Am 17.07.22 balzte ein Wespenbussard über dem Schlosspark Schwansbell in Lünen. Ob er in der näheren Umgebung brütet, ist unklar.



Am 17.07.22 balzte ein Wespenbussard über dem Schlosspark Schwansbell in Lünen. Ob er in der näheren Umgebung brütet, ist unklar.



Die Kontrolle des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde zwischen Unna-Hemmerde und Fröndenberg-Strickherdicke in der Nacht vom 21. auf den 22.06.2022 auf Wachtelkönige und Wachteln verlief leider ergebnislos. Auch die bereits in den letzten Wochen festgestellten Rufer konnten nicht mehr bestätigt werden.
Die kürzeste Nacht des Jahres blieb auch darüber hinaus sehr still: lediglich einige Sumpfrohrsänger sowie mindestens zwei junge Waldohreulen an der Bahnlinie bei Unna-Lünern und eine Waldohreule im Bereich der alten Ziegelei in Fröndenberg (Mitbeobachter dort Harald Maas) riefen. Dafür leuchteten einige Glühwürmchen im Hemmerder Ostfeld und an der B1 nördlich Hemmerde die Ackerränder aus.
Unna-Königsborn: Am 21.Juni 2022 mehrmals am Tage ein Junges einer Waldohreule, gegen 17.30 Uhr auch ein Alttier gesichtet. Das Jungtier erfreut uns mit seinen Rufen (klingt wie eine quietschende Schaukel) seit ein paar Tagen.


Am Freitag Abend war ich auf dem Rückweg von der Kiebitzwiese, dort konnte ich sehen, wie drei Kiebitze eine Krähe verjagten. Dies war auf der Wickeder Str. kurz vor Wickede. Zwei konnte ich fotografieren, einen im Flug und einen im Feld. Als sich die Aufregung gelegt hatte, konnte ich geschätzt 5-6 Kiebitze rufen hören.



Abends zwei Kraniche über der Innenstadt nach Norden.
Während der ersten nächtlichen Kontrolle des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde im Kreis Unna rief im Hemmerder Ostfeld hart an der Kreisgrenze sowie zwischen Westhemmerde und der B1 jeweils ein Wachtelkönig.
Seit gestern hält sich in Unna-Mühlhausen wenige Hundert Meter von dem letztjährigen Fundort eines Rotschwanzhybrids in Uelzen entfernt ein Rotschwanz auf, der in Aussehen, Gesang und Verhalten dem von Hermann Knüwer am 14.05.22 in Lünern gemeldeten Rotschwanz entspricht. Phänotypisch überwiegend Gartenrotschwanz, Gesang gemischt, Verhalten (Singwarten) wie Hausrotschwanz.
Bei meiner Runde um die Kiebitzwiese wurde ich im östlichen Teil des Gebietes am 12.05.2022 um 10.20 Uhr von einem hier bis dahin nicht beobachteten Reiher überrascht. Bis ich realisiert hatte, dass es sich dabei nicht um einen Graureiher, sondern einen mit bräunlichem Gefieder handelt, hatte dieser leider schon einen ordentlichen Abstand aufgebaut. Trotzdem konnte ich diesen zumindest dokumentarisch fotografieren: Ein Purpurreiher – ich vermute auf der Durchreise.


Vor Jahren von Schulkindern gebastelt und bemalt, hängt dieser Nistkasten in unserem Garten. Farblich top aktuell. Im übrigen derzeit bewohnt von Blaumeisen. Farblich passend. Ob sie aus der Ukraine stammen? Egal, die gelb blühenden Rapsfelder unter blauem Himmel werden Wladimir Putin auch nicht gefallen.

Selm-Bork: Eine Verpaarung konnte am 29. April beobachtet werden. Am 03. Mai dann saß erstmals ein Weißstorch im Nest, zuvor standen sie immer. Tagsüber ist das Nest allerdings manchmal stundenlang unbesetzt. Man kann nur hoffen, dass die Konstruktion des Nestes auch standhält.





Fröndenberg-Ardey: Den dritten Tag in Folge meldet sich in unserem Garten eine Klappergrasmücke.
Bergkamen-Heil: Am 29.04.22 im NSG Disselkamp (Lippeaue von Werne bis Heil) 22 (!) rastende, nahrungssuchende Weißstörche.
Es geht doch weiter – heute als Pärchen: der Weißstorch in Selm-Bork war zwar seltener zu sehen, baute aber stetig weiter. Seit heute Morgen ist ein Zweiter auf dem Horst zu sehen, beide beklappern sich und tragen weiter Material ein. Da bin ich mal gespannt, wie es wird.




Ich habe soeben ein Sperbermännchen bei uns in Werl-Nord fotografieren können. Kein besonders gutes Foto, aber man erkennt’s. Wahrscheinlich ist das kein ungewöhnliches Phänomen. Kann mir vorstellen, dass Biogasanlagen / Monokulturen im Feldanbau / Insektensterben / Vögelsterben diese Entwicklung begünstigen. Denn Singvögel sind hier – gefühlt – reichlich vorhanden. Dazu liest man als Erstes, dass er ein Kulturfolger sei. Trotzdem witzig, dass ihn ein paar Bäume im Garten zum Brüten ausreichen.

Für vier Tage konnte ich als Besucher aus Jena/Thüringen (und eigentlich als Helfer einer Veranstaltung im Förderturm Bönen) die Vogelwelt im näheren Umkreis von Bönen beobachten. Schon bei der Anreise am 21.04. beäugte in der Nähe des Holzplatzes ein Jagdfasan-Hahn aus nächster Nähe unser Auto und dies sollte nicht der letzte der folgenden Tage sein. Noch am Abend, kurz vor Sonnenuntergang nutzte ich die Gelegenheit, um das nahegelegene Rückhaltebecken der Seseke zu besuchen. Dort konnte ich unter anderem beobachten: ca. 18 Graugänse, unter denen mindestens zwei sehr helle Individuen, wahrscheinlich Hybriden mit domestizierten Gänsen zu sehen waren, 14 Kanadagänse, 2 Nilgänse, 2 Schnatterenten, 2 Krickenten, mindestens 4 Stockenten, 3 Ringeltauben, 2 Kiebitze, 1 Graureiher, ca. 5 Rauchschwalben, 1 Bachstelze, 4 Bluthänflinge, 8 Stieglitze, 1 Goldammer, 1 Rohrammer. Auf dem Rückweg, noch vor der Bahnlinie waren aus dem Wäldchen unter anderem Mönchsgrasmücken, Fitisse und Zilpzalpe zu hören.
Am nächsten Vormittag folgte dann mein erster Ausflug zu den Hemmerder Wiesen, wo die Vielfalt an zu beobachtenden Vögeln noch größer war. So war zunächst noch aus der Ferne ein rastender Silberreiher zu sehen, der aber später verschwunden war und bereits kurz nach meiner Ankunft flogen 8 Weißstörche ein, die später unter anderen die anwesenden Blässhühner zu verscheuchen versuchten. Zudem gehörten zu den beobachteten Vogelarten: mindestens 10 Graugänse, mindestens 18 Höckerschwäne, mindestens 44 Nilgänse, 2 Rostgänse, 1 Höckerschwan, 1 Löffelente, 4 Krickenten, 2 Flussregenpfeifer, 1 Rohrweihe (männlich), 1 Schwarzmilan, 1 Feldschwirl, 2 Schwanzmeisen, 2 Gartenrotschwänze, 1 Stieglitz und 1 Goldammer. Kurz vor meiner Abfahrt drehte auch noch ein Rotmilan ein paar Runden über den Wiesen.
Am Nachmittag des 22.04. folgte ein weiterer Besuch des Rückhaltebeckens, dort waren die Kiebitze etwas näher zu beobachten, da zwei von ihnen auf der Wiese im süd-östlichen Teil nach Futter suchten und vom Weg aus gut zu sehen waren. Neben den bereits am Vortag zu sehenden Arten fiel dieses mal 1 Flussregenpfeifer, 1 Silberreiher, 1 Pieper (Wiesenpieper?) und mindestens 4 Mehlschwalben, die sich zu den Rauchschwalben gesellt hatten, auf. Zudem waren dieses Mal zwei Rohrammern (wahrscheinlich ein Pärchen) zu sehen, die gemeinsam durch das trockene Schilf flogen.
Am Samstag, 23.04. gesellte sich noch ein ebenfalls ornithologisch interessierter Bekannter aus Greiz/Thüringen zu meinen Beobachtungen. Am Rückhaltebecken war dieses Mal nur sehr wenig zu sehen, wahrscheinlich hatten einige Vögel aufgrund des Winds eine etwas geschütztere Zuflucht gesucht. Daher sind wir relativ schnell weiter zu den Hemmerder Wiesen gefahren. Hier konnten wir im Gegensatz zum Vortag nur noch eine Rostgans entdecken. Ein Schwarzmilan wurde von mehreren Kiebitzen gehasst, später sahen wir noch zwei Schwarzmilane gleichzeitig, von denen einer einen wohl zum Nestbau angedachten Zweig trug. Gegen 12 Uhr wurden wir auf einen Schwarzstorch aufmerksam, der nördlich des NSG in großer Höhe von West nach Ost zog. Ein einzelner Weißstorch flog gegen 12:35 ein und landete. Die Beringung konnte auf den Fotos leider nicht abgelesen werden. Weitere Beobachtungen waren unter anderem: 4 Mäusebussarde, 1 Sperber (auf dem gesperrten Weg am Ende des NSG sitzend), 3 Schafstelzen, 1 Goldammer, 7 Stieglitze, 1 überfliegender Kormoran, 1 Graureiher und erneut die 11 Kampfläufer. Nicht mehr zu sehen waren die Flussregenpfeifer, jedoch befand sich an nahezu gleicher Stelle am Anfang des NSGs auf Höhe der Schranke eine weitere Limikole, die aber aufgrund der Entfernung und des starken Hitzeflimmerns nicht genauer bestimmt werden konnte. Sehr fotogen präsentierten sich noch diverse Mönchsgrasmücken, Zilpzalpe und Bluthänflinge in und auf den Büschen entlang des Weges.














