In den Hemmerder Wiesen noch immer (flugunfähiger) Kiebitznachwuchs. Drei > 3 Wochen alte Küken, die vermutlich aus einem Nachgelege stammen, das auf einem benachbarten Maisfeld am 20.05. markiert und anschließend vom Landwirt bei der Feldarbeit umfahren worden war. Derzeit werden sie noch auf der südlichen NSG-Fläche nahe dem Aussichtshügel von den Elternvögeln betreut. Dass sogar dieses Gelege erfolgreich war und nach dem Schlupf und Umzug ins Kerngebiet wohl noch vom Schutz des E-Zaunes profitiert haben dürfte, ist ein schöner Erfolg.
Nur bedingt erfreulich ein für mich erster (sicherer!) Brutnachweis von Grauschnäppern (Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede). Diese Art hat offensichtlich in zurückliegenden Jahren dramatisch abgenommen. Vor ca. zwei Jahrzehnten wurden zum Beispiel von W. Prünte allein in Frdbg.-Bausenhagen bis zu 6 (!) Brutreviere per Klangattrappe nachgewiesen. Auch im eigenen Garten war der Grauschnäpper einst fast regelmäßig Brutvogel mit teils kuriosen Neststandorten (z. B. in einer für Winterfütterung ausgehöhlten Kokosnuss oder 2x in einer zersplitterten Schweglerbruthöhle). Bei erfolgreichen Bruten der letzten Jahre kam es meist auch nur zum Ausfliegen von lediglich 2-3 Jungvögeln.
In der Schmetterlingswelt erfreuen hier und da die Sommergenerationen einzelner Arten: teils zahlreiche Distelfalter als Nachkommen des Einflugs im Frühsommer, nahe Frdbg.-Ostbüren bis zu fünf Kl. Füchse an Feldwegen. Im eigenen Garten bis zu 3 Taubenschwänzchen an größeren Beständen blühenden Seifenkrauts, wo nach Sonnenuntergang auch größere Schwärmer auftauchen (Kiefernschwärmer, Ligusterschwärmer, Windenschwärmer, Mittlerer Weinschwärmer). In den Hemmerder Wiesen heute unter anderem ein Kl. Perlmuttfalter.
Grauschnäpper mit erbeuteter Schwebfliege auf einem Dreinagerohr/Filterbecken (Wassergewinnungsgelände / Frdbg.-Langschede) ansitzend. Als hochspezialiserte Fluginsekten-Jäger scheinen diese geschickten Flieger unter dem globalen Insektenschwund ganz besonders zu leiden. Nur noch sehr verstreut mit wenigen Einzelpaaren sind Grauschnäpper zu finden …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… der Ansitz vor blütenreicher Kulisse im Wassergewinnungsgelände, wo auch keinerlei Agro-Chemie zum Einsatz kommt, scheint noch ein gewisses Potenzial an Insekten-Beute zu bieten …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… diesmal ist es ein Tagpfauenauge, das im Flug ergriffen und zur nahen Brut gebracht wird, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… in einem benachbarten Filterbecken hatten auch Flussregenpfeifer Bruterfolg. Einer von drei Jungvögeln zeigt sich hier schon relativ selbstständig …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… trotzdem behalten die Elternvögel von erhöhten „Wachposten“ alles aufmerksam im Blick…, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… auch ein relativ spätes Rehkitz erblickte hier das Licht der Welt …, 05.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… sehr erfreulich ist auch dieses späte Elternglück in den Hemmerder Wiesen: zwei von drei Kiebitzküken (rechts im Bild mit der wachsamen „Mama“ links außen) können zwar noch nicht fliegen – sind aber „aus dem Gröbsten `raus“ …, 09.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda werden auch diese fünf „Halbstarken“ noch regelmäßig mit Futter durch die Altvögel versorgt, auch wenn sie längst fliegen können…, 08.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)… hier hat die neunjährige „Mama“ (kenntlich an dem Alu-Ring / links) einen ungewöhnlichen Fang gemacht. Ein Maulwurf wurde mit Schnabelhieben minutenlang bearbeitet, bevor er dann im Schlund verschwand, 03.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)Einige Schmetterlinge aus der ersten Juli-Dekade (Fröndenberg/Unna), 10.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)Im eigenen Garten ein bemerkenswerter Spezialist aus der unüberschaubaren Artenfülle heimischer Wildbienen, von denen vielleicht einige Arten bald verschwunden sind, bevor man sie überhaupt kennengelernt hat: Glänzende Natternkopf-Mauerbiene (Hoplitis adunca). Diese solitär lebende Wildbiene besucht tatsächlich ausschließlich die Blüten des Natternkopfes, um sich und ihre Brut zu ernähren, 06.07.2026 (Foto: Bernhard Glüer)