Wie schon von Marvin Lebéus und Stefan Helmer beschrieben, ist das Zuggeschehen weiterhin noch verhalten. Immerhin aber heute aus durchziehenden Buchfinkentrupps auf dem Haarstrang bei Frdbg.-Ostbüren auch Rufe von ersten Bergfinken. Ebenda auch Rufe von Heidelerchen, >1 Baumpieper, >1 Rohrammer und vereinzelt Rufe von Erlenzeisigen. Kaum Feldlerchen. Ein überfliegender Kolkrabe. In den Bielenbüschen ein Schwarzspecht.
Auf Bio-Gemüsefeldern nahe Frdbg.-Ostbüren unter anderem 2 Schwarzkehlchen, ~15 Goldammern, ~20 Bluthänflinge, >6 Türkentauben, >2 Hausrotschwänze (Herbstgesang), 2 westwärts überhinziehende Rauchschwalben und ein Trupp von 15 ziehenden Kormoranen. Immer wieder ziehende Wiesenpieper (>100 Exmpl. Nahrung suchend in der Strickherdicker Feldflur). – Ebenda gestern noch ein Baumfalke, sowie 8 westwärts ziehende Kiebitze und ~30 Nahrung suchende Bachstelzen. – Bei UN-Westhemmerde gestern 70-80 rastende Kiebitze.
Im Wassergewinnungsgelände gestern unter anderem 4 Waldwasserläufer, ~30 Rauchschwalben und ~15 Mehlschwalben.
Südlich von UN-Stockum am 01.10. auf einer abgeernteten Maisfläche ~170 (!) Hohltauben.
Als Nadelholzbewohner ist die Haubenmeise nach dem großflächigen Verschwinden von Fichtenwäldern spürbar zurückgegangen. In einer Weihnachtsbaumkultur innerhalb des „Buschholts“ (Frdbg.-Frömern) sind immer wieder mal >2 Vögel zu sehen (möglicherweise ein Paar) …, 03.10.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda auch eines von 3 Wintergoldhähnchen. – Auch dieser Nadelholzspezialist ist deutlich zurück gegangen …, 03.10.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… Rotkehlchen hingegen sind bei derzeit spätsommerlichem Wetter mit ihren Herbstgesängen vielerorts zu hören, 03.10.2022 (Foto: Bernhard Glüer)Nahe einem Pferdestall in Frdbg.-Ostbüren 3 von insgesamt 6 Nahrung suchenden Türkentauben, 03.10.2022 (Foto: Bernhard Glüer)Am Rande eines Luzerne-Feldes bei Frdbg.-Ostbüren einer von mindestens noch 3 Postillonen. Bei zwischenzeitlich wolkenverhangenem Himmel am Boden ruhend …, 03.10.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda auch noch ein Kleiner Perlmuttfalter in der Nähe der wichtigsten Nahrungspflanze für seine Raupen – dem Ackerstiefmütterchen, das auf Intensivackerflächen kaum noch zu finden ist, 03.10.2022 (Foto: Bernhard Glüer)
Heute Morgen konnten wir vom Aussichtshügel der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. folgendes beobachten:
1 Grünschenkel, ca. 5 Bekassinen, 3 Lachmöwen, 2 Eisvögel, 1 Braunkehlchen, 1 Schwarzkehlchen, 3 Rohrammern, 3 Hausrotschwänze sowie 23 nach SW überfliegende Rauchschwalben als auch 42 Rostgänse überfliegend.
Darüber hinaus noch 2 Graureiher, 2 Silberreiher, 7 Graugänse und 2 Nilgänse.
Unter ungezählten Stockenten 7 Krickenten und 7 Schnatterenten.
Aus der näheren Umgebung insgesamt 17 kreisende Rotmilane.
Grünschenkel auf der Kiebitzwiese mit landender Bekassine im Hintergrund auf der Kiebitzwiese am 03.10.2022 (Foto: Andre Matull)Der Wasserstand auf der Kiebitzwiese schien für ihn ideal. Praktisch pausenlos konnte er hier im besonders flinken Jagdmodus beobachtet werden. 03.10.2022 (Foto: Klaus Matull) Reichhaltig stärkte der Grünschenkel sich hier für die baldige lange Weiterreise ins Winterquartier. 03.10.2022 (Foto: Andreas Hünting)Rohrammer im Morgenlicht auf der Kiebitzwiese am 03.10.2022 (Foto: Andreas Hünting)Rastendes Braunkehlchen ebenda am 03.10.2022. (Foto: Andre Matull)
Heute vom frühen Vormittag bis Mittag konnte ich (meist zusammen mit H. Knüwer) am Aussichtshügel der Kiebitzwiese folgendes beobachten: 3 Bekassinen, 10 Krickenten, 11 Graugänse, 4 Nilgänse, 3 Höckerschwäne, 2 Silberreiher, 2 Graureiher, 2 Lachmöwen, 1 Eisvogel, 1 Schwarzkehlchen, 2 Braunkehlchen, mind. 2 Rohrammern, 1 Dorngrasmücke, 2 Mönchsgrasmücken, ca. 20 Rauchschwalben jagend, ca. 20 Bachstelzen, 1 Sperber, 1 Rotmilan, 2 Mäusebussarde, 2 Turmfalken sowie 1 singender Hausrotschwanz (aus angrenzendem Industriegebiet).
Im angrenzenden Hammer Wasserwerk notierte ich (zeitweise zusammen mit A. Haberschuss): 12 Kiebitze, 46 Rostgänse, 1 Weißwangengans, ca. 150 Nilgänse, ca. 250 Graugänse, ca. 200 Kanadagänse, 1 Silberreiher, 3 Graureiher, 4 Lachmöwen, 1 Braunkehlchen, 2 Gartenrotschwänze, 3 Hausrotschwänze (mit Herbstgesang), 5 Goldammern, ca. 50 Bachstelzen sowie 1 Turmfalke.
Im Warmer Löhen 4 Graureiher, 1 Eisvogel, 3 Turmfalken sowie 3 Mäusebussarde.
Sonnenaufgang auf der herbstlichen Kiebitzwiese,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Landung eines Silberreihers,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Auch heute ließen sich nur 3 Bekassinen blicken,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Braunkehlchen ruft am Aussichtshügel,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Weißwangengans inmitten der Gänseschar im Hammer Wasserwerk,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Rostgänse, Nilgänse, Graugänse und Kanadagänse vereint,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Etwa 650 Gänse insgesamt hielten sich heute im Wasserwerk auf,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Kiebitze am Rand eines Filterbeckens,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Goldammer badet in einer Pfütze auf einem Wirtschaftsweg im Wasserwerk,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Buntspecht im Wasserwerk,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Blaumeise in den Hagebutten,,,,,am 29.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Nach den Ergebnissen sporadischer Beobachtungen in den oben genannten Bereichen scheint der Höhepunkt des Rauschwalbenzuges bereits überschritten zu sein. Am 22.09. zogen massenhaft Rauchschwalben durch; in drei Stunden allein 2500 in der Strickherdicker Feldlflur. Seitdem sieht man nur noch gelegentlich ziehende Rauchschwalben. Ganz anders stellt sich die Situation bei anderen Arten dar. Richtiger Zug von Feldlerchen, Heidelerchen und Buchfinken, ebenso von Ringeltauben war bislang noch nicht festzustellen. Auch gelangen noch keine Beobachtungen von Kornweihen, ziehenden Wacholder- und Rotdrosseln oder Bergfinken. Lediglich kleinere Trupps Erlenzeisige scheinen die hiesige Gegend erreicht zu haben. Bislang blieben auch die Anzahlen beobachteter Eichelhäher auf einem niedrigen Niveau. Einen massiven Einflug dieser Vogelart, wie in den letzten beiden Jahren, scheint es in diesem Jahr trotz reichlicher Eichelmast nicht zu geben. Ein Grund für das insgesamt (noch) verhaltene Zuggeschehen dürfte in den noch immer hohen Temperaturen bestehen. Erst wenn die Temperaturen deutlich fallen, ist mit einer Steigerung der Zugintensität zu rechnen.
Ergebnisse der Zählungen in der zweiten Septemberhälfte (Tab. H. Knüwer)
Heute am frühen Vormittag bei wechselhaften Herbstwetter konnte ich am Aussichtshügel der Kiebitzwiese u.a. 3 Bekassinen, 9 Krickenten, 1 Silberreiher, 2 Graureiher, 3 Lachmöwen, 1 Eisvogel, 1 Dorngrasmücke, mind. 3 Rohrammern, ca. 200 Stare sowie ca. 20 ziehende Rauchschwalben. Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a. 7 Kiebitze, 13 Rostgänse, mind. 142 Nilgänse, ca. 100 Kanadagänse überfliegend (die meisten vom Schlafplatz Mendener Ententeich kommend) , ca. 300 Graugänse überfliegend (die meisten vom Schlafplatz Mendener Ententeich kommend), 8 Graureiher, 1 Eisvogel, 2 Braunkehlchen sowie ca. 500 Stare. Im Warmer Löhen 1 Silberreiher, 2 Graureiher sowie ca. 100 Distelfinken.
Dorngrasmücke turnt in den Weiden am Aussichtshügel der Kiebitzwiese……am 27.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Dorngrasmücke rastet hier auf den Zug in den Süden…..am 27.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Krickente sucht im Schlamm nach etwas Nahrhaftem…..am 27.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Bekassine am frühen Morgen beim Frühstück…..am 27.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Drei auf einem Streich…..am 27.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Seit 2001 ist die OAG im Internet mit einer eigenen Homepage zu finden, seit 2019 weitgehend „selbstmeldend“: die BeobachterInnen veröffentlichen ihre Beiträge in der Regel selbständig auf dieser Seite.
Mehr als 3000 Beiträge sind in den letzten vier Jahren auf diese Weise hier eingestellt worden, ganz überwiegend bebildert mit z. T. hochkarätigen Fotos. Dafür gilt allen Melderinnen und Meldern mein herzlicher Dank. Stellvertretend für die vielen AutorInnen möchte ich an dieser Stelle heute Gregor Zosel danken, der nicht nur im NSG Kiebitzwiese immer für einen optimalen Wasserstand sorgt, sondern mit über 600 Meldungen dazu beigetragen hat, dass wir alle immer bestens über den Stand der Vogelwelt im Kreis Unna und umzu informiert sind!
Heute Vormittag überflog ein Rotmilan die Felder im Hemmerder Ostfeld. In den Hemmerder Wiesen waren u.a. zu beobachten: 1 Graureiher; 1 Grünspecht; 1 Buntspecht; 1 Tumrfalke. Ein Schwarm von ca. 10 Distelfinken begleitete mich ein Stück des Weges. Die noch nicht voll ausgefärbten Jungvögel im Schwarm waren gut zu erkennen. Als ich gerade den Heimweg antreten wollte,flog ein Schwarm von 31 Kiebitzen in die Wiesen ein, um dort zu Rasten und nach Futter zu suchen.
Mit einigen Tagen Verspätung konnte ich im Rahmen der Wasservogelzählung von der Hönnemündung bis zur Wickeder Ruhrbrücke in den einzelnen Teilabschnitten folgendes notieren, wobei einige folgende Bilder erst ein Tag später bei einer „Fotonachlese“ entstanden sind:
Ruhrabschnitt östliche Fröndenberger Stadtgrenze bis Wickeder Ruhrbrücke: 77 Stockenten + 1 Bastard, 1 Krickente, 21 Reiherente, 12 Graugänse, 8 Zwergtaucher (davon 4 juv., die noch von den Eltern versorgt werden), 2 Teichrallen, 7 Blässrallen sowie 1 Eisvogel.
Warmer Löhen: 3 Graureiher, 1 Braunkehlchen sowie ca. 80 Distelfinken.
Alpenstrandläufer mit Bekassine im NSG Kiebitzwiese…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Heute am frühen Morgen 14 Bekassinen am Aussichtshügel…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Einfallende Graugänse…..am 25.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Lachmöwen rastend im Flachwasser…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Juv. Blässralle auf dem Weiher im Hindenburg Hain…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Teil der überfliegenden Silberreiher über der Kiebitzwiese…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Kiebitze frühmorgens im Hammer Wasserwerk…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Wasseramsel an der Hönnemündung…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)Eisvogel mit Beute auf der Kiebitzwiese…..am 24.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Braunkehlchen am Aussichtshügel…..am 25.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Im selben Busch eine Etage tiefer ein Zilpzalp…..am 25.09.2022 (Foto: Gregor Zosel)
Am Vormittag zogen über der Kiebitzwiese in mehreren Trupps >200 Rauchschwalben Richtung Süden bzw.SW.
Ebenda überfliegend: 23 Kormorane (O nach W), 7 Silberreiher (O nach W) sowie 21 Rostgänse (O nach W).
Auf der Kiebitzwiese ein Alpenstrandläufer (Größtenteils noch im PK).
Ebenda u.a. am Vormittag noch: 1 Grauschnäpper, 1 Gartenrotschwanz, 2 Braunkehlchen, 3 Rohrammern, 1 Rohrweihe, 4 Graureiher, 3 Silberreiher, 2 Eisvögel (einer (m) rechts beringt), 5 Lachmöwen, 272 Graugänse, 6 Nilgänse, eine qiekende Wasserralle, 2 Gebirgsstelzen und unter 89 Stockenten 2 Pfeifenten sowie 9 Krickeneten.
Am späten Nachmittag auf der Kiebitzwiese u.a. 2 juvenile Rohrweihen gleichzeitig, min. 10 Bekassinen, ein überfliegender Sperber am Aussichtshügel sowie ein Schwarzkehlchen (entdeckt von M.Lebéus)
Darüber hinaus konnte gestern auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg der von Björn Nikula am 21.09.22 entdeckte Schilfrohrsänger erneut beobachtet werden. Neben der Tatsache, dass es sich dabei laut Gregor Zosel um den ersten, zumindest gemeldeten, seiner Art im „NSG“ Kiebitzwiese handelt, zeigt ein Blick auf ornitho.de, dass es sich dabei auch um die aktuell einzigste auf dieser Plattform gemeldeten Sichtung eines Schilfrohrsängers in Nordrhein-Westfalen handelt. (Letzte gemeldete Beobachtung „Schilfrohrsänger“ in NRW bei ornitho datiert vom 08.09.22 aus den Rieselfeldern Münstern).
Alpenstrandläufer auf der Kiebitzwiese. Die aktuell reichlichen Schlammflächen bieten ihm hier den idealen Aufenthaltsort vor der Weiterreise.23.09.2022 (Foto: Andre Matull)Neben den sowieso schon kleinen Bekassinen wirkt der Alpenstrandläufer mit seiner Größe bzw. Länger von 16-21 cm fast schon wie ein Zwerg. 23.09.2022 (Foto: Klaus Matull)Der vor einigen Tagen von Björn Nikula entdeckte Schilfrohrsänger zeigte sich auch heute auf der Kiebitzwiese. Typisch ist unter anderem hier sein breiter beiger Übergangsstreif sowie die diffuse Scheitelmitte. 23.09.2022 (Foto: Andre Matull)Ebenda auch ein Grauschnäpper, welcher von seinem Ansitz heraus immer wieder Insekten im Flug erbeutete. 23.09.2022 (Foto: Andre Matull)Juv. Rohrweihe am Vormittag auf der Kiebitzwiese. Sie scheuchte vor allem Bekassinen aus der Deckung vor sich her. 23.09.2022 (Foto: Andre Matull)Am Nachmittag jagten 2 junge Rohrweihen gleichzeitig vor allem in der Sichlerbucht. 23.09.2022 (Foto: Klaus Matull) Bekassine und Eisvogel auf der Kiebitzwiese. Der Eisvogel ist rechts beringt. 23.09.2022 (Foto: Klaus Matull)Zwar sieht es so aus als wenn die Bekassine auf Kommando des Eisvogels in Deckung geht…23.09.2022 (Foto: Klaus Matull)…doch mutmaßlich erschreckt die Bekassine ständig bei der rasanten Jagdtechnik des Eisvogels. 23.09.2022 (Foto: Klaus Matull)
Bei einem Besuch auf dem Aussichtshügel an der Kiebitzwiese heute Vormittag konnte ich für eine kurze Zeit einen Schilfrohrsänger beobachten. Der Rohrsänger hielt sich in den Weidenbüschen direkt auf dem Aussichtshügel auf, ca. 5 Meter von mir entfernt. Er war recht aktiv und versuchte mehrfach einen Grauschnäpper und einen Zilpzalp, die sich mit ihm in dem Busch aufhielten von ihren Sitzplätzen zu vertreiben. Nach etwa zwei Minuten verschwand er in der Gebüschreihe am Neimener Bach. Laut Gregor Zosel handelte es sich um die Erstbeobachtung eines Schilfrohrsängers für das NSG Kiebitzwiese. An weitern Arten erwähnenswert waren 11 Bekassienen, die zusammen in der Sonne saßen sowie ein Braunkehlchen, ein weiblicher Gartenrotschwanz, acht Krickenten und mindestens 12 Mehlschwalben, die über der Wasserfläche jagten.
Gestern (19.09.) fiel in der Kiebitzwiese – zunächst B. Nikula, dann auch mir – eine auffällige Kanadagans auf. Sie war deutlich kleiner, dunkler und mit einem andersartigen Kopfprofil (steilere Stirn) versehen als die übrigen Kanadagänse. Die kleine Gans hatte Ähnlichkeit mit einer Zwergkanadagans, die in der Systematik als eigene Art von der Kanadagans abgetrennt worden ist. Zu den Belegfotos äußerte sich Axel Müller (Lippetal) dahingehend, dass wegen der zahlreichen Unterarten beider Arten mit einer großen Variationsbreite innerhalb beider „Arten“ eine sichere Trennung häufig kaum möglich sei. Einige Merkmale des gezeigten Vogels deuten zwar auf eine mögliche Zwergkanadagans, doch sei eine sichere Bestimmung anhand der Fotos nicht möglich. Außerdem komme es gar nicht selten zu Hybridisierungen zwischen beiden Arten und/oder zur Vermischung verschiedener Unterarten. Im Feld fielen solche Hybriden zwischen den Unterarten der Kanadagans oder mit der als Art definierten Zwergkanadagans oft gar nicht auf. Insofern ist eine eindeutige Zuordnung der beobachteten kleinen Gans nicht möglich.
Es bleibt also bei einer „kleinen“ Kanadagans.
Außerdem waren vom Aussichtshügel aus u.a. zu sehen: 2 Pfeifenten (1:1), 4 Krickenten, 4 Lachmöwen, 1 Alpenstrandläufer, 5 Bekassinen, 2 Eisvögel, 1 Gartenrotschwanz, 2 Grauschnäpper, 1 Braunkehlchen, 2 Zilpzalpe, mind. 5 Rohrammern, 2 Turmfalken, 3 Mäusebussarde und 1 Sperber (dj. W.).
Im Vergleich ist der Größenunterschied zwischen den beiden Kanadagänsen deutlich zu erkennen. Das Gefieder ist bei der kleineren Gans (rechts) deutlich dunkler. (Foto: H. Knüwer)Der Vogel hat auch einen vergleichsweise kürzeren Hals und auch das Kopfprofil unterscheidet sich von dem der anderen anwesenden Kanadagänse. (Foto: H. Knüwer)Rabenkrähe und Sperberweibchen (Jungvogel) lieferten sich spielerische Verfolgungsflüge über der Kiebitzwiese. (Foto: H. Knüwer)Auch wenn es den Anschein hat, solche Manöver stellen keine ernst gemeinten Beuteflüge dar. Derartige Attacken dienen eher dazu, die Geschicklichkeit bei der Jagd auf Beutetiere passender Größe zu verbessern. (Foto: H. Knüwer)
Bei weiter mäßigem Zuggeschehen sind einerseits die verweilenden Rastvögel – andererseits die uns verlassenden Arten interessant. Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede hielten sich bei Dauerregen und teils einstelligen Temperaturen noch ca. 50 Schwalben auf (~35 Rauchschwalben, ~15 Mehlschwalben). Ebenda im Rahmen der Wasservogelzählung (siehe „ornitho.de“) bei insgesamt geringer Arten- und Individuendichte besonders erwähnenswert 4 Waldwasserläufer und 7 Haubentaucher (ein Paar mit noch 3 halb erwachsenen Jungvögeln). Bei Frdbg.-Frömern in einem Hochspannungsmast ein rastender Baumfalke.
Im NSG Mühlhauser Mark auch heute noch >3 Gartenrotschwänze und >2 Grauschnäpper. Ebenda in den vergangenen Tagen bis zu 5 Gartenrotschwänze und bis 4 Grauschnäpper gleichzeitig. Am 12.09. dort auch noch ein Trauerschnäpper. Auch in den Hemmerder Wiesen heute >1 Grauschnäpper.
Nachtrag aus der Schmetterlingswelt: eine am 11.08. von Björn Nikula von der Straße aufgesammelte Raupe eines Windenschwärmers konnte kontrolliert zur Verpuppung und inzwischen auch zum Schlupf eines Falters gebracht werden (am 08.09. wurde ein weiblicher Windenschwärmer freigelassen).
Einer von noch mindestens 3 Gartenrotschwänzen im NSG Mühlhauser Mark. Unterschiedliche „Kleider“ erlauben interessante – nicht ganz einfache – Vergleiche der Geschlechter und Altersstufen (hier vermutlich ein Weibchen) …, 18.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… hier ein adultes Männchen im Prachtkleid …, 11.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… hier ein frisch vermausertes, möglicherweise noch junges Männchen (kenntlich an der rötlichen Bauchfärbung). Die schwarze Gesichtsmaske und die weiße Stirn werden nach gewisser Zeit durch Abnutzen der Federspitzen sichtbar (hier nur schwach durchschimmernd) …, 12.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… dasselbe Männchen von vorn …, 12.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… und nochmal ein anderer, vermutlich weiblicher Vogel …, 11.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… und noch ein ausgefärbtes Männchen …, 12.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… vom selben Tag ebenda auch noch ein Trauerschnäpper …, 12.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)… und bei heute kühlem Regenwetter ebenda noch einer von zwei Grauschnäppern, der mindestens einmal eine Wespe im Flug erbeutete und auch verspeiste, 18.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)Auch in diesem Jahr ist auf dem Bausenhagener Sportplatz wieder ein kontrastreich gefärbter „Trauerschnäpper“ mit Merkmalen eines Halsbandschnäppers aufgefallen. Ansatzweise besitzt er die für Halsbandschnäpper typische zweite Flügelbinde und einen kommaähnlichen Fleck oberhalb der Handschwingen, der allerdings nicht bis zum Flügelrand reicht. An selber Stelle konnte am 18.09.2015 erstmals ein Halsbandschnäpper nachgewiesen werden. Auffällige Vögel gab es auch am 07.09.2020 und am 24.08.021 (vgl. Meldungen zu diesen Daten), 10.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)Schwarzkehlchen auf Feldvogelbrachfläche im Hemmerder Ostfeld, 10.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)Frisch geschlüpftes Windenschwärmerweibchen startet in die Freiheit. Erfahrungsgemäß fliegen hier geschlüpfte Falter im Spätsommer nach Süden und überqueren innerhalb weniger Tage die Alpen. Das heißt, dieser „Hochgeschwindigkeitsfalter“ (durchnschnittlich 60 km/h werden über Stunden durchgehalten) könnte bereits am Mittelmeer sein, 08.09.2022 (Foto: Bernhard Glüer)
Die Vogelliste zu den Rieselfeldern Dortmund konnte erweitert werden. Über 55 Vogelarten wurden zwischen dem 15.August und dem 13. September 2022 festgestellt. Darunter: Schwarzspecht, Kleinspecht, Großer Brachvogel, Rohrweihe, Rotmilan, Baumfalke, Wanderfalke, Schwarzkehlchen, Steinschmätzer, Baumpieper, Heringsmöwe, Wendehals, Steinkauz.
Weiterhin ein NoGo für das Industrie- und Gewerbegebiet newPark, wie ich meine.
Vom Aussichtshügel der Kiebitzwiese ließen sich, teilweise im Regen, am Nachmittag folgende Arten beobachten: 132 Stockenten unter denen auch 8 Krickenten, 4 Graugans-Hybride unter den gut 210 Graugänsen, 14 Nilgänse, 2 Graureiher, 1 Hohltaube, 2 Turmfalken, 2 Mäusebussarde, 1 Lachmöwe, 2 Eisvögel und in etwa 30 Rauchschwalben
Turmfalke an der Kiebitzwiese…. am 17.09.2022 (Foto: R.Hirschberg)