Auch nach 3 Tagen halten die Blässgänse auf der Kiebitzwiese die Stellung. Vermutlich hat die Zahl aber abgenommen. So zählte ich am Aussichtshügel 81 Blässgänse.Weitere 6 Blässgänse zusammen mit 20 Graugänsen und 29 Kanadagänsen auf einem Feld nahe des Wehres. Ob sich doch noch weitere Gänse auf der Heckrindweide am Wehr aufgehalten haben, habe ich heute bei dem nasskalten Vormittag mit Dauerregen nicht kontrolliert.
Blässgänse auf der Kiebitzwiese bei nasskaltem Schmuddelwetter…..am 03.01.19 Foto: Gregor Zosel
Auch heute waren die Blässgänse auf der Kiebitzwiese noch da. Während der größte Teil der Gruppe sich wieder im Bereich des Aussichtshügels aufhielt, war ein kleiner Trupp mit einigen Graugänsen auf der Wiese am Wehr zu beobachten. Insgesamt konnte ich heute am Vormittag im NSG Kiebitzwiese vom Münzenfund bis zur Rammbachmündung u.a. folgendes notieren: 18 Gänsesäger (14:4), 37 Reiherenten, >40 Schnatterenten in der Sperrzone auf der Ruhr, > 200 Stockenten, 116-118 Blässgänse, 27 Graugänse, 4 Zwergtaucher, 16 Höckerschwäne, 34 Blässrallen, 4 Silberreiher, 1 Graureiher, ca. 60 überfliegende Lachmöwen sowie mind. 8 Kormorane an der Ruhr in der Sperrzone. Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 1 w Kornweihe, 1 Habicht, 10 Rostgänse, 5 Graugänse, 64 Kanadagänse, 2 Zwergtaucher, 1 Silberreiher, 2 Graureiher sowie 5-10 Rotdrosseln unter ca. 50 Wacholderdrosseln.
Auch heute waren die Blässgänse auf der Kiebitzwiese zu beobachten…….am 02.01.19 Foto: Gregor ZoselGefrühstückt wurde gemeinsam auf den im Herbst abgemähten Wiesen, wo das erste zarte Grün sprießt…….am 02.01.19 Foto: Gregor ZoselNoch herrscht entspannte Ruhe bei den Blässgänsen. Doch die Heckrindherde nähert sich dem Gänsetrupp…….am 02.01.19 Foto: Gregor ZoselAls die Heckrinder sich auf ein paar Meter den Gänsen genähert hatten, wurde doch die Flucht zum nahen Gewässer ergriffen……am 02.01.19 Foto: Gregor ZoselWieder in Sicherheit……am 02.01.19 Foto: Gregor ZoselAus dem Auto heraus gelang mir zumindest noch ein Belegfoto von der weiblichen Kornweihe im Hammer Wasserwerk……am 02.01.19 Foto: Gregor ZoselWie sagt man so schön? Ein ganz schön bunter Haufen!……am 02.01.19 Foto: Gregor Zosel
In der Alstedder Feldflur in der Nähe des Kapellenweges ging ein Trupp von ca. 60 Graugänsen auf Nahrungssuche. In der Nähe konnte ich zudem 4 Silberreiher beobachten und an der Blänke im Bereich des Fuchsbaches hielten sich neben einer Bachstelze auch 2 Kiebitze auf. Auch von mir beste Wünsche an alle Ornis im Kreis.
Mit einem richtigen Knaller ging heute das neue Jahr los! Heute am Neujahrsmorgen konnte ich am Aussichtshügel der Kiebitzwiese mindestens 116 Blässgänse beobachten. Das ist ein neuer Rekord dieser Art für dieses Gebiet! Möglicherweise könnte die Zahl auch höher liegen, da bei meiner Ankunft die Gänse, die die Nacht wohl auf der Ruhr und Mendener Ententeich verbracht haben, allesamt zu den Futterfeldern gen Westen abflogen. Darunter auch ein Trupp Blässgänse, ca. 300 Kanadagänse sowie ca. 50-100 Graugänse. Ob im Grauganstrupp weitere Blässgänse waren, bleibt offen. Der größte Teil der Blässgänse aber hat den ganzen Tag im Bereich des Aussichtshügels verbracht. So konnte ich am Mittag, als der Dauerregen vom Vormittag „versiegte“, doch noch ein paar brauchbare Fotos schießen. Außerdem im Sichtfeld des Aussichtshügels u.a. 4 Pfeifenten, 2 Schnatterenten sowie 4 Silberreiher. Im Warmer Löhen unter ca. 250 Lachmöwen auch 5 Silbermöwen und 1 Sturmmöwe. Allen Naturliebhabern, Meldern und Besuchern der OAG-Seite wünsche ich ein glückliches neues Jahr, vor allem Gesundheit und viele tolle Beobachtungen!
Blässgänse auf der Kiebitzwiese……am 01.01.19 Foto: Gregor ZoselSo kann das Jahr weitergehen! Mit einem neuen Blässgansrekord für die Kiebitzwiese hatte ich wahrlich heute nicht gerechnet……am 01.01.19 Foto: Gregor ZoselEinflug der Blässgänse……am 01.01.19 Foto: Gregor ZoselGefiederpflege und Dehnübungen im Flachwasserbereich……am 01.01.19 Foto: Gregor ZoselAuf Augenhöhe!……am 01.01.19 Foto: Gregor ZoselGraugans im Landeanflug……am 01.01.19 Foto: Gregor ZoselSilbermöwen mit kleiner Sturmmöwe im Schlepptau im Warmer Löhen…..am 01.01.19 Foto: Gregor ZoselSturmmöwe im 2. Kalenderjahr…..am 01.01.19 Foto: Gregor Zosel
Heute bei der vergeblichen Suche nach der Zippammer im Steinbruch bei Asbeck/Eisborn hatten wir doch Kostbarkeiten. So konnten wir für dieses Jahr auf der Talsohle wieder 5-6 Paare des Flußregenpfeifers notieren. Auf und an dem kleinen See, der von einem Schilfgürtel und Weidengebüsch umgeben ist, konnten wir eine Wasserralle vernehmen. Hier auch mindestens 1 singender Teichrohrsänger, 1 Rohrammer (M), 1 Feldschwirl, 3 Kanadagänse, 1 Nilganspaar, 3 Reiherenten und 5 Stockenten. Am großen See 2 Stockenten, 2 Graureiher und 4 Kormorane. An der Ostwand des Steinbruchs ein Grauspecht und ein Kolkrabenpaar. Ein Schwarzspecht flog von hier in westliche Richtung ab. Im gesamten Gelände mehrere Birkenzeisige und Hausrotschwänze. Höhepunkt aber war der Uhu, der von 3 Rabenkrähen aus der Westwand aufgescheucht wurde. Hier hat er wohl (nur ?) seinen Schlafplatz gehabt, da die Wand direkt am Fahrweg liegt. Aus Berichten einiger Steinbrucharbeiter aus den Vorjahren, soll ein Uhupaar in der Ostwand brüten. Ob es allerdings umgezogen ist, ist nicht bekannt. Da der Uhu hinter uns startete und wir ihn erst bei dem Flug über uns wahrnahmen, ist leider nur ein Beweisfoto vom „Allerwertesten“ geglückt.
Die Zippammer heute am Vorjahresbrutplatz im Bruch der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke im Hönnetal vergeblich gesucht. Stattdessen überzeugten uns 8 Flussregenpfeifer-Reviere von der Qualität dieses Kalkabbaugebietes. 7 dieser Paare befanden sich auf der etwa 10 ha großen Talsohle dieses Bruches. In einem inzwischen mit reichen Schilfsäumen ausgestatteten Sedimentbecken innerhalb dieses Steinbruchs befinden sich wenigstens 15 Teichrohrsänger- und 2 Rohrammer-Reviere. Die Wasserralle reagierte auf Klangattrappe. Über dem Gebiet ein fliegender Schwarzstorch. Auf dem Hauptsee des Bruchs ein Haubentaucher-Paar. Etwa 10 Hausrotschwänze hielten im Bruch Revier, aber auch wenigstens 10 Baumpieper. In einem still gelegten Steinbruch (Nikodem) bei Hemer-Becke-Edelburg auch ein Flussregenpfeifer-Paar. Das Neuntöter-Paar am Damm des alten, inzwischen nicht mehr genutzten Klärteiches in Asbeck ist wieder da.
Heute registrierten wir in der Randvegetation des Klärschlamm-Teiches eines Steinbruchs in Menden-Asbeck wenigstens 2 rufende Wasserrallen. Die Bartmeise suchten wir allerdings an diesem schilfreichen Gewässer vergeblich. Für das Vorkommen der Zippammer, die im zurückliegenden Sommer in diesem Kalkabbau-Gelände zuhause war, fanden wir trotz intensiver Nachsuche heute keine Belege. Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass das kleine sauerländische Zippammer-Brutgebiet wintertags von dieser Art geräumt wird. Auch der Nachweis eines Mauerläufers, den wir mit Hilfe einer Klangattrappe an den Felsklippen aus der Reserve locken wollten, blieb an diesem Morgen ein frommer weihnachtlicher Wunsch… Auf dem Klärschlamm-Teich hingegen – für unsere Verhältnisse – eine besondes große Ansammlung von Tafelenten: 120 Ex. (Geschlechter ausgeglichen) suchten auf diesem Gewässer nach Nahrung, hinzu kamen noch 10 Reiherenten, 10 Stockenten, 20 Bleßrallen, 1 Kormoran, 1 Graureiher und 1 Silbermöwe. Im Gelände zudem ein Trupp von 50 Erlenzeisigen. Auch am schilfreichen Klärschlamm-Becken in Hemer-Apricke suchten wir die Bartmeise vergeblich, ebenso die Wasserralle. Auf dem vorweihnachtlichen Wunschzettel der hier berichtenden Naturfreunde befand sich als letztes der Raubwürger, nach dem wir auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Duloh in Hemer Ausschau hielten. Von der „kleinen Elster“ aber leider keine Spur. Dafür wurden wir dort mit einem Massenvorkommen an Hunden und Hundefreunden entschädigt, die sich recht unkontrollierte Wettkämpfe bei der Aufteilung der Landschaft um die besten Gassi-Strecken lieferten. Dem Weihnachtsmann in diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für den unzensierten Blick in die Seelen der wirklichen Tierfreunde – zuletzt aber auch für den Hausrotschwanz im Prachtkleid, den wir zum Abschluss unserer Exkursion noch an den Kalkbrennöfen von „Rheinkalk“ in Menden-Oberrödinghausen antrafen. Damit liegt auch endlich ein Wintervorkommen des Hausrötels aus dem benachbarten Märkischen Kreis vor…