Heute am Vormittag 1 Schellentenweibchen auf der Ruhr am Hindenburg Hain.

Über dem Reesenufer, nordöstlich von UN-Hemmerde, heute ein männlicher Wespenbussard mit Balzflug (Flügelklatschen). – Ebenfalls im Raum UN-Hemmerde gelang gestern die Beobachtung eines Baumfalkenpaares, das sich für ein Rabenkrähennest interessierte: einer der beiden Partner saß längere Zeit in Nestnähe. Der andere kam wie aus dem Nichts aus großer Höhe im Sturzflug herab und landete direkt in eben diesem Nest. – Nach mehrjähriger Pause könnte sich in diesem Raum wieder eine Baumfalkenbrut anbahnen.
Am Neuenkamp, nahe dem Hemmerder Schelk, gestern noch beachtliche 10 (!) Steinschmätzer.
Nach einem Hinweis von Gisbert Herber-Busch konnte nordöstlich von UN-Westhemmerde nach Meldungen von Hermann Knüwer (UN-Lünern) und Matthias Baumgart (UN-Mühlhausen) nun noch ein dritter Rotschwanzhybrid bestätigt werden. Auch dieser Vogel fällt als „Mischsänger“ auf und trägt teils reinen Hausrotschwanzgesang – teils Gartenrotschwanzgesang vor. Äußerlich ist er von einem Gartenrotschwanz nicht zu unterscheiden.




Seit gestern hält sich in Unna-Mühlhausen wenige Hundert Meter von dem letztjährigen Fundort eines Rotschwanzhybrids in Uelzen entfernt ein Rotschwanz auf, der in Aussehen, Gesang und Verhalten dem von Hermann Knüwer am 14.05.22 in Lünern gemeldeten Rotschwanz entspricht. Phänotypisch überwiegend Gartenrotschwanz, Gesang gemischt, Verhalten (Singwarten) wie Hausrotschwanz.
Im Hemmerder Schelk am heutigen Morgen erneut ein rufender Pirol. Ebenda auch ein überhinfliegender Wespenbussard (w), mindestens 2 Grauschnäpperreviere, mindestens 1 Waldlaubsängerrevier, mindestens 1 Baumpieperrevier, 1 Sommergoldhähnchenrevier und weiterhin nur ein unverpaartes Trauerschnäppermännchen. An einem Waldsaum ein erster Mauerfuchs (m).
Auch über den Hemmerder Wiesen zwei Wespenbussarde. Ebenda unter anderem heute 3(!) Gelbspötter, >1 singende Rohrammer, 1 Kuckuck (rufend), ein Rostganspaar mit 11 Küken, x Flussregenpfeifer (rufend) und 1 „Fremdstorch“, der sich dem aktuellen Brutplatz der Revierstörche näherte und dort heftig angegriffen wurde.
Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede erwähnenswert: 2 Grünschenkel, 1 Kampfläufer sowie auch hier ein singender Gelbspötter.
Bei Frdbg.-Frömern gestern ebenfalls ein Gelbspötter singend, sowie ein Neuntötermännchen in einem Traditionsrevier.
Ähnlich wie Hartmut Brecher, der gestern bei der Erbeutung einer Nachtigall durch ein Hermelin zusehen musste, hatte auch ich heute noch eine „Entdeckung“, bei der mir kurz der Atem stockte: an einem Sperberrupfplatz nördlich Frdbg.-Hohenheide fanden sich neben zahlreichen Kleinvogelfedern unterschiedlichster Beutevögel auch die Reste eines Wendehalses (!). Vermenschlicht betrachtet möchte man natürlich gerade bei gefährdeten Seltenheiten, dass jedes Individuum möglichst unversehrt lange lebt und sich fortpflanzt. Doch die Natur hat da keinen „Ehrenkodex“, der Rote-Liste-Arten von Prädation ausschließt.








Heute am frühen Nachmittag konnte ich an den Mendener Oeseteichen u.a. 1 Wespenbussard, 1 Rotmilan sowie 1 Flussregenpfeifer beobachten.





Heute ab Sonnenaufgang konnte ich im östlichen Teil der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten: 2 Flussregenpfeifer, 1 Flussuferläufer, mind. 5 Weißstörche (2 ad. + mind 3 Pulli), 13 Schnatterenten, 12 Reiherenten, 5 Rostgänse (2 ad. + 3 Pulli), 6 Nilgänse (4 ad.+ 2 Pulli), 18 Kanadagänse, 71 Graugänse (52 ad.+19 Pulli), 6 Blässrallen, 4 Höckerschwäne, 1 Silberreiher, 2 Eisvögel, 1 erster singender Sumpfrohrsänger, 1 Gelbspötter, 6 Neuntöter ((5:1); 4 Männchen im Revierkampf! + zeitgleich 1 singendes Männchen; hier Mitbeobachter: A. Hünting, Malte und Gisbert Herber-Busch)), 1 Kuckuck, 2 singende Rohrammern, 1 Schafstelze (M), 1 Schwarzmilan, 1 Rotmilan sowie 4 Mäusebussarde.
Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 1 Schnatterente, 34 Reiherenten, 2 Haubentaucher (Paar), 10 Nilgänse (4 ad. + 6 juv), 23 Kanadagänse (19 ad.+4 Pulli), 2 Höckerschwäne, 1 Blässralle, 1 Braunkehlchen, 1 Steinschmätzer, 2 singende Hausrotschwänze, 2 Distelfinken, ca. 70 Uferschwalben an der Kolonie am Filtersandhügel, ca. 100 Mehlschwalben (mit Nestbau beschäftigt) sowie 2 Turmfalken.











Am Nachmittag kreisten 3 Weißstörche über unserem Wohngebiet. Auch zwei Mausebussarde waren zu beobachten und ein leider sehr hoch in Richtung Osten fliegender Wespenbussard.




Heute am Vormittag haben wir von dem Ornithologischen Stammtisch Fröndenbergs eine Maiexkursion in das Mendener Waldgebiet „Waldemei“ gestartet. Die 10 teilnehmenden Mitglieder konnten bei schönstem Wettter u.a. folgendes beobachten: 2 Trauerschnäpperpaare (1x fütternd an Bruthöhle), 2 singende Feldschwirle, 6 singende Waldlaubsänger, 2 singende Baumpieper, 2 rufende Hohltauben, 1 Neuntöter, 1 Zwergtaucher mit 3 Pulli (auf dem Waldweiher) sowie 1 Eisvogel.












Heute Vormittag hatte ich in den Hemmerder Wiesen eine für mich traurige Beobachtung: auf dem asphaltierten Weg (neben der Amecke) bemerkte ich 2 futtersuchende Nachtigallen im Bereich der schattenspendenden Bäume. Während des Fotografierens der auf dem Boden befindlichen Nachtigallen, schnappte urplötzlich ein aus den Büschen kommendes Wiesel eine der Nachtigallen und schleppte es in den Uferbereich der Amecke.
Ansonsten konnte ich noch folgende Arten beobachten bzw. hören: 3 Neuntöter (2M/1W), 1 singender Gelbspötter, 2 singende Gartengrasmücken, mindestens 6 Dorngrasmücken, Mönchsgrasmücken, Goldammern, 1 Weißstorch, 1 überfliegender Kormoran, 2 lockende Rostgänse – der Nachwuchs hielt sich vermutlich in den kleinen Tümpeln auf – 3 Mäusebussarde und ein Turmfalke.




Bereits gestern fiel mir in Lünern ein von einem Dachfirst singender Rotschwanz auf, der einen nicht artreinen Hausrotschwanzgesang von sich gab. Die Anfangsstrophe glich einem Hausrotschwanz, während das Ende eher dem Gesang eines Gartenrotschwanzes entsprach. Die Entfernung zum Vogel war aber zu groß, um ihn optisch ansprechen zu können. Heute Morgen, quasi vor der Haustür, saß dieser Vogel dann auf einer Fernsehantenne und ließ sich auch vom äußeren Erscheinungsbild erkennen. Danach glich dieser Vogel vom Phänotyp her einem Gartenrotschwanz, er hatte aber einen brauneren (statt grauen) Vorderrücken. Sein Gesang war erneut nicht artrein. Dass es sich um einen Hybriden handelt, darauf deutet auch hin, dass Gartenrotschwänze meist aus Gehölzen, Hausrotschwänze hingegen meist von Gebäuden aus singen.
Einen ähnlichen Mischsänger stellte B. Glüer am 29.05.2011 in Bönen fest (s. http://archiv.01.oagkreisunna.de/2011/05/29/14683/). Ebenfalls einen Gartenrotschwanz-Hausrotschwanzhybriden, der allerdings wie ein Gartenrotschwanz sang und auch äußerlich weitgehend einem Gartenrotschwanz glich, stellten W. Pott und A. Müller am 8.5.22 in der Schmehauser Mersch (Hamm) fest (http://www.oag-hamm.de/?cat=4 ). Auch im vergangenen Jahr gab es einen Hybridnachweis, seinerzeit in Unna-Uelzen am 25.05.21. Der betreffende Vogel zeigte zugleich Gefiedermerkmale beider Arten. Mischlinge scheinen demnach gar nicht so selten vorzukommen.


Heute am Spätnachmittag/Abend konnte ich im östlichen Teil der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten: 1 Bruchwasserläufer, 2 Flussregenpfeifer, die Weißstorchfamilie mit mind. 3 Pulli, 3 Rostgänse + 2 Pulli, mind 3 Neuntöter (2:1), 1 Braunkehlchen auf Zaun zum Wasserwerk sowie 1 singender Birkenzeisig nahe Eingang zum Hammer Wasserwerk (fliegt dann ins Wasserwerk). Hier werde im Werksgelände am Sonntag eine intensive Nachsuche starten, da der Birkenzeisig bei uns zur Brutzeit kaum noch zu beobachten ist. Am Vormittag konnte ich im Bereich des Münzenfundes ca. 10 Uferschwalben an der Spundwand beobachten. 1 Haubentaucher auf der Ruhr in Höhe des Hindenburg Hains.





„Freitag, der 13.“ gilt ja meist als ein Tag, an dem man besser gar nicht aus dem Bett kommt … – heute jedoch erwies sich dieses Datum ornithologisch mit einigen „Highlights“ als recht positiv: in UN-Dreihausen rief ausdauernd aus einer Eichengruppe ein Pirol. Ebenda zum wiederholten Mal >3 Futter suchende Wacholderdrosseln – offenbar gibt es hier eine kleine Brutkolonie dieser stark rückläufigen Art, die bisher übersehen worden ist oder sich neu angesiedelt hat. Etwas weiter südlich (Am Neuenkamp / Frdbg.-Bausenhagen) noch 10 (!) Steinschmätzer auf einem Kartoffelfeld.
Im Hemmerder Ostfeld gestern und heute >3 Schwarzkehlchen (2 : 1), teils Futter tragend – offenbar 2 Brutpaare.
In den Hemmerder Wiesen dann als kleine Sensation zunächst unauffällig über den Wiesen nach Insekten jagend – dann in einer trockenen Baumkrone rastend: ein einzelner Bienenfresser (!) – Mitbeobachterin: Iris Trip. Außerdem erwähnenswert neben anderen regelmäßig anzutreffenden Arten: 1 Teichrohrsänger (Gesang), 1 Gelbspötter (Gesang), 1 Kuckuck (rufend), 1 Neuntöter (w), 1 Baumfalke (gestern), 1 Rohrweihe (m. – gestern). Bemerkenswertes bei den Kiebitzen: während aus den frühen Bruten mehrere Küken bereits fast ausgewachsen sind, wurden >2 sehr kleine, evtl. eintägige Küken von aufgeregten Eltern über den asphaltierten Wirtschaftsweg an der Amecke von Osten kommend über den Bach ins zentrale und feuchte NSG geführt.
Auf dem Ameckeweg erneut ein Hermelin – Beute tragend, was auf erfolgreiche Familienplanung schließen lässt.
Auf der Haarkuppe bei Bausenhagen ein männlicher Wespenbussard in einem Thermikschlauch aufsteigend – hoffentlich nicht nur auf „der Durchreise“?!? Im vergangenen Jahr gelang ja lediglich ein einziger Brutnachweis.










Die Mauersegler kamen in diesem Jahr recht spät in Bönen an, erste Segler sah ich am Donnerstag den 5. Mai. „Unsere“ Haussegler konnte ich am Montag-Morgen aus dem Kasten am nordwestlichen Giebel hören. Der Kasten am südöstlichen Giebel wird erst seit Mittwoch beflogen.
Im HRB ist immer noch ein Silberreiher zu sehen.
Heute zeigten sich auf dem Kiebitz-Feld im Industriegebiet 3 Jungvögel.





Heute habe ich 2 mal das Löhnbachtal aufgesucht. Von der Gassirunde am Vormittag möchte ich hier einen Habicht erwähnen, der das Gebiet überflog und gezielt ein Waldgebiet ansteuerte. Meine Runde am spätnachmittag galt dann hauptsächlich der Insektenwelt in diesem Gebiet. Hier war ich positiv überrascht. Sowohl auf den bunten Wiesen, an den Feldrändern als auch an den Waldhängen des Löhnbachtals entdeckte ich Feldsandlaufkäfer (insg. ca. 15 Ex.!). An einer Stelle stritten sich wahrscheinlich 2 Männchen um die Herzensdame (mind. 3 Ex. hier).




Bei meiner Runde um die Kiebitzwiese wurde ich im östlichen Teil des Gebietes am 12.05.2022 um 10.20 Uhr von einem hier bis dahin nicht beobachteten Reiher überrascht. Bis ich realisiert hatte, dass es sich dabei nicht um einen Graureiher, sondern einen mit bräunlichem Gefieder handelt, hatte dieser leider schon einen ordentlichen Abstand aufgebaut. Trotzdem konnte ich diesen zumindest dokumentarisch fotografieren: Ein Purpurreiher – ich vermute auf der Durchreise.

