Monate: Januar 2026

Unna: Weißstorch am 16.01.2026 (H. Knüwer)

Am Vormittag suchte ein beringter Weißstorch auf einer Grünlandfläche am Ortsrand von Lünern nach Regenwürmern. Er trug einen Ring der Vogelwarte Radolfzell. Die Beringungsdaten sind angefragt.

Ob es sich bei diesem Weißstorch um einen ersten Heimkehrer oder um einen Überwinterer handelt, lässt sich nicht beantworten. - 16.01.26
Ob es sich bei diesem Weißstorch um einen ersten Heimkehrer oder um einen Überwinterer handelt, lässt sich nicht beantworten. – 16.01.26 (Foto: H. Knüwer)

Fröndenberg / Unna / Bönen / MK / SO: „Stunde der Wintervögel“ (NABU), Waldschnepfe, Kornweihe, Kleinspecht, Kraniche, Weißstorch u.a., 11.01.2026 (B.Glüer)

Bei eisigem Winterwetter lief an diesem Wochenende ein weiteres Mal die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“. Bei strahlend blauem Himmel herrschte am heutigen Sonntag für meine Zählung (Frdbg.-Hohenheide) klirrende Kälte mit einem meteorologischen „Eistag“ = 24 Stunden unter null Grad: (-8,8 °C bis – 0,6 °C). Viele Vögel kommen bei solchen Verhältnissen an ihre Grenzen, wenn sie nicht über besondere Winterstrategien verfügen. Im Umfeld unserer Ganzjahresfutterstelle konnten immerhin 21 Vogelarten mit mindestens 102 Individuen erfasst werden:

Amsel (4), Blaumeise (11), Buchfink (3), Buntspecht (2), Elster (1), Erlenzeisig (40), Haussperling (25), Kleiber (2), Kohlmeise (8), Rotkehlchen (1), Wacholderdrossel (5), Mäusebussard (1), Tannenmeise (1), Misteldrossel (2), Gimpel (2), Ringeltaube (5), Rabenkrähe (5), Goldammer (1), Heckenbraunelle (1), Sumpfmeise (1), Kolkrabe (1).

Im Rahmen der hier schon gemeldeten Kälteflucht von Kranichen konnte auch ich gestern (09.01./11.30 h) einen südwärts ziehenden Trupp von ca. 75 Vögeln nördlich von Werl beobachten. Bemerkenswert am vergangenen Mittwoch (06.01.) in den Hemmerder Wiesen direkt neben der Straße zwischen Gehölzen eine noch ausharrende Waldschnepfe vom Boden abfliegend. In Bönen-Lenningsen nach Mitteilung von F. Stemper gestern (10.01.) 2 Weißstörche auf der dortigen Brutplattform.

Dieser männliche Kleinspecht im Bereich der Hönnemündung südlich Fröndenberg gewährt sehr vertraut in geringer Entfernung über einen Zeitraum von 35 Minuten Einblicke in seine winterliche Nahrungsstrategie …, 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… er bearbeitet mit Hunderten Schnabelhieben meist nur daumendicke, lebende Zweige einer Salweide mit auffälligen Schwellungen in der Rinde. Es wird deutlich, dass seine geringe Größe ihn hier eindeutig etwa gegenüber dem 5mal schwereren Buntspecht bevorteilt …, 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… denn mit seiner spitzen „Harpunenzunge“ hat er es auf winzige Beute abgesehen, die offenbar massenhaft die Weide besiedelt. 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier „harpuniert“ er mit seiner Zunge, die vorn mit Widerhaken versehen ist, eine gelb-orangefarbene Larve der Weidenholzgallmücke. Diese unter der Rinde lebenden Larven sind auf verschiedene Weidenarten spezialisiert, die der Kleinspecht vorzugsweise aufsucht …, 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… und wieder ein Fund! 04.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… leider werden gerade solche Weiden und andere Weichhölzer oft als „wertlos“ beseitigt oder radikal gestutzt (Hemmerder Ostfeld), 05.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein anderer Überlebenskünstler: eine von mindestens 9 Schwanzmeisen an der Amecke (Hemmerder Wiesen). Auch bei diesen ruhelosen, nur ca. 8 Gramm leichten Winzlingen fragt man sich, was sie an den nackten Winterzweigen eigentlich Fressbares finden …, 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… erst auf dem Foto wird sichtbar, dass bei scheinbar endlosem Picken (man beachte die Partikel am Schnabel) ebenfalls winzige, nicht näher bestimmte Larven, Gallen oder Puppen auf dem Hartriegelzweig „geerntet“ werden (allein bei den schon erwähnten Gallmücken gibt es 836 (!) verschiedene Arten) .., 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein Stockwerk tiefer hat eine von 3 Bekassinen das Amecke-Ufer zwischen dichten Gehölzen (für die Art eher untypisch!) als Ausweichhabitat zur Nahrungssuche aufgesucht, nachdem sich die Nasswiesen ringsherum in Eisflächen verwandelt haben…, 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein adulter Mäusebussard hat seinen Überlebenskampf verloren (Hemmerder Wiesen) …, 08.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… während diese Kornweihe in Ermangelung von Mäusen in einem Zwischenfruchtfeld mehrfach Beutestöße (vergeblich) auf Bluthänflinge unternimmt (Werl-Sönnern), 07.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch die Zwergtaucher im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) müssen sich bei der Extremwetterlage etwas einfallen lassen. Mit erstaunlichen 16 (!) Artgenossen versammeln sie sich an einem eisfreien Einlauf in einem Ausgleichsbecken, um nach Beute zu tauchen, 11.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna: Rebhuhnketten am 11.01.2026 (U. Becker)

Bei sonnigem Winterwetter zeigten sich sowohl am Radweg zwischen Hemmerde und Stockum als auch am Mühlhauser Berg Rebhühner. Im Westen Hemmerdes eine Kette mit 5 Tieren, am Mühlhauser Berg eine mit 7 Tieren. Möglicherweise ist die Kette am Mühlhauser Berg diejenige, die sich am 19.12.2025 in Lünern aufgehalten hat (Siehe https://www.oagkreisunna.de/2025/12/19/unna-rebhuhnkette-am-19-12-2025-u-becker/). Luftlinie sind die beiden Beobachtungorte 900 m entfernt.

Belegfoto Rebhühner westlich Hemmerde am 11.01.2026 (U. Becker)
Belegfoto Rebhühner am Mühlhauser Berg am 11.01.2026 (U. Becker)

Fröndenberg / Unna: Waldwasserläufer, Bergpieper, Wasseramsel, Tafelente, Tundrasaatgänse, Wanderfalken u.a., 01.01.2026 (B.Glüer)

Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede heute unter anderem 5 Waldwasserläufer, 2 Bergpieper, 2 Gebirgsstelzen, 3 Bachstelzen, 1 Wasseramsel, zwischen Reiherenten 1 weibliche Tafelente. Teils zugefrorene Wasserflächen lassen die ans Wasser gebundenen Arten an ungewöhnlichen Orten erscheinen.

Noch im alten Jahr (29.12.) ein Trupp von 11 Tundrasaatgänsen in den Hemmerder Wiesen.

Einer von 5 Waldwasserläufern im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede…, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… diese 4 Exmpl halten Kontakt…, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf der eisfreien Ruhr zwischen Reiherenten auch diese einzelne Tafelente (w) …, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Wasseramseln tauchen nur ausnahmsweise im Wassergewinnungsgelände auf. Der Wassereinlauf am Filterbecken mag ein „Fließgewässer“ vortäuschen, wie Wasseramseln es eigentlich mögen …, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… doch alles Lauern und Warten auf die üblicherweise bevorzugte Beute (Steinfliegen- , Köcherfliegenlarven und ähnliches) ist vergeblich. Denn diese Wasserinsekten kommen hier wegen der ständig wechselnden Bedingungen im Filterbecken gar nicht vor …, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… sämtliche beobachteten Tauchgänge blieben somit erfolglos, 01.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Nur unregelmäßig in den Hemmerder Wiesen auftauchende Gäste aus den Weiten Sibiriens: Tundrasaatgänse (insgesamt 11 Exmpl). Kenntlich vor allem an den sehr dunklen Köpfen und Schnäbeln mit hell abgesetzter Spitze …, 29.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda auch dieser mehrjährige, rechts beringte Wanderfalke (m) auf Beute lauernd, die angesichts der zugefrorenen Flächen jedoch dünn gesät ist …, 30.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch dieses junge Wanderfalkenweibchen (K1) bei Frdbg.-Frömern scheint Probleme bei der Beutebeschaffung zu haben. Es hält sich lange Zeit in der Nähe eines großen Dohlenschwarmes auf, wobei jedoch nicht klar wird, wer nun wem nachstellt, 25.12.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

NSG Lettenbruch/Bönen: Gartenvögel im Jahreswechsel (27.12.25 – 01.01.26, C. Rethschulte)

Am zweiten Weihnachtstag u.a. im Blickfeld der Kamera, ein (weiblicher) Kernbeißer….
…. und ein Eichelhäher (27.12.25, Fotos: C. Rethschulte).
Einen Tag später u.a. zwei Buntspechte….
…. zwei Kleiber….
…. ein Rotkehlchen….
…. ein Zaunkönig auf der Gartenwiese bei der Futtersuche (nicht häufig so frei zu fotografieren)….
…. Direkt in der Nähe diese weibliche Amsel….
…. und eine Sumpfmeise (28.12.25, Fotos: C. Rethschulte).
Am Neujahrstag versammeln sich bis zu acht Schwanzmeisen mehrmals um die ihnen bekannten Futterstellen im Garten – einfach schön, sie anzusehen und zu hören! (01.01.26, Foto: C. Rethschulte).