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Fröndenberg / Unna / MK: Bienenfresser, Turteltauben, Wespenbussard, Mauersegler, Kiebitznachwuchs (flügge!), Wiesenweihe, Schmetterlinge u.a., 25.05.2026 (B.Glüer)

Bei redensartlichem „Kaiserwetter“ waren nicht nur alle Pfingstwochenendler in Bestlaune – auch in Flora und Fauna scheinen die sommerlichen Temperaturen einiges in Bewegung zu bringen. So zeigte sich für mich heute (endlich!) der erste Wespenbussard (Hemmerder Wiesen) und beim Beobachten der zurzeit sehr aktiven Mauersegler, die sich abschließend auch unter unserem Dach noch freie Nisthöhlen aussuchen, zogen unerwartet zwei Bienenfresser ostwärts überhin. Bei den Schmetterlingen zeichnet sich mit der heißen Südwestströmung offenbar ein deutlicher Einflug von Distelfaltern ab. Knapp jenseits der Kreisgrenze, südlich der Ruhr (MK), konnten zwei Turteltaubenreviere ausgemacht werden (4 Rufer). Sehr erfreulich ergänzt diesen Fund eine Meldung von Marvin Stahl, der auf ornitho.de Turteltaubenbalz für den Fröndenberger Norden gemeldet hat.

In den Hemmerder Wiesen geht die Kiebitzsaison in die Schlussphase. Seit mindestens dem Ende letzter Woche fliegen erste Jungvögel bereits! Damit hat sich das Aufstellen des Elektrozaunes um die nasse Kernzone des NSG zum Schutz vor Bodenprädatoren schon jetzt gelohnt. Weitere Kiebitzküken aus späteren Bruten dürften noch folgen. Auf einem benachbarten Maisfeld wurde sogar noch ein spätes Nachgelege auf den Weg gebracht (20.05.). Das Gelege wurde markiert und wird bei landwirtschaftlichen Arbeiten umfahren. Die Chancen für den Nachwuchs, der erst Ende Juni schlüpfen wird, sind schon wegen der hohen Temperaturen und eventueller Trockenheit (weniger Regenwürmer verfügbar) ungünstig. Bleibt zu hoffen, dass der Maisaufwuchs bald Schatten und Deckung bietet.

Mauersegler sind bei dem derzeit sommerlichen Wetter sehr aktiv …, 25.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… wenn in allen beflogenen Nisthöhlen unter unserem Dach schließlich auch gebrütet wird, zeichnet sich ein neuer Höchstwert von >9 Brutpaaren ab…, 25.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… am Himmel unter den vorbeisausenden Mauerseglern plötzlich diese ungewöhnlichen Gäste Richtung Ost ziehend …, 25.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Bienenfresser! – Stumm überhinfliegend sind sie nur wegen der Mauerseglerbeobachtung und rein zufällig aufgefallen, 25.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein weiterer „Wandergesell“, dem eine weite, zurückgelegte Flugdistanz an den zerschlissenen Flügeln trotz der großen Aufnahmeentfernung anzusehen ist: Distelfalter (Hemmerder Wiesen), 24.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein anderer seltener Gast in den Hemmerder Wiesen (auf Zaunpfosten links – männliche Wiesenweihe) scheint sich für die Solarpanele des Kiebitz-Elektrozaunes (rechts) zu interessieren …, 25.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
…ebenda – leider mit unbeirrbarem Nordkurs nur auf der Durchreise – von Mäusebussard (links) begleitet …, 25.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein männlicher Wespenbussard, 25.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Außerhalb der geschützten Kernzone (Hemmerder Wiesen) versuchen Kiebitze auf einem Maisfeld noch eine späte Brut auf den Weg zu bringen. Erstaunlich, dass trotz des späten Termins mit 4 Eiern noch ein „vollständiges“ Gelege zustandekam, was sonst meist nur bei frühen Erstgelegen passsiert, 22.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Südlich der Kreisgrenze – in arttypischer Manier – eine rufende Turteltaube sehr exponiert auf einer freistehenden Lärche. Als Langstreckenzieher sind Turteltauben rings um das Mittelmeer starker Verfolgung ausgesetzt. Sogar jetzt – auf dem Heimzug in die europäischen Brutgebiete werden sie in vielen Mittelmeerstaaten abgeschossen. Das ist nicht nur illegal, sondern widerspricht zu Beginn der Brutzeit auch jeder Logik einer nachhaltigen Jagd, weil dadurch eine ausreichende Erholung der Bestände unmöglich wird, .., 23.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein für mich erster Kleiner Fuchs `26 ebenda. Inzwichen auch mit >2 weiteren Exempl. am Hemmerder Schelk nachgewiesen, 22.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenfalls südlich der Ruhr als „Paarungstandem“ zwei Mauerfüchse (mit Einzelexemplaren auch in Fröndenberg bereits wieder aufgetaucht), 22.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Lünen/Werne/Bergkamen: Wachtelkönig, Baumpieper, Schwarzkehlchen, Grauschnäpper, Gartenrotschwanz, Neuntöter, Baumfalke etc. 24./25.05.2026 (A. Steinweg)

Gestern konnte ich bei einer Fahrradtour von der Lippeaue Lünen zur Schleuse Horst folgende Beobachtungen machen:
In dem Weißstorchhorst auf dem Dach des Hochsitzes befinden sich drei gut entwickelte Jungvögel. Auf dem Weg entlang der Industriebrache Steag-Nord zum Segelflugplatz ein singender Gartenrotschwanz, ein Sumpfrohrsänger sowie mehrere Stieglitze und Dorngrasmücken. In der Feldflur südlich der Schleuse Horst zwei weitere Sumpfrohrsänger, 2 Goldammern und diverse Dorngrasmücken. An der Schleuse Horst ein Baumfalkenpaar, welches einen Hochspannungsmasten inspizierte. Auf den Traversen befinden sich zahlreiche alte Krähennester, hier ist also in Zukunft verstärkt auf eine mögliche Brut zu kontrollieren. Außerdem noch erwähnenswert 2 Nachtigallen und ein aus der Ferne rufender Kuckuck.
In den Rieselfeldern Werne konnte ich heute Morgen kurz nach Sonnenaufgang 2 (!) rufende Wachtelkönige ausmachen. Einer rief wiederholt mit langen Pausen aus einer überschwemmten Wiese, ein zweiter antwortete nur einmal kurz aus einer anderen Wiese in etwa 300 m Entfernung. Außerdem im Gebiet eine Schwarzkehlchenfamilie mit mindestens einem Jungvogel sowie zahlreiche Rohrammern, Weibchen teilweise mit Nistmaterial, mehrere Dorngrasmücken und Wiesenschafstelzen, ein rufender Kuckuck und eine Misteldrossel.
Eine abschließende Wanderung durch das NSG Beversee ergab folgende Beobachtungen: Gartenrotschwanz (2), Misteldrossel (4), Grauschnäpper (2), Gartengrasmücke (4), Baumpieper (1), Fitis (3), Gartenbaumläufer (2), Buntspecht (2), sowie unzählige Zaunkönige.
Ein kurze Abstecher in den eigentlich „verbotenen“ nördlichen Teil der Halde „Großes Holz“ brachte zum Abschluss noch einige Highlights: Neuntöter (1m), Baumpieper (3), Feldlerche (2), Sumpfrohrsänger (1) Kuckuck (1) unzählige Dorngrasmücken , ein auf einem Fahrweg auf mich zulaufender Rotfuchs sowie die Larven der Kreuzkröte in einer Fahrrinne (s. Foto). Hier ist allerdings zu befürchten, dass bei anhaltendem warmen Wetter diese Stelle austrocknet.

Larven der Kreuzkröte in einer Wagenspur, Halde „Großes Holz“ in Bergkamen. Foto A. Steinweg

Hamm/Bönen: Neuntöter, Schwarzkehlchen, Weißstorch, Zilpzalp, Kleiner Feuerfalter, Hauhechel-Bläuling, Vierfleck, Gemeiner Weichkäfer etc. am 21.-25.05.2026 (C. Rethschulte)

Bei meinem Besuch in der Sandbochumer Heide (LSG Kerstheide und Haus Reck) am 21.05.26 zeigen sich ein Zilpzalp ….
…. ein männlicher Neuntöter ….
…. ein Schwarzkehlchen sowie u.a. ein Fitis, eine Mönchs- bzw. Gartengrasmücke, zwei Bluthänflinge und eine Goldammer ….
Im Bereich Westerheide/Pelkumer Bach dieses Storchenpaar, drei Mäusebussarde, ein Wespenbussard, ein Sumpfrohrsänger, ein Gartenbaumläufer, eine Singdrossel, eine Heckenbraunelle, mehrere Stieglitze, eine Sumpf- und eine Schwanzmeise, eine Goldammer, fünf Stare ….
…. und ein Hauhechel-Bläuling (21.05.26, Fotos: C. Rethschulte).
Heute dort auch ein Gemeiner Weichkäfer. Der Käfer ist ungefähr eineinhalb Zentimeter lang und trägt seinen Namen, weil sein Körper incl. Chitinpanzer weich ist. Neben Wiesen und Waldrändern ist er – wie hier zu sehen – auch auf (Korn-)Feldern zu finden, wo er nicht nur Pflanzenteile, sondern auch kleinere Insekten als Nahrung zu sich nimmt (25.05.26, Foto: C. Rethschulte).
Heute frisch entdeckt, ein weiteres Neuntöter-Revier bei Hilbeck (Kreis Soest). Dass sich in diesen Tagen eher die Männchen zeigen, kann bedeuten, die Weibchen sind bereits mit der Eiablage beschäftigt (25.05.26, Foto: C. Rethschulte).
Im Garten gestern u.a. dieser Kleine Feuerfalter ….
…. und neben anderen Libellen auch ein Vierfleck (24.05.26, Fotos: C. Rethschulte).

Hemer: Neuntöter, Fichtenkreuzschnäbel, Schwarzkehlchen, Teichrohrsänger, Grauspecht, Waldlaubsänger und Baumpieper am 22.05.2026 (Andre Matull und Gregor Zosel)

Traditionsgemäß suchten wir heute kurz nach Sonnenaufgang den ehemaligen Truppenübungsplatz in Apricke auf, um die Reviere der Neuntöter zu erfassen. Bei unserer „Absuche“ im kompletten Gelände notierten wir insgesamt 26 Neuntöter, davon 6 Paare. Bei den übrigen Vögeln handelte es sich um Männchen, oft mit Gesang. Somit kamen wir auf 20 Reviere. Ansonsten notierten wir u.a.: 7 singende Waldlaubsänger (aus dem angrenzenden Wald), 4 Schwarzkehlchen (2 singende Männchen + 1 Paar (wahrscheinlich Jungvögel zu versorgen)), 3 überfliegende Fichtenkreuzschnäbel, 1 singender Teichrohrsänger aus Hecke (rastend), 1 Baumpieper, 1 Grauspecht, 2 Grünspechte, 14 singende Dorngrasmücken, 2 singende Klappergrasmücken, 4 singende Sommergoldhähnchen, 12 Goldammern (teilweise mit Futter), 4 Bluthänflinge (2 Reviere), 3 Hausrotschwänze, 3 Distelfinken (2 Reviere), 2 Schwanzmeisen, 3 Bachstelzen, 2 singende Misteldrosseln, mind. 7 Mauersegler, ca. 30 Rauchschwalben, ca. 10 Mehlschwalben, 1 Graureiher, 1 Mäusebussard sowie 1 Turmfalke. Unter den Beobachtungen aus der Insektenwelt war die größere Anzahl an Mauerfüchsen erfreulich.

Neuntöterpaar auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Hemer…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Neuntötermännchen in seinem Revier….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ingesamt 3 besetzte Schwarzkehlchenreviere konnten wir festmachen…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Goldammerweibchen mit Futter für die Jungvögel…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Bluthänfling nahe des Steinbruchs…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Gesang eines Teichrohrsängers aus einer Hecke…. (Tonaufnahme: Andre Matull)

Mehr als 10 Mauerfüchse flogen heute über den Truppenübungsplatz….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kleiner Feuerfalter am Wegrand….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Hauhechelbläuling. Fast nie setzten sich die Bläulinge heute für ein Foto mal für ein paar Sekunden hin ….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Braune Tageule (Euclidia glyphica) am Klee….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Großer Johanniskraut-Spanner (Aplocera plagiata)….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Paarende Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) im Baumwipfel….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Seidige Fallkäfer (Cryptocepgalus sericeus) lieben glelbe Blüten….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kupfrige Sonnenspringspinne, auch Kupfriger Sonnenspringer genannt, (Heliophanus cupreus) mit Beute….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) auf einem Blütenblatt einer Margarite….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

2 Blindschleichen kreuzten heute unseren Weg….am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Bönen / Unna: Steinkauz und Schwarzstorch – 19.05. / 23.05.2026 (H. Knüwer)

Wenn Steinkäuze Jungvögel zu versorgen haben, bleibt es nicht aus, dass sich die Altvögel gelegentlich auch tagsüber auf Ansitzjagd begeben. Der abgebildete Steinkauz saß an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Bramey-Lenningsen auf dem Mast einer Telefonleitung oder in einem alten Obstbaum und beobachtete intensiv die gemähten Straßenränder bzw. eine kleine Grünlandfläche auf der Suche nach Kleinsäugern, Käfern, Regenwürmern oder anderen Beutetieren.

Heute am frühen Morgen war erneut ein Schwarzstorch in den Hemmerder Wiesen zu sehen. Er inspizierte alle offenen Wasserflächen und zog dann nach Süden ab. Es handelte sich wieder um einen vorjährigen Vogel (s.a. Meldung vom 22.04.), der noch keinen Nachwuchs zu versorgen hat und der es sich deshalb leisten kann, Feuchtgebiete weit abseits der traditionellen Brutplätze aufzusuchen.

Um das Gefieder im Kopfbereich zu ordnen, leistet die Zehenkralle gute Dienste.
Um das Gefieder im Kopfbereich zu ordnen, leistet die Zehenkralle gute Dienste. (Foto: H. Knüwer)
Auch durch Schütteln lässt sich das Gefieder wieder in Ordnung bringen.
Auch durch Schütteln lässt sich das Gefieder wieder in Ordnung bringen. (Foto: H. Knüwer)
Schwarzstorch in den Hemmerder Wiesen am 23.05.26
Schwarzstorch in den Hemmerder Wiesen am 23.05.26 (Foto: H. Knüwer)
Der Schnabel und die Beine dieses Schwarzstorches sind noch nicht intensiv rot gefärbt. Die braune Kopf-/Halspartie und der fehlende Glanz weisen diesen Vogel als vorjährig aus.
Der Schnabel und die Beine dieses Schwarzstorches sind noch nicht intensiv rot gefärbt. Die braune Kopf-/Halspartie und der fehlende Glanz weisen diesen Vogel als vorjährig aus. (Foto: H. Knüwer)
Auch auf diesem Foto sind die Altersmerkmale gut zu erkennen.
Auch auf diesem Foto sind die Altersmerkmale gut zu erkennen. (Foto: H. Knüwer)

Bönen: Waldohreulen u.a. am 20.-22.05.2026 (H.Peitsch)

Bereits vorgestern konnte im nördlichen Teil des HRB ein Neuntöter-Paar festgestellt werden.

Ergänzend zur Waldohreulen-Meldung von C. Rethschulte vom 19.05. zeigten sich heute auch 3 Jungvögel.

Waldohreule, 2205.26 Foto: Hartmut Peitsch
Waldohreule, 2205.26 Foto: Hartmut Peitsch
Waldohreulen-Jungvogel. 22.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
Waldohreulen-Jungvogel. 22.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
3 Waldohreulen-Jungvögel . 22.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
3 Waldohreulen-Jungvögel . 22.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
Neuntöter-Weibchen, 20.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
Neuntöter-Weibchen…, 20.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
das dazugehörende Männchen, 20.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
…das dazugehörende Männchen, 20.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
Gimpel am HRB. 20.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
Gimpel am HRB. 20.5.26 Foto: Hartmut Peitsch
Nilgans an der Seseke. 2205.26 Foto: Hartmut Peitsch
Nilgans an der Seseke. 20.05.26 Foto: Hartmut Peitsch

Schwerte: Weißstorch, 22.05.2026 (Birgit und Bernd Schulte)

Am 22.05.2026 konnte bei der frühmorgendlichen, mit den Naturschutzbehörden abgestimmten Überfliegung der Mahdflächen zwecks Kitzrettung die Zahl der Weißstorch-Jungvögel by the way und störungsarm belegt werden: es sind zwei Jungvögel im Weißstorch-Nest im NSG Mühlenstrang in Schwerte. Drohnenüberflüge in dieser Flughöhe sind im Bereich von Naturschutzgebieten nur zulässig, wenn die zuständige Naturschutzbehörde dies ausdrücklich gestattet hat und ansonsten verboten.

Weißstorch-Nest im NSG Mühlenstrang in Schwerte, 22.05.2026 Videoausschnitt
Weißstorch-Nest im NSG Mühlenstrang in Schwerte, 22.05.2026 Videoausschnitt

Werne: Rotschenkel, Wachtelkönig und Tüpfelsumpfhuhn, 15. – 17.05.2026 (Ludger Trepper)

Die Rotschenkel konnten am 15.05.2026 in den Rieselfeldern Werne fotografiert werden. Den Wachtelkönig habe ich, nach der aufregenden Entdeckung im letzten Jahr, am 15.05.2026 mehrfach gehört und am 17.05.2026 aufnehmen können. Außerdem habe ich noch ein Tüpfelsumpfhuhn mehrfach gehört.

Rotschenkel
Rotschenkel, Rieselfelder Werne, 15.05.2026 Foto: Ludger Trepper
Schafstelze
Schafstelzen, Rieselfelder Werne, 15.05.2026 Foto: Ludger Trepper
Wachtelkönig, Rieselfelder Werne, 17.05.2026 Aufnahme: Ludger Trepper
Tüpfelsumpfhuhn, Rieselfelder Werne, 17.05.2026 Aufnahme: Ludger Trepper

Fröndenberg: Kuckuck-Ruf, 20.05.2026 (Burkhard Koll)

Exakt 16:18 Uhr war aus dem Wald des Strickherdicker-Bachtales wiederholt der Ruf eines Kuckucks zu vernehmen, bevor die Männer und Frauen der „Florian-Gemeind“ ihr monotones Tatü-Tata Konzert anstimmten und damit ein weiteres Vernehmen des seltenen Sängers übertönten (aber hoffentlich rechtzeitig und helfend ihr Ziel erreichten).

NSG Lettenbruch/Böingholz: Waldohreule, Habicht, Mäusebussard, Neuntöter, Gelbspötter, Mittelspecht, Haussperling etc. am 19./20.05.2026 (C. Rethschulte)

Im erweiterten Bereich des NSG Lettenbruch zeigte sich gestern – zugegebenermaßen völlig unverhofft – diese adulte Waldohreule (19.05.26, Foto: C. Rethschulte).
Ebenfalls gestern über dem NSG Lettenbruch dieser Beute tragende Habicht (19.05.26, Foto: C. Rethschulte).
Im NSG Lettenbruch ein erster Nachwuchs-Nachweis bei den Mäusebussarden: der Jungvogel ist an seinem weißen Hinterkopf zu erkennen (19.05.26, Foto: C. Rethschulte).
Heute im NSG Lettenbruch dieses Neuntöterpaar; das Männchen hat dem Weibchen gerade ein „Brautgeschenk“ übergeben (20.05.26, Foto: C. Rethschulte).
Beim anschließenden Besuch im Böingholz zunächst eine Enttäuschung: dieser Rotmilan-Horst wirkte im März aufgrund der Anwesenheit eines Rotmilan-Paares noch sehr vielversprechend, heute dagegen erscheint er sehr verlassen – kein Rotmilan in Sicht; dafür aber u.a. ein intakter Mäusebussard-Horst, ein (für mich erster) Gelbspötter und ein Mittelspecht (20.05.26 Foto: C. Rethschulte).
Im eigenen Garten wird unsere abgestorbene Linde neuen Zwecken zugeführt: ein männlicher Haussperling nutzt die Fasern der Rinde als Nistmaterial (20.05.26, Foto: C. Rethschulte).

Werne / Bergkamen: Weißstörche, Schwarzkehlchen, Rohrammer, Reh, Singdrossel, 16.05. 2026 – 17.05.2026 (Karl Heinz Lindemann )

Bei meinem Besuch in den Rieselfeldern Werne ca. 20 überfliegende Weißstörche ( Teilfoto ) 16.05.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Schwarzkelchen in den Rieselfeldern Werne, 16.05.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Männliche Rohrammer ebenfalls Rieselfelder Werne, 16.05.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Rohrammer Weibchen in der Nähe, Rieselfelder Werne, 16.05. 2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Dieser Rehbock lief mir über dem Weg in den Lippewiesen Bergkamen – Werne, 17.05.2026, Foto Karl Heinz Lindemann )
Singdrossel ebenfalls in den Lippewiesen Bergkamen – Werne, 17.05.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Fröndenberg / Unna: Baumfalken, Grauschnäpper, Sumpfrohrsänger, Gelbspötter, Gartenrotschwanz, Regenbrachvogel, Schwarzkehlchen-Nachwuchs, Kiebitz-Nachwuchs u.a., 17.05.2026 (B.Glüer)

Der Vogelzug mit den späten Heimkehrern und Rastvögeln geht inzwischen dem Ende entgegen. So hatte auch ich heute (meine ersten) Sumpfrohrsänger mit je einem Sänger in der Strickherdicker Feldflur und einer SO von UN-Hemmerde. Außerdem ein (für mich erster) Gelbspötter in den Hemmerder Wiesen, ein (für mich) erster (und einziger!) Grauschnäpper gestern u. heute in Frdbg.-Warmen. In der Strickherdicker Feldflur heute noch 4 rastende Steinschmätzer (der erste ebenda am 06.04. von B. Nikula). In den Hemmerder Wiesen heute noch >2 Grünschenkel und 1 Rotschenkel. Vorgestern (15.05.) ebenda sogar ein rastender Regenbrachvogel.

Alles Suchen nach Wespenbussarden auf dem Haarstrang und im Ruhrtal war bisher leider vergebens. Hingegen heute erfreulich – das Erscheinen von 2 Baumfalken in der Strickherdicker Feldflur mit Revier- und Balzverhalten (Beuteübergabe).

Das Brutgeschehen zeigt hier und da bereits erfreuliche Ergebnisse: in den Hemmerder Wiesen konnten innerhalb des E-Zaunes gestern aus der Ferne 14 (!) Kiebitzküken gezählt werden. Da einige schon recht groß und gleichzeitig vorsichtig – andere ohnehin versteckt gar nicht zu sehen sind, kann man insgesamt von noch mehr Küken ausgehen (am 03.05. waren einmal 18 Küken gleichzeitig zu sehen!). Schwarzkehlchen haben teils ihre erste Brut flügge – im Hemmerder Ostfeld füttern >2 Paare flüggen Nachwuchs. An 3 Stellen gibt es im Südkreis Brutverdacht für Gartenrotschwänze (Frdbg.-Bentrop, Hemmerder Schelk, Westhemmerde).

Grauschnäpper mit Reviergesang in einem Hausgarten einer Wohnsiedlung in Frdbg.-Warmen, 17.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Einer von ca. 50 Mauerseglern im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede. Die nasskalte Witterung macht den Mauerseglern zu schaffen. Aber auch insgesamt sieht es mit der Art nicht gut aus. So ermittelte der NABU bei der diesjährigen Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“ sogar einen Rückgang von 25%, 17.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein besonderer Gast in den Hemmerder Wiesen: Regenbrachvogel. Der helle Scheitelstrich – gesäumt von je einem dunklen Seitenstrich mit dem deutlich kürzeren Schnabel und der insgesamt geringeren Größe unterscheiden ihn vom Großen Brachvogel, 15.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Vermutlich als Paar hielten sich diese beiden Nonnengänse mindestens 4 Tage im Umfeld der Hemmerder Wiesen auf, 07.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Am Rande eines Rapsfeldes noch ein männliches Braunkehlchen nahe Steinen-Moskau, 16.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Drei Thunbergschafstelzen im Hemmerder Ostfeld auf einem Kartoffelacker Nahrung suchend. Am Folgetag (09.05.) konnte Hartmut Brecher ebenda 9 (!) Exemplare beobachten …, 08.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… bisher bleibt es bei nur zwei Nachweisen rastender Thunbergschafstelzen, 08.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Gartenrotschwanzpaar nördlich von Frdbg.-Bentrop mit Revierverhalten, 08.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Weibliches Schwarzkehlchen mit erbeuteter Schnake und einem flüggen Jungvogel folgend (Hemmerder Ostfeld) …,16.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein weiteres Nestgeschwister verfolgt die Szene von seiner Sitzwarte im Kerbel des Wegesrandes. Leider werden blühende Wegsäume derzeit bereits wieder an vielen Stellen rigoros abgemäht, 16.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Als echte Erfolgsgeschichte erweisen sich bisher alle Arbeiten um das Brutgeschäft der Kiebitze in den Hemmerder Wiesen. Innerhalb des schützenden Elektro-Zaunes (Hintergrund) sind aus der Ferne 3 fast erwachsene Kiebitzküken zu sehen (gelbe Pfeile), 16.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg/Schwerte: Schwarzstorch, Seidensänger, Baumfalke, Rotschenkel, Flussuferläufer, balzende Flussregenpfeifer, Rohrammern, Silberreiher, Teichrohrsänger, Weißstörche u.a. 14.-17.05.2026 (K.&A.Matull)

Am Donnerstag (14.05.) in den Schwerter Röllingwiesen bei sehr hohem Wasserstand und Wetterbedingungen mit allen Facetten u.a.: 1 Teichrohrsänger, 1 Schwarzkehlchen (1,0), 1 Neuntöter (1,0), 1 rastender Flussuferläufer, 1 Silberreiher, 2 brütende Haubentaucher, > 3 Rohrammern, > 4 Zwergtaucher und 36 Reiherenten (21,15). Zudem > 200 stationäre Rauchschwalben (artrein) sowie später > 50 Mauersegler, die von einer heranziehenden Schlechtwetterfront vor sich hergeschoben wurden. Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. 2 balzende Flussregenpfeifer, 2 Flussuferläufer und ein Rotschenkel.

Am Freitag (15.05.) bei einem Rundgang entlang „NSG Mühlenstrang“ in Schwerte u.a.: 8 Dorngrasmücken, 7 Gartengrasmücken, 5 Sumpfrohrsänger, 4 Rohrammern (inkl. ein Paar), > 2 Neuntöter (2,0), 1 Teichrohrsänger, 1 Kuckuck sowie 1 Rotmilan. Bei den Weißstörchen bestätigten sich (wie von Familie Schulte bereits hier am 09.05. gemeldet) 2 Pulli im Nest – der erste Nachwuchs in dieser seit April 2024 bestehenden Nisthilfe.

Der an dieser Stelle bereits gemeldete Seidensänger konnte bei einer Nachkontrolle fast drei Wochen später erneut am südlichen Ruhrufer des Gebiets registriert werden. Der wiederholte Gesang spricht mittlerweile für ein fest etabliertes Revier. Da Seidensänger oft polygam leben, stiegen dadurch theoretisch die Chancen, mehr als ein Individuum zu erfassen. Angesichts der noch nicht vorhandenen Dichte dieser Art im Verbreitungsgrad und einer möglichen beginnenden Erstbesiedlung des Ruhrtals im südlichen Kreis Unna ist vorerst jedoch bestenfalls von einer Einzelrevier-Besiedlung oder einer monogamen Zweckverpaarung auszugehen. Ein exakter Nachweis ist wegen der dichten, unzugänglichen und allgemeinen Gegebenheiten vor Ort methodisch wahrscheinlich kaum zu erbringen.

Hörbeleg des Seidensängers am südlichen Ruhrufer des NSG Mühlenstrang in Schwerte. Die regelmäßigen, wenn auch heute selteneren Gesänge bestätigen mittlerweile ein fest etabliertes Revier (15.05.2026, Tonaufnahme: Andre Matull).

Auf gleicher Höhe ein überfliegender Schwarzstorch, der nach kurzem Kreisen in westliche Richtung abzog. Im Wassergewinnungsgebiet Geisecke hielten sich 18 nahrungssuchende Weißstörche auf überschwemmtem Grünland auf. Es ist davon auszugehen, dass sich im gesamten Gebiet des Wassergewinnungsgeländes seit Tagen mindestens 30 Individuen aufhalten. Bereits im Vorjahr war das Gebiet zeitweise ein Hotspot für vagabundierende Trupps, bei denen es sich vermutlich um Nichtbrüter handelt. Im Gelände nördlich der Schoofs-Brücke ein ruhender und später nach Osten abziehender Baumfalke sowie 7 Graureiher in einem trockenen Filterbecken. Allgemein ist zu beobachten, dass praktisch überall derzeit flügge Bachstelzen der diesjährigen Erstbrut gefüttert werden.

Dieser Flussuferläufer nutzte am 14.05.2026 mit einem umgestürzten Baumstamm in den Röllingwiesen (Schwerte) bei einem hohen Wasserstand eine der wenigen Rastmöglichkeiten für Limikolen. (Foto: Klaus Matull).
Bei einsetzendem Regen suchten Teile des großen Rauchschwalben-Schwarms Schutz und besetzten jeden verfügbaren Ansitz. (14.05.2026, Foto: Klaus Matull).
Parallel zum Einzelvogel in den Röllingwiesen nutzten am 14.05.2026 gleich zwei Flussuferläufer die Fröndenberger Kiebitzwiese zur Rast (Foto: Klaus Matull)
Ebenda zeigt der direkte Vergleich zwischen einem Flussuferläufer (hinten links) und dem Rotschenkel (vorne rechts) den eklatanten Größenunterschied dieser beiden Arten. 14.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Erstmalig gibt es Nachwuchs bei den Weißstörchen im NSG Mühlenstrang in Schwerte. Dieses stellt sicher eine Bereicherung für den Ruhrtalradweg dar. 15.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Auf gleicher Höhe mit dem Seidensänger-Revier am Mühlenstrang überflog dieser adulte Schwarzstorch am 15.05.2026 das Gebiet und zog nach kurzem Kreisen weiter nach Westen (Foto: Andre Matull).
Nördlich der Schoofs-Brücke weicht dieser ruhende Baumfalke kurz darauf noch den Angriffen einer Rabenkrähe aus und verlässt seine exponierte Warte. Am Himmel jedoch wendet sich das Blatt: In seinem wahren Element – der Luft – macht dem windschnittigen und pfeilschnellen Jäger niemand etwas vor. (15.05.2026, Foto: Andre Matull)