Nach einem Hinweis von Gisbert Herber-Busch konnte heute Vormittag zwischen UN-Hemmerde und UN-Westhemmerde eine Schneeammer (diesj./m) auch von mir noch angetroffen werden. Der Vogel sei auch am Vortage schon vor Ort gewesen und pickte ausdauernd nach winzigen Samen am Wegrand. Ebenda auch mindestens 3 Rebhühner, 9 Wiesenpieper und überhinfliegende Feldlerchen.
In den Hemmerder Wiesen unter anderem ~80 Wacholderdrosseln, >10 Rotdrosseln, 2 Misteldrosseln, 2 Grünspechte, 1 Silberreiher, >3 Graureiher, 1 Turmfalke, 2 Mäusebussarde.
Ungewöhnlicher Anblick in unseren Breiten: Schneeammer bei UN-Hemmerde …, 08.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… fast genau ein Jahr nach dem letzten Nachweis im Kr. UN (30.11.2018, Strickherdicker Feldflur) …, 08.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… hat sich ernuet dieser nordische Gast, der regelmäßiger in den Küstenregionen zur Überwinterung auftaucht, zu uns „verirrt“ …, 08.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… der Wegsaum scheint als passende Mahlzeit allerlei winzige Samen bereit zu halten, 08.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) heute unter anderem >50 Schnatterenten, >40 Pfeifenten, >50 Stockenten, 16 Reiherenten, 7 Graureiher, 2 Höckerschwäne, 5 Waldwasserläufer, 5 Bergpieper, 1 Wiesenpieper, 1 Bachstelze, 2 Eisvögel, 2 Gebirgsstelzen, 1 Hausrotschwanz, 1 Wasseramsel, 1 Zilpzalp, 2 Wintergoldhähnchen, 1 Habicht.
In der Strickherdicker Feldflur unter anderem ein ruhender Wanderfalke in einem Hochspannungsmast. Auch nördlich Frdbg.-Hohenheide ein überfliegender Wanderfalke.
Nördlich UN-Westhemmerde gestern
auf einem Acker 206 Kiebitze, ~35 Feldlerchen.
In den Hemmerder Wiesen (gestern) unter anderem ~250 Wacholderdrosseln, ~20 Rotdrosseln, 1 jagender Sperber (w/1. Kj.).
Teil eines großen Kiebitzschwarmes nördlich UN-Westhemmerde, 02.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Neben einer Rotdrossel und einer normal gefärbten Wacholderdrossel eine weißköpfige Wacholderdrossel in den Hemmerder Wiesen (leider sehr weit weg) …, 02.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… Portrait eines diesjährigen Sperberweibchens (Hemmerder Wiesen), 02.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Bergpieper im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) …, 03.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… mit ausgesprochen weich gezeichneten Konturen …, 03.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… im Gegensatz zu diesem nur wenige Meter entfernten, scharf kontrastierten Wiesenpieper, 03.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Dicht gedrängte Schnatterenten mit ( rechts) zwei Pfeifenten im Wassergewinnungsgelände …, 03.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… drei von fünf Waldwasserläufern …, 03.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … später Hausrotschwanz ebenda, 03.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Vermutlich weiblicher Wanderfalke (diesj.), der evtl. auch schon am 20.10. im selben Mast gesessen hat (das sehr dunkle Tropfenmuster der Brust hat einen gewissen Wiedererkennungswert), 03.11.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
In der Strickherdicker Feldflur
als kleine Sensation heute 3 Grauammern
(!). Im OAG-Archiv konnte ich für den Kreis UN nur 3 weitere Nachweise
finden: 07.09.2009 (U. u. D. Ackermann), 17.09.2013 (S. Helmer) und 01.11.2017
(B. Glüer). Außerdem im Gebiet unter anderem ein später Hausrotschwanz, ~80
Feldlerchen, ~800 Ringeltauben, 52 Kormorane nach SW ziehend.
Im Hemmerder Ostfeld auf
Zwischenfruchtfeld (Ölrettich) noch ein einzelnes Schwarzkehlchen.
Ähnlich wie gestern setzte um
12.40 h nochmal starker Kranichzug ein – jedoch, wie schon von Achim Pflaume
für Lünen beschrieben, nicht mehr so intensiv wie am Vortag. Ich befand mich zu
dieser Zeit in Bönen und konnte über dem Ortsteil Altenbögge / Friedhof
innerhalb von 20 Minuten ~2150 Vögel in 7 zum Teil riesigen Trupps erfassen.
Anschließend (auf dem Weg nach Kamen) weitere 6 Trupps mit nochmals ~850
Vögeln. Zu Hause, nördlich Frdbg.-Hohenheide, am Nachmittag bis 16.40 h
nochmals 3 kleinere Trupps (~70 Ex, 50 Ex, 36 Ex).
Am Abend in den Bielenbüschen (Frdbg.-Frömern) ein männlicher Schwarzspecht, der seine Schlafhöhle aufsuchte.
Als unscheinbare – aber sehr seltene Gäste im Kr. UN …, 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … Grauammern in der Strickherdicker Feldflur auf frischer Wintersaat …, 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… laut Brutvogelatlas des Kreises UN gab es im Jahre 1993 den letzten Brutnachweis (Hemmerder Ostfeld), 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Deutlich häufiger ist derzeit dieser Gast bei uns anzutreffen: Bergfink (m), Frdbg.-Hohenheide, 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Diesjähriger Mäusebussard in Frdbg.-Ostbüren wirkt nach den ersten kalten Tagen mit inzwischen weniger Feldmäusen „angezählt“ …, 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… auch dieser Jungvogel fällt durch geringe Fluchtdistanz direkt an einem Gehöft (Frdbg.-Strickherdicke) auf – den ersten Winter werden nur die fittesten von ihnen überleben, 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Später Rotmilan nahe der B 1 bei UN-Stockum, 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Kreisende Kraniche westlich des Altenbögger Friedhofs (Bönen), 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… wie Kompassnadeln zeigen jetzt alle Schnabelspitzen wieder in dieselbe Richtung – die Reise kann weitergehen …, 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… dieses Bild zeigt nach der trocken-heißen Saison 2019, in der die meisten Kraniche nicht gebrütet haben, etwas Besonderes: der zweite Vogel von unten ist ein Jungvogel (brauner Kopf), 30.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Wie in Lünen, Kamen etc. setzte sich auch im Südkreis heute der spektakuläre Kranichzug fort. Interessant war allerdings, dass – vom Haarstrang aus betrachtet – die meisten Trupps, im Gegensatz zu gestern, weiter nordwestlich überhinzogen. Dabei kam es fast lehrbuchmäßig am Fuße des Haarstranges, auf einer Linie zwischen der B1 und A 44 zu einer erkennbaren Konzentration der hier im Wesentlichen westwärts ziehenden Vögel. Wie Gregor Zosel gestern schon beschrieben hat, waren erneut teils sehr große Trupps unterwegs, die nur überschlägig ausgezählt werden konnten. Die relativ kühle Luft (in Frdbg.-Hohenheide ganztägig unter 10 °C) – ohne nennenswerte Thermik – dazu leichter Rückenwind aus NO, zwangen die Vögel immer wieder zu Stopps, bei denen sie lange kreisend an Höhe zu gewinnen suchten. Dabei schoben sich nachfolgende Trupps in die kreisenden Schwärme. Bei einer Radtour von Frdbg.-Hohenheide, über UN-Siddinghausen, UN-Hemmerde, Westhilbeck, über den alten Bahndamm (jetzt Radweg) zurück in westliche Richtung bis zur Uelzener Heide und wieder südwärts auf den Haarstrang bei Frdbg.-Ostbüren, traf ich zwischen 12.25 h (erster Trupp bei Westhilbeck) bis 14.55 h in Frdbg.-Hohenheide auf 23 Trupps mit insgesamt ~ 9250 Kranichen.
Bei Frdbg.-Ostbüren ein einzelner
Kolkrabe überfliegend und in Randgehölzen neben der Fahrbahn ein Zilpzalp.
Gestern Abend (28.10.) in den
Bielenbüschen (Frdbg.-Frömern) ein ausdauernd warnender Uhu.
In einem relativ eng bemessenen Zeitfenster von ~45 Minuten (13.40 h – 14.25 h) kam es in einem Korridor zwischen Frdbg.-Hohenheide und Wickede / Kr. SO zu einem massenhaften Kranichdurchzug. Vom höchsten Punkt Fröndenbergs (Henrichs-Knübel / Frdbg.-Hohenheide: 247 m ü. NN) war per Fernglas ein Luftraum von mehr als 20 km Ausdehnung gut zu überblicken. In 8 Trupps zogen >3650 Kraniche vorbei, wobei ein Trupp aus nicht endenden Ketten allein mindestens 1500 Vögel umfasste.
Der Himmel voller Kraniche über Frdbg.-Hohenheide …, 27.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… bei genauerem Hinsehen fiel wieder das weitgehende Fehlen von Jungvögeln auf …, 27.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… bei dem mittleren Vogel wundert man sich, dass er mit den gewaltigen Federlücken, die nicht auf natürliche Mauser zurückzuführen sind (weil asymmetrisch), überhaupt fliegen kann …, 27.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… auch hier sieht man ausschließlich Altvögel, 27.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Im Hemmerder Ostfeld kam es heute
zu einer bemerkenswerten Begegnung: um 10.54 h zog in Richtung SW ein
ungewöhnlich später Wespenbussard (diesj.) überhin. Zwar wurde auch in
Falsterbo (Südschweden) noch am 18.10. ein Nachzügler erfasst, doch sind
Oktoberbeobachtungen von Wespenbussarden generell ungewöhnlich. Nach den Phänologiedaten
der OAG (seit 2001) kam es erst zweimal zu Oktoberbeobachtungen und die heutige
Sichtung ist die bisher späteste Beobachtung überhaupt. Im Gebiet außerdem noch
ein einziges Schwarzkehlchen am Dörgänger. Offenbar ist das Durchzugsmaximum
dieser Art mit teils ungewöhnlich hohen Rastbeständen der vergangenen Tage nun vorbei.
In den Hemmerder Wiesen unter
anderem ~40 Rotdrosseln, 48 Nilgänse, 4 Graureiher, 1 Rothabicht (w) und 1
südwärts ziehender Rotmilan. Auch die Rotmilane scheinen inzwischen größtenteils
abgezogen zu sein.
In der Zeit von 14.35 h und 15.00 h kam es auch im Korridor Lünen / Selm zu einem beachtlichen Kranichdurchzug: in insgesamt 4 Trupps flogen mindestens 800 Vögel südwestwärts überhin.
Als extrem später Durchzügler über dem Hemmerder Ostfeld: ein diesjähriger Wespenbussard …, 23.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… die hellgelbe Schnabelwachshaut und die noch sehr dunkle (nicht gelbe) Iris kennzeichnen ihn als diesjährigen Jungvogel …, 23.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … insgesamt eine ungewöhnlich intensiv dunkle Farbvariante (hat große Ähnlichkeit mit einem Jungvogel vom 10.09.2019), 23.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Auch über Lünen imposanter Kranichmassenzug am frühen Nachmittag …, 23.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… wie schon Hermann Knüwer auf seinen Bildern beschreibt: auch in diesem Schwarm sind kaum Jungvögel zu entdecken – als hätten gar keine Bruten stattgefunden, 23.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Auch heute in der Strickherdicker
Feldflur 9 Schwarzkehlchen auf einem Ölrettichfeld und ebenda noch ein spätes Braunkehlchen, ~100 Feldlerchen über
mehrere Feldflächen verteilt >22
rastende Kiebitze und ~150 Wacholderdrosseln mit einzelnen Rotdrosseln. Weiterhin
halten sich vermutlich die schon mehrfach beobachteten 2 Kornweihen
(weibchenfarben) im Gelände auf. Highlight war heute ein adulter, männlicher Merlin (rastend).
Südlich Frdbg.-Ostbüren ein
westwärts durchziehendes Kornweihenmännchen.
Bei einem Blick in die Ruhner Feldflur im Nachbarkreis SO fand sich ein weiterer Merlin (weibchenfarben) – zunächst lange auf einem Acker ruhend, dann aufsteigend. Er schraubte sich scheinbar relativ mühevoll mit häufigen Flügelschlägen in sehr große Höhe und entschwand schließlich mehrere Hundert Meter hoch meinen Blicken. Ebenfalls im Gelände 220 Kiebitze (rastend), ~200 Feldlerchen und 7 Rebhühner.
Weit weg – deshalb hier nur mit einer starken Ausschnittvergößerung wiedergegeben: männlicher Merlin in der Strickherdicker Feldflur …, 22.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… nach kurzem Standortwechsel auf einen exponierteren Ansitz: unser kleinste Falke ist ein ausgesprochen schmucker Vogel …, 22.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… in direkter Nachbarschaft über einem Ackersenffeld jagend: eine weibchenfarbene Kornweihe …, 21.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… in einer Flugschleife mal relativ nah, 21.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Bei Frdbg.-Ostbüren wird eine westwärts ziehende männliche Kornweihe von einer Rabenkrähe belästigt …, 22.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… fast 200 m Flugstrecke folgt die Krähe wie ein Schatten, als wolle sie der Weihe signalisieren, dass sie hier unerwünscht ist, 22.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) unter anderem heute 2 erste Bergpieper, 4 Waldwasserläufer, 2 Eisvögel, 1 Wasseramsel, ~15 Bachstelzen, 2 Gebirgsstelzen, 1 Weißstorch, ~200 Kanadagänse, 42 Nilgänse, 8 überfliegende Kormorane, >2 Zilpzalpe.
In der Strickherdicker Feldflur
heute erneut noch eine späte Rohrweihe (m) südwärts durchziehend, 1 jagender
Sperber und auf zwei Zwischenfruchtflächen insgesamt 9 Schwarzkehlchen, noch 2 späte
Braunkehlchen und >80 Feldlerchen.
In einem Hochspannungsmast ein diesj. Wanderfalke. Gestern ebenda erneut eine
Kornweihe (w), ~250 Feldlerchen, 16 (!!!) Schwarzkehlchen und 3 Braunkehlchen.
Bei einer gezielten Suche nach Schwarzkehlchen auf Zwischenfruchtflächen (Ackersenf und Ölrettich) konnten gestern von der Wilhelmshöhe (Strickherdicker Feldflur) bis zum Hemmerder Ostfeld rekordverdächtige Rastbestände von insgesamt 41 (!!!) Vögeln festgestellt werden. Höchstzahlen waren 16 Ex (siehe oben), 8 Ex auf Ackersenf nördlich Frdbg.-Ostbüren / A 44, und 13 Ex im Hemmerder Ostfeld.
In den Hemmerder Wiesen gestern unter anderem ~25 Rotdrosseln in den Hecken entlang der Amecke und ein jagender Sperber.
Einer von zwei Bergpiepern, die den Kreis UN erreicht haben (Wassergewinnungsgelände / Frdbg.-Langschede), 20.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Spätes Braunkehlchen auf Ölrettichfeld in der Strickherdicker Feldflur …, 19.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… bei der Bildbearbeitung am PC zeigte sich bei dem Braunkehlchen eine Schnabeldeformation …, 19.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… die Spitzen überkreuzen sich und der Schnabel wirkt verkürzt und kräftiger …, 19.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… wenige Meter entfernt ein „normal gebauter “ Artgenosse …, 19.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… das weibliche Schwarzkehlchen (ebenda) ist gut durch den fehlenden Überaugenstreif vom Braunkehlchen zu unterscheiden …, 20.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… das männliche Pendant (Schwarzkehlchen) …, 20.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… adultes Kornweihenweibchen mit vermauserten Armschwingen (Pfeil) ebenda …, 19.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… von hoher Warte im Hochspannungsmast hat auch der Wanderfalke (diesj. – vermutlich weiblich) das Gelände im Blick, 20.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Über der Strickherdicker Feldflur heue noch eine männliche Rohrweihe südwärts ziehend. Ebenda heute – wie auch schon gestern – 2 Kornweihen (weibchenfarben). Es fiel auf, dass die Kornweihen satt und gut genährt wirkten. Sie saßen meist passiv und „unsichtbar“ am Boden und bei den wenigen Flugphasen wirkten sie sehr verspielt und nicht wirklich an Beute interessiert. Entweder folgten sie einander, mobbten hartnäckig einen Turmfalken oder scheuchten Ringeltauben aus Randbäumen auf.
Gestern im Gebiet noch stattliche 18 (!!!) Schwarzkehlchen auf Zwischenfruchtfeldern – heute hingegen „nur“ noch halb so viele: 9 Ex. Außerdem mehrere Dutzend Wiesenpieper, ~ 200 Feldlerchen, 26 Bachstelzen, >5 Rohrammern, mehrere Hundert Buchfinken mit Bergfinken nach SW ziehend, 6 Kiebitze, 7 Rotmilane, 13 Mäusebussarde, >4 Turmfalken und ein jagender Wanderfalke (diesj. W.).
Späte männliche Rohrweihe südwärts ziehend (Strickherdicker Feldflur) …, 18.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda zwei Kornweihen über einer der beiden Feldvogelschutzflächen …, 18.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… Schwarzkehlchen auf Ackersenf heue „nur“ noch in einstelliger Gesamtzahl, 18.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Heute und auch gestern deutlicher Vogelzug: Über der Strickherdicker Feldflur gestern unter anderem >600 ziehende Kiebitze, >400 Feldlerchen (teils ziehend, teils Rastvögel), ~100 Wiesenpieper (teils ziehend, teils Rastvögel), mehrere Hundert ziehende Buchfinken mit einzelnen Bergfinken (auch rastend auf frisch bestellten Wintergetreidefeldern). Besonders bemerkenswert: in den Feldfluren von Frdbg.-Strickherdicke bis zum Hemmerder Ostfeld gestern 19 (!) und heute sogar 24 (!) rastende Schwarzkehlchen. In der Strickherdicker Feldflur gestern 15 Ex, wovon sich allein 10 Vögel auf einem einzigen Ölrettichfeld aufhielten. Auf demselben Feld auch heute 9 (!) Schwarzkehlchen. Auch im Hemmerder Ostfeld heute auf einem einzigen Ölrettichfeld 8 (!) Schwarzkehlchen. Diese Art scheint im Dürresommer mit evtl. einer zusätzlichen Spätbrut besonders erfolgreich gewesen zu sein.
Am Abend gestern ein zum Schlafen einfallender Trupp von >20 Heidelerchen in einem Rapsfeld am Nordrand von Frdbg.-Hohenheide.
Weiterhin erfreulich: in der
Strickherdicker Feldflur heute eine erste Kornweihe
(diesj.). Dort heute auch 22 Kormorane nach SW ziehend, 4 Rotmilane, 12 Mäusebussarde,
5 Turmfalken, 6 Hausrotschwänze. Auch am westlichen Ortsrand von
Frdbg.-Ostbüren auf Weidezaunpfählen 6 Hausrotschwänze.
Über der B1 in Höhe von UN-Stockum
ein kreisender – später nach NO abfliegender Kiebitzschwarm mit ~350 Vögeln.
In den Hemmerder Wiesen gestern hohe Rastbestände von Singdrosseln (> 100 Ex), einzelne Rotdrosseln, ~ 150 Buchfinken mit einzelnen Bergfinken und Rohrammern.
Ziehende Kormorane über der Strickherdicker Feldflur …, 16.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… eine von derzeit Hunderten Feldlerchen auf dem Haarstrang (hier: Strickherdicker Feldflur) …, 15.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda eines von erstaunlichen 15 Schwarzkehlchen im Blütenstand von Ölrettich…, 15.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… über den Dingen schwebend – zu einem Beutestoß ansetzend: eine Kornweihe …, 16.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… urplötzlich macht sie im Geradeausflug eine scharfe Wende …, 16.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… um dann senkrecht herabzustoßen …, 16.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … die avisierte Beute immer im Auge …, 16.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… trotzdem geht dieser Stoß ins Leere …, 16.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … vergleichsweise gemächlich fliegt ein diesjähriger Rotmilan vobei, 16.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Eine von noch relativ wenigen Rotdrosseln (Hemmerder Wiesen) …, 15.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)Erstaunliche Variabilität zeigen zwei Rohrammern – hier mit wenig kontrastierter Zeichnung …,15.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… im Gegensatz dazu ein sehr intensiv gezeichneter Vogel (Hemmerder Wiesen), 15.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein weiteres Mal wurden heute am Wasserhochbehälter (Hemmerder Schelk, 7.30 Uhr – 11.00 Uhr) Zugvögel gezählt. Die warmen Temperaturen (13,8 °C bei Sonnenaufgang), teils sehr heftiger Wind sorgten jedoch für nur mäßiges Zuggeschehen. Immerhin kamen wir zwar auf stolze 30 Arten – jedoch die Individuenzahlen blieben hinter den Erwartungen. Nicht alle erfassten Vögel zeigten eindeutiges Zugverhalten. Die Ergebnisse im Einzelnen – nach Häufigkeit geordnet: Buchfink (1564), Feldlerche (439), Star (254), Bachstelze (169), Bluthänfling (78), Ringeltaube (35), Wiesenpieper (35), Blaumeise (16), Dohle (10), Rauchschwalbe (9), Distelfink (7), Goldammer (6), Heidelerche (6), Nilgans (4), Grünfink (3), Sperber (3), Kohlmeise (3), Mäusebussard (2), Misteldrossel (2), Fichtenkreuzschnabel (2), Habicht (2), Rotdrossel (2), Singdrossel (2), Zilpzalp (2), Rohrammer (1), Amsel (1), Hausrotschwanz (1), Rotmilan (1), Buntspecht (1), Merlin (1).
Die Feldlerche brachte es im heutigen Ranking ziehender Arten immerhin auf den zweiten Platz …, 12.10.2019 (Foto: Marvin Lebéus) …. wegen des sehr starken Windes kamen die meisten Vögel nur wenige Meter über dem Boden auf uns zu – hier wieder Feldlerchen mit einzelnen Staren …, 12.10.2019 (Foto: Marvin Lebéus)… so auch dieses Sperberweibchen (1. Kj.), das dafür sorgte, dass alle anderen Vögel die „Bühne“ für Minuten räumten, 12.10.2019 (Foto: Marvin Lebéus)
Gestern (10.10.) zeigte sich der Raubwürger (siehe 09.10.) nahe Frdbg.-Ostbüren ein weiteres Mal. Heute blieb die Suche leider erfolglos. Auch in anderen potentiellen Winterrevieren (z.B. Ruhrwiesen bei Altendorf) war heute kein Raubwürger mehr zu finden. Bleibt abzuwarten, was die kommenden Wochen noch bringen … – In den Ruhrwiesen neben Hunderten Graugänsen, >50 Nilgänse, 5 Silberreiher, 7 Graureiher, >5 Hohltauben, ~150 Ringeltauben, auf einem Weidezaun 1 männliches Schwarzkehlchen. In der Strickherdicker Feldflur sogar 4 Schwarzkehlchen – und ein weiteres südlich Frdbg.-Ostbüren (Foto) – alle männlich. In der Strickherdicker Feldflur außerdem noch ein Steinschmätzer, ~30 Feldlerchen, >35 Wiesenpieper und in einem blühenden Ölrettichfeld noch 2 späte Braunkehlchen, die auch bereits gestern im selben Feld waren. Gestern ebenda ~350 Kiebitze überhinziehend (SW). Auch vom Stockumer Rastplatz sind gestern gegen 10.00 h die letzten Kiebitze (~200 Ex) lange kreisend aufgestiegen und schließlich Richtung SW abgezogen.
Mindestens noch einen zweiten Tag zeigt sich der bereits gemeldete diesjährige Raubwürger bei Frdbg.-Ostbüren, 10.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Bei anhaltend warmer Witterung halten es noch hier und da einzelne Braunkehlchen weiter bei uns aus (Strickherdicker Feldflur) …, 11.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… der blühende Ölrettich vermittelt beinahe Frühlingsgefühle …, 11.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… gerade noch im Bild festgehalten: eine große, grüne Raupe verschwindet im Schlund, 11.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)An vielen Stellen im Offenland derzeit Schwarzkehlchen – hier ein Männchen südlich Frdbg.- Ostbüren, 11.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)In bereits abnehmender Zahl finden sich hier und da rastende Wiesenpieper (hier: Strickherdicker Feldflur) …, 11.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)… bei der Bildbeareitung am PC zeigte sich bei diesem Wiesenpieper ein „blinder Passagier“: vor dem Auge hat sich eine Zecke festgebissen, 11.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Weiterhin deutlicher Vogelzug – vor allem von Kleinvögeln – beschert die eine oder andere Überraschung: auf dem Haarstrang im Nordosten von Fröndenberg heute ein diesjähriger Raubwürger! Die Kiebitz-Rastbestände zwischen A44 und UN-Stockum waren gestern noch auf 511 Ex angewachsen – heute hingegen fanden sich „nur“ noch 292 Ex. Dort auch weiterhin kleine Trupps von Feldlerchen, einige Hundert Ringeltauben auf Maisstoppelfeldern, ~35 Bachstelzen und ein männlicher Sperber jagend. Nördlich Priorsheide (Frdbg.-Bausenhagen) noch ein Steinschmätzer und südlich Frdbg.-Ostbüren 2 Schwarzkehlchen.
In den Hemmerder Wiesen heute noch 6 Rauchschwalben jagend – gestern ebenda noch 34 (!) Rauchschwalben. Auch im Hemmerder Ostfeld 2 Schwarzkehlchen.
Ansitzender Raubwürger in voller Konzentration auf mögliche Beute …, 09.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … die wellig strukturierte Brust …, 09.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … und eine deutliche weiße Armdeckenbinde (Pfeil) kennzeichnen ihn als diesjährig …, 09.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … hier hat er eine Hornisse gefangen – den Giftapparat samt Stachel hat er bereits herausgequetscht, bevor der Happen verspeist wird, 09.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Kiebitze fallen am Rastplatz bei UN-Stockum ein, 09.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Männlicher Hausrotschwanz im Prachtkleid (Frdbg.-Ostbüren), 9.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Noch immer sind ungewöhnlich viele Rauchschwalben bei uns (Hemmerder Wiesen), 08.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) Wunder der herbstlichen Anpassung in Frdbg.-Hohenheide – perfekt getarnt auf Falllaub: Gelbeule (Xanthia icteritia), 09.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
Der Vogelzug beschert unseren Breiten dieser Tage hier und da Massen an Vögeln, die den Eindruck vermitteln, als gäbe es doch eigentlich noch genug … – Leider ist es natürlich nur ein flüchtiger Reichtum, der komprimiert für kurze Zeit präsentiert, was aus Nord- und Osteuropa nach Süden strebt. So hat sich der schon gestern beachtliche Kiebitz-Rastbestand in der Feldflur südlich von UN-Stockum von gestern 186 Ex heute auf 423 (!) Ex erhöht. Unter ihnen waren auch 2 Goldregenpfeifer. Das Zählen der Vögel erwies sich als recht schwierig, da sie immer wieder bei kleinen Störungen – wie niedrig überhinfliegende Bussarde oder Rotmilane – aufflogen. Im Gebiet außerdem ~120 rastende Feldlerchen, die plötzlich von einem heransausenden Merlin aufgescheucht wurden, ~500 Ringeltauben, ~300 Stare, 4 Rotmilane, 2 Turmfalken, 6 Mäusebussarde, ~20 Bachstelzen, ~50 Bluthänflinge und 1 Gartenrotschwanz (m).
Am Rand von UN-Siddinghausen ein weiterer Gartenrotschwanz und noch eine Mönchsgrasmücke.
Östlich von Frdbg.-Ostbüren aus
einer Pfütze in Wagenspuren eines Wirtschaftsweges eine abfliegende
Zwergschnepfe. Über benachbarten Flächen noch 4 Rauchschwalben. In Hochstauden
4 Rohrammern, ~15 Goldammern, ~80 Bluthänflinge.
Südlich von Frdbg.-Ostbüren noch ein Braunkehlchen und 1 Schwarzkehlchen.
Teil eines riesigen Kiebitzschwarmes über der Feldflur südlich von UN-Stockum …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … für Unnaer Verhältnisse ein beeindruckender Anblick …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … den man sich bei unserer alljährlichen und mühsamen Suche während der Brutzeit kaum vorstellen kann …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … Hunderte Kiebitze setzen nach langem Kreisen …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … dicht gedrängt …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … wieder zur Landung an, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … einer von zwei Goldregenpfeifern, die sich dem Schwarm angeschlossen haben …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … in einer angrenzenden Feldhecke ein Gartenrotschwanz (m) …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … nahe UN-Siddinghausen noch diese Mönchsgrasmücke …, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer) … im Süden von Frdbg.-Ostbüren auch noch ein Braunkehlchen, 07.10.2019 (Foto: Bernhard Glüer)