Am 13.05.2020 ein Schwarzstorch im NSG Kiebitzwiese.

Kleine Geschichte, für Gartennutzer:
Wir haben in Ruhrnähe einen Garten. Dort fressen uns die Mäuse regelmäßig die wenigen Blüten ab, die wir durch das feucht-kalte Klima haben. Mit einer Eimerfalle habe ich Dutzende gefangen und weit weg im Wald wieder ausgesetzt. Wir haben das Problem nun mit einer kleinen Iglu-Falle im Griff.
Die letzten Tage lag sie allerdings morgens nicht mehr in ihrem Versteck. Sondern irgendwo (leer) auf der Wiese.
Habe dann mal meine Wildkamera aufgehangen. Und die Falle direkt davor platziert. Und siehe da, der Lockfutterdieb war schnell da.
Während Waschbär, Fuchs und Katze die Falle ignorierten, roch ein Steinmarder zumindest mal.
Aber die Krähe am Morgen machte kurzen Prozess. Schmiss die Falle quer durch den Garten. Zur Freude der Tauben usw. Es lagen Sonnenblumenkerne darin.
Nicht unbedingt Ornithologisch. Aber aufschlussreich.
Die Futterhäuschen an der Röllingwiese sind übrigens endlich abgebaut. Lobenswerte Aktion. Gestern war nur noch der „Harte Kern“ von drei Ratten da. Sie fraßen noch die Reste vom Boden. Die werden irgendwann auch ihrem Namen Ehre machen. Und weiter wandern.


Heute morgen bekam ich von Gerd Sauer die Nachricht, ein Stelzenläufer in den Wiesen. Dummerweise war ich gerade mit Thomas Sauer Richtung Gelbschenkel nach Münster Rieselfelder unterwegs. Wir hatten Glück und konnten den auch gut beobachten.
Als ich wieder hier war, bin ich gleich Gucken gegangen. Auch hier hatte ich Glück. Der Stelzenläufer war noch da. Im Gegensatz zum Gelbschenkel ließ er sich auch digiskopieren. Er war mir mehrere Digiskopien wert.
Ansonsten waren in den Wiesen 3 Grünschenkel, 3 Flussregenpfeifer, Schwarzkehlchen, Rohrammern, 2 Neuntöter und ein Baumfalke zu beobachten.



Am Nachmittag konnte ich am Aussichtshügel der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten: 2 Flussregenpfeifer, 1 Kiebitz (in der Sichlerbucht), 2 Weißstörche, 2 Weißwangengänse, 5 Rostgänse, 79 Nilgänse + 5 Pulli, 51 Kanadagänse, 39 Graugänse, 1 Streifengans, 3 Höckergänse, 12 Schnatterenten, 3 Reiherenten, 4 Höckerschwäne ( 1 x brütend), 1 Sumpfrohrsänger, 1 Dorngrasmücke, 1 singende Schafstelze, 4 Wacholderdrosseln sowie 14 Dohlen.
Am Vormittag konnte ich im Bereich Himmelmann Park /Hönnemündung u.a. 24 Reiherenten, 4 Blässrallen (1 x brütend im Park), 2 Höckerschwäne (1 x brütend im Park), 1 Wasseramsel sowie 1 Eisvogel beobachten.







Am 10.05.2020 in den Röllingwiesen endlich das erste Neuntöter-Paar. Gemeinsam mit einen Steinschmätzer jagten sie Insekten. Weit weg, aber zu erkennen.
Limikolen ist mager: 2 Grünschenkel, 1 Flussuferläufer. Sonst nix.
Vielleicht weil 2 Rohrweihen ihre Runden drehten?
Rohrammern und Schwarzkehlchen sind gut vertreten.
Unschöner Nebeneffekt: Obwohl wir, Siegfried Kolbe mit Frau und Tochter, Reimund Thiele und ich zu 5 Personen da standen, liefen die Ratten auf und in den Futterplätzen rum. Sie haben den Eichhörnchen den Rang abgenommen. Völlig ohne Scheu. Auswärtige bringen immer wieder Futter mit, wohl um die Vögel für Fotos anzulocken. Aber die kommen auch kaum noch. Die sind mit ihrem Brutgeschäft ausgelastet.
Angestossen ist, ein Verbotsschild oder so aufzustellen. Zumindest im Sommer.
Es ist ja auch ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier, wenn auf den Brettern immer mehr Ratten rumlaufen. Die Leute, die Füttern, bekommen von der Plage nix mit. Die sind morgens da. Die Ratten kommen abends, wenn das Fotolicht schwindet.



Heute am Vormittag konnte ich neben den 2 Weißstörchen auf der Kiebitzwiese 2 weitere Weißstörche auf einem Feld im Warmer Löhen nördlich der Bahnlinie beobachten. Sie flogen später in nördliche Richtung ab. Am Neuenkamp heute 7 Steinschmätzer.
Bei Unna Dreihausen/Speckgabel 2 Hohltauben und 2 Misteldrosseln.



11.05.2020: zwei singende Teichrohrsänger aus dem Schilf (M. Süllwold)
Am heutigen Nachmittag/Abend im NSG Lettenbruch folgende Beobachtungen:
2 Gartenbaumläufer, 1 Wanderfalke
1 Mäusebussard
1 Kormoran
~10 Ringeltauben
4 Rabenkrähen
4 Elstern
~10 Stare
1 Mittelspecht
2 Grünspechte
2 Buntspechte
1 Kleiber
2 Zaunkönige
4 Buchfinken
2 Singdrosseln
4 Amseln
1 Heckenbraunelle
2 Rotkehlchen
2 Zilpzalps
2 Mönchsgrasmücken
4 Rauchschwalben
~10 Mauersegler
× Haussperlinge (Kolonie Haussperlinge, die unter Dachpfannen an der Regenrinne eines Nachbarhauses brüten).
Anmerkung: Nachdem ein Waschbär in den letzten drei Nächten die Vogelfuttervorräte in unserem Garten entweder entwendete oder aber direkt verspeiste (durch Wildkamera dokumentiert) und zudem immer wieder frisch eingepflanzte Blumentöpfe auseinandernahm, war es sicher kein Zufall, dass mir heute zwei „Bären“ schlafend vor die Kamera gerieten. Dies geschah allerdings mehrere Kilometer von unserem Garten entfernt.






Heute am frühen Vormittag konnte ich im östlichen Teil der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten: 3 Flussregenpfeifer, 1 Kiebitz, 2 Weißstörche, 11 Schnatterenten, 25 Reiherenten, ca. 10 Blässrallen, keine Zwergtaucher und Haubentaucher, 3 Rostgänse, 23 Graugänse, 34 Kanadagänse + 3 Pulli, 96 Nilgänse + 5 Pulli, 1 Streifengans, 3 Höckergänse, 4 Höckerschwäne, 9 Graureiher, 2 Neuntöter (M), 1 Steinschmätzer, 2 singende Sumpfrohrsänger, 4 Rohrammern (M) sowie 1 Kuckuck.
Am Grünenbaum 1 singende Schafstelze. Am Neuenkamp 2 Schafstelzen (1:1) sowie 1 Steinschmätzer.











In der Strickherdicker Feldflur sind die Jungen des dortigen Schwarzkehlchenpaares ausgeflogen und werden von den Altvögeln eifrig gefüttert. Dort hielten sich auch noch mind. 3 Steinschmätzer auf. In den Hemmerder Wiesen wurde ein Altvogel des dort brütenden Weißstorchpaares intensiv von den anwesenden Kiebitzen attackiert. Ihnen ist wohl klar, dass Weißstörche auch Kiebitznachwuchs mögen. Ein Habicht (m ad.) sowie ein nur kurz singender Feldschwirl waren ebenfalls zu sehen. Nordöstlich von Lünern gingen zwei Schwarzmilane und ein Rotmilan über einer abgeernteten Feldgrasfläche der Mäusejagd nach.



Im Ostteil des Kohusholzes sah und hörte ich am Hauptweg einen Grauschnäpper. Auch der Waldlaubsänger sang wieder an der gleichen Stelle, an der ich ihn bereits wiederholt in diesem Jahr gehört habe. Somit besteht hier definitiv ein festes Revier. Meine Freude wurde noch gesteigert, als ich dann auch noch einen Trauerschnäpper an der gleichen Stelle hörte, wie am 19.04.20. Ich konnte ihn dann auch beobachten, wie er eine Spechthöhle anflog und sich in das Flugloch hängte. Er sang anschließend aus einem Nachbarbaum ausgiebig. Neben dem Cappenberger Südholz ist das damit die zweite Stelle im Nordteil des Kreises, an der ein konkreter Brutverdacht angenommen werden kann. Die nächste Überraschung bot sich mir dann in Selm oberhalb des Siebenpfennigsknapp gegenüber Schulte-Altcappenberg. In einem breiten Ackerbrachestreifen, bestehend aus Sonnenblumen des Vorjahres, Raps und anderen Pflanzen, entdeckte ich ein Schwarzkehlchenpaar. Das Weibchen saß auf einer vorjährigen Sonnenblume und warnte. Das Männchen saß oberhalb davon auf einem Leitungsdraht. Somit wird auch hier der Trend bestätigt, dass Schwarzkehlchen zunehmend Brachflächen in der Ackerlandschaft besiedeln. Auch 2 Feldlerchen halten hier ein Revier.
Bei einem Besuch in den Hemmerder Wiesen, zeitweise mit Hartmut Brecher, konnten wir neben den üblichen Verdächtigen (Nilgans, Kanadagans, Graureiher, Star, etc.), folgendes Beobachten.
Baumfalke 1, Turmfalke 3, Weißstorch 2, Kuckuck rufen 1, Nachtigall min. 4, Kiebitz 3, Dorngrasmücke min. 2, Bluthänfling min. 3, Mäusebussard 3.
Zusätzlich konnte man einige Insekten entdecken, unter Anderem einen glänzenden Blütenprachtkäfer, der hauptsächlich in wärmeren Regionen vorkommt.
Ein Landkärtchen in der orangenen Färbung der Frühlingsgeneration, sowie eine gebänderte Prachtlibelle.





Genau auf der Kreisgrenze zwischen Unna und Hamm, am Golfplatz Gut Drechen 2 Kuckucke. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um ein Pärchen, ein Vogel hat gerufen während der andere direkt neben ihm saß. Luftlinie zu dem von B.Glüer gemeldeten Pärchen in den Hemmerde Wiesen lediglich 4km (!), möglicherweise handelt es sich um dasselbe Paar. Ebenfalls hier auf dem Golfplatz mehrere singende Gartengrasmücken und 1 Gelbspötter.
Gestern im NSG Lettenbruch: Ein Mäusebussard, ein Feldschwirl (am gleichen Ort) und (vermutlich) ein kleiner Feuerfalter (geschützt), im Garten ein C-Falter.
Heute im Garten ein Schwalbenschwanz (geschützt) und drei Plattbauchlibellen (Libellua depressa, 2w +1m, erster Besuch). Inzwischen ist der vierte Teichfrosch in unserem Gartenteich angekommen.





