Im Laufe der letzten Wochen hat sich im Bereich unseres Hofes im Nordwesten von Werne ein Steinkauz niedergelassen, der insbesondere in den frühen bis späten Abendstunden sehr laut und deutlich hörbar ist.

Im Laufe der letzten Wochen hat sich im Bereich unseres Hofes im Nordwesten von Werne ein Steinkauz niedergelassen, der insbesondere in den frühen bis späten Abendstunden sehr laut und deutlich hörbar ist.

Als wenn es Kiebitze nicht schon schwer genug hätten, das Gelege nicht durch Eierdiebe zerstören zu lassen, müssen sie sich wohl auch vor Rehen in Acht nehmen. So marschierten am 29.05.in den Hemmerder Wiesen zwei Jährlingsböcke unter Protest der beiden Altvögel direkt auf deren markiertes Gelege zu. Wie sich tags darauf herausstellte, hatten die Kiebitze Glück; das Gelege war nicht zertrampelt worden.
In der Kiebitzwiese kamen sich drei Flussregenpfeifer recht nah (29.05.). Zwei von ihnen – wohl zwei Männchen – mussten sich vor dem abseitsstehenden dritten Vogel – wohl ein Weibchen – beweisen.
Endlich gelang auch mir die Beobachtung eines Wespenbussards. Es war ein Weibchen, das sich über Lünern hochschraubte und zielstrebig in nördlicher Richtung dahinglitt (06.03.). Eigentlich sollten Wespenbussarde um diese Zeit auf Eiern sitzen. Wer weiß, warum es in diesem Fall nicht so ist.





















Ein kurzes Update zur Situation am Storchenhorst im NSG Obergraben westlich Wickede in Fröndenberg nahe dem Beringhof.
Ich selber habe bis zum 23.05.2026 nur ein Küken beobachten und dokumentieren können. Ein befreundeter Jäger, der ebenfalls gerne mal dort nach dem aktuellen Stand schaut, berichtete von zwei kleinen Köpfchen, die er einmal beobachten konnte.
Bei meinem Kontrollbesuch am 27.05.2026 habe ich einen augenscheinlich verlassenen Horst vorgefunden. In 20 Minuten war weder einer der beiden Altvögel, noch irgendeine Bewegung von kleinen Küken zu erkennen.
Am 30.05.2026 habe ich 30 Minuten das Weißstorch-Nest beobachtet und fotografiert …man müsste zumindest das Jungtier bereits gut sehen können. Aber keinerlei Anzeichen einer laufenden Brut!
Übrigens wurde bei Wickede mittlerweile die 3. Horsthilfe für Störche aufgestellt. Störche gab es dieses Jahr allerdings keine. Das Paar vom letzten Jahr an der Ruhrbrücke ist nicht wieder zusammengekommen. Lediglich ein Partner wartete geduldig auf dem Strommasten…und gab dann schließlich auf.

Ein Zwischenfazit zur Halbzeit der Brutsaison 2026 deutet bei den Weißstörchen im Ruhrtal auf neue Rekordzahlen hin, da bei den 8 erfassten Brutpaaren in Fröndenberg (Kiebitzwiese) und Schwerte (inklusive Wasserwerk Holzwickede/Hengsen) aktuell 19 Nestlinge registriert wurden, was bei einem erfolgreichen Brutverlauf einen neuen Höchstwert für diese Art in den Vergleichsgebieten darstellen würde.
Die nachfolgende Infografik zeigt die Entwicklung der lokalen Weißstorchbruten, beginnend mit der historisch ersten erfolgreichen Brut dieser Art im Ruhrtal auf der Fröndenberger Kiebitzwiese. Die Daten bis 2025 dokumentieren die flügge gewordenen Jungstörche. Der aktuelle Wert für 2026 bildet in Klammern den momentanen Nestlingsbestand nach persönlichen Kenntnissen vor dem Ausflug ab. Verschiedene Einflüsse können die Anzahl der Jungvögel jederzeit verändern, sodass eine endgültige Gesamtbilanz voraussichtlich erst im Juli oder August möglich sein wird.


Regionale Brutplätze und Beringungsdaten im Überblick. Die orangefarbenen Kilometerangaben unter den Kalenderjahren beschreiben bei dieser Übersicht die exakte Entfernung (Luftlinie) zwischen dem Geburtsort, an dem der jeweilige Storch als Nestling beringt wurde, und seinem aktuellen Brutplatz im Ruhrtal.

Im Gegensatz zum Vorjahr gab es bei den Schwerter Brutstörchen zwei nachweisliche Veränderungen. Die Befürchtung, dass das grassierende Vogelgrippevirus aus den Winterquartieren auch Brutvögel des Kreises Unna getroffen haben könnte, wurde zur Gewissheit.
Zum einen verendete das langjährige Brutmännchen der Schwerter Röllingwiese im spanischen Winterquartier, denn laut schriftlicher Mitteilung des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie Radolfzell an H.-G. Bullenda (AGON Schwerte) wurde der Kadaver am 9. Dezember 2025 nahe eines Entsorgungszentrums im Südosten von Madrid entdeckt. Nach eigenen Recherchen legte der Storch auf seinem herbstlichen Südwestkurs zwischen dem Brutplatz an der Röllingwiese und dem spanischen Fundort eine Distanz von fast 1.500 Kilometern Luftlinie zurück. Sein Zielort war und ist ein bekannter Winter-Hotspot. Dort suchen unzählige Störche auf Deponien nach Nahrung und nächtigen in der Nähe teils eng gedrängt nebeneinander. Die dortige, extrem hohe Bestandsdichte begünstigte im Dezember 2025 den Ausbruch eines hochpathogenen Influenza-Virus, den die spanischen Behörden auch bei dem Schwerter Brutvogel als Todesursache nachweisen konnten. Der Fund dokumentiert einerseits das mittlerweile häufig veränderte Zugverhalten beim Weißstorch mit Überwinterung auf der Iberischen Halbinsel statt Afrika, zeigt jedoch auch gleichzeitig die hohen epidemiologischen Risiken dieser Massenansammlungen an künstlichen Nahrungsökosystemen auf.
Der freigewordene Brutplatz an der Röllingwiese in Schwerte wurde im diesjährigen Frühjahr sofort durch ein neues, unberingtes Männchen nachbesetzt.

Zum anderen brütete anfangs auf dem Baumnistplatz in Schwerte-Geisecke, bei dem als einzigem Ort in den Vergleichsgebieten wahrscheinlich entweder von einer Brutaufgabe oder einem Totalverlust auszugehen ist, erstmalig ein neues, beringtes Weibchen im 4.Kalenderjahr, das 2023 nestjung in Delbrück-Anreppen (Kreis Paderborn) markiert wurde. Der Wiederfund erfolgte nach 1.003 Tagen in 74 Kilometern Luftlinie Entfernung. Ob das vorherige dortige, vermutlich langjährige Weibchen ein ähnliches Schicksal wie das Röllingwiesen-Männchen ereilte, bleibt mangels Beringung ungeklärt.
Neben der allgemeinen Entwicklung dieser Art lassen auch konkrete Beobachtungen im gesamten Wassergewinnungsgebiet Hengsen (Holzwickede), wo in den letzten Wochen teils dutzende Weißstörche zu beobachten waren und teilweise weiterhin präsent sind, eine Fortsetzung des regionalen Populationswachstums erwarten. Bei vielen der dort aus nächster Nähe beobachteten Vögel deutet das Erscheinungsbild mit einigen Ausnahmen auf vorjährige Weißstörche hin und abgefragte Ringablesungen bleiben abzuwarten.
Als biologisch interessante Beobachtung trugen einige Jungstörche bereits sporadisch Nistmaterial auf Gebäude, Pappeln oder einen Hochsitz. Da das Material direkt wieder herunterfiel, ohne dass die Vögel nachbesserten, handelte es sich wahrscheinlich nicht um ernsthaften Nestbau, sondern um erste, instinktive Übungen für die Zukunft. Nahezu identische Abläufe ließen sich bereits im letzten Jahr im gleichen Gebiet feststellen. Auch diese Erkenntnisse legen die Annahme einer weiteren Bestandszunahme des Weißstorchs in unseren heimischen Brutgebieten nahe.
Wer hätte eine solche Entwicklung der Weißstörche bei uns vor 10 Jahren schon erwartet? Angesichts dieser Zahlen wächst der Wunsch nach einer ähnlichen positiven Dynamik bei vielen anderen Vogelarten.