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Unna / Fröndenberg / Bönen / Kr. SO: Kiebitze, Rebhühner, Nachtigall, Kuckuck, Dorngrasmücke, Grünschenkel, Kampfläufer, Temminckstrandläufer, Bruchwasserläufer, Uferschwalben u.a., 19.04.2026 (B.Glüer)

Inzwischen gibt es erste „Teilerfolge“ beim Einsatz um die Kiebitze – jedoch auch erneute Rückschläge und im „Hotspot Hemmerder Wiesen“ musste am Freitag, 17.04., ein zweites Mal der E-Zaun freigemäht werden. Derzeit werden innerhalb der Einzäunung 6 Gelege bebrütet. Auf der Bönener Ausgleichsfläche im Industriegebiet sind aus 3 Gelegen inzwischen Küken geschlüpft, während 2 weitere noch bebrütet werden. Das Brutfeld bei Bönen-Bramey wurde zwischenzeitlich bestellt – die Kiebitze sind verschwunden.

Gleichzeitig bringt der Heimzug vieler Zugvögel beinahe täglich interessante Rastvögel und Heimkehrer. Erste Nachtigall 10.04. (Hemmerder Ostfeld), erster Kuckuck 16.04. (Hemmerder Wiesen), erste Dorngrasmücke 17.04. (Bönen/Am Mersch) – weiter bemerkenswert: 1 Dunkelwasserläufer 14.04. (Hemmerder Wiesen), 12 (!) Löffelenten, 2 Temminckstrandläufer, 10 (!) Grünschenkel, 2 Flussuferläufer, 2 Waldwasserläufer, 1 Bruchwasserläufer jeweils am 19.04. und 12 Kampfläufer am 16.04. ebenda. Nahe Schlückingen 2 Rebhühner und 1 Ringdrossel am 18.04., mindestens eine weitere Ringdrossel in der Strickherdicker Feldflur am 14.04. und im Wassergewinnungsgelände Frdbg-Langschede heute u. a. >25 Uferschwalben.

Eines von drei Kiebitzweibchen mit Bruterfolg auf dem Bönener Ausgleichsfeld mit wenige Tage alten Jungen. Insgesamt sind 11 Küken wohlauf! 18.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Die scheinbare Familienidylle mit „Papa“ rechts im Hintergrund trügt, denn die „Mama“ hält das Männchen auf Abstand vom Nachwuchs …, 18.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… die stets sehr wachsamen Männchen sind in der Tat um keinen Streit verlegen – vor allem bei der Abwehr von potentiellen „Feinden“, die dem Nachwuchs gefährlich werden können …, 18.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier geht es mit vereinten Kräften gegen einen Beute suchenden Habicht (links) über den Hemmerder Wiesen …, 13.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier wirkt das von vorn kommende Kiebitzmännchen fast wie ein Kamikaze-Flieger. Doch diese Unerschrockenheit zeigt fast immer Wirkung. Wenn sie auch nicht aus Furcht das Kiebitzrevier verlassen, so sind anfliegende Luft-Prädatoren doch stets durch die Flugattacken derart verwirrt, dass es ihnen nicht mehr gelingt, sich auf Beute zu fokussieren…, 13.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… im vorliegenden Fall profitiert sogar diese Krickentenschar vom Einsatz der Kiebitze, denn sie waren das eigentliche Ziel des Habichts, 13.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… am Boden wurde inzwischen ein zweites Mal der E-Zaun freigemäht, der Bodenprädatoren von den gelegen abhält. 17.04.2026 (Foto: Hermann Knüwer)
… hier waren alle Bemühungen um die Kiebitze leider vergeblich. Das kleine Bild zeigt die Nestsuche vergangener Tage. Auf dem zwischenzeitlich mit Kartoffeln bestellten Feld haben sich die Kiebitze bis auf ein einzelnes Männchen inzwischen zurückgezogen, 11.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer/Hermann Knüwer)
Auch der dem Kiebitz verwandte Flussregenpfeifer hat ähnliche Lebensraumprobleme. Er ist ebenfalls auf vom Menschen geschaffene „Sekundärlebensräume“ angewiesen. Auch wenn diese Kiesinsel genau dem Ideal entspricht … – sie befindet sich im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) in einem Filterbecken, das im Zuge der Trinkwassergewinnung einer Bewirtschaftung unterliegt, 19.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)