Autor: bg

Fröndenberg / Unna: Goldregenpfeifer, Kiebitze, Waldschnepfe, Kraniche, Hausrotschwanz, Singdrossel, Schellente, Hasennachwuchs u.a., 20.02.2026 (B.Glüer)

Bei weiterhin winterlichen Temperaturen setzen sich mehr und mehr Frühlingsboten durch und der Vogelzug bietet ebenfalls das eine oder andere Highlight. Am gestrigen 19.02. zeigte sich im Hammer Wasserwerk (Fröndenberg) ein erster Hausrotschwanz und vor 3 Tagen (17.02.) fand sich in den Hemmerder Wiesen eine (für mich) erste Singdrossel. Gestern, außerdem erfreulich, eine weitere Waldschnepfensichtung (NSG Ostholzbach/Frdbg.) und ebenda noch um 18.45 h ein niedrig ostwärts überhinfliegender Kranichtrupp mit 34 Exmpl. Neben den noch immer zu Hunderten im Unnaer Osten rastenden Kiebitzen fielen mehrfach unter ihnen auch rastende Goldregenpfeifer auf. Seit dem 11.02. konnten an 6 Tagen mit Maximalzahlen von 29 (UN-Stockum, 18.02.) und 10 Exmpl. (UN-Steinen, 14.02.) Goldregenpfeifer angetroffen werden.

Vor der eigenen Haustür fand sich bereits am 11.02. ein wenige Tage alter Junghase, der offensichtlich auch den anschließend herrschenden Minustemperaturen und Schneefällen trotzte und bis zum heutigen Tag seinen Versteckplatz jeweils nur um 1-3 Meter verlassen hat. Das vielerorts zu beobachtende Treiben der Feldhasen in den Feldfluren lässt darauf schließen, dass auch bereits die nächste Hasengeneration auf den Weg gebracht ist.

Zwischen UN-Stockum und Frdbg.-Ostbüren rasten weiterhin Hunderte Kiebitze auf den Feldern, die nur hin und wieder ihren Standort kleinräumig wechseln …, 20.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda suchten maximal 29 Goldregenpfeifer Anschluss …, 18.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… sie zeigten sich relativ ruhelos und stiegen beim Überflug eines Rotmilans auf, um dann lange die Haarkuppe im Hin-Und-Herflug nach neuen Landemöglichkeiten abzusuchen …, 18.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Tage zuvor verhielten sich diese Goldregenpfeifer mit insgesamt 10 Vögeln nahe UN-Steinen entspannter, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Gemeinsam mit dieser männlichen Tafelente (vorn links) hält sich eine von zwei Schellenten (2/0) im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede auf. A. Matull hatte bereits zurecht darauf hingewisen, dass diese Art sich als Überwinterer bei uns sehr rar gemacht hat. Seit Jahresbeginn gab es im Kr. UN nur 6 Beobachtungen mit maximal 3 Exmpl., 15.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Im Hammer Wasserwerk (Frdbg.) ein erster Hausrotschwanz, 19.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
In den Hemmerder Wiesen eine erste Singdrossel. Gemeinsam mit mehreren Amseln sucht sie mit Efeu bewachsene Bäume auf, um dort die jetzt reifen Efeubeeren zu fressen. Solche „Efeubäume“ haben eine nicht zu unterschätzende ökologische Funktion…, …, 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Stattlichen Efeupflanzen liefern nicht nur nahrhafte Beerenkost, sondern bieten mit dem immergrünen Laub ganzjährig Schlaf- und Nistmöglichkeiten für zahlreiche Vogelarten. Und mit der spätherbstlichen Blütezeit gehört Efeu zu den letzten Nektarquellen eines jeden Jahres. Leider ist es um die Pracht des hier gezeigten Efeubewuchses und auch mehrerer weiterer „Efeubäume“ in den Hemmerde Wiesen bald geschehen…, 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… es wurde offenbar in „gärtnerischem Eifer“ an diesem und weiteren Bäumen der Efeubewuchs mit Sägen gekappt, obwohl der Efeu dem bewachsenen Baum keinerlei Schaden zufügt. Efeu nutzt Bäume, Fels- oder Hauswände lediglich als Kletterhilfe, um aus dem Schatten des Bodens in sonnenbeschienende Höhen zu gelangen. Dass der Efeu dem Baum keine Nährstoffe oder Wasser entzieht, erschließt sich sogar aus dieser hier gezeigten Maßnahme: oberhalb der Schnittstelle stirbt das Efeu ab, weil es sich nur aus den im Boden verankerten Wurzeln ernährt. 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein kleiner „Überlebenskämpfer“ verbirgt sich bei Schnee und Frost optimal getarnt auf diesem Bild…, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… regungslos verharrt dieser nur wenige Tage alte Feldhase in seinem Versteck und wartet dort auf seine Mutter, die nur wenige Male am Tag zum Säugen vorbeikommt. Feldhasen kommen schon „fertig“ mit Fell und geöffneten Augen zur Welt (nicht nackt und blind – wie Kaninchen). Deshalb haben Hasen auch mit 6 Wochen eine etwas längere Tragzeit. Dieser Junghase dürfte also etwa zum Jahreswechsel gezeugt worden sein …, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… das liebestolle Treiben dieser Truppe lässt erkennen, dass die zweite Generation des noch jungen Jahres auch bereits auf den Weg gebracht wird (Strickherdicker Feldflur), 08.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna / Fröndenberg: Kornweihen, Wanderfalke, Brachvögel, Kraniche, Pfeifenten, Masseneinflug von Kiebitzen u.a., 10.02.2026 (B.Glüer)

Die Hemmerder Wiesen erweisen sich derzeit weiterhin als Drehscheibe des Vogelzuges. Dabei stand der heutige Tag für mich unter dem Eindruck ungewöhnlicher Ansammlungen von Kiebitzen. Ihr stetiges „Kommen und Gehen“ ließ eine exakte Erfassung der Zahlen nicht zu, doch es dürften einige Hundert gewesen sein. Abwechselnd wurden Ackerflächen nahe der östlich verlaufenden Trotzburgstraße, die Nassbereiche der Hemmerder Wiesen oder Felder westlich des NSGs in unterschiedlicher – immer wieder neu formierter Truppstärke aufgesucht. Ähnlich verhielten sich auch – wie gewohnt – die Gänsescharen, die ebenfalls mehrere Hundert umfassten und vor allem aus Blässgänsen, Tundrasaatgänsen, Graugänsen, Kanadagänsen, einzelnen Nilgänsen und Rostgänsen bestanden. Bemerkenswert auch ~35 Pfeifenten, wie gewohnt ~80 Krickenten, ungezählte Stockenten und einzelne Schnatterenten. Besonders erfreulich die weiterhin ausharrenden 2 Brachvögel. Ein vorjähriger Wanderfalke sorgte zwischenzeitlich vor allem bei den Kiebitzen für Panik und ließ sie minutenlang großräumig kreisen, ohne dass sie sich erneut zu einer Landung entschließen konnten.

Östlich UN-Steinen eine ruhende Kornweihe (m). Ein weiteres Kornweihenmännchen hielt sich morgens bereits im Großraum Frdbg.-Ostbüren / UN-Siddinghausen jagend auf.

Dicht gedrängt und in ständiger „Hab-Acht-Stellung“ rastet ein größerer Kiebitztrupp kurz auf einem frisch bearbeiteten Acker nahe der Trotzburgstraße bei UN-Steinen …, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… nicht unbedingt dieselben Kiebitze landen in ebenfalls großer Zahl in den Hemmerder Wiesen, um schon kurz darauf wieder durchzustarten …, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… teilweise scheint über dem NSG der ganze Himmel voller Kiebitze zu sein …, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… in Panik beschleunigt der ganze Schwarm plötzlich seinen Flug in eine gemeinsame Richtung unter wellenartigen Zusammenballungen …, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… der Grund für die Aufregung zeigt sich kurz darauf: ein vorjähriger Wanderfalke, der allerdings ohne Beute bleibt und abstreicht, von „hassenden“ Rabenkrähen eskortiert…, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… die zahlreichen Gänse (hier Blässgänse und vorne rechts 2 Tundrasaatgänse) lässt das Intermezzo weitgehend ungerührt …, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch die beiden Brachvögel bleiben relativ gelassen …, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… tags zuvor im NSG – nahe der Eichengruppe – nach der „Lese“ letzter Eicheln diese Dreiergruppe Kraniche, die sich sogar unter lautem Trompeten zu einem kurzen Balztanz hinreißen lassen, 09.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Nahe UN-Siddinghausen diese männliche Kornweihe …, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… über einer Feldgrasfläche jagend. Es fällt auf, dass die äußere Steuerfeder (rechts) eine abgebrochene Spitze aufzeigt – ein Wiedererkennungsmerkmal, falls anderweitig weitere Fotos von ihr gemacht werden, 10.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg: Waldschnepfen, 27.01.2026 (B.Glüer)

Am Abend, um 18.15 Uhr, weniger als 20 m vor unserer Haustür eine ruhende Waldschnepfe in einer kleinen Gehölzgruppe. Auch noch nach 19.00 Uhr ist sie vor Ort, jedoch gegen 23.00 Uhr ist sie nicht mehr auffindbar. Auf dem nahen Golfplatz um 18.47 Uhr, bei anhaltendem, leichtem Regen mit Restschneeflächen, zwei weitere Waldschnepfen nahe beieinander. Möglicherweise bringt die derzeitige Wetterlage mit extremer Kälte im Osten und feuchtwarmer Witterung im Westen, mit einer Trennlinie genau durch NRW Zugbewegungen und „Kälteflucht“ in die Winterbestände.

Waldschnepfen gehören sicher zu den am schwierigsten zu erfassenden oder zu beobachtenden Vögeln unserer Avifauna. Sie sind und waren nie häufig, treten meist einzeln sehr versteckt in Wäldern/Gehölzen auf und sind dabei auch noch vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Im Brutvogelatlas NRW wird der Bestand auf 3000 – 5500 Bp. geschätzt. Die meisten heimischen Brutvögel verlassen unsere Region im Winter, während nord- und osteuropäische Schnepfen (nach „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“) bei uns – jenseits einer 2°C-Isotherme überwintern und auch Schnee- und Frostperioden lokal überstehen.

Seit dem 26.11.25 gelangen bisher im nördlichen Fröndenberg 27 Waldschnepfen-Nachweise.  Meist waren es Zufallsfunde, 6x mit Einsatz von Wärmebild-Technik (davon 1x bei Tageslicht, am 08.01. um 9.34 Uhr). Ob es an unterschiedlichen Tagen auch zu Mehrfachzählungen derselben Individuen gekommen ist, lässt sich nicht sagen.

Dabei ist es unbegreiflich, dass dieser charismatische Vogel traditionell bei uns bejagt wird. Im November 2014 wurde zwar von der damals „rot-grünen“ Landesregierung die Jagd auf Waldschnepfen durch ein neues Jagdgesetz abgeschafft, doch im Jahre 2018 wurde dann von der „schwarz-gelben“ Nachfolgeregierung trotz dünner Datenlage und rückläufiger Waldschnepfenbestände die Jagd von jeweils Mitte Oktober bis Mitte Januar wieder eingeführt. Laut amtlicher Jagdstatistik wurden in der Jagdsaison 2024/25 in NRW 2401 Waldschnepfen abgeschossen. Ein Jahr zuvor (23/24) waren es sogar 3032 geschossene Schnepfen.

Ein aufregender „Klecks“ unweit unserer Haustür (Frdbg.-Hohenheide) mit Wärmebild-Technik in abendlicher Dunkelheit sichtbar gemacht: eine ruhende Waldschnepfe, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… unter Einsatz von schwachem Kunstlicht gelingen mit 500 mm – Tele und 40 000 ISO einige Fotos, ohne dass der Vogel auffliegt…, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… bei dieser zufällig entstandenen Serie des Vogels während er gähnt, wird sogar eine sehr interessante Fähigkeit der Schnepfe sichtbar: der Oberschnabel ist an einer weichen Stelle biegsam. Das versetzt die Schnepfe beim Stochern in die Lage, mit dem komplett im Boden „versenkten“ Schnabel Beutetiere zu ertasten und mit zitternden Bewegungen zu verschlucken, ohne dass der Schnabel herausgezogen werden muss…, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… bei einem anschließenden Regenspaziergang finden sich auf dem nahen Golfplatz ca 100 m neben einem Wanderweg zwei weitere Waldschnepfen hinter einem Gehölzsaum. Laut „Handbuch“ passiert es eher selten, dass Waldschnepfen während der Überwinterung die Gesellschaft von Artgenossen suchen, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna / Fröndenberg: Großer Brachvogel, Singschwan u.a., 26.01.2026 (B.Glüer)

Zu später Stunde – nahe dem Sonnenuntergang – in den Hemmerder Wiesen überraschende Gäste bei Eis und Schnee: 2 Große Brachvögel und 2 Singschwäne, neben den gewohnten Protagonisten der letzten Tage, ~ 80 Krickenten, > 100 Stockenten, 2 Spießenten, <10 Schnatterenten, 2 Höckerschwäne, mehrere Hundert Gänse – vor allem Blässgänse (auf umliegenden Feldern).

Gewöhnungsbedürftiger Anblick vor frostiger Kulisse mit Eis und Schnee: 2 Große Brachvögel in den Hemmerder Wiesen …, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… einige Bilder lassen erkennen, dass es noch offene Stellen mit stocherfähigem Untergrund gibt …, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… zwei andere „Ausnahmegäste“ wären in der einsetzenden Dämmerung fast nicht aufgefallen, wenn sie sich nicht plötzlich laut trompetend bemerkbar gemacht hätten: 2 Singschwäne neben 2 Höckerschwänen …, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… von den beiden Höckerschwänen wurden die Singschwäne respektvoll gemieden, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf umliegenden Feldern hielten sich in mehreren großen Trupps – nicht mehr genau bestimmbar – einige Hundert Gänse auf, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Auf der Suche nach Kleinvögeln suchen Sperber jetzt gern den Siedlungsraum auf. Hier lauert ein vorjähriges Männchen auf dem First eines Wohnhauses in Frdbg.-Hohenheide …, 25.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenso wie dieses wenig scheue Weibchen an einem Gehöft in Frdbg.-Ostbüren …, 25.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… das – fokussiert auf eine Spatzenschar – mehrfach seinen Ansitz wechselt, jedoch bei seinen Beutestößen nicht erfolgreich ist, weil die Spatzen geschickt eine dichte Weißdornhecke als Deckung nutzen, 25.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)


 

Unna, Werl (SO): (erster?) Kiebitz, Blässgänse, Tundrasaatgänse, Spießenten, Krickenten, Pfeifenten, Rebhühner, Kornweihen u.a., 20.01.2026 (B.Glüer)

Das sonnig-kalte Winterwetter beschert weiterhin die eine oder andere Beobachtung von Wintergästen und auch schon erste Heimkehrer wie ostwärts ziehende Feldlerchen und in den Hemmerder Wiesen (für mich) den ersten Kiebitz des neuen Jahres. Ebenda auch wieder zahlreiche Gänse und Enten, die teilweise auf umliegenden Feldern Nahrung suchen, so dass das NSG dann wie „leergefegt“ erscheint, bis dann teils mit massenhaften Einflügen sich die Flächen wieder füllen. Heute unter anderem >300 Blässgänse, ~60 Graugänse, >18 Tundrasaatgänse, ~15 Kanadagänse, 2 Rostgänse, ~130 Stockenten, ~80 Krickenten, ~10 Schnatterenten, 4 Pfeifenten, 2 Spießenten, 3 Höckerschwäne, >4 Graureiher.

Auf der Büdericher Haar (SO) ein Rebhuhnpaar. Bereits vor einer Woche (13.01.) konnten auch im Hemmerder Ostfeld 12 Rebhühner auf einem Rapsfeld ausgemacht werden.

Zur hier eingestellten Meldung von D. Kleiböhmer (männliche Kornweihe) sei ergänzt, dass am selben Tag (17.01.) auch bei UN-Siddinghausen 2 Kornweihen zu beobachten waren. Damit waren zeitgleich im Raum Siddinghausen / Hemmerde erfreuliche 3 (!) Kornweihen unterwegs.

In noch frostiger Kulisse der Hemmerder Wiesen für mich heute ein erster Kiebitz …, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf den größtenteils vereisten Wasserflächen konzentrieren sich zunächst wenige Wasservögel an eisfreien Stellen…, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… bemerkenswert ist neben den Stockenten die hohe Zahl an Krickenten (~80) und – hier rechst im Bild 4 Pfeifenten…, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… mit lautem Spektakel fallen schließlich einige Hundert Gänse ein …, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… große Massen bilden vor allem die Blässgänse (>300). Unten links am Bildrand ein Hausganshybrid neben einzelnen Graugänsen und einer Kanadagans …, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… bei genauem Hinsehen fallen weitere Arten auf: Tundrasaatgänse (dunkler Kopf mit dunklem Schnabel und heller Spitze) sind mit mindestens 18 Individuen vertreten…, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… etliche Gänse zieht es auf die Eisfläche zu einer offenen Stelle, um zu trinken …, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… die Flugbilder zeigen interessante Bestimmungsmerkmale verschiedener Arten: so fallen bei den Graugänsen die deutlich zweifarbigen Flügelunterseiten mit den scharf abgesetzten hellgrauen Unterflügeldecken auf, während die Tundrasaatgänse und die Blässgänse fast einfarbig dunkle Flügelunterseiten haben …, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier fliegen die drei genannten Arten wieder gemeinsam vorbei. Bei den Tundrasaatgänsen sind neben dem dunklen Kopf auch der dunkle Schnabel mit der hellen Spitze zu erkennen, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Knapp hinter der Kreisgrenze (Büdericher Haar) haben diese beiden Rebhühner sich bereits als Paar zusammengefunden, 20.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Weibchenfarbene Kornweihe jagt nahe Siddinghausen über einer Feldgrasfläche …, 17.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ebenda auch eine männliche Kornweihe erfolgreich jagend. Um 11.22 Uhr erbeutet diese eine Feldmaus, die auf einer benachbarten Zwischenfruchtfläche verspeist wird. Nur Minuten später kann gemeinsam mit H. Brecher in den Hemmerder Wiesen eine weitere männliche Kornweihe (ruhend) beobachtet werden, die dort wohl auch von D. Kleiböhmer fotografiert und hier gemeldet wurde (s.u.). Aufgrund der Zeitabläufe lässt sich relativ sicher sagen, dass offenbar drei (!) Kornweihen im fragliche Raum (Siddinghausen / Hemmerde) gleichzeitig unterwegs waren. 17.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg / Unna / Bönen / MK / SO: „Stunde der Wintervögel“ (NABU), Waldschnepfe, Kornweihe, Kleinspecht, Kraniche, Weißstorch u.a., 11.01.2026 (B.Glüer)

Bei eisigem Winterwetter lief an diesem Wochenende ein weiteres Mal die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“. Bei strahlend blauem Himmel herrschte am heutigen Sonntag für meine Zählung (Frdbg.-Hohenheide) klirrende Kälte mit einem meteorologischen „Eistag“ = 24 Stunden unter null Grad: (-8,8 °C bis – 0,6 °C). Viele Vögel kommen bei solchen Verhältnissen an ihre Grenzen, wenn sie nicht über besondere Winterstrategien verfügen. Im Umfeld unserer Ganzjahresfutterstelle konnten immerhin 21 Vogelarten mit mindestens 102 Individuen erfasst werden:

Amsel (4), Blaumeise (11), Buchfink (3), Buntspecht (2), Elster (1), Erlenzeisig (40), Haussperling (25), Kleiber (2), Kohlmeise (8), Rotkehlchen (1), Wacholderdrossel (5), Mäusebussard (1), Tannenmeise (1), Misteldrossel (2), Gimpel (2), Ringeltaube (5), Rabenkrähe (5), Goldammer (1), Heckenbraunelle (1), Sumpfmeise (1), Kolkrabe (1).

Im Rahmen der hier schon gemeldeten Kälteflucht von Kranichen konnte auch ich gestern (09.01./11.30 h) einen südwärts ziehenden Trupp von ca. 75 Vögeln nördlich von Werl beobachten. Bemerkenswert am vergangenen Mittwoch (06.01.) in den Hemmerder Wiesen direkt neben der Straße zwischen Gehölzen eine noch ausharrende Waldschnepfe vom Boden abfliegend. In Bönen-Lenningsen nach Mitteilung von F. Stemper gestern (10.01.) 2 Weißstörche auf der dortigen Brutplattform.

Dieser männliche Kleinspecht im Bereich der Hönnemündung südlich Fröndenberg gewährt sehr vertraut in geringer Entfernung über einen Zeitraum von 35 Minuten Einblicke in seine winterliche Nahrungsstrategie …, 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… er bearbeitet mit Hunderten Schnabelhieben meist nur daumendicke, lebende Zweige einer Salweide mit auffälligen Schwellungen in der Rinde. Es wird deutlich, dass seine geringe Größe ihn hier eindeutig etwa gegenüber dem 5mal schwereren Buntspecht bevorteilt …, 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… denn mit seiner spitzen „Harpunenzunge“ hat er es auf winzige Beute abgesehen, die offenbar massenhaft die Weide besiedelt. 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier „harpuniert“ er mit seiner Zunge, die vorn mit Widerhaken versehen ist, eine gelb-orangefarbene Larve der Weidenholzgallmücke. Diese unter der Rinde lebenden Larven sind auf verschiedene Weidenarten spezialisiert, die der Kleinspecht vorzugsweise aufsucht …, 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… und wieder ein Fund! 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… leider werden gerade solche Weiden und andere Weichhölzer oft als „wertlos“ beseitigt oder radikal gestutzt (Hemmerder Ostfeld), 05.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein anderer Überlebenskünstler: eine von mindestens 9 Schwanzmeisen an der Amecke (Hemmerder Wiesen). Auch bei diesen ruhelosen, nur ca. 8 Gramm leichten Winzlingen fragt man sich, was sie an den nackten Winterzweigen eigentlich Fressbares finden …, 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… erst auf dem Foto wird sichtbar, dass bei scheinbar endlosem Picken (man beachte die Partikel am Schnabel) ebenfalls winzige, nicht näher bestimmte Larven, Gallen oder Puppen auf dem Hartriegelzweig „geerntet“ werden (allein bei den schon erwähnten Gallmücken gibt es 836 (!) verschiedene Arten) .., 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein Stockwerk tiefer hat eine von 3 Bekassinen das Amecke-Ufer zwischen dichten Gehölzen (für die Art eher untypisch!) als Ausweichhabitat zur Nahrungssuche aufgesucht, nachdem sich die Nasswiesen ringsherum in Eisflächen verwandelt haben…, 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein adulter Mäusebussard hat seinen Überlebenskampf verloren (Hemmerder Wiesen) …, 08.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… während diese Kornweihe in Ermangelung von Mäusen in einem Zwischenfruchtfeld mehrfach Beutestöße (vergeblich) auf Bluthänflinge unternimmt (Werl-Sönnern), 07.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch die Zwergtaucher im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) müssen sich bei der Extremwetterlage etwas einfallen lassen. Mit erstaunlichen 16 (!) Artgenossen versammeln sie sich an einem eisfreien Einlauf in einem Ausgleichsbecken, um nach Beute zu tauchen, 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg / Unna: Waldwasserläufer, Bergpieper, Wasseramsel, Tafelente, Tundrasaatgänse, Wanderfalken u.a., 01.01.2026 (B.Glüer)

Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede heute unter anderem 5 Waldwasserläufer, 2 Bergpieper, 2 Gebirgsstelzen, 3 Bachstelzen, 1 Wasseramsel, zwischen Reiherenten 1 weibliche Tafelente. Teils zugefrorene Wasserflächen lassen die ans Wasser gebundenen Arten an ungewöhnlichen Orten erscheinen.

Noch im alten Jahr (29.12.) ein Trupp von 11 Tundrasaatgänsen in den Hemmerder Wiesen.

Einer von 5 Waldwasserläufern im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede…, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… diese 4 Exmpl halten Kontakt…, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf der eisfreien Ruhr zwischen Reiherenten auch diese einzelne Tafelente (w) …, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Wasseramseln tauchen nur ausnahmsweise im Wassergewinnungsgelände auf. Der Wassereinlauf am Filterbecken mag ein „Fließgewässer“ vortäuschen, wie Wasseramseln es eigentlich mögen …, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… doch alles Lauern und Warten auf die üblicherweise bevorzugte Beute (Steinfliegen- , Köcherfliegenlarven und ähnliches) ist vergeblich. Denn diese Wasserinsekten kommen hier wegen der ständig wechselnden Bedingungen im Filterbecken gar nicht vor …, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… sämtliche beobachteten Tauchgänge blieben somit erfolglos, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Nur unregelmäßig in den Hemmerder Wiesen auftauchende Gäste aus den Weiten Sibiriens: Tundrasaatgänse (insgesamt 11 Exmpl). Kenntlich vor allem an den sehr dunklen Köpfen und Schnäbeln mit hell abgesetzter Spitze …, 29.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda auch dieser mehrjährige, rechts beringte Wanderfalke (m) auf Beute lauernd, die angesichts der zugefrorenen Flächen jedoch dünn gesät ist …, 30.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch dieses junge Wanderfalkenweibchen (K1) bei Frdbg.-Frömern scheint Probleme bei der Beutebeschaffung zu haben. Es hält sich lange Zeit in der Nähe eines großen Dohlenschwarmes auf, wobei jedoch nicht klar wird, wer nun wem nachstellt, 25.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg: Hausrotschwanz, Waldschnepfen, Wespenbussardhorst, Biber, Insekt des Jahres `24 u.a., 21.12.2025 (B.Glüer)

Am Tag des Winterbeginns und der Wintersonnenwende (Tage werden wieder länger!) ein kleiner Rückblick auf wenige Highlights der beobachtungsarmen Zeit zurückliegender Wochen. In den Waldgebieten des Stromberges (Frdbg.) konnte heute an zwei unterschiedlichen Plätzen je eine abfliegende Waldschnepfe beobachtet werden. Da Brutnachweise der Waldschnepfe im Kr. UN kaum noch gelingen, trifft man bei uns fast ausschließlich nur noch überwinternde Rastvögel an. Seit dem 26.11. gab es an sieben unterschiedlichen Tagen insgesamt 19 Sichtungen in dieser Region. Immerhin konnten beim ersten Antreffen der Art während einer 4stündigen Wanderung am Stromberg sogar 6 (!) Exemplare gefunden werden.

Ausgesprochen erfreulicher „Beifang“ während vieler Waldwanderungen war außerdem in den jetzt laubfreien Baumkronen die Entdeckung eines Wespenbussardhorstes. In vielen Meldungen des Spätsommers war wegen einer Reihe von Beobachtungen immer wieder vom Brutverdacht eines Paares nahe Frdbg.-Bausenhagen die Rede. Mindestens einmal wurde dieser Verdacht auch durch die Beobachtung von Wabentransport erhärtet. Horstsuchen der letzten Wochen um Bausenhagen blieben jedoch erfolglos. Jetzt gelang eher zufällig gut 3 km entfernt (für Wespenbussarde keine nennenswerte Distanz!) der Fund eines gut erhaltenen Horstes, der offenbar in diesem Jahr erst neu errichtet worden ist und deutlich sichtbar komplett aus belaubten Zweigen besteht.

Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede zeigte sich heute ein überwinternder Hausrotschwanz (m). Schon im vergangenen Winter 2024/25 hatte hier ein männlicher Hausrotschwanz überwintert. Auch zwei Waldwasserläufer überwintern offenbar im Gelände. Sie konnten heute wie auch schon bei zurückliegenden Begehungen angetroffen werden (es kann angenommen werden, dass es sich immer um dieselben Vögel handelt). Ebenfalls bemerkenswert – und in den jetzt vegetationsarmen Ufergehölzen der Ruhr besonders leicht zu entdecken sind im Wassergewinnungsgelände zahlreiche Fraß- und Nagespuren von Bibern. Auch im Hammer Wasserwerk des Fröndenberger Ostens sind auffällige Biberspuren, so dass von mindestens zwei Vorkommen entlang der Ruhr in Fröndenberg ausgegangen werden kann.

Überwinternder Hausrotschwanz (m) im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede…, 21.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda deuten auf mehreren Hundert Metern Uferlänge zahlreiche Nagespuren auf die Anwesenheit von Bibern hin…, 14.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenso wie auch im Hammer Wasserwerk des Fröndenberger Ostens, 10.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Besonders erfreulicher Fund – dieser Fröndenberger Wespenbussardhorst, zu dem vermutlich das eingeschobene, sehr markante Wespenbussardmännchen gehört, das öfter rund um Frdbg.-Bausenhagen beobachtet werden konnte. Da Wespenbussarde erst ab Mitte Mai mit dem Horstbau beginnen, tragen die zum Bauen von umstehenden Bäumen abgebrochenen Zweige deutlich erkennbar Blätter, die dann am Zweig trocknen und nicht abfallen, 15.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein anderer ungewöhnlicher Winterfund am Stromberg (für mich Erstbeobachtung) dieser skurrile Käfer: Stierkäfer (Typhaeus typhoeus) – „Insekt des Jahres 2024“, 26.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Zwar fängt der Winter gerade erst an, doch die Misteldrosseln – hier bestens mit den Beeren der Namen gebenden Mistel versorgt (Bausenhagen), startet hier und da bereist laut hörbar mit Reviergesang in die neue Brutsaison (für mich Erstgesang am 04.12.), 17.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Auch dieser Steinkauz vor seiner Brutröhre (Bausenhagen) hat vielleicht bereits die neue Saison im Blick, 10.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg: erste Wintertage mit Kältefluchtbewegungen, Kraniche, Großer Brachvogel, weiterhin Grauammer auf der Haar u.a., 22.11.2025 (B.Glüer)

Die zu Beginn der Woche nach deutlichen Temperaturstürzen mit ersten Frösten & Schnee einsetzenden Kältefluchtbewegungen haben nicht nur den überall beobachteten Kranichzug nochmal aufleben lassen, sondern auch den einen oder anderen Gast/Rastvogel zu uns gebracht. Vor allem am Donnerstag waren über Mittag bis zum Nachmittag viele Kraniche am Himmel (nach eigenen Beobachtungen zwischen 13.08 Uhr und 15.40 Uhr zwischen dem Fröndenberger Ruhrtal und der Haarhöhe in 12 Zügen mindestens ~970 Vögel).

Weiterer Hotspot mit interessanten Beobachtungen bleibt die Strickherdicker Feldflur am westlichen Ende der Haarhöhe. Die noch Früchte tragenden Büsche werden unverändert von Amseln, Wacholderdrosseln, Rotdrosseln, (letzten) Singdrosseln aufgesucht und die Getreideeinsaaten locken in wechselnder Truppstärke vor allem Goldammern (heute sogar mit annähernd 90 ! Individuen), 1-2 Grauammern, Stieglitzen, Buchfinken, Bluthänflingen u.a.. Gestern zeigte sich als Tageshighlight auf frostiger Feldfläche ein Nahrung suchender Großer Brachvogel. Als er sich schließlich zum Weiterflug in die Luft erhob, erfolgte ein spektakulärer „Angriff“ eines diesj. Wanderfalken, dem der Brachvogel nur knapp entkam (Mitbeobachter: H. Knüwer).

Besonders unerfahrene Jungvögel wie hier ein diesj. Graureiher (Frdbg.-Ostbüren) kommen bei Frost und Kälte schnell an ihre Grenzen, wenn nicht ausreichend Nahrung gefunden wird …, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… dieser Steinkauz zwischen alten Kopfweiden nahe Bönen wirkt zumindest relativ entspannt…, 19.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… das mehrjährige Habichtweibchen (Strickherdicker Feldflur) dürfte genügend Erfahrung mit dem Beuteerwerb haben. Trotzdem sieht man Habichte deutlich seltener als in zurückliegenden Jahren. Deshalb ist auch die aus Bönen von H. Peitsch am 17.11. hier gemeldete Beobachtung erfreulich. 20.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Weit genug wegziehen, wenn `s ungemütlich wird, ist im Zweifel immer eine Lösung. Kraniche über Frdbg.-Hohenheide, 20.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Auf seiner Rast (Strickherdicker Feldflur) hat dieser Große Brachvogel einen scheinbar gefrorenen Regenwurm gefunden…, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… sein Start zum Weiterzug hätte fast ein unerwartetes Ende gefunden …, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… dieser Wanderfalke (diesj. – offenbar links beringt) ist urplötzlich mit hohem Tempo hinter dem Brachvogel und verfolgt ihn über einige Hundert Meter. Vielleicht hat er es mit dem Beutestoß aber auch nicht ganz ernst gemeint, denn Federn an der Schnabelspitze zeugen von einer bereits vorausgegangenen Mahlzeit …, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… eine von heute erstaunlich vielen Goldammern in der „Strickflur“ (hier ein Weibchen). – Relativ schreckhaft und immer fluchtbereit ist ihre tatsächliche Anzahl immer erst dann annähernd zu erfassen, wenn in Panik alles davonstiebt, weil ein Greif auftaucht oder anderweitig „Alarmstimmung“ aufkommt …, 22.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… besonders erfreulich: auch weiterhin ab und zu im Schwarm mal eine Grauammer…, 22.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… es bleibt schwierig, zu ergründen, ob jeweils dieselbe Grauammer vor einem sitzt. Vor drei Tagen waren mal 2(!) Exemplare gleichzeitg zu sehen, 22.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg: Grauammern, Ringdrosseln, Kornweihe, Merlin, später Weißstorch u.a., 12.11.2025 (B.Glüer)

Nach einer Grauammersichtung von H. Knüwer und H. Maas am 28.08.25 östlich von Frdbg.-Bausenhagen gelangen nun erstmals seit 2021 auch in der Strickherdicker Feldflur wieder Nachweise von Grauammern. Heute zeigte sich unter 30-40 Goldammern ein Einzelexemplar an einer fruchtenden Sommergetreidefläche. Vor drei Tagen waren an selber Stelle sogar 2 Grauammern. In den Jahren 2020/21 gab es im Gebiet auch noch Gesangsreviere mit Brutverdacht und eine Reihe von Winterbeobachtungen mit bis zu 3 Grauammern.

Ergänzend zu den von H. Knüwer am 06.11. aufgelisteten Beobachtungen weiterer rastender und durchziehender Vogelarten in der Strickherdicker Feldflur sei hier unter anderem nochmal als Besonderheit das Auftreten von Ringdrosseln erwähnt (29.10., 01.11., 04.11. und 07.11. mit je einem Exemplar), sowie 1 adulte Kornweihe (m) am 31.10. und 1 adulter Merlin (m) am 01.11. jeweils durchziehend. Das hier generell auffällige Zuggeschehen vieler Zugvogelarten lässt in diesen Tagen allerdings nach und hat seinen Höhepunkt überschritten. 

Die Kombination der seit Jahren bestehenden Feldvogelschutzfläche (links) mit aktuell angelegten und unterschiedlich fruchtenden Sommergetreideflächen sowie Einzelbüschen und Hecken in der Strickherdicker Feldflur ist im Herbst immer wieder für zahlreiche Vogelarten als Rast- und Nahrungshabitat attraktiv…, 10.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… zwischen Getreideähren und Kornblumen schwer zu erkennen: eine von oft mehr als 50 Goldammern …, 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… Highlight des heutigen Tages – diese Grauammer…, 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… das Auftauchen von Grauammer (links) und Goldammer (w, rechts) an exakt derselben Stelle innerhalb weniger Minuten erlaubt in dieser Bildmontage zweier Fotos von exakt demselben Standort eine vergleichende Betrachtung der beiden Ammerarten. Beeindruckend ist hier vor allem die respektable Größe der Grauammer…, 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… wenige Meter entfernt drei Tage zuvor gleich zwei Grauammern…, 09.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… insgesamt mindestens viermal zeigte sich im Gebiet jeweils eine Ringdrossel – hier ein Männchen …, 04.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenfalls regelmäßig mit teils mehr als zwei Dutzend Exemplaren in der „Strickflur“: Stieglitz – hier bei der Ernte von Klettensamen…, 08.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… manchmal tagelang in der „Strickflur“ rastend – hier jedoch westwärts durchziehend: Ausschnitt eines Trupps mit 234 Kiebitzen…, 04.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… sein Auftauchen im Gelände lässt in der Regel die gesamte übrige Vogelwelt schlagartig in Deckung gehen: kurz rastender Sperber (diesj.), 12.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Anderer Schauplatz: Kiebitzwiese – mit einem späten und deshalb ebenfalls bemerkenswerten Gast! Weißstörche haben ihren normalen Durchzugshöhepunkt zum Monatswechsel August/September, 10.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

   

                            

Fröndenberg: Neben Blaumeisen- auch verstärkter Tannenmeiseneinflug, Haubenmeise, Sumpfmeisen, Birkenzeisige, Ringdrossel, Rotdrosseln, Wacholderdrosseln, Hausrotschwänze, Kraniche, Schwarzkehlchen u.a., 29.10.2025 (B.Glüer)

Neben dem am Vortag von Hermann Knüwer beschriebenen starken Blaumeiseneinflug findet derzeit – wenn auch weniger auffällig – auch bei den Tannenmeisen ein außergewöhnlicher Einflug statt. Am frühen Morgen suchten teils 6 Tannenmeisen gleichzeitig vor unserer Haustür auf einem Schotterweg nach Samenkörnern. Zu späterer Zeit des Tages fiel am Gartenteich auf, dass fast minütlich 1 – 3 Tannenmeisen zum Baden bzw. Trinken erschienen. Da es sicher nicht immer dieselben Individuen gewesen sind, dürften die Vögel insgesamt in mindestens zweistelligen Truppstärken unseren Garten (Frdbg.-Hohenheide) passiert haben. Auch in den vergangenen Tagen waren verschiedentlich immer wieder Tannenmeisen aufgefallen. Ein Blick auf die Zugvogelstatistik in Falsterbo/Südschweden bestätigt den Eindruck. Bis einschließlich gestern (28.10.25) wurden dort auf dem diesjährigen Herbstzug 13 630 Tannenmeisen erfasst. Im langjährigen Durchschnitt seit 1973 erschienen bis zum jeweils selben Datum nur 830 Tannenmeisen. Damit liegen die diesjährigen Zahlen um das 16fache(!) über diesem Durchschnittwert.

Die Beobachtungen am eigenen Gartenteich erbrachten auch in anderer Hinsicht interessante „Badegäste“: >6 Birkenzeisige, x Erlenzeisige, 3 Stieglitze, >1 Grünfink, 1 Kernbeißer, x Bergfinken, x Buchfinken, ~20 Haussperlinge, >4 Heckenbraunellen, 1 Zaunkönig, 1 Zilpzalp, 2 Singdrosseln, >7 Amseln, 30-50 Blaumeisen, 20-30 Kohlmeisen, >1 Haubenmeise, 2 Sumpfmeisen, >4 Rotkehlchen, 1 Buntspecht, 2 Kleiber, 1 Turmfalke erbeutete (untypischerweise) zwischen Büschen nahebei vermutlich eine Tannenmeise.

Auch andernorts fand sich heute relativ reiches Vogelleben: in vielen Beeren tragenden Hecken Hunderte Rotdrosseln, südlich Frdbg.-Ostbüren auch ~70 Wacholderdrosseln und auffallend viel Amseln, an einem Pferdestall ebenda noch 3 Hausrotschwänze. In Frdbg.-Landwehr eine Ringdrossel und in der Strickherdicker Feldflur unter anderem 7 rastende Kraniche.

In emsiger Hektik suchen bis zu 6 Tannenmeisen gleichzeitig auf dem Boden nach Fressbarem (Frdbg.-Hohenheide) …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… das Interesse gilt offenbar kleinen, massenhaft herumliegenden Samenkörnern …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… über den ganzen Tag hinweg tauchen auch am nahen Gartenteich (nicht zählbar!) teils im Minutentakt Tannenmeisen zum Trinken und Baden auf …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… wie auch mal eine Haubenmeise …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… oder hier im „Suchbild“: 1 Kohlmeise, 1 Erlenzeisig und 5 Birkenzeisige …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… Birkenzeisig mit Drang zum Wasser …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… wie auch dieser weibliche Erlenzeisig…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch hier an einer Pfütze bei Frdbg.-Ostbüren wird zum Baden „angestanden“ (2 Amseln, 3 Rotdrosseln, 1 Singdrossel)…29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier sind es gleich 8 Rotdrosseln. Die Enge erzeugt ständig Stress und Fluchtbereitschaft…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… manche „Aspiranten“ halten sich einzeln im Abseits…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf einem Stalldach (Frdbg.-Osbüren) einer von noch 3 späten Hausrotschwänzen, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
In Frdbg.-Landwehr eine einzelne Ringdrossel …, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… die hier mit einer Schlehenfrucht einen Futterneider (Amsel) auf den Plan ruft, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Diesen in der Strickherdicker Feldflur rastenden Kranichen kann man nur wünschen, dass sie keine H5N1-Viruslast „im Gepäck“ haben…, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda beinahe konstant anzutreffen: Schwarzkehlchen – hier mal als Paar direkt nebeneinander, 29.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna / Fröndenberg: Systematische Zugvogelzählung mit u. a. Birkenzeisig, starkem Ringeltaubenzug und später am Nachmittag Kranichmassenzug, 18.10.2025 (B.Glüer, A. Haberschuss, A. Hünting, H. Maas, B. Nikula, M. Stahl)

Bei geradezu traumhaftem Zugwetter trafen sich schon vor Sonnenaufgang (7.56 Uhr) zur dritten Zugvogelzählung am Wasserhochbehälter/Hemmerder Schelk 6 Beobachter. Der Wetterwechsel mit trockener Hochdruckluft, Temperaturabsenkung auf 6,8 °C, Ostwind mit schließlich weitgehend wolkenlosem Himmel und Sonne ließ auf intensives Zuggeschehen hoffen. Ab 7:30 h -11:30 h konnten dann exakt 40 ziehende Vogelarten erfasst werden. Heute dominierte die Ringeltaube mit 4020 Individuen das Geschehen. Der Zug von Buch- und Bergfinken hatte offensichtlich beim letzten Zähltermin (12.10.) mit 9320 Vögeln seinen Höhepunkt (heute nur 86). Erfreulich unter anderem heute 1 Birkenzeisig. Insgesamt blieben die Zahlen hinter den Erwartungen zurück.

Im Folgenden alle Ergebnisse nach absteigender Häufigkeit: Ringeltaube (4020), Feldlerche (241), Star (176), Dohle (87), Buch-/Bergfink (86), Kormoran (84), Kranich (35), Rotmilan (24), Rotdrossel (22), Wacholderdrossel (14), Heidelerche (10), Kiebitz (10), Graugans (8), Goldammer (7), Mäusebussard (6), Wiesenpieper (5), Bachstelze (4), Graureiher (4), Rabenkrähe (4), Rohrammer (4), Wintergoldhähnchen (4), Grünfink (3), Kohlmeise (3), Bluthänfling (2), Hohltaube (2), Misteldrossel (2), Sperber (2), Straßentaube (2), Turmfalke (2), Zilpzalp (2), Amsel (1), Birkenzeisig (1), Blaumeise (1), Eichelhäher (1), Erlenzeisig (1), Fasan (1), Grünspecht (1), Heckenbraunelle (1), Stieglitz (1).

Am Nachmittag setzte schließlich noch intensiver Kranichzug ein. Bereits in der WhatsApp-Chatgruppe des Fröndenberger Ornithologen-Stammtisches wurden ab 13.22 Uhr die ersten Trupps gemeldet, denen dann ständig weitere folgten. In einem Zeitfenster von 14.55 h – 15.10 h zogen über Frdbg.-Hohenheide in ununterbrochener Folge ca. 3650 Kraniche. Mit Rückenwind aus Nordost waren alle Trupps zwar relativ schnell, doch ließ sich nur schwer eine konstante Flughöhe halten, so dass es immer wieder zu spektakulären Stopps mit langem Kreisen kam, wobei sich Kette um Kette zu sehr großen Ansammlungen ineinanderschoben.

Am Beobachtungspunkt für die Zugzählung auf dem Haarkamm (Wasserhochbehälter / Hemmerder Schelk) richtet sich alle Aufmerksamkeit bei optimaler Weitsicht ständig Richtung Nordost …, 18.10.2025 (Foto: Marvin Stahl)
… in oft dreistelliger Truppstärke dominieren heute die Ringeltauben…, 18.10.2025 (Foto: Bernahrd Glüer)
… in mehreren Ketten bringen es Kormorane auf beachtliche 84 Vögel…, 18.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… mit 24 Individuen schlagen auch Rotmilane noch beachtlich zu Buche …, 18.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… Erfreuliches am Rande: trotz recht frischer Herbsttemperaturen macht noch dieser späte Mauerfuchs (m) seinem Namen alle Ehre und wärmt sich auf dem Mauerwerk des Wasserhochbehälters…, 18.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… am Nachmittag beherrschen dann überall am Himmel massenhaft durchziehende Kraniche das Bild (Frdbg.-Hohenheide) …, 18.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… der starke Rückenwind aus NO macht die Kraniche zwar sehr schnell, lässt sie jedoch auch immer wieder schnell an Höhe velieren, so dass sie ihre Formation auflösen, um kreisend wieder höher zu kommen, 18.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna: Rebhühner, Feldlerchen, Schwarzkehlchen, 16.10.2025 (B.Glüer)

Nach immer wieder vergeblichem Suchen konnten in den vergangenen Tagen mehrfach im Hemmerder Ostfeld wieder Rebhühner gesichtet werden: eine erstaunlich große Kette mit 13(!) Tieren und abseits davon eine Kleingruppe mit nochmal 3 Tieren (2:1). Außerdem hier wie auch anderswo inzwischen verstärkt Feldlerchen. Heute einmal 24 Exmpl. westwärts überhinziehend und vereinzelt rufende Rastvögel ebenda. Mindestens auch 1 Schwazkehlchen.

Allen Unkenrufen zum Trotz – es gibt sie noch: Rebhühner! – Hier eine Dreiergruppe (2 Hähne mit Henne) im Hemmerder Ostfeld …, 14.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… nicht weit davon entfernt: Teil einer 13er Kette …, 14.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… heute ebenda in merkwürdiger Allianz: die 13er Kette (rechts) zusammen mit Fasanen …, 16.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… plötzlich kommt Unruhe auf …, 16.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… da sind es auf einmal 15 Vögel! – Offenbar haben die beiden „externen“ Hähne die Kette aufgemischt, 16.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Derzeit hier und da in verschiedenen Feldfluren mit teils mehreren Exemplaren anzutreffen: Schwarzkehlchen – hier ein Weibchen nahe UN-Kessebüren…, 11.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein männliches Pendant wenige Meter entfernt. 11.10.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg: Vogelzug mit Wespenbussard, Rohrweihen, Trauerschnäppern, Grauschnäppern, Gartenrotschwänzen, Braunkehlchen, Steinschmätzern, Mauerseglern u.a., 16.09.2025 (B.Glüer)

Bei inzwischen teils herbstlichen Wetterverhältnissen hält das Zuggeschehen weiter an, wenngleich der Sturm der letzten zwei Tage doch manchen Vogel am Boden hielt. Die täglichen Zahlen von Falsterbo/Südschweden sind/waren weiterhin wegweisend für das zu erwartende Geschehen. Mit Spannung wurde unter anderem auf die schwedischen Wespenbussardzahlen geschaut, die in der zweiten Septemberwoche am 11.09. bei nur noch einem einzigen Vogel lagen – dann jedoch über das Wochenende (13./14.09.) nochmal dreistellig wurden und zweimal auf jeweils 107 Vögel pro Tag anstiegen. Am täglich vor allem von Hermann Knüwer und Harald Maas besetzten Beobachtungspunkt östlich von Bausenhagen zeigte sich jedoch lediglich am 14.09. ein einziger Wespenbussard (diesj.) westwärts ziehend (Gesamtzahlen folgen in einer abschließenden Zusammenfassung). Direkt vor dem Beobachtungspunkt auf Rapsstoppeln auch heute nochmals unter anderem 4 Braunkehlchen, 3 Steinschmätzer und im Windschatten eines Maisfeldes 1 Gartenrotschwanz (m). Gestern ebenda sensationell spät noch 2 durchziehende Mauersegler.

In Bausenhagen außerdem auch heute noch >1 Trauerschnäpper, 3 Grauschnäpper.

Auf dem Bausenhagener Sportplatz auch im nasskalten Nebel einige Insektenjäger (von rechts nach links): Grauschnäpper, Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper …, 09.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… am selben Ort auch Tage später ein Grauschnäpper auf einem Fußballtor …, 14.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… derselbe Vogel ebenda gemeinsam mit einem von zwei Trauerschnäppern (links) …, 14.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… bei genauem Hinsehen entdeckt man neben dem Trauerschnäpper einen versteckt operierenden zweiten Insektenjäger mit ganz anderer Taktik (Bausenhagen), 14.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Diesjährige Rohrweihe in der Strickherdicker Feldflur über einem der dort zahlreich angelegten Hochstaudensäume jagend …, 14.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede fällt noch (blütenreiche) Vegetation mit für den Spätsommer typischen Schmetterlingen auf. Leider sucht man sowohl vergleichbare Vegetation wie auch die abgebildeten Schmetterlinge in fast sämtlichen Offenlandbereichen ansonsten vergeblich, weil blühender Wildwuchs mit Mulchmähern größtenteils restlos beseitigt worden ist, 14.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Sehr hoch am Beobachtungspunkt bei Bausenhagen westwärts vorbeiziehender diesj. Wespenbussard …, 14.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda bei heute heftigem Sturm eines von 4 Braunkehlchen im Windschatten eines Maisfeldes auf Rapsstoppeln…, 16.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… und (gestern) einer von zwei Mauerseglern östlich von Bausenhagen, 15.09.2025 (Foto: Harald Maas)
… am westlichen Ortsrand Bausenhagens in windgeschützter Tallage des Rammbaches mindestens auch noch ein Trauerschnäpper…, 16.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… der hier in einem sonnenbeschienenen Gehölzsaum…, 16.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… zu dem einen oder anderen „Happen“ kommt, 16.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Fröndenberg / Unna / Büderich: Vogelzug mit (wenigen) Wespenbussarden, Rohrweihen, Trauerschnäppern, Gartenrotschwänzen, Grauschnäppern, Braunkehlchen, Steinschmätzern, Brachpieper, Thunbergschafstelzen, Wendehals, Rebhun-Bruterfolg u.a., 03.09.2025 (B.Glüer)

Nach Beendigung der Brutsaison – auch bei den späten Arten (Wespenbussard, Baumfalke) – gilt inzwischen ein Hauptaugenmerk den Vogelzugbewegungen. Dabei lohnt sich traditionell immer ein vorausschauender Blick auf die täglich festgehaltenen Zahlen der Zugvogelzählstation am Südzipfel Schwedens – in Falsterbo. Gewissermaßen bekommen wir vermittelt, was einen Tag später bei uns über Mitteleuropa fliegt. Leider haben sich jedoch die schwedischen Zahlen im Kr. UN nicht widergespiegelt. Zum Beispiel mit einem Tagesmaximum von 675 Wespenbussarden am 24.08. oder noch 251 Wespenbussarden am 31.08. (am gestrigen Dienstag waren es in Falsterbo noch 13 gezählte Individuen – Gesamtsumme seit dem 01.08.25 beträgt 2152 Individuen – gegenüber einem langjährigen Mittelwert seit Beginn des jährlichen Zählens im Jahr 1974 von 3128 Individuen bis jeweils zum gestrigen Datum). Erst recht lassen uns Zahlen vom östlichen Schwarzmeer (Batumi Raptor Count) blass aussehen. Am heutigen Mittwoch wurden dort an einem einzigen Tag an nur einer Zählstation 13 787 (!!!) Wespenbussarde und insgesamt bisher auf dem Wegzug dort in der aktuellen Saison 296 911 Wespenbussarde gezählt. Da machen sich die heutigen 3 gezählten Wespenbussarde östlich Bausenhagen von den dort unermüdlich täglich ausharrenden Beobachtern Hermann Knüwer und Harald Maas mehr als bescheiden aus. Auch an zurückliegenden Tagen zogen dort jeweils (anders als in früheren Jahren!) stets nur Einzelvögel vorbei (eine Zusammenfassung der Zählergebnisse ist geplant).

Immerhin geben hier und da Zahlen des Kleinvogelzuges Anlass zur bescheidenen Freude. So wurden zwischen Strickherdicker Feldflur im Westen und Büdericher Haar im Osten seit dem 24.08. stichprobenartig auf Ackerflächen insgesamt 35 Steinschmätzer (maximal 10 Exmpl), 37 Braunkehlchen (maximal 8 Exmpl) gezählt. Highlights waren dabei 1 Brachpieper am 30.08. (Büdericher Haar) und ebenda 1x 2 und 1x 1 Thunbergschafstelze unter Wiesenschafstelzen.

Entlang von Gehölzsäumen bzw. in alten Obstwiesen fanden sich im selben Zeitraum immer wieder auch rastende Trauerschnäpper (>21 Exmpl), Gartenrotschwänze (>11 Exmpl), Grauschnäpper (>23 Exmpl). Ein Highlight gab es dabei am heutigen Mittwoch im NSG Mühlhauser Mark mit einem rastenden Wendehals.

Erfreulich auch ein Bruterfolg von Rebhühnern auf der Büdericher Haar mit 5 fast erwachsenen Jungvögeln und vergleichsweise regelmäßig angetroffenen Rohrweihen (>15 Exmpl).

Verhaltene Freude kommt hier angesichts der „vergessenen“ Saummahd auf, wo auf wenigen Metern die wichtigste Nahrungspflanze (Wilde Möhre) für die Raupen eines der eindrucksvollsten Tagfalter (Schwalbenschwanz) stehengeblieben ist. Überall sonst ist leider die nahezu vollständige Beseitigung von Wildpflanzensäumen entlang von Straßen, Wegen, Feldrainen etc. festzustellen, wo unter anderem auch Überwinterungsformen wie die Schwalbenschwanzpuppe (kleines Bild links) auf das nächste Frühjahr warten …, 01.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Leider sehr hoch und nur mit Einzelexemplaren ziehend auf dem Haarstrang unterwegs – Wespenbussard (hier ein weibliches Exmpl)… , 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf dem Haarstrang regelmäßiger – ohnehin meist einzeln anzutreffen: eine ziehende Rohrweihe (m) auf der Büdericher Haar…, 27.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier mit einem diesj. Exmpl in der Strickherdicker Feldflur …, 29.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
…vor allem auf Rapsstoppeln teils auch in größerer Zahl unterwegs: Braunkehlchen (Strickherdicker Feldflur)…, 31.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda teils in zweistelliger Truppstärke: Steinschmätzer …, 27.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… nur an zwei Tagen bisher angetroffen: Thunbergschafstelze (Büdericher Haar)…, 30.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda auch ein Bruterfolg von Rebhühnern mit insgesamt 5 Jungen …, 27.08.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… entlang von sonnenexponierten Gehölzsäumen oder in alten Obstwiesen derzeit immer wieder auch Trauerschnäpper im Kr. UN – hier in der Mühlhauser Mark. – Maximal 5 Exmpl am 27.08. in Frdbg.-Hohenheide…, 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… im selben Lebensraum gelegentlich auch Grauschnäpper (Mühlhauser Mark). Hier mit >5 Exmpl …, 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… als dritte Art mit den beiden vorgenannten manchmal zusammen: Gartenrotschwanz. Hier ein Männchen mit Trauerschnäpper (Mühlhauser Mark) …, 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… alle drei Arten legen auch Wert auf das Vorhandensein von Beerensträuchern. Hier hat es ein weiblicher Gartenrotschwanz …, 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf Beeren des Hartriegels abgesehen. Genauso beliebt ist auch der Schwarze Holunder, 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… teilweise sind gerade bei Gartenrotschwänzen interessante Studien der Federkleider (Alter und Geschlecht) möglich. Hier deutet dunkel gerandetes, nur teilweise gemausertes Kleingefieder (Jugendkleid) an Hals und Kopf darauf hin, dass es sich offenbar um ein diesj Exmpl handelt. Das am Kopf erkennbar schwarze Untergefieder lässt erahnen, dass es ein männlicher Vogel sein könnte …, 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch adulte, frisch gemauserte Männchen sind von der Pracht des Brutkleides noch weit entfernt. Im kommenden Frühling wird das Gefieder jedoch nicht nochmal gewechselt, sondern die Farbenpracht des Brutkleides erscheint dann durch Abnutzung der Federspitzen, 02.09.2025 (Foto: Bernhard Glüer)