Anders als in Bönen/Kamen (vgl. heutige Meldung von Clemens Rethschulte) sorgten Baumfalken im Süden durch den Fund eines dritten (!) Brutreviers ein weiteres Mal für Freude – wenn auch jenseits der Ruhr (Kr. MK). Am Sonntag (17.08.) fiel bei einer Wanderung im Raum Barge zunächst ein adulter Baumfalke in der Spitze einer freistehenden Lärche auf. Später konnten durch deutlich hörbare Bettelrufe mindestens zwei flügge Jungvögel bei Flugspielen ausgemacht werden.
Auch die intensiv beobachteten Wespenbussarde um Bausenhagen (hier mehrfach berichtet) sorgten zumindest für verhaltene Freude. Zunächst konnte Hermann Knüwer gestern einen ersten flüggen Jungvogel südwärts ziehend ausmachen. Wenig später gelang die Beobachtung eines weiteren Jungvogels im südlichen Bausenhagener Schelk. Dieser Vogel könnte evtl. die endgültige Bestätigung für eine Brut nahebei sein, denn er hob sich aus den Baumkronen eines Buchenbestandes kommend in die Luft – war also vor Ort gestartet.
Bemerkenswert ist auch der deutlich einsetzende Kleinvogelzug. Allein in der Strickherdicker Feldflur konnten rastende Braunkehlchen in zweistelliger Anzahl angetroffen werden. Dort auch >7 Steinschmätzer, >8 Schwarzkehlchen, >5 Wiesenschafstelzen, zahlreiche durchstreifende Dorngrasmücken, 5 Neuntöter, 2 Rohrweihen. Am Backenberg und auf der Landwehr je ein rastender Gartenrotschwanz (2x m) und auch 3 Grauschnäpper (2x ad, 1x juv).
Eine gestrige Kontrolle der Mauersegler-Spätbrut im Turm der Fröndenberger Stiftskirche erbrachte auch hier ein positives Ergebnis: Ein wohlgenährter Jungvogel saß im Nest – jedoch ist mit dem Ausfliegen nicht vor September (!) zu rechnen.
Junger Wespenbussard (diesj.) östlich von Frdbg.-Bausenhagen wird spielerisch von Rotmilan verfolgt…, 18.08.2025 (Foto: Hermann Knüwer)… er ist wenige Tage nach dem Flüggewerden bereits selbstständig auf Südkurs unterwegs …, 18.08.2025 (Foto: Hermann Knüwer) … ein anderer, sehr heller Jungvogel startet wenig später aus Baumkronen des Bausenhagener Schelks und schraubt sich kreisend in die Höhe. Auch wenn es vor allem Wunschdenken ist, könnte er hier bei Bausenhagen aufgewachsen sein. Nur ein Horstfund könnte diese Annahme absichern…, 18.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… möglicherweise könnte dieses Männchen Vater und Revierinhaber sein…, 15.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… es wurde immer wieder nahe Frdbg.-Bausenhagen angetroffen und flieht im Moment dieser Aufnahme gerade vor einem Habicht, 15.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Weidezaun nahe Frdbg.-Frömern mit zwei „Ansitzjägern“: links einer von 3 Grauschnäppern und rechts ein rastender Gartenrotschwanz (m), 19.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Nicht unbedingt im Beutespektrum der beiden Insektenjäger des vorherigen Bildes: einer von drei (!) Schwalbenschwänzen bei Frdbg.-Ostbüren tankt mit ausgebreiteten Flügeln Energie in der Morgensonne, 18.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Seit wenigen Tagen ebenfalls auf der Durchreise im Kr. UN: Steinschmätzer …, 19.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… allein in der Strickherdicker Feldflur heute >7 Exmpl. …, 19.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda zwei Tage nach dem Entstehen dieser Aufnahme mehr als 10 Braunkehlchen, 17.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Rastende Schafstelze auf Rapsstoppeln bei Frdbg.-Bausenhagen. Ihre Zahlen liegen deutlich unter denen zurückliegender Jahre und bleiben meist unter 10 Exmpl. pro Trupp, 18.08.2025 (Foto: Hermann Knüwer)
Der Endspurt in der Suche nach Wespenbussard- oder auch Baumfalkenbruten wie schon von Clemens Rethschulte oder am 07. u. 08.08. von Hartmut Peitsch für Bönen/Kamen beschrieben wird auch auf dem Haarstrang unvermindert täglich fortgesetzt. Vor allem Hermann Knüwer und Harald Maas investierten dieser Tage Stunde um Stunde auf der Haarhöhe östlich Bausenhagen, um aus dem kühlen Schatten einer Feldhecke den Horizont nach Wespenbussarden und anderen Vögeln abzusuchen. Gestern tauchte aus dem Westen Bausenhagens tatsächlich erneut ein Wespenbussard auf, doch nichts deutete auf Versorgung einer Brut hin – bzw. die Entfernung war zu groß, um eine evtl. transportierte Wespenwabe zu erkennen. In Arbeitsteilung wurde diesem Wespenbussard per PKW nachgespürt – zunächst Richtung Hemmerder Schelk (wo er verschwunden war), dann Richtung Westen (von wo er gekommen war) – bis maximal Bimbergtal bei UN-Kessebüren. Interessanterweise stiegen über dem Bimbergtal später zwei Wespenbussarde und unter anderem auch zwei Baumfalken auf und entfernten sich. Eine Nachkontrolle am heutigen Morgen ergab leider keine Wespenbussardbestätigung – jedoch erfreulicherweise eine unbemerkt hier erfolgreich verlaufene Baumfalkenbrut mit mindestens zwei flüggen Jungvögeln.
Die Notizen der letzten beiden Tage von Hermann Knüwer erbrachten als „Beifang“ am Beobachtungspunkt östlich Bausenhagen noch andere interessante Beobachtungen: 9x Mäusebussard, 11 x Rotmilan, 1 Habicht (diesj.), 5x Rohrweihe, 1x Wiesenweihe (m), 7x Turmfalke, 1x Fischadler, >3 Kolkraben, 1x Schwarzspecht und heute (erstmals!! auf dem Wegzug) 2 Braunkehlchen.
Sichtbarer Beweis einer erfolgreichen – und bis dato unbemerkten Baumfalkenbrut zwischen Frdbg.-Ostbüren und UN-Kessebüren. Vermutlich auf einem Hochspannungsmast sind mindestens zwei Jungvögel ausgeflogen …, 13.08.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… eine zufällig vorbeifliegende Rohrweihe löst (erstes Bild) eine Sturzflugattacke durch einen der Altvögel aus …, 13.08.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… die an Wendigkeit und Schnelligkeit dem Baumfalken unterlegene Rohrweihe dreht sich während des Fluges immer wieder um ihre Längsachse auf den Rücken, um sich gegen den kleineren Baumfalken in Abwehrhaltung zu bringen, 13.08.2025, (Foto: Bernhard Glüer)Einer der „Gäste“ am Beobachtungspunkt bei Bausenhagen: diesjähriger Mäusebussard…, 07.08.2025, (Foto: Hermann Knüwer)… ebenda auch immer wieder zu sehen oder zu hören: Kolkrabe (diesj.)…, 10.08.2025, (Foto: Hermann Knüwer)… hier auch mal an reifen Birnen naschend, 10.08.2025, (Foto: Hermann Knüwer)Auch Kleinvögel können überraschen: dieses Haubenmeisenpaar hält sich wohl schon längere Zeit „unsichtbar“ in der Nachbarschaft unseres Gartens (Frdbg.-Hohenheide) auf – bis die meist nur kurz und leise vorgebrachten Rufe doch mal ins Bewusstsein drangen. Meist ist nur ein einziges Mal kurz das typische „Trüllern“ zu hören. Anders als Kohlmeisen, Blaumeisen, Sumpfmeisen (selten auch Tannenmeisen), kamen sie noch nie an unsere Ganzjahresfutterstelle. Eine unbemerkte Brut dürfte es jedoch wohl nicht gegeben haben …, 11.08.2025, (Foto: Bernhard Glüer)Erneut ein Postillion (w) – diesmal westlich des alten Aussichtshügels im NSG Kiebitzwiese (Frdbg.) auf der reichlich mit Kleeblüten durchsetzten Wiese, 11.08.2025, (Foto: Bernhard Glüer)
Für die Wespenbussarde, die mit ihrer hochspezialisierten Lebensweise sicher zu den interessantesten Arten unter unseren heimischen Greifvögeln gehören, läuft gewissermaßen der Countdown. Hier und da dürfte der Wegzug Richtung Afrika schon begonnen haben. Gleichzeitig werden die jetzt fast flüggen Jungvögel in den letzten verbleibenden Nestlingstagen noch reichlich mit Wespenbrut gefüttert, denn schon nach dem Verlassen des Horstes sind sie sofort auf sich selbst gestellt und treten ohne weitere Unterstützung der Elternvögel ebenfalls die lange Reise in die Überwinterungsgebiete Zentralafrikas an. Die intensive „Endversorgung“ während der jetzt angebrochenen Schlussphase der Brutsaison mit besonders regen Versorgungsflügen verschafft gleichzeitig die vielleicht besten Beobachtungsmöglichkeiten der Saison und noch den einen oder anderen Brutnachweis. In den vergangenen Tagen wurde deshalb unterstützt – vor allem von Hartmut Brecher, Hermann Knüwer, Harald Maas, Andre & Klaus Matull und Clemens Rethschulte nach Wespenbussarden Ausschau gehalten. Vier Brutverdachtsreviere konnten ausgemacht werden: das westliche Ruhrtal im Raum Holzwicke, das östliche Fröndenberg, Bönen und die Sandbochumer Heide im Grenzbereich Bergkamen/Hamm. Hauptsächlich wurden männliche Vögel beobachtet, von denen sicher nicht alle auch verpaart waren. Sehr hilfreich erweisen sich immer wieder Fotos, die individuelle Unterscheidungen der Einzelvögel ermöglichen und gleichzeitig auch lokale Zuordnungen erlauben. So hat man dann immer mal „alte Bekannte“ vor sich – aber auch fremde Rastvögel fallen auf.
Bemerkenswert sind dieser Tage auch die sich schon lichtenden Schwalbenbestände. Die letzten Mauersegler (unter dem eigenen Dach) flogen am 06.08. aus. Am selben Tag noch 11 Mauersegler im Hemmerder Ostfeld mit mehreren Dutzend Mehlschwalben und Rauchschwalben nach Insekten jagend. Ebenda auch 10 rastende Kiebitze.
Wespenbussardweibchen über dem NSG Lettenbruch in Bönen. Trotz schlechter Bildqualtität liefern diese Fotos doch interessante Informationen: die verwaschenen (nicht scharf dunkel abgesetzten) Flügelspitzen und ebenso die Schwanzspitze mit schwacher Bänderung weisen diesen sonst ungewöhnlich dunklen Vogel als weiblich aus. Er kreiste in sehr großer Höhe über dem Bönener Brutrevier und löste dort lang anhaltende Erregungsrufe der Revierinhaber aus. Erst die spätere Bildbearbeitung machte deutlich, dass es sich hier um einen „Fremden“ und nicht um einen der Brutpartner handelt, 04.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) Völlig anderer Färbungstyp eines männlichen Wespenbussards bei Frdbg.-Bausenhagen. Hier fallen die scharf abgesetzt dunklen Flügelhinterränder und Handschwingenspitzen als männliche Geschlechtsmerkmale auf. Wahrscheinlich handelt es sich um das drei Tage zuvor von Hartmut Brecher an gleicher Stelle fotorafierte Männchen, das eine Wespenwabe trug und somit vemutlich Nachwuchs versorgte (vgl. auch die Meldung vom 03.08.)…, 06.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… derselbe Vogel im Überflug lässt hier erkennen, dass er im Großgefieder keinerlei Mauser aufweist – allenfalls wurde evtl. H1 erneuert. Er wurde zwei Tage nach dieser Aufnahme (Bausenhagener Schelk) auch von Hermann Knüwer östlich von Bausenhagen beobachtet …, 06.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … im Gegensatz dazu zeigt dieses Wespenbussardmännchen östlich von Frdbg.-Bausenhagen ein völlig anderes Mauserbild. Sowohl im Schwanz wie auch bei den Handschwingen werden Federn erneuert. Warum die Mauser uneinheitlich verläuft (größtenteils vollzieht sie sich im afrikanischen Überwinterungsgebiet), ist völlig unklar…, 07.08.2025 (Foto: Hermann Knüwer) … dasselbe Männchen präsentiert sich demselben Fotografen an selber Stelle am Folgetag und nochmals drei Tage später erneut. Hinweise auf eine Verpaarung oder Brutrevierzugehörigkeiten ergaben sich leider nicht…10.08.2025 (Foto: Hermann Knüwer)Auch bei dieser Uferschwalbe im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede verraten Gefiedermerkmale mehr als nur die Artzugehörigkeit. Die hell gerandeten Federn kennzeichnen sie als diesj. Jungvogel …, 03.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … adulte Uferschwalben haben diese helle Federumrandungen nicht mehr… , 03.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … den diesj. Mehlschwalben fehlt noch der stahlblaue Gefiederglanz …, 03.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … der bei den Altvögeln intensiv ausgeprägt ist. Eine Woche nach Entstehung dieser Bilder haben viele Schwalben das Ruhrtal bereits Richtung Süden verlassen, 03.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) Einige Schmetterlinge führt der Migrationstrieb offenbar mit den steigenden Temperaturen noch nach Norden: der Wandergelbling oder Postillion konnte dieser Tage bereits dreimal in Fröndenberg angetroffen werden. Hier im Bild ein Weibchen (kenntlich an den hellen Einschlüssen im schwarzen Flügelrand) bei Frdbg.-Ostbüren …, 07.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … für Freude sorgte auch dieser nicht mehr oft anzutreffende Falter im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) mit >5 Exemplaren: Kleiner Feuerfalter auf Jakobskreuzkraut …, 10.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … ebenso wie dieses späte Landkärtchen der Sommermorphe im NSG Hemmerder Wiesen. Ganz offensichtlich gehört es einer dritten Generation an, 07.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Weitgehend unbemerkt hat sich in der hauseigenen Mauerseglerkolonie ein letztes Brutpaar gehalten, das noch Junge versorgt. Wetterbedingt dürften die Fütterungsintervalle ohnehin weit gestreckt sein (3-Stundenabstände sind nicht ungewöhnlich). Es ist andererseits auch normal, dass kurz vor dem Ausfliegen der Jungvögel diese weniger gefüttert werden und sie deshalb sogar deutlich an Gewicht verlieren. Da ihr Nestlingsgewicht zuletzt gewöhnlich höher ist als das durchschnittliche Adultgewicht, macht eine Gewichtsreduzierung beim Erlangen der Flugfähigkeit Sinn. So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass die Anwesenheit eines Paares mit eingeschränktem Fütterungsbetrieb von mir nicht mehr bemerkt wurde – bis heute Vormittag(!), als ein Altvogel in eine der Nisthöhlen zielstrebig einflog.
Bei Frdbg.-Ardey, über der Tonabgrabung, heute 2 Wespenbussarde (2,0) offenbar bereits auf dem Wegzug gen Afrika.
Im Ruhrtal westlich Fröndenbergs in einem Traditionsrevier auch in diesem Jahr eine erfolgreiche Baumfalkenbrut mit 3 ausgeflogenen Jungvögeln.
Nördlich Frdbg.-Hohenheide gelang der Nachweis einer erfolgreichen Grauschnäpperbrut mit mindestens 3 flüggen Jungvögeln.
Nahe Frdbg.-Ardey zwei Wespenbussarde Richtung S unterwegs. Beim ersten flüchtigen Eindruck scheint es sich um ein Paar zu handeln…, 02.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… spätestens jedoch bei der Bildbearbeitung am PC wird klar, dass es sich hier um zwei Männchen handelt. Ihr gemeinsames Auftauchen und ein relativ konsequent beibehaltener Südkurs sprechen dafür, dass die beiden bereits auf dem Wegzug sind. Entweder waren sie unverpaart in unseren Gefilden, oder sie haben eine erfolglose Brut hinter sich, 02.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… zwei von drei Hoffnungsträgern einer bei uns rückläufigen Art – frisch flügge Grauschnäpper bei Frdbg.-Hohenheide…, 02.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… hier wird gerade eine Wespe verfüttert, 02.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Ebenfalls ein Jungvogel – bereits weitgehend selbstständig: Neuntöter im Bausenhagener Schelk…, 01.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… nochmals ein Jungvogel – bereits selbstständig jagend: diesj. Rohrweihe bei Bausenhagen, 31.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Die dritte Julidekade mit bereits deutlich kürzeren Tagen bringt wieder eine Reihe von Veränderungen. Die letzten Mauersegler machen sich auf den Wegzug – auch viele andere Arten beenden die Brutsaison. Neuntöterreviere lösen sich allmählich auf, so dass immer wieder diesj. Vögel (teils als Geschwister-Trupps) außerhalb der Reviergrenzen umherstreifen. Der Limikolenzug nimmt an Fahrt auf und einige “Spätstarter“ wie Wespenbussarde oder Baumfalken haben gerade jetzt mit ihrem Nachwuchs die meiste Arbeit und fallen dadurch erst jetzt verstärkt auf. In einem Schilfsaum auf dem Fröndenberger Golfplatz „Am Winkelshof“ sang gestern noch ein Teichrohrsänger.
Nachdem am gestrigen Abend über unserem Haus (Frdbg.) noch 7 adulte Mauersegler erschienen und bis letztendlich 21.44 Uhr ihre Bruthöhlen unter `m Dach aufsuchten, konnte ich heute Morgen Zeuge werden, als vermutlich der letzte Jungvogel seine elterliche Bruthöhle verließ. Ein weiblicher Wespenbussard flog in östlicher Richtung vorbei. Auch gestern (27.07.) zeigte sich ein (männlicher) Wespenbussard zwischen L233 und dem Siedlungsrand von Frdbg.-Langschede und verschwand Richtung NSG „Strickherdicker Bachtal“. Am Donnertag (24.07.) über dem Südteil des Bausenhagener Schelks ein Wespenbussard-Paar in einer Thermik-Spirale aufsteigend, um dann Richtung NO abzustreichen. Südlich der Ruhr schon am 21.07. ein Waben tragendes Wespenbussard-Männchen Richtung Oesbern fliegend, nachdem es von einem Baumfalken attackiert und verfolgt worden war.
Im Wassergewinnungsgelände gestern unter anderem >5 Flussuferläufer, 1 Bruchwasserläufer, 1 Waldwasserläufer, 2 Flussregenpfeifer (1x diesj.), 2 Schwarzstörche (ad), 3 Silberreiher, >2 diesj. Eisvögel, Wacholderdrosseln u. a.
In der Strickherdicker Feldflur gestern 2 Rohrweihen, 4 Neuntöter, 1 Schwarzkehlchen (m). – Heute bei UN-Dreihausen 3 Rohrweihen.
Junger Mauersegler wenige Sekunden vor dem Abflug (kleines – leider unscharfes Bild) im Nistkasten unter unserem Dach. In mehr als 3 Jahrzehnten mit zahllosen Beobachtungsstunden war es mir nur wenige Male vergönnt, diesen vielleicht wichtigsten Moment im Leben eines Mauerseglers direkt mitzubekommen – und zum ersten Mal sogar (wenn auch miserabel) zu fotografieren. Tagelang sitzen Jungsegler am Ende ihrer bis >50tägigen Nestlingszeit innen vor der Einflugsöffnung, bevor sie diesen Sprung in die eigenverantwortliche Selbstständigkeit mit dem unmittelbar folgenden Start auf die „lange Reise in den Süden“ endlich wagen …, 28.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… ein ebenfalls von mir so noch nie fotografierter Moment, der gewissermaßen die „Kehrseite derselben Medaillie“ an einer benachbarten Bruthöhle zeigt. Ein Mauersegler-Elternpaar schaut morgens eng aneinandergekuschelt minutenlang aus der Bruthöhle heraus, nachdem vemutlich in der Nacht die Jungen ausgeflogen waren (oft verlassen Jungsegler die elterliche Höhle abends nach Einbruch der Dunkelheit). Es scheint fast so, als wären die Elternvögel verunsichert, wo denn wohl ihre „Sprösslinge“ abgeblieben sind. Vermutlich werden sich Elternvögel und der Nachwuchs nie wiedersehen, 21.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Hier sind andere Vogeleltern aktiv: Haussperlingsweibchen hat ein Grünes Heupferd geradezu „filettiert“, so dass nur die besten und nahrhaftesten Körperteile an den Nachwuchs verfüttert werden (kleines Bild/ Hammer Wasserwerk), 22.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)In diesem Fall endete die Arbeit von Vogeleltern leider in der „Vollkatastrophe“: So werden Saumlebensräume „totgepflegt“. – Die Brut von Schwarzkehlchen (Hemmerder Ostfeld / im kleinen Bild ist noch das Weibchen mit Nistmaterial zu sehen) endete unter dem Mulchmäher, 28.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Das Schicksal dieser potenziellen Vogeleltern (Wespenbussarde – links das Weibchen und rechts das Männchen) wird noch zu klären sein. Sie schrauben sich gemeinsam über dem Bausenhagener Schelk in die Höhe und entschwinden Richtung NO, was in einer Brutphase, in der Junge versorgt werden, eher ungewöhnlich ist. Beide Partner operieren da eher arbeitsteilig und getrennt. Möglicherweise haben auch sie ihre Brut verloren, 24.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Südlich der Ruhr zeigt sich immerhin dieser erfolgreiche Wespenbussardvater. Der Transport von Wespenwaben (kleines Bild) ist immer ein sicherer Hinweis auf zu versorgende Brut. Ein Baumfalke attackiert den Wespenbussard heftig (erscheint im Sturzflug oben rechts), 21.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)„Unverhofft kommt oft“ – hier kam es zu ungewöhnlichem Beobachterglück: nachdem der erfolgreich seine Waben abtransportierende Wespenbussard-Mann verschwunden war, landete der futterneidische Baumfalke ausgerechnet fast zentimetergenau auf derselben freistehenden Lärche, auf der es zuvor mit einer Turteltaube eine weitere Rarität zu sehen gegeben hatte (Uhrzeiten aus den Metadaten der Fotos eingetragen), 21.07.2025 (Fotos: Bernhard Glüer)Ein anderes Wespenbussardmännchen Richtung NSG Strickherdicker Bachtal unterwegs – vermutlich auf der Suche nach Wespennestern (in einer Bildmontage zweifach zu sehen), 27.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Mit Schwarzstörchen, Siberreihern, Graureihern … präsentiert sich im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschde eine größere „Gästeliste“ …, 27.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… kaum nachzuvollziehen, dass dieser Einbeinstand Ruhe und Erholung bringt (Schwarzstorch, ad.) …, 27.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… mit diesem Bild (diesj. Flussregenpfeifer / Wassergewinnungsgelände) gelingt immerhin auch noch der Nachweis einer erfolgreichen Flussregenpfeiferbrut – allerdings irgendwo außerhalb …, 27.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… auch dieser Gast (Bruchwasserläufer) dürfte eine längere „Anreise“ hinter sich haben …, 27.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer).. wie auch dieser Flussuferläufer (einer von 5 Exmpl.), 27.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Noch ein Grund zur Freude: an mehreren Stellen im Osten Fröndenbergs fliegen inzwischen Mauerfüchse (hier ein Männchen), 24.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Die hier am 11.07.gemeldete Flussregenpfeiferbrut im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede), die mit nur 2 Eiern eine späte Nachbrut gewesen sein dürfte, ist inzwischen leider ihrerseits gescheitert. Noch am vergangenen Sonntag (13.07.) war alles in Ordnung – jedoch heute waren die Eier zertreten. Als vermutliche Verursacher können Kanadagänse angenommen werden, die mit mehreren Familienverbänden (>20 Individuen) den Brutplatz der Regenpfeifer als Ruheplatz auserkoren hatten. Zahlreiche Kothaufen und Mauserfedern deuten auf die Gänse hin. Bemerkenswert vor Ort außerdem 2 diesj. Eisvögel, mehrere Wacholderdrosseln mit Anzeichen für Bruten, 1 Waldwasserläufer und ca. 15 Uferschwalbenbrutplätze in Dreinageröhren.
Am eigenen Haus heute nur noch wenige Mauersegler aktiv (<10 Exmpl.). Noch vor 3 Tagen intensives Treiben mit 25-30 Vögeln. Abends flogen am 17.07. in alle 8 Bruthöhlen, in denen Bruten stattgefunden hatten, noch Elternvögel ein. Auch dort, wo die Jungvögel bereits ausgeflogen waren. Der letzte Vogel kam um 22.07 h.
In Frdbg.-Frömern ein Grauschnäpperpaar. Nachwuchs war nicht vor Ort und gefangene Insekten wurden ausnahmslos von den adulten Vögeln selbst verspeist. In UN-Dreihausen am 16.07. ein Brutnachweis für Grauschnäpper. Dort wurde – wie schon für Bönen-Nordbögge berichtet – ebenfalls nur ein einziger Jungvogel versorgt. Es stellt sich die Frage, ob geringer Fortpflanzungserfolg auf Insektenmangel oder ob etwa auch Grauschnäpper auf dieselben toxischen Einflüsse des Fungizids Tebuconazol reagieren – wie für Haussperlinge nachgewiesen (https://www.oagkreisunna.de/2025/06/26/europa-fungizid-tebuconazol-beeintraechtigt-den-fortpflanzungserfolg-von-haussperlingen/).
Immerhin gibt es noch etwas Erfreuliches zu berichten: jenseits der Ruhr (MK) konnten bei einer Wanderung am vergangenen Sonntag (13.07.) Turteltauben-Balzrufe vernommen werden. Bei mehreren Nachkontrollen waren mehrfach sogar zwei Rufer zu hören – einige Hundert Meter voneinander entfernt.
Am frühen Morgen werden an unserem Haus nochmals alle Mauerseglerbrutplätze immer wieder angeflogen und „kontrolliert“. Allerdings sind nur noch weniger als 10 Mauersegler vor Ort …, 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… diese Bruthöhle ist bereits seit einer Woche leer. Drei Jungvögel sind hier ausgeflogen …, 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… trotzdem wird immer wieder nochmal kritisch nachgeschaut. Bis Donnerstag sind interessanterweise auch die Elternvögel abends gegen 22.00 h jeweils noch zum Schlafen eingeflogen, obwohl der Nachwuchs schon ausgeflogen war …, 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… hier verlässt ein Altvogel eine andere Bruthöhle. Mindestens bis gestern wurden hier noch Jungvögel gefüttert, 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Hier kam es leider zum erneuten Totalverlust einer Nachbrut von Flussregenpfeifern im Wassergewinnungsgelände. Das Bild von heute zeigt die zertretenen Eier (Pfeil) und mehrere Kothaufen von Kanadagänsen, die sich teils mit >20 Tieren oft und lange am Regenpfeifer-Brutplatz aufgehalten haben. Beim eingefügten Bild aus der Vorwoche ist noch alles in Ordnung, 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Auch Grauschnäpper scheinen mit ausreichendem Nachwuchs Probleme zu haben. Wie schon aus Bönen berichtet, wird auch hier im Falle dieser Brut (UN-Dreihausen) nur ein einziger Jungvogel (rechts) versorgt, 16.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Wacholderdrosseln sind während der Brutzeit im Kreis UN kaum noch zu sehen. Hier nascht eine von mindestens zwei Drosseln an herabgefallenen Vogelkirschen im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede, 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Turteltauben sind im Kr. UN als Brutvogel bereits komplett verschwunden. Immerhin knapp jenseits der Kreisgrenze (MK) zeigt sich dieses Exemplar in einiger Entfernung auf einer Singwarte. Im Größenvergleich zum neugierigen Buntspecht ist sie erstaunlich klein. Möglicherweise bieten die zahlreichen Kalamitätsflächen der Mittelgebirge den Turteltauben wieder mehr geeignete Lebensräume, 17.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Balzrufe der Turteltaube – zwar per Handy nur eine schwache Aufnahme, doch weckt sie Erinnerungen an alte Zeiten, als die Turteltaube bei uns noch überall zu hören war, 17.07.2025 (Aufnahme: Bernhard Glüer)Leider bisher ebenfalls nur jenseits der Ruhr gefunden: Mauerfuchs …, 18.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… dieser perfekt getarnte Falter (Birkenspanner) zeigte sich immerhin im eigenen Garten (Frdbg.-Hohenheide). Er ist in Größe und Spannweite etwa einem Kleinen Kohlweißling vergleichbar, 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Eine von mehr als 20 (!) Wespenspinnen auf einem nur wenige Quadratmeter großen Hügel im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede), 20.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Am Ende der ersten Julidekade war es um die Mauersegler infolge des kühlen Regenwetters still geworden. Auch in der „hauseigenen“ Kolonie schien der Wegzug bereits begonnen zu haben. Bei ungünstiger Witterung können jedoch Versorgungsflüge sehr lange unterbrochen bzw. ausgesetzt werden. Am Abend des 09.07. ergab eine längere Kontrollbeobachtung der noch einfliegenden Segler (ab 22.00 Uhr / Sonnenuntergang: 21.44 Uhr), dass alle 8 besetzten Bruthöhlen noch angeflogen wurden. Interessant dabei, dass ein spät einfliegender Vogel um 22.15 h nochmals rausflog und 6 Minuten später (22.21 h) zurückkehrte. Ein noch späterer Heimkehrer flog erst um 22.24 h (40 Min. nach SU!) zur letzten Fütterung der Jungvögel ein. Der kürzlich verstorbene „Mauerseglerpapst“ Erich Kaiser hatte erstmals dieses Phänomen später Fütterungen in Schlechtwetterphasen untersucht und nachgewiesen, dass dabei vor allem Nachtfalter erbeutet werden. Am folgenden wieder sehr sonnigen Vormittag kam es nochmals zu intensivem, jedoch nur kurzem Fluggeschehen vieler noch anwesender „Banger“ um die Kolonie. Eine Kontrolle im Turm der Fröndenberger Stiftskirche ergab noch 11 besetzte Brutnischen, wobei eine frisch begonnene (!) Brut mit einem Ei bebrütet wurde. Wenn diese Brut noch erfolgreich verläuft, wird der Jungvogel vermutlich erst im September ausfliegen. Die insgesamt 18 begonnenen Bruten waren offensichtlich nur teilweise erfolgreich.
Im Hemmerder Ostfeld heute 1 Rebhuhn mit Nachwuchs (wohl nur ein einziger Jungvogel!). Erfreulicher hier die Situation der Schwarzkehlchen: > drei besetzte Reviere in unmittelbarer Nachbarschaft – ein Weibchen mit Nistmaterial für die (mindestens) zweite Brut des Jahres. Mindestens ein weiteres Revier auch auf der Ackerbrache SW von UN-Siddinghausen. Im H. Ostfeld noch bemerkenswert ein seit Tagen nahe dem Sesekedurchfluss/Bahndamm singender Teichrohrsänger.
In den Hemmerder Wiesen entlang der Amecke 2 singende, teils einander verfolgende Gelbspötter. Auf dem Wirtschaftsweg Nachwuchs fütternde (späte) Nachtigallen (1x ad, 2x juv).
Gestern in Bönen-Nordbögge eine Grauschnäpperfamilie – bestehend aus dem Elternpaar und nur einem einzigen Jungvogel. Möglicherweise eine für diese rückläufige und stark von Fluginsekten abhängige Art eine typische Konstellation (Mitbeobachter: Clemens Rethschulte).
Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede noch eine späte (Ersatz-)Brut von Flussregenpfeifern.
In der „Brutbatterie“ mit hier insgesamt 6 Mauerseglerhöhlen und 10 Mehlschwalbennestern scheint kaum noch Leben zu sein. Aus dem vorletzten Einflugloch schaut ein junger Mauersegler heraus …, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… mit aufsteigender Sonne veranstalten schließlich noch etliche nichtbrütende „Banger“ kurze und heftige Flugspiele um die Kolonie…, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… jede potenzielle Bruthöhle wird „abgeklopft“ und von außen inspiziert …, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… bei diesem oft aggressiven Treiben sitzen die Höhleneigentümer meist innen und geben rufend zu verstehen, dass Besuch unerwünscht ist …, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… auch die für Mauersegler viel zu kleinen Mehlschwalbennester werden unter die Lupe genommen …, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… dieser am hellen „Gesicht“ als Jungvogel kenntliche Segler vefolgt das Geschehen angespannt. Einen Tag nach dieser Aufnahme hat er die Bruthöhle für immer verlassen. Junge Mauersegler sind mit dem Flüggewerden sofort selbstständig und verlassen gewöhnlich noch am Tag des Ausfliegens auch ihre Brutheimat – Richtung Süden …, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… eine ähnliche Situation bietet sich im Turm der Fröndenberger Stiftskirche. Zum Teil unter den Fußbodendielen befinden sich die Bruthöhlen der Mauersegler auf dem Mauersims über dem Glockenraum. Das linke Nest ist unbesetzt. Im mittleren Nest sind 3 und ganz rechts 2 fast flügge Jungvögel. Am oberen Bildrand erkennt man den Einflugspalt, durch den es von innen betrachtet hinaus in die Tiefe geht …, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… das rausgeworfene Ei in der linken Ecke ist ein indirekter Hinweis, dass dieser Brut mit inzwischen zwei fast flüggen Jungvögeln Rivalenkämpfe vorausgegangen sind…, 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… dieser adulte „Unglücksvogel“ hatte durch mein Erscheinen Glück im Unglück. Er war vermutlich infolge von Rivalenkämpfen ins Turminnere gedrängt worden und ist nach unten gestürzt. Hier verharrt er regungslos an einem Balken im Glockenraum hängend und konnte von mir wieder nach draußen befördert werden. Trotz der nachträglich nach innen abgedichteten Brutnischen sind in der Vergangenheit immer wieder mal Segler ins Turminnere geraten, wo sie selbstständig nicht mehr nach oben ins Freie aufsteigen können und dann umkommen. 10.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Im Sommer derzeit kaum je zu sehen: Rebhuhn (w) im Hemmerder Ostfeld…, 11.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… sehr bescheidenes Elternglück mit wohl nur einem einzigen Jungvogel…, 11.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… mit mindestens drei Revieren sind die Schwarzkehlchen ebenda scheinbar erfolgreicher…, 11.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… das Weibchen arbeitet an der nächsten Brut, 11.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Diese späte Nachtigall versorgt mindestens zwei Jungvögel (Hemmerder Wiesen), 11.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Auch hier kommt es zu einer sehr späten Brut – zudem an einem sehr ungewöhnlichen Ort (mitten auf dem Fahrweg / Wassergewinnungsgelände!)…, 06.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… zumindest besteht hier nicht die Gefahr – wie bei vorausgegangenen Brutversuchen innerhalb von Filterbecken, dass dieses Gelege durch steigende Wasserpegel geflutet wird …, 06.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… allerdings hat die Energie für nur noch ein kleines Gelege gereicht, 06.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Ein noch sehr frischer Schwalbenschwanz in Frdbg.-Ostbüren, 08.07.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Die momentane Sommerhitze lässt uns zwar ächzen, doch bringt sie gleichzeitig auch interessante und jahreszeitlich typische Phänomene hervor. Zu den besonders spektakulären Ereignissen gehören derzeit sicher die Flugspiele in der Mauerseglerbalz. Alljährlich zum Monatswechsel Juni/Juli wird es vor allen an den vorhandenen Mauerseglerbrutplätzen unruhig. In der Literatur wird ein Verhalten beschrieben, das (aus dem Englischen) als „bangen“ (eingedeutscht: bängen) bezeichnet wird. Es bezieht sich auf das Verhalten von nicht brütenden – oft jüngeren Seglern, potenzielle Bruthöhlen durch heftiges Anfliegen regelrecht abzuklopfen. Oft sind es von anderen Mauerseglern besetzte Höhlen, in denen gebrütet, bzw. Nachwuchs aufgezogen wird. Die Brutpaare bleiben dabei gewöhnlich in der Höhle, um diese laut rufend zu verteidigen, denn die „Banger“ können sehr aggressiv werden und werfen unter Umständen vorhandene Gelege oder Jungvögel aus der attackierten Höhle heraus. Dabei ist es zwar jetzt für einen Brutbeginn zu spät, doch durch eine potenziell geeignete und vielleicht „freigeboxte“ Höhle binden sich jetzt junge Paare für die nächste Saison. Heute zeigte sich für mich erstmals ein Verhalten während der Flugspiele, das offenbar zusätzlich Paarbindungen für die nächste Saison festigt. Auf einzelnen heute „geschossenen“ Fotos war bei der späteren Bildbearbeitung zu erkennen, dass es während der Flugspiele offenbar zu paarbindenden Flugkopulationen (!) kommt. Vermutlich sind die Flugspiele insgesamt ein Ritual, das unerfahrene „Nichtbrüter“ einerseits an vorhandene Brutkolonien bindet und andererseits über diese Ortsbindung und die Flugbalz künftige Brutpaare zusammenbringt.
In einem großen, zunächst ungeordnet sehr hoch fliegenden, ca. 50köpfigen Mauerseglerschwarm am Himmel über Fröndenberg formiert sich eine Gruppe, indem plötzlich einzelne Vögel gemeinsam eine Flugrichtung einschlagen und das Flugtempo erhöhen …, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… wie in einem Sog werden nachfolgende Mauersegler förmlich „mitgerissen“, während die gesamte Gruppe die Geschwindigkeit weiter erhöht und gleichzeitig die Flughöhe verringert…, …, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… dabei scheint es hier zu einer Kollision zu kommen: Mauersegler Nr. 2 stößt von hinten mit Wucht auf Mauersegler Nr. 1, so dass sogar der Schwanz von „Nr. 1“ um 90° herabgeknickt wird…, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… mit noch ausgestreckten Beinen löst sich „Nr. 2“ von „Nr. 1“ …, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… in der Folge wird jedoch deutlich, dass der Vorgang kein „Unfall“, sondern wohl ein Kopulationsversuch gewesen ist…, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… hier bahnt sich offenbar bei gleich drei synchron fliegenden potenziellen Paaren eine Flugkopulation an …, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… einzelne mitfliegende Mauersegler lassen erkennen, dass sie das Spektakel zwar begleiten, jedoch andere Absichten verfolgen: der volle Kehlsack zeigt, dass dieser Vogel Junge versorgt. Aus langjährigen Beobachtungen weiß man, dass in einer Mauersegler-Brutkolonie zwischen 40% und 60 % der Gesamtpopulation aus nichtbrütenden Individuen bestehen, die hier auf ihre Chance zur eigenen „Familiengründung“ warten, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)Eine ganz andere Seite der Sommerhitze: eine von zwei weiblichen Rohrweihen findet sich an der verbliebenen „Restpfütze“ vor dem Beobachtungshügel /Hemmerder Wiesen ein, um zu trinken, 01.07.2025, (Foto: Bernhard Glüer)Erfreulich sind derzeit hier und da deutlich ansteigende Sommerbestände an Schmetterlingen: mehr als 20 Grünaderweißlinge nehmen hier Feuchtigkeit und Mineralien auf (Bausenhagener Schelk)…, 28.06.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… eingewanderte Distelfalter haben bereist Nachfolgegenerationen in durchaus nennenswerter Zahl hervorgebracht (Bausenhagener Schelk) …, 26.06.2025, (Foto: Bernhard Glüer)… hier macht im Bausenhagener Schelk ein Großer Schillerfalter den herangepirschten Fotografen „zum Affen“, indem er sich „frech“ auf die Optik setzt, so dass nur mit dem Handy fotografiert werden kann. Dafür musste jedoch die Kamera samt Falter vorsichtig auf den Boden gelegt und das Handy aus dem nahen Auto geholt werden, 28.06.2025, (Foto: Bernhard Glüer) Nachwuchs einer erfolgreichen Waldohreulenbrut in Frdbg.-Frohnhausen…, 27.06.2025, (Foto: Bernhard Glüer)Mit immerhin drei Jungvögeln haben sich unter dem eigenen Dach auch wieder Schleiereulen eingefunden, 28.06.2025, (Foto: Bernhard Glüer)
In der ersten Juniwoche lässt sich für viele Brutvögel – wie schon von K.&A. Matull für die Weißstörche durchgeführt – hier und da eine erste, vorsichtige Bilanz der Saison prognostizieren. Im Hammer Wasserwerk (Frdbg.) wurden heute (05.06.) von Uferschwalben in den Steilwänden eines extra aufgeschütteten Filterkieshügels >25 Bruthöhlen beflogen. Ebenda in Natur- wie auch Kunstnestern mindestens 35 Paare Mehlschwalben. Eine zweite Kontrolle (nach dem 15.05.) der Mauerseglerkolonie im Turm der Fröndenberger Stiftskirche ergab gestern (04.06.) 16 besetzte Nester (gegenüber insgesamt 18 begonnenen Bruten). Damit hält sich die Kolonie in etwa auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Unter dem eigenen Dach (Frdbg.-Hohenheide) bisher 8 von Mauerseglern beflogene Nisthöhlen. Für den Kiebitz ergibt sich im Südkreis nach derzeitiger Kenntnis eine „Totalpleite `25“! Zwei noch Anfang April bei der Synchronzählung als „Hotspot“ eingestufte Bruthabitate (NSG Hemmerder Wiesen mit >12 – und Stoppelbrache im Gewerbegebiet „Am Mersch“ / Bönen mit 7 Brutpaaren) erbrachten keinerlei Bruterfolg. Positiver erscheint die Situation etwa beim Schwarzkehlchen mit ~14 Brutpaaren im Raum UN/Frdbg. Auch Nachtigallen, Sumpfrohrsänger oder der Kuckuck sind lokal erfreulich vertreten und scheinen sich auf niedrigem Niveau stabil zu halten. Waldlaubsänger oder Grauschnäpper (trotz einzelner Funde zu Saisonbeginn) verschwinden offenbar regional. Trauerschnäpper sind meines Wissens im Südkreis trotz zweier Einzelbeobachtungen (ein kurz singendes Männchen am 14.05. von mir auf dem Altenbögger Friedhof gehört und ein Weibchen am 29.05. von R. Hirschberg am Backenberg/Frdbg. beobachtet) mit keinem einzigen Revier mehr vertreten. Andere späte Heimkehrer wie Baumfalke oder Wespenbussard, die erst jetzt zur Brut schreiten, sind weiterhin die gesuchten „Nadeln im Heu“ und werden hoffentlich noch einzelne Nachweise erbringen.
Futter tragender Baumpieper neben zwei weiteren Revieren in einer ca. 4 ha großen Aufforstungsfläche im Bausenhagener Schelk. Im nahe gelegenen Hemmerder Schelk mindestens ein weiteres Paar …, 03.06.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… in derselben Bausenhagener Aufforstungsfläche erfreuliche zwei Neuntöterreviere (hier eines der Weibchen ansitzend) 03.06.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Zwei männliche Kuckucke im Hammer Wasserwerk (Frdbg.) vorbeifliegend…, 05.06.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… Kuckucke sind in Farbe und Größe ihrer Eier auf ganz unterschiedliche Wirtsvögel spezialisiert. Die Häufigkeit der jeweiligen Wirtsvögel hat vermutlich einen direkten Einfluss auf die Entwicklung der Kuckuckpopulation, 05.06.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Im Hammer Wasserwerk (Frdbg.) nutzen die Mehlschwalben sowohl fertige Kunstnester als auch eigene Bauten. Derzeit (05.06.) sind mindestens 35 Nester beflogen, 02.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Männliches Schwarzkehlchen auf Kartoffelkraut im Hemmerder Ostfeld. Mit fortschreitender Abnutzung der hellen Federspitzen werden die Farben des Prachtkleides immer intensiver. Möglicherweise ist die zweite Brut begonnen, 04.06.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Bereits selbstständiges, diesj. Rotkehlchen auf dem Altenbögger Friedhof, 22.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Hier und da „zurück“(?!?). Im Zuge der ADEBAR-Kartierung konnten in Bönen von Malte Busch zwei Reviere des Gartenrotschwanzes nachgewiesen werden, 24.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Auch unter den Säugern gibt es Nachwuchs – wie bei dieser Ricke in der Strickherdicker Feldflur. – Für die Kitze steht jetzt die gefährliche Zeit der Heumahd bevor …, 01.06.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… „Mutter Hermelin“ geleitet eilig eines von zwei Jungen über die Straße (Frdbg.-Hohenheide). Akuter Feldmausmangel ist nicht nur für diese Mäusejäger zur Zeit ein Problem, 25.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Unter den Schmetterlingen fiel in diesem Jahr das Landkärtchen mit einer verhältnismäßig guten Frühjahrsgeneration auf. Hier ein relativ später Falter der frühen Morphe im Bausenhagener Schelk, 27.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)In der Fortpflanzungszeit leider immer wieder ein kritischer Vorgang …, wenn Säume manchmal sogar völlig „kahlgeschoren“ werden …, 30.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)…. denn nicht nur der Sumpfrohrsänger (rechts oben) – hier entlang eines Weges in der Strickherdicker Feldflur mit drei Paaren vertreten – ist auf Hochstaudensäume angewiesen. Auch viele Schmetterlinge benötigen etwa die Brennessel zur Fortpflanzung. In der Bildmitte ein Tagpfauenauge mit Raupennest an Brennesseln. Darunter ein bereits mehrfach wiederbeobachteter Kleiner Fuchs, der möglicherweise im kommenden Sommer eine leiche Erholung erfährt (?), 30.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Am Backenberg (Frdbg.-Frömern) weiterhin die auf 175 m ü. NN Revier haltende Nachtigall. Auch der schon gemeldete Gartenrotschwanz ebenda mit Gesang. Bemerkenswert außerdem dort ein Paar Grauschnäpper, 1 singender Gelbspötter. Ebenfalls ein Grauschnäpperrevier auf dem alten Golfplatz „Am Winkelshof“.
In der Strickherdicker Feldflur auf der nördlichen Feldvogelschutzfläche das mehrfach gemeldete Schwarzkehlchenpaar zu einem vermuteten Neststandort Futter tragend. In Hochstaudenbeständen entlang eines Grabens dort >3 singende Sumpfrohrsänger. Besonders erfreulich zeigt sich weiterhin ein Schwarzkehlchenvorkommen auf einer Brachfläche bei UN-Siddinghausen mit 3 Revierpaaren und bereits flüggen Jungvögeln (gestern dort mindestens 11 Individuen gleichzeitig sichtbar – davon 3 adulte Männchen).
Trotz intensiver Suche bisher im Unnaer Osten und im Raum Fröndenberg kein Nachweis von Wespenbussarden.
Möglicherweise der einzige (?!) Revier haltende Gartenrotschwanz in Fröndenberg (Backenberg/Frdbg.-Frömern), 18.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Eine von mindestens 4 Revier haltenden Schafstelzen (m) in der Strickherdicker Feldflur, 18.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Eines von drei männlichen Schwarzkehlchen auf Ackerbrache bei UN-Siddinghausen …, 17.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… in direkter Nachbarschaft zueinander ziehen drei Paare Jungvögel auf. Hier bedrängt ein bettelnder, frisch-flügger Jungvogel seinen „Papa“. Im Moment dieser Aufnahme konnten 11 Individuen gleichzeitig gezählt werden, 17.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Im Hammer Wasserwerk (Frdbg.) wurde auch in diesem Jahr eine von Gregor Zosel angeregte Tradition fortgesetzt: ein extra für Uferschwalben aufgetürmter Kieshaufen erhielt durch die gekonnte Arbeit eines Schaufelbaggerfahrers auf zwei Seiten je eine Steilwand. Insgesamt konnten jetzt beidseitig 116 Brutröhren gezählt werden…, 15.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … die tatsächlich brütenden Vögel, die den Kiesberg wie Mücken umschwirren, lassen sich schwer zählen. Nicht jede angefangene Brutröhre wird auch genutzt…, 15.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … gerade in diesem Jahr scheinen es jedoch erfreulich viele zu sein. Es könnten zwischen 30-50 Brutpaare sein…, 15.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer) … in dem regen Treiben lässt sich schwer sagen, ob hier gerade zwei Konkurrenten oder zwei Partner aufeinandertreffen, 15.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer) Dieser Baumfalke (südlich der Ruhr auf Beute ansitzend) dürfte auch seinen Tribut fordern. Für mich allerdings die erste und bisher einzige Sichtung eines Baumfalken bei uns – und dann sogar jenseits der Kreisgrenze im MK, 16.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer) Für Aurorafalter schließt sich dieser Tage bereits der Jahreszyklus. Aus der frischen Puppe (Bildmitte) schlüpft erst im kommenden Jahr wieder ein Falter der nächsten Generation. Interessanterweise entwickeln sich die Raupen (kleines Bild links) jeweils einzeln auf einer einzigen Nahrungspflanze – hier Wiesenschaumkraut. Es werden die Blüten und die Schotenfrüchte, teils mit Stängeln verzehrt. Die Überlebenschancen scheinen dabei gering zu sein. Im eigenen Garten konnten auf frisch von einem Falterweibchen mit je einem Ei versehenen Pflanzen später gar keine Raupen gefunden werden. Möglicherweise räumen schon Ameisen da gründlich auf, die fast jeden Pflanzenstängel erklimmen und allgegenwärtig zu sein scheinen, 07.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Der Braunkehlchenheimzug nimmt beinahe lehrbuchmäßige Züge an. Mit heute immerhin 7 Exemplaren rund um Frdbg.-Frömern (ausnahmslos Weibchen) geht der Zug in die Brutheimat dem Ende entgegen – nachdem bisher vor allem im April die Männchen die Vorhut bildeten. Am Backenberg sang noch mehr als 3 Wochen nach der Erstbeobachtung auch heute eine Nachtigall. Als typischer Flachlandvogel „steigt“ die Nachtigall eigentlich nicht auf den Haarstrang. Im Kr. UN bildet im Süden die B1 weitgehend eine Verbreitungsgrenze. Deshalb ist dieses in der aktuellen Saison dauerhaft besetzte Gesangsrevier auf 175 m ü. NN bemerkenswert. Eine zusätzliche Aufwertung brachte an gleicher Stelle ein intensiv singender Gartenrotschwanz. Aus den Buchen nahebei rufende Kolkraben.
In der Strickherdicker Feldflur heue noch 3 Steinschmätzer. Gestern im Hemmerder Ostfeld mindestens 9 Steinschmätzer. Erstmals nach Jahren der Abwesenheit dort gestern auch ein balzender Kiebitz.
Blühende Rapsfelder sind bei den durchziehenden Braunkehlchen bevorzugte Nahrungshabitate. Hier ein weiblicher Vogel auf Rapsblüten in der Strickherdicker Feldflur …, 04.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… bei heute kühlem Westwind ist der östliche Feldrand im Windschatten besonders attraktiv – für im Bild 3 von insgesamt 5 weiblichen Braunkehlchen, 04.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Nach einem über Gregor Zosel weitergegebenem Anwohnerhinweis konnte ein Brutverdacht von Waldohreulen in einem Privatgarten (Frdbg.-Frohnhausen) bestätigt werden. Im Bild das mutmaßliche Männchen an seinem seit Wochen bezogenen Tagesruheplatz. Wenige Meter entfernt brütet das Weibchen in einem verlassenen Elsternnest. Die Gartenbesitzer freuen sich über die seit Jahren immer wieder auftauchenden Eulen, die gegenüber den menschlichen Nachbarn relativ vertraut sind, 03.05.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Um 18.55 Uhr (vor der eigenen Haustür/Frdbg.-Hohenheide) waren sie zunächst aus großer Höhe über einem blühenden Rapsfeld mit ihren unverwechselbaren glucksend-trüllernden Rufen nur zu hören. Mindestens 3 Bienenfresser waren dann schließlich in 120 – 150 m Höhe auch zu sehen. Kreisend jagten sie in großen Schlenkern und Schleifen über dem Raps nach Insekten, um Minuten später Richtung NO weiter zu ziehen.
Mindestens bis zum heutigen Tag hielten sich seit über einer Woche südlich von Frdbg.-Ostbüren bis zu 5 Ringdrosseln (3:2) am Ortsrand auf. Sie nutzten immer wieder einen Bracheacker, der leider mit Totalherbizid gespritzt worden war, zur Nahrungssuche und verschwanden zwischendurch in umliegenden Hecken bzw. Obstbäumen.
In der Strickherdicker Feldflur heute 1 Braunkehlchen und 3 Steinschmätzer. Ebenda vorgestern (27.04.) noch 11 Steinschmätzer. Auf dem Braunkehlchenheimzug zeigten sich bisher nur wenige Individuen (für mich insgesamt nur 4 Exmpl.).
Vorgestern (27.04.) auch über Frdbg.-Hohenheide endlich (!) erste Mauersegler. Gegen Abend erschienen 6 Exmpl. über unserem Haus. Es war faszinierend zu sehen, dass von diesen 6 Vögeln um 20.03 Uhr zwei im Sturzflug herabsausten und ohne zu zögern in zwei Nistkästen unterm Dach verschwanden – als wären sie gar nicht monatelang weg gewesen.
Seit der kreisweiten Synchronzählung der Kiebitze hat sich im zögerlich anlaufenden Brutgeschäft leider wenig Positives entwickelt. So sind die ca. 12 Brutpaare in den Hemmerder Wiesen mit anfangs mindestens 7 von außen erkennbaren Gelegen inzwischen ohne jeden Bruterfolg. Die ebenfalls 7 Gelege der Bönener Kiebitze auf einem Maisstoppelacker im Gewerbegebiet „Am Mersch“ waren zwar deutlich früher gestartet, doch zeigen sich auch dort nicht die erhofften Nachwuchszahlen. Teils werden die anfänglich bezogenen Brutflächen verlassen, um Nachgelege andernorts auf den Weg zu bringen. So balzten heute südlich der Ermelingstraße (Bönen-Lenningsen) heute 10 Kiebitze.
Positiver scheint es bei den Schwarzkehlchen zuzugehen. Zumindest sind die anzutreffenden Revierpaare mit teils erfreulichen Zahlen vertreten (z. B. Strickherdicker Feldflur: 2 Bp., Hemmerder Ostfeld: sogar 3-4 Brutpaare, SW UN-Siddinghausen: 2 Brutpaare). Weitere Reviere um UN-Dreihausen oder im Ruhrtal.
Ringdrosseln in einem Obstbaum bei Frdbg.-Ostbüren (rechts im Bild 2 Männchen, links 1 Weibchen)…, 23.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein vorbeifliegendes Männchen auf dem Weg zum Bracheacker …, 28.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… zwischen der absterbenden Vegetation auf der mit Totalherbizid behandelten Fläche wird nach Fressbarem gesucht. Die Pflanzen verfärben sich bereits gelb und braun …, 23.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… die weiblichen Vögel sind zwar kontrastärmer, sind jedoch durch die schuppige Gefiederstruktur und die hell abgesetzten Hand- und Armschwingen schnell von einer Amsel zu unterscheiden, 23.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Ein einzelnes Braunkehlchen (m) heute in der Strickherdicker Feldflur rastend…, 29.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda eines von zwei Revier haltenden männlichen Schwarzkehlchen…, 25.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… als weiterer Migrant zeigt sich ebenda kurz rastend ein sehr früher nordwärts ziehender Distelfalter. Die zerschlissenen Flügel lassen erahnen, dass er bereits viele Flugkilometer hinter sich hat. Bereits am Vortag ein anderes frühes Exemplar bei Frdbg.-Hohenheide, 27.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Eher spät und nur in geringer Zahl erscheinen Waldlaubsänger bei uns. Im Bild einer von bisher lediglich zwei Revierhaltern im Hemmerder Schelk, 25.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Die wachsame Kiebitzmama scheint trotz aller Anstrengungen im Bönener Gewerbegebiet mit dem Nachwuchs wenig Erfolg zu haben …, 18.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… zwar hat das Regenwetter der zurückliegenden Tage mit vielen Regenwürmern die Nahrungssituation deutlich verbessert, doch nur noch ein einziges Küken ist hier vom Feldrand auszumachen, 18.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Das Hermelin gehört sicher nicht zu den Hauptprädatoren des Kiebitznachwuchses. Dieses Exemplar ist auf einem Wirtschaftsweg bei UN-Stockum in hektischer Unruhe unterwegs und hat vemutlich seinerseits Nachwuchs zu versorgen, 16.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Mit einiger Überraschung und völlig unerwartet zeigten sich heute auf dem Kiebitzbrutfeld im Bönener Gewerbegebiet bereits erste Kiebitzküken. Bei einer anzunehmenden Brutdauer von gut 4 Wochen und einem Legeabstand von jeweils >1 Tag pro Ei muss also das verantwortliche Elternpaar bereits in der ersten Märzwoche mit der Eiablage begonnen haben. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die kritischen ersten Lebenstage in der aktuell extrem trockenen Wetterlage von den Küken überstanden werden. Erst für die kommende Woche ist wechselhaftes Wetter mit evtl. Regen angekündigt, was die Nahrungssituation (Regenwürmer!) für die Küken verbessern würde.
In der Strickherdicker Feldflur gestern (08.04.) ein erstes Braunkehlchen. Ebenda auch 5 Steinschmätzer. Heute ebenda nochmal 2 Steinschmätzer.
Im Bausenhagener Schelk gestern auch erste Revier haltende Baumpieper mit Gesang. Am selben Tag südlich des Hemmerder Schelks ein männlicher Gartenrotschwanz. Ein weiteres Exmpl. heute auf dem alten Fröndenberger Golfplatz (Am Winkelshof).
Am Abend erreicht mich durch Burkhard Vrede die Nachricht, dass gestern in UN-Siddinghausen ein Wiedehopf beobachtet und per Handy auch fotografiert werden konnte.
Drei von vier bereits geschlüpften Kiebitzküken mit ihrer Mama (links) auf dem Brutfeld im Bönener Gewerbegebiet, 09.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer) Trotz wiederholter intensiver Mahd während der Brutsaison `24 haben >3 Baumpieper wieder dieselbe Aufforstungsfläche im Bausenhagener Schelk besiedelt und markieren mit Reviergesang ein Territorium, 08.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer) Wie schon von Andre Matull beschrieben, ging es auch mir beim Anblick des Gartenrotschwanzes (Bildmitte zwischen zwei Hausrotschwänzen) südlich des Hemmerder Schelks: die leider selten gewordene Begegnung bereitet immer wieder Freude! 08.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer) Ebenfalls bereitet natürlich dieser Wiedehopf Freude (auch wenn ich ihn selbst nicht gesehen habe). Auf einer Rasenfläche vor einem Wohnhaus in UN-Siddinghausen lässt er sich relativ entspannt eine Weile bei der Nahrungssuche beobachten und per Handy fotografieren, 08.04.2025 (Beobachtung und Foto: Sebastian Vrede / Michael Grohmann)
Die Zugvögel – wie auch heute das von Andreas Hünting entdeckte Blaukehlchen (siehe seine Meldung vom Tage!) sind derzeit das „Salz in der Suppe“ bei der Vogelbeobachtung. Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede am heutigen Vormittag wieder stetig ansteigende Individuenzahlen von Schwalben – aber auch von Wiesenschafstelzen. Bis zu 70 Rauchschwalben, ~20 Mehlschwalben, ~10 Uferschwalben machten über einer Wiese Jagd auf zahlreiche Fluginsekten, die trotz nur einstelliger Temperaturen reichlich in der Luft waren. In der Wiese selbst bis zu 42 (!) Wiesenschafstelzen, >6 Wiesenpieper, ~25 Bachstelzen. Außerdem im Gebiet erwähnenswert: 7 Waldwasserläufer, > 5 Flussregenpfeifer, >2 Bergpieper.
In der Strickherdicker Feldflur heute eine durchziehende Rohrweihe (w) – dort jedoch keine Steinschmätzer.
Trotz niedriger Temperaturen am heutigen Vormittag sehr viele Schwalben im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede, die auf Massen von kleinen Fluginsekten Jagd machen. Hier eine Rauchschwalbe mit einer Uferschwalbe (unscharf dahinter) …, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… auch bereits mindestens 20 Mehlschwalben beteiligen sich an der Jagd …, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… sowie >10 Uferschwalben …, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenda auf einer Wiese zwischen Bachstelzen und einigen Wiesenpiepern eine auf mindestens 42 Individuen anwachsende Zahl von Wiesenschafstelzen …, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… der Trupp besteht ausschließlich aus männlichen Vögeln …, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… in einem Filterbecken einer von zwei Bergpiepern (weitgehend schon im Prachtkleid)…, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… dort auch zwei von insgesamt 7 Waldwasserläufern …, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… und einer von 5 Flussregenpfeifern, die noch keine Anstaltungen für einen Brutbeginn machen, 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Östlich Frdbg.-Bausenhagen für mich am Freitag erste Steinschmätzer (links ein Weibchen, rechts ein Männchen), 04.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Eine Bruterfolgskontrolle gemeinsam mit Clemens Rethschulte dieses Uhugeleges in einem stark von Wildschweinen frequentierten Gelände (Frdbg.) ergab am 02.04. leider einen Negativbefund: das Gelege war zwischenzeitlich prädiert worden, 16.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Auch dieser Waldkauz auf dem Haarweg bei Frdbg.-Frömern fand ein unglückliches Ende im Straßenverkehr, 03.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Diese Waldohreule in Bönen wird hoffentlich mehr Glück haben. Sie hat ein traditionelles Brutrevier besetzt, 01.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)Vergleichsweise erfreulich zeigt sich hier und da die Tagfalterfauna: ein Landkärtchen der Frühjahrsform im eigenen Garten (Frdbg.) – 2 weitere Exemplare in den Hemmerder Wiesen mit einem Waldbrettspiel, am selben Tag in Bönen-Flierich ein Faulbaumbläuling und bereits >3 Aurorafalter. Nördlich Frdbg.-Hohenheide heute zum wiederholten Male ein Großer Fuchs (diese Falter können über längere Zeit sehr standorttreu sein), 06.04.2025 (Foto: Bernhard Glüer)