3 Rabenkrähen, >10 Stare, 2 Blaumeisen, ungezählte, weil nur gehörte Kohlmeisen, 1 Zilpzalp, 1 Zaunkönig, 2 Amseln, 1 Heckenbraunelle mit Vollgesang, etwa 40 Wacholderdrosseln in den Bäumen entlang der Ruhr, mindestens 5 Bachstelzen, die mit den Heckrindern über die Wiese zogen, 2 Grünfinken und 4 Stieglitze in Büschen entlang des Rammbachs. Außerdem eine rufende Rohrammer aus dem Bereich Sichlerbucht.







Fröndenberg/Kiebitzwiese: Bekassinen, Bläss-, Grau-, Kanada- und Nilgänse, Rotmilan, Sperber, Turmfalke, Wacholderdrosseln u.a. am 06.02.2026 (K. Matull und A. Hünting)
Vom alten Aussichtshügel aus konnten wir folgendes beobachten: 26 Kanadagänse, 2 Graugänse, 2 Nilgänse und ca. 100 Blässgänse, unter denen laut Merlin-App mindestens eine Kurzschnabelgans hätte gewesen sein sollen. Ehe wir die Gänseschar jedoch näher unter die Lupe nehmen konnten, überflog ein Hubschrauber das NSG. Während Kanada-, Grau- und Nilgänse entspannt blieben, flüchteten alle Blässgänse inklusive der möglicherweise auch anwesenden Kurzschnabelgans. Tja, Pech gehabt.
Mehr Pech hatte ein Höckerschwan, der höchstwahrscheinlich mit einem der Hochspannungskabel kollidierte und diese Kollision mit seinem Leben bezahlte. Sein Kadaver lag direkt vor dem alten Aussichtshügel unter der Stromleitung.
Weiter konnten wir 1 jagenden Sperber, 1 nach Norden überfliegenden Rotmilan und 1Turmfalken, 16 Schnatterenten, 2 m Krickenten, 42 Stockenten, 2 fehlfarbene Stockenten, 3 Bekassinen, 1 Buntspecht, 2 Rabenkrähen, 1 Zaunkönig, > 10 Stare, 2 Amseln und etwa 100 Wacholderdrosseln beobachten.



Fröndenberg/Kiebitzwiese: Höckerschwanpulli am 20.05.2025 (A. Hünting)
Neben anderen Beobachtungen konnte ich einen der ersten Ausflüge der beiden Höckerschwanpulli beobachten. In engem Kontakt zu den adulten Höckerschwänen drehten sie eine etwa 15minütige Runde auf dem Wasser, ehe die Schwanendame sie wieder ins Nest führte und huderte. Nach mehreren abgebrochenen oder prädierten Bruten endete diese erfolgreich! Noch brütet ein weiteres Paar im östlich Teil der Kiebitzwiese. Vielleicht stellt sich ja auch bei diesem Brutpaar Erfolg ein.
Die übrigen Meldungen finden sich bei ornitho.de



Fröndenberg/Kiebitzwiese: Storchennachwuchs, Bruchwasserläufer, Kampfläufer, Sumpfrohrsänger, Neuntöter u.a. am 04.05.2025 (A. Hünting)
Bei meinem Besuch am späten Nachmittag konnte ich vom alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese aus folgende Beobachtung notieren: 5 Weißstörche, 4 adult und ein Pullus auf der Nisthilfe, 1 Sumpfrohrsänger, 1 Dorngrasmücke, 1 Gartengrasmücke, 1 Mönchsgrasmücke, 2 Silberreiher, 3 Graureiher, >5 Rauchschwalben, 1 Buntspecht, x Mauersegler, 4 Stieglitze, 1 Misteldrossel, 1 Rostgans, 1 Neuntöter, >15 Mehlschwalben, 1 Zilpzalp, 6 Blässhühner, 1 Buchfink, >10 adulte Nilgänse + 5 Pulli, >40 Graugänse + 13 Pulli, x Kanadagänse, 1 Zaunkönig, 1 Rohrammer, 5 Rabenkrähen, davon 2 Pulli (Brutpaar auf dem Hochspannungsmasten, 10 Stockenten + 1 Pullus, >20 Schnatterenten, 2 Flussregenpfeifer, 4 Höckerschwäne u.a.


Fröndenberg/Kiebitzwiese: Rot-, Schwarz- und Blaukehlchen, Höckerschwäne, Weissstörche, Gänsesäger, Rot- und Schwarzmilan, Rauchschwalben, Steinschmätzer u.a. am 06.04.2025 (A. Hünting)
Am heutigen Vormittag überraschte mich der Besuch eines Blaukehlchens am alten Aussichthügel der Kiebitzwiese! War ich am vergangenen Wochenende noch am Dümmer See und am Freitag im Vardingholter Venn, einem deutsch-niederländischen NSG im Kreis Borken, erfolglos auf der Suche nach einem Blaukehlchen, so wurde ich heute Morgen quasi beschenkt! Warum in die Ferne schweifen? Schon um 9:35 Uhr, als die Fotos (s.u.) entstanden, wusste ich, das frühe Aufstehen hat sich einmal mehr gelohnt, der Sonntag kann nicht besser werden und die Kiebitzwiese ist immer wieder für eine Überraschung gut!


Zu den weiteren Beobachtungen: Die Revier innehabenden Höckerschwäne unternehmen nach dem erfolglosen Brutversuch im vergangenen Jahr einen neuen Versuch und haben sich diesmal für einen Neststandort nahe der Werner-von-Siemens-Straße entschieden. Drücken wir die Daumen! Neben diesem Paar Höckerschwäne hielten sich auf dem westlich angrenzenden Acker weitere 15 Höckerschwäne auf.
Während das Weissstorchpaar auf der Nisthilfe schon im Brutgeschäft ist, trägt das Paar auf dem Ansitz noch Nistmaterial ein und bemüht sich um Nachwuchs.
Nachwuchs ist bei den Nilgänsen bereits vorhanden (siehe Meldung von K.&A. Matull vom 30.03.2025). Die sechs gemeldeten Pulli sind wohlauf, dafür haben sicher die wehrhaften Eltern gesorgt, die kein anderes Federvieh in der Nähe dulden. Darüber hinaus hielten sich weitere knapp 50 Nilgänse im Gebiet auf. Um die Gänsemeldung zu komplettieren, hier die übrigen Arten: etwa 20 Kanadagänse, 6 Graugänse, 5 stationäre und weitere überfliegende Rostgänse.
Bei den Enten waren über 30 Schnatterenten, 4 Krickenten (2,2) und sicher >15 Stockenten zu zählen. Überrascht wurde ich noch von 1 Gänsesägermännchen, der aus Osten kommend eine Runde über die Wasserfläche drehte und wieder nach Osten abflog.
Außerdem konnte ich folgende Arten notieren: 1 Fasan (m), 1 Eichelhäher, >6 überfliegende Kormorane, 2 Silber- und 9 teils überfliegende Graureiher, 2 Rotmilane, 1 Schwarzmilan, 1 Mäusebussard, 1 Turmfalke, x Blau- und Kohlmeisen, > 5 Rauchschwalben, >1 Zilpzalp, 1 Wacholderdrossel, 1 Zaunkönig, 1 Singdrossel, 1 Schwarzkehlchen (m), 2 Rotkehlchen, 2 Steinschmätzer, >2 Heckenbraunellen, 2 Wiesenpieper, >10 Bachstelzen, >6 Wiesenschafstelzen, 2 Grünfinken, 2 Stieglitze, 1 Rohrammer (m) und etwa 20 Stare, die natürlich, ebenso wie die Stelzen, mit den Heckrindern unterwegs waren.








Fröndenberg/Kiebitzwiese: Weissstörche, Krick-, Pfeif-, Löffel-, Reiher- und Stockenten, Nil-, Grau- und Kanadagänse u.a. am 26.02.2025 (A. Hünting)
Bei meinem Besuch an der Kiebitzwiese am heutigen Abend bis kurz vor Sonnenuntergang konnte ich folgende Beobachtungen notieren: Zunächst zu den 4 Weissstörchen: zwei standen auf der Nisthilfe, davon einer rechts beringt, (wohl DEW 8T287 und damit das Weibchen aus den Vorjahren) und zwei auf dem Hochsitz (einer davon links beringt), siehe dazu auch André Matulls Meldung auf ornitho.de von Montag, den 24.02.2025. Des weiteren zählte ich >190 Nilgänse, deren Anzahl ist in den vergangenen Wochen kontinuierlich angestiegen. Außerdem waren 6 Kanada- und 6 Graugänse anwesend. Die Zahl der Schnatterenten hat deutlich abgenommen, ich zählte noch 78 Individuen. Weiter waren 3 Krickerpel, 3 Reiherenten (2m,1w), 1 Löffelente (m) und 1 Pfeifente (m) sowie >26 Stockenten im Gebiet. Darüber hinaus zählte ich 3 Silber- und 2 Graureiher, 1 Mäusebussard, 2 Elstern, 2 Rabenkrähen, 1 Sumpfmeise, 1 Gartenbaumläufer, 13 Stare, >2 Amseln, 1 Singdrossel mit Vollgesang, 1 Rotkehlchen, >1 Bachstelze, >1 Grünfink, 2 Stieglitze, und 2 Rohrammern neben ungezählten Kohl- und Blau- und Schwanzmeisen, sowie einem größeren Schwarm Dohlen über dem angrenzenden Industriegebiet.
Während meiner Anwesenheit auf dem Aussichtshügel der Kiebitzwiese überflogen etwa 130 Kraniche das Naturschutzgebiet in Richtung Norden.









Wickede/Echthausen: Besuche an der Futterstelle über die Feiertage (A. Hünting)
In den vergangenen Tagen gab es nur wenige Gelegenheiten, die eigenen vier Wände für Beobachtungen zu verlassen. Viele private Termine rund um die Feiertage und den Jahreswechsel hatten Priorität. So blieb häufig nur Zeit für einen Blick zur Futterstelle im Garten. Aber auch dort lassen sich spannende Situationen beobachten. Meist sind zwar die üblichen Verdächtigen anwesend und stärken sich an Sonnenblumenkernen, Fettfutter, Nüssen und Streufutter, gelegentlich stellt sich aber seltener Besuch ein und die Indiviuuenzahlen schwanken teils stark.
Haussperlinge stellen regelmäßig die größte Gruppe der futtersuchenden Vögel. Sie sind immer hektisch, äußerst wachsam und kaum zu zählen. Vermutlich sind es weit über 20 Individuen, die sich tagsüber in den Rhododendren, der Eibe und den übrigen dichten Büsche aufhalten.
Am zweitstärksten vertreten sind regelmäßig Blaumeisen, in der Regel zwischen 6 und 10, am 01.01.2025 waren es gar mehr als 16.
Ebenfalls häufig zu beobachten sind Amseln meist ebenfalls 6 bis 10, heute am 03.01. sogar 15 Exemplare gleichzeitig. Anders als im Münsterland scheint das Usutu-Virus hier keine große Verbreitung zu haben.
Sehr regelmäßig und meist um 10 Exemplare groß ist die Gruppe der Buchfinken vertreten, die meisten davon sind weibchenfarbig. Buchfinken verhalten sich eher entspannt und landen beim Einflug in den Garten extrem selten direkt auf dem Rasen. Meist inspizieren sie die Umgebung aus der Magnolie heraus ausgiebig, ehe sie sich am Boden auf Körnersuche begeben. Während sich alle übrigen Arten durch Warnrufe von Meisen und Amseln auf die Flucht begeben, harren die Buchfinken eher aus, fliegen höchstens einmal kurz auf.
In diesem Jahr weniger häufig vertreten sind die Grünfinken, von denen selten mehr als vier Exemplaren zu beobachten sind.
Noch seltener kommen Kernbeißer an die Futterstellen. Teils gehen sie direkt an das Futtersilo, meistens suchen sie, wie die Buchfinken das Futter vom Boden. Maximal konnte ich vier Kernbeißer am 30.12.24 zählen.
Regelmäßig sind natürlich auch Kohlmeisen anwesend, selten aber mehr als vier gleichzeitig. Bei ihnen habe ich den Verdacht, dass sie Warnrufe ausstoßen, um andere Vögel zur Flucht zu veranlassen, damit sie selbst ungestört an das Futter gelangen.
Stieglitze sind eher selten direkt an der Futterstelle, oft sitzen sie beim Nachbarn im Baum und suchen dort Sämereien. Der größte registrierte Truppe umfasste am 30.12. 16 Individuen.
Elstern tauchen immer mal wieder im Garten auf, sind aber sehr scheu. Sobald sie eine Bewegung hinter dem Fenster wahrnehmen, flüchten sei. Manchmal sammeln sie sich am Abend in den Bäumen an der Grundstücksgrenze. So konnte ich einmal, am 22.12.24, 8 Exemplare zählen.
Leider selten am Futter sind Gimpel. Meist sind es dann zwei Männchen und ein Weibchen.
Mehrmals am Tag schauen Ringel- und Türkentauben nach dem Angebot. Während die Türkentauben den Dreh raus haben und am Futtersilo Platz nehmen können, suchen die Ringeltauben ausschließlich am Boden nach Futter. Bei den Türkentauben handelt es sich wohl um ein Pärchen. Gelegentlich kann ich sie nah beieinandersitzend in der Magnolie beobachten. Sie schnäbeln und pflegen sich gegenseitig das Gefieder.
Vom Fettfutterangebot hatte ich erhofft, es zöge Kleiber und Spechte an. Das tut es aber nicht. Lediglich einmal war ein Buntspecht da, nicht aber am Fettfutter, einen Kleiber habe ich noch gar nicht beobachten können. Selten lässt sich auch ein Grünspecht beobachten, dabei ist unser Rasen voller Ameisennester und durch harten Bodenfrost hätte er bisher auch kaum stochern müssen.
Nicht beobachtet habe ich in den vergangenen Tagen und Wochen Goldammern, die sich in den Vorjahren immer mal wieder sehen ließen. Auch Bergfinken fehlen komplett, obwohl im Dezember ein großer Trupp mit mehreren Tausend Exemplaren ganz in der Nähe gemeldet worden war. Ebenso rar machen sich Erlenzeisige, die im vergangenen Jahr für einige Zeit gut vertreten waren. Auch fehlen Heckenbraunellen in diesem Jahr vollständig, obwohl wir im Sommer mindestens ein Brutpaar im Garten hatten.
Habe ich jemanden vergessen? Na klar! Mehrmals täglich lässt sich ein Rotkehlchen vermutlich die Haferflocken schmecken. Es ist ganz scheu und verschwindet nach einem sehr kurzen Besuch im Futterhaus rasch in den Büschen.
Die Nervosität des Rotkehlchens, der Haussperlinge und übrigen Futterstellenbesucher lässt sich vielleicht durch die sehr regelmäßigen Gartenbesuche verschiedener Sperber erklären. Hermann Knüwer hatte schon vor einigen Wochen den Verdacht, dass es sich bei den von mir beobachteten Sperbern um verschiedene Individuen handeln könne. Anhand der von mir an ihn übermittelten Fotos konnte er mindestens drei (!) verschiedene Vögel identifizieren. Gut, wenn man einen ausgewiesenen Experten um Rat fragen darf! Herzlichen Dank, auch an dieser Stelle, an H. Knüwer!








Jetzt hätte ich doch beinahe vergessen, allen Lesern, Autoren und Administratoren ein frohes und beobachtungsreiches neues Jahr zu wünschen!
Verbunden ist der Wunsch mit einem Hinweis auf die Stunde der Wintervögel vom 10. bis zum 12. Januar, veranstaltet vom NABU. Die Beobachtungen können bis zum 20.01.2025 gemeldet werden.
Macht mit! Den eigenen Garten im Blick zu haben, macht nicht nur an diesem Wochenende Spaß!
Fröndenberg/Kiebitzwiese: Weißwangen-, Rost-, Nil-, Grau- und Kanadagänse u.a. am 30.08.2024 (A. Hünting)
Obwohl ich in den vergangenen Tagen häufig hörte, der meteorologische Herbstanfang am 1. September habe rein statistische Bedeutung, kam bei meinen Beobachtungen auf dem Aussichthügel an der Kiebitzwiese doch so etwas, wie herbstliche Stimmung auf. Die Abkühlung von über 30°C am gestrigen Tag auf heute lediglich noch 19°C gegen 18:30 Uhr, dazu ein spürbarer Wind und ein stark bewölkter Himmel, mit deutlich früh einsetzender Dämmerung ließen mich doch an den nahenden Herbst denken. Vielleicht wussten die beobachteten Gänse auch nicht, dass der kalendarische Herbst in diesem Jahr am 22.09. um 14:43 Uhr beginnt, denn sie waren die vorherrschende Vogelart.
Die Anzahl stationärer Grau- (140) und Kanadagänse (130) war nahezu identisch, allerdings flogen weitaus mehr Kanadagänse überhin, nämlich zusätzliche 190 Individuen. Vor allem ihre Rufe weckten Herbstgefühle! Zusammen mit den Kanadagänsen landete auch eine Weißwangengans auf der Kiebitzwiese. Vermutlich ist es das Exemplar, welches während des Sommers häufig im Ruhrtal gesichtet wurde. Zu den bereits erwähnten Gänsearten gesellten sich noch 3 Nilgänse, 2 Rostgänse, sowie mindestens 1 Kanadaganshybrid und eine teilleuzistische Kanadagans.
Ansonsten ließen sich beobachten: etwa 110 Stockenten, darunter eine fehlfarbene, 2 überfliegende Kormorane, 2 Silber- und 2 Graureiher, 2 Weißstörche (einer re. beringt, allerdings nicht ablesbar, weil mit Kot bekleckert), die zunächst nach Nahrung suchten und dann gemeinsam auf der Nisthilfe standen, 1 Mäusebussard, 1 Eisvogel, 1 rufender Grünspecht, 1 Buntspecht, 4 Rabenkrähen, 1 Zilpzalp, lediglich 6 Stare, 2 Schwarzkehlchen, 1 Rotkehlchen sowie eine Bachstelze.






Fröndenberg/Kiebitzwiese: Fischadler, Waldwasserläufer, Bekassine, Knäkenten, Hohltauben u.a. am 15.08.2024 (A. Hünting)
Bei meinem abendlichen Besuch auf dem alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese konnte ich folgende Beobachtung notieren:
1 Fischadler, 1 Waldwasserläufer, beide entdeckt von Lukas Bischoff, 3 weibchenfarbige Knäkenten, ca. 60 Stockenten, 25 Graugänse, 60 überfliegende Kanandagänse, darunter vermutlich eine teils leuzistische, 2 Silberreiher, 4 Graureiher, 2 Weißstörche (Paar von der Nisthilfe), 1 Mäusebussard, >1 Blässhuhn, 1 abfliegende Bekassine, 2 Hohltauben, >2 Ringeltauben, 1 Grünspecht, 1 Buntspecht, >3 Rabenkrähen, >15 Mehlschwalben, 1 Mönchsgrasmücke, etwa 30 Stare, 1 Bachstelze und 2 Stieglitze.







Fröndenberg/Kiebitzwiese: Grünschenkel, Schwarz- und Braunkehlchen, Sumpfrohrsänger, Rohrammer, Mönchs-, Garten- und Dorngrasmücken, Weissstörche, Neuntöter, Schwarzmilan u.a. am 12.05.2024 (A. Hünting)
Während meines Spaziergangs um das NSG Kiebitzwiese am Muttertag, etwa von 6:45 Uhr bis 10:45 Uhr konnte ich bei sonnigem Wetter folgende Beobachtungen notieren: 4 Höckerschwäne, >11 Kanadagänse (8 Pulli), 25 Graugänse (17 unterschiedlich alte Pulli), 12 Nilgänse (10 Pulli), >2 Schnatterenten, >10 Stockenten, 3 Reiherenten am alten Aussichtshügel, 2 Fasane, x überfliegende Kormorane, >11 Weißstörche (3, wahrscheinlich 4 Pulli im Nest auf der Nisthilfe, >1 Pullus im Nest auf dem Hochsitz, zwei überfliegende Fremdstörche), 2 Grünschenkel, 2 Kuckucke, 1 Eichelhäher, 2 Zilpzalps, >2 Sumpfrohrsänger, >2 Mönchsgrasmücken, >2 Gartengrasmücken, >1 Dorngrasmücke, >2 Zaunkönige, 2 Schwarzkehlchen (1m,1w), >2 Heckenbraunelle, 1 Schafstelze, 2 Buchfinken, 5 Stieglitze, >1 Braunkehlchen, >3 Haussperlinge, 1 Hausrotschwanz im angrenzenden Industriegebiet, 3 Bachstelzen, >1 Rohrammer, 1 Goldammer, 2 Graureiher, auf der Ruhr dann 9 Reiherenten und 2 überfliegende Schwarzmilane.


















Fröndenberg/Kiebitzwiese und drumherum: Weißstorchpulli, Neuntöter, Flussuferläufer, Sperber, Grau-, Kanada-, Nil- und Rostgänse, Zwerg- und Haubentaucher, Mönchs-, Garten- und Dorngrasmücke, Gartenbaumläufer, Goldammer u.a. am 04.05.2024 (A. Hünting)
Am heutigen Morgen führte mich mein Weg zunächst auf den alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese, dann auf den neuen Aussichtshügel, schließlich um das NSG an der Ruhr entlang bis zum Zulauf der Fischtreppe und natürlich wieder zurück.
Vom alten Aussichthügel aus konnte ich zunächst 3 Rehe, zwei Ricken und einen Bock, sowie einen Fuchs beobachten. Lautstark bemerkbar machte sich hier eine Gartengrasmücke. Des weiteren konnte ich 12 Kanadagänse, mindestens 30 Graugänse (drei Familien mit 5, 4 und 1 Pulli), 12 Nilgänse, davon 10 Pulli, 2 Graureiher, 1 Rotmilan, 2 Mauersegler, 1 Grünspecht, 2 Neuntöter (1,1) in der Nähe des Hochsitzes, mindestens 1 Mönchsgrasmücke, 2 Dorngrasmücken, 1 Zaunkönig, 1 Buchfink, >1 Stieglitz und 1 Rohrammer im Bereich der Sichlerbucht beobachten bzw. hören und zählen.
Vom neuen Aussichtshügel waren lediglich einige Schnatter- und Stockenten zu sehen, die mich aber auch wahrnahmen und den Abstand bald vergrößerten. Beim weiteren Rundgang um das NSG beobachtete ich ein weiteres Paar Neuntöter im östlichen Teil der Kiebitzwiese, >1 Rohrammer, 2 Turmfalken, 1 Fasan, 2 Mauersegler, 1 Elster, x Blau- und Kohlmeisen, >1 Singdrossel, 3 Mäusebussarde, 2 Höckerschwäne (Brutpaar), 1 flüchtender Flussuferläufer über der Ruhr, wohl von 1 jagenden Sperber aufgescheucht, 1 Blässhuhn, 1 Haubentaucher, 2 Zwergtaucher, 6 Rostgänse, davon 4 Pulli, 1 Rotkehlchen, 1 Zaunkönig, >1 Rohrammer, 7 Reiherenten, x Kormorane, 1 Schwarzmilan, 1 Eichelhäher, 2 Rauchschwalben, >1 Mönchsgrasmücke, >2 Gartengrasmücken, 1 Dorngrasmücke, >1 Gartenbaumläufer, 1 Goldammer.
Nahe der Fischtreppe gelang dann auch die Beobachtung von mindestens zwei Weißstorchpulli im Nest auf der Nisthilfe, so dass ich mindestens 6 Weißstörche zählte.













Fröndenberg/Kiebitzwiese: Zusammenfassung der Beobachtungen vom 22. bis zum 28.04.2024, Kraniche, Grau-, Kanada- und Nilganspulli, Eisvogel, Höckerschwan u.a. (A. Hünting)
Während sich andern Orts die Watvögel die Klinke in die Hand geben, siehe Hemmeder Wiesen, Ahsewiesen, Disselmersch, ist es an der Kiebitzwiese diesbezüglich bemerkenswert unspektakulär, um nicht zu sagen, gespenstisch still. Die letzte Bekassine wurde von mir am 16. April, der letzte Waldwasserläufer gar am 13.04.2024 gemeldet. Woran mag es wohl liegen, dass die Watvögel in diesem Frühjahr einen Bogen um die Kiebitzwiese fliegen?
Bemerkenswert immerhin die kurze Pause, die drei Kraniche am 22.04. nahe der Sichlerbucht einlegten. Zum Bleiben konnten allerdings auch sie sich nicht durchringen.
Ansonsten sind die Zahl der Individuen und Arten in letzter Zeit recht konstant. Grau-, Kanada- und Nilgänse haben Nachwuchs, ein Höckerschwanenpaar versucht sein Glück im östlichen Teil des Naturschutzgebietes. Schnatter- und Stockenten halten die Stellung und beide Weißstorchpaare gehen weiterhin ihrem Brutgeschäft nach. Heute schien das Brutpaar auf der Nisthilfe unruhig zu sein, mit Vorsicht wurde mit dem Schnabel in der Nistmulde gestochert, immer wieder stand der brütende oder bereits hudernde (?) Altvogel auf. Noch aber war kein sich reckendes Köpfchen zu sehen.
Bei den Kleinvögeln sind die Mönchsgrasmücken mit mindestens 4 Revieren gut vertreten. Eine am 13.04. beobachtete Klappergrasmücke konnte ich heute ebenso wenig beobachten, wie das ebenfalls am 13.04. beobachtete Schwarzkehlchen. Dafür ließ sich heute eine Gartengrasmücke hören und fotografieren. Im östlichen Teil des NSG waren heute auch zwei Rohrammern zu hören und zu sehen.
Positiv möchte ich anmerken, dass der alte Aussichtshügel jetzt auch nach längerem Regen wieder trocken Fußes zu erreichen sein sollte, denn der Bautrupp hat die Zuwegung mit Schotter aufgefüllt. Zudem wurde der Fahrradstand repariert, die Absperrung zum Rambach in Stand gesetzt und zwei neue Ablagebretter am Beobachtungsstand selbst montiert. Vielen Dank dafür! Dass die Arbeit nicht ausgeht, dafür sorgen leider immer wieder einige Flachpfeifen. Vermutlich von gestern auf heute wurde gezündelt, eines der transportablen Podeste fand sich angesengt. Offenbar haben die „Helden“ zunächst ihr Mütchen gekühlt und dann mit der Pappe des mitgebrachten Sixpacks und einigen vom Apfelbaum gebrochenen Ästen ein Feuer(chen) entzündet. Zum Glück ist nicht mehr passiert, wohl auch, weil frisches Holz halt nicht gut brennt.













Fröndenberg, Kiebitzwiese mit ersten Grauganspulli und Warmer Löhen mit Gleitaar am 10.04.2024 (A. Hünting)
Bei meinem Besuch auf der Kiebitzwiese konnte ich heute folgende Beobachtungen notieren: 5 Höckerschwäne, 11 Kanadagänse, davon eine mit Knickflügel, etwa 30 Graugänse, ein Paar mit einem Pullus, ein weiteres Paar mit 4 Pulli, 4 Nilgänse, >25 Schnatterenten, >30 Stockenten, 2 Knäkenten (1,1), 5 Reiherenten (2,3), 1 Graureiher, 3 Weißstörche, während meiner Anwesenheit brütete je ein Altvogel, der dritte löste seinen Partner beim Brutgeschäft auf der Nisthilfe ab, 1 Blässhuhn, 1 Eisvogel, der nur ganz kurz auf einem Ansitz Platz nahm und mir keine Zeit für ein Foto einräumte, 2 Rauchschwalben, 1 Zilpzalp, 1 Mönchsgrasmücke, 1 Zaunkönig, etwa 20 Stare, 1 Singdrossel, >1 Schafstelze, >3 Bachstelzen, >1 Grünfink und >1 Stieglitz.
Mit diesen Beobachtungen im Gepäck und zum Teil auf der Speicherkarte, auf dem Weg zurück nach Echthausen, sah ich im Vorbeifahren einen „Falken mit auffallend heller Brust“ auf einer Leitung sitzend. Nach dem ich gewendet, den Vogel wieder passiert und nochmals gewendet hatte, um vom Fahrersitz aus fotografieren zu können, stellte sich der „seltsame Falke“ als Gleitaar heraus! Diese Art, so schreibt Lars Gejl in seinem Buch „Die Greifvögel Europas“ hat einen kleinen aber wachsenden Bestand mit 1.100 bis 2.600 Brutpaaren hauptsächlich in Südwesteuropa. Der überwiegende Teil lebt in Portugal, gefolgt von Spanien und Frankreich. (…) In Mitteleuropa ist der Gleitaar ein seltener Irrgast.
Als Fotograf hätte man natürlich gerne mehr Licht, das Motiv auf Augenhöhe usw. usf. aber ich hatte irre viel Glück, den Vogel überhaupt sehen zu können, und freue mich umso mehr über diese tolle kurze Begegnung!




Fröndenberg/Kiebitzwiese: Grau- und Kanadagänse, Schnatter-, Stock- und Reiherenten, Silber- und Graureiher, Bekassine, Höckerschwan, Singdrossel u.a. am 06.03.2024 (A. Hünting)
Bei meinem heutige knapp einstündigen Besuch an der Kiebitzwiese von etwa 17 – 18 Uhr konnte ich folgende Beobachtungen notieren:
Zunächst fiel mir ein unterhalb des alten Aussichtshügels tot im Wasser treibender Höckerschwan auf. Wegen seiner Position unterhalb der Überlandleitung lässt sich als Todesursache die Kollision mit der Überlandleitung nicht ausschließen, allerdings kann der aus Osten kommenden Wind den Kadaver auch verdriftet haben.
Des weiteren liegt vor der Storchennisthilfe ein weiterer „großer“ Vogelkadaver in der Wiese, den ich schon bei meinem Besuch am 02.03.24 registrierte. Eventuell handelt es sich dabei um einen verendeten Graureiher, wobei die Todesursache völlig unklar ist.
Auch die Überreste des schon seit einigen Wochen toten Höckerschwans liegen noch auf der Wiese. Von ihm sind aber nur noch die Thoraxknochen und die Flügel übrig.
Zu den erfreulicheren, weil lebend gesichtete Individuen: 1 Höckerschwan, je 36 Grau- und Kanadagänse, „nur“ noch etwa 60 Schnatterenten, etwa 20 Stockenten, 8 Reiherenten (4,4), >14 zum Ententeich fliegende Kormorane, zunächst 2 nach Nahrung suchende Silberreiher, später dann 8 weitere in den Bäumen am Ententeich landend, 3 Graureiher, davon einer stationär und zwei nach Osten überfliegend, 1 Mäusebussard der hellen Morphe, 3 Weißstörche (nur einer auf der Nisthilfe und zwei auf dem Dach des Ansitzes), eine ruhende Bekassine, 1 keckernder Grünspecht, >30 Stare, eine anhaltend singende Singdrossel, die ihrem Namen alle Ehre machte, ein über- oder abfliegender unbestimmter Pieper, sowie eine Bachstelze.







