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Fröndenberg: Mauersegler rückläufig u.a., 28.06.2026 (B.Glüer)

Anders als bei Hartmut Peitsch in Bönen geben die Fröndenberger Mauersegler Anlass zur Sorge. Die aktuellen Hitzetage führen ja gerade bei Mauerseglern zu auffälligem und regem Treiben, so dass sie an den traditionellen Brutplätzen gut beobachtet werden können. Die genaue Zahl der jeweiligen Brutvögel ist dabei meist schwer zu ermitteln, weil an den pfeilschnellen Flugspielen über den Dächern sich oft auch Mauersegler aus anderen Kolonien beteiligen und unter ihnen alljährlich durchschnittlich 40% – 60% „Nichtbrüter“ sind.

Der Kirchturm der Fröndenberger Stiftskirche bietet seit vielen Jahren die Möglichkeit, vom Turminneren eine große Kolonie über dem Glockenraum mit ihren Brutpaaren und den zustande gebrachten Gelegen zu zählen. Seit mehreren Jahren sind im Turm leider zwei ungünstige Trends zu beobachten. Zum einen nimmt die Gesamtzahl von einst oft mehr als 20 Brutpaaren stetig ab (im vergangenen Jahr `25 gab es nur noch 11 erfolgreiche von 18 begonnenen Bruten). Zum anderen beginnen nur noch wenige Paare direkt nach der Ankunft im Brutgebiet auch mit dem Brutgeschäft. Stattdessen gab es in der Vergangenheit immer wieder Bruten, die erst in der zweiten Juni-Dekade oder sogar noch später begonnen worden sind. Auch in diesem Jahr konnten bei einer ersten Kontrolle im Turm am 06.06. lediglich 11 begonnene Bruten gefunden werden. Eine gestrige Nachkontrolle (27.06.) erfüllte nicht nur nicht die Hoffnung auf zusätzliche, später begonnene Bruten, sondern auch von den zuvor erfassten Bruten waren bis dato nur 5 (!) erfolgreich verlaufen. Über die Gründe für den besorgniserregenden Trend kann man nur spekulieren. Leider ist dabei nicht von einem regionalen Einzelphänomen auszugehen. Auch die alljährlich landesweite Zählung des NABU („Stunde der Gartenvögel“) ergab innerhalb eines Jahres für den Mauersegler einen Rückgang von 24%. Da sich im Falle der Fröndenberger „Kirchturmsegler“ das Nisthöhlenangebot nicht verändert hat, müssen andere Gründe (Insektenmangel, nasskalte Wetterlagen im Mai etc.?) für den Rückgang verantwortlich sein.

Immerhin kann ich wie Hartmut Peitsch von der seit Jahren bestehende Kolonie am eigenen Haus (Frdbg.-Hohenheide) Positives berichten: von 11 angebotenen Nisthöhlen sind 8 mit erfolgreichen Bruten besetzt. Sie werden jedoch frühestens in der zweiten Juli-Hälfte ausfliegen.

Vordergründig betrachtet vermitteln die von schrillen Rufen begleiteten Flugspiele der Mauersegler bei dem anhaltend sommerlichen Wetter den Eindruck, dass – wie in anderen Jahren – viele Brutpaare den Kirchturm der Fröndenberger Stiftskirche besiedeln …, 28.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… die akrobatischen Flugmanöver lassen sich in der Regel problemlos aus nächster Nähe beobachten, denn als traditionelle Gebäudebrüter zeigen Mauersegler wenig Scheu vor Menschen …, 28.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… im Nachgang zeigt sich bei der Fotobearbeitung auch schonmal Kurioses: eine Seglerlausfliege nutzt offenbar bei freiem Sitz am äußeren Gefieder in der Hitze den Hochgeschwindigkeitsflug zur Abkühlung …, 27.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… die extreme Hitze der letzten Tage scheint auch den Seglern selbst einiges abzuverlangen. Anders als normalerweise fliegen sie oft mit hängenden Beinen und mehr oder wenig geöffnetem Schnabel…, 27.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier kommt es offenbar zu einem „Wettflug“ mit einer Wespe (links oben im Bild), 27.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Die Nachtigallen der Hemmerder Wiesen haben nach erfolgreichen Bruten (hier ein Altvogel mit Nachwuchs) das NSG größtenteils schon verlassen, 15.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Vorsichtigen Optimismus gibt es weiterhin in zwei Turteltauben-Revieren südlich der Ruhr (MK). Insgesamt konnten 5 Exmpl ausgemacht werden, 20.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ebenfalls in „Nachbars Garten“ (HSK) dieser seltene Baumweißling (für mich Erstbeobachtung in NRW)…, 24.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… diese Schönheit zeigt sich immerhin in heimischen Gefilden (Bausenhagener Schelk): ein frischer Großer Fuchs. Mit dem nötigen Glück könnte er es bis ins kommende Jahr (2027) schaffen, 23.06.2026 (Foto: Bernhard Glüer)