Autor: admin

Lünen: Weißstorch, 19.06.2021 (Andreas Nickel)

Am 19.06.2021 kreisten über unserer Siedlung an der Grenze zu Horstmar 7 Störche und ein Mäusebussard. Sie nutzen relativ lange die gute Thermik und zogen in großer Höhe ihre Bahnen. Daher Aufnahmen mit starkem Crop.

Das Findelkind an unserem Segler- und Schwalben-freundlichen Haus meiner Mutter ist wieder ins Eigenheim eingezogen und bis jetzt auch darin geblieben.

Weißstorch
2 von 7 kreisenden Weißstörchen, Lünen, 19.06.2021 Foto: Andreas Nickel
Mäusebussard
Mäusebussard, Lünen, 19.06.2021 Foto: Andreas Nickel
Mauersegler
Mauersegler-Findelkind, Lünen, 19.06.2021 Foto: Andreas Nickel
Mauerseglerkasten
Eigenheim in Lünen, 19.06.2021 Foto: Andreas Nickel

Werne/Hamm: Blaupfeil, Tibaum, 03.-05.06.2021 (Horst R. Kraft)

Fotos einer Großlibelle, eines Blaupfeils nach dem Schlüpfen vom  05.06.21 am Tibaum. Das Tier  hatte sich aus der Larvenhülle, der Exuvie,  schon befreit. Zusammen mit der Libelle ist sie auf dem ersten Foto zu erkennen. In den folgenden Bildern bewegte sich die Libelle jedoch langsam nach oben  und veränderte dabei auch öfter ihre Lage, so dass diese Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln entstehen konnten.

In letzten Jahr konnte man das Schlüpfen dieser Tiere in ziemlich großer Anzahl an einem Böschungsrand mit Brennnesseln fotografieren, in diesem Jahr jedoch nicht. Statt dessen schlüpften dort ab dem 20.05.21  in ähnlich hoher Zahl Falkenlibellen, die dort bisher nie gesehen worden waren. Dieses Tier hat sein Larvenstadium in der Nähe des Scheringteiches verbracht, bevor es am besagten 05.06. den Teich über den Schilfhalm verließ, um nach dem Schlupf und anschließenden körperlichen Veränderungen wie auch  dem  Entfalten  der Flügel seinen Jungfernflug beginnen zu können.

Die Ausschnittvergrößerungen vor allem der leichten aber äußerst stabilen Flügelstrukturen lassen die Gründe  der Flugkünste von Libellen erahnen. Flugzeugkonstrukteure werden sich weiterhin bemühen heraus zu finden, welche Gründe es diesen Tieren ermöglichen, nicht nur vorwärts oder rückwärts  zu fliegen, sondern auch, wie ein Helikopter, auch in der Luft stehen zu bleiben – abgesehen von blitzschnellen Wechseln nach oben oder nach unten.  

Die letzten Fotos zeigen ein Blaupfeilweibchen in den Farben des BVB, das darauf folgende Foto ein Männchen. Man sieht diese Libellenart häufig auf Wegen zu sitzen. Beide Fotos ebenfalls Tibaum, 03.06.21.

Blaupfeil
Schlüpfender Blaupfeil, Tibaum Hamm, 05.06.2021 Foto: Horst R. Kraft
Blaupfeil
Blaupfeil nach dem Schlupf, Tibaum Hamm, 05.06.2021 Foto: Horst R. Kraft
Blaupfeil
Blaupfeil nach dem Schlupf, Tibaum Hamm, 05.06.2021 Foto: Horst R. Kraft
Blaupfeil
Blaupfeil nach dem Schlupf, Tibaum Hamm, 05.06.2021 Foto: Horst R. Kraft
Blaupfeil
Blaupfeil nach dem Schlupf, Tibaum Hamm, 05.06.2021 Foto: Horst R. Kraft
Blaupfeil
Blaupfeil-Weibchen, Tibaum Hamm, 03.06.2021 Foto: Horst R. Kraft
Blaupfeil
Blaupfeil-Männchen, Tibaum Hamm, 03.06.2021 Foto: Horst R. Kraft

Nachruf Oswald Schwarz

Oswald Schwarz

Am 07.05.2021 ist Oswald Schwarz im Alter von 88 Jahren gestorben.

Seit 35 Jahren war er Mitglied im NABU-Kreisverband Unna.

Unsere Selmer NABU-Gruppe hat er durch seinen unermüdlichen Einsatz für die heimische Natur entscheidend mitgeprägt. Seine fachlichen Kompetenzen, breites Allgemeinwissen, vielfältige Lebenserfahrung und seine besonnene Art machten ihn zu einem gefragten Ratgeber.

Seine freie Zeit verbrachte er in seinem preisgekrönten Garten. Da er seine selbstgezogenen Pflanzen auch auf diversen Veranstaltungen der Ökostation anbot, war er bei den Pflanzenliebhabern kreisweit bekannt.

Noch mehr gilt dies für die Vogelkundler, da Oswald Schwarz jahrelang in der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (OAG Kreis Unna) mitgewirkt hat, insbesondere auch bei der Erstellung des Brutvogelatlasses 1997-1999, und zwar durch umfangreiche Kartierungsarbeit im Raum Selm und Mitarbeit bei der Auswertung (z.B. Artbeitrag Pirol).

Oswald Schwarz hatte viele weitere Interessen (z.B. Imkerei) und war immer offen für Neues. Bei den praktischen Einsätzen ruhte er nicht eher, bis die Arbeit erledigt war. Bei aller Detailversessenheit verlor er nie den Blick für das große Ganze. Vorzüglich konnte man mit ihm auch über Politik, Literatur und Philosophie diskutieren.

Wir vermissen ihn schon jetzt und werden ihn in liebevoller Erinnerung behalten.

Rudolf Leismann, Vorsitzender NABU Unna

Kamen: Vogeldaten, 02.06.2021 (Karl-Heinz Kühnapfel)

Kamen-Methler  im eigenen Garten folgende Beobachtungen: 1 Hausrotschwanz W füttert 2 Jungvögel, Ebenso 2 Kohlmeisen mit 3 Jungen und 2 Blaumeisen mit 2 Jungen , 5 Haussperlinge, 1 Bachstelze, 2 Amseln Gesang. Ferner 2 Grünfinken, 2 Stieglitze, 2 Bluthänflinge, 2 Buchfinken, 1 Mönchsgrasmücke, 1 Zaunkönig, 2 Heckenbraunellen, 2 Rotkehlchen, 1 Zilpzalp – alle auch mit Gesang, 1 Elster, 2 Rabenkrähen, 2 Dohlen, 2 Ringeltauben.  Hinter unserem Garten ein riesiges Bohnenfeld – dort 2 Reviere Schafstelzen und 3 singende Feldlerchen.

Hausrotschwanz
Hausrotschwanz W, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Hausrotschwanz
Junger Hausrotschwanz energisch bettelnd, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Hausrotschwanz
Hausrotschwanz Fütterung, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Hausrotschwanz
Hausrotschwanz, Fütterung gelungen, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Hausrotschwanz
Hausrotschwanz immer noch hungrig, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Hausrotschwanz
Flügger Hausrotschwanz im Kirschbaum, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Hausrotschwanz
Flügger Hausrotschwanz bei der Gefiederpflege, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Hausrotschwanz
Flügger Hausrotschwanz mit Erkennungszeichen, Kamen, 02.06.2021 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel

Lünen: Pirol, 30.05.2021 (Volker Heimel)

Wenn sich herausstellen sollte, dass der am 30.05.21 im Schlosspark Schwansbell in Lünen singende Pirol dort ein echtes Revier aufbaut und bleibt (neben dem  Gesang gab er auch Warnlaute von sich), gäbe es wieder einen echten Bruthinweis der Art im Kreis. Sonagramme anbei.

Pirol
Sonagramm Pirol, Lünen, 30.05.2021 Volker Heimel
Pirol
Sonagramm Pirol, Lünen, 30.05.2021 Volker Heimel

Werne: Waldohreule, 15.-19.05.2021 (Beob.: Sandra Zuber, Jan Hanisch, Meld.: Jan Hanisch)

Am Samstag, 15.05.21 gegen 19 Uhr wurden wir im nördlichen Außenbereich von Werne auf einen lauten Schrei aufmerksam. Als das Geräusch in regelmäßigen Abständen nicht aufhörte, begaben wir uns auf die Suche und entdeckten in einem Baum in ca. 4 Metern Höhe diesen Waldohreulen-Jungvogel.

Am 19.05. gegen 21 Uhr habe ich bei einer abendlichen Runde erneut nach dem kleinen Vogel geschaut. Das Fiepen war unverkennbar. Die Elterntiere konnte ich leider nicht sehen, jedoch saß der Ästling etwas höher im Baum.

Waldohreule
Macht durch die fiependen Bettelrufe auf sich aufmerksam: junge Waldohreule, Werne, 19.05.2021 Belegfoto: Jan Hanisch
Waldohreule
. . . und ist nur nach einiger Suche zu finden: junge Waldohreule, Werne, 19.05.2021 Belegfoto: Jan Hanisch
Waldohreule
Junge Waldohreule, Werne, 19.05.2021 Belegfoto: Jan Hanisch
Waldohreule
Junge Waldohreule, Werne, 15.05.2021 Belegfoto: Jan Hanisch
Waldohreule
Junge Waldohreule, Werne, 15.05.2021 Belegfoto: Jan Hanisch

Schwerte: Purpurreiher, 18./19.05.2021 (Beob.: Gerd Sauer, Martin Schultz, Hans-Joachim Göbel u.v.a.m., Meld.: Hans-Joachim Göbel)

Gerd Sauer hat in den Röllingwiesen einen Purpurreiher entdeckt, gesehen haben ihn auch viele weitere Beobachter. Er war bereits schon am 18.05.21 in der Wiese. Er hat also eine Nacht hinter sich. Und heute schläft er auch wohl hier, bis um 21.45 Uhr saß er versteckt in einem Baum.

Der Neuntöterzug ist in diesem Jahr stark bemerkbar. Sogar am Ruhrwanderweg am Westhofener Ruhrufer sah ich heute mit meiner Frau ein Pärchen.

Dortmund: Nebelkrähe, 13.05.2021 (Beob.: Olaf Bolte, Meld.: Heino Otten)

In Dortmund (Neuer Graben) gibt es einen handzahmen Nebelkrähen-Hybridvogel.

Der Hahn, so nennt Olaf Bolte das Rabenkrähen-Männchen, hat weiße Handschwingen, was ja auf kontaminiertes Futter hinweisen könnte. Das Tier kenne ich seit letztem Jahr. Die Henne, so Olaf Bolte, ist eine reine Nebelkrähe. Der Jungvogel sieht phänotypisch auch nahezu so aus wie eine Nebelkrähe. Sie kommen tatsächlich, wenn er pfeift.

Kaum unterscheidbarer Nebelkrähen-Hybrid am 11.05.21 in Dortmund, Foto: Olaf Bolte

Fröndenberg: Grauammer, 12.05.2021 (Falko Prünte)

Am äußersten westlichen Rand des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde am 12.05.2021 eine anhaltend singende Grauammer. Bereits im letzten Jahre hatte Bernhard Glüer dort an der Wilhelmshöhe am 24.04.2020 eine singende Grauammer registriert. Im Winter 19/20 und im Winter 20/21 hatten er und u.a. Björn Nikula, Clemens Rethschulte immer wieder bis zu 3 Grauammern in diesem Feldvogel-Schwerpunkt im Kreis Unna beobachten können.

Der Vogel sang ausdauernd direkt über der B 233 am nördlichen Rand des dortigen Erdbeerfeldes. Zum Strophenende enthielt der Gesang der Grauammer immer wieder Elemente des Goldammergesangs – als Imitation oder Mischgesang?

Lünen: Überfall am Insektenhotel, 04.05.2021 (Andreas Nickel)

Heute mal die Beweisfotos eines dreisten Überfalles am Insektenhotel meiner Tochter. Erst freundlich Anklopfen, dann Lage checken und ruckzuck sind wieder alle Wohnungen frei .

Buntspecht
Buntspecht am Insektenhotel . . ., Lünen, 04.05.2021 Foto: Andreas Nickel
Buntspecht
. . . räumt die Zimmer leer, Lünen, 04.05.2021 Foto: Andreas Nickel