Anlässlich eines Abendspazierganges im Hemmerder Schelk beobachtete ich ein aus Richtung Bausenhagen in Richtung Nordosten ziehendes Wespenbussard-weibchen.

Spätnachmittags waren Rufe eines fliegenden Eisvogels über der Funne in Nähe des Selmer Freibades zu hören.
Nachdem das Haubentaucher-Pärchen am Lippepark in Lünen dieses Jahr bereits zwei Mal das Nest durch erstens unbekannte Ursache und zweitens Hochwasser verloren hatte waren sie jetzt mit der dritten Brut erfolgrteich und sie führen vier, erst wenige Tage alte Junge.
Vormittags sang eine Klappergrasmücke in den Bäumen am Kindergarten in der Nähe meines Hauses.
Abends kurz vor Sonnenuntergang waren am Ortsrand von Selm ein ansitzender Steinkauz zu sehen und die Bettelrufe von mind. einer jungen Waldohreule zu hören.
Bei einer abendlichen Fahrt zum Dortmund-Ems-Kanal zwischen Selm-Ternsche und Olfen konnte ich 1 Feldhasen, 2 Rebhühner und 3 Hohltauben entdecken. Das Wiedersehen mit den Rebhühnern war besonders erfreulich, da ich seit Anfang 2018 immer wieder vergeblich hier im Lebensraum Kanalböschung nach dieser Vogelart Ausschau gehalten hatte. Die Fotos entstanden in der Abenddämmerung und dienen lediglich der Dokumentation.



Nach der erfolglosen Suche nach Neuntötern in alten Fröndenberger Traditionsrevieren (Mergelkuhle am Passionsweg; Hecke östlich der Hellkammer sowie Hecke zwischen Widgenhege und der Hohenheide) führte mich mein Weg ein Stückchen weiter zur renaturierten Ruhr in die Nachbargemeinde Wickede. Hier im NSG Ruhraue konnte ich am Ruhrtalfahrradweg zwischen den zwei Wehranlagen u.a. folgendes beobachten: 1 Wasseramsel, mind. 2 Eisvögel, 2 Gebirgsstelzenfamilien mit mind. 1 + 2 flüggen Jungvögel, 3-5 Uferschwalben an der Spundwand am Obergraben am Kraftwerk sowie 2 Neuntöterreviere. Im Traditionsrevier 1 Neuntöterpaar sowie in einer Buschgruppe, die nun die ideale Größe erreicht hat, 1 weiteres Neuntötermännchen.









Am Kapellenweg in der Nähe von Hof Busemann konnte ich heute in einer Hecke ein Neuntötermännchen entdecken. Dies ist meine erste Beobachtung eines Neuntöters in diesem Gebiet, seit dem ich hier wohne (13 Jahre). Entsprechend groß war meine Freude.
Auf unserer Feldvogelschutzfläche in Selm-Bork haben die 4 – 5 Brutpaare insgesamt mindestens 7 Jungvögel großgezogen.
An der Olfener Straße in Selm rufen in unserem Garten und der Umgebung seit Tagen 2 junge Waldohreulen.
Besonderes Highlight des Tages war heute kein Vogel, sondern ein Schmetterling, der seit Monaten für mich auf der „Vermisstenliste“ stand: 1 Landkärtchen (Araschnia levana) der Sommergeneration (Hemmerder Wiesen). Landkärtchen waren noch im vergangenen Jahr ausgesprochen häufig und sind im laufenden Jahr vielerorts völlig verschwunden.
Außerdem in den Hemmerder Wiesen derzeit ungewöhnliche Ansammlungen von Graureihern. Am gestrigen Abend: 27 Ex!
Südlich von Hemmerde gelang heute der Fund eines seit längerem vermuteten Sperberbrutvorkommens – leider verbunden mit dem ernüchternden Befund, dass der Brutplatz möglicherweise innerhalb der letzten 24 Stunden geplündert worden ist. Unter dem gut versteckten Horst lag noch eine frisch geschlagene Singdrossel als Beute, die offensichtlich nicht mehr abgenommen worden ist. In der Liste der „üblichen Verdächtigen“, die als Prädator in Frage kommen, stehen wohl die in Hemmerde jüngst vielfach nachgewiesen Waschbären ganz oben. Dafür spricht auch, dass der Horst in völliger Schieflage nach unten gedrückt war. Gegenüber dem eigentlichen Hauptfressfeind des Sperbers, dem Habicht, war der Horst zu gut versteckt und in einem sehr dichten Fichtengehölz, in das der viel größere Habicht normalerweise nicht hineinfliegt. Die ohnehin bei uns stark rückläufigen Sperber dürften mit den zunehmenden Waschbärbeständen neben dem Rückgang an insektenfressenden Kleinvögeln als Hauptbeute und dem Verschwinden geeigneter Fichtenbestände als Bruthabitate ein weiteres, sehr ernstes Problem haben.





Heute am frühen Vormittag konnte ich im NSG Kiebitzwiese vom Münzenfund bis zur Rammbachmündung u.a. folgendes beobachten: 1 Kranich, 1 Weißstorch + 2 Jungvögel, 1 Haubentaucher mir 3 Jungvögel, 5 Zwergtaucher mit mind. 3 Jungvögel, 19 Reiherenten, 1 Teichralle juv., nur 7 Blässrallen, 1 Rostgans mit 2 juv., 19 Nilgänse, 11 (!) Graureiher, 1 Schwarzmilan sowie 1 Neuntöter (M).
Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 9 Kiebitze + 1 Jungvogel, 15 Reiherenten, 45 Nilgänse + 4 +4+1 Jungvögel, 91 (!) Graugänse, 53 Kanadagänse, 17 (!) Graureiher, ca. 30 – 50 Uferschwalben, 4 Rotmilane sowie 2 Baumfalken (jagend über der Ruhr).
Im NSG Obergraben westlich Wickede 1 Neuntöter (M).







Eigentlich galt unser heutiger Abstecher in die Nachbargemeinde Menden, speziell ins NSG „Lüerwald und Bieberbach“ der Suche nach bestimmen Schmetterlingsarten. Aber auch ornithologisch waren wieder schöne Beobachtungen dabei. So konnten wir heute insgesamt auf unserem Rundgang folgendes notieren: 1 Wespenbussard (M), 1 Neuntöter (M), 2 singende Waldlaubsänger, 1 rufender Kolkrabe, 1 rufende Hohltaube sowie 2 Rotmilane. Aus der Insektenwelt waren 1 Großer Schillerfalter, einige Kaisermäntel und 1 Raupe des Großen Gabelschwanzes unsere Highlights.




















Im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) heute unter anderem 1 männlicher Kampfläufer (noch weitgehend im Prachtkleid), 5 Waldwasserläufer, 4 Flussregenpfeifer, 10 Kiebitze, 8 Lachmöwen, 23 Nilgänse, >14 Graureiher, 1 Sperber.
Am Abend in den Hemmerder Wiesen noch immer ein rufender Kuckuck. Entgegen ursprünglichen Annahmen sind auch noch Nachtigallen im Gebiet: 1x >3 Ex. (vermutl. ein Familienverband) und an anderer Stelle nochmals 1 Ex. Ebenda auch ein vorüberfliegender weiblicher Sperber.
Östlich UN-Lünern ließen sich heute Abend erfreuliche 10 (!) Kiebitzküken aus mindestens 4 Bruten ausmachen.









In der Lippeaue bei Alstedde entwickeln sich die beiden Jungstörche im Horst, zur Mittagszeit tat sich allerdings wenig, ein Altvogel spendete Schatten für die beiden Jungvögel, es gab aber keine Futterübergabe während der Beobachtungszeit von ca. 1,5 Stunden. An der großen Blänke zeigten sich gleich 10 Flussregenpfeifer. Der Einsatz eines Spektivs erlaubte eine genaue Geschlechts-u. Altersbestimmung. So waren 4 adulte Männchen,3 adulte Weibchen und 3 flügge Jungvögel anwesend. Ob hier auch eine Brut stattfand, bleibt weiterhin offen, zumindest war während der gesamten Brutperiode immer mindestens 1 Altvogel anwesend. Weitere Beobachtungen: 115 Graugänse, 5 Nilgänse(1 Paar +3 juv.), 1Graureiher, 1 diesjährige Gebirgsstelze, 3 Bachstelzen(2 diesjährig), leider nur 4 Mehlschwalben, hier war früher auf einem benachbarten Bauernhof immer eine größere Kolonie zu finden.
Bei meiner zweitägigen Kontrolle der Neuntöterreviere auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Apricke habe ich am ersten Tag die Reviere erfasst und am zweiten Tag bei einer Nachkontrolle nochmals genau abgegrenzt. Dabei kam ich auf 9-10 Reviere. Insgesamt konnte ich bei meinen zwei Runden über das ehemalige Militärgelände insgesamt u.a. folgendes notieren: 11-12 Neuntöter (9-10Männchen, 2 Weibchen), 2 Grauschnäpper (1 Ex. mit Futter auf der Streuobstwiese, 1 Ex. am Waldrand), 1 singender Baumpieper, 4 singende Feldlerchen, 1 singender Girlitz, 2 Schwarzkehlchen (1 Männchen+ 1 juv.), 3 singende Klappergrasmücken, 1 Bluthänflingfamilie mit 3-4 flüggen Jungen, 3 Grünspechte, 6 Hausrötschwänze + 3 flügge Jungvögel sowie 1 Rotmilan.

















