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Fröndenberg: Graureiher TAM, 18.12.2025 (Philipp Korreck)

Am 18.12.25 konnte ich auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg Graureiher Tam fotografieren, der anscheinend nach Google Recherche um die 16 Jahre alt ist.

Ich konnte beobachten, wie er sein Futter gegen einen Silberreiher verteidigen konnte.

Graureiher Tam in der Kiebitzwiese Fröndenberg, 18.12.2025 Foto: Philipp Korreck

Kamen: Vogeldaten, 20.12.2025 (Karl-Heinz Kühnapfel)

Im eigenen Garten wenige Vögel: 1 Rotkehlchen, 1 Wintergoldhähnchen, 2 Rabenkrähen, 2 Elstern, 2,1 Amseln im Pfaffenhütchen, 1 Fasan M.
Anbei 2 Amselfotos im Pfaffenhütchen vom 07.11.2025.

Amsel-Männchen im Pfaffenhütchen, Kamen, 07.11.2025 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Amsel-Weibchen im Pfaffenhütchen, Kamen, 07.11.2025 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel

Fröndenberg: Hausrotschwanz, Waldschnepfen, Wespenbussardhorst, Biber, Insekt des Jahres `24 u.a., 21.12.2025 (B.Glüer)

Am Tag des Winterbeginns und der Wintersonnenwende (Tage werden wieder länger!) ein kleiner Rückblick auf wenige Highlights der beobachtungsarmen Zeit zurückliegender Wochen. In den Waldgebieten des Stromberges (Frdbg.) konnte heute an zwei unterschiedlichen Plätzen je eine abfliegende Waldschnepfe beobachtet werden. Da Brutnachweise der Waldschnepfe im Kr. UN kaum noch gelingen, trifft man bei uns fast ausschließlich nur noch überwinternde Rastvögel an. Seit dem 26.11. gab es an sieben unterschiedlichen Tagen insgesamt 19 Sichtungen in dieser Region. Immerhin konnten beim ersten Antreffen der Art während einer 4stündigen Wanderung am Stromberg sogar 6 (!) Exemplare gefunden werden.

Ausgesprochen erfreulicher „Beifang“ während vieler Waldwanderungen war außerdem in den jetzt laubfreien Baumkronen die Entdeckung eines Wespenbussardhorstes. In vielen Meldungen des Spätsommers war wegen einer Reihe von Beobachtungen immer wieder vom Brutverdacht eines Paares nahe Frdbg.-Bausenhagen die Rede. Mindestens einmal wurde dieser Verdacht auch durch die Beobachtung von Wabentransport erhärtet. Horstsuchen der letzten Wochen um Bausenhagen blieben jedoch erfolglos. Jetzt gelang eher zufällig gut 3 km entfernt (für Wespenbussarde keine nennenswerte Distanz!) der Fund eines gut erhaltenen Horstes, der offenbar in diesem Jahr erst neu errichtet worden ist und deutlich sichtbar komplett aus belaubten Zweigen besteht.

Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede zeigte sich heute ein überwinternder Hausrotschwanz (m). Schon im vergangenen Winter 2024/25 hatte hier ein männlicher Hausrotschwanz überwintert. Auch zwei Waldwasserläufer überwintern offenbar im Gelände. Sie konnten heute wie auch schon bei zurückliegenden Begehungen angetroffen werden (es kann angenommen werden, dass es sich immer um dieselben Vögel handelt). Ebenfalls bemerkenswert – und in den jetzt vegetationsarmen Ufergehölzen der Ruhr besonders leicht zu entdecken sind im Wassergewinnungsgelände zahlreiche Fraß- und Nagespuren von Bibern. Auch im Hammer Wasserwerk des Fröndenberger Ostens sind auffällige Biberspuren, so dass von mindestens zwei Vorkommen entlang der Ruhr in Fröndenberg ausgegangen werden kann.

Überwinternder Hausrotschwanz (m) im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede…, 21.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda deuten auf mehreren Hundert Metern Uferlänge zahlreiche Nagespuren auf die Anwesenheit von Bibern hin…, 14.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenso wie auch im Hammer Wasserwerk des Fröndenberger Ostens, 10.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Besonders erfreulicher Fund – dieser Fröndenberger Wespenbussardhorst, zu dem vermutlich das eingeschobene, sehr markante Wespenbussardmännchen gehört, das öfter rund um Frdbg.-Bausenhagen beobachtet werden konnte. Da Wespenbussarde erst ab Mitte Mai mit dem Horstbau beginnen, tragen die zum Bauen von umstehenden Bäumen abgebrochenen Zweige deutlich erkennbar Blätter, die dann am Zweig trocknen und nicht abfallen, 15.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein anderer ungewöhnlicher Winterfund am Stromberg (für mich Erstbeobachtung) dieser skurrile Käfer: Stierkäfer (Typhaeus typhoeus) – „Insekt des Jahres 2024“, 26.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Zwar fängt der Winter gerade erst an, doch die Misteldrosseln – hier bestens mit den Beeren der Namen gebenden Mistel versorgt (Bausenhagen), startet hier und da bereist laut hörbar mit Reviergesang in die neue Brutsaison (für mich Erstgesang am 04.12.), 17.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Auch dieser Steinkauz vor seiner Brutröhre (Bausenhagen) hat vielleicht bereits die neue Saison im Blick, 10.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

NSG Lettenbruch/Bönen: Mittelspecht, Buntspecht, Kleiber, Gimpel, Schwanzmeise, Sumpfmeise, Silberreiher, Wacholderdrossel etc. am 21.12.2025 (C. Rethschulte)

Am heutigen Nachmittag waren im NSG Lettenbruch folgende Vögel zu beobachten: ein Silberreiher, eine Sumpfmeise, zwei Gartenbaumläufer, ein rufender Gimpel, mindestens zwei Schwanzmeisen, mehrere Kleiber …
… drei Buntspechte, ein rufender Mittelspecht, etliche Blau- und Kohlmeisen, ca. 50 Wacholderdrosseln, mehrere Grünfinken, zwei Eichelhäher, ca. 10 Rabenkrähen und zwei Amseln (21.12.25, Fotos: C. Rethschulte).
Im Garten heute u.a. mehrfach zwei Kleiber, zwei Buntspechte ….
… und fünf Schwanzmeisen (Fotos vom 16.12.25, C. Rethschulte).

Unna: Rebhuhnkette am 19.12.2025 (U. Becker)

In einem Rapsfeld nahe Haltepunkt Lünern konnte heute eine Rebhuhnkette mit 7 Tieren beobachtet werden. Zwischen der Eisenbahn und der B1 halten sich seit mindestens zwei Jahren regelmäßig Rebhühner auf.
Am 16.12.2025 rief gegen 8 Uhr ein Hahn zwischen Westhemmerde und Hemmerde, ebenfalls aus einem Rapsfeld.

Belegfoto Rebhühner in Lünern am 19.12.2025 (U. Becker)

Unna: Höckerschwan, Singschwan, Blässgans, Krickente, Spießente, Stockente und Habicht am 18.12.2025 (H. Knüwer)

In den Hemmerder Wiesen nimmt die Zahl der Wasservögel und die Zahl der anzutreffenden Wasservogelarten stetig zu. So reihte sich heute der Singschwane (mit gleich 3 Individuen – 2 Altvögel, 1 Jungvogel) in die Liste der für das Gebiet erstmalig nachgewiesenen Arten ein. Die Anwesenheit dieses Familienverbandes missfiel einem sich bereits mehrere Tage im Gebiet aufhaltenden Höckerschwanenpaar. Mit gesträubtem Gefieder gingen beide Altvögel auf die Singschwäne los. Diese nahmen es gelassen und flogen lediglich ein Stückchen weiter. Damit schienen dann auch die Kräfteverhältnisse geklärt zu sein.

Mittlerweile rasten zunehmend Blässgänse im Gebiet. Heute waren es mindestens 60. Auch die Zahl der Krickenten ist auf mindestens 30 angestiegen. Eine männliche Spießente war auch heute anwesend. Weit über 200 Stockenten tummeln sich gegenwärtig in der Kernzone.

Eine so große Ansammlung scheint auch Anziehungskraft auf u.a. ein junges Habichtweibchen auszuüben. Dieses versuchte am 12.12. dreimal hintereinander, eine Stockente zu erbeuten, erfolglos. Und auch heute schoss vermutlich dasselbe Weibchen flach über die Entenschar hinweg. Aber anstatt das Gebiet zu verlassen, versammelten sich alle Enten flugs auf engstem Raum in der Mitte der Flachwasserzone. Durch diese Strategie hatte der Habicht auch heute erneut das Nachsehen.   

Singschwanfamilie in den Hemmerder Wiesen am 18.12.2025
Singschwanfamilie in den Hemmerder Wiesen am 18.12.2025 (Foto: H. Knüwer)
Das Höckerschwanenpaar mag die Singschwäne nicht …
Das Höckerschwanenpaar mag die Singschwäne nicht …
... und geht zur Attacke über.
… und geht zur Attacke über.
Der Singschwan sucht sein Heil in der Flucht…
Der Singschwan sucht sein Heil in der Flucht…
… und landet – wie auf Wasserskiern – am Rande des Flachgewässers.
… und landet – wie auf Wasserskiern – am Rande des Flachgewässers. (Fotos: H. Knüwer)
Teil einer größeren Blässgansansammlung; immer wieder verlassen die Gänse die Wasserfläche, um in der Umgebung Nahrung aufzunehmen.
Teil einer größeren Blässgansansammlung; immer wieder verlassen die Gänse die Wasserfläche, um in der Umgebung Nahrung aufzunehmen. (Foto: H. Knüwer)
Gegenwärtig dürften sich so viele Stockenten in den Hemmerder Wiesen aufhalten wie in keinem Winter zuvor. Unter den Enten auch eine männliche Spießente (Pfeil). (Foto: H. Knüwer)
Fast immer machen Rabenkrähen (oben rechts im Bild) durch lautes, markantes Rufen auf die Anwesenheit eines Habichts aufmerksam. Nur dadurch ließ sich der junge Habicht (links im Bild) frühzeitig entdecken – 12.12.2025.
Fast immer machen Rabenkrähen (oben rechts im Bild) durch lautes, markantes Rufen auf die Anwesenheit eines Habichts aufmerksam. Nur dadurch ließ sich der junge Habicht (links im Bild) frühzeitig entdecken – 12.12.2025. (Foto: H. Knüwer)
Dreimal versuchte der Habicht, eine Stockente zu erbeuten. Alle Fangversuche schlugen fehl. Die Ente entzog sich dem Zugriff jeweils durch geschicktes Abtauchen. Der Habicht hatte das Nachsehen. Im Bild drei Szenen der Aktion am 12.12.2025.
Dreimal versuchte der Habicht, eine Stockente zu erbeuten. Alle Fangversuche schlugen fehl. Die Ente entzog sich dem Zugriff jeweils durch geschicktes Abtauchen. Der Habicht hatte das Nachsehen. Im Bild drei Szenen der Aktion am 12.12.2025. (Foto: H. Knüwer)

Schwerte: Der fischende Zaunkönig (18.12.2025, P.Krüger; Melder: A.Matull)

Peter Krüger gelang heute eine wahrhaft nicht alltägliche Naturbeobachtung: Er konnte einen Zaunkönig dokumentieren, der einen kleinen Fisch erbeutet hatte.

Was zunächst verblüfft, lässt sich wahrscheinlich durch die enorme Anpassungsfähigkeit dieser Vögel erklären: Obwohl Zaunkönige primär Insekten fressen, suchen sie ihre Nahrung oft in Bodennähe oder an feuchten Uferzonen. Entdecken sie dort im flachen Wasser eine energiereiche Proteinquelle wie winzige Fische oder Kaulquappen, nutzen sie diese Gelegenheit geschickt aus. Ähnliche Sichtungen lassen sich bei gezielter Recherche auch international finden und unterstreichen das opportunistische Jagdverhalten der kleinen Vögel.

In der heutigen Zeit ist es wohl zudem wichtig zu betonen, dass es sich bei den nachfolgend gezeigten Aufnahmen um absolut authentische Dokumente handelt, die garantiert nicht durch künstliche Intelligenz oder andere Mittel manipuliert wurden, sondern das reale Naturgeschehen zeigen.

Zaunkönig mit erbeuteten Fisch in Schwerte am 18.12.2025. (Foto: Peter Krüger)
Zaunkönig mit erbeuteten Fisch in Schwerte am 18.12.2025. (Foto: Peter Krüger)
Zaunkönig mit erbeuteten Fisch in Schwerte am 18.12.2025. (Foto: Peter Krüger)
Zaunkönig mit erbeuteten Fisch in Schwerte am 18.12.2025. (Foto: Peter Krüger)
Zaunkönig mit erbeuteten Fisch in Schwerte am 18.12.2025. (Foto: Peter Krüger)
Zaunkönig mit erbeuteten Fisch in Schwerte am 18.12.2025. (Foto: Peter Krüger)

NRW/Kreis Unna: Grauammern gesucht, 17.12.2025 (Ralf Joest)

Grauammern im Winter gesucht!

Die Grauammer ist eine typische Art der Agrarlandschaften. In NRW gibt es noch Vorkommen in den rheinischen Börden und der westfälischen Hellwegbörde. Wie viele andere Feldvögel gehört sie bei uns zu den stark zurückgehenden Arten. In jüngster Zeit sind aber in einigen Regionen, wie zum Beispiel der westfälischen Hellwegbörde, leichte Zunahmen erkennbar. Dies betrifft sowohl die Zahl der Brutreviere als auch die Feststellungen von Grauammertrupps im Winter. Da die Art auch den Winter bei uns verbringt, ist sie auf ein ausreichendes Nahrungsangebot angewiesen. Gerne sucht sie daher Vertragsnaturschutzflächen wie Blühflächen, Brachen oder nicht geernetetem Getreide auf. Die Biologischen Stationen der Kreise Bonn-Rhein-Erft, Düren, Euskirchen und Soest führen in der ersten Januarwoche eine abgestimmte Erfassung überwinternder Grauammern in den regionalen Schwerpunktgebieten durch. Darüber hinaus sind aber alle weiteren Winterbeobachtungen der Art aus NRW interessant. Vogelbeobachter_innen werden daher gebeten, in den kommenden Wochen verstärkt auf die Art zu achten und ihre Beobachtungen bei ornitho.de zu melden.

Holzwickede/Schwerte/Fröndenberg/Menden&Iserlohn (Kreis MK): Schwarzkehlchen, Blässgänse, balzende Gänsesäger, Schnatterenten, Wanderfalke, Bekassinen, Sperber, Pfeif-, Krick und Löffelente, Höckergänse, Wiesenpieper, Gebirgsstelzen, überwinternder Weißstorch, Mauswiesel u.a. sowie NWO Wasservogelzählung im MK mit u.a. Seidensänger, Schnatterenten, Pfeifenten sowie Misteldrossel Gesang (13.-15.12.2025, K.&A.Matull)

Am Samstag (12.12) konnten wir auf dem Geiseckesee insgesamt 26 Gänsesäger (14,12) beobachten. Die milden Temperaturen begünstigten die beeindruckende Balzstimmung.

Gestern, am 13. Dezember, stach auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg besonders die erheblich angestiegene Zahl der lange vermissten Schnatterenten ins Auge, die sich zwischen den beiden Aussichtshügeln aufhielten. Ein weiterer interessanter Aspekt: Auch in diesem Winter unternimmt mindestens ein Paar Schwarzkehlchen einen Überwinterungsversuch vor Ort.

Des weiteren konnten wir unter anderem (zeitweise mit B.Nikula) zusammen folgendes beobachten:

6 Höckerschwäne, 12 Kanadagänse, 3 Höckergänse stets zusammen mit einer Hausgans, 26 Blässgänse (darunter 5 diesjährige), > 279 Graugänse, 4 Nilgänse, 82 Schnatterenten, 2 Pfeifenten (1,1), eine Krickente (0,1), eine Löffelente (0,1), 238 Stockenten+4 Bastard/fehlfarben, ein Kormoran, 3 Silberreiher, 3 Graureiher, ein Sperber, 2 Bekassinen, ein Wanderfalke (kurzer Durchflug zum Ententeich), ein Eisvogel, 24 Wacholderdrosseln, 2 Gebirgsstelzen und ungezählte Wiesenpieper, möglicherweise auch Bergpieper.

In Schwerte-Westhofen überwintert das Weißstorch-Weibchen von der Röllingwiese das 4.Jahr in Folge. Hier schaut an einer Futterstelle auch regelmäßig ein Mauswiesel vorbei.(Beobachter: P.Krüger)

Mit einem erweiterten regionalen Fokus ergaben sich in der unmittelbaren Nachbarschaft durch die NWO Wasservogelzählung folgende Beobachtungen:

Der in Iserlohn überwinternde Seidensänger hat die erste Frost- und Schneeperiode bereits erfolgreich überstanden. Dies liefert einen ersten eindrücklichen Beweis dafür, dass die Art die anspruchsvollen klimatischen Bedingungen der höheren Lagen Nordrhein-Westfalens auch im Winter erfolgreich meistern kann.

Für die Wasservogelzählung wurden am Seilersee folgende Arten notiert:

2 Höckerschwäne, 11 Nilgänse, 58 Stockenten+ 2 Stockenten Bastard/fehlfarben, eine Tafelente, 13 Reiherenten, 2 Zwergtaucher, 10 Kormorane, 7 Graureiher, 4 Teichhühner, 13 Blässhühner und ein Eisvogel. 

An den Oeseteichen in Menden beeindrucken vor allem 258 Schnatterenten in Balzstimmung. Ebenda eine Misteldrossel mit Vollgesang.

Ansonsten wurden hier für die Wasservogelzählung folgende Arten erfasst:

2 Höckerschwäne, 24 Pfeifenten, 89 Stockenten+ 3 Bastard/fehlfarben, 23 Reiherenten, 7 Zwergtaucher, ein Kormoran, ein Silberreiher, ein Graureiher, 4 Teichhühner, 3 Blässhühner und ein Eisvogel.

Ein Teil der Gänsesäger auf dem Geiseckesee. Die milden Temperaturen forcierten die Balzstimmung. 13.12.2025 (Foto: Andre Matull)
Auch in diesem Jahr unternehmen die Schwarzkehlchen (hier männlich) auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg einen Überwinterungsversuch. 14.12.2025 (Foto: Andre Matull)
Nie weit entfernt das Weibchen auf der Kiebitzwiese am 14.12.2025. (Foto: Andre Matull)
Bekassinen sind auf der Vernässungsfläche der Kiebitzwiese in ihrem Element. 14.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Der beringte Graureiher „TAM“ gehört schon zum Inventar der Kiebitzwiese und befindet sich ab Neujahr im 18.Kalenderjahr. 14.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Die Weißstörchin von der Röllingwiese (Ringablesung) überwintert in Schwerte bereits zum vierten Mal. Trotz eines schwierigen Brutjahres 2025, in dem sie und ihr Partner aufgrund des trockenen Frühjahrs und daraus resultierendem Nahrungsmangel vier von fünf Jungvögeln verloren (der letzte Jungstorch wurde flügge), sichert sie durch ihr Bleiben einen hervorragenden Brutplatz. Zudem entgeht sie durch die Überwinterung in Deutschland ( unbewusst ) der grassierenden Vogelgrippe, die derzeit vor allem Weißstörche in Spanien stark dezimiert. 07.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Auch Eisvögel profitieren mit einen bis jetzt mild verlaufenden Winter. Im Ruhrtal sieht man sie sehr häufig. 13.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Futterstellen, deren Reste Mäuse anlocken, sind ideale Jagdgründe für den Mauswiesel. Als kleinstes Raubtier der Welt und hocheffizienter, spezialisierter Prädator ist er perfekt an diese Jagdbedingungen angepasst. 08.12.2025 (Foto: Peter Krüger)

Unna: Kornweihe, Kranich und Kolkrabe am 27.11.2025 sowie Reiher, Gänse, Enten, Bekassine, Wiesenpieper und Bachstelze am 10.12.2025 (H. Knüwer)

Im Bereich der Kläranlage Hemmerde am 27.11. fünf Kolkraben. Kurz zuvor waren die Rufe einiger ziehender Kraniche südlich der Hemmerder Wiesen zu hören. Gehölze verwehrten allerdings den Blick, so dass ihre Anzahl nicht zu ermitteln war. Gegen Mittag dort eine jagende, dabei aber geradlinig durch die Hemmerder Wiesen nach Süden fliegende Kornweihe (adultes Männchen). Eine weitere Kornweihe (m), vielleicht sogar derselbe Vogel, durchquerte am 07.12. das Gebiet.

Nach langer Trockenheit und weitgehender Abwesenheit von Wat- und Wasservögeln hat sich in den letzten anderthalb Wochen in den Hemmerder Wiesen wieder eine „Seenlandschaft“ mit maximalem Wasserstand entwickelt. Als die ersten Wiesenflächen geflutet waren, rasteten bereits zeitweilig mindestens 10 Bekassinen im Gebiet. Aktuell, bei Einstau auch der Kernzone, steigen die Bestände der Wasservögel sprunghaft an. Heute waren beispielsweise zu sehen: Graureiher 28, Silberreiher 8, Kanadagans ≥ 25, Nilgans ≥ 10, (Rostgans gestern 4), Graugans ≥ 115, Blässgans 18, Stockente ≥ 230, Krickente 7, (Pfeifente gestern 2); außerdem mind. 4 Bachstelzen und mind. 8 Pieper (vmtl. Wiesenpieper). Die Beobachtungen zeigen, wie wichtig Wasser in der Landschaft und insbesondere in feuchten Grünlandgebieten ist.

Aufgereiht in Reih und Glied, Graureiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025
Aufgereiht in Reih und Glied, Graureiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025 (Foto: H. Knüwer)
Silberreiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025
Silberreiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025 (Foto: H. Knüwer)
Kornweihe in den Hemmerder Wiesen –  27.11. 25
Kornweihe in den Hemmerder Wiesen – 27.11.2025 (Foto: H. Knüwer)