Liebe Vogelkundlerinnen und Vogelkundler,
viele von euch haben vielleicht schon gehört oder in der neuen Ausgabe von Vögel in Deutschland gelesen, dass der DDA das Monitoring seltener Brutvögel ausbauen möchte. Die NWO unterstützt dieses Anliegen und startet in diesem Jahr mit der Erfassung von Uferschwalben.
Die Methode ist sehr einfach: Zählung potenzieller Brutröhren zwischen 11.7. und 31.7. Optional ist eine Zählung besetzter Brutröhren zwischen 21.6. und 10.7. möglich. Eine detaillierte Anleitung zur Zählung und Datenübermittlung findet sich in ornitho.de und wird zur Verfügung gestellt.
Zur Orientierung haben wir auf der Basis der Ornitho-Meldungen ein Verzeichnis besetzter Kolonien der letzten Jahre erstellt. Weitere, noch nicht enthaltene Kolonien können natürlich auch gezählt werden (v.a. an Flüssen, die bei der Zusammenstellung bisher weitgehend außen vor bleiben mussten).
Falls Sie Interesse haben, sich an den Erfassungen zu beteiligen, melden Sie sich gern bei mir zur Abstimmung der Gebiete.
Vielen Dank und herzliche Grüße
Christoph Grüneberg
Neueste Artikel
Bönen: Neuntöter u.a., 24.u.25.06.2020 (H. Peitsch)
Am Sesekeweg scheint sich ein weiteres Neuntöter-Paar angesiedelt zu haben. Gestern und heute waren beide Partner beim Insektenfang zu beobachten. Damit wären im Südwesten von Bönen 4 Reviere besetzt. Im HRB zeigte sich heute mal wieder die Höckerschwan-Familie mit allen 6 Jungtieren, die Schwäne auf dem Mergelberg-Teich haben 5 Junge.







Fröndenberg/Menden: Bruchwasserläufer, Waldwasserläufer, Kiebitze, Silbermöwe, Streifengans und Hohltaube am 25.06.2020 (Gregor Zosel)
Heute von Sonnenaufgang bis zum Mittag konnte ich im NSG Kiebitzwiese vom Münzenfund bis Rammbachmündung u.a. folgendes beobachten: 1 Bruchwasserläufer, 2 Kiebitze (1:1) verteidigen höchstwahrscheinlich ihre flüggen Jungvögel vor Mäusebussard (auf Feld (leider) auf Mendener Seite westlich des Wehres), 1 Weißstorch + 2 Jungvögel, 21 Reiherenten, 5 Stockentenfamilien, 8 Rostgänse, 7 Nilgänse, 111 Graugänse, 25 Kanadagänse (davon 13 dj.), 3 Höckerschwäne, 3 Zwergtaucher in 2 Reviere, 6 Bässrallen, 17 Graureiher, 3 Neuntöter (2:1), 2 Bluthänflinge (1:1), 2 Schafstelzen (1:1), 4 Rohrammern (3:1), mind. 5 noch singende Sumpfrohrsänger, ca. 10 Uferschwalben am Wehr sowie 2 Schwarzmilane.
Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 1 Waldwasserläufer, 1 Streifengans, 41 Kanadagänse (davon mind. 4 dj.), 56 Nilgänse, 7 Höckerschwäne, 7 Reiherenten, 2 Graureiher, 1 Neuntöter (M), 1 Hohltaube sowie 5 überfliegende Silbermöwen in einem Trupp.






















Fröndenberg: Wespenbussard und Turmfalke 24.06.2020(Hartmut Brecher)
Anlässlich eines Abendspazierganges konnte ich nördlich des „Henrichknübels“ einen Wespenbussard beobachten. Er kreiste aus Richtung Bausenhagen kommend in Richtung Hohenheide. Ansonsten noch erwähnenswert: einige Stare, Dorn- und Mönchsgrasmücken, Goldammern , Rauchschwalben und ein Turmfalke.




Werne: Kleiner Eisvogel (A. Steinweg)
Als ich heute morgen mein Fahrrad vor der Marga-Spiegel-Sekundarschule abstellen wollte, um meinen Dienst anzutreten, traute ich meinen Augen kaum. An der Außenwand des Schulgebäudes saß dieser wunderschöne Edelfalter, bei dem es sich, wenn ich mich nicht täusche, um einen kleinen Eisvogel handelt. Diesen Falter hätte ich nicht mitten in einer Stadt an einer Hauswand erwartet. Meine ersten Exemplare habe ich letztes Jahr in ihrem typischen Lebensraum, den Wäldern des Siegerlandes gesehen.


Fröndenberg: Birkenzeisig am 24.06.2020 (Gregor Zosel)
Heute 1 singender Birkenzeisig im Himmelmann Park.



Fröndenberg/Unna/Bönen: Vierte Nachtexkursion mit Wachteln, Schleiereulen, Steinkäuzen, Feldschwirlen, Sumpfrohrsängern, Fledermäusen, Laubfröschen, Gelbspötter, Neuntöter, erfolgreiche Waldohreulen- und Waldkauzbruten am 22.-23.06.2020 (Marvin Lebéus & Falko Prünte)
Eine vierte Nachtexkursion im Kreis Unna verlief wieder relativ positiv. Nach der totalen Pleite vom letzten Mal (siehe 3. Exkursion) wo weder Wachteln noch Wachtelkönige festgestellt werden konnten, ein kleiner „frischer Aufwind“. Die Bedingungen waren gut (22:45-7:45; 11-18 Grad; nahezu klar und windstill). Auch wenn weiterhin keine Wachtelkönige mehr im Untersuchungsgebiet sind, konnten immerhin vier Wachteln nachgewiesen werden. Falko Prünte, den ich unterwegs getroffen habe, hat zur selben Zeit „seine Kontrollpunkte“ entlang des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde kontrolliert. Nach Abgleich unserer beider Daten kommen wir zu folgendem Ergebnis:
Bei Fröndenberg-Warmen das Ergebnis einer erfolgreichen Waldohreulenbrut, hier 3 bettelnde Jungvögel und 1 warnender Altvogel zu hören. Westlich von Fröndenberg-Frohnhausen, in gut 1000m Entfernung zum ersten Punkt erneut Bettelrufe von 1 Waldohreule. Die Frage ob dieser Vogel zu der vorher entdeckten Familie gehört musste an diesem Abend leider offen bleiben.
Östlich Stentrop auf Höhe Rammbachtal eine hier um 0:35 aus Wintergetreide rufende Wachtel. Ebenfalls hier noch 1-2 Schleiereulen und „vermutlich“ eine weitere warnende Waldohreule.
Am Wasserhochbehälter/Hemmerder Schelk aus Richtung Dreihausen, um 1:13 eine weitere rufende Wachtel, entweder aus Wintergetreide oder aus Sommergerste. Vom nahen Waldrand schallen die Bettelrufe von 2 Waldkäuzen.
Nördlich Westhemmerde 2 rufende Steinkäuze.
Bei Unna-Lünern konnten wir beide bettelnde Waldohreulen (2-3 Ex.) hören. Da unsere Beobachtungspunkte allerdings um mehr als 600m auseinander liegen, ist auch hier nicht auszuschließen dass es sich um eine weitere Brut handelt. Eine Nachsuche auch im Fröndenberger Raum könnte lohnenswert sein.
Bei Fröndenberg-Ostbüren, östlich des Backenbergs eine um 3:50 jagende Schleiereule.
In der Strickherdicker Feldflur weiterhin die „bekannte“ Wachtel, allerdings sowohl bei Falko als auch bei mir diesmal nördlich der Feldvogelschutzfläche.
In den Altendorfer Ruhrwiesen konnte nun zum wiederholten Mal leider keine Wachtel mehr festgestellt werden. Die letzte Sichtung von 3 Exemplaren ist nunmehr schon vier Wochen her. Um ein mögliches „übersehen“ zu verhindern, bin ich stichprobenartig immer wieder mal hier gewesen. Die hiesigen großen und weit eingezäunten Wiesenflächen entlang der Ruhr schienen mir immer der „Optimal-Lebensraum“ hier im Kreis zu sein, das zeigen auch Beobachtungen vergangener Jahre (22 Rufer in 10 Jahren). Am frühen Morgen hier noch erwähnenswert 3 Neuntöter (2,1), 3 Gelbspötter, 3 Distelfinken, 2 Feldlerchen, 3 Gartengrasmücken als auch Klapper- und Dorngrasmücken mit flüggem Nachwuchs.
Beiläufig konnte ich auf meinem Weg noch 7 singende Sumpfrohrsänger, 2-3 singende Feldschwirle, 2 Laubfrösche, 2 bellende Füchse, 1 Steinmarder und immerhin an 8 Stellen jagende Fledermäuse ausmachen.






Bönen / Unna: Beobachtungen vom 22.-23.06.2020 (H. Peitsch)
Am Morgen in den Hemmerder Wiesen: >12 Graureiher, 3 Weißstörche, 11 Kiebitze, ~250 Stare, >6 Bluthänflinge, 1 Neuntöter uva.
Gestern Abend sang eine diesjährige Amsel vom Dach unseres Hauses. Der Gesang war keineswegs leise nur nicht so variantenreich wie vom möglichen Vater, der einige Meter entfernt saß und wohl stolz auf seinen Sohn war.? Die erste Amselbrut in diesem Jahr war recht früh, die 3 Jungen sind schon Mitte April ausgeflogen und halten sich noch hier auf, obwohl bereits die 2. Brut flügge ist. Wahrscheinlich erfolgt noch eine weitere Brut.







Fröndenberg / Unna: Großer Brachvogel, Wespenbussarde, Baumfalke, Schwarzmilan, Rotmilane, Habicht, Kiebitze, Kuckuck, Weißstorch, Waldwasserläufer, Flussregenpfeifer, Südlicher Blaupfeil u.a., 22.06.2020 (B.Glüer)
Die seit Tagen anhaltende Heumahd in den Hemmerder Wiesen lockt unterschiedliche Vogelarten auf die freien Flächen: Highlight des Tages heute ein Großer Brachvogel. Außerdem ebenda unter anderem 7 Kiebitze (davon 3 Ex. diesj.) 2 Rotmilane, 1 Schwarzmilan, 3 Mäusebussarde, 2 Turmfalken, 1 Weißstorch (bevorzugt in der Nähe des mähenden Traktors), >6 Graureiher und noch immer ein rufender Kuckuck. Außerhalb des NSGs zwei kreisende Wespenbussarde (2 x m). Auf Fotos konnte später einer der beiden als der vermutliche Revierinhaber des unweit gefundenen Brutplatzes identifiziert werden. Derselbe Vogel war bereits am 19.05. im Gebiet gesehen und fotografiert worden. Die Rolle des zweiten, sehr dunklen Männchens ist unklar.
Über Steinen-Moskau ein jagender Baumfalke.
Gestern im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) unter anderem 5 (!) Waldwasserläufer, 2 Flussregenpfeifer, 1 Gebirgsstelze, 1 Habicht (w), 7 Graureiher. Im Gelände außerdem eine interessante Libellenart: Südlicher Blaupfeil (Orthetrum brunneum). Diese Libelle gilt als sogenannter „Klimagewinner“ und weitet ihr ursprünglich mediterranes Verbreitungsareal ständig weiter nach Norden aus.












Fröndenberg: Girlitz am 22.06.2020 (Gregor Zosel)
Heute am frühen Vormittag 1 singender Girlitz im Bereich Himmelmann Park/ Graf-Adolfstraße.
Hemer: Wasserralle, Silberreiher, Rostgänse, Schwarzspecht, Kolkrabe, Orchideen und Insekten am 21.06.2020 (Gregor Zosel)
Heute habe ich bei einer 8 stündigen Wanderung durch die Wälder bei Riemke (Startpunkt war der ehemalige Klärteich) u.a. folgendes beobachten können: 1 rufende Wasseralle aus dem Schilf am Klärteich, 1 Silberreiher, ca. 5 Graureiher, 2 Rostgänse, ca. 10 Graugänse, 1 Schwarzspecht überfliegend, 1 rufender Kolkrabe sowie viele flügge Jungvögel (z.B. Buntspechte, Kleiber). Entlang meines Wanderweges einige schöne Insekten- und Pflanzenbeobachtungen.


















Fröndenberg: Bruchwasserläufer am 20.06.2020 (Gregor Zosel)
Heute in den frühen Morgenstunde konnte ich, nach dem „Unwetter“ der Nacht, im zunächst dichtem Nebel im Ostteil der Kiebitzwiese folgendes beobachten: 1 Bruchwasserläufer, 4 Weißstörche (2 ad. + 2 Pulli), 11 Rostgänse, 1 Tafelente, 2 Eisvögel, 2 Neuntöter (M), 4 Rohrammern (M), 2 Bluthänflinge (1:1), 1 singende Klappergrasmücke, 1 rufende Hohltaube vom Mendener Ruhrufer sowie 1 Schwarzmilan.







Kamen: Vogeldaten, 17.06.2020 (Karl-Heinz Kühnapfel)
Kamen-Methler, die Kirschen sind jetzt reif und einige Vögel nutzen dieses Angebot. Die Bestandsaufnahme brachte folgendes Ergebnis: 2 Rabenkrähen, 2 Elstern, 1 Buntspecht, 1 Grünspecht, 2 Gartenbaumläufer schlafen unter dem Hausdach, ca. 5 dj. Kohl- und Blaumeisen , 1 Zaunkönig singend, 1 Mönchsgrasmücke singend und 2 dj. in Kirschen, 1 Zilpzalp singt, 1 Dorngrasmücke singt, 1 Rotkehlchen, 2 Heckenbraunellen auch singend, 4 ad. Stieglitze Samen von Flockenblumen erntend, 1 M Bluthänfling, 3 Grünfinken mit Gesang. 2 Buchfinken singend, 2 Bachstelzen auf Dach, in benachbarten Feldern 4 Feldlerchen singen dank eines Ökobauern, 3 Haussperlinge, 2 Ringeltauben, 4 Amseln. Insgesamt besuchen immer noch 22 Arten unseren Garten.








Schwerte: Ringelnatter, 19.06.2020 (Hans-Joachim Göbel)
Seit Jahren machen wir einen langen Hals, ob sich nicht mal eine Ringelnatter in die Röllingwiese verirrt.
Heute hatte ich das Glück. Allerdings in unserem Garten. Nahe der Ruhr und eben der Röllingwiesen. Aber der Reihe nach. War schon lustig und aufregend.
Alle paar Tage siedle ich Grünfrösche aus unserem Gartenteig um, da sie bei uns überhand nehmen. Kaum eine Libelle kann ihre Eier bei uns ablegen. Am Rand und im Wasser lauern die Grün- oder auch Wasserfrösche. Bis zu 70 habe ich mal in unseren zu kleinen Teichen gezählt. Sie kommen wohl von den Röllingwiesen hier her. Die lieben Nachbarn „erfreuen“ sich der Lautstärke. Auch mit ein Grund der Umsetz-Aktionen. Anders als bei Kröten ist das für die Tiere kein Problem.
OK ! Heute war es mal wieder so weit. Rasenmähen und Frösche umsetzen.
Als ich erneut den Kescher ansetzen wollte, sah ich die ca. 90-100 cm lange Ringelnatter. Naturgucker-Panik kam auf. Kamera lag im Schrank. Handy war mir unter Wert für so etwas Seltenes. Erst mal weg vom Teich.
Frau angerufen. Bring mir mal bitte die Kamera. Hoffen und Bangen begann. Endlich, die Frau kommt. Kamera an und wo ist die Schlange. Mhh??? Ah da schwimmt sie wieder. Schnell ein Beleg-Video. Und ein paar Bilder. Nanu, die Schlange schwimmt auf mich zu und bleibt direkt vor meinen Füssen anscheinend ohne Scheu im Wasser liegen.
Da werden Fotos zur Nebensache. Normal sind sie doch sehr scheu. Ich ging trotzdem etwas zurück und schaute ihr zu, wie sie ein paar Runden im Teich drehte. Und die Frösche und Moderlieschen in Panik versetzte.
Allerdings bin ich noch nicht sicher. Ob es nicht die Barren-Ringelnatter ist. Die soll ja nicht so scheu sein. Und „unsere“ hatte kein Gelb am Kopf ??
Egal. Der Tag war super. Hoffe, jemanden erfreut die kleine Geschichte.
Vogelmäßig haben wir bei Singvögeln hier gute Ergebnisse. An unserem Futtersilo auf dem Balkon kommen mittlerweile 3 Gimpelpaare mit ihren Jungen. Auch Haussperlinge brüteten am Haus. Hausrotschwanz mit Junge, Distelfinken mit Junge. Erstmalig auch eine Grünspechtbrut nahe unserem Garten. Kohl- und Blaumeisen.
Es sind dieses Jahr keine Eichhörnchen im Garten. Könnte mit ein Grund sein. Die räumten sonst alle Kästen und Büsche leer.



Fröndenberg / Unna: Wachtel, Rohrweihe, Baumfalke, Kuckuck, Feldlerchen, Wiesenschafstelzen, Neuntöter, Kiebitze, Rotmilan, Schmetterlinge u.a., 20.06.2020 (B.Glüer)
In der Strickherdicker Feldflur ruft weiterhin die von H. Knüwer am Vortag gemeldete Wachtel in einer Feldvogelschutzfläche! – Außerdem dort eine jagende Rohrweihe (w), mindestens 4 singende Feldlerchen und >3 Reviere der Wiesenschafstelzen. Auffallend im Gelände eine relativ große Zahl diverser Schmetterlingsarten: vor allem Kleine Kohlweißlinge, Grünaderweißlinge, einige Kleine Füchse, Admirale und der für mich erste Distelfalter (bahnt sich da wie im Vorjahr ein Einflug dieser Art an?).
In den Hemmerder Wiesen unter anderem noch ein rufender Kuckuck, ein Neuntöter (w), auf den frisch gemähten Flächen 9 Kiebitze (davon 3 diesj.), 7 Graureiher, 1 Weißstorch, 1 Rotmilan, 3 Mäusebussarde, 1 Turmfalke, am Vortag hier auch ein überfliegender Baumfalke.











