Auch gestern vollführte ein Rohrweihenpaar sehr hoch über den Hemmerder Wiesen die Flugbalz. Weitere Rohrweihen scheinen noch durchzuziehen; so ein Männchen heute in der Strickherdicker Feldflur. Ebenda auch ein Schwarzkehlchen (m) sowie einige Wiesenpieper auf blankem Acker.
In dieser Feldflur gibt es vergleichsweise viele Fasanen, die sich oft in den Feldvogelschutzflächen aufhalten, wenn ringsum keine höherwüchsigen Strukturen vorhanden sind. Seit einigen Jahren gibt es dort unter den normal gefärbten „Jagdfasanen“ (das sind fast immer Mischformen aus den Unterarten colchicus, mongolicus, torquatus) auch ein paar auffallend dunkel gefärbte Hennen und Hähne, die deutliche Merkmale des auf Mutation zurückzuführenden Tenebrosus-Typs aufweisen.
Jetzt im Frühjahr laufen alle Hähne zur Hochform auf und stellen ihr aufgeblähtes rotes Gesicht, die „Rosen“, zur Schau. Auf dem Foto unten sieht man, dass auch Fasanen von Zecken heimgesucht werden. Damit ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass Borrellien, wie bei zwei- und vierbeinigen Säugetieren, in die Blutbahn der Vögel gelangen. Normalerweise erkranken Vögel aber oft nicht oder zeigen nur schwache Symptome.
Seit einigen Monaten war in den Hemmerder Wiesen ein weibliches Reh mit einer weißen Gesichtshälfte zu sehen. Die Ursache dieser Weißfleckigkeit ist nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass es immer mal wieder, wenn auch selten, zu Genmutationen kommt, die gänzlich schwarze und noch viel seltener weiße Rehe hervorbringen. Heute gelang dann auch die Sichtung eines fast weißen Rehes in einer Feldflur bei Sönnern. Dieses Reh ist kein Albino, da ihm die roten Augen fehlen. Vielmehr handelt es sich um ein sehr selten vorkommendes leuzistisches Tier. Bei Vögeln, etwa Rabenkrähen, Amseln oder Staren, sieht man häufiger teilweise oder ganz weiße leuzistische Exemplare.






