Nach einer Grauammersichtung von H. Knüwer und H. Maas am 28.08.25 östlich von Frdbg.-Bausenhagen gelangen nun erstmals seit 2021 auch in der Strickherdicker Feldflur wieder Nachweise von Grauammern. Heute zeigte sich unter 30-40 Goldammern ein Einzelexemplar an einer fruchtenden Sommergetreidefläche. Vor drei Tagen waren an selber Stelle sogar 2 Grauammern. In den Jahren 2020/21 gab es im Gebiet auch noch Gesangsreviere mit Brutverdacht und eine Reihe von Winterbeobachtungen mit bis zu 3 Grauammern.
Ergänzend zu den von H. Knüwer am 06.11. aufgelisteten Beobachtungen weiterer rastender und durchziehender Vogelarten in der Strickherdicker Feldflur sei hier unter anderem nochmal als Besonderheit das Auftreten von Ringdrosseln erwähnt (29.10., 01.11., 04.11. und 07.11. mit je einem Exemplar), sowie 1 adulte Kornweihe (m) am 31.10. und 1 adulter Merlin (m) am 01.11. jeweils durchziehend. Das hier generell auffällige Zuggeschehen vieler Zugvogelarten lässt in diesen Tagen allerdings nach und hat seinen Höhepunkt überschritten.
Die Kombination der seit Jahren bestehenden Feldvogelschutzfläche (links) mit aktuell angelegten und unterschiedlich fruchtenden Sommergetreideflächen sowie Einzelbüschen und Hecken in der Strickherdicker Feldflur ist im Herbst immer wieder für zahlreiche Vogelarten als Rast- und Nahrungshabitat attraktiv…, 10.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… zwischen Getreideähren und Kornblumen schwer zu erkennen: eine von oft mehr als 50 Goldammern …, 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… Highlight des heutigen Tages – diese Grauammer…, 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… das Auftauchen von Grauammer (links) und Goldammer (w, rechts) an exakt derselben Stelle innerhalb weniger Minuten erlaubt in dieser Bildmontage zweier Fotos von exakt demselben Standort eine vergleichende Betrachtung der beiden Ammerarten. Beeindruckend ist hier vor allem die respektable Größe der Grauammer…, 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… wenige Meter entfernt drei Tage zuvor gleich zwei Grauammern…, 09.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… insgesamt mindestens viermal zeigte sich im Gebiet jeweils eine Ringdrossel – hier ein Männchen …, 04.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenfalls regelmäßig mit teils mehr als zwei Dutzend Exemplaren in der „Strickflur“: Stieglitz – hier bei der Ernte von Klettensamen…, 08.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… manchmal tagelang in der „Strickflur“ rastend – hier jedoch westwärts durchziehend: Ausschnitt eines Trupps mit 234 Kiebitzen…, 04.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… sein Auftauchen im Gelände lässt in der Regel die gesamte übrige Vogelwelt schlagartig in Deckung gehen: kurz rastender Sperber (diesj.), 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Anderer Schauplatz: Kiebitzwiese – mit einem späten und deshalb ebenfalls bemerkenswerten Gast! Weißstörche haben ihren normalen Durchzugshöhepunkt zum Monatswechsel August/September, 10.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Walnüsse lässt man am besten im Flug auf eine wenig befahrene Straße in Westick fallen. So platzt die Schale und man kann anschließend den leckeren Kern herauspicken – wenn man denn alle Bruchstücke findet und nicht gerade Fußgänger in die Quere kommen.
Ein längerer Aufenthalt in der Strickherdicker Feldflur führte heute Vormittag u.a. zu folgenden Beobachtungen: eine jagende, diesjährige Kornweihe, zwei Sperber (1 m mj, 1 w), noch ein ziehender Rotmilan, ein sehr großer, nach W ziehender Trupp Kiebitze mit ca. 200 Individuen. Einer der beiden Sperber machte einen großen Feldlerchentrupp hoch mit etwa 150 Vögeln. Mit weiteren Feldlerchentrupps dürften es insgesamt 250-300 gewesen sein. Auch heute waren wieder auffällig viele Blaumeisen gruppenweise unterwegs, geschätzt in drei Stunden etwa 150, die Zugverhalten zeigten. Hingegen scheinen die ca. 50-70 Goldammern weitestgehend stationär zu sein. Im Gebiet weiterhin einige Schwarzkehlchen (mind. drei) und einzelne Bergfinken, von denen einer bei den frühlingshaften Temperaturen sogar kurze Gesangsstrophen von sich gab. Neben sieben Wacholderdrosseln war auch eine Misteldrossel zu sehen.
Nach Mittag dann über Lünern 24 überhinfliegende Kormorane.
Ausschnitt aus einer niedrig über Lünern hinwegfliegenden Kormorankette (Foto: H. Knüwer)diesjährige Kornweihe in der Strickherdicker Feldflur (Foto: H. Knüwer)Als dieses Sperbermännchen niedrig an einer Gehölzreihe entlangflog, gingen unzählige Kleinvögel hoch, die dort zuvor gar nicht wahrzunehmen waren. (Foto: H. Knüwer)Immer wieder schön anzuschauen – Schwarzkehlchen. (Foto: H. Knüwer)Nach eigener Einschätzung scheinen Heckenbraunellen in diesem Herbst gar nicht so häufig zu sein. – Strickherdicker Feldflur, 06.11.25 (Foto: H. Knüwer)
Programm der AG Greifvögel der NWO für den 09.11.2025 in der Jugendtagungsstätte NaturFreundehaus Ebberg und Öko-Station, Ebberg 1, 58239 Schwerte
Beginn 10.00 Uhr
Vorstellung der Ergebnisse 2025
Rohrweihen im Kreis Warendorf. KLARO – Kulturlandschaft für die Rohrweihe Erfolgreiche Betreuung von 30% des NRW Bestandes im Rahmen eines nationalen Artenhilfsprogrammes (nAHP) – Kristian Lilje
Habicht und Uhu: passt das gut zusammen ? – Gerard Müskens
Der Seeadler in der Walsumer Rheinaue – Christian Falk (fällt wahrscheinlich aus)
Probleme, Polemik, Politik – Im Spannungsfeld zwischen Vogelschutz und Windenergie – Maik Somerhage
Drohnen im Weihenschutz – Wie Technik dabei hilft die seltenen Greifvögel zu schützen ? – Nicolas Nierling
Uhu in den Niederlanden: Film von Rob Bos
Die Aufzählung muss nicht unbedingt der wirklichen Reihenfolge der Vorträge entsprechen. Das Ende der Veranstaltung liegt gegen 16.30 Uhr.
Am späten Nachmittag des 02.11.2025 war an der Beobachtungsplattform neben Stockenten, Reiherenten und Tafelenten auch eine Wasserfledermaus oder Teichfledermaus zu beobachten. Diese ist in geringer Höhe über die Wasseroberfläche geflogen, um Insekten zu jagen. Fotografieren war wegen der zunehmenden Dunkelheit und der Entfernung nicht so optimal – dennoch hier ein paar Bilder.
Heute am Mittag führte mich mein Weg vom Himmelmann Park zur Hönnemündung. Hier dann ein Stückchen in die Mendener Ruhraue einschließlich einem Blick über den Zaun in den von hier einsehbaren Teil der Bösperder Kläranlage. Von hier wieder den Fahrradweg entlang der Hönne bis kurz vor dem Bösperder Bahnhof. Zurück entlang der Bahnschienen bis zum Himmelmann Park. Auf der etwa 3 stündigen Exkursion konnte ich insgesamt u.a. folgendes notieren: 1 Mandarinente (M) an der Hönne, 3 Pfeifenten (Kläranlage), mind. 28 Krickenten (Kläranlage), ca. 15 Schnatterenten (Kläranlage), mind. 57 Stockenten, 3 Zwergtaucher (Kläranlage), 2 Teichrallen, 3 Blässrallen, 1 Silberreiher, 1 Graureiher, 2 Wasseramseln, 1 Gebirgsstelze, 2 Eisvögel, ca. 40 Rotdrosseln, 15 Amseln, ca. 135 nach Westen ziehende Stare, 1 Buntspecht, 2 Gartenbaumläufer, 6 Blaumeisen, 7 Kohlmeisen, 7 Rotkehlchen, 1 Zaunkönig, 3 Heckenbraunellen, 7 Dohlen sowie 1 Mäusebussard. Zuvor auf einem Feld zwischen der Westhemmerder Dorfstraße und dem Lünerner Bach ca. 300 Wacholderdrosseln.
Wasseramsel an der Hönnemündung… am 02.11.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Mandarinerpel an der Hönne… am 02.11.2025 (Foto: Gregor Zosel)
Gestern Morgen rasteten südlich von Fröndenberg und der Ruhr auf einem abgeernteten Maisfeld bei Menden-Halingen 94 Kraniche , darunter vier diesjährige Vögel. Die gesamte Gruppe setzte ihren Zug vormittags in westlicher Richtung fort.
Gestern wurde auf der Kiebitzwiese Fröndenberg eine für diesen Standort auffallend hohe Anzahl von 21 Krickenten festgestellt, welche sich heute in nahezu ähnlicher Form bestätigte. Unter den Enten befanden sich 3 Löffelenten, welche hier auch nicht regelmäßig anzutreffen sind.
Heute konnten wir (zeitweise mit A.Hünting u. H.Knüwer) zwischen den beiden Aussichtshügeln unter anderem folgende Arten feststellen, wobei der starke Wind eine Herausforderung darstellte, was sich auch in einer geringen Aktivität vieler Arten widerspiegelte:
6 Graureiher, 2 Höckerschwäne, 8 Kandagänse, 22 Blässgänse (2 diesjährige), 154 Graugänse, > 30 Nilgänse, 19 Krickenten, > 160 Stockenten, 3 Löffelenten, ein Silberreiher, ein Rotmilan, ein Turmfalke, 4 Bekassinen, ein Eisvogel, 4 Schwanzmeisen, ein Zilpzalp und eine Gebirgsstelze.
Ein Ausschnitt der 94 rastenden Kraniche bei Menden-Halingen. Obwohl die Beobachtung knapp außerhalb der Kreisgrenze erfolgte, ist sie aufgrund der hohen Stückzahl und der regionalen Relevanz für das Zuggeschehen sicher von Interesse. Bei einer späterer Nachkontrolle an gleicher Stelle konnte glücklicherweise kein zurückgelassener/kranker Vogel festgestellt werden. 29.10.2025 (Foto: Andre Matull)Diese beobachtete Szene vermittelte in einer aktuell schwierigen Zeit für Kraniche pure Lebensfreude. Die „Tänze“ und trompetenartigen Lautäußerungen gehören zum typischen Sozialverhalten auf dem Zug und erinnerten an Balzrituale.29.10.2025 (Foto: Klaus Matull)Löffelenten auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg, welche hauptsächlich beim charakteristischen Seihen von Nahrungspartikeln aus dem Wasser beschäftigt gewesen sind. 30.10.2025 (Foto: Andre Matull) Ein Beleg für die Bedeutung des Gebiets als Zug- und Rastplatz sind regelmäßige Wintergäste: Heute Vormittag rasteten insgesamt 22 Blässgänse auf der Kiebitzwiese, darunter zwei diesjährige. 30.10.2025 (Foto: Klaus Matull) Turmfalke mit Beute auf der Kiebitzwiese. Die regelmäßige Anwesenheit zeugt von seiner bemerkenswerten Treffsicherheit und deutet auf ein gutes Mäusejahr in diesem spezifischen Gebiet hin. 30.10.2025 (Foto: Klaus Matull)
Neben dem am Vortag von Hermann Knüwer beschriebenen starken Blaumeiseneinflug findet derzeit – wenn auch weniger auffällig – auch bei den Tannenmeisen ein außergewöhnlicher Einflug statt. Am frühen Morgen suchten teils 6 Tannenmeisen gleichzeitig vor unserer Haustür auf einem Schotterweg nach Samenkörnern. Zu späterer Zeit des Tages fiel am Gartenteich auf, dass fast minütlich 1 – 3 Tannenmeisen zum Baden bzw. Trinken erschienen. Da es sicher nicht immer dieselben Individuen gewesen sind, dürften die Vögel insgesamt in mindestens zweistelligen Truppstärken unseren Garten (Frdbg.-Hohenheide) passiert haben. Auch in den vergangenen Tagen waren verschiedentlich immer wieder Tannenmeisen aufgefallen. Ein Blick auf die Zugvogelstatistik in Falsterbo/Südschweden bestätigt den Eindruck. Bis einschließlich gestern (28.10.25) wurden dort auf dem diesjährigen Herbstzug 13 630 Tannenmeisen erfasst. Im langjährigen Durchschnitt seit 1973 erschienen bis zum jeweils selben Datum nur 830 Tannenmeisen. Damit liegen die diesjährigen Zahlen um das 16fache(!) über diesem Durchschnittwert.
Die Beobachtungen am eigenen Gartenteich erbrachten auch in anderer Hinsicht interessante „Badegäste“: >6 Birkenzeisige, x Erlenzeisige, 3 Stieglitze, >1 Grünfink, 1 Kernbeißer, x Bergfinken, x Buchfinken, ~20 Haussperlinge, >4 Heckenbraunellen, 1 Zaunkönig, 1 Zilpzalp, 2 Singdrosseln, >7 Amseln, 30-50 Blaumeisen, 20-30 Kohlmeisen, >1 Haubenmeise, 2 Sumpfmeisen, >4 Rotkehlchen, 1 Buntspecht, 2 Kleiber, 1 Turmfalke erbeutete (untypischerweise) zwischen Büschen nahebei vermutlich eine Tannenmeise.
Auch andernorts fand sich heute relativ reiches Vogelleben: in vielen Beeren tragenden Hecken Hunderte Rotdrosseln, südlich Frdbg.-Ostbüren auch ~70 Wacholderdrosseln und auffallend viel Amseln, an einem Pferdestall ebenda noch 3 Hausrotschwänze. In Frdbg.-Landwehr eine Ringdrossel und in der Strickherdicker Feldflur unter anderem 7 rastende Kraniche.
In emsiger Hektik suchen bis zu 6 Tannenmeisen gleichzeitig auf dem Boden nach Fressbarem (Frdbg.-Hohenheide) …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… das Interesse gilt offenbar kleinen, massenhaft herumliegenden Samenkörnern …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… über den ganzen Tag hinweg tauchen auch am nahen Gartenteich (nicht zählbar!) teils im Minutentakt Tannenmeisen zum Trinken und Baden auf …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… wie auch mal eine Haubenmeise …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… oder hier im „Suchbild“: 1 Kohlmeise, 1 Erlenzeisig und 5 Birkenzeisige …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… Birkenzeisig mit Drang zum Wasser …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… wie auch dieser weibliche Erlenzeisig…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… auch hier an einer Pfütze bei Frdbg.-Ostbüren wird zum Baden „angestanden“ (2 Amseln, 3 Rotdrosseln, 1 Singdrossel)…29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… hier sind es gleich 8 Rotdrosseln. Die Enge erzeugt ständig Stress und Fluchtbereitschaft…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… manche „Aspiranten“ halten sich einzeln im Abseits…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… auf einem Stalldach (Frdbg.-Osbüren) einer von noch 3 späten Hausrotschwänzen, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)In Frdbg.-Landwehr eine einzelne Ringdrossel …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… die hier mit einer Schlehenfrucht einen Futterneider (Amsel) auf den Plan ruft, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Diesen in der Strickherdicker Feldflur rastenden Kranichen kann man nur wünschen, dass sie keine H5N1-Viruslast „im Gepäck“ haben…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda beinahe konstant anzutreffen: Schwarzkehlchen – hier mal als Paar direkt nebeneinander, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Das nächste OAG-Treffen findet online per Zoom am kommenden Dienstag, 04.11.2025 um 19 Uhr statt. Die wie immer noch offene Tagesordnung:
Wiesenbrüter-Gelegeschutz durch Zäunung – Infogespräch mit Christian Härting von der ABU Soestund Christian Kipp von der Biologischen Station Kreis Steinfurt
Sammelbericht für den Kreis Unna (Roben Hirschberg)
ADEBAR 2 – Neuer Brutvogelatlas Deutschland ab 2025 (Malte Busch)
Kartierungen 2026: –Graureiher, Rebhuhn, Kiebitz (Tag für den Kiebitz 28.03.2026, Ergänzungskartierung), Schwarzkehlchen
Verschiedenes(u.a. Jahrestagung der AG Greifvögel der NWO am 09.11.2025)
Wir freuen uns über weitere Ideen und Beiträge zur Tagesordnung!
Falls Sie noch keine Zoom-Einladung erhalten haben, schicken Sie bitte eine Mail an info@oagkreisunna.de
Gestern waren auffällig viele, kopfstarke Blaumeisentrupps in der Strickherdicker Feldflur unterwegs. Sie bewegten sich allesamt entlang einer Gehölzreihe, um an deren Ende auf SW-Kurs die nächsten Gehölze anzusteuern. Es mögen während des einstündigen Aufenthaltes etwa 100 – 200 Blaumeisen gewesen sein. Von ähnlichen Beobachtungen gestern berichtete auch B. Glüer aus den Hemmerder Wiesen. Und Gregor Zosel teilte mit, dass er bereits um den 12.10. auffallend viele Blaumeisen sowohl an den Rändern Hammer Wälder als auch in der Lippeaue feststellen konnte. Vielleicht gibt es ja auch aus anderen Bereichen des Kreisgebietes vergleichbare Feststellungen? In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass unter dem 21.10. für Helgoland mehr als 1000 Blaumeisen angegeben wurden. Auch am Folgetag sollen „viele Meisen“ dort gewesen sein . Zeichnet sich da ein intensiver Einflug nordischer Blaumeisen ab?
Das am 24.09.2025 im Ostendorfer Busch erstmalig verhörte Uhu-Paar erlaubte ebenda um 18:50 bei erneutem Duettgesang endlich auch eine Sichtbeobachtung.
Heute Morgen konnten wir ab Sonnenaufgang bis mittags zwischen beiden Aussichtshügeln auf der Kiebitzwiese u.a. folgende stationäre Vogelarten beobachten:
36 Blässgänse (davon 5 diesjährige), 112 Stockenten, 10 Krickenten, ein Schwarzkehlchen, 8 Nilgänse, 2 Rostgänse, 6 Kanadagänse, ein Eisvogel, 3 Graureiher, ein keckernder Habicht, ein Kernbeißer, 3 Erlenzeisige, eine Rohrammer, ein Buntspecht, ein Mäusebussard, 2 Eichelhäher und 4 Bekassinen. Darüber hinaus überflogen 32 Rostgänse den alten Aussichtshügel Richtung Hammer Wasserwerk und ein männlicher Gänsesäger sehr hoch südwestlich.
„Nebenbei“ entstand eine nicht geplante, lockere und nicht detaillierte Zugvogelzählung mit der nachfolgenden Angabe von Mindestanzahlen. Die Zahlen der Feldlerchen (siehe auch dazu die meldung von H.Knüwer heute) und verschiedene Drosselarten werden wohl bedeutend höher sein. Bis auf die Kraniche, Rotmilane, Kormorane und Sperber (Süd und Südwest) alle Richtung Westen, teils sehr hoch, ziehend. Hier konnten u.a. mindestens folgende Arten beobachtet werden:
Einer von mehreren mittelgroßen Richtung Westen strebenden Schwärmen von Ringeltauben entlang der Kiebitzwiese am 19.10.2025 (Foto: Andre Matull) Wie bereits erwähnt: Viele Feldlerchen über der Kiebitzwiese am 19.10.2025 (Foto: Andre Matull)Eine kleine Gruppe Kraniche überflog sehr flach den alten Aussichtshügel am 19.10.2025. (Foto: Andre Matull)Insgesamt befanden sich heute 36 Blässgänse (davon 5 diesjährige) auf der Kiebitzwiese. Die Schlafplatzauflösung bei Sonnenaufgang aus der gesamten näheren Umgebung lässt aber aktuell eine dreimal so hohe Anzahl an rastenden Blässgänsen vermuten. 19.10.2025 (Foto: Klaus Matull) Männliches Schwarzkehlchen auf der Kiebitzwiese am 19.10.2025 (Foto: Klaus Matull)Rostgans mit einer Bekassine im Vordergrund. Kiebitzwiese, 19.10.2025 (Foto: Klaus Matull)
Der Feldlerchenzug scheint jetzt richtig Fahrt aufzunehmen. Diesen Eindruck vermittelte ein längerer Aufenthalt am heutigen Vormittag in der Strickherdicker Feldflur. Trupp nach Trupp fiel zur kurzzeitigen Rast auf den frisch eingesäten Ackerflächen ein, um dann den Zug fortzusetzen. Obwohl keine Zählung vorgenommen wurde, schätzen wir, dass sich zwischen 9.00 Uhr und 12.00 Uhr überschlägig weit mehr als 3.000 Feldlerchen allein in dieser Feldflur aufgehalten haben. Die etwa 30 gesehenen Wiesenpieper stellen sicherlich nur einen Bruchteil des tatsächlich anwesenden Rastbestandes dar. In den bereits begrünten Zwischenfruchtflächen, auf denen sie sich gern aufhalten, fallen sie nicht auf.
An einem mit Hochstauden bestandenen Graben, der glücklicherweise von einer Mulchmahd verschont geblieben ist, hielten sich insgesamt 6 Schwarzkehlchen (3:3) sowie einzelne Rohrammern auf. Außerdem ein überhinfliegender Feldsperling, der anhand seiner Rufe bestimmt werden konnte.
Das reichliche Beuteangebot in Form von Kleinvögeln war wohl auch für einen Sperber (ad. M.) und einen diesjährigen Merlin verlockend. Sie versuchten, sich am Buffet zu bedienen.
Außerdem noch erwähnenswert zwei ziehende Kiebitztrupps mit 18 und 10 Individuen.
Heute waren in der Strickherdicker Feldflur mehrere Tausend Feldlerchen zu bestaunen. (Foto: H. Knüwer)Zwei Wiesenpieper zeigten sich ausnahmsweise mal am Wegesrand. (Foto: B. Glüer)
Mit mehreren Exemplaren in der Strickherdicker Feldflur anwesend: Schwarzkehlchen (hier ein Männchen). (Foto: B. Glüer)
Von einer Bodenkuppe hatte dieser junge Merlin einen guten Rundumblick auf das große, sich ihm bietende Nahrungsangebot. (Foto: H. Knüwer)Kaum ein anderer Greifvogel ist so blitzschnell unterwegs wie dieser kleine Falke. Bisher gibt es nur vergleichsweise wenige Meldungen von Merlinen aus diesem Herbst. (Foto: H. Knüwer)