













Eine zweite Kontrolle der Mauerseglerkolonie im Turm der Fröndenberger Stiftskirche erbrachte heute nach den sehr ernüchternd schlechten Zahlen der ersten Kontrolle am 01. Juni `24 leider nicht den erhofften Anstieg der niedrigen Zahlen durch späte Zusatzbruten, sondern – im Gegenteil – einen weiteren alarmierenden Einbruch! Von den erschreckend wenigen 14 Bruten des 01.06. (vgl. https://www.oagkreisunna.de/2024/06/05/froendenberg-unna-flussregenpfeiferbruterfolg-weitere-waldohreulen-erste-bilanz-der-mauerseglerkolonie-in-der-stiftskirche-baumpieper-brutverlust-kiebitze-u-a-05-06-2024-b-glueer/) waren heute nur noch 5 (!) Bruten mit insgesamt 10 Jungvögeln (5×2) übrig. Hinzu kommen zwei Spätbruten mit 1×1 und 1×2 Eiern. Mit insgesamt also nur 7 Bruten ist das die schlechteste Bilanz seit Beginn der Aufzeichnungen aller Bruten in der Stiftskirche im Jahre 1997. Die bisher niedrigste Brutpaarzahl lag bei immerhin 17 erfolgreichen Bp, so dass man in diesem Jahr von einem regelrechten Zusammenbruch der Brutkolonie sprechen muss!

Am Sonntag konnten wir vormittags bei strömenden Regen in Schwerte (Röllingwiese) weit entfernt über einen längeren Zeitraum eine Trauerseeschwalbe beobachten. Bei einsetzender Trockenheit und einer intensiven Gefiederpflege zog diese mittags in unbekannter Richtung ab. Da aus unserer Sicht bei der Artbestimmung Restzweifel bestanden haben wir letztendlich durch A.Müller (Lippetal) eine fachkundige Hilfe erhalten. Er bestätigte unsere Beobachtung als adulte Trauerseeschwalbe.
Darüber hinaus ebenda 2 weibliche Schnatterenten mit 7 und 5 Pulli gleichzeitig und ein Silberreiher.



Bei traumhaften Wetter trafen sich 5 Mitglieder des Ornithologischen Stammtisches Fröndenberg zu einer Exkursion rund um das Kloster Oelinghausen. Auf dem Rundweg wurden u.a. 1 Wespenbussard, 1 Habicht, 1 Rotmilan, 2 Turmfalken, ca. 25-30 Neuntöter (!), 3 Baumpieper, 3 Kolkraben, 7 Goldammern, 3 Sumpfrohrsänger, 2 Feldlerchen, 1 Kernbeißer, 10 Hausrotschwänze, 20 Mauersegler sowie Mehl-und Rauchschwalben notiert. Die Schmetterlingsausbeute war in diesem Jahr sehr bescheiden,wobei auf der Rückfahrt nahe der Exkursionsroute bei Holzen ein Großer Schillerfalter von B. Glüer entdeckt wurde. Ansonsten wenigstens mal 2 Kleine Füchse.

Wespenbussard am Kloster Oelinghausen am 29.06.2024 (Foto: Bernhard Glüer)

Männlicher Wespenbussard am Kloster Oelinghausen am 29.06.2024 (Foto: Bernhard Glüer)

Einer der vielen Neuntöter…..am 29.06.2024 (Foto: Andre Matull)

Kolkrabe im Überflug…..am 29.06.2024 (Foto: Andre Matull)

Haussperlinge an den Weiden am Kloster…..am 29.06.2024 (Foto: Gregor Zosel)

Junge Rauchschwalbe auf einer Leitung…..am 29.06.2024 (Foto: Gregor Zosel)

Kleiner Fuchs…..am 29.06.2024 (Foto: Bernhard Glüer)

Rostfarbiger Dickkopffalter…..am 29.06.2024 (Foto: Gregor Zosel)

Landkärtchen (Sommergeneration)…..am 29.06.2024 (Foto: Gregor Zosel)














Gestern morgen konnte ich in der Westhemmerder Feldflur während des Erdbeerenpflückens eine rufende Wachtel hören. An gleicher Stelle auch singende Sumpfrohrsänger und Goldammern.
Heute Vormittag hatte ich im Hemmerder Ostfeld das Glück, eine rufende und auffliegende Wachtel, zumindest als Belegfoto, zu dokumentieren. Im Hemmerder Ostfeld zudem mindestens 4 singende Feldlerchen, etliche Dorngrasmücken, Schafstelzen, Bluthänflinge und Sumpfrohrsänger.
Am späten Nachmittag in den Hemmerder Wiesen noch ein rufender Kuckuck sowie etliche Greifvögel (Schwarz- und Rotmilane, Mäusebussarde und Turmfalken) die über den gemähten Wiesen nach Nahrung suchten.

Auffliegende Wachtel im Hemmerder Ostfeld am 25.06.2024 (Foto: Hartmut Brecher)

Wachtel im Hemmerder Ostfeld (Foto: Hartmut Brecher)

Nahrung suchende Dorngrasmücke am 24.06.2024 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)
Mal wieder ein Zeichen aus dem Norden des Kreises.
Zwar keine einzelne Vogelbeobachtung, aber mal eine Meldung des Artenspektrums von der Ausgleichfläche Worth, der Luisenstraße und dem NSG Netteberge von diesem Frühjahr.
In den oben aufgeführten Gebieten konnten in diesem Jahr folgende Vogelarten mit Brut oder Brutverdacht und als Nahrungsgast beobachtet werden,
Eisvogel , Dohle, Eichelhäher, Rabenkrähe, Elster, Mäusebussard, Turmfalke, Sperber, Rotmilan, Kiebitz, 2 singende Feldlerchen, Goldammer, Schafstelze, Sumpfrohrsänger, Blaumeise, Kohlmeise, Buchfink, Zaunkönig, Rotkehlchen, Misteldrossel, Amsel, Singdrossel, Gartenrotschwanz, Gartenbaumläufer, Grünfink, Mönchgrasmücke, Gartengrasmücke, Dorngrasmücke, Klappergrasmücke, Buntspecht, Grünspecht, Kleinspecht, Dompfaff, Nachtigall, Haussperling, Teichhuhn, Waldohreule, Steinkauz, Waldkauz, Ringeltaube, Bachstelze, Stockente, Kanadagans, Weißstorch, Graureiher, Hohltaube, Schwanzmeise, Fitis, Zilp Zalp, Kleiber, Heckenbraunelle, Rauchschwalbe, Rostgans, Stieglitz, Bluthänfling, Türkentaube, Star, Kuckuck
Leider keine Rebhühner, keine Baumfalken und Feldsperlinge mehr!
Gestern über dem Birkenbaumweg 4 rufende Kolkraben.
Gestern (22.06.) wurden die Wiesen im Wasserwerk Schwerte-Westhofen gemäht. Hier im weiteren Verlauf nur wenig Greifvögel und ein Schwarzstorch. In den Röllingwiesen nach wie vor u.a. ein Paar Haubentaucher mit 4 und ein Paar Höckerschwäne mit 3 Pulli. Darüber hinaus eine Schnatterente mit 7 Pulli.
Heute (23.06) auf der Kiebitzwiese u.a. 2 juv. Schwarzkehlchen, welche bereits vollkommen selbständig auf Nahrungssuche aktiv sind. (Mitbeobachter: B.Nikula)
Im angrenzenden Hammer Wasserwerk wurde heute ebenfalls gemäht. Hier während des Beobachtungszeitraumes u.a. 36 (!) Weißstörche, 4 Graureiher, 6 Rotmilane, ein Schwarzmilan, 3 Mäusebussarde und 2 Turmfalken. Des weiteren ebenda eine Ricke, mutmaßlich auf der Suche nach dem Nachwuchs, mit Happy End. Nachfolgend einige Eindrücke in Bildern:











Mehrere frisch silierte Feldgrasäcker waren magischer Anziehungspunkt für verschiedene Mäusefresser. So hielten sich gestern im Bereich Warmer Löhen ca. 20 Rotmilane, darunter einige vorjährige Vögel, zwei Schwarzmilane, ein Mäusebussard, ein Turmfalke, zwei Graureiher, ca. 30 Rabenkrähen, etliche Dohlen und fünf Weißstörche (davon einer mit Ring – DEW-5V801) auf. Dass der im letzten Jahr als Nestling beringte und aus der Lippeaue bei Lippborg (Kreis Soest) stammende Weißstorch bereits als jetzt Vorjähriger in der Ruhraue aufgetaucht ist, erstaunt doch sehr. Oder aber, er ist erst gar nicht weggezogen?
Heute Morgen flog ein laut rufender Halsbandsittich über Lünern hinweg gen Norden.



Gegen 22 Uhr aus einer Wiese in Unna-Mühlhausen Rufe eines Wachtelkönigs. Am folgenden Tag wurde die Wiese gemäht. Im Dorf sind noch die jungen Waldohreulen zu hören.
In der Nacht vom 19. auf den 20. Juni 2024 rief während der Kontrolle innerhalb (!) des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde im Kreis Unna kein Wachtelkönig. Dafür in der Westhemmerder Feldflur und südöstlich von Stockum je eine schlagende Wachtel und im Gesamtgebiet noch 7 nächtlich singende Sumpfrohrsänger. Die bereits mehrfach gemeldeten Waldohreulen-Jungvögel am Südrand von Lünern (mind. 2) und Bausenhagen (mind. 3) riefen unablässig.
Im NSG Lippeaue von Werne bis Heil rief einer der beiden bereits von vielen BeobachterInnen verhörten Wachtelkönige noch ausdauernd aus einer Wiese, am zweiten Standort weiter westlich allerdings keine Rufe mehr.
Am Sonntag (16.6.) am alten Aussichtshügel ein singender Girlitz. Schon bei den letzten Besuchen hatten wir das Gefühl einen Girlitz hier gehört zu haben. Dieser war allerdings schwierig exakt zu verorten.
Am gleichen Vormittag hier u.a. ein Kuckuck (braune Morphe).
Auf dem Nest der Weißstörche im Gebiet der Wasserwerke Hengsen gelang eher zufällig im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle der Pulli die Ablesung eines ELSA Rings von einem der beiden Störche (Geschlecht unbekannt) des hiesigen Brutpaares. Demnach wurde dieser nestjung 2021 in Theisbergstegen (Baden-Württemberg) beringt. Hier gelang der Wiederfund nach 1083 Tage in einer Entfernung von 217 km. Nebenbei sei ergänzend dazu als interessante Information zu erwähnen, dass der männliche Brutstorch von der Röllingwiese (dieses Jahr Verlust aller Jungvögel) in Schwerte im gleichen Dorf zur Welt gekommen ist und ebenfalls dort beringt wurde. Eben dieser ist allerdings 3 Jahre älter.
In den Röllingwiesen (Schwerte) kam es mutmaßlich erstmalig zu einer erfolgreichen Haubentaucher-Brut. Das Paar versorgt 4 Pulli. Ebenfalls konnte hier ein Höckerschwan-Paar mit 3 Pulli erfolgreich brüten sowie auch Zwergtaucher. Auf der Suche nach einer erfolgreichen Schnatterenten-Brut wurden wir ebenfalls hier fündig. Am 12.06. führte ein Weibchen 8 Pulli.
Als regelmäßiger Jäger erscheint hier zu unterschiedlichen Zeiten mindestens ein Baumfalke. Nach wie vor auch ebenda ein sehr aktiv rufender Kuckuck sowie die bekannte männliche Pfeifente mit leichten Handicap. Am 15.06. mindestens ein Waldwasserläufer sowie mindestens 3 Wasserrallen aus unterschiedlichen Richtungen rufend. Die Weißstörche am Zugangsweg versorgen 2 Pulli im Nest.








