Unsere Hoffnung hat sich erfüllt. Der Wasserstand in den Röllingwiesen ist seit Tagen so hoch, dass alle gestutzten Binsen komplett unter Wasser sind. Auch die höher gelegenen direkt am Stand. Die Bereiche habe ich auf den Fotos eingekreist. Somit besteht die Hoffnung, dass sie zumindest teilweise absterben, wie es die Lektüre hergibt. Komischerweise sind überhaupt keine Wasservögel da. Der erste Winter ohne eine Ente oder sonst was. Normal ist das nicht. Ein einzelner Schwan dümpelt herum. Der traute sich heute nicht mal auf die künstliche Kiesbank. Zu nervös trieb ihm im Wind die künstliche Nisthilfe vor der Nase rum. War mein Eindruck. Er machte einen großen Bogen. Ist für Tiere ja auch eher ein bedrohlicher Anblick. So ein hin und her schwimmendes Etwas. Wegen der Nachfragen, ob ich das war, möchte ich erklären, dass ich die künstlichen Projekte nicht realisiert habe. Und mir der natürliche Zustand der Wiesen sehr wichtig ist. Eingriffe sollten sich meiner Ansicht nach auf die Pflege und den Erhalt des Charakters der Wiesen beschränken. So lange, bis die Landschaftsplanung etwas anderes vorschreibt. Jede noch so gut gemeinte künstliche Veränderung ist nicht in meinem Sinne, da jede dadurch angelockte Art andere natürlich vorkommende Arten wieder abschreckt. Selbst lange ansässige Arten werden durch künstliche Veränderung schnell vergrault. Usw., usw. Durch die Anbringung von den sicher gutgemeinten Nisthilfen nahe am Stand zum besseren Fotografieren oder Fotoschildern extra für den Eisvogel, geht auch das wunderschöne natürliche Bild der Wiesen völlig verloren.
Wieder überschwemmte Röllingwiese mit zurückgeschnittenen und jetzt überstauten Flatterbinsenbereichen, Schwerte 16.01.2019 Foto: Hans Joachim GöbelWieder überschwemmte Röllingwiese mit gerodeten und jetzt überstauten Flatterbinsenbereichen, Schwerte 16.01.2019 Foto: Hans Joachim GöbelNistfloß, Röllingwiese Schwerte 16.01.2019 Foto: Hans Joachim Göbel
Am 15.01.2019 konnte ich mit Th. Sauer an der Schoofbrücke wieder den großen Trupp Gänse beobachten. Es wehte ein eisiger Wind. Wir waren alleine. Kein Hund in den Wiesen. Somit gute Bedingungen für die Gänse (und uns). Als erstes konnten wir oben bei Bimberg auf dem Feld aus (Navi gemessen) 900 m eine einzelne Saatgans im Dunst ablichten. Denke, es ist eine Tundra. Was die da oben alleine machte?? Das Thomas sie aus der Entfernung aus dem fahrenden Auto sah, Respekt! Es ist eine große Saatgans mit langem Hals. Sieht man nicht so gut auf dem schlechten Belegbild. Zu viel Nebel usw. Ich hatte so meine Schwierigkeiten. Die Gänse an der Schoofbrücke waren alle sehr entspannt. Fernglas reichte, um eine weitere Saatgans auszumachen. Trotz Gewusel war sie schnell gefunden. Hierbei würde ich auf eine rossicus setzen. Sie ist so groß oder klein, wie die Bläßgänse. Und ihre Bein- und Schnabelfarbe ist orange/gelb. Im Gegensatz zu meiner kürzlich gemeldeten Kurzschnabelgans. Die hatte ich auch in dem Trupp vermutet. Aber nicht gefunden. Nonnengänse sahen wir heute auch wieder ca. 25 Ex. Die sind dann aber doch vor dem Belegfoto aufgeflogen. Ein braver (angeleinter) Hund auf dem Weg reichte. Zu guter Letzt noch eine junge, beringte Bläßgans mit einem schwarzen Halsring. Tip: Kaltes nasses Wetter und Sturm ist gut zum Gänse gucken. Kein Wuffi in den Wiesen.
Einzelne Saatgans, Schoofbrücke Holzwickede, 15.01.2019 Digiskopie: Hans Joachim GöbelGänsegewusel, Schoofbrücke Holzwickede, 15.01.2019 Digiskopie: Hans Joachim GöbelSaatgans (rossicus), Schoofbrücke Holzwickede, 15.01.2019 Digiskopie: Hans Joachim GöbelSaatgans (rossicus), Schoofbrücke Holzwickede, 15.01.2019 Digiskopie: Hans Joachim GöbelBlässgans mit Halsmanschette, Schoofbrücke Holzwickede, 15.01.2019 Digiskopie: Hans Joachim Göbel
Weiterhin im Hemmerder Schelk ein Massenaufkommen von Hunderten Birkenzeisigen – wenngleich es heute mit ~300 Vögeln bereits ein etwas „kleinerer“ Schwarm war. Allerdings könnte der Trupp sich auch geteilt haben. Ohnehin erweisen sich die Birkenzeisige sowohl beim Beobachten, bei Zählversuchen und erst recht bei Versuchen, die Massenaufkommen im Foto festzuhalten als der sprichwörtliche „Sack Flöhe“, der sich nicht wirklich erfassen lässt. Trotzdem sind diese ungewöhnlichen Mengen die größten Ansammlungen dieser Art, die ich je gesehen habe. Noch im vergangenen Jahr, als wir bereits einen überdurchschnittlichen Einflug aus Nordeuropa hatten, sah man höchstens Truppstärken nahe 100 Vögeln. Dass es nun im H. Schelk zu diesen ungewöhnlichen Massen-Ansammlungen kommen konnte, hängt wohl damit zusammen, dass mehrere seltene Konstellationen gleichzeitig aufeinandertreffen. Zum einen haben wir auch in diesem Winter einen überdurchschnittlichen Einflug (Gesamtzahl der an der Zählstation Falsterbo / Südschweden im Herbst erfassten Birkenzeisige: 10 297 Ex – gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert von 3 650 Ex pro Saison). Zum Vergleich: im Vorjahr (2017) lag die Gesamtzahl in Falsterbo bei 44 343 Ex, im Jahr 2016 immerhin auch schon bei 12 495 Ex, aber im Jahr 2015 noch bei 4 077 Ex. Nun war es im vergangenen Winter (2017) so, dass die Birken bei uns fast keine Samen trugen. Man sah die Birkenzeisige oft an Erlensamen oder in Ruderalflächen. In diesem Winter (2018/19) tragen die Birken extrem viele Samen – während Erlen kaum Samen angesetzt haben. Somit bietet der Hemmerder Schelk mit einem überdurchschnittlich hohen Birkenanteil derzeit offenbar ein geradezu unerschöpfliches Nahrungsangebot.
Außerdem im H. Schelk heute 2 Fichtenkreuzschnäbel, einzelne Bergfinken, ein erster Buchfink mit Gesang(!), – und gestern Flugrufe eines Schwarzspechtes.
Nördlich UN-Westhemmerde auf dem „Rothen Feld“ gestern 13 rastende Kiebitze. Südlich UN-Westhemmerde, nahe der B1, 43 Sturmmöwen und 6 Lachmöwen.
Nördlich Frdbg.-Hohenheide konnte am Abend die erfolgreiche Besetzung eines frischen Waldkauzkastens (am 21.11.18 aufgehängt) bestätigt werden: nach 12minütiger Beobachtung aus sicherer Entfernung verließ um 17.18 Uhr (kalendarischer Sonnenuntergang: 16.43 Uhr) der „Vogel des Jahres 2017“ (hier ein Männchen) den Kasten und ließ unmittelbar anschließend in geringer Entfernung mehrere Revierrufe hören.
Teil eines riesigen Birkenzeisigschwarms über dem Hemmerder Schelk …, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer… Zwischenlandung auf mehreren Baumkronen …, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer… danach folgt die `Schlacht am Buffet´, 14.01.2019 Foto: Bernhard GlüerTiefenentspannte Kiebitze bei UN-Westhemmerde, 14.01.2019 Foto: Bernhard GlüerAdulte Sturmmöwe mit den auffallend – für die Art typisch – grünen Beinen, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer
Die Wasservogelzählung der NWO war geprägt vom Ruhrhochwasser, so dass die Zahlen der Wasservögel in vielen Abschnitten der Ruhr sehr niedrig waren oder gar bei null lagen. So zählte ich in den einzelnen Teilabschnitten meines Zählgebietes von der Hönnemündung bis hin zur östlichen Stadtgrenze Fröndenbergs u.a. folgende Vögel: Himmelmann Park/Hönnemündung: 3 Gänsesäger (2:1), 1 Zwergtaucher, 23 Stockenten, 1 Graureiher sowie 1 Wasseramsel. Hindenburg Hain: 1 Reiherente, 61 Stockenten, 1 Blässralle, ca. 50 Erlenzeisige, ca. 50 Wacholderdrosseln sowie ca. 30 Grünfinken. NSG Kiebitzwiese: 3 Gänsesäger (2:1), 17 Reiherenten, ca. 140 Stockenten, 1 Pfeiferpel, 3 Krickenten, ca. 35 Schnatterenten, 4 Teichrallen, 52 Blässrallen, 4 Zwergtaucher, 8 Nilgänse, 1 Kanadagans, 2 Graugänse, 1 Hybridgans (Schnee x Kanada), 15 Höckerschwäne, 4 Silberreiher, 1 Graureiher, 6 Kormorane, ca. 100 Wacholderdrosseln, ca. 50 Erlenzeisige, 8 Schwanzmeisen sowie 1 singende Misteldrossel. Hammer Wasserwerk: 1 Gänsesäger (M), 4 Schellenten (2:2), 3 Krickenten, 19 Reiherenten, 41 Stockenten, 2 Nilgänse, 54 Graugänse, 159 Kanadagänse, 1 Hybridgans (Grau x Kanada), 1 Höckerschwan, 1 Silberreiher, 2 Graureiher, 1 Kormoran sowie 1 singende Misteldrossel. NSG Obergraben westlich Wickede: 2 Reiherenten, 4 Stockenten, 1 Graureiher sowie ca. 50 Wacholderdrosseln.
Die Schellenten hatten die ruhigen Gewässer im Hammer Wasserwerk aufgesucht……am 14.01.19 Foto: Gregor ZoselUnd auch die Kanadagänse waren heute fast ausschließlich im Wasserwerk zu beobachten……am 14.01.19 Foto: Gregor ZoselBis auf einige Einzelexemplare haben die Krickenten das östliche Fröndenberger Ruhrtal auf Grund des Hochwassers geräumt……am 14.01.19 Foto: Gregor ZoselAuch immer mehr Schnatterenten im NSG Kiebitzwiese wechseln von den Fluten der Ruhr aus der Sperrzone auf die Gewässern rund um den Aussichtshügels……am 14.01.19 Foto: Gregor ZoselNur die Gänsesäger kommen sehr gut mit dem Hochwasser auf der Ruhr, bzw Hönne, zurecht…….am 14.01.19 Foto: Gregor ZoselDagegen hat dieser kleine Zwergtaucher mit der Strömung ganz gut zu kämpfen…….am 14.01.19 Foto: Gregor ZoselNur einmal ließ sich eine Wasseramsel kurz am Hönneufer blicken. Ihre Ansitze in der Ruhr und Hönne sind alle überschwemmt…….am 14.01.19 Foto: Gregor ZoselMisteldrossel auf ihrer Singwarte im Hammer Wasserwerk…….am 14.01.19 Foto: Gregor Zosel
Bei einem kurzen Kurztripp zur Schoofbrücke wieder etliche Gänse: Etwa 250 Exemplare, großräumig verstreut, überwiegend Blässgänse, 11 Nonnengänse darunter.
Fröndenberg-Ardey: Gegen 15:30 Uhr blitzschneller, aber erfolgloser Angriff eines Sperberweibchens an der Futterstelle unseres Gartens. Die zu diesem Zeitpunkt anwesenden Goldammern, Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen,Heckenbraunellen, Buchfinken, Haussperlinge, Amseln und Rotkehlchen konnten diesmal unbeschadet das Weite suchen. Nach 15 Minuten kehrten die „Flüchtlinge“ wieder zurück.
Ein erfreuliches Bild bot sich heute im HRB der Seseke. Bei steigenden Wasserständen erhöhen sich auch wieder die Zahlen der anzutreffenden Vögel. Heute zu sehen: 4 Graureiher, 10 Graugänse, 14 Kanadagänse, 4 Nilgänse, 31 Stockenten, 1 Pfeifente, einige Wiesenpieper und 2 Blässhühner.
Am Sesekeweg waren >8 Schwanzmeisen unterwegs.
Schwanzmeisen sind meistens recht zutraulich und deshalb gut zu fotografieren wenn man schnell genug ist. 14.01.19 Foto: Hartmut PeitschImmer wieder süß diese Kleinen. Schwanzmeise am 14.01.19 Foto: Hartmut PeitschNur eine Pfeifente unter den Stockenten am 14.01.19 Foto: Hartmut PeitschEinfliegende Nilgänse, 14.01.19 Foto: Hartmut PeitschKanadagans am 14.01.19 Foto: Hartmut PeitschAuch im Becken wieder erfreulich viel Wasser am 14.01.19 Foto: Hartmut PeitschEndlich führt die Seseke wieder genügend Wasser. 14.01.19 Foto: Hartmut Peitsch
Im Wassergewinnungsgelände (Frdbg.-Langschede) schien es heute sogar den Wasservögeln „zu nass“ zu sein … – die meisten Filterbecken hatten Wasserhöchststände und waren somit für Limikolen und Kleinvögel unattraktiv. Immerhin 7 Waldwasserläufer zeigten sich in einem Becken. Auf der Ruhr unter anderem 2 Gänsesäger (1,1), ~40 Stockenten, ~20 Reiherenten, 4 Kormorane.
Gestern im Hemmerder Schelk ein ungewöhnlich großer Schwarm Birkenzeisige – über mehrere Birken verteilt bei der Samenernte. Ein Versuch, per Fernglas die Anzahl zu ermitteln, erwies sich als unmöglich. Allerdings wurde deutlich, dass der Schwarm (von einzelnen Distelfinken abgesehen) ausschließlich aus Birkenzeisigen bestand (in letzter Zeit waren Zeisigtrupps meist gemischt und bestanden eher aus überwiegend Erlenzeisigen). – Erst als sie auch einem Sperber aufgefallen waren und dieser den ganzen Trupp in Panik aufscheuchte, war die tatsächliche Größe des Schwarms erkennbar. Es dürften 600 – 800 (!) Vögel gewesen sein. Leider gelangen im Nieselregen von dem beeindruckenden Spektakel keine brauchbaren Fotos, da der Schwarm in hektischem Auf und Ab immer wieder hinter Baumkronen abtauchte, bzw. zunächst zu nah war, um alle Vögel aufs Bild zu bekommen.
Nahe Frdbg.-Bausenhagen gelang der Fund eines weiteren Wespenbussardhorstes, der erst in der vergangenen Saison entstanden ist. Möglicherweise sind zusammen mit den bereits gemeldeten Funden aus dem Fröndenberger Westen damit die vermuteten 2 Brutpaare für das Fröndenberger Stadtgebiet bestätigt.
In den Hemmerder Wiesen gestern unter anderem 1 jagender Habicht (m/ad).
Bei Frdbg.-Ostbüren 2 Silberreiher auf einer Feldgrasfläche.
Birkenzeisige (Hemmerder Schelk) – technisch leider ein schlechtes Bild, das jedoch einen kleinen Teil des `Gewusels´ unzähliger Vögel bei der Samenernte zeigt …, 12.01.2019 Foto: Bernhard Glüer… kleiner Teil des abfliegenden Schwarms …, 12.01.2019 Foto: Bernhard Glüer… in schnellen Wendungen immer wieder die Richtung ändernd, 12.01.2019 Foto: Bernhard Glüer`Frischer´ Wespenbussardhorst (Frdbg.), der in der Saison 2018 entstanden ist, 12.01.2019 Foto: Bernhard GlüerFür diesen Feldhasen (Frdbg.-Warmen) begann das neue Jahr mit besonderem Pech, nachdem er gerade die zurückliegende Jagdzeit (endete für ihn am 31.12.) heil überstanden hatte …, 09.01.2019 Foto: Bernhard Glüer… für die Rabenkrähen allerdings wurde sein Straßentod zum Glücksfall …, 09.01.2019 Foto: Bernhard Glüer… ein `Hasenbraten´ bietet sich ihnen nicht alle Tage, 09.01.2019 Foto: Bernhard Glüer
Auf dem Geiseckesee konnte ich mittags 8 (5m, 3w) Gänsesäger sowie das bereits bei ornitho gemeldete Zwergsäger-Männchen beobachten. Zwei Kolkraben wechselten zwischen Bahnwald und Standortübungsplatz. Im östlichen Teil des Bahnwaldes war ein Mittelspecht auf Nahrungssuche. An den Filterbecken nördlich der Schoofsbrücke hielten sich drei Bergpieper auf. Nahe der Brücke konnte ich recht nah die (bekannte?) Kurzschnabelgans aus dem Ruhrtal unter 44 Graugänsen beobachten (siehe Meldung bzw. Vogel vom 15.11.2018, T. Sauer und H.J. Göbel). Leider steigt einem an der Brücke derzeit ein unangenehmer Geruch in die Nase, denn offenbar wollte jemand seine Küchenabfälle in Form von mind. 15 gekochten und zerlegten Hummern im Wasser am Ufer loswerden. Manche Menschen kennen wirklich keine Grenzen.
Gekochte und zerlegte Hummer in der Ruhr an der Schoofsbrücke, 10.01.2019 (Stefan Helmer)
Heute am frühen Vormittag konnte ich bei meinem fast 2 stündigen Rundweg durch die Strickherdicker Feldflur folgende Vogelarten beobachten: 1 Wanderfalke, 11 Mäusebussarde (meist wurmend), 2 Turmfalken, 3 Eichelhäher, 13 Rabenkrähen, 16 (!) Amseln, 11 Kohlmeisen, 1 Blaumeise, 4 Buchfinken, ca. 40 (!) Goldammern, ca. 30 Wacholderdrosseln, 3 Rotkehlchen, 6 Ringeltauben, 2 Nilgänse, 1 Graureiher sowie 10 nach SW ziehende Kormorane. Aus Richtung Backenberg immer wieder Rufe von einem Kolkraben.
Wanderfalke auf einem Hochspannungsmast in der Strickhetrdicker Feldflur…..am 10.01.19 Foto: Gregor Zosel
Heute hatte das Wetter von jedem etwas. Bedeckter Himmel, strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein, Regen, und Hagel wechselnten sich am Vormittag ab, als ich im NSG Kiebitzwiese vom Münzenfund bis hin zur Rammbachmündung meinen Spaziergang machte. Hier konnte ich bei starkem Ruhrhochwasser und gut gefüllter Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten: 2 Gänsesäger, ca. 30-40 Schnatterenten, 45 Reiherenten, ca. 100 Stockenten, 4 Zwergtaucher, 14 Blässrallen, 115-120 Blässgänse, 57 Graugänse, 121 Kanadagänse, 5 Nilgänse, 24 Höckerschwäne, 6 Silberreiher, 3 Graureiher, 1 Eisvogel, 1 Gebirgsstelze, ca. 20 Erlenzeisige sowie ca. 100 Wacholderdrosseln. Im angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 1 Schellerpel, ca. 70 Krickenten, 65 Graugänse, 89 Kanadagänse, 2 Nilgänse, 1 Silberreiher, ca. 100 Erlenzeisige sowie ca. 20 Distelfinken.
Kurz nach Sonnenaufgang versammelten sich die Blässgäne zusammen mit einigen Kanadagänsen auf dem Feld westlich des Wehres auf Mendener Ruhrseite, wo sie aber rasch vertrieben wurden…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselAuf dem Ersatzfeld zwischen Ponyhof und Wehr, wohin sie flüchteten, waren sie aber auch nicht lange ungestört. Als Hundebesitzer mit freilaufenden Hunden den Gänsen zu nahe kamen, zogen sie dann endlich zur Kiebitzwiese ab, wo sie ungestört den Rest des Tages verbrachten …..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselBlässgänse auf der Kiebitzwiese…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselHier im NSG können sie sich ungestört austoben…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselNun, wo die Wiesen auf der Kiebitzwiese überschwemmt sind, wagen sich auch einzelne Schnatterenten von der Ruhr hier ins offene Gelände…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselAuch die Graugänse wurden immer wieder aufgetrieben und fanden letzendlich im Hammer Wasserwerk ihre Ruhe…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselAnders als auf der Ruhr, die starkes Hochwasser führt, schwimmt es sich auf den Filtgerbecken des Wasserwerkes entspannter. So denkt wohl zumindest die Schellente…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselDagegen bevorzugen die Krickenten im Wasserwerk die Ruhe auf der Ruhr. Allerdings müssen sie gegen die starke Strömung ankämpfen und halten sich deshalb nahe am Ufer auf…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselGemischter Trupp aus Erlenzeisigen und Distelfinken im Wasserwerk…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselGeschickt wird der Samen aus den Fruchtständen gepickt…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselEinmal mit vollem Schnabel in die Kamera lächeln…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselAber danach geht es weiter am Frühstücksbuffet…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselErstaunlich hoch war die Zahl der Rotkehlchen am heutigen Vormittag. Allein in einem Weißdornbusch im Hammer Wasserwerk 4 Exemplare…..am 09.01.19 Foto: Gregor ZoselNicht nur für diesen Mäusebussard war heute gutes Flugwetter mit passsabler Thermik….am 09.01.19 Foto: Gregor Zosel
Kristian Lilje von der NABU-Naturschutzstation Münsterland weist auf die aktuelle Neuerscheinung zum Kiebitzschutz hin:
Praxishandbuch Kiebitzschutz
Das MOIN [Michael-Otto-Institut] hat, unterstützt durch seine Partner, ein Praxishandbuch zum Kiebitzschutz erstellt (44-seitige Broschüre „Kiebitze schützen – Ein Praxishandbuch“). Inhalte sind unter anderem Biologie und Gefährdung des Kiebitzes, Hinweise zur Freilandarbeit mit Kiebitzen sowie praktische Tipps zum Schutz im Grünland und Ackerland. Erhältlich über den NABU-Shop oder als pdf-Download: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/agrarvoegel/181127-nabu-kiebitzschutz-handbuch.pdf
Im HRB der Seseke waren am Morgen mal wieder zwei alte Bekannte zu Gast: ein sehr heller Graugans-Ganter mit seiner Dame. Außerdem noch 3 Graureiher, 2 Nilgänse und ein Turmfalke, der in der näheren Umgebung des Beckens eigentlich immer anzutreffen ist.
Entlang des Sesekeweges war nicht viel los, bis auf einen Trupp Wacholderdrosseln, einige Misteldrosseln und nur 2 Amseln.
Graugänse und Graureiher. Der Ganter rechts ist ein sehr heller Vertreter seiner Art, vielleicht auch ein Hybrid? 07.01.18 Foto: Hartmut PeitschDieser männl. Turmfalke ist fast immer am HRB anzutreffen. 07.01.18 Foto: Hartmut Peitsch
Ich habe mich am Sonntag in dem oben genannten Zeitraum der Zählung in unserem Garten angenommen und folgendes beobachtet:
20 Kohlmeisen, 15 Blaumeisen, 10 Haussperlinge, 2 Heckenbraunellen, 4 Buchfinken, 1 Elster, 3 Rotkehlchen, 6 Ringeltauben, 2 Sumpfmeisen, 2 Buntspechte, 4 Amseln, ein Mittelspecht (war zweimal an der Futterstelle) und ein Grünspecht (gehört).
Die Gruppe von ca. 8 Schwanzmeisen, die regelmäßig bei uns auftaucht, ist leider im vorgesehenen Beobachtungszeitraum nicht erschienen. Schade – hätte sie gern hinzugefügt.
Am Wochenende der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ habe ich, wie schon in den letzten Jahren auch, gezielt Parkanlagen und Friedhöfe aufgesucht und hier meine Vogelzählung durchgeführt. Viel schlechter allerdings wie in diesem Jahr können die Bedingungen nicht sein. Bei nasskalten Dauerregenwetter und noch relativ viel Nahrung in den Büschen, Bäumen und auf den durchweichten Wiesen ist die Zahl der Wintervögel zumindest in den Gärten sehr bescheiden. In meinen Beobachtungsbereichen war allerdings die Zahl recht ordentlich. Viele Vögel blieben aber sicherlich unentdeckt, da z.B. Amseln und Meisen sich teilweise nah am Stamm von Nadelhölzern vor dem Regen schützten. Ließ der Regen dann kurz mal etwas nach, kamen auch die Vögel wieder zum Vorschein. So konnte ich dann in den aufgesuchten Grünflächenanlagen folgende Listen erstellen, wobei ich die Wasservögel auf der Ruhr an den Parkanlagen nicht mit in der Liste aufgenommen habe: Hindenburg Hain/Fröndenberg: ca. 70 Erlenzeisige, ca. 20 Distelfinken, ca. 30 (!!) Kernbeißer (die Zahl lag am 7.1. sogar noch etwas höher; ca. 50 Ex.!), 2 Dompfaffe, 11 Blaumeisen, 11 Kohlmeisen, 2 Sumpfmeisen, 2 Kleiber, 2 Gartenbaumläufer, 2 Zaunkönige, 1 Heckenbraunelle, 3 Rotkehlchen, 1 Wintergoldhähnchen, ca. 15 Buchfinken, ca. 15 Grünfinken, 12 Haussperlinge, 2 Stare, 13 Amseln, 1 Grünspecht, 1 Buntspecht, 5 Türkentauben, ca. 30 Ringeltauben, 10 (!) Eichelhäher, 9 Dohlen, 2 Rabenkrähen sowie 9 Elstern. Himmelmann Park/Fröndenberg: 1 Eisvogel, 9 Amseln, 1 Star, 8 Wacholderdrosseln, 4 Kohlmeisen, 4 Blaumeisen, 6 Schwanzmeisen, 2 Gartenbaumläufer, 1 Distelfink, 4 Buchfinken, 1 Grünfink, 1 Zaunkönig, 3 Rotkehlchen, 1 Haussperling, 1 Grünspecht, 4 Ringeltauben, 1 Dohle, 2 Eichelhäher, 2 Rabenkrähen, 4 Elstern sowie 1 Sperber. Kath. Friedhof Bausenhagen/Fröndenberg: 2 Amseln, 1 Kohlmeise, 3 Blaumeisen, 1 Kleiber, 1 Gartenbaumläufer, 1 Grünspecht, 8 Ringeltauben, 6 Dohlen sowie 1 Turmfalke. Ev. Friedhof Dellwig/Fröndenberg: 4 Amseln, 1 Star, 5 Kohlmeisen, 3 Blaumeisen, 1 Sumpfmeise, 3 Gartenbaumläufer, ca. 15 Distelfinken, 2 Grünfinken, 4 Buchfinken, 1 Rotkehlchen, 12 Ringeltauben, 2 Grünspechte (Paar), 1 Buntspecht, 12 Dohlen sowie 3 Rabenkrähen. Alter Friedhof/Fröndenberg: 5 Amseln, 5 Kohlmeisen, 6 Blaumeisen, 1 Gartenbaumläufer, 1 Rotkehlchen, 1 Buchfink, 5 Ringeltauben, 4 Dohlen, 2 Rabenkrähen sowie 4 Elstern. Neuer Friedhof/Fröndenberg: 8 Amseln, 1 Wacholderdrossel, 1 Misteldrossel, ca. 100 Erlenzeisige, 6 Dompfaffe, 4 Kohlmeisen, 4 Blaumeisen, 2 Kleiber, 1 Gartenbaumläufer, 1 Rotkehlchen, 3 Zaunkönige, 2 Wintergoldhähnchen, 6 Buchfinken, 9 Grünfinken, 1 Buntspecht, 13 Ringeltauben sowie 4 Eichelhäher. Kommunalfriedhof/Wickede(Ruhr): 4 Amseln, 1 Wacholderdrossel, ca. 100 Erlenzeisige, 1 Kernbeißer, 1 Kohlmeise, 3 Blaumeisen, 3 Buchfinken, 2 Dohlen sowie 1 Rabenkrähe. Kath. Friedhof/Wickede(Ruhr): 4 Amseln, ca. 30 Birkenzeisige, ca. 70 Erlenzeisige, ca. 20 Distelfinken, 2 Kohlmeisen, 6 Blaumeisen, 1 Rotkehlchen, 1 Buchfink, 2 Ringeltauben, 6 Dohlen sowie 6 Elstern.
Auch auf Friedhöfen kann man schöne Vogelbeobachtungen machen. Hier ein Rotkehlchen auf ortstypischen Ansitz auf dem Alten Fröndenberger Friedhof……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselZumindest bei mir war an diesem Wochenende der Erlenzeisig der eindeutige Gewinner……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselAuch mit so vielen Eichelhähern hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Erwähnenswert der große Trupp im Hindenburg Hain……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselMeist in den hohen Baumkronen suchen die Kernbeißer nach Nahrung und sind somit gut zu erfassen. In den nächsten Tagen ist es sicherlich interessant, ob die große Gruppe im Hindenburg Hain bleibt oder weiterzieht. Diese Parkanlage war all die Jahre eigentlich ein Garant für größere Kernbeißergruppen im Winter……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselDompfaffmännchen auf dem Neuen Friedhof……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselDie meisten Amseln halten sich in diesem milden Winter meist noch in der freien Feldflur auf, wo sie in den Hecken noch genügend Beeren finden. Auch auf den durchnässten Wiesen trifft man kleinere Gruppen an Drosseln bei der Regenwurmsuche……am 05.01.19 Foto: Gregor ZoselEine einsame Wacholderdrossel trotz dem kalten Nieselregen auf einer Zeder……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselZwar verteidigte diese Misteldrossel ihr Revier hartnäckig gegen die anwesenden Amseln, aber bei dem Regenwetter war ihr nicht nach Singen zumute……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselBuchfink im stömenden Regen auf dem Wickeder Kommunalfriedhof……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselAm Sonntag kam kurz für ein paar Minuten die Sonne raus, bevor der nächste Regenschauer kam. Diesen Moment nutzte ich, um diesen Kleiber im Hindenburg Hain abzulichten……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselIm Schwirrflug wie ein Kolibri sucht dieses Wintergoldhähnchen zwischen den Nadeln der Gehölze nach kleinen Insekten und Spinnen……am 06.01.19 Foto: Gregor ZoselDiese Elstern im Himmelmann Park nutzen die Wiese, um die aus der Erde herauskommenden Regenwürmer regelrecht abzusammeln……am 04.01.19 Foto: Gregor ZoselEtwas Glück hatte ich, als ich diesen Turmfalken bei der erfolgreichen Jagd auf dem Bausenhagener Friedhof beobachten konnte…..am 04.01.19 Foto: Gregor Zosel