Heute bei meinem Nachmittagspaziergang durchs Hemmerder Schelk hatte ich ein Erlebnis, welches ich so schnell nicht vergessen werde. Direkt vor mit landete ein Großer Schillerfalter. Zunächst von weit weg mit 400 mm Tele dokumentiert. Dann aber wagte ich mich immer ein Stückchen näher. Schließlich ließ mich der Falter so nah heran, dass ich sogar mit dem Makro Aufnahmen machen konnte.
Großer Schillerfalter (Männchen) in seinen schönsten Farben direkt auf meinem Weg……am 21.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Derselbe Falter aus einer anderen Perspektive. Je nach Betrachtungswinkel und Sonneneinstrahlung verschwinden die blauen Farben und der Schillerfalter erscheint eher schlicht…….am 21.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Auf diesem Bild kann man an den linken und rechten Flügeln gut das Farbspiel erkennen. Die sogenannten „Schillerschuppen“ leuchten durch die Sonne blau……am 21.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Knappe 10 cm trennen uns nur. Auge in Auge mit einem der schönsten Schmetterlinge! Der Tierfotograf und Schriftsteller Bengt Berg hätte sicher ein neues Buch geschreiben:“Mein Freund, der Schillerfalter..“……….am 21.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Es sind nur wenige Waldgebiete im Kreis Unna, in denen der Vogelbestand über Jahrzehnte gut erforscht und dokumentiert wurde. Eines dieser Waldgebiete von Unna ist das Hemmerder Schelk an der Nordostgrenze Fröndenbergs, welches über Jahrzehnte von Bernhard Glüer „betreut“ wird. Wie es aber mit der Insektenwelt in unseren Wäldern des Kreises aussieht, ist nicht erfasst. Inspiriert durch die letzten Exkursionen in die Wälder in der „Nachbarschaft“ des Kreises Unna, wo man sich von den schönen Beobachtungen der Insekten am Wegesrand erfreuen konnte, habe ich beschlossen, einmal ein größeres Waldstück gezielt nach den „kleinen“ Lebewesen zu schauen. Meist bleiben diese unerkannt, wo sie doch gerade für unsere heimische Vogelwelt lebensnotwendig sind. Wir als Ornithologen sollten doch mal genauer hinschauen, wie es mit der Lebensgrundlage unserer gefiederten Freunde aussieht. Somit habe ich letzten Donnerstag beschlossen, mit der Erfassung der Insekten, Spinnen und sonstigen Kleinlebewesen im Waldgebiet des Hemmerder Schelks zu beginnen. Mein geplantes Projekt ist über genau 1 Jahr geplant, um alle Jahreszeiten mit deren Flug-und Aktivitätszeiträume der Insekten und Co. abzudecken. Dabei geht es mir nicht um die Anzahl der jeweiligen Tierart; vielmehr möchte ich einen Überblick über das breite Artenspektrum bekommen. Wie ich genau, diese Insektengruppen unterteile und dokumentiere, weiß ich noch nicht genau. Wahrscheinlich werde ich mich aber an der Dokumentation meiner jahrelangen Insektenerforschung der Kiebitzwiese und des Hammer Wasserwerkes orientieren. Schon die ersten 4 Tage im Schelk zeigten, wie umfangreich beim genaueren Hinschauen unsere Insektenwelt doch ist. Trotz Artenrückgang und Individuenabnahme habe ich einige unerwartete Beobachtungen an diesem Wochenende schon machen können. So konnte ich schon über 100 Insektenarten für das Untersuchungsgelände bestimmen. Oft ist eine Bestimmung für mich als Laie nicht einfach. So sitze ich an eine einzige Art manchmal einige Stunden, wo ich Fachliteratur wälze, im Internet recherchiere oder im Notfall die einzelnen Gruppen im sozialen Netzwerk um Bestimmungshilfe bitten muss. Manche Art kommt schließlich doch in den Ordner „unbestimmt“. Unterstützt bei den Begehungen des „Projektwaldes“ sowie bei den Bestimmungen werde ich von meinem Sohn Fabian. In Zukunft werde ich ab und zu von diesem Projekt auf der OAG-Seite berichten und mit Fotos den Lesern über den Stand der Arbeit sowie von der „Artenvielfalt“ informieren. Im Anschluss ein paar Eindrücke der ersten vier Tage!
Inmitten meiner roten Markierung liegt das Untersuchungsgebiet des Projekts: das Hemmerder Schelk……am 20.06.2020 Ganze 4 Tage hat es gedauert, bis ich endlich diese Belegfotos vom Großen Schillerfalters “ (Apatura iris) im Kasten“ hatte. Meist konnte ich ihn nur oben in den Baumwipfeln kurz fliegen sehen. Diese Art war bis jetzt der Höhepunkt der Beobachtungen….am 19.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Farbenprächtig und zugleich abschreckend für Fressfeine ist die Raupe vom Braunwurz-Mönch (Shargacucullia scrophulariae) ….am 16.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Er ist bis jetzt sicher die seltenste Käferart, die mir in den letzten 4 Tagen „über dem Weg“ lief: der Haarschildige Halsbock (Stictoleptura scutellata)….am 18.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Aber auch der Schwarzfleckige Zangenbock (Rhagium mordax) war mir bisher“ nicht untergekommen“….am 16.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Nicht schlecht staunte ich, als ich auf einer Kahlschlagfläche in einem Wurzelteller etwa 10 kunstvolle Röhren der Gemeine Schornsteinwespe (Odynerus spinipes) entdeckte. Inmitten eines Waldes hatte ich bisher diese Art noch nicht beobachten können. Während links noch fleißig an der Röhre im Eingangsbereich zur Brutkammer „gemauert“ wird, trägt auf dem oberen Bild eine Schornsteinwespe Nahrung für die Larven in die Brutkammer mit einem Ei. Bei der Nahrung für den Nachwuchs handelt es sich ausschließlich um Larven von Rüsselkäfern. Wo die Schornsteinwespe ihre Brutkammern anlegt, ist auch die Bunte Goldwespe (Chrysis viridula) oft zu finden (Bild unten). Sie lebt parasitisch von der Schornsteinwespe. Dabei gräbt sie die Brutkammern frei und legt ihr Ei an die Larve ihres Wirtes. Der dient nun wiederum als Nahrung für die Larve der Goldwespe….am 18.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Wo durch Kahlschläge der Waldboden ausgetrocknet und dadurch ein Trockenbiotop entstanden ist, fand ich den Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris….am 16.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Die Gelbe Raubfliege oder Gelbe Mordfliege (Laphria flava) jagt von einem Ansitz aus. Dabei kann sie wie hier mit ihrem kräftigen Rüssel sogar den Panzer von Weichkäfern durchbohren und das Opfer aussaugen…am 19.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Eine andere Raubfliegenart hat, wie viele Insekten auch, einen ungewöhnlichen oft lustigen Namen. Hier handelt es sich um einen Gemeinen Strauchdieb (Neoitamus cyanurus)…am 16.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Neben lustigen Namen ist es aber auch oft das Aussehen, das einem zum Schmunzeln bringt. Hier der Pinocchio in der Insektenwelt: ein Eichelbohrer oder Gewöhnliche Eichelbohrer (Curculio glandium)…..am 16.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Rekordverdächtig sind die Fühler dieser Gebänderten Langhornmotte (Nemophora degeerella) im Vergleich zu ihrem Körper…..am 16.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)Die Hellbraune Glasflügelwanze (Rhopalus subrufus) gehört sicherlich zu den farbenprächtigsten Wanzen, die ich bisher entdeckte…..am 19.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Einige Arten fallen schon von weitem auf. Nach ihnen braucht man nicht großartig suchen, wenn sie im Gebiet vorkommen, wie diese Distel-Bohrfliege (Xyphosia miliaria ….am 18.06.2020 (Foto: Gregor Zosel))
Bei einigen Arten braucht es keine aufwendige Zeit zur Bestimmung. wie bei diesem Plattbauchmännchen (Libellula depressa). Sie erkennt man oft schon sofort…..am 16.06.2020 (Foto: Gregor Zosel)
Heute konnte ich bei meinem Besuch des Hemmerder Schelks u.a. folgendes beobachten: 1 Wespenbussard, 2 Rotmilane, 1 singender Baumpieper, mehrere Buntspechte sowie 3 Kernbeißer im angrenzenden Rapsfeld. Außerdem standen einzelne Goldammern, Distelfinken, Grünfinken und Fitisse auf meiner Beobachtungsliste. Neben dem Wespenbussard war sicherlich der Große Schillerfalter heute das Highlight. Zu den Insektenbeobachtungen später mehr!
Wespenbussard im Hemmerder Schelk….am 19.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Leider habe ich den direkten Abflug verpasst. Nur noch eine Aufnahme vom abziehenden Wespenbussard….am 19.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Pech hatte ich auch, als ich zu spät einen aus einer Pfütze trinkenden Rotmilan erspähte. Denn als ich die Kamera bereit hatte, um diese seltene Beobachtung im Bild festzuhalten, flog er schon davon….am 19.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)So wie diese Goldammer, halten sich im Moment einige Kernbeißer, Grünfinken und Buchfinken in diesem Rapsfeld auf, um von den noch unreifen Schoten zu naschen….am 19.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Buntspecht auf der Überlandleitung am Hemmerder Schelk….am 19.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Am Samstag führte die Exkursion des „Ornithologischen Stammtisch Fröndenbergs“ vom Wanderparkplatz an der Bieberstraße ins nahe gelegene „NSG Luerwald und Bieberbach“ in der Nachbargemeinde Menden. An diesem Vormittag konnten die Teilnehmer/in u.a. 4 singende Waldlaubsänger, 1 singenden Baumpieper, 3 singende Goldammer, 1 Sperber sowie 9 (!) Rotmilane (über einer frisch gemähten Wiese) notieren. Interessant auch die Beobachtungen der „Kleinlebewesen“ am Wegesrand, worauf auch immer ein Augenmerk geworfen wird. Bei einer Nachlese von mir am Nachmittag brachte noch für das besuchte Waldstück 1 Neuntöter, 1 Kolkrabe sowie 3 Dompfaffe. Am Sonntag suchte ich dann das angrenzende Waldstück bei Holzen bzw. nördlich der L537 auf. An diesem Vormittag konnte ich u.a. weitere: 2 Waldlaubsänger, 2 singende Baumpieper, 5 Goldammern, 2 Schwarzspechte, 1 Gebirgsstelze, 1 Hohltaube, 5 Dompfaffe, 4 Kernbeißer (Familienverband?) sowie 1 Tannenmeise notieren. Auch an diesem Vormittag suchte ich nebenbei den Wegrand stichpunktartig nach Insekten ab.
Neuntöter im „Traditionsrevier „….am 11.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Bei unserer Exkursion bekamen wir lediglich Buntspechte zu Gesicht. Seltene Spechtarten blieben verborgen….am 11.06.2022 (Foto: Fabian Zosel)
Baumpieper auf seiner Singwarte am zweiten Tag….am 12.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Hier musste das Dach eines Hochsitzes als Singwarte für einen Baumpieper dienen…..am 11.06.2022 (Foto: Andre Matull)Bei den Tagfaltern waren sicherlich die etwa 20 Exemplare des Mädesüß-Perlmutterfalters (Brenthis ino) die seltesten Schmetterlinge….am 11.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Weitere Tagschmetterlinge: 1. Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus) links. 2. Waldbrettspiel (Pararge aegeria). rechts……am 11.06.2022 (Fotos: Gregor Zosel)….und noch: 1. Landkärtchen (links). 2. Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) (rechts)……am 11.06.2022 (Fotos: Gregor Zosel und Fabian Zosel)Zwei tagaktive Nachtfalter: 1. Rotkragen-Flechtenbärchen (Atolmis rubricollis) (links), 2. Braune Tageule (Euclidia glyphica) (rechts)……am 11.06.2022 (Fotos: Gregor Zosel und Harald Maas)Die kleinsten unter den beobachteten Schmetterlingen: 1. Urmottenart (Micropterix aruncella) mit einer Flügelspannweite von 5 mm (!) (links), 2. Heidekraut-Wurzelbohrer (Phymatopus hecta) (rechts)……am 12.06.2022 (Fotos: Gregor Zosel)Zwar noch keine fertigen Schmetterlinge, dafür von den Farben teilweise genauso schön anzusehen: 1: Schlehen-Bürstenspinner (Orgyia antiqua) (links) 2.Brauner Bär (Arctia caja) (rechts) ……am 11.06.2022 (Fotos: Fabian Zosel)Weitere Raupen: 1. Gelbleib-Flechtenbärchen (Eilema complana) (links). 2. Grasglucke (Euthrix potatoria) (rechts) ……am 11.06.2022 (Fotos: Fabian Zosel)Auswahl an beobachteten Käfern: 1. Auswahl an beobachteten Käfern: 1.Kleiner Schmalbock (Stenurella melanura) (links), 2: Gefleckter Schmalbock (Rutpela maculata) (rechts)……am 11.06.2022 (Fotos: Gregor Zosel und Harald Maas)Weitere Käfer: 1: Rüssel-Rotdeckenkäfer (Lygistopterus sanguineus) (oben), 2: Wasserminzen-Blattkäfer (Chrysolina polita (links), 3: Blauer Erlenblattkäfer (Agelastica alni) (rechts) ……am 11.06.2022 (Fotos: Harald Maas)Verschiedene Insektenarten: 1. Flicken-Schlupfwespe (Ichneumon sarcitorius) (links), 2. Halmwespe (Calameuta filiformis) (rechts), 3. Pflanzenwespe (Arge enodis) (unten)……am 11.06.2022 (Fotos: Fabian Zosel und Harald Maas).Weitere Insekten: 1. Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) (links), 2. Eichen-Schmuckwanze (Rhabdomiris striatellus) (rechts)……am 11.06.2022 (Fotos: Harald Maas und Gregor Zosel))Die schönsten Spinnen am Exkursionstag: 1. Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) (links), 2. Eichblatt-Radspinne oder auch Eichblatt-Kreuzspinne genannt )Aculepeira ceropegia) (rechts)……am 11.06.2022 (Fotos: Fabian Zosel)Weitere Spinnen: 1. Herbstspinne unbestimmt (Metellina spec.) (links), 2. Wolfspinne unbestimmt mit Kokon (Pardosa spec.) (rechts)……am 11.06.2022 (Fotos: Gregor Zosel und Harald Maas).Waldeidechse beim Sonnenbad…..am 11.06.2022 (Foto: Fabian Zosel)
Bienenragwurz direkt am Wanderweg…..am 11.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Knapp 1 km hinter der östlichen Fröndenberger Stadtgrenze beginnt das Wickeder Waldgebiet des Echthauser Bergs mit angrenzenden NSG „Wälder am Mühlenbach“. In den 3 Tagen konnte für dieses weitläufige Gebiet u.a. folgendes notiert werden: 1 Grauspecht, 1 Schwarzspecht, ungezählte Buntspechte, 2 singende Waldlaubsänger, 2 Grauschnäpperreviere, 1 Kolkrabe, 1 Hohltaube, 1 Gebirgsstelze, 1 Eisvogel, 2 Kernbeißer (1 Ex. singend), mehrere Dompfaffe, ein Schwanzmeisenverband, 1 Sperber sowie 1 Rotmilan. Highlight war sicherlich die Beobachtung von gleich 3 Hirschkäfern. Durch eine Hornisse aufmerksam gemacht, die zu ihrem Nest in eine Eiche flog, entdeckten wir direkt am Einflugsloch die 3 Hirschkäfermännchen. Neben der Beobachtung der Vogelwelt galt es auch die Insekten und „Kleinlebewesen“ am Wegesrand grob zu erfassen.
Blick vom Echthauser Berg. In diesem Waldgebiet konnten wir an den drei Tagen schöne Beobachtungen machen…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Grauspecht auf einer alten Eiche…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Von hier oben ging dieser Grauschnäpper auf Insektenjagd…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Zwei Hirschkäfermännchen an einem Eichenstamm direkt über dem Einflugsloch zum Hornissennest. Deutlich sind der Größenunterschied der Käfer und die unterschiedliche Entwicklung der „Geweihe“ zu erkennen. Bei dem kleineren Hirschkäfer handelt es sich um einen sogenannten“ Hungermännchen“. Durch die schlechte Ernährung der Larven in den 3-8 Jahren, wo sie unter der Erde leben, sind diese „unterentwickelt“…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Er war sicherlich der Chef im Ring! Prachtvolles Hirschkäfermännchen…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Ein dritter Käfer am Baumstamm im Moos. Das kleine Loch im Rückenpanzer könnte er sich bei einem Kampf mit einem stärkeren Männchen zugezogen haben…….am 06.06.2022 (Foto: Fabian Zosel)Weitere beobachtete Käfer von oben nach unten: 1. Feldsandlaufkäfer. 2: Rüssel-Rotdeckenkäfer (Lygistopterus sanguineus). 3. Gefleckter Schmalbockkäfer (Rutpela maculata)……am 06.06.2022 (Fotos: Fabian u. Gregor Zosel)Leider gelang mir nur dieses eine Foto vom Zottigen Rosenkäfer (Tropinota hirta) mit dem Teleobjektiv. Bei der Annäherung mit dem Makroobjektiv flog der Rosenkäfer laut brummend davon…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Unter den beobachteten Schmetterlingen waren auch von oben nach unten: 1. Mauerfuchs. 2. Rostfarbiger Dickkopffalter. 3: Waldbrettspiel…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Entlang der Weges entdeckten wir auch viele Nachtfalterarten: oben:1. Moorwald-Adlerfarnspanner (Petrophora chlorosata). unten: 2. Achateule (Phlogophora meticulosa). rechts: 3. Johanniskrautwickler (Lathronympha strigana)…….am 06.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Weitere Nachtfalterarten: links: 1. Eichenwickler (Tortrix viridana). rechts: 2. Pantherspanner (Pseudopanthera macularia). unten: 3. Pupurroter Zünsler (Pyrausta purpuralis)…….am 06.06.2022 (Fotos Fabian u. Gregor Zosel)Auch einige Raupen standen auf der Beobachtungsliste. Farbenfroh ist die Raupe des Schlehen-Bürstenspinners (Orgyia antiqua). Die Raupe des Tagpfauenauges ist Beute von den Roten Waldameisen geworden…….am 06.06.2022 (Fotos Fabian u. Gregor Zosel)Die Schlupfwespe (Coleocentrus excitator) beindruckt, auch wenn sie keinen deutschen Namen erhalten hat, durch ihre beachtliche Größe (oben). Die Raupenfliege (Cylindromyia bicolor), ebenfalls ohne deutschen Namen, legt ihre Eier jeweils in eine Baumwanze, wo die Larve sich dann parasitisch ernährt und den Wirt von innen auffrisst (Mitte). Häufig und überall anzutreffen war die Skorpionsfliege (unten)……am 06.06.2022 (Fotos Fabian u. Gregor Zosel)Blauflügel-Prachtlibelle am Mühlenbach……am 06.06.2022 (Foto: u. Gregor Zosel)Spinnen am Wegesrand: Veränderliche Krabbenspinne im Sumpfvergissmeinnicht. Die Wolfsspinne trägt ihren Nachwuchs auf dem Rücken spazieren…..am 06.06.2022 (Fotos Fabian u. Gregor Zosel)Die Kokons der Großen Feenlämpchenspinne (Agroeca brunnea) sind wahre Kunstwerke. Diese nachtaktive Spinne webt ihren Eikokon in der Form eines „umgestülpten Weinglases“, welcher auch als Feenlämpchen bekannt ist. In derselben Nacht, spätestens in der Folgenacht, wird der Kokon mit Erde „getarnt“. …..am 06.06.2022 (Foto: u. Gregor Zosel)
Im Bereich des Ruhrtalradweges an der renaturierten Ruhr in Wickede zwischen den beiden Wehranlagen konnte ich mindestens 3 Neuntöterreviere eingrenzen. In 2 Reviere jeweils ein Männchen, im dritten Revier ein Paar. Möglicherweise noch 1 Revier im abgesperrten Bereich. Hier 1 Männchen auf dem Zaun (es könnte sich aber auch um das Männchen aus dem südlichsten Revier handeln).
Neuntöter am Ruhrtalradweg nahe der renaturierten Ruhr in Wickede…..am 04.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Neuntöterpaar auf dem mobilen Weidezaun…..am 04.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Graureiher inmitten der Schafherde auf den Ruhrwiesen…..am 04.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)Blutbär am Wegesrand…..am 04.06.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Nachdem Falko Prünte gestern im Ölmühlental in einem „alten“ Neuntöter-Traditionsrevier eine männlichen Neuntöter entdeckte, habe ich mich heute zum x-ten Male auf meiner morgentliche Gassirunde in die Feldflur zwischen Waldgebiet Wilkenhige und der Straße „Am Steinbruch“ begeben, um das dortige jahrelang besetzte Neuntöterrevier abzusuchen. Heute wurde ich fündig. Zweimal konnte ich einem männlichen Neuntöter, von einem Busch jagend, beobachten. Somit sind wir bisher auf beachtliche 17 besetzte Neuntöterreviere in Fröndenberg. Und die Suche geht die Tage weiter………!
Heute bei der Suche nach weiteren besetzten Neuntöterreviere im Osten Fröndenbergs wurde ich fündig. 1 Männchen entdeckte ich im „NSG Wulmke“ und 1 weiteres Männchen im Warmer Löhen nördlich der Bahnlinie. Das im „NSG Obergraben westlich Wickede“ von Marvin Lebeus gemeldete Neuntötermännchen kann ich auch für heute bestätigen. Nördlich von Bentrop 1 singender Gelbspötter. Im Warmer Löhen 2 adulte Kiebitze, die einen Mäusebussard angriffen, um ihre Jungen zu beschützen. Jungvögel konnte ich aber leider im rasch wachsenenen Maisfeld nicht entdecken.
Heute habe ich für die Fröndenberger Neuntöterkartierung die „Ruhrauen“ Altendorfs aufgesucht. Hier konnte ich (auch Dank der Vorarbeit von Marvin Lebeus) erfreuliche 6 besetzte Neuntöterreviere festmachen, was für dieses Gebiet neuer Rekord darstellt. Die damaligen Heckenanpflanzungen mit deren Grünstreifen und Wiesen tragen nun Früchte mit vielen heckenbewohnenden Singvögeln. Außerdem konnte ich hier zwischen Dellwiger Kuhbrücke und Schoofbrücke u.a. folgendes beobachten: 1 Kuckuck, 2 Gelbspötterreviere, 7 singende Dorngrasmücken, 4 Sumpfrohrsängerreviere, 3 Goldammerreviere, 1 Klappergrasmücke singend, 2 singende Feldlerchen, 1 Eisvogel sowie auf der Südseite der Ruhr (Drüpplingsen) 2 Kolkraben laut rufend über dem Wald. Auf der Ruhr an der Kuhbrücke insgesamt 6 Haubentaucher, wobei ein Paar mit dem Nestbau beschäftigt war (in Höhe des Campingplatzes). Auf dem „Campingplatz Abbabach“ bei Iserlohn/ Drüpplingsen haben die Weißstörche nun auch Jungvögel im Nest. Leider konnte ich nur von weitem das Nest mit Altvogel beobachten, da die Storchenplattform direkt auf dem nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Campingplatz liegt. Aber ein Dauercamper hat mir auf seinem Handy aktuelle Fotos vom Storchennachwuchs gezeigt, wo deutlich 2 Pulli zu erkennen sind.
Direkt über mir am Ruhrtalradweg hat dieser Neuntöter „gesungen“……am 28.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Neuntöter in einem Heckenrevier in den Altendorfer Ruhrwiesen…..am 28.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Neuntöter als Wächter des Schlosses…..am 28.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Auch die Dorngrasmücken sind in diesem Jahr überall gut vertreten…..am 28.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Haubentaucherpaar beim Nestbau am Nordufer der Ruhr…..am 28.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Auf dem „Campingplatz Abbabach“ hat auf den Stümpfen dreier alten Fichten der Weißstorch seinen Horst errichtet. Seit wenigen Jahren ist er nun hier Brutvogel. Von der Dellwiger Kuhbrücke aus hat man einen Blick auf das Nest,…..am 28.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Heute am Vormittag hielt sich wieder eine weibliche Schellente auf der Ruhr Höhe Hindenburg Hain auf. Von hier oder vom Obergraben aus bei Sonnenaufgang schon ein rufender Kuckuck.
Schellente zusammen mit einzelnen Reiherenten auf der Ruhr am Hindenburg Hain am 23.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Heute konnte ich an den Oeseteichen u.a. folgendes beobachten: 2 Flussregenpfeifer, mind. 3 Schnatterenten, mind. 29 Reiherenten, 2 Rostgänse, 4 Kanadagänse + 4 Pulli, ca. 30 Blässralle + 5 Pulli (+ brütende Ex.), mind. 3 Teichrallen, mind. 3 Zwergtaucher, 2 Höckerschwäne, 1 Silberreiher, 1 Graureiher, 4 Kormorane, 1 Eisvogel, eine Schwanzmeisenfamilie mit 6 Ex. (davon mind. 2 dj.), 2 singende Grünfinken, 2 Dompfaffe (1:1), 1 singende Rohrammer, 4 singende Sumpfrohrsänger (alle entlang der Oese), ca. 30 jagende Mauersegler sowie ca. 20 jagende Rauchschwalben. Bei der anschließenden Wanderung durch die Wälder rund um den angrenzenden Haunsberg notierte ich u.a. 2 singende Waldlaubsänger, 3 singende Baumpieper sowie 1 Neuntöterpaar. In beiden Gebieten viele Dorngrasmücken und Buntspechte (siehe ornitho.de).
Blick auf den „oberen“ Oeseteich……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Frühmorgens traf ich 2 Flussregenpfeifer am unteren Oeseteich an. Später liefen in diesem Bereich viele Besucher bis ans Wasser und einige ließen sogar ihre Hunde im Wasser schwimmen. Somit fällt dieser interessante Uferabschnitt als ein möglicher Flussregenpfeiferbrutplatz weg……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Zwergtaucher in seinem Revier……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Kanadagans mit Pulli beim Sonnenaufgang……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Rohrammer an der Flutmulde an der Oese……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Neuntöter in einem Revier auf einer Kahlschlagfläche mit hochkommenden Bewuchs……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Waldlaubsänger im dichten und dunklen Laubwald am Haunsberg……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Feldsandlaufkäfer auf einem sonnenbeschienenen Waldweg……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Weibchen des Kleinen Schmalbockkäfes (Stenurella melanura) am Wegesrand……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Weibchen desIm Wald entdeckte ich heute u.a. auch folgende Schmetterlinge: 1. Gelbfleckiger Dickkopffalter 2. Landkärtchen 3. Pantherfalter……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)1. Einzelne Aurorafalter in den feuchten Waldabschnitten. 2. ein Distelfalter in einem Weißkleebestand. 3. Erfreulich heute viele Kleine Füchse……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Rund um die Oeseteiche: 1 Blauflügelige Prachtlibelle 2: Paarungsrad des Großen Blaupfeils 3. frühe Adonislibelle……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)1. Gemeine Becherjungfer und 2. Kleine Pechlibelle……am 22.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Heute nach der gestrigen Unwetterfront, die an Fröndenberg vorbeigezogen ist (Regenmenge: 4,3 mm im Hammer Wasserwerk gemessen), habe ich heute ab Sonnenaufgang den östlichen Teil der Kiebitzwiese aufgesucht. Dabei konnte ich u.a. folgendes beobachten: 2 Flussregenpfeifer (balzend auf dem neuen zukünftigen Aussichtshügel), 5 Weißstörche (2 adulte + 3 Pulli), 1 Silberreiher, mind. 7 Schnatterenten, 17 Reiherenten, 2 Blässrallen, 2 Rostgänse, 4 Nilgänse mit 2 Pulli, 8 Graugänse mit mind. 17 Jungvögel (4 Familien), 3 Kanadagänse, 6 Höckerschwäne (3 Paare), 1 Eisvogel, 1 Kuckuck, 4 Neuntöter (3:1, 1 M in Sperrzone, 2 M+1 W am Flößergraben), mind 4 singende Sumpfrohrsänger sowie 1 Schwarzmilan.
Im/am angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 1 Schnatterente, 6 Reiherenten, 29 Nilgänse mit 6 Jungvögel, 10 Graugänse mit 3 Pulli, 14 Kanadagänse mit 11 Jungvögel, 2 männliche Neuntöter (1 M im Ostteil sowie 1 M im Eingansbereich), 1 singender Sumpfrohrsänger, 2 Hausrotschwäne (1:1), 6 Wacholderdrosseln futtersammelnd sowie nicht gezählte Ufer- und Mehlschwalben.
Im Warmer Löhen mind 3 Kiebitze + mind. 1 Pulli (im hohen Maisfeld auch wegen großer Entfernung nicht gut einsehbar). hier auch 2 jagende Rotmilane.
Kuckuck fliegt von der Kiebitzwiese zum Mendener Ententeich……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Sumpfrohrsänger am Ruhrdamm……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Kormoran an der Rammbachmündung……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Neuntöter im Traditionsrevier im Hammer Wasserwerk. Auch in der Sperrzone der Kiebitzwiese konnte ich heute einen männlichen Neuntöter entdecken……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Weißstörche mit Jungvögel auf Horst……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Graugansfamilie am Aussichtshügel……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Steiler Abstieg ins Filterbecken im Wasserwerk. Nicht ganz einfach für die Kanadagansfamilie, wenn man nicht ins rutschen kommen will……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Scharlachroter Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea) auf der Kiebitzwiese……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Gemeiner Weichkäfer (Cantharis fusca), einer von zwei Weichkäferarten, die ich heute entdeckte……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Birken-Faulholzmotte (Eratophyes amasiella) am Aussichtshügel. Für mich eine neue Schmetterlingsart für die Kiebitzwiese……am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Minimiermotte (Ethmia quadrillella) am Wegesrand im NSG…..am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Auch der Spreizflügelfalter (Anthophila fabriciana) hat keinen deutschen Namen…..am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Gut versteckt zwischen den Blättern und Halmen war diese Raupe der Grasglucke (euthrix potatoria)….am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Wenn die Sonne zwischendurch rauskam, flogen auch einige Libellen, hier eine Gebänderte Prachtlibelle….am 21.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)
An der Hönnemündung haben die Wasseramseln erfolgreich gebrütet. Zumindest 1 dj. Jungvogel konnte ich mit 2 Altvögel in diesem Bereich beobachten. Vom Bösperder Bahnhof bis zum Abtissenkamp entlang der Bahnlinie zählte ich heute 3 Sumpfrohrsängerreviere. Am Fröndenberger Kanuclub sowie im Himmelmann Park am Weiher je ein weiteres Sumpfrohrsängerrevier. An den letzten 3 Tagen 2 Eisvögel im Himmelmann Park entweder am Weiher oder an der Ruhr.
Wasseramsel im Hönnemündungsbereich……am 19.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)Diesjährige Wasseramsel an der Hönne……am 19.05.2022 (Foto: Gregor Zosel)