Bei einem kurzen Spaziergang durch ein Teilgebiet des Sandforter Forstes in der Nähe von Olfen (also knapp außerhalb des Kreises) gelangen zur eigentlich ungünstigen Mittagszeit beachtliche Beobachtungen: Als Highlight am Waldrand ein ausdauernd singender Pirol, insgesamt 4 besetzte Trauerschnäpperreviere, 1 singender Waldlaubsänger, 2 Sommergoldhähnchen, 1 Wintergoldhähnchen, 1 Tannenmeise, 1 Schwarzspecht, 4 Buntspechte, > 10 Fitisse, > 5 Zilpzalpe, > 5 Singdrosseln, 1 Misteldrossel, > 10 Mönchsgrasmücken, 1 Gartenbaumläufer, diverse Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Stieglitze, Blau- und Kohlmeisen, Amseln sowie Eichelhäher. Leider ist das Gebiet als Bruthabitat für den Baumpieper zunehmend ungeeignet, da die ehemaligen Kahlschlagflächen inzwischen wieder stark mit Birken und Tannen verbuschen. Das freut wiederum den Fitis, dessen Bestand in diesem Waldgebiet eindeutig vor dem Zilpzalp liegt.
Bei den Tagfaltern dominierten Aurora- und Zitronenfalter neben vereinzelten Grünader- und Großem Kohlweißling. Außerdem flogen die ersten Kaisermäntel sowie ein C-Falter.
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Unna: Totfund Wendehals am 01.05.2026 (K. und C. Freese)
Am 01.05.2026 wurde auf einem Grundstück in Unna-Mühlhausen ein toter Wendehals gefunden. Wendehälse werden im Kreis Unna gelegentlich auf dem Frühjahrs- oder Herbstzug in die Brut- bzw. Überwinterungsgebiete gemeldet.

Fröndenberg / Unna / Bönen / MK: Ringdrossel, Mauersegler, Baumfalke, Baumpieper, Kiebitze u.a., 01.05.2026 (B.Glüer)
Mit den ersten Maitagen können nun die letzten Heimkehrer unserer Zugvögel erwartet werden. Hartmut Peitsch hat heute mit Grauschnäpper und Neuntöter bereits 2 späte Arten melden können. In den nächsten Tagen hoffen wir unter anderem auch noch auf Wespenbussarde. Südlich der Ruhr (MK) hatte ich heute meinen ersten Baumfalken und unter dem eigenen Dach sind bis gestern 6 Mauersegler als „Vorhut“ zurück und haben direkt die vertrauten Bruthöhlen in Besitz genommen. Der Vogelzug gehört sicher zu den spannendsten Naturphänomenen und gerade die Mauersegler demonstrieren alljährlich trotz ihres relativ kleinen Gehirns enorme Gedächtnis- und Orientierungsleistungen. Während sie sich bei Erstbesiedlungen einer potentiellen Bruthöhle misstrauisch sehr schwertun und Wochen brauchen, bevor sie ein erstes Mal hineinfliegen, steuern die meist gegen Abend an der alten Brutkolonie erscheinenden „Afrika-Heimkehrer“ die vertrauten Bruthöhlen mit hoher Geschwindigkeit an und verschwinden mit einer Sicherheit darin, als wären sie überhaupt nicht weg gewesen.
Derweil haben wir etwa bei den Kiebitzen fast schon „Halbzeit“ der diesjährigen Brutperiode und es zeichnet sich eine erste Bilanz ab. In dem besonders optimierten Hotspot „Hemmerder Wiesen“ sind teilweise bis zu 11 Küken zu beobachten. Nach dort mindestens 6 begonnenen Bruten mit durchschnittlich 4 Eiern pro Nest müssten es rechnerisch 24 Küken sein. Auch im Bönener Industriegebiet begann die Saison auf der Ausgleichsfläche zunächst erfreulich. Mit insgesamt ebenfalls 6 Gelegen waren auch hier bis zu 11 Küken zu beobachten – jedoch gestern (30.04.) fand sich dort nur noch ein einziges.









Bönen: Braunkehlchen, Neuntöter, Grauschnäpper u.a. am 01.05.2026 (H. Peitsch)
Im HRB der Seseke heute >5 Braunkehlchen und 4 Kiebitze einer davon brütend. Auf der Seseke schwamm eine Stockente mit ihren 11 Küken.
Im RRB-Bramey ein erster Neuntöter und am Sesekeweg in Höhe des Mergelbergwaldes zeigte sich ein Grauschnäpper.



Kreis Unna/Bönen: Habicht, Rotmilan, Grünspecht, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Kleiber, Heckenbraunelle, Schwalbenschwanz, Großer Fuchs, Faulbaumbläuling, Weiße Narzisse, Dolden-Milchstern, Englisches Hasenglöckchen, Sumpfdotterblume etc. am 27.-29.04.2026 (C. Rethschulte)














Unna/Soest: Steinschmätzer, Braunkehlchen, Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke, Aurora-Falter etc. am 26./27.04.2026 (C. Rethschulte)







Bergkamen, Höckerschwan, Buntspecht, Rohrammer, Graureiher,Reiherente, Haubentaucher,22.04. – 27.04.2026, ( Karl Heinz Lindemann )

Buntspecht in den Lippewiesen Werne – Bergkamen 22.04.2026 [ Foto Karl Heinz Lindemann )





Fröndenberg/Schwerte: Seidensänger, Austernfischer, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Schwarzstörche, Kuckuck, Teichrohrsänger, Rohrweihe, Flussuferläufer, Bekassinen, Baumpieper u.a. am 26./27.04.2026 (K.&A.Matull)
Gestern Morgen konnten auf der Kiebitzwiese zwei Schwarzstörche beobachtet werden (Beobachter: B. Nikula). Zudem rastete dort vormittags – ähnlich wie bereits einige Tage zuvor in den Schwerter Röllingwiesen – ein Austernfischer unterhalb des alten Aussichtshügels. Nach einem kurzen Bad und zwischenzeitlichem Abstreichen kehrte er zur Nahrungssuche auf die Grünflächen zurück, bis ihn das Erscheinen einer Rohrweihe schließlich zur Flucht in Richtung Westen veranlasste. Die Rohrweihe erbeutete in der Sichlerbucht Nahrung und brachte dabei 3 Bekassinen zum Auffliegen. Am alten Aussichtshügel ließ zudem kurzzeitig ein Teichrohrsänger seinen Gesang vernehmen – bei diesem Individuum dürfte es sich um einen klassischen Durchzügler handeln. Darüber hinaus führen 3 Graugans Familien insgesamt 13 Pulli (5,4,4).
Im NSG Mühlenstrang (Schwerte) herrschte reges Zuggeschehen: Neben diversen Grasmücken und rastenden Baumpiepern konnten dort 10 Braunkehlchen, etwa 3 Rohrammern, ein Steinschmätzer und ein Kuckuck beobachtet werden. Zudem brütet im Gebiet das Weißstorch-Paar. An der Ruhr ließen sich ein Flussuferläufer sowie ein rastender Teichrohrsänger feststellen, wobei Letzterer am Ufer sogar kurzzeitig seinen Gesang vortrug.
Das ornithologische Highlight bildete jedoch ein Seidensänger, der südlich der Ruhr ausdauernd sang.











Lünen:Austernfischer,Flussregenpfeifer am 27.04.2026 (A. Pflaume)
In der Lippeaue in Alstedde hielt sich heute an der großen Blänke ein Austernfischer auf. Am Ufer landeten auch zwei Flussregenpfeifer. Die dürften zu den Tieren gehören, die sich seit einiger Zeit auf dem ehemaligen Steag- Gelände auf der anderen Lippeseite aufhalten. Auf diesen riesigen Schotterflächen gibt es theoretisch genug Platz für zahlreiche Brutpaare.
Zugstau?
Vermutlich warten die Limis in Hemmerde das schlechte Wetter im Nordosten ab. Viele Limis auch in den Ruhrwiesen bei Holzwickede-Opherdicke (Bruchwasserläufer, Grünschenkel, Kampfläufer).

Unna: Rebhuhn am 25.04.2026 (H. Knüwer)
Manchmal passieren unglaubliche Dinge. Beim Fegen des Hinterhofes vom Wohngebäude in Lünern waren urplötzlich Rufe zweier sich nähernder Rebhühner zu hören. Sollten Nachbarn etwa eine Vogelstimmenplatte aufgelegt haben? Eher unwahrscheinlich. Ornithologen mit Klangattrappe waren auch nicht zu entdecken. Eine Nachsuche ergab dann eine neben dem Feuerwehrgerätehaus unter Forsythiensträuchern Schutz suchende Rebhuhnhenne. Auf ihr Rufen hin antwortete der Hahn vom Nachbargrundstück zwischen den Häuserzeilen. Wegen einer kleinen Mauer konnte die Henne nicht zum Hahn gelangen. Animiert durch die Rufe der Henne flog dann der Hahn, ebenfalls rufend, auf die Rasenfläche des Schulgeländes auf der gegenüberliegenden Straßenseite, somit praktisch vor der eigenen Haustür. Die Henne folgte ihm und überwand dabei geschickt den das Gelände umgebenden Metallzaun. Vermutlich war das Paar weiter entfernt aufgescheucht worden und landete in diesem für die Art ungeeigneten Lebensraum in der Dorfmitte von Lünern.
Unna: Massenansammlung von >300 Limikolen, darunter überwiegend Bruchwasserläufer; außerdem Dunkelwasserläufer, Grünschenkel, Säbelschnäbler, Braunkehlchen, Steinschmätzer und Kuckuck (Marvin Stahl)
In den Hemmerder Wiesen waren heute erstaunlich viele Limikolen zu sehen. Die Wasserflächen schrumpfen zusehends und legen dadurch natürlich wunderbare Flächen für hungrige Watvögel frei. In absteigender Reihenfolge: >267 Bruchwasserläufer (!), >23 Kiebitze (davon mind. 5 Pullis), 7 Grünschenkel, >6 Bekassinen, 6 Kampfläufer, 6 Flussregenpfeifer, >2 Waldwasserläufer, 1 Dunkelwasserläufer und weiterhin 1 Säbelschnäbler.
Außerdem hier >15 Schafstelzen, 6 Braunkehlchen, >4 Nachtigallen, 2 Steinschmätzer, 2 Klappergrasmücken, 1 Baumpieper, 1 Kuckuck und 1 Schwarzmilan.




Unna: Mauersegler am 24.04.2026 (M. und K. Setzer)
In Unna-Mühlhausen sind am 23.04.2026 die ersten Mauersegler eingetroffen. Sie haben direkt die Nisthilfen inspiziert, wie Aufnahmen aus einem kamerabestückten Kasten zeigen.

Ist das mein Kasten aus dem Vorjahr? (Kameraaufnahme K. Setzer, 24.04.2026)
Lünen/Werne/Bergkamen-Heil: Weißstorch, Kiebitz, Höckerschwan, Braunkehlchen, Kuckuck, Wiesenschafstelze, Bachstelze, Feldlerche, Grünschenkel, Gartenrotschwanz, Fitis, Dorngrasmücke,Wiesenpieper etc. 15. – 23.04.2026 (A. Steinweg)
Im Folgenden gebe ich Beobachtungen der letzen 10 Tage im Raum Lünen/Werne/Bergkamen-Heil wieder:
1. Zur Situation des Weißstorches:
In diesem Jahr scheint eine regelrechte Expansion stattzufinden. Alle mir bekannten Brutplätze sind besetzt, hinzu kommen Plätze, die seit Jahren nicht mehr besetzt waren. Dies ist einmal der Storchenmast in den Lippewiesen in der Nähe des Friedhofes Bergkamen-Heil sowie der Turm des denkmalgeschützten alten Spritzenhauses auf einer Hofanlage in Bergkamen-Heil. Neu ist ein Brutplatz am Ortsrand von Lünen-Wethmar. Dort wurde im letzten Jahr in einem Privatgarten (!) auf der ehemaligen Schützenstange eine Brutplattform errichtet, die in diesem Jahr direkt besetzt wurde. Außerdem habe ich in Selm-Bork (Altenbork) in einer Baumreihe einen Naturhorst auf einer abgestorbenen Pappel entdeckt.
2. Zur Situation des Kiebitzes in Bergkamen-Heil:
In der letzten Woche war ich sehr erfreut darüber, auf einer Brachfläche direkt neben dem Friedhof Bergkamen-Heil mehrere Kiebitzpaare anzutreffen, die Männchen mit deutlichen Revierflügen. Allerdings wunderte ich mich darüber, dass keine Gelege markiert waren. Ich bin davon ausgegangen, dass es mit dem Landwirt eine Absprache über einen spätere Bewirtschaftung der Fläche gibt.
Gestern dann der Schock: Als ich die Fläche erneut aufsuchte, war der gesamte Acker gegrubbert. Doch, welch Wunder, sämtliche Kiebitze waren noch auf der Fläche und ein Weibchen führte 4 Küken! Bei den anderen war dies nicht eindeutig zu erkennen, da sie sehr weit entfernt saßen. Andere verhielten sich so, als ob neue Nistmulden für ein Nachgelege angelegt würden. Ich werde die Angelegenheit mal mit der biologischen Station besprechen.
Auf der Ackerfläche waren außerdem noch mind. 30 Bachstelzen und 5 Wiesenschafstelzen bei der Nahrungssuche zu beobachten. In den westlich des Friedhofes gelegenen Wiesenflächen war gestern ein starker Braunkehlchen-Zug zu beobachten: Wie an einer Perlenschnur saßen die Braunkehlchen auf den Wiesenpfosten, es waren mind. 10. In den Hecken außerdem 2 Fitisse, 2 Dorngrasmücken und aus dem Weidengebüsch an der Lippe ein singender Gartenrotschwanz. In und über den Wintergetreideflächen 2 singende Feldlerchen, mehrere Wiesenschafstelzen, aufliegende Wiesenpieper und ein Kibitzpaar, das offenbar dort eine Brut versucht.
3. Beobachtungen Rieselfelder Werne:
In den Rieselfeldern waren letzte Woche 5 Weißstörche gleichzeitig zu beobachten, 3 hielten sich auf Nahrungssuche an der großen Blänke auf, ein Paar dagegen für mind. eine halbe Stunde auf dem Dach eines Hochsitzes, es kam zu Kopulationen, aber nicht zu Nestbauaktivitäten. Auf dem großen Flachwasserteich hat ein Höckerschwanpaar einen Bruthügel errichtet. Dort auch ein Grünschenkel. Außerdem im Gebiet: Kuckuck, Rohrammer (1/1), Wiesenpieper (10), Singdrossel (2), Wacholderdrossel (1).
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Bönen: Schwarzstorch, Grünschenkel, Mauersegler u.a. am 23.04.2026 (H. Peitsch)
Im HRB heute erwähnenswert: 4 Kiebitze davon einer brütend, 2 Flussregenpfeifer, 1 Grünschenkel und eine Graugansfamilie mit 6 Gösseln.
Über dem Kleykamp schraubte sich ein Schwarzstorch in die Höhe und wurde später über dem Mergelbergwald von einem Mäusebussard attakiert.
Am Abend sind „unsere Mauersegler“ wieder eingetroffen, gegen 19:30 Uhr erfolgte der erste Einflug in den Kasten.








