Abgebildet einige Gesellen, die das nasse Wetter einfach nur toll finden. Die Fotos sind vom regenreichen 24.11.2023, aus meinem Wohnzimmer hinaus. Die ca. 40 Spatzen in meinem Atriumgarten müssen in diesem Jahr mindestens 10-15 Junge bekommen haben, es ist immer etwas los hier.
Am Beversee haben wieder Tafelenten ihr Winterquartier bezogen.
Fühlen sich offenbar wohl . . . Foto: Horst R. Kraft… Haussperlinge in Werne, 24.11.2023 Foto: Horst R. KraftHaussperlinge, Werne, 24.11.2023 Foto: Horst R. KraftHaussperling, Werne, 24.11.2023 Foto: Horst R. KraftTafelenten auf dem Beversee, 16.11.2023 Foto: Horst R. Kraft
Gegen 09:30 Uhr zogen über Ardey insgesamt knapp 300 Kraniche Richtung Süden. Gegen 13:35 Uhr erneut Kranichzug, der aber nur akustisch seine Anwesenheit preisgab. Zugrichtung Süden. Zur selben Zeit fiel eine Gruppe von ca. 20 Goldammern in unseren Garten ein, gesellte sich zu Haussperlingen, Blau- und Kohlmeisen, Buchfinken, Amseln, zwei Rabenkrähen, Kleibern, Grünspecht, Buntspecht, Rotkehlchen, Heckenbraunellen und drei Ringeltauben. Und alle schafften es friedlich miteinander unsere Winterfütterung zu genießen.
Die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (FJW) hat den aktuellen Fallwildbericht 2021/22 veröffentlicht und zum Download auf den Seiten des LANUV NRW freigegeben.
Von ornithologischem Interesse dürften auch die Berichte zum Thema Greifvogelvergiftungen, zum Usutu-Virus-Monitoring und zu den durchgeführten Untersuchungen an jagdbarem und ganzjährig geschontem Federwild sein.
Zwei Fotos eines völlig nassen und sich gerade putzenden Kormorans, der mich gerade entdeckt hatte … und wegen des nassen Gefieders nicht abfliegen konnte. Er war nur etwa knapp 10 Meter entfernt, Tibaum, 17.11.23.
Nasser Kormoran, der aufgrund des nassen Gefieders nicht abfliegen konnte . . . , Tibaum, 17.11.2023 Foto: Horst R. Kraft. . . der dann tat, was er tun musste … es blieb ihm nichts anderes übrig, Kormoran, Tibaum, 17.11.2023 Foto: Horst R. Kraft
17:30 Uhr überfliegen einige Kraniche Fröndenberg-Ardey. Auf Grund fehlender Positionslampen der Flieger kann die Anzahl nicht angegeben werden. Was aber akustisch gesichert gemeldet werden kann, ist die Tatsache, dass dieser Zug zweifelsfrei Richtung NO flog.
Sperber und Habicht sind tiersystematisch nahe miteinander verwandt. Deshalb kann man bei nur oberflächlicher Betrachtung beide Arten leicht miteinander verwechseln. Denn sie ähneln sich sowohl vom äußeren Erscheinungsbild als auch vom Verhalten sehr. Beide Arten sind eher den „Sprintertypen“ unter den Greifvögeln zuzuordnen, die sich wegen der hohen Fluggeschwindigkeit dann auch meist schnell dem Blick entziehen. In diesen kurzen Momenten die Art richtig anzusprechen, gehört zur hohen Schule der Greifvogelbestimmung. Da ist es hilfreich zu wissen, worauf bei einer Sichtbeobachtung besonders zu achten ist. Das gilt im gleichen Maße für Beobachtungen im Nahbereich. Handelt es sich bei einem im Garten auf dem Rasen sitzenden und eine Ringeltaube rupfenden Greifvogel um einen Habicht oder um einen Sperber? Manche Beobachter/Beobachterinnen fertigen von solchen Situationen gelegentlich Fotos an, um so eine nachträgliche Bestimmung der Art zu ermöglichen. Auch hier sind Detailkenntnisse erforderlich, wenn die Art nicht bereits auf den ersten Blick eindeutig erkennbar ist.
Wer nicht nur die Art bestimmen will, sondern auch etwas über das Geschlecht oder das Alter des beobachteten Vogels wissen möchte, muss noch weiter ins Detail einsteigen. Dafür gibt es zahlreiche und gute Bestimmungsbücher, die man zu Rate ziehen kann. Hier werden die wichtigsten Merkmale in Text und Zeichnung oder in Bildern dargestellt. Manche Bestimmungsbücher leiden aber daran, dass nur der Vogel in Gänze abgebildet ist, vielleicht sogar differenziert nach Männchen, Weibchen, Jugend- und Alterskleid, aber Details gehen hierbei oft unter. Außerdem wird nur selten auf die artspezifische Variationsbreite eingegangen. Diese ist bei Habicht und Sperber enorm groß. Jeder Vogel sieht anders aus, egal ob im Jugend- oder Alterskleid, ob Männchen oder Weibchen. Wenn diese Variationsmöglichkeiten nicht bekannt sind, kann auch das zu einer nicht korrekten Bestimmung führen.
Die hier nachfolgend aufgeführten Hinweise zur Bestimmung von Habicht und Sperber können das „Lernen“ der richtigen Bestimmung im Gelände nicht ersetzen. Es empfiehlt sich, öfter mal draußen mit einem Kenner der Materie unterwegs zu sein, um von dessen Wissen zu profitieren. So kann man auch seine eigene „Erfahrung“ steigern und mit etwas Übung Habicht und Sperber nach Art, Geschlecht und Alter richtig ansprechen.
Zwischen 11.20 und 11.45 Uhr auch intensiver Kranichzug über Fröndenberg Westick.
Und nochmal Kranichtrupps gegen 12.15 und 12.30 Uhr. Die 12.30er flogen überraschend strikt gen Westen, zum Teil sogar mit nordwestlichem Einschlag. Schlechtwetterfront?
Seit 09:30 Uhr intensiver Kranichzug über dem NSG Strickerdicker Bachtal. Bislang ca. 1000.
Kaum geschrieben, schon „Schnee von gestern „. Die nächste Welle, die aus Richtung Wilhelmshöhe heranzieht, bringt uns in der Summe auf ca. 2000. Die einzige „Flüchtlingswelle“ die uns mit Freude erfüllt und uns ehrfürchtig werden lässt.
Seit dem Gründungstreffen der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft verdanken wir Achim Pflaume den wachsamen Blick und zahlreiche Hinweise auf wichtige Veränderungen nicht nur der Vogelwelt.
Dass die Art größeren Bestandsschwankungen unterliegt, ist auch bereits im Archiv der OAG ablesbar. Schon 2007 hat Michael Dorenkamp auf die offensichtliche Abnahme der Feldsperlingspopulation hingewiesen. Inzwischen liegen nach einer relativ guten Phase aber kaum mehr Beobachtungen der Art vor.
Feldsperling, 19.12.2021 Foto: Bernhard GlüerInzwischen in dieser Zahl ein seltenes Bild: Feldsperlinge, 19.12.2021 Foto: Bernhard Glüer
Eine zweite Art mit derzeit wohl ähnlich drastischen Bestandseinbrüchen über den Kreis Unna hinaus ist die Weidenmeise – nicht nur von Bernhard Glüer wurde darauf bereits häufiger hingewiesen. Im Jahr 2023 gibt es erst eine gemeldete Beobachtung für den Kreis Unna von Stefan Helmer aus dem Elsebachtal (Stefan Helmer auf Ornitho.de).
Auf dem letzten OAG-Treffen waren diese Bestandsrückgänge Thema. Wo im Kreis Unna gelingen überhaupt noch Beobachtungen dieser beiden Arten? Wo haben sie 2023 noch gebrütet?
Mit Daten vom 06.11.23 und heute, 07.11.23 ist/war ein männlicher Gänsesäger im Schlichtkleid, wohl ins Brutkleid umfärbend, auf dem Horstmarer See anwesend.
Dies ist nicht der erste Nachweis dieser Art von diesem Ort.
Gänsesäger Mann, Schlichtkleid, umfärbend ins Prachtkleid, Horstmarer See, Lünen, 07.11.2023 Foto: Volker HeimelGänsesäger, Nahrungssuche, Horstmarer See, Lünen, 07.11.2023 Foto: Volker HeimelGänsesäger kurz auffliegend, Horstmarer See, Lünen, 07.11.2023 Foto: Volker HeimelGänsesäger, SK, Flügelschütteln, Horstmarer See, Lünen, 07.11.2023 Foto: Volker HeimelGänsesäger ruhend, Gefiederpflege, Horstmarer See, Lünen, 07.11.2023 Foto: Volker Heimel
Am Sonntag, 05.11.2023 findet wieder die traditionelle Tagung der AG Greifvögel der NWO im Naturfreundehaus am Ebberg 1 in Schwerte statt. Ab 10 Uhr beginnt das reichhaltige Programm. Leider muss der geplante Vortrag zu Windenergie und Artenschutz der Landesvorsitzenden des Naturschutzbundes NRW, Heide Naderer, krankheitsbedingt ausfallen und wird zu einem späteren Termin nachgeholt werden.
Geplantes Programm:
Vorstellung der Ergebnisse 2023
Ein neues Gleichgewicht der Greifvogelarten im Teutoburger Wald (Oliver Krüger)
Zweiter Frühling für eine Ü-7-Dame: Beobachtungen an einem Sperberpaar 2023 (Hermann Knüwer)
****Fällt aus: Windenergie und Artenschutz – Stand und Entwicklungsszenarien (Heide Naderer)****
Der Rotmilan im Kr. Coesfeld (Matthias Olthoff)
Telemetrierte Habichte in den NL (Gerard Müskens)
Westfälisches Weihenschutz-Programm: ein langfristiger Rückblick und die Brutsaison 2023 (H. Illner u. P. Hundorf)
Die Aufzählung muss nicht unbedingt der wirklichen Reihenfolge der Vorträge entsprechen. Das Ende der Veranstaltung liegt gegen 16.30 Uhr.
Kamen- Methler im eigenen Garten und Umgebung: Eine kurze Schönwetterperiode brachte die Vögel zurück. Ein Sperber W landete in Nachbars Birken. Sofort „kümmerten“ sich 6 Elstern und 4 Rabenkrähen um diesen Vogel. Die Begegnungen waren blitzschnell und der Sperber versteckte sich in Feigenbaum und Efeu. Auch auf dem frisch eingesäten Acker landete er kurzzeitig an einer Wasserlache. Ferner besuchten die Futterstelle 2 Eichelhäher, 2 Rotkehlchen, 2 Kohlmeisen und auch Blaumeisen, 1 Grünspecht M , 1 Buntspecht W, 2 Heckenbraunellen, 1 Buchfink M, 1 Zaunkönig, 3 Stare (eine Staren-Rupfung vermutlich vom Sperber fand ich unterm Efeu), 6 Ringeltauben flogen vorbei, 1 M Jagdfasan kam in den Garten und suchte seinen Schlafplatz in unserer Kiefer auf. Ferner flogen 2 Wacholderdrosseln vorbei, ebenso 1 Mäusebussard und ich hörte mehrmals ziehende Feldlerchen. Abends suchte ein Gartenbaumläufer unter dem Dach seinen Schlafplatz auf. Anbei einige Fotos.
Elster im Feigenbaum, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelElster Abflug, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelEichelhäher auf totem Kirschbaum, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelEichelhäher auf Totholz, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelEichelhäher an Futterstelle, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelGrünspecht M in Wiese, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelBuntspecht an Totholz mit Nachtkerze, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelBuntspecht W am Totholz, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelBuntspecht W im Gebüsch, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz KühnapfelJagdfasan im Garten, Kamen, 26.10.2023 Foto: Karl-Heinz Kühnapfel
Am kommenden Dienstag um 19 Uhr treffen wir uns zum ersten Mal seit dem September 2019 wieder auf der Ökologiestation in Bergkamen-Heil (diesmal im großen Forum) zu unserem zweiten OAG-Treffen in diesem Jahr.
Die ansprechende Tagesordnung ist wie immer auf der OAG-Seite eingestellt und für weitere Beiträge offen.
Holzwickede, Ostendorfer Haar, Vogelzug-Spaziergang der NABU-OG Holzwickede, ca. zwei Stunden: Leider war der Himmel sehr schnell knallblau und von der Sonne überstrahlt. 18 Eichelhäher ziehen nach NWW, ca. 80 Buchfinken in ca. 10 Trupps, mind. 4 Bergfinken dabei. 1 Sperber ♂, nur 5 Wiesenpieper, 3 Bachstelzen zogen. 4 Admirale zogen auch. Stationär war mehr los: 1 Habicht ♀, vier Hausrotschwänze, 100 Saatkrähen, mind. 8 Amseln, die in den beerenvollen Hecken rasten, 2 Turmfalken und 2 Mäusebussarde, ca. 80 Stare, ca. 100 Ringeltauben, 4 Bluthänflinge, 1 Goldammer, 1 Misteldrossel, Bunt- u. Grünspecht.