Bei einem Spaziergang durch das Waldgebiet „Pferdekämpe“ zwischen Cappenberg und Südkirchen konnte ich erfreulich viele Tagfalter beobachten, die sich am sonnenbeschienenen Hauptweg tummelten. Am häufigsten vertreten waren kleiner und großer Kohlweißling, Admiral und C-Falter. Außerdem gab es vereinzelte Exemplare des Tagpfauenauges, Landkärtchens, Waldbrettspiels, Aurorafalters und Bläulinge. Als Höhepunkt konnte ich am Schluss der Wanderung noch einen kleinen Eisvogel vom Boden aufliegend entdecken.
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Fröndenberg: Neuntöter am 05.07.2020 (Gregor Zosel)
Heute am frühen Vormittag konnte ich den gestern entdeckten Neuntöter im Warmer Löhen (siehe gestrige Meldung) wieder beobachten. Heute etwa 150 Meter von der gestrigen Stelle entfernt (gleiche Hecke!) saß er laut warnend wieder dem Getreidefeld zugewandt. Aus dem dichten Heckenabschnitt laut bettende Jungvögel (wahrscheinlich Neuntöterjunge?), während das Männchen immer wieder unruhig warnte. Später konnte ich aus einem größeren Sicherheitsabstand zumindest ein Belegfoto vom Männchen machen. Somit wurden bisher 11 besetzte Neuntötereviere für Fröndenberg entdeckt.

Schwerte: Schwarzstorch, Baumfalke, Feldlerche, 04.07.2020 (A.Matull)
Fröndenberg: Schwarzkehlchen am 04.07.2020 (H. Knüwer)
Offenbar hält das Schwarzkehlchenpaar in der Strickherdicker Feldflur an seinem Brutplatz fest. Während gestern das Männchen zu sehen war, saß heute das Weibchen an exponierter Stelle. Vermutlich ist das Paar mit der Versorgung der Zweitbrut beschäftigt.

Fröndenberg: Neuntöter am 04.07.2020 (Gregor Zosel)
Heute konnte ich einen männlichen Neuntöter in der Hecke am Ende des Warmer Löhens entdecken. Südlich der Bahnlinie in der S-Kurve der Landstrasse saß er dem Getreidefeld zugewandt. Eigentlich kein idealer Lebensraum, da angrenzende Wiesenflächen zur Insektenjajd fehlen. Vermutlich handelt es sich um einen durchziehenden „Junggesellen“.
Bönen: Neuntöter, Grauschnäpper, Rotmilan, Grünspecht, Rabenkrähe, Taubenschwänzchen etc. am 03.07.2020 (C. Rethschulte)
Heute Morgen waren im NSG Lettenbruch folgende Tiere zu beobachten: das bereits gemeldete Neuntöter-Paar, zwei Grauschnäpper, mehrere Mönchsgrasmücken, Buchfinken und Zilpzalpe, eine Singdrossel, zwei Rotmilane, zwei Mäusebussarde, ein Teichrohrsänger, zwei Bunt- sowie drei Grünspechte, unzählige Mauersegler und Rauchschwalben. Dazu drei Rehe, zwei Jagdfasane, fünf Feldhasen und ein Fuchs.
Im Garten eine Rabenkrähe, ca. 50 Mauersegler und ein Taubenschwänzchen am Abend.














Fröndenberg: Weißstorch abgelesen am 03.07.2020 (H. Knüwer)
Der Helgoländer ELSA-Ring des beringten weiblichen Brutvogels vom Weißstorchpaar auf der Kiebitzwiese konnte heute endlich abgelesen werden. Die Beringungsdaten sind bei der Vogelwarte angefragt und werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle nachgereicht.

Fröndenberg: Bruchwasserläufer, Waldwasserläufer, Flussuferläufer, Flussregenpfeifer, Weißstörche, Tafelente, Streifengans, Nachwuchs bei Schnatterente, Höckerschwan, Neuntöter, Rohrammer und Sumpfrohrsänger am 03.07.2020 (Gregor Zosel)
Heute konnte ich im Ostteil des NSG Kiebitzwiese (vormittags, mittags und Spätnachmittag) u.a. folgendes beobachten: 5 Weißstörche (3 ad. + 2 nicht flügge Jungvögel), 2 Bruchwasserläufer, 2 Waldwasserläufer, 2 Flussuferläufer, 5 Flussregenpfeifer (3 ad. + 2 juv.), 2 Kiebitze, 2 Schnatterenten (W) + 12 Pulli, 1 Tafelerpel, 18 Reiherenten, 1 Zwergtaucher, 2 Blässrallen, 4 Rostgänse, 18 Kanadagänse, 8 Nilgänse (1 ad.+ 7 dj.), 10 Graugänse, 1 Hybridgans (Schnee x Kanada), 6 Höckerschwäne + 4 Pulli), 6 Graureiher, 5 Neuntöter (1 Paar in Sperrzone am Hochsitz, 1 Paar mit 1 juv. nahe Flößergraben), 6 Rohrammern (3:1 + 2 dj.), ca. 20 Uferschwalben über der Ruhr jagend, 1 Rotmilan sowie 2 Schwarzmilane.
Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 3 Waldwasserläufer, 1 Kiebitz, 9 Reiherenten, 1 Streifengans, 43 Kanadagänse, 99 Graugänse, 25 Nilgänse (davon 6 dj.), 2 Höckerschwäne, 1 Zwergtaucher, 4 Graureiher, mind. 4 Neuntöter (1 Paar mit mind 2 juv.) sowie ca. 500 Stare.
Im NSG Obergraben westlich Wickede 2 Neuntöter (1:1) mit Futter am Brutplatz.



















Bönen: Weiteres Neuntöter-Revier etc. am 02.07.2020 (C. Rethschulte)
Nachdem Hartmut Peitsch bereits vier Neuntöter-Reviere im Südwesten Bönens vermelden konnte (vgl. 26.04.20), gelang es heute Vormittag ein fünftes Revier im NSG Lettenbruch zu entdecken. Zu sehen und zu hören waren ein weiblicher als auch ein männlicher Altvogel. Beide Vögel sendeten Warnrufe aus, als sie mich wahrnahmen.
Zudem im NSG Lettenbruch eine Vielzahl von Schmetterlingen und Insekten, die sich insb. an den blühenden Kratzdisteln erfreuten.
Im eigenen Garten ein prächtig blühender Hauswurz.





Fröndenberg: Bruchwasserläufer, Flussuferläufer, Flussregenpfeifer, Weißstörche und Eisvogel, 02.07.2020 (K.Matull)
Heute Morgen konnte ich unter anderem folgendes vom Aussichtshügel der Kiebitzwiese aus beobachten: 1 Bruchwasserläufer, 1 Flussuferläufer, mindestens 3 Flussregenpfeifer (2 ad.+1 Jungvogel), 4 Weißstörche (2 ad.+2 Jungvögel) und 1 Eisvogel.






Fröndenberg / Unna: Staren-Massenaufkommen, Grauschnäpper, Neuntöter, Nachtigallen, Baumfalke, Weißstörche, Kiebitze, Hohltaube, Gartengrasmücken, Teichrohrsänger, Dorngrasmücken u.a., 01.07.2020 (B.Glüer)
Nach wochenlanger weitgehender Trockenheit ließ sich heute an Flora und Fauna beobachten, was der redensartlich „warme Regen“ hier und da bewirken kann. Auf dem Haarstrang / Frdbg.-Hohenheide fielen in 12 Stunden bei 23 °C über 28 Liter Regen pro Quadratmeter. In Frdbg.-Ostbüren schien ein riesiger Starenschwarm von mehreren Tausend Vögeln in regelrechter „Feierlaune“ zu sein. Abwechselnd wurde in Pfützen und Rinnsalen gebadet, auf Grünflächen nach Würmern und Larven gestochert und in einer Kirschbaumallee massenhaft an überreifen Früchten genascht.
In den Hemmerder Wiesen dampfte und triefte es ebenfalls überall vor Nässe, doch schien auch hier die Natur die ungewohnte Feuchtigkeit zu genießen. Auf den gemähten Flächen unter anderem: 18 Kiebitze, 8 Graureiher, 21 Graugänse, 11 Nilgänse, 2 adulte Weißstörche (offenbar nicht das ansässige Brutpaar), 2 Mäusebussarde, 1 Turmfalke, 1 Rotmilan, 5 singende Gartengrasmücken, >2 warnende Nachtigallen, 2 Wiesenschafstelzen, 1 balzrufende Hohltaube, 1 singender Teichrohrsänger mit mindestens 2 bettelnden, frisch ausgeflogenen Jungvögeln, 1 Neuntöter (m), 5 Grauschnäpper (3x juv. und 2x ad.). Gestern ebenda auch ein überfliegender Baumfalke.
Auch im Buschholt (Frdbg.) konnte eine Grauschnäpperbrut gefunden werden. Das Nest befand sich in einem abgebrochenen Aststumpf einer alten Rotbuche – an exakt derselben Stelle wie auch schon im Vorjahr, obwohl damals die Brut prädiert worden war (siehe auch https://www.oagkreisunna.de/2019/05/25/froendenberg-unna-boenen-wespenbussard-grauschnaepper-nachtexkursion-mit-suche-nach-wachtelkoenigen-und-wachteln-sumpfrohrsaenger-feldschwirle-girlitze-schmetterlinge-u-a-23-25-05-2019/)



















Bönen: Mutierte Amsel am 30.06.2020 (H. Peitsch)
Heute zeigte sich unter unserem Kirschbaum ein Amsel-Männchen mit fehlfarbigem Gefieder. Möglicherweise der selbe Vogel, der am 09.12.2019 in unserem Wohngebiet schon einmal fotografiert wurde. Im Gegensatz zum Albinismus, bei dem alle Farbpigmente fehlen, scheint es sich bei diesem Vogel um Leuzismus zu handeln, bei dem nur Teile des Gefieders weiß sind.


Kamen, Bergkamen, Turmfalke, Grünspecht und Co., 27.06.2020 (Gudrun und Günter Reinartz)
Wir haben in Kamen neben dem Blutbären nun auch die Raupen gefunden.
In Bergkamen flog der Turmfalke, und im Gras hüpften Rotkehlchen und Grünspecht.






Fröndenberg: Weißstörche, Flussregenpfeifer,Eisvogel, Rohrammern, Sumpfrohrsänger, Graureiher „TAM“,Rostgänse u.a. , 28.06.2020 (K.&A.Matull)
Heute am Morgen konnten wir u.a. vom Aussichtshügel der Kiebitzwiese aus 2 Weißstörche+2Jungvögel, 1 Eisvogel, 4 Flussregenpfeifer, 4 Rostgänse, 2 singende Rohrammern, 1 singender Sumpfrohrsänger und 4 Graureiher beobachten. Unter den Graureihern war auch wieder der bakannte „TAM“ beringte anwesend. H.Knüwer hatte hier vor einigen Wochen einige Informationen über diesen Vogel veröffentlicht: https://www.oagkreisunna.de/2020/06/10/froendenberg-tam-ist-wieder-da-beringter-graureiher-am-10-06-2020-h-knuewer/








Fröndenberg / Unna / Kr. Olpe: Mauersegler-Bruterfolgskontrolle, Turmfalken-Drama, Schleiereulen, Stare, Kiebitze, Neuntöter, Nachweis des in NRW seltenen Großen Eisvogels u.a., 26./27.06.2020 (B.Glüer)
Bei der diesjährigen Kontrolle der Mauerseglerkolonie im Turm der Fröndenberger Stiftskirche ergab sich heute wieder ein sehr uneinheitliches Bild. Von 20 begonnenen Bruten liegen nur 9 im „normalen“ Zeitfenster, das sich ergibt, wenn mit der Rückkehr ins Brutgebiet Anfang Mai mit der Brut begonnen wird. In 5 Nestern waren noch Eier, wobei zwei Bruten offensichtlich verlassen waren (Eier kalt und kein Altvogel anwesend). Bei 6 Bruten sind die Jungen in einem frühen Entwicklungsstand, sodass von einem Brutbeginn Ende Mai, bzw. erst im Juni ausgegangen werden muss. Somit ergibt sich mit 18 bis dato erfolgreich verlaufenen Bruten eine relativ niedrige Gesamtzahl.
In den Hemmerder Wiesen am gestrigen Abend eine imposante Starenansammlung von mindestens 5 000 Vögeln – bestehend zu einem großen Anteil aus diesjährigen. Die abgemähten Flächen bieten nach der Heuernte wohl einen reich gedeckten Tisch. Ebenda unter anderem auch 6 Kiebitze, 2 Neuntöter (1,1), 6 Graureiher.
Zu Hause, unterm eigenen Dach, hatte sich in den letzten Nächten bei den wieder im vertrauten Nistkasten brütenden Turmfalken Mysteriöses abgespielt: am gestrigen Morgen waren alle fünf Jungvögel nicht mehr im Kasten, obwohl sie noch nicht fliegen konnten. Einen konnte ich einfangen und wieder in den Nistkasten zurücksetzen, ein weiterer flatterte vor mir davon und schaffte es immerhin auf eine Hecke. Ich ließ ihn dort – in der Gewissheit, dass die Altvögel ihn auch dort versorgen. Möglicherweise hatte in der zurückliegenden Nacht ein Uhu bei den Jungfalken Beute gemacht, wobei die Überlebenden sich in die Tiefe gestürzt haben könnten. Die ebenfalls mit fünf Jungen im benachbarten Nistkasten „wohnenden“ Schleiereulen blieben unbeschadet – eventuell deshalb, weil sie stets weit hinten im großen Nistkasten sitzen? – „Happy End“ ist aber auch hier noch nicht garantiert …
Erwähnt werden soll hier auch noch ein besonders erfreulicher Fund (gestern, 26.06.) eines der eindrucksvollsten Tagfalters Mitteleuropas – wenngleich es zu der Beobachtung nicht im Kr. Unna, sondern im sauerländischen Kr. Olpe kam: eines Großen Eisvogels (Limenitis populi). Der Nachweis könnte auch landesweit von Bedeutung sein, da es in NRW nach dem Jahr 2000 wohl nur noch wenige Einzelfunde gibt. Der Große Eisvogel ist nicht nur rein optisch eine prächtige Erscheinung, sondern gehört mit bis zu 8 cm Flügelspannweite auch zu den größten heimischen Tagfaltern überhaupt. Als Euro-sibirischer Falter erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet zwar von Westfrankreich bis nach Japan, doch gehört er wegen seiner Anpassung an winterkalte Regionen zu den sogenannten Klimaverlierern und ist vielerorts bereits sehr selten geworden. Die ansteigenden Temperaturen haben ihn aus den tiefer gelegenen Regionen schon ganz verdrängt, sodass er zunehmend nur noch in höheren Bergregionen vorkommt. Vor 1950 gab es noch Nachweise aus dem Ruhrtal und vor 1900 auch aus Ostwestfalen.







