

















Traditionsgemäß suchten wir heute kurz nach Sonnenaufgang den ehemaligen Truppenübungsplatz in Apricke auf, um die Reviere der Neuntöter zu erfassen. Bei unserer „Absuche“ im kompletten Gelände notierten wir insgesamt 26 Neuntöter, davon 6 Paare. Bei den übrigen Vögeln handelte es sich um Männchen, oft mit Gesang. Somit kamen wir auf 20 Reviere. Ansonsten notierten wir u.a.: 7 singende Waldlaubsänger (aus dem angrenzenden Wald), 4 Schwarzkehlchen (2 singende Männchen + 1 Paar (wahrscheinlich Jungvögel zu versorgen)), 3 überfliegende Fichtenkreuzschnäbel, 1 singender Teichrohrsänger aus Hecke (rastend), 1 Baumpieper, 1 Grauspecht, 2 Grünspechte, 14 singende Dorngrasmücken, 2 singende Klappergrasmücken, 4 singende Sommergoldhähnchen, 12 Goldammern (teilweise mit Futter), 4 Bluthänflinge (2 Reviere), 3 Hausrotschwänze, 3 Distelfinken (2 Reviere), 2 Schwanzmeisen, 3 Bachstelzen, 2 singende Misteldrosseln, mind. 7 Mauersegler, ca. 30 Rauchschwalben, ca. 10 Mehlschwalben, 1 Graureiher, 1 Mäusebussard sowie 1 Turmfalke. Unter den Beobachtungen aus der Insektenwelt war die größere Anzahl an Mauerfüchsen erfreulich.

Neuntöterpaar auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Hemer…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Neuntötermännchen in seinem Revier….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ingesamt 3 besetzte Schwarzkehlchenreviere konnten wir festmachen…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Goldammerweibchen mit Futter für die Jungvögel…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Bluthänfling nahe des Steinbruchs…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Gesang eines Teichrohrsängers aus einer Hecke…. (Tonaufnahme: Andre Matull)

Mehr als 10 Mauerfüchse flogen heute über den Truppenübungsplatz….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kleiner Feuerfalter am Wegrand….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Hauhechelbläuling. Fast nie setzten sich die Bläulinge heute für ein Foto mal für ein paar Sekunden hin ….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Braune Tageule (Euclidia glyphica) am Klee….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Großer Johanniskraut-Spanner (Aplocera plagiata)….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Paarende Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) im Baumwipfel….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Seidige Fallkäfer (Cryptocepgalus sericeus) lieben glelbe Blüten….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kupfrige Sonnenspringspinne, auch Kupfriger Sonnenspringer genannt, (Heliophanus cupreus) mit Beute….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) auf einem Blütenblatt einer Margarite….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

2 Blindschleichen kreuzten heute unseren Weg….am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Wenn Steinkäuze Jungvögel zu versorgen haben, bleibt es nicht aus, dass sich die Altvögel gelegentlich auch tagsüber auf Ansitzjagd begeben. Der abgebildete Steinkauz saß an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Bramey-Lenningsen auf dem Mast einer Telefonleitung oder in einem alten Obstbaum und beobachtete intensiv die gemähten Straßenränder bzw. eine kleine Grünlandfläche auf der Suche nach Kleinsäugern, Käfern, Regenwürmern oder anderen Beutetieren.
Heute am frühen Morgen war erneut ein Schwarzstorch in den Hemmerder Wiesen zu sehen. Er inspizierte alle offenen Wasserflächen und zog dann nach Süden ab. Es handelte sich wieder um einen vorjährigen Vogel (s.a. Meldung vom 22.04.), der noch keinen Nachwuchs zu versorgen hat und der es sich deshalb leisten kann, Feuchtgebiete weit abseits der traditionellen Brutplätze aufzusuchen.





Bereits vorgestern konnte im nördlichen Teil des HRB ein Neuntöter-Paar festgestellt werden.
Ergänzend zur Waldohreulen-Meldung von C. Rethschulte vom 19.05. zeigten sich heute auch 3 Jungvögel.







Am 22.05.2026 konnte bei der frühmorgendlichen, mit den Naturschutzbehörden abgestimmten Überfliegung der Mahdflächen zwecks Kitzrettung die Zahl der Weißstorch-Jungvögel by the way und störungsarm belegt werden: es sind zwei Jungvögel im Weißstorch-Nest im NSG Mühlenstrang in Schwerte. Drohnenüberflüge in dieser Flughöhe sind im Bereich von Naturschutzgebieten nur zulässig, wenn die zuständige Naturschutzbehörde dies ausdrücklich gestattet hat und ansonsten verboten.


Die Rotschenkel konnten am 15.05.2026 in den Rieselfeldern Werne fotografiert werden. Den Wachtelkönig habe ich, nach der aufregenden Entdeckung im letzten Jahr, am 15.05.2026 mehrfach gehört und am 17.05.2026 aufnehmen können. Außerdem habe ich noch ein Tüpfelsumpfhuhn mehrfach gehört.


Gegen 22:30 Uhr sang auf dem Alten Westfriedhof in der Innenstadt ein Waldkauz.



Exakt 16:18 Uhr war aus dem Wald des Strickherdicker-Bachtales wiederholt der Ruf eines Kuckucks zu vernehmen, bevor die Männer und Frauen der „Florian-Gemeind“ ihr monotones Tatü-Tata Konzert anstimmten und damit ein weiteres Vernehmen des seltenen Sängers übertönten (aber hoffentlich rechtzeitig und helfend ihr Ziel erreichten).












Der Vogelzug mit den späten Heimkehrern und Rastvögeln geht inzwischen dem Ende entgegen. So hatte auch ich heute (meine ersten) Sumpfrohrsänger mit je einem Sänger in der Strickherdicker Feldflur und einer SO von UN-Hemmerde. Außerdem ein (für mich erster) Gelbspötter in den Hemmerder Wiesen, ein (für mich) erster (und einziger!) Grauschnäpper gestern u. heute in Frdbg.-Warmen. In der Strickherdicker Feldflur heute noch 4 rastende Steinschmätzer (der erste ebenda am 06.04. von B. Nikula). In den Hemmerder Wiesen heute noch >2 Grünschenkel und 1 Rotschenkel. Vorgestern (15.05.) ebenda sogar ein rastender Regenbrachvogel.
Alles Suchen nach Wespenbussarden auf dem Haarstrang und im Ruhrtal war bisher leider vergebens. Hingegen heute erfreulich – das Erscheinen von 2 Baumfalken in der Strickherdicker Feldflur mit Revier- und Balzverhalten (Beuteübergabe).
Das Brutgeschehen zeigt hier und da bereits erfreuliche Ergebnisse: in den Hemmerder Wiesen konnten innerhalb des E-Zaunes gestern aus der Ferne 14 (!) Kiebitzküken gezählt werden. Da einige schon recht groß und gleichzeitig vorsichtig – andere ohnehin versteckt gar nicht zu sehen sind, kann man insgesamt von noch mehr Küken ausgehen (am 03.05. waren einmal 18 Küken gleichzeitig zu sehen!). Schwarzkehlchen haben teils ihre erste Brut flügge – im Hemmerder Ostfeld füttern >2 Paare flüggen Nachwuchs. An 3 Stellen gibt es im Südkreis Brutverdacht für Gartenrotschwänze (Frdbg.-Bentrop, Hemmerder Schelk, Westhemmerde).











Am Donnerstag (14.05.) in den Schwerter Röllingwiesen bei sehr hohem Wasserstand und Wetterbedingungen mit allen Facetten u.a.: 1 Teichrohrsänger, 1 Schwarzkehlchen (1,0), 1 Neuntöter (1,0), 1 rastender Flussuferläufer, 1 Silberreiher, 2 brütende Haubentaucher, > 3 Rohrammern, > 4 Zwergtaucher und 36 Reiherenten (21,15). Zudem > 200 stationäre Rauchschwalben (artrein) sowie später > 50 Mauersegler, die von einer heranziehenden Schlechtwetterfront vor sich hergeschoben wurden. Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. 2 balzende Flussregenpfeifer, 2 Flussuferläufer und ein Rotschenkel.
Am Freitag (15.05.) bei einem Rundgang entlang „NSG Mühlenstrang“ in Schwerte u.a.: 8 Dorngrasmücken, 7 Gartengrasmücken, 5 Sumpfrohrsänger, 4 Rohrammern (inkl. ein Paar), > 2 Neuntöter (2,0), 1 Teichrohrsänger, 1 Kuckuck sowie 1 Rotmilan. Bei den Weißstörchen bestätigten sich (wie von Familie Schulte bereits hier am 09.05. gemeldet) 2 Pulli im Nest – der erste Nachwuchs in dieser seit April 2024 bestehenden Nisthilfe.
Der an dieser Stelle bereits gemeldete Seidensänger konnte bei einer Nachkontrolle fast drei Wochen später erneut am südlichen Ruhrufer des Gebiets registriert werden. Der wiederholte Gesang spricht mittlerweile für ein fest etabliertes Revier. Da Seidensänger oft polygam leben, stiegen dadurch theoretisch die Chancen, mehr als ein Individuum zu erfassen. Angesichts der noch nicht vorhandenen Dichte dieser Art im Verbreitungsgrad und einer möglichen beginnenden Erstbesiedlung des Ruhrtals im südlichen Kreis Unna ist vorerst jedoch bestenfalls von einer Einzelrevier-Besiedlung oder einer monogamen Zweckverpaarung auszugehen. Ein exakter Nachweis ist wegen der dichten, unzugänglichen und allgemeinen Gegebenheiten vor Ort methodisch wahrscheinlich kaum zu erbringen.
Auf gleicher Höhe ein überfliegender Schwarzstorch, der nach kurzem Kreisen in westliche Richtung abzog. Im Wassergewinnungsgebiet Geisecke hielten sich 18 nahrungssuchende Weißstörche auf überschwemmtem Grünland auf. Es ist davon auszugehen, dass sich im gesamten Gebiet des Wassergewinnungsgeländes seit Tagen mindestens 30 Individuen aufhalten. Bereits im Vorjahr war das Gebiet zeitweise ein Hotspot für vagabundierende Trupps, bei denen es sich vermutlich um Nichtbrüter handelt. Im Gelände nördlich der Schoofs-Brücke ein ruhender und später nach Osten abziehender Baumfalke sowie 7 Graureiher in einem trockenen Filterbecken. Allgemein ist zu beobachten, dass praktisch überall derzeit flügge Bachstelzen der diesjährigen Erstbrut gefüttert werden.







Im Abendlicht bieten die Heckensäume der Hemmerder Wiesen ein vielstimmiges Vogelkonzert, aus dem neben mindestens zwei Nachtigallen mehrere Mönchsgrasmücken hervorstachen. Außerdem: Singdrosseln, Schwarzdrosseln, Goldammern und viele Meisen bei der Futtersuche, letztere auch verschiedene Nishilfen bewohnend. Eine suchende weibliche Rohrweihe sorgte kurz für Unruhe unter den Kibitzen. Besonders schön heute südlich des NSG „auf dem Siepen“ abwechselnd fütternde Buntspechteltern.




In den Hemmerder Wiesen balzte heute ein Paar Flussregenpfeifer intensiv. Und noch immer halten sich dort neben den ortsansässigen Kiebitzen etliche andere Limikolen auf. Im Gebiet außerdem heute sogar drei Kuckucke, die sich verfolgten. Ein Rostganspaar führt mindestens 10 Jungvögel und auch die Nilgänse haben Nachwuchs.
Auf den Feldvogelschutzflächen in der Strickherdicker Feldflur rasteten heute fünf relativ späte Steinschmätzer. Außerdem dort ein Paar Schwarzkehlchen, ein Paar Feldlerchen, mind. zwei Paare Schafstelzen, dazu viele Fasanen und einzelne Feldhasen.

