Bei einem Besuch des Elsebachtals in Schwerte am 29.08. präsentierte sich der gleichnamige und für das Gebiet charakteristische Bach weiterhin komplett ausgetrocknet. Beobachten ließen sich hier u. a. 4 nahrungssuchende Grauschnäpper, 2 Kolkraben sowie eine südwestwärts ziehende Rohrweihe.
Tags darauf (30.08.) auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. 7 Waldwasserläufer und 9 Bekassinen, die durch eine diesjährige Rohrweihe aufgescheucht wurden.
Frühmorgens am 02.09. im Schwerter Ruhrtal westlich vom Gutshof Wellenbad u. a. eine Schlafplatzauflösung von >374 überfliegenden Gänsen, überwiegend Graugänse, sowie 2 dicht aufeinanderfolgende, flussabwärts streichende Flussuferläufer. Ebenda eine südwestwärts ziehende männliche Rohrweihe und 3 in westliche Richtung ziehende Wespenbussarde. Auf der Röllingwiese in Schwerte u. a. 7 Flussuferläufer und eine weitere Rohrweihe.
Südlich der Ruhr im NSG Mühlenstrang wurde nach mehrwöchiger Pause erneut der Seidensänger singend gehört. Das Territorium gilt bislang als reines Gesangsrevier. Hinweise auf eine Verpaarung oder ein Brutgeschäft fehlen, sind aber wegen der heimlichen Lebensweise der Art und des unübersichtlichen Geländes nicht völlig ausgeschlossen. Spannend bleibt, ob der Vogel hier überwintert. Da die Ruhr meist eisfrei bleibt und Seidensänger in Mitteleuropa als standorttreu gelten, wäre eine Grundvoraussetzung gegeben. Ein Verbleib hängt jedoch auch stark vom Erhalt der dichten Ufergehölze ab. Vorschnelle Pflegemaßnahmen der Gewässerunterhaltung könnten diese lebenswichtigen Deckungs- und Nahrungsstrukturen zerstören, worauf die Art äußerst sensibel reagiert.
Anders als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt gelang im NSG Mühlenstrang (Schwerte) kein Nachweis rastender Braunkehlchen – nahrungsbedingt scheinen sich Rastspitzen auf ganz bestimmte Hotspots zu konzentrieren (wie etwa Rapsstoppelfelder; siehe dazu auch die gestrige Meldung von B. Glüer). Zu beobachten waren im NSG Mühlenstrang bis zu 15 Zilpzalpe, teilweise mit Herbstgesang, sowie immer wieder durchziehende und rufend einfallende Baumpieper.
Interessant war dafür der gestrige Tag (03.09.) auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg: Neben einem rastenden Blaukehlchen zeigten sich dort immerhin auch mindestens 2 Braunkehlchen, 3 diesjährige Neuntöter sowie ein Sperber mit Beute.






