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Am 12.01.2012 hat das von Klaus Nowack angeregte Gründungstreffen des NABU Werne in der Gaststätte Havers stattgefungen – mit einer erstaunlichen Resonanz, wie die Ruhrnachrichten berichten. Und es geht nicht nur um die ehemaligen Rieselfelder Werne . . .
Sonntag, 15. Januar 2012
Die aktuellen Wasserstände der Ruhr und ihrer Zuflüsse können auf der Webseite der Talsperrenleitzentrale des Ruhrverbandes eingesehen werden:
http://www.talsperrenleitzentrale-ruhr.de/gewaesser.html
Darüberhinaus sind einige Pegel mit Webcams ausgestattet:
http://www.talsperrenleitzentrale-ruhr.de/webcam.html
Auf den Seiten der Talsperrenleitzentrale sind auch die Gesamtsituation der Ruhr, der Ruhrzuflüsse und der Talsperren sowie ein tagesaktueller Lagebericht abrufbar.
Für die Lippe sind die Pegelstände auf der Seite des Lippeverbandes und der Emschergenossenschaft unter
http://pegel.eglv.de/php_intern/eglv/html/uebersicht_internet.php
abrufbar.
Der Hochwasserwarndienst der Bezirksregierung Arnsberg ist unter
http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/h/hochwasserwarndienst/index.php
erreichbar.
Die Lage in NRW geben die Karte und die Liste des LANUV wieder:
http://luadb.lds.nrw.de/LUA/wiski/pegel.php
http://luadb.lds.nrw.de/LUA/wiski/pegel.php?hochwasser=ja
Eine länderübergreifende Hochwasserübersicht ist unter
http://www.hochwasserzentralen.de/
zu finden.
Donnerstag, 05. Januar 2012
Heinz Herkenrath, Urvater der Ornithologie, Naturkundler und Schützer und Verteidiger der Natur im Kreis Unna, ist am 23.12.2011 in Holzwickede im Alter von 90 Jahren gestorben.
Eine liebevolle Erinnerung hat Ekkehard van Haut zum Gedenken an Heinz Herkenrath auf seiner Internetpräsenz www.vanhaut.de veröffentlicht.
Thomas Griesohn-Pflieger verdanken wir den folgenden, persönlichen Nachruf:
Heinz Herkenrath

Heinz Herkenrath im April 2008, aufgenommen bei einer Exkursion in den Ahsewiesen (Ekkehard van Haut)
“Na, junger Mann, hast du denn schon was Schönes gesehen?” Dicke Brillegläser schauen mich an, dahinter freundlich fragende blaue Augen. Dann sehe ich ein riesiges Fernglas, das vor einem mehr als knielangen grünen Lodenmantel baumelt. Der Mann hat Gummistiefel an, ein alter farbloser Rucksack hängt über den Rücken, eine Kappe, ebenfalls aus grünen Loden, wie man sie bei Landwirten und Jägern sieht, krönt wirres Haar. In der einen Hand hält der Mann ein kleines grünes Notizheft und in der anderen zwei Kugelschreiber* (*In Blau wurden gewöhliche Beobachtungen notiert, Besonderheiten unterstrichen. In Rot wurden alle Greifvögel, Eulen und Beutegreifer notiert, ganz seltene unterstrichen).
Obwohl fast alles grün war an dem älteren Herrn, der damals jünger war, als ich heute alt bin, wirkte er nicht wie ein Jäger oder Förster und da kein Trecker in der Nähe stand, konnte es auch kein Bauer sein. Auch als Arbeiter des Wasserwerks, wir befanden uns im Trinkwasserschutzgebiet, ging er nicht durch. So konnte ich also angstfrei antworten, dass ich erst ein paar Reiher, zwei Bussarde und einen Turmfalken gesichtet hätte.
“Oh, du kennst dich ja schon gut aus! Schau mal da – eine Misteldrossel!” Mit einer schwindelerregenden Handbewegung, die sowohl das Fernglas vor die Augen hob, als auch die dicke Brille nach oben vor die Stirn schob und gleichzeitig Schreibgerät und Heft zwischen Ring- und Mittelfinger beziehungsweise Daumen und kleinen Finger balanzierte, wurde mühelos die vorbei fliegende Drossel durch das Hensoldt 8×56 bestätigt.
Wir kamen ins Gespräch an diesem kühlen, nach frischer Erde riechenden Vormittag im März 1968. Es stellte sich schnell heraus, dass die jungen Zwergschnäpper, die ich mühsam mit meinem “Was fliegt denn da?” von 1956 bestimmt hatte, allesamt “Weidenlaubsänger”, so wurden damals die Zilpzalpe genannt, waren. Und von der Stunde an, lernte ich von diesem großartigen Naturliebhaber und liebenswerten Menschen. Ein paar Tage später staunte ich nicht schlecht, als ich den Mann in Grün jetzt mit gestreiften Hosenträgern und kariertem Hemd angetan, bei meinem ersten Besuch in der “Dachsburg” in der Rausinger Str. 45 unter einem riesigen Elchkopf mit Schaufelgeweih wiedersah. Das Zimmer schien aus der Zeit gefallen. Bücher überall, teilweise in einen Zustand, der den Besitzer als Vielleser oder besser Bücherarbeiter auswies. Kleine Glaskästen, die ausgestopfte Vögel enthielten, manche hielt der Draht nicht mehr auf den Ästchen bei anderen schaute das Stroh aus dem Bauch, überall Bilder an der Wand aus Jagd- und Tierzeitschriften ausgeschnitten mit handschriftlichen Hinweisen und Notizen (blauer Kugelschreiber) versehen. Ein Königreich des Wissens, ein Panoptikum für Naturfreunde. Voller Geheimnisse und Zauber schien es mir. So einen Erwachsenen hatte ich noch nicht erlebt!
So fing das damals an. Eine Bekanntschaft, die schnell zur Freundschaft wurde, auch wenn uns fast 33 Jahre trennten. Jeder mag selbst ermessen, was es für einen sehr jungen Mann bedeutet, wenn er außerhalb der Herkunftsfamilie Wertschätzung erfährt, mit seiner merkwürdigen Vogelleidenschaft ernst genommen wird, anderen mit “das ist mein Freund Thomas” vorgestellt wird oder sogar um seine Meinung gefragt wird. Wasser- oder Wiesenpieper, was meinste? Bald schon unternahmen wir tagelange Exkursionen. Morgens um drei saßen wir schon im Hixter oder in der Voßkuhle auf dem Hochsitz, belauschten Füchse und Rehe und Hasen. Widmeten uns dann, immer zu Fuß, Heinz hatte keinen Führerschein, den ganzen Tag über ohne Hast der Vogelbeobachtung, besuchten Bauern um sie nach Eulen zu befragen. Wir fuhren mit Freund Rudi nach Lüchow-Dannenberg und mit dem weißen Opel Olympia, den seine Frau “Hedi” lenkte, an den Dümmer, wo wir im Moor stecken blieben. Oder später mit meinem Auto in den Arnsberger Wald. Wir ergänzten uns prima. Ich mit meinen guten Augen und er mit einem grenzenlosen Wissen, das danach drängte, in meinen Kopf zu schlüpfen.
Schon bald hatte ich ebenfalls ein Notizheft dabei, allerdings nur einen Kugelschreiber. “Das muss alles festgehalten werden! Ich habe lückenlose Aufzeichnungen seit Mitte der Vierziger!” Einmal liefen wir, es war an einem 23. Dezember, eine ganze Stunde wieder zurück an die Ruhr, dort hatten wir in einem Bombentrichter liegend Saatgänse beobachtet und Heinz hatte sein Notizbuch dort liegen gelassen. “Unersetzlich! Das müssen wir finden! Ein unglaublicher Verlust!” Wir fanden es. Erst spät in der Nacht kam ich nach Hause.
Gegebenheiten mit anderen Gegenständen, die vergessen oder verloren gingen, sind Thema vieler lustiger Anekdoten, die Heinz selbst und seine Gemeinde immer wieder zum besten gaben. Vokabeln wie “sagenhaft”, “unglaublich” und das Adjektiv “schwer” in Verbindung mit “gefährdet”, “Verbrechen gegen die Natur” oder “Verlust” fanden sehr bald ihren festen Platz in meinem Wortschatz. Formulierungen wie “wir müssen mehr auf Kleinvögel achten” und “Das Fernglas ist ein Körperteil” oder “nur das Fernglas unterscheidet uns vom Landstreicher” und “wir könnten ja noch in die Rieselfelder …” sind Legende geworden.
Heinz war der erste Erwachsene, der mir gegenüber Hitler einen Verbrecher nannte, den Krieg nicht als touristische Unternehmung darstellte oder ihn verschwieg, sondern von schwerer Schuld und unglaublichen Grausamkeiten und Verbrechen sprach. Mir gegenüber machte er nur Andeutungen über seine persönlichen Erlebnisse, aber er muss Schreckliches an der Ostfront erlebt haben. Ausgerechnet er, dessen Familie zur Bekennenden Kirche zählte, wurde zum Arbeitsdienst eingezogen und sehr schnell als Soldat an die Ostfront geschickt. Später beeindruckte er mich, wie er Seite an Seite mit meist sehr viel jüngeren politisch Bewegten in Bürgerinitiativen gegen neue Straßen und Bebaungspläne kämpfte. Dass man als Bürger einfach den Bürgermeister, Landesminister, Ministerpräsidenten, Bundesminister oder Bundeskanzler oder gar den Bundespräsidenten anschreiben kann – das war mir selbst nie in den Sinn gekommen. Ich glaube, Heinz hat sogar dem Papst einen “Brandbrief!” geschrieben. Immer ging es um Tierrechte und darum “schwere Verbrechen gegen die Natur” abzuwenden. Und die Briefe, auch die, die ich bekam, waren allesamt Unikate. Heinz war sparsam und sparte auch an Schreibpapier. Selbst wenn einmal richtiges Schreibpapier benutzt wurde, wurde kein Schreibrand eingehalten. Oben ging es los und unten liefen die letzten Zeilen schief, weil das Papier in der Schreibmaschine keinen Halt mehr hatte. Die unsauberen Maschinentypen (Die kann man sauber machen? Wie meinste?) stanzten bis unmittelbar an den Rand Löcher und Riefen auf das Papier. Weniger offizielle Schreiben wurden auf der Rückseite von Kalenderblättern, Flugschriften oder gar Klassenarbeiten (!) gehämmert. Heinz Herkenrath war ein politischer Mensch mit ausgeprägter Meinung, erfrischend einseitig wenn es um Tier- und Naturschutz ging. Und hochgebildet vor allem wenn es um geschichtliche Fragestellungen ging. Alle deutschen Kaiser mit Regierunsgzeit hatte er im Gedächtnis parat, kein Fürstenhaus war ihm unbekannt, kaum ein Reichsminister zu dem ihm nicht wichtige Entscheidungen einfielen. Unglaublich!
Heinz Herkenrath war in vielerlei Beziehung mein Mentor. Von ihm lernte ich einen reichen Fundus an Beobachtungstechniken und was vielleicht noch wichtiger ist, das Ethos der Naturbeobachtung. Respekt und Aufmerksamkeit der Natur gegenüber, das strahlte er aus und praktizierte er ganz selbstverständlich. War ich beim ersten Mal noch erstaunt, dass wir einen Umweg gingen, um Ricke mit Kitz die Flucht vor uns zu ersparen, ist es mir heute noch unangenehm, wenn wegen mir Pirschenden ein Schwarm Ringeltauben polternd abfliegt. Oft standen wir minutenlang mucksmäuschenstill, um einen Hasen an uns vorbei hoppeln zu lassen. Mit ihm gingen Tier- und Naturschutz Hand in Hand. Er erzählte mir von Albert Schweitzer, dessen Glaubensbekenntnis mich damals wie heute berührt: Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will. Heinz war tief gläubig. Sein Gottvertrauen und seine “Dankbarkeit dem Herrn gegenüber” hat mich beeindruckt und manchmal, vor allen in den späten Jahren, habe ich ihn, den sehr alten Mann, um diese geradezu kindliche Hingabe beneidet.
Woran erkennt man eine Persönlichkeit? Unter anderem, glaube ich, daran, dass man mit Achtung, und wenn es gut gelaufen ist, mit Liebe von ihm erzählt. Es gibt so viele Aspekte, die noch erwähnt werden müssten, weil sie besonders oder eigen sind. Seine Familie, Frau und zwei liebenswerte Töchter, die ihn stützte und die diesen manchmal weltfremden Büchermensch die Lebensgrundlage bot. Die sagenhafte Gastfreundlichkeit der Herkenraths, die die Dachsburg in Holzwickede oft eher als Taubenschlag erscheinen ließ. Die fast symbiotische Verbindung mit seiner Frau Hedwig (Hedi) und der liebevolle Umgang mit ihr, als sie, die ein Jahr vor ihm starb, zum Pflegefall wurde. Die vielen Freundschaften – fast wie ein Planet sammelte er umherschweifende Satelliten ein, die eine Zeitlang um ihn kreisten, oder es bis zum Schluss taten. Es gab auch Meinungsverschiedenheiten mit ihm, manchmal machte seine Radikalität es seinen Freunden schwer, neben ihm zu stehen. Er hat alleine durch das Zusammenbringen engagierter Menschen viel bewirkt, Diskussionen angestoßen und durch die ausgeprägte eigene Stellungnahme, anderen zur Meinung verholfen. Er hat Funktionen in vielen Vereinen gehabt, manchen mit begründet und manchen im Zorn verlassen. Ich kenne niemanden, der auf ihn mit Gleichgültigkeit reagierte.
Am 23. Dezember 2011 ging sein reiches Leben zu Ende. Heinz Herkenrath wurde über 90 Jahre alt.
Thomas Griesohn-Pflieger
Montag, 02. Januar 2012
Die ersten Ergebnisse der Vogelschlagforschung aus Dortmund von Volker Heimel und Jörg Schlusen sind jetzt zum Download von Volker Heimel eingestellt worden.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bittet um Meldung von Kollisionsopfern an Windenergieanlagen:
“Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse
Die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg trägt seit dem Jahr 2002 verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) in Europa und Deutschland zusammen. Ältere Daten reichen bis zum Jahr 1989 zurück. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Aggregation zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und –dokumentation durchzusetzen.
In standardisierter Form werden möglichst umfassend Angaben zu den gefundenen Vögeln und Fledermäusen, zu den betreffenden WEA und zu den Fundumständen dokumentiert. Die Intensität der Kontrollen und die Bereitschaft zur Meldung von Anflugopfern sind sehr unterschiedlich. Bisher gibt es nur wenige flächenhafte und systematische Erfassungen von Anflugopfern, die den Charakter eines Monitorings haben. Aus einigen Gebieten liegen kaum Daten vor. So sind z. B. noch keine Aussagen zur Auswirkung von WEA auf ziehende Arten entlang der Ostseeküste möglich. Auch die Vollständigkeit der übermittelten Fundmeldungen ist sehr verschieden, so dass bei Auswertungen nicht durchgehend alle Parameter für jeden einzelnen Fund verfügbar sind.”
Zum Meldebogen
Im Kreis Unna
Da der OAG Kreis Unna keine vollständige Übersicht über die Standorte von Windenergieanlagen im Kreisgebiet vorliegt – die eine Grundlage für die Dokumentation von Kollisionsopfern sein könnte – wird hier dazu aufgerufen, sämtliche bekannte WEA im Kreis Unna mit einer Positionsbeschreibung an die OAG zu melden, bitte beteiligen Sie sich! Über den Geoservice des Kreises Unna können Sie einfach und schnell die Koordinaten der Ihnen bekannten Anlagen ermitteln.
Dienstag, 29. November 2011
Ein interessanter Artikel über den Kranichzug von und über Uwe Norra ist im Lokalkompass des Lüner Anzeigers erschienen und online verfügbar.
Sonntag, 27. November 2011
Programm der Greifvogel AG der NWO für den 13.11.2011, Beginn 10.00 Uhr
1. Vorstellung der Ergebnisse der Greifvogelkartierung 2011
2. Rot- und Schwarzmilankartierung in NRW 2011/12 Zwischenstand (Jens Brune)
11.15 – 11.30 Pause
3. Gefährdung von Greifvögeln durch Windenergieanlagen (Hubertus Illner)
4. Die Bedeutung urbaner Strukturen für den Beuteerwerb des Uhus Bubo bubo Christiane Geidel)
12.45-14.00 Mittagspause
5. Greifvogelverfolgung in NRW (Axel Hirschfeld)
6. Nahrung und Bruterfolg beim Habicht (Muskens/ Zollinger)
15.15- 15.30 Pause
7. Überwinterungsverhalten von Wespenbussarden- möglicher Unterschied zwischen der Überwinterung im geschützten und degenerierten Regenwald, und Unterschiede in Raumnutzung und Teilung der Brutversorgung bei Weibchen und Männchen (Jan van Diermen/ Stef van Rijn)
Die Aufzählung entspricht nicht unbedingt der wirklichen Reihenfolge der Vorträge.
Das Ende der Veranstaltung liegt gegen 16.30 Uhr. Die Gaststätte bietet für uns Grünkohl und Spaghetti Bolognese an.
Achtung: Die Tagung findet in der Gaststätte „Schützenheim“, Heidestrasse 55, statt!
Mit freundlichen Grüßen
Jens Brune
Montag, 31. Oktober 2011
Die Ruhrnachrichten Selm berichten in der Ausgabe vom 30.10.2011 und im Internet, der Hellweger Anzeiger in seiner analogen Ausgabe vom 31.10.2011 über die Nistkasten-Säuberungsaktion im Dahler Holz und die zahlreichen Nistkästen insbesondere auch für Steinkauz und Schleiereule, die der NABU in Selm betreut.

Hellweger Anzeiger vom 31.10.2011
Montag, 31. Oktober 2011
Im NWOrni-Verteiler weisen Eckhard Möller und Arne Hegemann u. a. unter Bezugnahme auf Thomas Sacher auf einen möglicherweise bevorstehenden Einflug von Raufußbussarden aus Nordeuropa hin. Schon die über Falsterbo in Südschweden beobachteten Zahlen durchziehender Raufußbussarde lägen deutlich über denen von “Normaljahren”.
Einen Blick auf einen längst vergangenen Rauhfußbussard-Einflug gewährt die gerade fertiggestellte Internetseite www.anthus.de, die die gleichnamige ornithologische Zeitschrift aus Westfalen im Internet zur Einsicht und zum Download bereitstellt.
Mittwoch, 19. Oktober 2011
In Selm konnte die Ortsgruppe Selm jetzt für den NABU die Plakette “Schwalbenfreundliches Haus” an Herrn Hubert Schaeper überreichen. 14 Mehlschwalbennester finden in Selm-Bork bei dem Schwalbenfreund Ihr zuhause. Lesen Sie auch den Artikel aus den Ruhrnachrichten vom 08.10.2011:

Aktion `Schwalbenfreundliches Haus´ 2011 in Selm - Artikel aus den Ruhrnachrichten vom 08.10.2011
Montag, 10. Oktober 2011
Der Arbeitskreis für Umwelt und Heimat e.V. Lünen hat in diesem Jahr erstmalig einen Kalender herausgebracht, der Handzeichnungen von Bau- und Naturdenkmälern Lünens enthält. Mit seinem äußerst günstigen Preis von nur 5,- € eignet er sich als kleines Präsent, als Beigabe und Werbegeschenk. Der Erlös kommt der Naturschutzarbeit zugute (Bezugsquellen).

Kalender 2012 des AK Umwelt u. Heimat Lünen
Donnerstag, 22. September 2011
Ein Abpumpen des Pleckenbrinksees halte ich für eine ökologische Katastrophe, die es um jeden Preis zu verhindern gilt. Stand der Technik seit Ende der 80-er Jahre – vergleiche Haus Rodenberg, Do-Aplerbeck – ist eine Verspundung zum Schutz des Restgewässers. Dies würde die Kleinlebewelt des Wickeder Sees erhalten und damit die Nahrungssgrundlage der bis jetzt nachgewiesenen Vogelarten.
Im Übrigen gehöre ich zu der Fraktion, die jedwede Absperrungen am See aus umweltpädagogischen Gründen ablehnen. Der See sollte in aktiver Wechselwirkung mit der Bevölkerung stehen und sich so einregulieren. Die Leute vor Ort hatten nie so einen See in ihrer Nachbarschaft. Es ist deshalb verständlich, dass sie ihn erkunden. Die aufklärenden Gespräche diesbezüglich sollten nicht mit erhobenem Zeigefinger und ordnungsbehördlichen Maßnahmen erfolgen. Es ist mindestens genau so schön, Kinder am See zu sehen, wie Wasservögel. Auch laufen nicht alle Hunde ins Wasser. Das Feindabwehr-Verhalten der Kanadagans unterscheidet sich von dem der Graugans. Letztere flieht sofort. Kanadagänse gehen direkt auf Aggressoren zu, erkunden genau und helfen angegriffenen Artgenossen durch das “auf Hunde zu schwimmen”. Konflikte am See erzeugen wertvolle Gespräche und Kontakte zwischen Menschen. Wir haben in Dortmund, so meine ich, genug Zäune. Ein See ohne Bevölkerung wäre eine “verlorene Schlacht”.
V. Heimel, Umweltpreisträger der Jahre 1987 und 2009 in Dortmund.
(Hiermit möchte ich folgenden Personen danken, die mir persönlich den Einstieg in die Digiskopie und PC-Nutzung ermöglicht haben.
Sie waren somit an der Verleihung verschiedener Umweltpreise im Stadtgebiet von Dortmund beteiligt und haben einen wichtigen Beitrag zur
Weitergabe umweltrelevanter Daten geleistet: Herr Dr. Frank Bergen, Herr Bernhard Rocholl, Frau Elisabeth Kupitz, Frau Ute Mauermann)
Sonntag, 04. September 2011
Seit dem 1. August sind die Vogelzug-Beobachter an der Südspitze Schwedens wieder täglich aktiv – und stellen die Ergebnisse tagesaktuell und für uns alle frei ins Netz, Danke!
Mittwoch, 10. August 2011
Leserbrief vom 31.07.2011 von Volker Heimel zu dem Artikel “Angst vor Hornissen” im Luener Anzeiger am 30.07.2011:
Hornissen meistens friedlich
Der von Ihnen geschilderte Fall angreifender Hornissen ist einzigartig im Umkreis von sicher mehreren hundert Kilometern. Die Hornisse gilt als die friedlichste unter den Faltenwespen. Sie ist eine eifrige Wespenjägerin und ernährt sich als Erwachsene von Baumsäften und Früchten, also vegetarisch. Folglich hätte Ihr Artikel vielleicht besser die Schlagzeile “keine Angst vor Hornissen” tragen sollen. Auch Schilder mit der Aufschrift “Vorsicht Hornissen” widersprechen allen Regeln der Umweltpädagogik.
Die Bemerkung, es hätte sich um einen “Hornissenschwarm” gehandelt, macht mich als Biologen allerdings stutzig. Schwärmende Völker sind eigentlich nur von der Honigbiene bekannt. Von der Hornisse ist bekannt geworden, dass sie zum Beispiel durch Fotografieren mit Blitzlicht aggressiv werden kann. Auch Kinder, welche die Tiere mit Stöcken reizen, können das Volk “anstacheln”. Ich möchte hier nicht anzweifeln, dass es sich wirklich um Hornissen gehandelt hat, viel wahrscheinlicher ist das beschriebene Verhalten allerdings für Deutsche und Gemeine Wespen, Erdwespen also, die auf Bodenerschütterungen reagieren. Der Fall sollte gerade von Biologen genau studiert werden, gerade weil er eine absolute Ausnahme darstellt.
Auch die Sperrung eines Weges wegen “aggressiver Hornissen” ist wohl einzigartig im Bundesgebiet, vorausgesetz, der Kreis entschiede sich zu dieser Maßnahme. Trotzdem wäre dies vorerst wohl doch die Entscheidung der Wahl und gäbe der Natur ihren verdienten Respekt zurück.
Mit freundlichen Grüßen, Volker Heimel, Dortmund
Biologischer Bericht, Hornissen in Alstede
Ich habe mir die Hornissen angesehen. Das Nest befindet sich südexponiert direkt am Weg, der südlich des Tennisplatzes, Nähe Am Reygersbusch vorbeiführt. Der betreffende Baum ist am Fuße ausgefault und beherbergt das Nest, welches sich noch weiter in den Stamm nach oben hineinzieht.
Die Hornissen zeigen natürliches und friedliches Erkundungsverhalten. Langsames Vorbeiwandern (2 Wanderer kamen heute, 1.8.´11) vorbei und es gab keinen Zwischenfall. Problematisch wird es bei schnell vorbei laufenden Joggern – mit oder ohne Hund, spielt keine Rolle – und Radfahrern. Sie werden mißgedeutet und als feindlich angegriffen. Umweltpädagogisch verursacht jeder einzelne Hornissenstich eine generelle Aversion dieser friedlichen Wespenart gegnüber. Eine Umsiedelung des Volkes an diesem Standort ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Die einzige Option ist für Wespen und Menschen eine sofortige Wegsperrung. Die aufgestellten Schilder sind nicht ausreichend, besonders in Bezug auf Jogger und Radfahrer, die sich für die Hornissen zu schnell bewegen. Die Polizei erfuhr von dem Vorfall vor einer Woche. Seit dieser Zeit nahm sie ihre Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung nicht wahr. Sollte auch nur ein allergisch veranlagter Mensch aujf diesem Weg zu Schaden kommen, läge die Verantwortung eindeutig und fahrlässig bei den Ordnungs- und Verwaltungsbehörden.
Am Sonntag, 1.8.´11 sprach ich bei der Polizeiinspektion 3 in Lünen vor. Ich forderte eine sofortige Wegsperrung. Die Dienststelle weigerte sich, ein Protokoll an zu legen. Sie erwiderte, der Vorfall sei in Bearbeitung, der Kreis sei informiert, der Imker sei dort gewesen und habe keine Gefahr festgestellt. Die Dienststelle weigerte sich, den Ort unter Anleitung eines Biologen nochmals zu inspizieren. Gestochene Menschen – und an diesem Ort können die friedlichen Hornissen nicht anders, als zu stechen – sind für die Verwaltung kein Grund, Wege unverzüglich (!) zu sperren. Es besteht neben der Gefahr für Allergiker auch eine Gefahr bei Stichen im Kopfbereich.

Hornissen-Nest in Lünen-Alstedde, 31.07.2011 Foto: Volker Heimel

Hornissen-Nest in Lünen-Alstedde, 31.07.2011 Foto: Volker Heimel
Sonntag, 31. Juli 2011
Ne schöne Neuigkeit: An mindestens 2 Stellen in Deutschland scheinen seit vielen Jahren der Abwesenheit wieder Triele gebrütet zu haben oder es zumindest versucht zu haben. Auf der Gallery Forum des Club300 Seite ist ein Video mit bis zu 4 balzenden Vögeln zu sehen. Beste Grüße aus dem regnerischen England!
Samstag, 09. Juli 2011
Aus Wien weist uns Robin Sandfort mit sommerlichen Grüßen auf einige interessante und vielleicht in einigen Fällen sehr hilfreiche Ergebnisse zum immerwährenden Thema “Vogelanprall an Glasflächen” hin – die Wiener Umweltanwaltschaft hat 38 Prototypen von Vogelschutzgläsern auf ihre tatsächliche Eignung prüfen lassen.
Mittwoch, 22. Juni 2011
Ende Mai war ich beruflich und privat in Ostkanada unterwegs. Ziel waren die Niagarafälle, der Algonquin Park, die “30000 Inseln” in der Georgian Bay und Toronto. Die in der Collage integrierten Aufnahmen sind ein Teil der Bilder, die auf “gewöhnlichen Spaziergängen” innerhalb von drei oder vier Tagen entstanden sind. Der Frühling war noch nicht so weit fortgeschritten wie bei uns, sodass das Laub noch nicht so dicht und die Vögel gesanglich absolut auf dem Höhepunkt waren. Ein einmaliges Erlebnis!

in Ostkanada beobachtete Vögel Ende Mai Foto: Michael Freese
Dienstag, 07. Juni 2011
Wer einmal das komplette Spektrum von Vogelarten beobachten möchte, die Feuchtgebiete bewohnen, dem sei eine Reise ins untere Odertal empfohlen. Hier können zudem einige Arten beobachtet werden, die ihre westliche Verbreitungsgrenze in Ostdeutschland erreichen, wie z.B. der Karmingimpel oder der Schreiadler.
Die Natur im Nationalpark Unteres Odertal ist atemberaubend. Hierbei handelt es sich um eine ausgedehnte Polderlandschaft, die vorrangig der Hochwasserregulierung der Oder dient, aber seit der Unterschutzstellung zunehmend in eine Wildnislandschaft umgewandelt wird. Die Polder haben eine Nord-Süd Ausdehnung von 60 km und sind bis zu drei km breit. Der südliche Teil des Internationalparks gehört zu Deutschland, der nördliche Teil zu Polen. Bei meinen Touren habe ich mich auf den deutschen Teil beschränkt, da die polnischen Gebiete überwiegend nur mit Führungen begehbar sind.
Die Polderlandschaft ist geprägt von ausgedehnten Feuchtwiesen, Seggenrieden, Schilfbeständen und Altarmen der Oder. Durch Ein- u. Auslasswerke wird der Wasserstand reguliert.
Da es auch einige Wege mitten durch die Polder gibt, bestehen fantastische Beobachtungsmöglichkeiten. Ich bin überwiegend sogar ohne Spektiv ausgekommen, da fast alle Arten sehr nah zu beobachten waren.
Als Ausgangsort eignet sich Schwedt, als einzige größere Stadt am Rand der Polder. Ich kam im Ortsteil Criewen unter. Von dort kann man direkt zu Fuß in die Poldergebiete starten. Schon morgens beim Aufstehen riefen Kuckuck, Pirol und Gartenrotschwanz. Auf dem Weg in die Polder auch Nachtigall und Sprosser, die beide in dieser Region existieren. Schilfrohrsänger, Drosselrohrsänger und Rohrschwirl sind allgegenwärtig. Faszinierend ist nicht nur die Anzahl der zu beobachtenden Arten, sondern auch die Zahl der Individuen. Seeadler konnte ich jeden Tag beobachten, dazu Weiß- u. Schwarzstörche auf der Nahrungssuche.
Als Spezialitäten kommen hier Karmingimpel, Sperbergrasmücke,Schlagschwirl, Blaukehlchen, Wachtelkönig und Tüpfelsumpfhuhn vor. Der Wachtelkönig und die Trauerseeschwalbe erreichen hier im Odertal sogar ihren Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland.
Im Fiddichower Polder nördlich von Schwedt gelang mir an einer Überschwemmungsfläche die gleichzeitige Beobachtung von Fluss-, Trauer-, Weißbart- u. Weißflügelseeschwalbe!
Doch auch außerhalb der Polder gelingen in der Kulturlandschaft schöne Beobachtungen. Wer allgemein den starken Rückgang unserer Feldvögel beklagt, kann hier noch das ganze Spektrum erleben. Grauammer, Wachtel und Feldlerchen sangen aus fast jedem Feld. Dazu gelangen sogar wiederholt Beobachtungen der Wiesenweihe.
Auch der Schreiadler ist hier gut vertreten. Mir gelang eine Sichtbeobachtung am Rande des Blumberger Waldes. Er wird aber auch immer wieder patrouillierend an der östlichen Hangkante des Odertales gesehen.
Aufgrund der Weitläufigkeit der Polder empfiehlt es sich ein Fahrrad mitzunehmen. Als Vorbereitung auf die Beobachtungstouren eignet sich das Buch „Vögel beobachten
in Ostdeutschland“ von Wagner und Moning, erschienen im Kosmosverlag. Die Beobachtungstipps sind hervorragend. Ich konnte mit Hilfe der detaillierten Gebietsbeschreibungen fast alle genannten Arten beobachten.
Hier die Gesamtliste der beobachteten Arten:
Höckerschwan
Kanadagans
Graugans
Brandgans
Schnatterente
Pfeifente
Stockente
Knäkente (häufig)
Löffelente
Tafelente
Reiherente
Schellente (häufiger Brutvogel)
Gänsesäger
Wachtel
Fasan
Zwergtaucher
Haubentaucher
Schwarzhalstaucher
Rothalstaucher
Kormoran
Rohrdommel
Zwergdommel
Silberreiher
Graureiher
Schwarzstorch
Weißstorch
Fischadler
Schreiadler
Wiesenweihe
Rohrweihe
Rotmilan
Schwarzmilan
Seeadler (häufig)
Mäusebussard
Turmfalke
Kranich
Wasserralle
Wachtelkönig
Bläßhuhn
Kiebitz
Großer Brachvogel
Bekassine
Lachmöwe
Silbermöwe
Weißbartseeschwalbe
Weißflügelseeschwalbe
Trauerseeschwalbe
Flussseeschwalbe
Straßentaube
Ringeltaube
Türkentaube
Kuckuck
Mauersegler
Grauspecht
Grünspecht
Schwarzspecht
Buntspecht
Pirol
Elster
Eichelhäher
Dohle
Nebelkrähe
Kolkrabe (sehr häufig)
Beutelmeise
Blaumeise
Kohlmeise
Tannenmeise
Weidenmeise
Heidelerche
Feldlerche
Uferschwalbe
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Schwanzmeise
Waldlaubsänger
Fitis
Zilpzalp
Feldschwirl
Schlagschwirl
Rohrschwirl
Schilfrohrsänger (sehr häufig)
Sumpfrohrsänger
Teichrohrsänger
Drosselrohrsänger (sehr häufig)
Gelbspötter
Möchsgrasmücke
Dorngrasmücke
Gartengrasmücke
Klappergrasmücke
Sperbergrasmücke
Wintergoldhähnchen
Sommergoldhähnchen
Kleiber
Gartenbaumläufer
Zaunkönig
Star
Amsel
Wacholderdrossel
Singdrossel
Grauschnäpper
Braunkehlchen
Rotkehlchen
Sprosser (sehr häufig)
Nachtigall
Blaukehlchen
Hausrotschwanz
Gartenrotschwanz
Haussperling
Feldsperling
Baumpieper
Wiesenpieper
Wiesenschafstelze
Bachstelze
Buchfink
Karmingimpel
Girlitz
Grünfink
Stieglitz
Bluthänfling
Grauammer (sehr häufig)
Goldammer
Rohrammer
Insgesamt 122 Arten in einer Woche.
Dienstag, 31. Mai 2011
Im Club-Forum des Club 300 und im Birdnet findet sich eine kurze Diskussion bzw. ein Beitrag zur späten Ankunft des Neuntöters in Deutschland 2011.
Dienstag, 24. Mai 2011
Auf der Internetseite des Arbeitskreises Göttinger Ornithologen findet sich ein Artikel zur Behandlung von im Internet veröffentlichten Beobachtungsdaten. Im Birdnet hat sich dazu eine kontrovers geführte Diskussion rund um naturgucker.de und die Wahrung von Urheberrechten entwickelt.
Sonntag, 22. Mai 2011
Uwe Norra weist im Zusammenhang mit der Selmer-Spanien-Exkursion auf eine umfassende Bestimmungshilfe im Internet hin, die von seinem Freund Gerd Heinze mitgestaltet wurden: Die Seite http://www.javierblasco.arrakis.es/families.htm hält für etliche schwierig zu bestimmende Arten Beschreibungen und Fotos im PDF-Format zum freien Download vor. Diese für Beringer und auf Englisch verfassten Schlüssel sind aber auch bei der Feldbestimmung mehr als nützlich!
Samstag, 21. Mai 2011

Extremadura - 23.04. - 01.05.2011 Foto: Dirk Niggemann

Extremadura - 23.04. - 01.05.2011 Foto: Dirk Niggemann
Uwe Norra hat die gemeinsam mit den Selmer Ornithologen Michael Dorenkamp, Dirk Niggemann, Ludger Thier und Benedikt Warnke unternomme Spanien/Extremadura-Reise in einem lesenswerten und amüsanten Reisebericht aufgearbeitet und auch schon eine vorläufige Artenliste beigefügt! Lesen Sie selbst, was zwischen Alpenkrähe und Zwergtrappe, Eichelmastschinken und Nudeln gesehen und erlebt wurde.
Vielleicht kann es in diesem oder im nächsten Jahr sogar eine gemeinsame “OAG-Reise” geben, und Uwe führt weitere Interessenten auf eine spannende und dabei gar nicht teuere Reise . . . Ab vier Personen ist eine kleine Tour möglich, Näheres dazu von Uwe Norra über die OAG Adresse.

Philatelistischer Geierfelsen Penafalcon (Salto del Gitano) Foto: Uwe Norra

Grauammer, Extremadura - 23.04. - 01.05.2011 Foto: Dirk Niggemann

Zwergadler, Extremadura - 23.04. - 01.05.2011 Foto: Dirk Niggemann

Weißstorch, Extremadura - 23.04. - 01.05.2011 Foto: Dirk Niggemann

Gänsegeier, Extremadura - 23.04. - 01.05.2011 Foto: Dirk Niggemann
Donnerstag, 12. Mai 2011
Wieder erschien ein Artikel zum Horstmarer See und den Gänsen. Eine Darstellung dazu habe ich entwickelt:
Kurzabriss der Gänse-Wirklichkeit am Horstmarer See in Lünen-Süd und Anmerkung zum Artikel “Gänseplage verflogen” von Frau Quiring-Latagahn:
Es ist gut, wenn über Natürliches berichtet wird. Schade ist die oft negative Sichtweise gegenüber unseren Mitgeschöpfen, den Gänsen. Als Mitglied des See-Volkes, das in Symbiose mit diesen Tieren lebt, ist es mir wichtig, das Verständnis vom Volk der Gänse zu fördern, so wie dies schon der Nobelpreisträger Konrad Lorenz versuchte (siehe Lexikon oder Wikipedia).
1. Gänse “machen” nicht ins Wasser.
Das Koten am Ufer fördert den dortigen Mikrokosmos und dient dazu, den angelandeten Spülsaum zu zersetzen und zu mineralisieren. Auf diese Weise bildet sich ein Ufersaum aus Wasser- und Sumpfpflanzen, der dann unzähligen Tierarten als Lebensraum zur Verfügung steht. Ausserdem fungiert er als natürliche Wurzelraum-Kläranlage.
2. Die platten Gänsefüße dienen nicht nur zum Schiwmmen.
“Schiwmmfüße” sind multifunktional. Sie verdichten das Ufer und verhindern so Bodenerosion. Sie vermengen Kot, Ufersubstrat und Pflanzensamen und lassen auf diese Weise einen geeigneten Nährboden für den Verlandungsgürtel entstehen.
3. Gänse sind intelligent.
Wie Katzen und Hunde besitzen Gänse mindestens die Intelligenz von 2-3 jährigen Kindern. Sie können sprechen, spielen, lernen, Freude und Leid empfinden.
4. Der Horstmarer See wird nicht zur Nahrungsaufnahme aufgesucht.
Gänse sind räumlich anders organisiert als viele Menschen. Der See ist so zu sagen ihr Bade- und Schlafzimmer. Sie kommen zum Ausruhen hier her, genau so, wie es die Menschen tun. Sie kommen aber auch an den See, um zu quatschen, Leute kennen zu lernen, sich zu verlieben, usw. Sie erzählen sich Geschichten von lauernden Jägern und frei laufenden Hunden und vieles mehr.
5. Die Hauptursache von Salmonellen-Übertragungen sind nicht Gänse.
Lange ist bewiesen, dass vor allem durch falsch gelagerte oder zubereitete Lebensmittel Salmonellen-Infektionen bei Menschen hervorgerufen werden. Dies nun Gänsen in die Schuhe schieben zu wollen, klingt befremdlich.
6. Die “Population” der Gänse am Horstmarer See, was ist das ?
Hier werden offensichtlich biologische Begriffe ohne Kenntnis benutzt. Ist die gesamtwestfälische Population, die Ruhrgebiets-Population, die Rheinland-Population, die Lippe-Teilpopulation gemeint ? Geht es um eine raumzeitliche Abundanz, ein periodisches Auftreten? Gemeint ist im Artikel offensichtlich nicht die Brutpopulation des
Sees. Diese ist über Jahre hinweg nahezu konstant, wenn überhaupt vorhanden.
7. Der Artikel besagt deutlich: “Es spricht nichts gegen das Baden im Horstmarer See”.
Gleichzeitig heißt es:”Die durch den Kreis Unna verlaufenden Flüsse Lippe und Ruhr gehören nicht zu den Badegewässern”.
8. Gänse sind Bioindikatoren.
Ein Bioindikator zeigt eine günstige Umweltsituation an. In diesem Fall wählen die Tiere zum Baden ein sauberes Gewässer, genau wie Menschen dies tun.
9. Am Horstmarer See werden und wurden keine Gänse gefüttert.
Die Fütterungen am See dienen vor allem Schwänen, Stockenten und Bläßrallen. Die Schwäne sorgen im Frühjahr für einen nahezu Gänse-freien See.
10: Das Herbstevent:
Als grandioses Event und Naturschauspiel gilt der herbstliche Kongress der Gänse. Es ist das größte periodische und soziale Ereignis im Gänseleben und sollte auch von Menschen gewürdigt werden.
Volker Heimel,
Umweltpreisträger der Stadt Dortmund 2009
April 2011
Freitag, 22. April 2011
Die von der alten Landesregierung geänderten und erweiterten Jagdzeiten reichen offenbar noch immer nicht aus. Im Regierungsbezirk Arnsberg ist die Schonzeit für Ringeltauben aufgehoben worden, die Art kann demnach auch in der Brutzeit bejagt werden. Das läßt auch nichts Gutes für Taubenarten erahnen, die jungen Ringeltauben ähnlich sehen.
Auch für die Rabenkrähen ist die Lage ernst – hier können begründete Ausnahmegenehmigungen zur Aufhebung der Schonzeit beantragt werden, die Obere Jagdbehörde in Düsseldorf entscheidet. Mehr auf der Seite der Unteren Jagdbehörde des Kreises Unna. Werden eigentlich auch Anträge zur Beibehaltung der Schonzeiten angenommen?
Mittwoch, 30. März 2011
Wegen einer Terminüberschneidung mit dem Kreta-Vortrag der AGON Schwerte (D. u. R. Neuhaus) findet das OAG-Treffen am Dienstag, 12.04.2011 um 19.00 Uhr auf der Ökologiestation in Bergkamen-Heil statt (und nicht wie zunächst geplant am 05.04.2011). Die OAG freut sich auf Ihr Kommen, ebenso die AGON.
Samstag, 12. März 2011
Die Vogelwarte Helgoland, Herr Olaf Geiters, hat dankenswerterweise neue Wiederfundmeldungen von im Kreis Unna, Beringer Werner Prünte, bis Ende 2009 beringten und wiedergefangenen Vögeln mitgeteilt. Aufgeführt sind Ringfundmeldungen bzw. Rückläufe aus dem(den) letzten Jahr(en) bis März 2011, einige Funde sind bereits an anderer Stelle veröffentlicht worden:
Fremdfunde von W. Prünte beringter Vögel:

Fremdfunde von Werner Prünte beringter Vögel, Vergrößerung durch Klick auf die Grafik oder `Strg u. +´
Die jetzt mitgeteilten Wiederfundmeldungen der im “Beringungscamp” in Fröndenberg-Frömern während des Herbstzuges mit Gregor Zosel und vielen anderen bis 2009 beringten Vögel geben auch für den Kreis Unna den einen oder anderen Einblick in das sonst weitgehend unbemerkt bleibende Zuggeschehen hauptsächlich der nachtziehenden Arten. Dabei sind auch überregional beschriebene Zugabläufe und Phänomene aus den wenigen lokalen Daten ablesbar:
Entsprechend den Beringungszahlen sind insbesondere Teichrohrsänger als häufig beringte Art wiedergefunden worden. Natürlich in der Hauptabzugsrichtung und in einem Bereich, in dem überdurchschnittlich viele Beringer aktiv sind: Fast alle wiedergefundenen Teichrohrsänger sind westlich bis südwestlich in Belgien kontrolliert worden. In der folgenden Saison immerhin ein Fernfund aus Spanien, 1480 km weiter südwestlich. Von Interesse sind sicherlich auch die beiden Wiederfunde an dem, dem Erstfang folgenden Tag: beide Teichrohrsänger haben auch mit dem Aluzusatzgepäck in einer Zugnacht 188 bzw. 236 km zurücklegen können. Was wäre da ohne Übergewicht erst drin gewesen? Rekordhalter ist übrigens ein in Fröndenberg 1997 aluberingter Teichrohrsänger mit 303 km in einer Nacht. Bezeichnenderweise ist unter den beiden “Expressziehern” auch der einzige (innerhalb einer Saison) wiedergefundene Altvogel – ein Hinweis auf die These, dass “gefiederzerschlissene” Altvögel im Gegensatz zu Jungvögeln mit frischem Gefieder möglichst rasch zur fälligen Mauser ins Winterquartier streben (müssen). Hierfür spricht auch – abgesehen vom möglicherweise nicht erfolgreichen Brutgeschäft – die frühe Rückkehr der 2008 oder 2009 als diesjährig beringten und in 2010 dann als Altvögel wiedergefundenen Teichrohrsänger. Alle drei entsprechend markierten Teichrohrsänger sind als Altvögel ein bis zwei Monate früher als in ihrer Jugendzeit auf dem Weg in das Winterquartier. Der eine 2009 als nicht diesjährig beringte Teichrohrsänger ist in der in der folgenden Saison 2010 nur knapp 2 Wochen später als im Vorjahr unterwegs.
Der einzige wiedergefundene Sumpfrohrsänger, sowohl vom Beringer als auch vom Finder in Belgien als solcher angesprochen (!), zeigt, dass die Art auch aus unseren Längen südwestlich abzieht – bei dieser südostziehenden Art keine Regel. Er ist überdies, nicht überraschend, deutlich früher als fast alle Teichrohrsänger unterwegs und belegt damit seine führende Platzierung beim Ranking “kürzester Aufenthalt im Brutgebiet”.
Ein schöner Hinweis auf die Einflugrichtung der sporadischen Blaumeiseneinflüge, des Einfluges 2008/2009, ist der Wiederfund eines in Fröndenberg beringten und ein Jahr später im Herbst 2009 in Litauen wiedergefangen Vogels (s. a. den Fund des in Braunschweig beringten Tieres im 2. Teil).
Der Wiederfund eines in Fröndenberg als diesjähriges Weibchen auf dem Wegzug beringten Blaukehlchens im Folgejahr in den Rieselfeldern (als Brutvogel?) ermöglichte die im Herbst wohl nicht mögliche Zuordnung zur hiesigen weißsternigen Form.
Greifvögel kommen wohl nur unter persönlicher Aufopferung auf die Wiederfundliste: Sämtliche drei zurückgemeldeten Greife wurden tot gefunden und zurückgemeldet. Neben dem harten Winter 2010 dürften bei den Sperbern wohl auch andere Verlustursachen in Frage kommen.
Wiederfänge fremdberingter Vögel durch W. Prünte:

Wiederfänge fremdberingter Vögel, Finder/Melder Werner Prünte, Vergrößerung durch Klick auf die Grafik oder `Strg u. +´
Besonders beeindruckend unter den im und am Kreis Unna gefangenen fremdberingten Vögeln und vielleicht schon fast wieder Geschichte sind die Wanderungsbelege und Herkünfte dreier Beutelmeisen aus der Lippeaue. Die 2003 bis 2006 an der Kreisgrenze in Hamm gefangenen Vögel sind im Winterquartier in Spanien sowie ein Tier zur Brutzeit in den Niederlanden beringt worden – Wanderungs- und Einwanderungsgebiete scheinen damit erwartungsgemäß im Südwesten bis Westen zu liegen. Warum ist dann die Lippeaue offensichtlich von “Osten” her besiedelt und in den letzten Jahren nach “Osten” hin wieder verlassen worden?
Was im Winter als “unsere” Heckenbraunellen durchgeht, spricht oft wohl nur skandinavisch: Das norwegische Tier hatte sich die alte Ziegelei in Fröndenberg für die Sylvesterfeier ausgesucht.
In Belgien auf dem Wegzug beringte Teichrohrsänger können in der Regel aufgrund der südwestlichen Zugrichtung erst in den Folgejahren in Fröndenberg wieder gefangen werden. Auch hier gilt, dass die dann mehrjährigen Tiere früher unterwegs gewesen sind, als in ihrem ersten Wegzugsjahr (s. o.). Eher unterwegs sind auch die fremdberingten Sumpfrohrsänger, sie fliegen den Teichrohrsängern sozusagen “entgegen”: Hier ist die Reihenfolge entsprechend andersherum: Belgien beringt, ein paar Tage später verstellte schon wieder ein Netz den südöstlichen Zugweg, in Fröndenberg.
Samstag, 12. März 2011
Nachdem auf dem letzten OAG Treffen kein neuer Termin vereinbart wurde, haben sich aus dem Kreis der OAG u. a. B. Glüer, G. Herber-Busch, I. Jädtke, U. Norra, G. Zosel um eine Wiederaufnahme der Treffen bemüht. Erfolgreich! Am 12.04.2011 findet nun eine neue OAG Versammlung an altbekannter Stätte und Uhrzeit statt.
Vorläufige Tagesordnung des OAG-Treffens am 12.04.2011, 19.00 Uhr auf der Ökologiestation in Bergkamen-Heil, weitere Beiträge sind willkommen:
1. Standortbestimmung der OAG – Wie geht es weiter?
2. Organisation der zukünftigen Treffen
3. Weiterleitung von Anfragen an Fachleute
4. Formaler Aufbau einer Beobachtungsmeldung
5. Sonstiges
6. Lichtbildervortrag
Freitag, 25. Februar 2011
Einen schnellen und umfassenden Überblick über Topographie, Luftbilder, Gewässer, Verwaltungsgrenzen und vieles mehr bietet neben dem Eingangsportal Geoservice des Kreises Unna auch das Portal GeoServer der Landesverwaltung NRW bzw. GeoServer NRW. Hermann Knüwer wies jetzt auf die vielfältigen Möglichkeiten der (landesweiten) Recherche über diese Webseite hin.
Und noch ein weiterer Zugang zu den Geodaten des Landes über das Geoportal NRW unter https://www.geoportal.nrw.de/application-geoviewer/start/index.php.
Sonntag, 20. Februar 2011
Mit der Kamera gingen Dr. Janine und Herbert Teuppenhayn auf Entdeckungsreise und stellten fest: selbst in einem recht kleinen Garten lässt sich eine erstaunliche Vielfalt beobachten. In der Ausstellung Naturfotografien – Fotografische Beobachtungen im Garten – der Volkshochschule Kamen-Bönen präsentiert das Ehepaar Teuppenhayn vom 6. März bis zum 24. Mai 2011 Bilder von Pflanzen und Tieren, die beide in ihrem eigenen Garten aufgenommen haben. Zur Eröffnung dieser Ausstellung am Sonntag, 6. März 2011, um 11.30 Uhr im Kulturzentrum Alte Mühle in Bönen wird herzlich eingeladen. Zur Ausstellung gibt es einen ergänzenden Vortrag am Montag, 21. März 2011, um 20.00 Uhr. Im Kulturzentrum Alte Mühle wird Dr. Janine Teuppenhayn den Garten und seine gestalterischen Elemente vorstellen, die speziellen Aufnahmetechniken näher erläutern und weitere Bilder von den vielfältigen tierischen Besuchern zeigen. Die Ausstellung ist vom 6. März bis zum 24. Mai 2011 im Kulturzentrum Alte Mühle zu sehen.
Am Eröffnungstag ist die Ausstellung nur während der Eröffnungsveranstaltung von 11.30 bis ca. 14.00 Uhr zu sehen. Die Öffnungszeiten des Kulturzentrums Alte Mühle
montags – donnerstags 8.30 – 12.00 und 14.00 – 16.00 Uhr und freitags 8.30 – 12.00 Uhr. Der Zugang zum Ausstellungsraum kann freitags durch Trauungen und an anderen Tagen eventuell auch durch Veranstaltungen der VHS erschwert sein.
Sonntag, 20. Februar 2011
Das Zeitungsportal “Der Westen” der WAZ Mediengruppe hat auf seiner Bergkamener Lokalseite im Internet am 16.02.2011 die ablehnende Stellungsnahme des Vorsitzenden des NABU-Kreisverbands Bernd Margenburg zum Dinopark Bergkamen eingestellt.
Ebenfalls findet sich dort unter dem Datum vom 08.02.2011 der Artikel “Große Zustimmung für den `Dino-Park´” von Heino Baues. Die Überschrift des Artikels bezieht sich unter anderem auf die von der Zeitungsgruppe an gleicher Stelle angebotene Online-Umfrage zum geplanten Dino-Park in Bergkamen-Rünthe. In der schnelllebigen Online-Zeit haben es journalistisch bearbeitete Beiträge naturgemäß manchmal nicht leicht, mit den Entwicklungen von Stimmungen Schritt zu halten . . .
Auch für OAG-Leser besteht die Möglichkeit, zu dem Tourismuskonzept in einem bisher der sanften Erholung und der Natur vorbehaltenen störungsarmen Bereich im Kreis Unna Stellung zu beziehen, hier geht es zum “Wahlschein” auf der Artikelseite (rechte Spalte). Um sich nur das Ergebnis der Abstimmung anzuschauen ohne ein Votum abzugeben, genügt ein Mausklick auf den Button “Abstimmen”. Es besteht auch die Möglichkeit, nach vorheriger Registrierung einen Kommentar zum Artikel abzugeben und damit die engen Grenzen der Drei-Zeilen-Umfrage zu verlassen.
Mittwoch, 16. Februar 2011
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