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Selm: Gebänderter Pinselkäfer ab 22.05.2020 (Uwe Norra)

Seit 22.05.2020 erfreuen mich täglich bis zu drei der recht seltenen Gebänderten Pinselkäfer (Trichius fasciatus) an den Margeriten an meiner Terrasse. Zweimal ist es dabei schon zu einer Übernachtung eines Exemplars auf einer Margerite gekommen. Erstaunlicherweise suchen sie schon früh am Nachmittag vor 17 Uhr ihren Schlafplatz auf und ich habe sie dann jedesmal bis nach Mitternacht beobachtet. Heute am 01.06.2020 waren es mal wieder zwei Exemplare gleichzeitig. Mein Einsatz mit einem Tütchen Blumensamen war dabei minimal. Und dann damit gleich so attraktivem Besuch zu dienen. Es wirkt stimmungsaufhellend auf mich, dass sie sich bei mir wohlfühlen.

Gebänderter Pinselkäfer auf Margerite am 22.05.2020 Foto: UweNorra

Selm: Flußregenpfeifer am 02.05.2020 (Uwe Norra, Thorsten Prall)

Ein Flußregenpfeifer im neu errichteten naturnahen Auenpark am Selmer Bach war mein Highlight beim birdrace 2020. Wegen der Corona-Pandemie galten diesmal Sonderregeln. Es konnten nur Einzelpersonen unterwegs sein, die sich jedoch zu virtuellen Teams zusammenschließen durften. So kamen Thorsten Prall und ich als Team „Lippegeier“ trotz Starkwind und heftigen Hagelschauern auf 77 beobachtete Vogelarten, was dem langjährigen Mittel entspricht.

Selm: Nilgans und Rostgans am 20.05.2020 (Uwe Norra)

Zum Spätnachmittag waren im neu errichteten naturnahen Auenpark des Selmer Bachs je ein Pärchen Rostgänse und Nilgänse zu beobachten. Interessanterweise zeigte die männliche Rostgans aggressives Revierverhalten und vertrieb die Nilgänse an den Rand der Feuchtfläche.

Rostganspärchen kurz vor Sonnenuntergang am 20.05.2020 Foto: Uwe Norra

Selm: erstes Weißstorch-Brutpaar, Nachtigall etc. am 06.05.2020 (Uwe Norra)

Zum späten Nachmittag gab es auf der Radtour Selm-Ternsche und Röhrweg erfreulicherweise 7 singende Nachtigallen. Zwei in Wäldchen neben dem Dortmund-Ems-Kanal, eine an der Bahnlinie Selm-Lüdinghausen, und gleich vier am Röhrweg. Neben einzelnen Bluthänflingen und Feldlerchen am Dortmund-Ems-Kanal leider keine Kiebitz-Feststellung in den Steverauen. Erfreulich, das erste Brutpaar des Weißstorches auf Selmer Gebiet melden zu können. Der Storchenmast wurde vor acht Jahren vom Heimatverein am Steverufer in Ternsche aufgestellt und ist jetzt bezogen. Der Weißstorch war bereits 1918 im Münsterland ausgestorben. 1991 hatte ganz NRW nur noch drei Brutpaare. Ab da ging es durch Schutzmaßnahmen wieder aufwärts. Für 2011 meldet die NABU homepage 77 Brutpaare. Und das LANUV teilte mir jetzt mit, dass in 2019 bereits wieder etwa 400 Brutpaare zu verzeichnen waren. Das bedeutet, der Bestand hat sich in den letzten acht Jahren verfünffacht!!!

das erste Weißstorch-Brutpaar auf Selmer Gebiet am 06.05.2020, Foto: Uwe Norra

Selm: Kiebitz, Feldlerche, Nachtigall, Klappergrasmücke etc. am 20.04.2020 (Uwe Norra)

Bei der Radtour Selm-Ternsche zum Spätnachmittag war der Vogelgesang wegen des recht starken Windes wenig ausgeprägt. Im Bereich Dortmund-Ems-Kanal und Steveraue ein Kiebitz, drei Schafstelzen, zwei Feldlerchen (eine davon singend) und zwei Bluthänflinge. In der näheren Umgebung des Ternscher Sees eine singende Nachtigall, eine Schwanzmeise, eine Nilgans, ein rufender Grünspecht und zwei Fasanenhähne. Im Turmfalken-Nistkasten am NABU-Trafohäuschen wird offenbar gebrütet. An der Funne singt eine Klappergrasmücke.

Selm: Nachtigall, Feldlerche am 17.04.2020 (Uwe Norra)

Kurz nach Mitternacht war von meiner Terrasse aus eine in der Ferne singende Nachtigall zu hören. Nachmittags bei der Radtour Selm-Ternsche sang im Sandforter Forst eine weitere Nachtigall. Am Dortmund-Ems-Kanal lediglich eine singende Feldlerche. Und in den Steverauen war heute kein Kiebitz festzustellen.

Selm: erkrankte Blaumeise am 14.04.2020 (Uwe Norra)

Eine erste erkrankte Blaumeise fand sich auf meiner Terrasse. Apathisch, aufgeplustert und mit verklebtem rechtem Auge saß sie neben der Vogeltränke. Sie war aber noch fit genug, um vor einer ankommenden Amsel wegzufliegen. Hab sie unter www.NABU.de/meisensterben gemeldet . 15.04.2020: Inzwischen habe ich von etwa einem halben Dutzend weiterer erkrankter und toter Blaumeisen in Selm erfahren.

erkrankte Blaumeise am 14.04.2020, Foto: Uwe Norra
erkrankte Blaumeise am 14.04.2020, Foto: Uwe Norra

Selm: untergepflügte Kiebitzbrut etc. am 12.04.2020 (Uwe Norra)

Kurz nach Mittag zur Radtoru Selm-Ternsche. Im Sandforter Forst singt eine Tannenmeise. Am Dortmund-Ems-Kanal ein rufender Grünspecht, eine singende Feldlerche sowie eine erste Schafstelze. Der Maisstoppelacker auf der Olfener Seite der Stever ist inzwischen gepfügt und damit ging eine Kiebitzbrut mit 4 Eiern verloren. Mind. 4 Kiebitze balzen hier weiter (bzw. wieder), teils auch auf der Selmer Seite der Stever. Östlich des Ternscher Sees eine weitere (männliche) Scafstelze, eine singende Misteldrossel sowie hier ebenfalls ein rufender Grünspecht. Abends fliegen die ersten Maikäfer.

Selm: Kiebitz, Feldlerche am 27.03.2020 (Uwe Norra)

Die heutige Radtour Selm-Ternsche wurde zur intensiven Suche nach Feldvögeln in den Bereich Röhrweg fortgesetzt. Am Dortmund-Ems-Kanal zwei oder drei singende Feldlerchen. In den Steverauen auf einmal sechs Kiebitze zusammen in der Luft. Das Rebhuhn konnte an den Beobachtungsstellen des Vorjahres (Kanalböschung und Röhrweg) in diesem Jahr noch nicht wieder festgestellt werden.